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Die Fachkraft für Ganzheitliche (Zahn-)Medizin. Buch 1: "Angewandte regulative Heil- und Heilhilfsmethoden"

Das schriftliche Lehrbuch als Sachbuch und als Fachbuch in 2 Bänden für den Online-Lehrgang

von Dr.med.dent. Hubertus R. Hommel (Autor) Heinz Spranger (Autor)

Fachbuch 2013 98 Seiten

Gesundheit - Sonstiges

Leseprobe

Inhalte der Weiterbildung

Erstes Buch 1. Angewandte regulative Heil- und Heilhilfsmethoden
1.1 kultureller Hintergrund Östlicher und Westlicher Medizin
1.2 neue Gesichtspunkte von Körperbau u. Körperfunktion inkl. Grundregulation
1.3 TCM Punkte, Meridiane, Wirkungsweisen
1.4 Patientenführung / Kommunikation unter Ganzheitlichen Aspekten
1.5 ausgewählte Aspekte der Immunpathologie, die chronische Entzündung
1.6 Orthomolekulare Medizin/Pharmazie
1.7 individuelle Schmerzbekämpfung
1.8 Ernährung
1.9 Pflanzenheilkunde
1.10 Chronobiologie, -medizin.
1.11 Hypnose, NLP
1.12 Regulationsprobleme
1.13 Probiotika, Prebiotika, Symbioselenkung

Zweites Buch 2. Angewandte integrierte Heil- und Heilhilfsmethoden
2.1 Altersprobleme
2.2 Systemische Zusammenhänge
2.3 Manuelle Unterstützung bei zahnärztlicher Handlung (Osteopathie, AK)
2.4 Bewegungs- und Hydrotherapie
2.5 Homöopathie, Bach-Blütentherapie
2.6 Bioelektrische Messverfahren
2.7 Klangtherapie und Musikmedizin
2.8 Psychosomatik

Themen der Präsenzphasen
3.1 der PA-Patient aus der Sicht Ganzheitlicher Medizin
3.2 der CMD-Patient
3.3 der Endo- Patient
3.4 der KFO-Patient
3.5 die ZE Versorgung
3.6 das Kind
3.7 der Allergiker
3.8 der „schwierige“ Patient
3.9 Verwaltung, Organisation / Qualitätsmanagement in er Praxis der Ganzheitlichen Zahnmedizin, QS-Merkmale inkl. "was zeichnet unsere spezielle Praxis (als Marke) aus?"

Themen des E-learnings ,Integrierte Oral-Medizinische Salutogenese’
4.1 Erwartungshaltung zur Gesundung
4.2 Ganzheitliche Auswege
4.3 Prävention und Gesundheitsförderung
4.4 Aspekte von Salutogenese
4.5 Merkmale von Gesundheit (Antlitzdiagnostik)
4.6 individuelle Grundhaltung des Menschen „Kohärenz“
4.7 Stress / Stressoren / Spannungszustände / Stressabbau / Angst / Panik
4.8 Pharmazeutische Hilfen für den Patienten
4.9 individuelle Widerstandsfähigkeit
4.10 komplementärmedizinische Hilfen ganzheitlicher Zahnmedizin
4.11 Übertragung / Gegenübertragung / sinngerichtete Zuwendung / Placebo / Zuwendungsmerkmale / Gender- / Altersspezifisches
4.12 Umwelteinflüsse
4.13 Migration im Problemkreis von Gesundheit / Krankheit / Risiken
4.14 Krankheitsverarbeitung
4.15 Gruppenarbeit zum Verständnis von „Problempatienten“

Einführung in Buch 1

Die hier beschriebenen Vorgaben des ersten Buches gelten grundsätzlich ebenso für alle weiteren Bücher dieses Weiterbildungslehrganges, sodass sie im selben didaktischen Aufbau fortgesetzt werden.

Somit folgt jedes Kapitel demselben Aufbau in der Darstellung der jeweiligen Thematik aus:

- ,konventionellem Wissen’
- ,komplementär-alternativer’ Sicht
- ,integriert-salutogenetischem’ Blickwinkel

Das ,konventionelle Wissen’ beruht auf der Allgemeinbildung unter dem jeweilig gültigen kulturellen Blickwinkel und der bestehenden Lehrmeinung der herkömmlichen Medizin nach den eher logischen Aspekten von Ursachen-Wirkungsbeziehungen.

Die ,komplementär-alternative’ Interpretation ergibt sich aus mehreren kulturellen Ansätzen bei einem erweiterten Medizinverständnis und erfolgt aus dem dynamisch-systemischen Blickwinkel.

Im ,integriert-salutogenetischen’ Bereich besteht der ,integrative’ Anteil als ein biologisches Konzept in der Kombination konventioneller und komplementär alternativ medizinischer (CAM) Anwendungen. Beides basiert auf wissenschaftlich begründeten Kriterien ihrer Wirksamkeit.

Der ,salutogenetische’ Aspekt erfasst den Komplex aus Entstehung und Erhalt von Gesundheit. Der hierfür geeignete Blickwinkel besteht in der Mischung der vorgenannten Sichtweisen unter systemischen und kybernetischen Gesichtspunkten.

Jedes Kapitel wird durch ein ,Glossar’ ergänzt. Hierin werden Begriffe erläutert, die im Text als möglicherweise unbekannte Wörter den Sinnzusammenhang erschweren können. Diese betreffen jedoch nicht Fachwörter von zentraler Bedeutung für den Lernstoff, deren Zweck ergibt sich aus dem Text und ist zusätzlich im Selbststudium zu erarbeiten.

Die jedes Kapitel abschließende ,Literatur’ gibt einen Überblick auf das hierzu jeweils verwendete Schrifttum. Es erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll lediglich einen Ansatz bieten für die selbstständige Recherche im Internet.

Jeder Lerntext endet mit der Aufgabenstellung nach dem von uns entwickelten ,WWW-Code’ . Dadurch erhält jeder Teilnehmer die zusätzliche Möglichkeit, sich mit jedem zu bearbeitenden Text fachlich auseinanderzusetzen und mit seiner Stellungnahme zu diesem Themenbereich seinen persönlichen Wissensstand zu überprüfen. Voraussetzung hierfür sind für alle Lerntexte gleichermaßen geltende Rahmenbedingungen. Dem trägt der „WWW-Code“ Rechnung.

