Lade Inhalt...

Die Kulturvermittlung des Goethe-Instituts in Irland

Magisterarbeit 2013 131 Seiten

Medien / Kommunikation - Interkulturelle Kommunikation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Kulturbegriff
2.1 Der Kulturbegriff in der Arbeit des Goethe-Instituts
2.2 Kulturelle Werte in Europa

3. Kulturvermittlung in der Theorie
3.1 Was ist Kulturvermittlung? - Versuch einer Definition
3.1.1 Entwicklung der Kulturvermittlung
3.1.2 Kulturvermittlung heute
3.1.3 Aufgaben, Ziele und Funktionen der Kulturvermittlung
3.2 Die deutsche auswärtige und europäische Kulturpolitik als Rahmenvoraussetzungen
3.2.1 Die Kulturvermittelnden Institutionen der BRD
3.2.1.1 Die Mittlerorganisationen des Auswärtigen Amtes
3.2.1.2 Die Kulturabteilung der Deutschen Botschaft
3.2.2 Kulturvermittelnde Institutionen der Europäischen Union
3.2.2.1 Cultural Contact Point
3.2.2.2 European National Institutes for Culture (EUNIC)

4. Das Goethe-Institut
4.1 Vorgeschichte
4.2 Struktur
4.2.1 Grundlagen
4.2.1.1 Die Vereinssatzung
4.2.1.2 Der Rahmenvertrag
4.2.2 Organisation
4.2.3 Finanzierung
4.3 Aufgaben Ziele und Tätigkeiten
4.4 Leitlinien für die Arbeit der Goethe-Institute im Ausland
4.4.1 Leitlinien für die Programmarbeit
4.4.2 Leitlinien für die Bibliotheksarbeit
4.4.3 Leitlinien für die Spracharbeit

5. Das Goethe-Institut Irland
5.1 Geschichte des Instituts und Einbettung in die irische Kulturlandschaft
5.2 Aufbau, Organisation und Struktur
5.2.1 Die Kulturprogrammabteilung
5.2.1.1 Partner & Veranstaltungen
5.2.2 Information und Bibliothek
5.2.3 Sprachabteilung

6. Analyse
6.1 Ziele und Methodik
6.2 Die Veranstaltungsanalyse
6.3 Die quantitative Besucherbefragung
6.3.1 Zeitlicher Rahmen und Layout
6.3.2 Gliederung der Themen
6.3.3 Sprache und Konstruktion
6.3.4 Anmerkungen
6.3.5 Die äußeren Bedingungen
6.3.6 Die Resonanz auf die Fragebögen
6.3.7 Methodik der Auswertung
6.3.8 Kodierung der Fragebögen und Antworten
6.4 Das qualitative Experteninterview
6.4.1 Begründung der Methodenwahl
6.4.2 Sprache und Konstruktion
6.4.3 Interviews mit den Mitarbeitern der Kulturprogrammabteilung
6.4.3.1 Zeitlicher Rahmen und Layout
6.4.3.2 Gliederung der Themen
6.4.4 Interviews mit den Partnern des Goethe-Institut Irland
6.4.4.1 Zeitlicher Rahmen und Layout
6.4.4.2 Gliederung der Themen
6.4.5 Durchführung der Interviews
6.4.6 Methodik der Auswertung

7. Auswertung
7.1 Veranstaltungsanalyse
7.1.1 Culture Night
7.1.1.1 Vorbereitung und Planung
7.1.1.2 Umsetzung
7.1.1.3 Nachbereitung
7.1.2 Konzert des Minguet Quartett
7.1.2.1 Vorbereitung und Planung
7.1.2.2 Umsetzung
7.1.2.3 Nachbereitung
7.1.3 Nollywood Irish Film Festival
7.1.3.1 Vorbereitung und Planung
7.1.3.2 Umsetzung
7.1.3.3 Nachbereitung
7.1.4 Jugendtheatertournee „Über die Grenze ist es nur ein Schritt“
7.1.4.1 Vorbereitung und Planung
7.1.4.2 Umsetzung
7.1.4.3 Nachbereitung
7.2 Auswertung des Fragebogens
7.3 Auswertung der qualitativen Experteninterviews
7.3.1 Mitarbeiter des Goethe-Institut Irland
7.3.1.1 Institutsleitung
7.3.1.2 Leiterin Kulturprogramme
7.3.1.3 Verantwortliche Filmprogramme, Neue Medien

8. Interpretation
8.1 Kriterien der Themenwahl
8.2 Organisationsstrukturen und Veranstaltungsorganisation

9. Fazit und Ausblick

10. Quellenverzeichnis
10.1 Literaturverzeichnis
10.2 Internetquellen
10.3 Publikationen des Goethe-Instituts
10.4 Weiterführende Informationen

11. Anhang
11.1 Organigramm des Goethe-Instituts
11.2 Übersicht über Materialien und Informationen
11.3 Fragebogen zur quantitativen Besucherbefragung
11.4 Interviewleitfäden

1. Einleitung

Der Präsident der europäischen Kommission, José Manuel Barroso, erklärte 2007 in der Verabschiedung der europäische Kulturagenda[1] die „Förderung der kulturellen Vielfalt und des interkulturellen Dialogs“ sowie die „Förderung der Kultur als wesentlicher Bestandteil der internationalen Beziehungen der Europäischen Union“ als Ziele, die auf dem Gebiet der Kulturpolitik von der Europäischen Union verfolgt werden sollen.

Die vorliegende Arbeit behandelt die Umsetzung dieser Ziele durch die Kulturvermittlung. Sie ist Medium zwischen dem Künstler als Produzenten und dem Publikum als rezeptiver Einheit. Erst durch die Kulturvermittlung wird Kunst und Kultur für den Rezipienten erfahrbar gemacht. Kulturvermittlung wird auf unterschiedlichen Ebenen im öffentlichen sowie privaten Raum betrieben. Die Europäische Union ist ein Umfeld in der sie durch Vermittlungsleistungen interkulturelle Verbindungen herstellt, fördert und pflegt.

Eine öffentlich geförderte Institution, die von deutscher Seite im Feld der Kulturvermittlung aktiv ist, stellt das Goethe-Institut dar. Seine Zielsetzungen knüpfen an die von der Europäischen Union postulierten Notwendigkeiten der Förderung von interkulturellem Dialog und internationaler Beziehungen auf der Basis von Kultur unmittelbar an. Kultur als Reflektion sozialer und politischer Realitäten soll durch diese Vermittlung Differenzen überbrücken und Gemeinsamkeiten hervorbringen.[2]

Ausgehend von dem von Oliver Scheytt formulierten Anspruch der Kulturvermittlung als eine der „wesentlichen Auftragsdimensionen jeden öffentlichen Kulturangebots“[3], die den öffentlichen Kulturauftrag keineswegs „beliebig erfüllt, sondern durch eine zu beschreibende Qualität des Angebots und der Kulturvermittlung“[4] ergibt sich die dieser Arbeit zugrundeliegende Forschungsfrage. Es soll ergründet werden, auf welche Art und Weise und mit welchen Mitteln das Goethe-Institut deutsche Kulturvermittlung im europäischen Rahmen derzeitig umsetzt.

Im Rahmen der europäischen Kulturagenda wird mit einer „empirischen Politikgestaltung“ eine sorgfältige Überprüfung der innerhalb Europas geleisteten Kulturarbeit gefordert. Hierzu soll die vorliegende Erhebung, wenn auch nicht auf kulturpolitischer Ebene, sondern aus Sicht des Kulturmanagements, mit einer Analyse der kulturvermittelnden Arbeit des Goethe-Instituts als Mittlerorganisation deutscher Seite, einen Beitrag leisten. Durch die, zweifelsohne sehr beispielhafte, Untersuchung und Evaluation der vom Goethe-Institut durchgeführten Kulturveranstaltungen, kann ein erster Einblick in seine Kulturvermittlung im Ausland geschaffen und somit ein Beitrag zur Transparenz der Kulturarbeit geleistet werden.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt gibt es kaum Untersuchungen in Hinblick auf die kulturvermittelnde Arbeit des Goethe-Instituts. Das Goethe-Institut selbst, seine Geschichte und seinen kulturpolitischen Auftrag betreffend, existiert zwar einschlägige Literatur, allerdings wird dort der spezielle Bereich der Kulturvermittlung durch das Programm des Goethe-Instituts nicht detailliert behandelt. Institutseigene Evaluationen werden hauptsächlich im Sprachkursbereich durchgeführt.[5] Zur Kulturvermittlung im Allgemeinen existieren inzwischen Standardwerke, zum Spezifikum der Vorgänge und Funktionen der Kulturvermittlung im Ausland ist bisher keine ergiebige Quellenlage vorhanden.

Um eine Untersuchung der kulturvermittelnden Arbeit des Instituts zu realisieren, muss zum einen zunächst definiert werden, was außer- und innerhalb der Institution unter Kulturvermittlung zu verstehen ist und welche Perspektiven diese hat. Zum anderen muss der kulturpolitische und organisatorische Rahmen der kulturvermittelnden Arbeit dargestellt werden. Diese theoretische Grundlage ist zur Durchführung einer Evaluation der Kulturarbeit des Goethe-Instituts anhand von Veranstaltungen essentiell.

Die Evaluation selbst kann im Rahmen dieser Arbeit nur exemplarisch anhand der Tätigkeit des Auslandsinstituts in Irland durchgeführt werden. Um eine aussagekräftige Analyse von Veranstaltungen und eine angemessene Datengrundlage über die kulturvermittelnde Arbeit des Goethe-Instituts seitens der Mitarbeiter zu erhalten, beinhaltete einen Forschungsaufenthalt im Untersuchungsland.

Es gilt mit der Analyse Fragen der Zielgruppeansprache des Goethe-Instituts, der thematischen Orientierung der Veranstaltungen und der Effizienz der institutionellen Abläufe des Auslandsinstituts zu prüfen.

Zu Beginn dieser Arbeit werden zunächst die theoretischen Rahmenvoraussetzungen, in denen sich kulturvermittelnde Arbeit bewegt, geklärt (Kapitel 2). Dazu wird der Versuch unternommen, die Begriffe Kultur und Kulturvermittlung zu definieren und abzugrenzen(Kapitel 3).

Im gleichen Kapitel werden die kulturpolitischen Rahmenbedingungen der deutschen Auswärtigen und der europäischen Kulturpolitik sowie deren ausführende Institutionen herausgearbeitet.

Eine Erläuterung des institutionellen Rahmens folgt in Kapitel 4. „Das Goethe-Institut“. Es werden für die Forschungsfrage relevante Informationen die Geschichte, Struktur und Organisation betreffend, offengelegt. Der, für die in dieser Arbeit verwendeten Beispiele, maßgebliche Rahmen, nämlich das entsprechende Auslandsinstitut in Irland, wird in Kapitel 5 Erwähnung finden.

Ab dem sechsten Kapitel, beginnend mit der Beschreibung der Analyseinstrumente, erfolgt die Darstellung der eigens durchgeführten Evaluation. Zunächst wird das methodische Vorgehen der Analyse erörtert und begründet, was zum umfassenden Verständnis der nachfolgenden Auswertung und Interpretation unerlässlich ist. Der Vorstellung, der verwendeten Analyseinstrumente vorangestellt sind dabei die Ziele der Untersuchung unter Berücksichtigung ihrer methodischen Erreichung.

Eine Auswertung der gewonnenen Daten findet, weitgehend nach Anwendung der Analyseinstrumente gegliedert, in einem exploratorischen Ansatz in Kapitel 7 statt. Die Induktion dieser Auswertung geschieht schließlich in der zusammenfassenden Interpretation der Ergebnisse (Kapitel 8) in Bezug auf die Aspekte der Forschungsfrage, bevor im abschließenden Teil der Arbeit (Kapitel 9) ein Fazit gezogen und mögliche Forschungsdesiderata im Ausblick angesprochen werden.