Er steht als ein fixes und für alle Lerntexte verbindliches Schema als Fragenkomplex am Ende jedes Lerntextes und ist in 3 „W-Abschnitte“ unterteilt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Antworten sollen zum besseren Verständnis des Textes so formuliert werden, dass der Kursteilnehmer später anhand der Fragestellungen die Inhalte für sich wiederholen kann.

Hierfür hat er zwei Möglichkeiten, studiert er alleine, muss er das Resultat aus ‚für’ und ‚wider’ selbst erdenken. Studiert er mit einer Gruppe, kann er innerhalb dieser sogar die Texte debattieren lassen. Es kann thematisch bereichern, andere Ansichten zu erfahren, so wie es beispielsweise nützlich sein kann, im Abwägen zwischen ,Weiß’ und ,Schwarz’ von anderer Seite auch noch ,Grau’ zu erfahren.

Zur Beantwortung des „WWW-Codes“ soll nicht mehr als insgesamt eine DIN A4-Seite aufgewendet werden.

Institut für Nachhaltige Gesundheitswissenschaften

Dr. Hubertus R Hommel Univ.-Prof.a.D.Dr.Dr.h.c. Heinz Spranger

MSc [health] MAS MSc [health]

1. Angewandte Regulative Heil- und Hilfsmethoden

1.1 kultureller Hintergrund Östlicher und Westlicher Medizin

1.1.1 konventionelles Wissen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Menschen orientieren sich in ihrer Umwelt nach den ihnen eigenen Werten. Diese Werte sind das Ergebnis gemeinsam durchlebter Geschichte und geben einem Volk dauerhaft Identität. Unter einem ,Volk’ versteht man „ein nach Abstammung und Sprache, Sitte und Bildung zusammengehörigen Teil der Menschheit“[2]. Je älter ein Volk ist und je intensiver und andauernder seine Erlebnisse waren, desto nachhaltiger und charakterisierender sind die vermittelten Engramme.

Folglich bemisst im Umgang mit anderen jedes Volk deren Kultur an seiner eigenen. Je weiter diese von der eigenen Kultur abweicht und je weniger sie sich zu ihr ins Verhältnis setzen lässt, desto fremder ist ein anderes Volk.

Daher lässt sich eine verhältnismäßig junge soziale Gemeinschaft ohne sonderliche geschichtliche Merkmale nur schwer von älteren, kultureigenständigen Völkern beurteilen.

Ein Beispiel hierfür sind die Vereinigten Staaten von Amerika, die als ein Schmelztiegel verschiedener Kulturangehöriger im Vergleich zu anderen Nationen eine verhältnismäßig kurze gemeinsame Geschichte haben. Eine Typisierung ist daher schwierig, weshalb man letztlich Amerikanern alles zutraut.

Ein Beispiel für eine dagegen starke geschichtliche Prägung sind die Juden, die zwar auch nicht als ein homogenes Volk bestehen und nahezu über die ganze Welt verstreut sind. Jedoch ergibt das von ihnen seit Jahrhunderten aufgrund ihrer Religionsgemeinschaft erlittene Leid eine eindeutige Charakterisierung.

Die kulturellen Eigenarten können den Lebensstil eines Volkes sehr dogmatisch bestimmen und trotzdem durch geschichtliche Entwicklungen an Bedeutung verlieren. So hatte sich beispielsweise Japan sehr lange seine moralischen und ethischen Grundsätze erhalten, jedoch nach dem 2. Weltkrieg seine traditionelle Identität fast komplett verloren. Auch China musste seine Traditionen fast völlig aufgeben.

Dies gilt auch für die Medizin. Zwar hat jeder Kulturkreis seine eigene traditional gewachsene Medizin, jedoch ist auch hier der Bestand nicht auf Dauer gesichert.

In China wurde die historische chinesische Medizin von der westlichen in den Hintergrund gedrängt, Ende der 20er Jahre des 20. Jh. sollte sie sogar komplett verboten werden. In den 50er Jahren des 20. Jh. wurde sie aus innerpolitischen von chinesischen, westlich geschulten Ärzten als TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) in reduzierter Form reaktiviert. Die heute gültige TCM ist letztlich ein abgespecktes, politisches Produkt.

Fast völlig verschwunden dagegen ist die arabische Medizin. Sie hatte die verschollenen griechischen und römischen Dokumente in ihren Bibliotheken aufbewahrt und somit maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der mittelalterlichen europäischen Medizin. Die Rückbesinnung der okzidentalen Medizin auf die ursprünglichen griechischen und lateinischen Wurzeln hatte diesen Kulturtransfer jedoch wieder rückgängig gemacht [3].

Letztlich bestehen nur noch 2 Blöcke, die westliche und die östliche Medizin, die kulturspezifischen Medizinen aus etablierter Sicht weniger bedeutender Völker bleiben weitgehend unbeachtet.

Um die Diversität fast vergessener medizinischer Kulturen zu erhalten, erforscht die Ethnomedizin „mit völkerkundlichen Methoden die Definitionen sowie Interpretationen von Gesundheit und Krankheit in unterschiedlichen Kulturen, vergleicht die verschiedenen Medizinsysteme der Völker und Zeiten und untersucht Möglichkeiten zur Integration kulturfremder Verfahren“[4].

1.1.2 komplementär-alternativ

Der Begriff ,Komplementärmedizin’ ist ein Sammelbegriff für Verfahren, die außerhalb der Konventionellen Medizin stehen, er bezeichnet jedoch keine eigenständige Therapierichtung. In der Komplementärmedizin gibt es Einzelverfahren sowie komplette Therapiesysteme.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die grundsätzliche Einteilungen in Konventionelle Medizin und Unkonventionelle medizinische Verfahren unterliegt der Wissenschaft, dies geschieht auf der Grundlage der vor allem von den westlichen Ländern institutionalisierten naturwissenschaftlichen Paradigmen. Somit treffen hauptsächlich die westlichen Nationen die Bewertungen und Abgrenzungen der verschiedenen Medizinen. Offiziell ist hierfür die WHO (Weltgesundheitsorganisation) zuständig, als für das internationale öffentliche Gesundheitswesen universelle Institution [6].