2. Der Kulturbegriff

Um eine Definition des Begriffs Kulturvermittlung zu leisten, muss zunächst der Begriff Kultur an sich bzw. das, was in dieser Arbeit darunter verstanden werden soll, definiert werden.

Das Wort Kultur wird etymologisch von dem lateinischen Verb colere hergeleitet, welches so viel wie pflegen oder nutzbar machen bedeutet[6]. Es bezeichnet zunächst einmal also alles, was im Gegensatz zur Natur auf irgendeine Art und Weise durch den Menschen verändert ist. Dies entspricht heute dem erweiterten oder weit gefassten Kulturbegriff und liegt der modernen Anthropologie zugrunde. Der Begriff beschreibt die Gesamtheit des menschlichen Wirkens, welches im logischen Gegensatz zur Natur steht, vom britischen Kulturanthropologen Edward Burnett Tylor als das „komplexe Ganze, das Wissen, Glauben, Kunst, Moral, Recht, Sitte, Brauch und alle anderen Fähigkeiten umfaßt, die der Mensch als Mitglied der Gesellschaft erworben hat“[7] bezeichnet. Es meint demnach den gesamten menschlichen Alltag und die Identität eines Kollektivs, welche ihre Ausprägung u. a. in Ritualen und Symbolen findet.[8] Auch die UNESCO definiert Kultur im Sinne des weiten Kulturbegriffs.[9]

Der Begriff von Kultur auf den sich das Kulturmanagement bezieht, ist hingegen der so genannte enge oder eng gefasste Kulturbegriff. Er entstammt dem bürgerlichen Zeitalter, seitdem er - zumindest im deutschen Sprachraum- zunehmend eingeschränkt „geistige und künstlerische Leistungen“[10] bezeichnet. Um Themenbereiche wie Alltag, Politik, Technik und Wirtschaft davon zu unterscheiden wird hier die Bezeichnung Zivilisation genutzt. Der eng gefasste Kulturbegriff bildete bis 1970 die Grundlage für die deutsche Kulturpolitik innerhalb derer „Kultur gleichbedeutend mit Musik, Literatur, Kunst, Philosophie und Theater“[11] war und beschrieb damit auch die Richtlinien, an denen die Kulturarbeit des Goethe-Instituts bis dahin ausgerichtet war.

2.1 Der Kulturbegriff in der Arbeit des Goethe-Instituts

Die heutige Arbeit des Goethe-Instituts basiert auf dem eng gefassten Kulturbegriff, sie bezieht jedoch außer exemplarischen Artefakten aus den Bereichen Film, Tanz, Musik, Theater, Ausstellungen, Literatur und Übersetzung auch Wissenschaft und Zeitgeschehen mit ein. In der vorliegenden Arbeit soll der Begriff von Kultur, wie ihn das Goethe-Institut selbst definiert, Anwendung finden, weshalb dessen Entwicklung im Folgenden kurz dargelegt wird.

Bis zum Ende der 1960er Jahre basierte das Kulturverständnis des Goethe-Instituts, ebenso wie die deutsche Kulturpolitik, auf dem eng gefassten Begriff von Kultur. Zudem wurden die Sparten Sprache und Kultur klar voneinander getrennt, welches sich nicht nur im bestehenden Angebot der Institute und ihrer Abteilungen, sondern auch in der Beschaffenheit der Zielgruppe äußerte.

Als es ab 1970 in der Außenpolitik zu einem Wandel des bisher angewandten Kulturbegriffs hin zum erweiterten Kulturbegriff kam[12], sollte dies auch auf die Arbeitsweise des Goethe-Instituts einwirken. Angetrieben wurde die kulturpolitische Debatte um die Neu-Definition des Begriffs Kultur durch Ralf Dahrendorf, den damaligen Parlamentarischen Staatssekretär im Außenministerium und Hans Georg Steltzer, dem zu der Zeit amtierenden Leiter der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes. Neue Inhalte der Auswärtigen Kulturpolitik sollten, wie sie 1970 im Leitfaden für die auswärtige Kulturpolitik festgehalten wurden, „die ganze Wirklichkeit unseres Lebens und unserer Zeit“[13] sein, also neben dem traditionellen Kulturbegriff auch „die Bereiche der sozialen Strukturen, der Massenkommunikation, der Bildungshilfen und Umweltprobleme“[14] einbeziehen. Daraufhin änderte sich die Philosophie des Goethe-Instituts dahingehend, dass Kulturaustausch und die internationale Zusammenarbeit, stets wechselseitig ausgeführt, weiter in den Mittelpunkt der Kulturarbeit rücken sollte.

Das Verständnis von Kultur, im Sinne einer Umsetzung des eng gefassten Kulturbegriffs, war der Gesamtheit des Goethe-Instituts bis 1965 deutlich anzusehen. Die daraus resultierende Spaltung von Kulturveranstaltungen und Sprachunterricht sollte, angestoßen durch die kulturpolitische Debatte, durch eine Neu-Perspektivierung der kulturellen Inhalte geschaffen werden. Das Ziel war, die Kulturarbeit weg von der Präsentation gemeinhin bekannter deutscher Klassiker hin zu moderner Kunst aller Sparten aus Deutschland, aktiver Teilnahme von Angehörigen des Gastlandes an Kulturveranstaltungen, multilateraler Zusammenarbeit in allen Bereichen des neu definierten Kulturbegriffs und vor allem hin zu gemeinsamen bilateralen Zielen zu führen. Das so herausgearbeitete neue Programm sollte einen „funktionalen Charakter“ besitzen und hatte zum Ziel durch Interaktion neue Teilnehmer an Stelle eines Stammpublikums zu gewinnen.[15] Mit diesem neuen Verständnis von Kultur und ihrer Vermittlung wollte der damalige Geschäftsführer des Goethe-Instituts Werner Ross das Institut wegführen von einem Bild der Sprache als Ware für ausländische Arbeitnehmer hin zu einem gedanklichen Austausch mit einem neuen Publikum von Intellektuellen.[16]

Zur tatsächlichen Umsetzung dieser Vorhaben liefert eine Studie von Friederike Fraunberger und Anette Sommer[17] Ergebnisse. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass sich innerhalb der Kulturprogrammarbeit des Goethe-Instituts von 1965 bis 1990 zwar eine starke Veränderung der Veranstaltungsformen von rezeptiv zu interaktiv zeigt, die in der Debatte um den erweiterten Kulturbegriff geforderten Themen jedoch bereits vor 1970 in der Kulturarbeit des Goethe-Instituts umgesetzt wurden. Aufgrund dessen blieb die erwartete Erweiterung der Themengebiete nach 1970 aus. Fraunberger und Sommer mutmaßen, dass mit der politischen Debatte lediglich Entwicklung zur Sprache kam, die in der praktischen Arbeit des Goethe-Instituts bereits ihre Umsetzung gefunden hatte.[18]

Ihren Auswertungen zufolge hat im untersuchten Zeitraum tatsächlich keine Erweiterung des Themenrepertoires, sondern eine Verschiebung stattgefunden. Laut ihrer Ergebnisse sind nur drei von den ursprünglich 19 kategorisierten „neuen“ Themen in der Praxis der Veranstaltungen tatsächlich umgesetzt worden, diese zudem unregelmäßig und teils sporadisch. Aufschluss über etwaige Veränderungen in der Kulturarbeit des Goethe-Instituts gibt die Studie in Bezug auf das Verhältnis der Umsetzung von traditionellen Themen und Themen des erweiterten Kulturbegriffs in Veranstaltungen. Es wurden dabei Veranstaltungen mit freier Themenwahl berücksichtigt, Theater und Konzerte außen vor gelassen, bei denen sich eine deutliche Vermehrung der Umsetzung von Bereichen des um Wissenschaft, Zeitgeschichte und Politik erweiterten Kulturbegriffs zeigt und damit einen korrelierenden Rückgang der Umsetzung traditioneller Themen. Ein weiterer Teil der Analyse stellt aber unmissverständlich dar, dass bereits 1965, also fünf Jahre vor der bereits angesprochenen kulturpolitischen Debatte um die Erweiterung des Kulturbegriffs, der überwiegende Teil der Veranstaltungen (53,5,%) ein Thema, welches dem erweiterten Kulturbegriff zugeschlagen wird, behandelte. Die Art, Quantität und Entwicklung der verschiedenen Veranstaltungsformen betreffend legt die Auswertung der Daten offen, dass bei der Entwicklung der verschiedenen Veranstaltungsformen ein klarer Trend hin zu offenen, interaktiven Veranstaltungen, die Teilnehmer statt Zuschauer fordern, erkennbar ist. Hier soll eine bewusste Öffnung der Grenzen zwischen Vortragenden und Publikum hin zur Kombination mehrerer Darstellungsformen (eine Ausstellung oder Lesung mit anschließender Diskussion) stattfinden.

Das Gleiche kann über die Kulturprogrammarbeit des Goethe-Instituts in Irland zum heutigen Zeitpunkt gesagt werden. Es wird seitens der Institutsleitung und der einzelnen Vertreter der Programmabteilung streng darauf geachtet, dass keine Veranstaltung, wie z. B. Filmvorführungen statische, rein rezeptive Veranstaltung geplant und ausgeführt wird. Als Beispiele können hier angebracht werden: Ausstellungen, oder zumindest ihre Eröffnungen, oder Autorenlesungen bieten dem Publikum die Gelegenheit bei einem Glas Wein und (typisch deutschen) Snacks den oder die Künstler persönlich kennenzulernen und in gelöster Atmosphäre einen Austausch anzugehen. An Filmvorführungen anschließende Fragerunden (z. B. beim Jameson Dublin International Film Festival 2012, auf dem ein deutscher Schwerpunkt umgesetzt wurde) inklusive einer Moderation und Übersetzung fördert auch hier den Kontakt und die Möglichkeit zum internationalen, kulturellen Gedankenaustausch. Es werden keine reinen Vorträge im Programm umgesetzt, sondern Symposien oder Konferenzen zu ausgewählten Themen mit der ausdrücklichen Aufforderung zur aktiven Teilnahme.

2.2 Kulturelle Werte in Europa

Eine aktuelle Studie der europäischen Kommission zum Thema kulturelle Werte[19] zeichnet folgendes Bild zum Kulturverständnis der Europäer. In der Studie ist zum einen belegt, dass Kultur einen großen Stellenwert im Leben vieler Europäer einnimmt. Es gaben dort 77% aller Befragten an, dass ihnen Kultur wichtig, ziemlich wichtig oder sogar sehr wichtig ist. Deutschland belegte im Vergleich der europäischen Länder dabei den vorletzten Platz (65%), dicht gefolgt von Irland (66%). Laut der Studie, in der die Teilnehmer gebeten wurden spontane Begriffe zu dem Wort Kultur anzugeben, stellte sich heraus, dass ein großer Teil der europäischen Bevölkerung Kultur in Form des engen Kulturbegriffs versteht. Die meisten der Befragten assoziieren die bildenden Künste mit Kultur (39%), an zweiter Stelle (25%) stehen als Assoziationen mit Kultur „Literatur, Dichtkunst, Theaterstücke, Schriftsteller“. Nur 24% der Befragten äußerten hingegen „Tradition, Sprachen, Sitten und Gebräuche und soziale oder kulturelle Gemeinschaften“, als Teil ihres Verständnisses von Kultur. Die letztgenannten Aspekte ließen sich unter der hier dargelegten Definition des weit gefassten Kulturbegriffs subsumieren. An diese Auffassung von Kultur muss die Kulturvermittlung des Goethe-Instituts anknüpfen und „Bezüge und Bedeutung herstellen zwischen Kunst und der Lebensrealität des einzelnen Besuchers“[20].