Generell steht die Anerkennung komplementärer Verfahren im Verhältnis zur wissenschaftlich fundierten Medizin. Dieses wird vom angestammten kulturellen Blickwinkel des jeweiligen Landes beeinflusst, in dem sich diese Diskussion stellt. Allerdings muss dieser Blickwinkel nicht immer mit den westlichen Vorstellungen übereinstimmen, weshalb in diesen Ländern die Studienbedingungen auch nicht immer mit westlichen Voraussetzungen übereinstimmen.

Die Praxisrelevanz bezieht sich im allgemeinen auf einen biopsychosozial geprägten Raum. Lebensstil und –auffassung werden vor allem von der sozialen Umwelt geprägt, daher können in für den Westen fremden Kulturen besonders die psychosozialen Aspekte in der Bewertung von Prävention, Prognose- und Risikofaktoren sehr unterschiedlich sein.

Aktuell leben über 7 Milliarden Menschen auf der Erde, pro Sekunde nimmt die Weltbevölkerung um 2,5 Menschen zu. Dies entspricht einem Wachstum von ca. 80 Millionen Menschen pro Jahr, was in etwa der Einwohnerzahl Deutschlands entspricht. Diese extreme Expansion findet jedoch nicht in der westlichen Welt statt [7]. Demnach scheint nicht die hemisphärische Verteilung der Weltbevölkerung für die westliche Diktion der sozialen Umwelt maßgeblich sein.

Deutschland gilt als ein Einwanderungsland, Ende 2001 lebten hier 7,3 Millionen Ausländer. Dies entspricht einem Anteil von 8,9% an der Gesamtbevölkerung [8]. Somit stellt sich in Deutschland vor dem Hintergrund der zunehmenden Migration der Umgang mit Kranken fremden Kulturen [9]. Hierbei besteht eine deutliche Affinität zu Muslimen, gemäß der Studie „Muslimisches Leben in Deutschland“ leben in Deutschland zwischen 3,8 und 4,3 Millionen Muslime mit Migrationshintergrund [10].

Die Integration fremder Kulturen in die bestehende Mehrheitsgesellschaft bemisst sich an den unterschiedlichen Wertestandards. Vor allem in den muslimischen Ländern beruhen die traditionellen Solidarsysteme auf der Grundlage von Religion und dem religiös kulturellen Kontext. Hiervon unterscheidet sich unsere westlich-säkulare Lebensführung deutlich. Dies zeigt sich immer wieder an Migranten in westlichen Ländern, die zwar ihren Lebensraum, aber damit nicht zwangläufig auch ihre kulturelle Identität verändert haben. Dies führt zu kommunikativen Missverständnissen. Leider gibt es nur wenige Untersuchungen über die psychosoziale Situation der ausländischen Bevölkerung in Deutschland [11].

Sicherlich dürfte eine gewachsene multinationale Gesellschaft ohne hierarchischen Anspruch auch größere Toleranz unkonventionellen Verfahren entgegenbringen.

Ein Beispiel hierfür bietet Indien mit seinen multiethnischen und multikulturellen Lebensstilen. Hier ist die Akzeptanz verschiedener komplementärmedizinischen Verfahren besonders hoch. Daher gibt es in Indien die weltweit meisten homöopathischen Ärzte [11], daneben werden Ayurveda und die arabische Medizin angewendet. Allerdings gibt es hierfür eine eigene Überwachungsbehörde [11]. Die Therapieverfahren sind der herkömmlichen, westlichen Medizin gleichberechtigt, die jeweiligen Anwendungen bleiben der Art und Schwere der Krankheit überlassen [12].

Aus ethnomedizinischer Sicht sollten die therapierenden Medizinsysteme nicht reduziert, sondern generell untergliedert werden in die ,Hausmedizin’, die ,Volksmedizin’, die ,Traditionellen Medizinischen Systeme der sogenannten Hochkulturen’ und in die ,Herkömmliche, Westliche Medizin’. Die ,Traditionellen Medizinischen Systeme der sogenannten Hochkulturen’ betreffen z.B. Ayurveda, Chinesische Medizin, Griechische Medizin [13].

In den westlichen Ländern nehmen vor allem Patienten mit Schmerz- und chronischen Erkrankungen komplementärmedizinische Verfahren in Anspruch [5]. Umfragestudien zeigen eine besondere Hinwendung vor allem von Patienten im zweiten Lebensdrittel, von Frauen und Menschen höheren Bildungsstandes und Einkommens. Demnach leben diese Gruppen gesundheitsorientierter bei besserem Körperbewusstsein [5].

1.1.3 integriert-salutogenetisch

Gesundheit ist komplex und somit nicht auf nur einen Einzelaspekt reduzierbar. Sie wird subjektiv empfunden und schließt Körper und Seele ein.

Abgesehen von der Abwesenheit körperlicher und geistiger Defekte und Behinderungen definiert sich Gesundheit durch geistiges und soziales ,Wohlbefinden’ [14]. Dieses ,Wohlbefinden’ lässt sich fördern, demnach zielt ,Gesundheitsförderung’ „auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen.“[15]. Somit trägt auch jeder Mensch eine Eigenverantwortung zur Schaffung und zum Erhalt seiner Gesundheit zu, denn „Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt: dort wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben“[15].

Gesundheit steht im Bedingungsverhältnis zur Umwelt, die Beziehung eines Menschen zu seiner Umwelt ist kulturell geprägt.

Mit der Migration in eine kulturfremde Umwelt können Kulturschocks resultieren, als Anpassungsvorgang auf fremde Verhaltensregeln und –muster. Die angestammten Prinzipien sind an den eigenen Kulturkreis gebunden und daher häufig inkompatibel mit denen des Gastlandes. Die Unfähigkeit, sich mit der ungewohnten Umwelt zu arrangieren, kann zur sozialen Isolierung führen. Die hierdurch ausgelösten psychischen Reaktionen können sich körperlich manifestieren und ärztliche Hilfe erforderlich machen. Beim sich herbei ergebenden Kontakt stehen sich mit Arzt und Patient Vertreter zweier unterschiedlicher Kulturen gegenüber.

Angehörige des westlichen Kulturkreises beschreiben ihre körperliche Beschwerden für westliche Ärzte verständnisgerecht. Diese gemeinsame Ebene besteht bei Patienten anderer Kulturkreise im Umgang mit westlichen Ärzten nicht, es gibt Kommunikationsprobleme. Hinzu kommt die Stringenz in Anamnese, Diagnose und Therapie, die den psychosozialen Komponenten keinen Raum lässt.

Dies kann zu Medikationsfehlern führen, wofür jedoch die ärztliche Seite die Kommunikation im Vordergrund sieht. Dies gilt explizit für Migranten und intellektuell Behinderte [16]. Demnach sind nicht der Therapieansatz und die Verordnungsentscheidung falsch, sondern die Umsetzung durch den Patienten [16].

Studien belegen, „dass das Krankheitsspektrum der Zuwanderer, der Fülle der Herkunftsländer zum Trotz, nicht etwa von exotischen Diagnosen beherrscht wird, sondern dem der Deutschen weitgehend ähnelt“[17]. „Weiterhin macht der Bericht deutlich, dass beim Gesundheitszustand von Migranten viele Faktoren komplex zusammenwirken: Die möglicherweise ethnisch bedingte genetische Ausstattung, die Krankenvorgeschichte, die Ernährungs- und sonstigen Gewohnheiten im Heimatland, migrationsbedingte Belastungen sowie die neuen Lebensumstände in Deutschland, zum Beispiel ein verändertes Essverhalten“[17].

In unterschiedlichen Kulturkreisen unterscheiden sich auch die Vorstellungen von Gesundheit, Krankheit und dem Wert von Therapien. „So drückten türkische Patienten seelische Beschwerden häufig in Worten aus, die an körperliche Probleme denken lassen. »Meine Leber brennt« zum Beispiel meine nicht etwa einen Organschaden, sondern tiefe Traurigkeit“[17].

Hier können komplementärmedizinische Verfahren ansetzen, indem sie zusätzliche Informationen außerhalb des herkömmlichen ärztlichen Themenkreises beachten.

Hierfür bewerten sie psychische und psychosoziale Aspekte und beziehen sie in ihre therapeutischen Konzepte mit ein, was nicht immer dem vorherrschenden westlichen naturwissenschaftlichen Standards entspricht.

Obwohl ein größerer Teil der Unkonventionellen medizinischen Verfahren aus nicht westlichen Kulturen stammt, scheinen aus empirischer Sicht kulturfremde Konzepte bei westlichen Patienten den gesundheitlichen Status günstig zu beeinflussen. „Wird eine Medizin, die in einem bestimmten kulturellen Kontext entstanden ist, von einer anderen Kultur übernommen, so wird diese entsprechend den Bedürfnissen der Bevölkerung verändert und angepasst. Somit wird eine bestimmte Medizin überall anders ausgeführt“[18].

Somit lassen sich auch fremdkulturelle Verfahren interkulturell kompatibel einsetzen. Hiervon profitieren ärztliche und heilpraktische Behandlungsstrategien.

In der Frage nach der Ausbreitung komplementärer Verfahren aus fremden Kulturen scheinen soziologische Strukturen maßgeblich zu sein. „je komplexer sich eine Gesellschaft gestaltet, umso größer ist auch das Angebot unterschiedlicher Medizinen“[18].

Die Entscheidung eines Patienten für eine Unkonventionelle Behandlungsmethode resultiert aus dem Vorwurf der Uneffektivität gegenüber seiner an ihm vorgenommenen medizinischen Maßnahmen. Letztlich ist „jede Medizin in der Behandlung von Krankheiten in einem gewissen Maße eingeschränkt und kann bestimmte Beschwerden nicht effektiv behandeln, weshalb Menschen sich dazu entscheiden, auch andere therapeutische Maßnahmen zu beanspruchen“[18]. Die Nachfrage nach komplementärmedizinischen Verfahren wird zudem von Bildung und Anspruch sowie finanzieller Grundausstattung des Patienten getroffen, was für den Gesundheitsstatus allgemein gilt. „Die Daten des Bundes-Gesundheitssurveys liefern bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse zur Sozialstruktur in Deutschland und zu deren Wechselwirkung mit Gesundheit bzw. Krankheit. Auch heute noch zeigt sich in Abhängigkeit von der Schichtzugehörigkeit ein unterschiedliches Risikofaktoren-, Beschwerden- und Morbiditätsniveau“[19].

1.1.4 Glossar (in alphabetischer Reihenfolge)

(dies ist eine Übersicht, kein Ersatz der persönlichen Recherche zur vertiefenden Kenntnisnahme)

alternativ sprachl. Herkunft: Latein: optionem aliciu dare, utrum ... an ... =

jemanden vor die Alternative stellen, ob ... oder ob /

Wahl zwischen zwei Möglichkeiten

medizin. Anwendung: die wissenschaftlich begründeten Behandlungsmethoden

der Herkömmlichen Medizin alternative / ergänzende

medizinische Verfahren.

Bundes- sprachl. Herkunft: englisch: survey = Gutachten

Gesundheitssurvey Anwendung: vom Robert-Koch-Institut im Auftrag des

Bundesgesundheitsministeriums durchgeführte

Untersuchung des Gesundheitszustandes der deutschen

Bevölkerung einschließlich in Deutschland lebender

Ausländer, Zeitraum: 1997-1999

Diversität sprachl. Herkunft: Latein: diversitas = Vielfalt, Vielfältigkeit

Anwendung: Ausdruck der Mannigfaltigkeit

empirisch sprachl. Herkunft: griechisch: έμπειρος (émpeiros) = erfahren, erprobt

Anwendung: nicht theoretisch begründbar, sondern auf

nachvollziehbaren Erfahrungen beruhend

Engramm sprachl. Herkunft: griechisch: έν (en) = in. γράμμα (grámma) = Inschrift

Anwendung: Erlebniseindruck, Erinnerungsbild

Ethnomedizin sprachl. Herkunft: griechisch: έθνος (éthnos) = Volk

Anwendung: Heilkunde speziell der Naturvölker

homogen sprachl. Herkunft: griechisch: όμοίος (hómoíos) = gleichartig, γένος

(génos) = Abstammung

Anwendung: gleichartig aufgebaut , einheitlich

komplementär sprachl. Herkunft: Latein: complementum = Ergänzung

medizin. Anwendung: Ergänzung zu den Verfahren der herkömmlichen

Medizin

Migration sprachl. Herkunft: Latein: migratio = Auszug, Wanderung

Anwendung: räumliche Verlegung des individuellen

Lebensmittelpunktes. Es wird unterschieden zwischen

,internationaler Migration’ und ,Binnenmigration’