3. Kulturvermittlung in der Theorie

An dieser Stelle soll der bisweilen unscharf definierte Begriff der Kulturvermittlung problematisiert werden. Auf welche Weise der Mensch der Kultur begegnet, sich mit ihr auseinander setzt und welche Aufgaben dabei die Kulturvermittlung übernimmt, soll anhand einer Definition von Kulturvermittlung, in Abgrenzung zu den Begriffen Kulturpädagogik und kultureller Bildung, geklärt werden. Im Anschluss daran werden die europäischen sowie die deutschen kulturpolitischen Rahmenbedingungen als Hintergrund der Arbeit von Kulturinstituten erläutert werden. Schließlich werden die Organisationen die deutsche Kultur im Ausland vermitteln wie auch in Irland wirkende europäische Kulturinstitutionen vorgestellt, um das kulturpolitische Umfeld des Goethe-Instituts darzulegen.

3.1 Was ist Kulturvermittlung? - Versuch einer Definition

„Die Begegnung und Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur sind für jeden Menschen von prägender Bedeutung. Sie beeinflussen die sinnliche Wahrnehmung, die kreativen Fertigkeiten und die Ausdrucksfähigkeit. Sie ermöglichen einen Zugang zur Geschichte, zu den Traditionen, Werten und kulturellen Leistungen in Deutschland, Europa und der Welt.“ [21] (Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien, 2012)

So umschreibt die Bundesregierung den Terminus der kulturellen Bildung. Sie sei wichtig, um ein Fundament für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu schaffen. "Kultur und kulturelle Bildung vermitteln Traditionen, Kenntnisse und Werte, die eine Gesellschaft erst lebenswert machen", erklärt dazu Kulturstaatsminister Bernd Neumann.[22] Die „Kunst der Vermittlung“ hingegen „ist einer der Programmschwerpunkte der Kulturstiftung des Bundes.“[23]

Wolfgang Schneider definiert Kulturvermittlung als „Kommunikationsangebot zwischen Produzenten und Rezipienten.“[24] Sie sei dabei „ein Beitrag zur Sicherstellung des Menschenrechts auf kulturelle Teilhabe.“[25] Ebenso als Mediator „zwischen Kunst, Künstlern, Kulturinstitutionen und Publikum“[26] formuliert Birgit Mandel das Wesen der Kulturvermittlung, deren Aufgabe es sei, Verbindungen „zwischen unterschiedlichen Sprach- und Denkebenen“[27] zu erzeugen, um eigenes ästhetisches und kulturelles Gestalten zu animieren.[28]

Mandel schlüsselt den Inhalt des Begriffs Kulturvermittlung noch weiter auf, indem sie ihn als Beschreibung eines Berufsfeldes, welches sich verstärkt seit den 1970er Jahren etabliert hat, verwendet. Dahinter verbirgt sich die Gesamtheit kulturvermittelnder Tätigkeiten, welche laut Mandel Bildung, Pädagogik sowie Marketing beinhalten. Ziele und Herangehensweisen seien dabei unterschiedlicher Natur, umschlössen jedoch alle Tätigkeiten, „die zwischen künstlerischer Produktion und Rezeption vermitteln“ wie auch „Tätigkeiten, die Laien zu eigenem künstlerischen und kulturellen Schaffen anregen“[29]. Dabei benennt Mandel die Öffentlichkeitsarbeit, das Kulturmarketing und –management als „indirekte Formen der Kulturvermittlung“[30]. In diesen Ausformungen steht die Gestaltung von Kulturangeboten und deren Rezeptionsprozessen zu attraktiven Angeboten für ein heterogenes Publikum im Mittelpunkt. Dabei spielt die ökonomische Notwendigkeit hin zur Publikumsorientierung eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung.

Kulturvermittlung steht weiterhin zwischen den Bildungsansprüchen der Institutionen der (Hoch-)Kultur und dem Bedürfnis nach Erlebnissen der Masse. Die Kulturvermittler selbst müssen in ihre Arbeit also „kulturelle Präferenzen“ und „populäre Aneignungsformen“ der breiten Bevölkerung einbeziehen, um die Wirkung der Kompetenzen der Künste zu gewährleisten. Ihre Rolle besteht darin, „neben der kognitiven Ebene auch Raum für Imagination, Intuition, Sinneswahrnehmung und Emotion zu schaffen, Raum für produktive Irritation und Veränderungen“[31]. Um möglichst viele und breite potentielle Rezipienten-Gruppen anzusprechen, sei eine niedrige Eintrittsschwelle zu Kulturangeboten, also die Möglichkeit einer leichten Integration in den Alltag der Menschen in Verbindung mit einem Versprechen von außergewöhnlichen Erlebnissen, erforderlich.[32] Kulturvermittlung muss in diesem Zusammenhang als eigenständiger, gesellschaftlich notwendiger Beruf angesehen werden, auch wenn durch das Fehlen geregelter Ausbildungswege, standardisierter Qualitätskriterien sowie der Vielfältigkeit der Tätigkeiten und Herangehensweisen bisher noch keine nationale Vereinheitlichung besteht. Julia Kiefer geht in ihrer Definition sogar soweit, Kulturvermittlung als Sammelbegriff für „alle Bereiche der Kunstvermittlung und der Kulturpädagogik“[33] zu verwenden.

Oliver Scheytt wiederum sieht in der Kulturvermittlung eine der „wesentlichen Auftragsdimensionen jeden öffentlichen Kulturangebots“[34]. Wobei dieser öffentliche Kulturauftrag keineswegs „beliebig erfüllt, sondern durch eine zu beschreibende Qualität des Angebots und der Kulturvermittlung“[35] gesichert werde.

Auch der Kulturwissenschaftler Wolfgang Schneider definiert die Kulturvermittlung über ihre Funktion innerhalb der Gesellschaft.

„Kulturvermittlung kann Kinder und Jugendliche befähigen, sich mit Kunst, Kultur und Alltag phantasievoll auseinander zu setzen, kann gestalterisch-ästhetisches Handeln fördern und Wahrnehmungsfähigkeit entwickeln, Urteilsvermögen stärken, zur Mitgestaltung der Gesellschaft ermutigen.“ (Wolfgang Schneider, 2005)[36]

Er erkennt den Anteil den Kunst und Kultur an den Veränderungen innerhalb einer Gesellschaft haben, bezieht sich in seiner Erklärung aber gezielt auf Kinder und Jugendliche und stößt damit bereits an die Grenzen der Kulturpädagogik.

Der Kulturwissenschaftler Max Fuchs hat sich mit dem Verhältnis von Bildung und Kultur auseinandergesetzt. Kultur und Bildung sind seiner Ansicht nach untrennbar miteinander verbunden, was er folgendermaßen formuliert: „Bildung ist die subjektive Seite der Kultur, Kultur die objektive Seite der Bildung.“[37] Der Mechanismus der Kulturaneignung verläuft laut Fuchs zunächst auf pädagogischer Ebene innerhalb der Familie. Die dort erlernte Auswahl an Kultur diene als Grundlage des eigenen ästhetischen Repertoires, welches, durch eine entsprechende in das Schulcurriculum integrierte Kulturpädagogik, erweitert werden muss. Die beiden Prozesse der Kulturaneignung im privaten, familiären Raum und der Aneignung von Kultur durch pädagogische Maßnahmen bezeichnet er schließlich als Kulturvermittlung, welche „nicht bloß mit individueller Entwicklung oder einer besonderen ‚Vermarktung‘ des Angebots, sondern auch mit der sozialen und politischen Struktur der Gesellschaft“[38] einhergeht.

Bei Sebastian Müller-Rolli ist zunächst diese außerschulische Praxis zur Anerziehung von Kultur unter der Bezeichnung Kulturpädagogik zu finden. Zu deren Arbeitsfeldern zählt er neben pädagogischer Museumsarbeit auch Theaterarbeit mit verschiedenen Altersgruppen sowie Medienarbeit bis hin zur Organisation von soziokulturellen Zentren.[39]

Auch Mandel versteht unter Kulturpädagogik eine kulturelle Bildung, die allerdings auf Kinder und Jugendliche beschränkt bleibt.[40] Gemein sei diesen beiden Feldern das Ziel einer Anregung nachhaltiger Bildungsprozesse durch gezielte und angeleitete „Beschäftigung mit den Künsten und kulturellen Phänomenen“[41].

Ähnlich wie die oben behandelte Definition von Kulturvermittlung, dabei aber speziell auf Kinder und Jugendliche bezogen, beschreibt Wolfgang Zacharias in seinem Standardwerk Kulturpädagogik. Kulturelle Jugendbildung. Eine Einführung (2001) die „Kulturpädagogik als Vermittlung zwischen Subjekt und Welt“[42]. Dabei sei die künstlerischästhetische Auseinandersetzung mit Formen das Kernthema neben „Inhalten individueller, sozialer und politischer Bedeutung“[43]. Es soll um die Verbindung von Kultur, Kunst und Ästhetik mit gesellschaftlichen Prozessen und Fragestellungen gehen, die sich in symbolischen Formen manifestieren. Gegenläufig zur Definition von Kulturvermittlung, die auf alle Menschen bezogen ist, ist die Kulturpädagogik vorrangig auf Kinder und Jugendliche ausgerichtet. Die zentralen Pole hierbei seien die künstlerische Qualität und der gesellschaftliche Anspruch. Als Ziele und Leitbilder der Kulturpädagogik sieht Zacharias „kulturelle Kompetenz in produktiven und rezeptiven Formen sowie in reflexiven und emotionalen Varianten“[44] mit dem Zweck einer Sinnorientierung und der Gestaltung eines gelingenden Lebens. Dies zu ermöglichen sei Aufgabe der Kulturpädagogik im öffentlichen System. Die Kulturpädagogik soll den Jugendlichen „aktive Wahrnehmung und soziale Kreativität“[45] vermitteln. Als Praxis realisierte sich Kulturpädagogik insbesondere im außer-schulischen Bereich, beziehe dabei aber trotzdem Formen des schulischen Lernens und seiner Vermittlungsstrukturen ein.[46]

Anzumerken ist hier, dass bereits Müller-Rolli 1988 das Fehlen einer theoretischen Grundlage der Kulturpädagogik bemängelte und laut Zacharias auch 13 Jahre später keine ausreichende Theorie der Kulturpädagogik existiert, welches in der Praxis als defizitär empfunden wird.

Festzuhalten wäre demzufolge, dass die kulturelle Bildung die Weitergabe von Kodes, die zum Verständnis von Kunst und Kultur notwendig sind[47] betrifft, die Kulturpädagogik dies speziell an Kinder und Jugendliche ermöglichen soll und bei der eine Herausbildung von sowohl aktiver Kompetenz als auch individueller Kreativität im Sinne einer „Kultur von allen“ im Vordergrund stehen. Kulturvermittlung bezeichnet laut der o. g. Theorien dagegen all das, was eine Verbindung zwischen Rezipienten, unabhängig vom Alter und der Kultur in ihren unterschiedlichen Ausformungen schafft. Dazu sollen in dieser Arbeit neben den Positionen der Kultur vermittelnden Tätigkeiten auch ganze Institution, wie z. B. das Goethe-Institut, gezählt werden. Die Kulturpädagogik wiederum legt die Grundlage für das Kulturverständnis und somit für die Empfänglichkeit der Kulturvermittlung.

Anhand dieses Definitionsversuches wird deutlich, wie schwierig es ist, die einzelnen Benennungen voneinander abzugrenzen bzw. wie unscharf die Grenzen zwischen Kulturvermittlung, kultureller Bildung und Kulturpädagogik sind. Im Folgenden soll nun zunächst geklärt werden, wie der Begriff der Kulturvermittlung entstand und anschließend der Versuch unternommen werden, die drei Begriffe über ihre unterschiedlichen Aufgaben und Zielsetzungen noch weiter zu differenzieren.

3.1.1 Entwicklung der Kulturvermittlung

Ihren Anfang hat das Berufsfeld der Kulturvermittlung bereits in den kulturpädagogischen Ideen der Reformpädagogik zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Begriff Kulturvermittlungaber auch die Schlagwörter kulturelle Bildung und Kulturpädagogik – entstanden erst ab den 1960er Jahren. Ihre Entwicklung war eng verknüpft mit der „gesellschaftlichen Neubewertung von Kunst und Kultur seit den 60er Jahren, der Forderung nach mehr und vor allem mehr zugänglicher Kultur und ihrer Umsetzung in vielen neuen Kulturinitiativen“[48]. Diese Be­wegung schlug sich schließlich im Leitsatz „Kultur für Alle“, geprägt durch Hilmar Hoffmanns kulturpolitisches Werk von 1979[49], welches in der Tradition des demokratischen Tenors der Aussprüche von Comenius („Bildung für alle“) und Ludwig Erhard („Wohlstand für alle“)[50] steht, nieder und löste eine kulturpolitische Debatte aus[51]. Scheytt nennt diese Äußerung, welche zur Losung der neuen Kulturpolitik avancierte, in seiner Ausführung Kultur für alle und von allen – Ein Erfolgsoder Auslaufmodell?[52] die „Demokratisierung von Kultur“[53].

Seit den 1970er Jahren wurde also eine Kulturvermittlung mit einer insofern pädagogischen Zielsetzung etabliert, als dass sie die (Aus-)Bildung von Menschen auf kultureller Ebene umsetzen sollte. In den 1980er Jahren wurde die Kultur schließlich als Imageträger und Wirtschaftsfaktor entdeckt, was zu einer zunehmenden Professionali­sierung kultureller Dienstleistungen führte.[54] Mandel spricht hierbei von einer „Ent­grenzung von Kultur“[55], also einer Veränderung der Idee „Kultur für alle“, die sich von den 1970er Jahren bis heute ereignet hat und bei der sich die „Ziele, Zielgruppen, Formen und Konzeptionen von Kulturvermittlung“[56] sich vervielfältigten.

3.1.2 Kulturvermittlung heute

Zur Lage der aktuellen Kulturvermittlung existieren unterschiedliche Befunde. So bemerkt Mandel eine momentan in Deutschland stattfindende „Popularisierung bestimmter Event-Kulturbereiche: Warenkonsum, Erlebniskonsum und Kulturkonsum“[57], durch die der Anschein von allgegenwärtiger Kultur erweckt wird. Dabei nehmen lediglich 5-10% der Bevölkerung (öffentlich geförderte) Kulturangebote wahr. Diese Stammnutzer gehören dabei in der Regel einer höheren Bildungsschicht an. Die Entwicklung hin zur Kommerzialisierung und Popularisierung von Kultur zeigt jedoch ein weiter verbreitetes Bedürfnis an Kulturerlebnissen. Zusätzlich kritisiert Mandel den vermeintlich niedrigen Stellenwert, den Kulturvermittlung in Deutschland innehat. Dies sei daran abzulesen, dass für die Kulturvermittlung ein vergleichsweise kleiner Teil der öffentlichen Förderung in die Kulturberufe fließt. Der größte Teil der derzeit 8 Milliarden Euro, die Deutschland pro Jahr für öffentliche Kulturförderung ausgibt, fließt in den Erhalt bestehender staatlicher Kulturinstitutionen. Es herrscht eine traditionelle Angebotsorientierung, d. h., die Orientierung an den Nutzern von Kulturangeboten und deren Nachfrage wird zugunsten eines breiten Angebotsspektrums, zugänglich für jedermann, hinten angestellt.[58]

An dieser Stelle stimmen Mandel und Scheytt überein, auch er benennt die (finanzielle) Vernachlässigung der Vermittlung in Kulturbetrieben sowie deren Angebotsorientierung. Er bemängelt, die fehlende Berücksichtigung des Vermittlungsaspekts von Kultur und sieht als Grund die nahezu statische Angebotsorientierung der im Kulturbereich Handelnden. Dabei sei ein zentraler Punkt in der Umsetzung der propagierten ‚neuen‘ Kulturpolitik neben dem Ermöglichen auch die Vermittlung von Kultur. Das heißt nicht allein die Erhöhung einer Produktion von Kultur muss umgesetzt werden, sondern eben auch die Erweiterung des Rezipienten-Kreises, der Kultur wahrnimmt, versteht, nachvollzieht und im besten Fall selbst generiert.[59]

Fuchs ergänzt zur momentanen Situation die Kritik an der Verdrängung von künstlerischen Fächern in den Freizeitbereich aufgrund der PISA[60] -Studie und eine damit einhergehende Deprofessionalisierung der Kulturvermittlung. Desweiteren sieht auch er die Notwendigkeit zur Nutzerorientierung der Kultureinrichtungen, um den Vermittlungs- und Bildungsaspekt durchsetzen zu können, weg von der „Kunstproduktion um ihrer selbst willen“. Dies könnte z. B. durch Publikumsevaluationen und eine an Bildungsangebote gebundene Fördersumme erreicht werden.[61]

3.1.3 Aufgaben, Ziele und Funktionen der Kulturvermittlung

Kultursoziologische Untersuchungen haben in der Vergangenheit nachgewiesen, dass Kunstrezeption nicht von alleine geschieht, sondern es für die Bedeutungserschließung von Kunst als komplexen, verschlüsselten Bedeutungsträgern eines Wissens über bestimmte Codes bedarf. „In einer differenzierten Gesellschaft sind künstlerische Ausdrucksformen nicht mehr Allgemeingut, sondern setzen Expertenwissen voraus.“[62] Die Weitergabe genau dieses Wissens ist die Hauptaufgabe der Kulturvermittlung. Deren Ziel es ist, sowohl den besonderen Wert, den Kunst zum Leben jedes Einzelnen beitragen kann, weiterzugeben und zu verbreiten als auch „die Transformationskräfte der Künste selbstverständlicher in unterschiedlichste Bereiche der Gesellschaft im Sinne einer „Kultur von allen“ zu integrieren“[63]. Mandel nennt diese Vermittlung eine „dringend benötigte Öffentlichkeitsarbeit für Kunst und Kultur.“[64] In Zeiten zunehmend legitimations­bedürftiger öffentlicher Kulturförderung soll die Kulturvermittlung, vor allem im Bereich der Soziokultur, „Anstöße geben, Menschen in einer demokratischen Gesellschaft zu aktiv Mitgestaltenden zu machen“[65].

Die aufgeführten Kulturtheoretiker sind sich dabei einig, dass es zur Verwirklichung dieser Zielsetzungen dringend einer Kulturvermittlung bedarf.

Zentral für die Arbeit der Kulturvermittler sind dabei die Rahmenbedingungen, die seitens der Kulturpolitik gestellt werden, vor allem in finanzieller Hinsicht. So kann laut Schneider, eine Freiheit von Kunst nur durch öffentliche Gelder gewährleistet werden und dies auch nur, wenn das Ziel eine flächendeckende Grundversorgung mit Kultur ist. Weiterhin müsse eine kulturelle Vielfalt garantiert werden und das bei erschwinglichen Preisen und niedrigen Zugangsschwellen der Angebote.[66] Ob diese nun tatsächlich nötige Voraus­setzungen oder doch eher Zielsetzung und Aufgabe der Kulturvermittlung sind, bleibt jedoch fraglich.

Auch Scheytt plädiert für die Schaffung pädagogischer Hilfen, die den Zugang zu Kulturveranstaltungen erleichtern. Nur mit Hilfe der Kulturvermittlung, die „motivierende attraktive Darbietungsformen, wie Museumsdidaktik und neue Formen der Ausstellungs­praxis oder solche des spielerischen Umgangs mit Künsten“[67] generiert, sei es möglich, Interesse bei potentiellen Rezipienten zu wecken.

Obwohl keine der vorgestellten Thesen sich auf das Spezifikum der deutschen Kulturvermittlung im Ausland bezieht, kann jedoch angenommen werden, dass die Grundprinzipien nach denen die staatlichen Organe bzw. die kulturvermittelnden Organisationen im In- und Ausland handeln, sich gleichen.

Wie die Vermittlung von Kultur in die Arbeit des Goethe-Instituts eingeordnet werden kann und auf welcher Basis sie umgesetzt werden soll, wird im Abschnitt 4.4. „Leitlinien für die Arbeit der Goethe-Institute im Ausland“[68] sowie in der Interpretation der vorliegenden Analyse dargelegt[69].

3.2 Die deutsche auswärtige und europäische Kulturpolitik als Rahmenvoraussetzungen

„Europa als eine politische, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingung“ gewinnt immer mehr an Bedeutung für das Kulturmanagement im deutschsprachigen Raum, wie schon Werner Heinrichs vor mehr als zehn Jahren erkannte.[70] Um also sowohl die Ziele als auch den Handlungsrahmen der Kulturarbeit der deutschen Mittlerorganisationen und damit des Goethe-Instituts, nachvollziehen zu können ist es an dieser Stelle notwendig, die kulturpolitische Basis als deren Tätigkeitshintergrund zu erläutern. Zunächst wird deshalb ein Überblick über die kulturpolitischen Strukturen der Europäischen Union als Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich die deutsche auswärtige Kulturpolitik bewegen muss, gegeben. Anschließend werden die Voraussetzungen der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik dargelegt, auf welche sich das Handlungsfeld der Mittlerorganisationen bezieht. Es soll möglichst deutlich werden, auf welche Weise die unterschiedlichen Ebenen miteinander verknüpft sind. Inwieweit das Goethe-Institut in diesen Rahmen eingebettet ist wird im Kapitel 4.2.1.2 „Der Rahmenvertrag“[71] dargelegt.

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts findet eine erhebliche ökonomische und politische Integration in Europa statt, wobei die kulturelle Dimension weitgehend außer Acht gelassen wurde. Ohne Investitionen in die Kultur kann jedoch weder eine funktionierende, konkurrenzfähige Wirtschaft noch eine gesunde europäische Gesellschaft entstehen.[72] Die Entwicklung der Mitgliedsstaaten zu einer Wertegemeinschaft macht eine gemeinsame Kulturpolitik unabdingbar.[73] Innerhalb der Europäischen Union muss deshalb Kultur nicht nur als Handelsware sondern sowohl als öffentliches[74] als auch meritorisches Gut,[75] dessen Zugänglichkeit nach Willen der Regierung und durch diese selbst zur Verfügung gestellt wird, behandelt werden. Ziel ist es, den europäischen Binnenraum zugunsten der europäischen Bürger aus einer primären Politik- und Wirtschaftsunion zu einem „bevorzugte[n] Zentrum des geistigen Austauschs und des kulturellen und künstlerischen Schaffens“[76] zu transformieren und damit zu einer Stärkung der europäischen Identität und dem europäischen Integrationsprozess[77] beizutragen und diesen zu fördern.

Prioritäten innerhalb des kulturpolitischen Bezugsrahmens setzt die Europäische Kommission zum einen auf die Unterstützung der kulturellen Netzwerke zur Beseitigung kultureller Barrieren, zur Förderung des Austauschs sowie neuer Möglichkeiten der Zusammenarbeit zum anderen auf eine Intensivierung des Dialogs auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene mit dem Ziel, die Konsensbildung zu erleichtern und unter Wahrung der kulturellen Vielfalt zu wirken.