Paradigma sprachl. Herkunft: griechisch: παράδειγμα (parádeigma) = Beispiel,

Vorbild, Beweis

Anwendung: vorherrschendes Denkmuster und Lehrmeinung in einem

bestimmten Zeitrahmen. Gilt als ein Zeichen reifer

Wissenschaft

Passung sprachl. Herkunft: deutsch: Toleranzbereich zwischen Ist- und Soll-Werten.

medizin. Anwendung: Übereinstimmung mehrerer Systemebenen des Menschen

als Ausdruck für Gesundheit

säkular sprachl. Herkunft: Latein: saecularis = weltlich

Anwendung: Lösung von den religiösen und religiös geprägten

kulturellen Traditionen

1.1.5 Literatur:

[1] http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/gesellschaft.html [zuletzt abgenommen 2012-08-26]

[2] Meyers Großes Konservations-Lexikon (1905) Bd.20 Veda – Zz. S. 223. Neuer Abdruck Leipzig und Wien. Bibliographisches Institut, 1909

[3] http://www.univis.uni-erlangen.de/formbot/dsc_3Danew_2Fresrep_view_26rprojs_3Dforsch_2Fgradui_2Fgrkoll_2Farabis_26dir_3Dforsch_2Fgradui_2Fgrkoll_26ref_3Dresrep [zuletzt abgenommen 2012-08-26]

[4] Hommel H R (2007): Propädeutik der Komplementärmedizin. Kulturspezifische & Ethnitypische Verfahren: Traditionelle Europäische Medizin (TEM). GRIN Verlag. ISBN 978-3-640-18797-3

[5] http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS_derivate_000000003326/1_2_Kapitel1.pdf?hosts [zuletzt abgenommen 2012-08-26]

[6] http://www.who.int/medicines/areas/traditional/definitions/en/index.html [zuletzt abgenommen 2012-08-28]

[7] http://www.umrechnung.org/weltbevoelkerung-aktuelle-momentane/weltbevoelkerungs-zaehler.htm [zuletzt abgenommen 2012-08-31]

[8] http://www.interkultureller-rat.de/wp-content/uploads/Einwanderungsland-Deutschland1.pdf [zuletzt abgenommen 2012-08-31]

[9] http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/dossier-migration/56377/migrationspolitik-in-der-brd?p=all [zuletzt abgenommen 2012-08-26]

[10] http://www.deutsche-islam-konferenz.de/nn_2026824/SubSites/DIK/DE/Magazin/ZahlenDatenFakten/zahlen-daten-fakten-node.html?__nnn=true [zuletzt abgenommen 2012-08-26]

[11] http://www.haussantisuk.de/Documents/Risiken.pdf [zuletzt abgenommen 2012-08-26]

[12] Kuhrt N (2012): Indisches Gesundheitssystem: Homöopathie im Krankenhaus. Spiegel Online Wissenschaft. Spiegel online GmbH. 09.05.2012

[13] Schröder E (Hrsg.) (1985): Ethnobotanik-Ethnobotany, Beiträge und Nachträge zur 5. Internat. Fachkonferenz Ethnomedizin in Freiburg, 30.11. - 3.12.1980. 403-410 / Hrsg. im Auftr. d. Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin. Braunschweig/Wiesbaden Vieweg Verlag ISBN 3-528-07919-3

[14] http://www.who.int/about/definition/en/print.html [zuletzt abgenommen 2012-08-31]

[15] http://www.euro.who.int/de/who-we-are/policy-documents/ottawa-charter-for-health-promotion,-1986 [zuletzt abgenommen 2012-08-31]

[16] http://www.kvsh.de/KVSH/db2b/upload/downloads/Broschuere_Mediaktionscheck_2012.pdf [zuletzt abgenommen 2012-09-01]

[17] http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=34601 [zuletzt abgenommen 2012-09-01]

[1 8 ] http://othes.univie.ac.at/3451/1/2008-10-14_0104114.pdf [zuletzt abgenommen 2012-09-02]

[19] Knopf H, Ellert U, Melchert H-U (1999):Risikofaktoren, Gesundheitsverhalten, Lebensweise. Sozialschicht und Gesundheit. 169-177. Gesundheitswesen 61 (1999) Sonderheft 2. Georg Thieme Verlag Stuttgart, New York ISSN 0941-3790

In der Biologie sind die Gesetze der Physik für alle Tiere gleich, egal ob sie fliegen, schwimmen oder laufen. Prägend sind dabei die Schwerkraft sowie die Dichte und Masse des Tierkörpers. Auch gilt in der Tierwelt das physikalische Prinzip, dass die Vorgänge immer mit dem geringst möglichen Energieaufwand ablaufen. Auf dieser Grundlage hat sich auch die Mechanik der Bewegung, des Gehens, des Laufens sehr ähnlich entwickelt – ungeachtet aller gewaltiger Größenunterschiede im Tierreich. So entspricht das Verhältnis von Schrittfrequenz und Gewicht bei laufenden Landwirbeltieren dem der Flossenschläge und Masse von Fischen. Die Evolution verläuft grundsätzlich nach universellen Gesetzmäßigkeiten. Nach wissenschaftlicher Ansicht gelten diese Gesetzmäßigkeiten auch für fremde Planeten oder wenn die Evolution auf der Erde noch einmal von vorn begänne [2].

Körperbau und Körperfunktion sind beim Menschen sehr eng an eine Grundform gebunden. Sie besteht aus knöchernem Skelett und verbindenden Anteilen. Dieses ,Bindegewebe’ ist ein aus Gewebszellen und zelligen Zwischensubstanzen aufgebautes Grundgewebe, das entwicklungsgeschichtlich aus dem Mesoderm hervorgeht. ,Bindegewebe’ lässt sich noch einmal in das Bindegewebe im engeren Sinn, dessen Vertreter sich vor allem hinsichtlich ihrer Faserqualitäten und -dichte unterscheiden, und das Stützgeweben, dem Knorpel und dem Knochen einteilen.