Die rechtliche Grundlage dieser gemeinsamen europäischen Kulturpolitik bildet der Artikel 128 im 1992 verfassten Vertrag von Maastricht[78] sowie dessen Überarbeitung im Vertrag von Lissabon von 2007.[79] Dieser Abschnitt des EU-Grundlagenvertrages legt u. a. das kulturpolitische Engagement der Mitgliedsstaaten hinsichtlich der „Entfaltung des Kulturlebens in den Mitgliedsstaaten“[80] fest, was für die einzelnen Länder vor allem die Auflage der Einbeziehung kultureller Aspekte in ihre Politik bedeutet. Das im Vertrag postulierte Ziel soll die Wahrung der nationalen, sprachlichen, kulturellen sowie künstlerischen Vielfalt Europas sein, wobei das „gemeinsame kulturelle Erbe“[81] besonders betont wird. Die hier formulierten kulturpolitischen Ziele dienen als mittelfristige Basis.[82] Damit stellte der Vertrag von Maastricht 1992 „den Beginn einer neuen Epoche dar, die die Gemeinschaft in erster Linie dazu nutzen sollte, den Arbeitsrahmen für ihr neues Kulturkonzept abzustecken“[83]. Kultur ist erst mit dem Vertrag von Maastricht „zum rechtlich verankerten Handlungsfeld der Europäischen Union geworden“[84]. Im Mai 2007 legte die Europäische Kommission wiederum eine „Mitteilung über eine europäische Kulturagenda im Zeichen der Globalisierung"[85] vor, welche als erweiterte Basis neben dem Maastrichter Vertrag angesehen werden kann. Betont wird darin noch einmal die Bedeutung der Kultur als Aufgabe aller Politikfelder der Europäischen Union . „Zur Verbesserung der kulturellen Kooperation in Europa wird mit der Kulturagenda die "Offene Methode der Koordinierung" zwischen den Mitgliedstaaten eingeführt und die Einführung eines "strukturierten Dialogs" zwischen den europäischen EU-Institutionen und dem Kultursektor in Europa angekündigt.“[86]

Gehandelt wird innerhalb der europäischen Kulturpolitik nach dem Subsidiaritätsprinzip[87], um die maximale Wirkung dieses kulturpolitischen Konzeptes zu erzielen.[88] Die Gemeinschaft beschränkt sich demnach auf die Förderung, Unterstützung und Ergänzung der Kooperation zwischen Mitgliedsstaaten, die von „nationalen Kulturfördermechanismen nicht geleistet werden kann.“[89]

Kulturförderprogramme existieren im Rahmen der Europäischen Union dementsprechend erst seit Mitte der 1990er Jahre. Laut Heinrichs sind diese Förderprogramme hauptsächliche Bestandteile der europäischen Kulturpolitik. Sie entwickelten sich von anfangs noch spartenbezogenen Programmen wie Raffael (Kulturerbe), Kaleidoskop (Bildende Kunst), Ariane (Darstellende Kunst), hin zu dem aktuellen Programm Kultur (2007-2013), welches grenzüberschreitenden Mobilität von Kulturakteuren, die Unterstützung der transnationalen Verbreitung von kulturellen Werken und Erzeugnissen sowie die Förderung des interkulturellen Dialogs in Europa[90] als Hauptziele verfolgt. Es soll damit „die kulturelle Zusammenarbeit in Europa […] erleichtern und […] unterstützen, um dadurch das gemeinsame europäische Kulturerbe in den Vordergrund zu bringen“[91].

Zu kritisieren wäre, dass Kultur –zumindest bis zum Vertrag von Maastricht- einen eher nebenrangigen Status innerhalb der Europäische Union inne hatte und vor allem die wirtschaftliche und soziale Dimension der Kultur in der europäischen Politik bisher wenig Beachtung fand.[92] Inzwischen wird der Wert der Kultur von der europäischen Politik jedoch zunehmend anerkannt, da bewusst wird „that culture constitutes an indispensable factor towards achieving the EU’s strategic objectives of prosperity, solidarity and security.“[93] Für die Zukunft gilt, laut der Europaabgeordneten Doris Pack, dass der gesamte Kultursektor bereits maßgeblich durch den Wandel der Medien hin zur Digitalität sowie die Globalisierung beeinflusst wurde. Eine Anpassung an diese sich rapide verändernde Umwelt ist auch für die Zukunft des kulturpolitischen Sektors unumgänglich, um die neuen Möglichkeiten optimal zu nutzen.[94] desweiteren besteht die Notwendigkeit einer weiterführenden Konstituierung eines bisher noch unausgereiften EU-weiten Marktes für kulturelle Güter und Dienstleistungen.[95]

Konkret wird die Verbreitung von Kultur und Geschichte, literarischem und künstlerischem Schaffen ebenso wie nicht kommerzieller Kulturaustausch durch das Goethe-Institut und andere nationale Kulturinstitute und Kulturmittler umgesetzt. Das Goethe-Institut handelt im Sinne des Maastrichter Vertrages, ist jedoch kein offizielles Organ der Europäischen Union, sondern durch den Vertrag mit dem deutschen Auswärtigen Amt als Mittlerorganisation in die europäische Kulturpolitik eingebunden, welches unter 3.2.1.1 „Die Mittlerorganisationen des Auswärtigen Amtes“[96] erläutert wird.

Die deutsche auswärtige Kulturpolitik bildet den nationalen Rahmen der Arbeit des Goethe-Instituts. Die Kulturpolitik an sich fällt zwar unter die Kulturhoheit der Bundesländer, jedoch ist im Artikel 32 des Grundgesetztes festgelegt, dass „die Pflege der Beziehungen zu Auswärtigen Staaten Sache des Bundes ist“[97]. Da eine Herleitung und die Darstellung der Entwicklung zum heutigen Standpunkt der deutschen Außenpolitik den Rahmen dieser Arbeit überschreiten würde, soll an dieser Stelle die Geschichte der deutschen Außenpolitik nicht weiter thematisiert werden. Es wird lediglich ein Überblick über ihre aktuellen Strukturen und Zuständigkeitsbereiche gegeben und auf die Einbindung des Goethe-Instituts in diese hingewiesen.[98]

Der in Kapitel 2 „Der Kulturbegriff“[99] bereits diskutierte Paradigmenwechsel von einem eng gefassten zu einem erweiterten Kulturbegriff sowie die Titulierung von Kultur als „drittem Pfeiler der deutschen Außenpolitik“, wie es Willy Brandt es 1966 als damaliger Außenminister formulierte, sind hier als Basis zu nennen. Sie stellen gleichzeitig die bestimmende Rahmenbedingung auf welche die deutsche auswärtige Kulturpolitik (und damit die Kulturarbeit des Goethe-Instituts im Ausland) fußt. In der Auswärtigen Kulturpolitik geht es immer auch um die Vermittlung der Werte Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, deren Achtung Voraussetzung für freie Entfaltung und Kreativität ist.

Die deutsche auswärtige Kulturpolitik ist heute einer der Schwerpunkte der Arbeit des Auswärtigen Amtes[100], welches auf Grundlage des „Gesetz[es] über den Auswärtigen Dienst“[101] agiert. In Bezug auf seine kulturelle Arbeit im Ausland, die in die Abteilung Kultur und Kommunikation eingebettet ist, verfolgt das Auswärtige Amt u. a. die Ziele der „Präsentation Deutschlands als Land mit einer weltbekannten und vielfältigen Kulturszene“, die „Förderung der europäischen Integration Erhalt der kulturellen Vielfalt auf der Welt“ und die „Schaffung eines stabilen Fundaments für die internationalen Beziehungen durch den Dialog der Menschen“[102].

Es sollen durch ein breites Kultur- und Bildungsangebot möglichst viele Menschen im Ausland erreicht und damit „ein breites Fundament für stabile internationale Beziehungen“ gelegt werden. Desweiteren verfolgt das Auswärtige Amt die Absicht „weltweit Vertrauen in Deutschland - unsere Gesellschaft, Wirtschaft und Politik“[103] zu gewinnen. Umgesetzt werden diese Ziele mit Hilfe verschiedener eigener Initiativen im Kulturbereich, wie z. B. Hochschulaustausch, Sprachförderung und interkulturellem Austausch, sowie durch die Zusammenarbeit mit privatrechtlich organisierten Kooperationspartnern. Diese sogenannten Mittlerorganisationen –von denen das Goethe-Institut die größte ist– sollen dabei „die Vorgaben des Auswärtigen Amtes eigenverantwortlich“[104] umsetzen. Auf die Mittlerorganisationen wird im folgenden Teil eingegangen, die Struktur der jeweiligen Verbindung zwischen dem Auswärtigen Amt und den einzelnen Mittlerorganisationen allerdings nicht ausgeführt, da es nicht im Sinne der Forschungsfrage wäre. Die Art der Verbindung zwischen Goethe-Institut und Auswärtigem Amt wird im Abschnitt 4.2.1.2 „Der Rahmenvertrag“[105] geschildert. Die von Schneider[106] geforderte, und zuvor bereits angesprochene, finanzielle Absicherung der Kulturvermittlung seitens öffentlicher Förderung, um eine Freiheit der Kunst zu gewährleisten, kommt in dieser Verbindung zum Tragen.

Durch bi- oder multilaterale Kulturabkommen sowie Vereinbarungen mit internationalen Organisationen wie der UNESCO wird die auswärtige Kulturpolitik in ihrem rechtlichen Rahmen zusätzlich abgesichert.[107]

Jährlich wird auf Aufforderung des Deutschen Bundestages ein Sachstandsbericht, der die Aktivitäten der Bundesregierung zur Auswärtigen Kulturpolitik darstellt, vorgebracht. Der aktuell vorliegende 15. Bericht gilt für den Zeitraum August 2010 bis einschließlich September 2011 und ist innerhalb des Internetauftritts des Auswärtigen Amtes einzusehen.[108] Darin wird unter anderem verdeutlicht, dass die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik im Zeitalter der Globalisierung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Herausforderung einer erfolgreichen Gestaltung, in der die Realität des 21. Jahrhunderts widergespiegelt werden müsse, wurde mit einer Neukonzeption der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik unter den Schlagwörtern „Partner gewinnen, Werte vermitteln, Interessen vertreten“ begegnet.[109]

Im Gegensatz zur europäischen Kulturpolitik erkennt die deutsche Auswärtige Kulturpolitik den wirtschaftlichen Faktor der Kulturbranche und bemüht sich diesen in Form von öffentlich-privaten Partnerschaften in die Förderung einzubeziehen und zu stärken und damit auch für Deutschland als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort zu werben.[110]

3.2.1 Die Kulturvermittelnden Institutionen der BRD

Um einen Eindruck über die Struktur deutscher Kulturarbeit im Ausland zu geben, sollen an dieser Stelle die neben dem Goethe-Institut agierenden Akteure und deren Tätigkeitsfelder in Hinblick auf etwaige Überschneidungen oder Kooperationen mit dem Goethe-Institut im Bereich der Kulturvermittlung vorgestellt werden. Ist dies nicht der Fall, ist lediglich ein Verweis auf die jeweilige Arbeit der Institution angebracht, weshalb diese unter Sonstige Institutionen zusammengefasst werden.

3.2.1.1 Die Mittlerorganisationen des Auswärtigen Amtes

Die deutsche Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik wird u. a. durch die vom Auswärtigen Amt eingesetzten privatrechtlichen Mittlerorganisationen, die den Großteil ihrer Mittel durch das Auswärtige Amt erhalten, ausgeführt. Dazu gehören neben den Kultur vermittelnden Organisationen auch die der Bildung, Wissenschaft und Forschung zugehörigen Einrichtungen, wie der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD)[111] die Alexander von Humboldt-Stiftung [112], die Zentralstelle für deutsches Auslandschulwesen [113] des Bundesverwaltungsamtes, der Pädagogische Austauschdienst (PAD)[114], das Deutsche Archäologische Institut (DAI)[115], die Deutschen Geisteswissenschaftlichen Institute im Ausland (DGIA)[116] und dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)[117]. Die Umsetzung der strategischen Leitlinien der Bundesregierung erfolgt dabei je nach Profil und Zielgruppe der jeweiligen Mittlerorganisation, die Projektgestaltung ist den einzelnen Institutionen dabei selbst überlassen.[118] Da an diesen Stellen –zumindest mit der Kulturprogrammarbeit des Goethe-Instituts Irland– keine weiteren Kooperationen bestehen, sei lediglich auf die Informationsseiten der einzelnen Institutionen verwiesen.

Die kulturelle Programmarbeit, die von diesen Institutionen ausgeführt wird, hat laut Bericht der Bundesregierung zur aktuellen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zum Ziel, „ein Bild von der hohen Qualität und großen Vielfalt des künstlerischen Schaffens in Deutschland“[119] zu präsentieren.

Sie fordert die Vernetzung der Kunstschaffenden untereinander und trägt zu einem innovativen und modernen Deutschlandbild im Ausland bei. Der Schwerpunkt liegt in der Präsentation deutscher, insbesondere zeitgenössischer Kunst und Kultur im Ausland. Die Vermittlung von Kultur soll dabei Dialog und Begegnung auf Augenhöhe ermöglichen.“[120]

In dieser Definition der Aufgabe klingt schon die Nähe zur Zielsetzung des Goethe-Instituts, als größtem Mittler in Sachen Kulturprogrammarbeit, an. Weiterer Akteur kultureller Programmarbeit im Ausland ist das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa)[121], der älteste Mittler der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.[122] Das ifa wird als Kunstvermittler, Dialog- und Projektagentur, Informationsdienst­leister und Förderer des Kunstaustausches im Rahmen der Ziele der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik aktiv und erhält dafür institutionelle und projektbezogenen Förderung vom Auswärtigen Amt in Höhe von 16,12 Mio. Euro, was fast 88 % seines Gesamtbudgets von 18,4 Mio. Euro ausmacht[123]. In Dublin unterstütze das ifa bspw. 1994 die Ausstellung e v a - exhibition of visual art [124] und 2011 die Ausstellung Dublin Contemporary - Ireland's Inter­­national Art Exhibition.[125] Die Ar­beit von ifa und Goethe-Institut hat ihren Schwerpunkt jeweils in der „Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer […] Kunst“[126] unterscheidet sich jedoch dahingehend, dass das ifa die Konzeption und Produktion von Ausstellungen übernimmt, während das Goethe-Institut häufiger „bereits kuratierte Ausstellungen deutscher Museen und Galerien für den Einsatz im Ausland“[127] nutzt.

Zum anderen agiert die Kulturstiftung des Bundes (KSB)[128] im Bereich der deutschen Kulturvermittlung im Ausland, wofür sie mit jährlich ca. 35 Mio. Euro Förderung aus dem Haushalt der Bundesregierung für Kultur und Medien erhält. Ihre Arbeit fokussiert sich auf die „Förderung von innovativen Programmen und Projekten im internationalen Kontext“[129] in Form von bspw. Projekten zum länderübergreifenden Kunstaustausch. Die KSB ist dabei wichtiger Partner des Goethe-Instituts da sie häufig an der Finanzierung von Projekten beteiligt ist. Das Goethe-Institut Irland und die KSB sind u. a. Kooperationspartner in der Übersetzungsförderung,[130] außerdem arbeitete die KSB 2007 mit einem Partner des Goethe-Instituts Irland dem Project Arts Centre im Rahmen einer Theaterproduktion zum Thema Projekt Europa[131] zusammen.

3.2.1.2 Die Kulturabteilung der Deutschen Botschaft

Eine weitere Stelle, die sich mit Kulturarbeit im Ausland befasst ist die Kulturabteilung der jeweiligen Deutschen Botschaft eines Landes, deren Ziel es ist, „die bilateralen Beziehungen in Bildung und Kultur zu fördern“[132]. Wobei sich „diese Beziehungen erstrecken […] von Ausstellungen, Filmwochen und Gastspielen deutscher Musiker und Theater bis zum Schüler- und Studentenaustausch und deutschem Sprachunterricht.“[133] Dazu hat die Kulturabteilung der Auslandsstandorte die Koordination der „außenpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung und ihrer Mittlerorganisationen in Irland“[134] zur Aufgabe, die mit dem Vorsatz der Schaffung und Stärkung einer gemeinsamen Identität der Auswärtigen Kulturpolitik einhergeht. Laut des Berichts der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) von 2010/11 kommt der Koordinierungskompetenz „im Zuge einer zunehmenden Zahl und Diversifizierung der Träger von Kultur- und Bildungsarbeit im Ausland eine immer größere Bedeutung zu“[135].

Während der Bericht über die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik suggeriert, dass beim Auswärtigen Amt selbst vor allem die „Förderung größerer Projekte und Projektträger, die von den Mittlern nicht in ihre Programme aufgenommen werden“[136] im Mittelpunkt stehen, scheint das eigens beschriebene Handlungsfeld der Deutschen Botschaft in Irland[137] sehr dicht am Einsatzbereich des Goethe-Instituts Irland zu liegen. An anderer Stelle der Informationen zur Kulturarbeit seitens der Deutschen Botschaft in Irland wird wiederum angegeben, dass sowohl der bilaterale Kulturaustausch als auch die Vermittlungsarbeit im Bereich Sprache in erster Linie durch das Goethe-Institut Irland erfolgen. Einen interessanten Einblick in die Umsetzung, Verknüpfung und Probleme von Projekten und Maßnahmen der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft in Dublin sowie anderer Institutionen gibt die so genannte „Kulturmittlerrunde“. Diese wird in regelmäßigen Abständen auf Einladung der Deutschen Botschaft in Irland einberufen. Zu ihren Mitgliedern gehören neben dem Goethe-Institut Irland, der Kulturreferent der deutschen Botschaft, die DAAD -Lektoren der Dubliner Universitäten, ein Vertreter der deutschen Schule St. Killian's [138] in Dublin und der Pastor der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Irland [139] . Die einzelnen Institutionen erstatten hier Bericht über ihre Arbeit, es werden Projektvorschläge, Pläne neuer Maßnahmen sowie das Vorgehen und der Stand aktueller Projekte präsentiert. Verbindendes Anliegen ist es etwaige gemeinsame Projekte zu fördern sowie Terminüberschneidungen und konkurrierende Themen zu unterbinden.

3.2.2 Kulturvermittelnde Institutionen der Europäischen Union

Neben den Mittlerorganisationen der deutschen Bundesregierung bzw. den kulturvermittelnden Stellen der Bundesrepublik im Ausland existieren Institutionen der Europäischen Union, in welche Deutschland involviert ist, die sich mit internationaler Kulturvermittlung beschäftigen. Darunter sind die European Union National Institutes for Culture (EUNIC) und der Cultural Contact Point (CCP) zu nennen. Deren Ziele und Hauptaufgaben sowie deren Bezug zur Kulturarbeit des Goethe-Instituts in Irland sollen kurz zusammengefasst werden, um die institutionelle Einbettung des Goethe-Institut Irland zu verdeutlichen.

3.2.2.1 Cultural Contact Point

Der Deutsche Kulturrat hat bereits 1999 mit dem sogenannten Cultural Contact Point (CCP) eine Kontakt- und Informationsstelle eingerichtet, die zur Orientierung innerhalb des „administrativen Dschungels“ der zahlreichen EU-Förderungsprogramme auf nationaler Ebene beitragen soll. Inzwischen nehmen alle 27 Mitgliedsstaaten sowie weitere Länder[140] an der Initiative CCP Teil. Sie soll Kulturakteure auf nationaler Ebene über die Fördermöglichkeiten innerhalb des aktuellen Förderungsprogramms KULTUR (2007-2013) informieren. Das Goethe-Institut Irland nutz diese Informationsbasis insofern, als das Projekt-Interessenten die aus finanziellen, themenbezogenen oder sonstigen Gründen- nicht in ihr aktuelles Programm passen, aber als förderungswürdig empfunden werden, in einer beratenden Maßnahme die Kontaktaufnahme zum CCP empfohlen wird.

3.2.2.2 European National Institutes for Culture ( EUNIC )

Aufgrund des Paradigmenwechsels weg von der reinen Förderung nationaler Kultur als Teil der Kulturdiplomatie hin zur Förderung von Kontakten und Kooperationen einer oder mehrerer Kulturen, welchen die nationalen Kultureinrichtungen über die letzten Jahre erfuhren[141], gründete sich EUNIC 2006 als eine Partnerschaft von öffentlichen Organisationen, die im Sektor internationaler kultureller Beziehungen „at arm's lenght“, also kompetent und unabhängig und von der jeweiligen Regierung arbeiten.[142] Heute besteht EUNIC aus 27 Mitgliedern aus 23 EU-Mitgliedsstaaten, die eine Ermöglichung und Förderung direkter Kontakte durch Kooperationen verschiedener Partner und damit auch verschiedener nationaler Kulturmärkte involvieren zum Hauptziel haben.[143] Die einzelnen EUNIC -Mitglieder (mit insgesamt über 25.000 Mitarbeitern) arbeiten in mehr als 2000 Zweigstellen in über 150 Ländern in den Bereichen Kunst, Sprache, Bildung, Entwicklung, Forschung und interkulturellem Dialog und erzielen dabei einen Gesamtumsatz von 2,5 Bio. Euro. Ziel ist es als aktives partnerschaftliches und beratend tätig werdendes Netzwerk Kooperationen zwischen Kulturschaffenden zu kreieren um so ein besseres Verständnis der Diversität der unterschiedlichen europäischen Kulturen zu schaffen.[144] Dies wird in gemeinsamen Veranstaltungen verschiedener Kulturinstitute und ortsansässiger Partner umgesetzt. Dazu gehörte beim Goethe-Institut Irland 2012 u. a. die Konferenzreihe Migration als gesellschaftliche Herausforderung in Bildung und Kultur in der Reihe EUNIC/UNIQUE Thoughts: Public Discussions on European Issues [145] , bei welcher EUNIC Ireland mit der National University of Ireland Maynooth und dem University College Dublin kooperierte. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen sollte eine Auseinandersetzung mit Themen, wie der Integration von Migranten, in die irische und andere europäische Gesellschaften und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Kultur- und Bildungssektor sowie die kulturelle Vielfalt erfolgen.

4. Das Goethe-Institut

In diesem Kapitel wird die Geschichte des Goethe-Instituts sehr kurz zusammengefasst, es soll dabei lediglich ein grober Abriss der Ereignisse vor der Gründung des gegenwärtigen Goethe-Instituts geschildert werden. Desweiteren wird zur Erläuterung des Institutionellen Rahmens die Struktur und Organisation des Instituts dargestellt. Die für die Forschungsfrage relevanten Informationen zu den Zielen, Aufgaben und Tätigkeiten wird, insbesondere in Hinblick auf die Leitlinien zur kulturellen Programmarbeit, eingehender wiedergegeben.