Histologisch besteht dieses Bindegewebe aus beweglichen oder am Ort verbleibenden Zellen (z.B. Fibrozyten), die in eine ,extrazelluläre Matrix’ aus Kollagen, anderen faserigen Eiweißsubstanzen und einer gelartigen ,Grundsubstanz’ eingebettet sind.

Die in diesem Gemenge liegenden Zellen der verschiedenen Bindegewebsarten sind spiralig bis rund. Sie können sich als bewegliche große Zellen noch ausdifferenzieren und am Aufbau der bindegewebigen so genannten Matrix beteiligt sein oder als differenzierte Zellen der chemischen Funktion des Gewebes dienen.

,Bindegewebe’ dient verschiedenen Funktionen und bietet daher histologisch ein vielfältiges, inhomogenes Bild. Je nach Vorkommen füllt es die Gewebs-Zwischenräume, schützt und umhüllt Organe oder Strukturen des Organismus, dient als Leitstruktur von ,Leitungsbahnen’ oder fungiert als Gleit- und Verschiebeschicht. Spezialisierte Bindegewebe können an Speicherung und Produktion von Substanzen beteiligt sein und bilden die Stütz- und Stabilisierungsstrukturen des Körpers. Man unterscheidet prinzipiell nach dem Verhältnis von Zellen zu Extrazellulärmatrix zwischen geformtem und ungeformtem Bindegewebe. Daneben kann man nach morphologischen Kriterien weitere Gliederungen vornehmen. So unterscheidet man faseriges, lockeres, peritoneales, embryonales, gallertiges, retikuläres, spezielles Bindegewebe und Fettgewebe.

Forschung und Wissenschaft der konventionellen Biologie lassen darauf schließen, dass der Verbund aus netzartigen, langarmigen und in der salzigen Zwischenzellflüssigkeit schwimmenden Zellen das Gerüst für die Entwicklung des gesamten zukünftigen Körpers bilden kann. Das bedeutet auch, dass der Körper dieses verbindende Gewebe nutzt, um Wunden von Verletzungen zu schließen. Nach und nach übernehmen dabei einzelne Zellen dieses netzartigen Gewebes Sonderaufgaben und bilden besondere Formen heran. Auf diese Weise schafft ,Funktion’ die spätere Form.

1.2.2 komplementär-alternativ

Körpereigene Gewebe „schwimmen im Bindegewebe“. Dieses umschließt, umgibt und versorgt alle anderen Gewebe. Diese Versorgung beinhaltet auch Nährstoffe aus der Ernährung, die zu den Zellen kommen müssen. Sie werden vom Darm aufgenommen, in die Blutbahn abgegeben und von dort aus in die einzelnen Körperregionen transportiert. Das ,Bindegewebe’ dient unseren Zellen also als ein großes Versorgungssystem mit Nährstoffen.

Weiterhin kann dieses Bindegewebe auch bio-elektrisch funktionieren. Reines Wasser würde keinen Strom leiten, Nervenimpulse könnten nicht weitergeleitet werden. Mineralsalze des Bindegewebes können dagegen den Strom leiten. Daher nennt man sie auch ,Elektrolyte’ . Ohne die richtige Mineralsalz-Zusammensetzung der Zwischenzellflüssigkeit ist eine störungsfreie Reizweiterleitung der Nervenimpulse nicht möglich.

Ebenso wie das Fließen des Biostroms das richtige Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen benötigt, ist der Körper gezwungen, den Konzentrationswert pH des Blutes in einem engen Band zwischen pH 7,45 und pH 7,25 zu halten.

Schafft der Körper dies nicht, spricht man von einer Azidose bei zu niedrigem pH-Wert bzw. Alkalose bei zu hohem pH-Wert. In beiden Fällen ist eine sofortige medizinische Gegensteuerung erforderlich, um schwere gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Sämtliche Säuren werden routinemäßig in das Bindegewebe abgegeben, um dort durch Basen neutralisiert zu werden.

Auch die Regulierung der Körpertemperatur erfolgt vorwiegend über das Bindegewebssystem.

Wissenschaft und Forschung haben sich in den letzten Jahrzehnten vermehrt der Biologie endständiger Anteile von Geweben gewidmet. Die sogenannte ,Endstrombahn’ der Gefäße ist mit ihren kleinsten Kapillaren für die Stoffwechselaufgaben zuständig. Normalerweise werden dadurch Nährstoffe antransportiert, Schlacken abtransportiert. So werden sowohl Zellen, als auch Halte- und Nervengewebe vor Ort versorgt. Dieses lebenswichtige System ist im Interzellularraum in die , extrazelluläre Matrix ’ eingebettet. Die Chemie dieser Gebilde ist kompliziert. Glucosaminoglycane und Proteoglykane bestimmen das Feld. Die Kombination aus Interzellularsubstanz und Zellmembranen ist ein komplexes, ladungsabhängiges und schwingungsfähiges System. Die Strukturkombination aus Zuckerpolymeren und Wasser kann unabhängig von den üblichen hormonellen und nervösen Einflüssen durch geringste Änderungen des elektrischen Milieus innerhalb von Sekunden den gesamten Organismus erfassen und in seiner Funktion wesentlich beeinflussen [3]. Diese Vorgänge werden als , Grundregulation’ bezeichnet.

Die ,Matrix’ wird als Substanz verstanden, die überall im Körper verteilt ist, und die sämtliche Zellfunktionen im Körper, und somit das gesamte Netzwerk Mensch beeinflusst. Der Begriff Matrix kommt aus dem Lateinischen und bezeichnet dort die ‚Stammmutter’ . ,Matrix’ bedeutet im Biologischen eine Quelle der Erneuerung. Sie liegt im Zentrum der ‚ Grundsubstanz ’. Sie wird bei jedem Gewebeumbau verantwortlich für die Organisation bindegeweblicher Strukturen, die die Extrazellulärräume des gesamten Organismus durchziehen und somit jede Zelle des gesamten Körpers erreichen. Jeder irgendwo ankommende Reiz induziert Kettenreaktionen über die Matrix. Die Matrix ist also der Ort einer zentralen , Schaltstelle der Regulations- und Steuerungssysteme’ des gesamten Organismus.

Das histologische Regelzentrum der Matrix ist die ruhende Bindegewebszelle, der Fibrozyt. Fibrozyten können jederzeit als Faserbildner tätig werden, oder aber als Fibroblasten Fasern umbauen. Demnach ist der Organismus imstande, im Bedarfsfall das gesamte Zellmilieu der Matrix zu sichern. Über die Endstrombahn ist die Matrix mit dem Endokrinium verbunden; durch die blind in ihr endenden Axone kommuniziert sie über deren Membranstrom über das vegetative Nervensystem mit dem Zentralnervensystem. Dadurch erfolgt zwischen übergeordneten Regelzentren und der Matrix eine ständige Rückkopplung. Entsprechend ist auch die Psyche im Netzwerk miteingebunden.

In der Pathogenese chronischer und degenerativer Krankheiten hat die Matrix nicht nur eine Schlüsselfunktion, sondern wird zudem ihrerseits von allen Funktionsstörungen der Gewebe funktionell verändert. Chemisch führt jeder kurze Reizimpuls zu einer Teildepolarisation der Proteoglykane, die im funktionsfähigen System durch Ladungsausgleich sofort behoben wird. Dauerreize führen dagegen zu andauernden Depolarisationsvorgängen, die letztlich die Struktur des Grundsystems im Körper biologisch verändern. Schließlich kann die Grundsubstanz auch durch Schwemmstoffe und Toxine verschlacken.

Prävention ist möglich durch

- die Beseitigung regulationsstörender Faktoren,
- die Substitution von regulatorischen Dysfunktionen,
- der Abbau pathogener Feedbackmechanismen und die Beeinflussung krankhafter Schwingungsphänomene durch elektromagnetische Koppelung zwischen den Oszillationsmustern von Medikamenten und den biologischen Systemen des Organismus. [4]

Die vorrangigste Aufgabe der Grundregulation ist die physikalische Steuerung des Gleichgewichtes zwischen den unterschiedlichsten Säuren und Basen des Metabolismus. Zum besseren Verständnis folgen einige einfache Grenzinformationen:

Wenn das Bindegewebe bereits überlastet ist, und nichts mehr „speichern“ kann, ist das Gleichgewicht aller Stoffwechselprodukte im Körper gestört. Damit kommen auf die „entgiftenden“ Organe, vornehmlich die ,Leber’ , viele Schwemmstoffe zu, die sie abführen muss. Das erfolgt physiologisch mit der in der Leber produzierten Gallenflüssigkeit, die in die Gallenblase abgegeben wird. Die Gallenblase gibt dann die Gallenflüssigkeit mit den darin enthaltenen Toxinen in den Darm ab, der sie schließlich mit dem Stuhl ausscheidet.

Über die sogenannte ,Darmsanierung’ können die Schadstoffe vermindert werden. Dies geschieht über eine gelenkte Ernährungsumstellung, weiterhin kann eine gezielte medikamentöse Gabe von natürlichen Darmbakterien die Leber präventiv schützen.

Da durch unsere ungesunde Zivilisationskost mit zu wenig Frischkost und milchsauren Produkten im Darm zu wenig natürliche Bakterien enthalten sind, kann es zu Verdauungsstörungen kommen, mit der Bildung toxischer Gärungs- und Fäulnisprodukte. Diese belasten und schädigen die Leber. Eine geregelte Verdauung reduziert die Leber belastende Substanzen und unterstützt sie und ihren Haushalt.

Allerdings werden nicht alle Giftstoffe mit der Galle abgesondert, sondern soweit umgebaut, dass sie wasserlöslich sind, um und dann über die ,Nieren’ mit dem Urin ausgeschieden zu werden.

Die Entgiftung über die Nieren reguliert den Säure-Basen-Haushalt, den Salz- und Mineral-Haushalt und den Wasser-Haushalt. In den Nieren wird das Blut gefiltert, schädliche Stoffe werden in den Harn abgegeben und ausgeschieden. Um die Ausscheidung zu unterstützen, sollte man bis zu 3 Litern täglich trinken. Zudem kann die Entgiftung durch harntreibende Heilpflanzen gefördert werden.

Die unter komplementärmedizinischer Sicht wirksamste Entgiftung erfolgt über die ,Haut’ sowie das ,Lymphsystem’ . Hierüber werden Schadstoffe entweder nach außen, oder innen ausgeschwemmt.

Die ,Haut’ ist das flächenmäßig größte Organ des Menschen, sie dient als Barriere gegenüber der Umwelt und damit zur Abwehr von Infektionen. Über Schweiß- und Talgdrüsen werden Giftstoffe an die Hautoberfläche abgegeben. Diese Entgiftungsvorgänge können durch mechanische Reize wie Massagen und Bürstungen sowie Sport unterstützt werden. Beides fördert die Durchblutung, Sport zudem durch vermehrtes Schwitzen die Hautausscheidung.

Das ,Lymphsystem’ ist das für die Kreislauforgane wichtigste Nebensystem. Als ein Leitungssystem mit ,Lymphknoten’ und ,Lymphbahnen’ hat es unter anderem die Aufgabe, die Gewebe zu „entstauen“. Es transportiert Wasser und Stoffwechselendprodukte („Schlacken“), auch Toxine, in die Blutbahn zurück. Hierüber gelangen dies Abfallstoffe zur Leber und zu den Nieren, um über diese Organe entsorgt zu werden.

Alle Lymphbahnen passieren ,Lymphknoten’ , die die Lymphflüssigkeit filtern. Hierdurch werden Fremdstoffe in den Lymphknoten erkannt und eliminiert. Körperliche Aktivitäten unterstützen die Arbeit des Lymphsystems, indem vermehrte Muskelkontraktionen die Lymphmotorik stimulieren.

Außerdem wird dadurch die Durchblutung der betroffenen Muskeln und der umliegenden Gewebe gesteigert. Dermaßen besser durchblutete Gewebe werden mit mehr Flüssigkeit „umspült“, was wiederum das Lymphsystem zu einem regeren Transport der Gewebeflüssigkeit mit den darin gelösten Stoffwechselendprodukten und Giftstoffen anregt. Daher ist die , Manuelle Lymphdrainage’ ein wichtiger Zweig der Physiotherapie.