4.1 Vorgeschichte

Das heute agierende Goethe-Institut gründete sich 1951, in der Nachfolge der so genannten Deutschen Akademie. Diese „Akademie zur wissenschaftlichen Erforschung des Deutschtums“ war zwischen 1925 und 1945 eine der größten Institutionen der Auswärtigen Kulturpolitik, sowohl der Weimarer Republik als auch der nationalsozialistischen Regierung. Bereits 1931 begann die Deutsche Akademie Auslandslektorate aufzubauen, 1932 wurde innerhalb der Organisation erstmalig eine Einrichtung im Ausland unter dem Namen Goethe-Institut gegründet.[146] Die Aufgabe dieser ersten Goethe-Institute bestand im Wesentlichen in der Sprachvermittlung. Kulturpolitische Aufgaben wurden von der Deutschen Akademie vollzogen, welche als Plattform der deutschen Außenpolitik diente und so zum Instrument des NS-Staates werden konnte.[147] Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstand im Bundeskanzleramt eine Dienststelle für Auswärtige Angelegenheiten, in der ab dem Sommer 1950 eine Kulturabteilung existierte und mit welcher erstmalig wieder ein verwaltender Rahmen für kulturelle Aktivitäten im Ausland bestand. Im Fokus der ersten zaghaften kulturpolitischen Bemühungen, nach 1945, standen die Wiederherstellung außenpolitischer Beziehungen, die Rückgewinnung von internationalem Vertrauen und die Herstellung eines positiven Deutschlandbildes.[148] Bevor es zu einer Neugründung des Goethe-Instituts kam bildete sich zunächst ein erster Zusammenschluss namhafter Intellektueller, Industrieller und ehemaliger Diplomaten[149], der erste Konzepte und Planungen zu einem Neubeginn der deutschen Sprachförderung im Ausland erstellte. Angesichts der Tatsache, dass der Name Deutsche Akademie als Aushängeschild der nationalsozialistischen Außenpolitik stark kompromittiert war, wurde die „Gründung einer Kulturorganisation mit einem weniger belasteten Namen, mit der man aber trotzdem noch Ansprüche auf die Gelder der Deutschen Akademie stellen konnte“[150], als Lösung gesehen. Der wesentliche strukturelle sowie rechtliche Unterschied, im Vergleich zu den Goethe-Instituten der Deutschen Akademie, ist deren rechtliche Eigenständigkeit. Die Neugründung in der Organisationsform des eingetragenen Vereins ermöglichte eine freiere Kulturpolitik. Der Kontrollverlust wie er im dritten Reich vorfiel, sollte um jeden Preis verhindert werden.[151] Zum unmittelbaren Zweck des Vereins wurde zunächst die Pflege der deutschen Sprache im Ausland gemacht.[152] Erst 1968 nahm das Goethe-Institut, inspiriert durch die gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland, seine kulturelle Programmarbeit auf. In dieser Phase etablierte sich auch ein kritischer politischer Diskurs, d. h. es wurde nicht nur zeitgenössische Kunstentwicklungen in das Programm des Goethe-Instituts aufgenommen, sondern es erfolgte auch eine Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands. Die Verknüpfung von Auswärtigem Amt und Goethe-Institut fand 1969 mit der Unterzeichnung eines ersten Kooperationsvertrags statt.[153] Während es in den Anfängen des Instituts noch hauptsächlich um „Sympathiewerbung und Vertrauensaufbau“ der jungen Bundesrepublik ging, um ihr damit eine „Rückkehr in die internationale Staatengemeinschaft zu ermöglichen“[154], wurde später vor allem der internationale Dialog auf Augenhöhe zentrale Perspektive des Instituts. 2001 vergrößerte sich das Institut durch die Fusion mit der bis dahin eigenständig arbeitenden Mittlerorganisation Inter Nationes, welche Publikationen und Medienprodukte im Ausland vertrieb. Motiviert war dieser Zusammenschluss, der bis 2004 unter dem Name Goethe-Institut Inter Nationes arbeitete, durch die Möglichkeit aufgrund von Kompetenzen des Vereins Inter Nationes, ein noch umfassenderes Deutschlandbild im Ausland zu vermitteln.

[...]


[1] Vgl. Veröffentlichung der europäischen Kommission Werte die europäische Kultur – 2007 in: Eurobarometer Spezial 278 2007, aufgerufen unter: http://ec.europa.eu/culture/pdf/doc960_de.pdf, am 02.11.2012.

[2] Vgl. Stehle, Rolf Aims and Strategies of the Goethe-Institut in Ireland and North-Western Europe today: An institutional Perspective, in: Fischer, Joachim/Stehle, Rolf (Hrsg.) Contemporary German-Irish Relations in a European Perspective. Exploring Issues in Cultural Policy and Practice. Irish-German Studies 6, Trier, 2012, S. 154.

[3] Siehe Scheytt, Oliver Kultur für alle und von allen – Ein Erfolgs- oder Auslaufmodell? in: Mandel, Birgit (Hrsg.) Kulturvermittlung. Zwischen kulturellen Bildung und Kulturmarketing. Eine Profession mit Zukunft., Bielefeld, 2005, S. 27.

[4] Siehe ebd., S. 27.

[5] Vgl. http://www.goethe.de/ins/de/spr/deindex.htm, aufgerufen am 13.01.2013.

[6] Vgl. Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, bearbeitet von Seebold, Elmar, 25. durchg. und erw. Auflg., Berlin u. a, 2011, S.548, Spalte 1.

[7] Siehe Tylor, Edward Burnett Einleitung in das Studium der Anthropologie und Civilisation, Braunschweig, 1883, in: Klein, Armin und Heinrichs, Werner Kulturmanagement von A-Z., München, 2001. Kulturbegriff, S. 177.

[8] Vgl. Tylor, 1883, in: Klein, Armin/Heinrichs, Werner Kulturmanagement von A-Z., München, 2001. Kulturbegriff, S. 177.

[9] „Die Kultur kann in ihrem weitesten Sinne als die Gesamtheit der einzigartigen geistigen, materiellen, intellektuellen und emotionalen Aspekte angesehen werden, die eine Gesellschaft oder eine soziale Gruppe kennzeichnen. Dies schließt nicht nur Kunst und Literatur ein, sondern auch Lebensformen, die Grundrechte des Menschen, Wertsysteme, Traditionen und Glaubensrichtungen.“ Siehe Weltkonferenz über Kulturpolitik. Schlussbericht der von der UNESCO vom 26. Juli bis 6. August 1982 in Mexiko-Stadt veranstalteten internationalen Konferenz. Hrsg. von der Deutschen UNESCO-Kommission. München: K. G. Saur 1983. (UNESCO-Konferenzberichte, Nr. 5), S. 121. Vgl. dazu auch die Ausführungen von Max Fuchs Kulturvermittlung und kulturelle Teilhabe – Ein Menschenrecht in Birgit MANDEL (Hrsg.) Kulturvermittlung. Zwischen kulturellen Bildung und Kulturmarketing. Eine Profession mit Zukunft, Bielefeld, 2005, S. 31-39.

[10] Siehe Tylor, Edward Burnett, 1883 in: Klein, Armin/ Heinrichs, Werner Kulturmanagement von A-Z., München, 2001, Kulturbegriff, S. 177.

[11] Siehe Fraunberger, Friederike/Sommer, Anette Die Umsetzung des erweiterten Kulturbegriffs in der Programmarbeit des Goethe-Instituts in: Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache 19, München, 1993, S. 402.

[12] Vgl. Trommer, Siegfried Johannes Die Mittlerorganisationen der Auswärtigen Kulturpolitik, Tübingen, 1984, S. 4f.

[13] Siehe Steltzer, Hans Georg Auswärtige Kulturpolitik und internationale Zusammenarbeit in: Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung Nr. 111, 20.08.1970, 1173-1174.

[14] Siehe Ebd.

[15] Vgl. zusammenfassend Fraunberger /Sommer, 1993, S. 402-415.

[16] Vgl. Werner Ross Das Goethe-Institut gestern, heute, morgen. In: Goethe-Institut Jahrbuch 1965. München 1966, S. 7-5.

[17] Vgl. Fraunberger/Sommer, 1993, S. 402-415.

[18] Vgl. zusammenfassend ebd., S. 402-415.

[19] Kulturelle Werte 2007 Veröffentlichung der europäischen Kommission Werte die europäische Kultur – 2007 in Eurobarometer Spezial 278 2007, aufgerufen unter: http://ec.europa.eu/culture/pdf/doc960_de.pdf, am 02.11.2012.

[20] Vgl. MANDEL, Birgit (Hrsg.) Audience Development, Kulturmanagement, Kulturelle Bildung- Konzeption und Handlungsfelder der Kulturvermittlung. Kulturelle Bildung vol. 5, München, 2008, S. 13f.

[21] Siehe http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/BeauftragterfuerKulturundMedien/kultur/kulturelleBildung/_node.html;jsessionid=816A7B0CD98882D772D18024F7E2413C.s3t2 aufgerufen am 24.08.2012.

[22] Vgl. zusammenfassend Ebd.

[23] Siehe Ebd.

[24] Siehe Schneider, Wolfgang Kulturvermittlung braucht Kulturpolitik … um neue Strategien ästhetischer Kommunikation zu entwickeln in: MANDEL, Birgit (Hrsg.) Kulturvermittlung. Zwischen kulturellen Bildung und Kulturmarketing. Eine Profession mit Zukunft, Bielefeld, 2005, S. 47.

[25] Siehe Schneider, 2005, S. 47.

[26] Siehe Mandel Birgit (Hrsg.) Kulturvermittlung. Zwischen kulturellen Bildung und Kulturmarketing. Eine Profession mit Zukunft., Bielefeld, 2005, S. 9.

[27] Siehe Mandel, 2005, S. 9.

[28] Vgl. Mandel, 2005, S. 9-12.

[29] Siehe Mandel, 2005, S. 9.

[30] Siehe Mandel, 2005, S. 10.

[31] Alle Zitate siehe Mandel, 2005, S. 16f.

[32] Vgl. Mandel, 2005, S. 17.

[33] Siehe Kiefer, Julia Vermittlung in: Lewinksi-Reuter, Verena/Lüdemann, Stefan (Hrsg.) Glossar Kulturmanagement, Wiesbaden, 2001, S. 362.

[34] Siehe Scheytt, Oliver Kultur für alle und von allen – Ein Erfolgs- oder Auslaufmodell? in: Mandel, Birgit (Hrsg.) Kulturvermittlung. Zwischen kulturellen Bildung und Kulturmarketing. Eine Profession mit Zukunft., Bielefeld, 2005, S. 27.

[35] Siehe Scheytt, 2005, S. 27.

[36] Siehe Schneider, 2005, S. 41.

[37] Siehe Fuchs, Max Kulturvermittlung und kulturelle Teilhabe- Ein Menschenrecht in: Mandel, Birgit (Hrsg.) Kulturvermittlung. Zwischen kulturellen Bildung und Kulturmarketing. Eine Profession mit Zukunft, Wiesbaden, 2005, S. 36.

[38] Siehe ebd. S. 36.

[39] Vgl. Müller-Rolli, Sebastian Kulturpädagogik heute -1. Praxis und Ausbildung in: Müller-Rolli, Sebastian ( Hrsg.) Kulturpädagogik und Kulturarbeit Grundlagen, Praxisfelder, Ausbildung, Weinheim, 1988, S. 11-14.

[40] Vgl. Mandel, 2005, S. 10.

[41] Siehe ebd., S. 10.

[42] Siehe Zacharias, Wolfgang Was ist Kulturpädagogik – Eine Zusammenfassung in: Kulturpädagogik Kulturelle Jugendbildung. Eine Einführung, Opladen, 2001, S. 22.

[43] Siehe Zacharias, Wolfgang, 2001, S. 20.

[44] Siehe ebd., S. 20.

[45] Siehe Zacharias, 2001, S. 21.

[46] Siehe ebd., S. 21.

[47] Vgl. Bordieu, Pierre Zur Soziologie der symbolischen Formen, Frankfurt am Main, 1970, S. 309ff.

[48] Siehe Mandel, 2005, S. 14.

[49] Hoffmann, Hilmar Kultur für alle, Frankfurt a.M., 1979.

[50] Vgl. Fuchs, 2005, S. 32.

[51] Vgl. ebd., S. 33.

[52] Vgl. Scheytt, 2005, S. 25ff.

[53] Siehe ebd., S. 26.

[54] Vgl. Kiefer, 2001, S. 362.

[55] Siehe Mandel, 2005, S. 11.

[56] Siehe ebd., S. 11.

[57] Siehe ebd., S. 12.

[58] Vgl. Mandel, 2005, S. 11-14.

[59] Vgl. Scheytt, 2005, S. 25ff.

[60] PISA=Programme for International Student Assessment.

[61] Vgl. Fuchs, 2005, S.35f.

[62] Siehe Mandel, 2005, S. 12.

[63] Siehe Mandel, 2005, S. 15.

[64] Siehe Mandel, 2005, S. 10.

[65] Siehe Mandel, 2005, S. 12.

[66] Vgl. Schneider, 2005, S.47.

[67] Siehe Scheytt, 2005, S.27.

[68] S. 36-40 dieser Arbeit.

[69] Siehe Kapitel 8, dieser Arbeit, S. 98.

[70] Siehe Heinrichs, Werner Kultur und Europa in Kulturmanagement: eine Praxisorientierte Einführung, Darmstadt, 1999, S. 101.

[71] Vgl. S. 32 dieser Arbeit.

[72] Vgl. Pack, Doris Cultural Policy in the Context of European Integration and Globalization in: Fischer, Joachim/Stehle, Rolf (Hrsg.) Contemporary German-Irish Relations in a European Perspective. Exploring Issues in Cultural Policy and Practice. Irish-German Studies 6, Trier, 2012, S. 46.

[73] Vgl. ebd., S. 45.

[74] Vgl. Scheytt, Oliver Europäische Kulturpolitik in: Kulturstaat Deutschland, Bielefeld, 2008, S. 140.

[75] Vgl. Heinrichs, Werner/Klein, Armin Kulturmanagement von A-Z. 600 Begriffe für Studium und Praxis, 2. Auflg., München, 2001, S. 275f.

[76] Siehe Schwencke, Olaf Das Europa der Kulturen – Kulturpolitik in Europa. Dokumente, Analysen und Perspektiven – von den Anfängen bis zur Grundrechtecharta, Bonn, 2001, S. 150.

[77] Vgl. Scheytt, Oliver, 2008, S. 138.

[78] Vertrag von Maastricht, Artikel 128, aufgerufen unter: http://eur-lex.europa.eu/de/treaties/dat/11992M/htm/11992M.html#0001000001, am 04.01.2013.

[79] Vertrag von Lissabon, Artikel 167 (ex-Artikel 151) aufgerufen unter: http://eur-lex.europa.eu/JOHtml.do?uri=OJ:C:2007:306:SOM:DE:HTML, am 04.01.2013.

[80] Siehe ebd.

[81] Siehe ebd.

[82] Vgl. Scheytt, 2008, S. 139.

[83] Siehe Schwencke, 2001. S. 150.

[84] Siehe Scheytt, 2008, S. 138.

[85] Siehe http://ec.europa.eu/culture/our-policy-development/european-agenda-for-culture_en.htm, aufgerufen am 02.01.2013.

[86] Siehe http://www.europa-foerdert-kultur.info/bereich.php?&nav1=politik01, aufgerufen am 02.01.2013.

[87] Nach dem Subsidiaritätsprinzip soll eine (staatliche) Aufgabe soweit wie möglich von der unteren Ebene bzw. kleineren Einheit wahrgenommen werden. Die Europäische Gemeinschaft darf nur tätig werden, wenn die Maßnahmen der Mitgliedsstaaten nicht ausreichen und wenn die politischen Ziele besser auf der Gemeinschaftsebene erreicht werden können.

[88] Vgl. Schwencke, 2001, S. 151.

[89] Siehe Artikel 167, Vertrag von Lissabon, 2007, aufgerufen unter: http://www.europa-foerdert-kultur.info/bereich.php?&nav1=politik01, am 04.01.2013.

[90] Vgl. zusammenfassend www.ccp-deutschland.de, aufgerufen am 27.11.2012.

[91] Siehe http://eacea.ec.europa.eu/culture, aufgerufen am 27.11.2012.

[92] Vgl. Pack, Doris EU Cultural Policy in the Context of European Integration and Globalization in: Fischer, Joachim/Stehle, Rolf (Hrsg.) Contemporary German-Irish Relations in a European Perspective. Exploring Issues in Cultural Policy and Practice. Irish-German Studies 6, Trier, 2012, S. 46.

[93] Siehe, ebd., S. 46.

[94] Vgl. ebd., S. 50.

[95] Vgl. ebd., S. 50.

[96] Siehe S. 23-26 dieser Arbeit.

[97] Siehe Heinrichs, Werner/Klein, Armin Kulturmanagement von A-Z. 600 Begriffe für Studium und Praxis, 2. Auflg., München, 2001, S. 202.

[98] Zur Geschichte der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik siehe auch Fuchs, Max Kultur macht Sinn. Einführung in die Kulturtheorie, Wiesbaden, 2008.

[99] Siehe S. 4-8 dieser Arbeit.

[100] Vgl. http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/, aufgerufen am 03.12.2012.

[101] Siehe http://www.auswaertiges-amt.de/DE/AAmt/AuswDienst/Aufgaben_node.html, aufgerufen am 03.12.2012.

[102] Siehe http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/, aufgerufen am 03.12.2012.

[103] Siehe ebd.

[104] Siehe http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/, aufgerufen am 03.12.2012.

[105] Siehe S. 32-33 dieser Arbeit.

[106] Vgl. Schneider, Wolfgang Kulturvermittlung braucht Kulturpolitik … um neue Strategien ästhetischer Kommunikation zu entwickeln in: Mandel, Birgit (Hrsg.) Kulturvermittlung. Zwischen kulturellen Bildung und Kulturmarketing. Eine Profession mit Zukunft, Wiesbaden, 2005, S. 41.

[107] Heinrichs/Klein, 2001, S. 202f.

[108] Siehe http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/560176/publicationFile/174960/AKBP-Bericht2010-2011.pdf, aufgerufen am, 20.12.2012.

[109] Siehe Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik 2010/2011 Bericht der Bundesregierung, S. 11.

[110] Siehe ebd., S. 13.

[111] Siehe dazu http://www.daad.de, aufgerufen am 04.01.2013.

[112] Siehe dazu www.humboldt-foundation.de,aufgerufen am 04.01.2013.

[113] Siehe dazu www.auslandsschulwesen.de,aufgerufen am 04.01.2013.

[114] Sieh dazu www.kmk-pad.org,aufgerufen am 04.01.2013.

[115] Siehe dazu www.dainst.org,aufgerufen am 04.01.2013.

[116] Siehe dazu www.maxweberstiftung.de,aufgerufen am 04.01.2013.

[117] Siehe dazu www.bibb.de,aufgerufen am 04.01.2013.

[118] Vgl. Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik 2010/2011 Bericht der Bundesregierung, S. 7.

[119] Siehe ebd., S. 33.

[120] Siehe ebd., S. 33.

[121] Siehe dazu www.ifa.de, aufgerufen am 17.12.2012.

[122] Es wurde 1949 als Nachfolgeinstitution des bereits 1917 gegründet Deutschen

Auslandsinstituts ins Leben gerufen. Vgl. auch Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik 2010/2011 Bericht der Bundesregierung, S. 78.

[123] Siehe Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik 2010/2011 Bericht der Bundesregierung, S. 33.

[124] Siehe dazu http://www.eva.ie/, aufgerufen am 18.12.2012.

[125] Siehe dazu http://www.dublincontemporary.com/exhibition, aufgerufen am 18.12.2012.

[126] Siehe Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik 2010/2011 Bericht der Bundesregierung, S. 33.

[127] Siehe Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik 2010/2011 Bericht der Bundesregierung, S. 33.

[128] Sieh dazu www.kulturstiftung-des-bundes.de , aufgerufen am 04.01.2013.

[129] Siehe Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik 2010/2011 Bericht der Bundesregierung, S. 81.

[130] Siehe dazu http://www.goethe.de/ins/ie/dub/wis/uef/de6766407.htm, aufgerufen am 18.12.2012.

[131] Siehe dazu http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/sparten/buehne_und_bewegung/archiv/projektion_europa.html, aufgerufen am 18.12.2012.

[132] Siehe http://www.dublin.diplo.de/Vertretung/dublin/de/06/Bilaterale__Kulturbeziehungen/Bilaterale__Kulturbeziehunge.html, aufgerufen am 16.12.2012.

[133] Siehe ebd.

[134] Siehe ebd.

[135] Siehe Bericht der Bundesregierung zur Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik 2010/2011, S. 7.

[136] Siehe ebd., S. 33.

[137] Vgl. http://www.dublin.diplo.de/Vertretung/dublin/de/06/Bilaterale__Kulturbeziehungen/Bilaterale__Kulturbeziehunge.html, aufgerufen am 18.12.2012.

[138] Siehe dazu http://www.kilians.com, aufgerufen am 18.12.2012.

[139] Siehe dazu http://www.lutheran-ireland.org, aufgerufen am 18.12.2012.

[140] Island, Liechtenstein, Norwegen, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Türkei, Bosnien-Herzegowina, Albanien. Weitere Staaten aus der Westbalkanregion werden sich wahrscheinlich in den nächsten Jahren ebenfalls dem Programm anschließen, d.h. sie beantragen bei der Europäischen Union die Teilnahme am KULTUR-Programm (2007-2013), handeln ihren finanziellen Beitrag aus und unterzeichnen ein sog. Assoziierungsabkommen mit der EU. Vgl. dazu www.ccp-deutschland.de, aufgerufen am 27.11.2012.

[141] Vgl. Patapievici, Horia-Roman The Role of National Institutes for Culture in the EUNIC Framework: Some Personal Reflections in: Fischer, Joachim/Stehle, Rolf (Hrsg.) Contemporary German-Irish Relations in a European Perspective. Exploring Issues in Cultural Policy and Practice. Irish-German Studies 6, Trier, 2012, S. 59.

[142] Vgl. ebd., S. 61.

[143] Vgl. Patapievici, 2012, S. 60.

[144] Siehe dazu http://www.eunic-online.eu, aufgerufen am 26.12.2012.

[145] Siehe dazu http://www.goethe.de/ins/ie/dub/acv/eur/2012/de9103142v.htm, aufgerufen am 26.12.2012.

[146] Maßgeblich für die Namensgebung waren zum einen das 1932 stattfindende Goethe-Jahr anlässlich des einhundertsten Todestages des Dichters und zum anderen, die Übernahme eines Großteils der Finanzierung des Vorhabens durch die bayrische Goethe-Gesellschaft.

[147] Vgl. Kathe, Steffen. R. Kulturpolitik um jeden Preis – Die Geschichte des Goethe-Instituts von 1951-1990, München, 2005, S. 74.

[148] Vgl. Eisfeld, Katrin Vom Geben und Nehmen. Die Goethe-Institute und deutsche Kulturpolitik im Ausland, Universität des Saarlandes, 2004 S. 66.

[149] Dies geschah unter dem Namen Wiesbadener Arbeitskreis e.V., vgl. dazu Kathe, Steffen. R. Kulturpolitik um jeden Preis – Die Geschichte des Goethe-Instituts von 1951-1990, München, 2005, S. 74.

[150] Siehe Kathe, 2005, S. 74.

[151] Vgl. Eisfeld, 2004, S. 66ff.

[152] Vgl. ebd., S. 88.

[153] Vgl. Peters, Paul Das Verhältnis des Goethe-Instituts e.V. als nichtstaatliche, kulturelle Mittlerorganisation zum Auswärtigen Amt als politischer Institution, Frankfurt Oder, 2004, S. 7.

[154] Siehe Mücher, Christoph Goethe-Institut feiert 60-jähriges Jubiläum, 15.06.2011, (Hrsg.) Pressestelle des Goethe-Instituts, aufgerufen unter: http://www.goethe.de/prs/prm/a011/de7781224.htm.

Details

Seiten
131
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783668643888
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v215490
Institution / Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel – Institut für neuere deutsche Literatur- und Medienwissenschaft
Note
1,7
Schlagworte
Goethe Institut Irland Kultur Kulturvermittlung Goethe-Institut

Autor

Zurück

Titel: Die Kulturvermittlung des Goethe-Instituts in Irland