1.2.3 integriert-salutogenetisch

Das Bindegewebe reguliert sämtliche Grundfunktionen, wobei diese Regulation nicht nur den Stoffaustausch durch Nährstoffaufnahme und Verarbeitung beinhaltet, sondern auch für den Abtransport von Zellausscheidungen zuständig ist. Hiermit hat das Grundsystem einen gesunderhaltenen Auftrag, den jeder Mensch im eigenen Gesundheitsinteresse unterstützen sollte.

Die medizinische und medizinnahe Salutogenese empfehlen hierfür gezielte Bewegungsübungen als Teil einer ausgeglichenen „Work Life Balance“. Dies ist wichtig, da unkontrollierte Bewegung für den Menschen gefährlich sein können.

Bewegung ist eine Grundlage des Lebens, sie formt das individuelle ,Selbstgefühl’ sowie das ,Selbstwertgefühl’ . Aus Greifen, Festhalten, Anhaften und Loslassen entstehen Unruhe und Ruhe, Leid und Leichtigkeit.

„Leben ist Bewegung. Ohne Bewegung gibt es kein Leben. Alles, was lebt, bewegt sich unentwegt. Sämtliche Bewegungen des Lebens verlaufen unregelmäßig, sind also nicht linear. Jeder Atemzug unterscheidet sich vom vorangehenden wie auch vom nachfolgenden. Der Rhythmus des Herzschlags und die Fliessgeschwindigkeit von Blut sind niemals völlig gleich. Ein Lebewesen kann sich zwar mit nahezu absoluter Präzision bewegen, niemals jedoch absolut gleichmäßig. In jeder Bewegung des Lebens zeigt sich Spannung und Entspannung. Alles pulsiert permanent. Im Lauf unseres Lebens nehmen wir Millionen unterschiedlichster Informationen auf. Unzählige Gefühle und Gedanken kommen und gehen, werden verarbeitet und verdrängt, festgehalten und losgelassen. Wenn wir etwas Bewegliches festhalten, bedeutet das gleichzeitig, dass Bewegung unterbrochen und gestoppt wird. Festhalten verhindert Bewegung. Zur Bewegung gehört also auch tatsächliche Entspannung. Wenn keine Entspannung stattfindet, überträgt sich diese geistige Dauerspannung im Lauf der Zeit auf die seelische und auf die körperliche Ebene, wo sie sich zu Überspannung entwickelt und dann in den unterschiedlichsten Krankheiten auswirkt. Wirkliche Entspannung kann nur entstehen, wenn die spannungsverursachenden geistigen Verhaltensweisen geändert werden“[5].

Daher sind sorgfältig durchdachte Bewegungsübungen des Körpers, die den tatsächlichen Gebrauch des Körpers berücksichtigen, Mittel der Wahl in der gesamten Vorsorge, der Therapie, deren physiologischer Begleitung und der Rehabilitation.

Zu den einfachsten und physiotherapeutisch wichtigsten Bewegungsübungen gehören vor allem solche, die ohne Vorbereitung und Geräte einfach umsetzbar sind. Sie steigern das Körperbewusstsein und fördern die Denk-, Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit. Der gesamte Organismus wird dabei belebt und eine angenehme Stimmung erzeugt.

Solche Übungen können am einfachsten im ,Sitzen’ erfolgen, wobei mit Händeklatschen, Schenkelklopfen und wechselseitig überkreuzten Armen in unterschiedlichem Tempo ein rhythmischer Takt aufgebaut werden soll. Mit zunehmender Geschwindigkeit können zudem die Balance geschult und die Koordination zentriert werden. Je mehr Abwechslung in den wenigen Minuten der Aktivität gewidmet ist, desto lockerer wird die Figur empfunden.

Im ,Stand’ lässt sich die Balance schulen durch die schrittweise Vor- und Rückbewegung der Beine bei gleichzeitig ausgesteckten oder schwimmerartig bewegten Armen. Dies alles lässt sich durch Drehungen des Oberkörpers noch weiter ausformen.

Die ,Wahrnehmungsfähigkeit’ kann durch Gruppenaktivität gefördert werden, über das Erzählen von mit Pantomime kombinierten Geschichten, mit gemeinsamen Phantasiespielen oder organisierten Gruppenspielen. Wichtig ist die Bewegung.

Bewegung ist aber nicht für die Stärkung der eigenen Position wesentlich, sondern hat auch Effekte auf Andere.

Körperbewegungen, Körperhaltungen und Körperkontakte vermitteln beim Gegenüber ,Signale’ , die verarbeitet werden müssen. Daher zählen Übungen in der Kommunikation zu sogenannten ,nonverbalen Äußerungen’ und werden von mehreren unterschiedlich Übenden häufig verschieden bewertet. Redner nutzen solche Kommunikationssignale für ihre Zwecke bewusst mit Gesten und Gebärden aus, um darüber ihre Zuhörer und Zuschauer zu beeinflussen.

Auch körperliche Berührungen sind kommunikativ wichtig, hierüber können sozial wirksame Anker gesetzt werden. Dies beginnt in der Mutter-Kind-Beziehung und trägt bereits beim Säugling zum Aufbau von Ressourcen bei, hat also gesundheitsfördernde Effekte. Die Wertungen körperlicher Berührungen sind kulturell unterschiedlich. Es gibt ganze Kulturbereiche, in denen ein »Noli me tangere«, ein »Rühr mich nicht an« die Begegnung der verschiedenen Menschen beherrscht. In anderen Kulturen ist das Berühren so sehr ein Teil des Lebens, Umarmen, Streicheln und Küssen sind so selbstverständlich, dass es Nichttaktilen merkwürdig und peinlich vorkommt [6].

Unkontrollierte körperliche Bewegungen sind ungesund, im weitesten Sinne können diesem auch körperliche Anspannungen und Verkrampfungshaltungen zugerechnet werden. Daher können sich Entspannungsübungen auf das Wohlbefinden auswirken. Hierfür gibt es ein ritualisiertes Vorgehen, in denen eine bestimmte Zeitdauer der Übung mit festgelegten Übungsphasen, einer bestimmten Körperhaltung, zumeist Sitzen oder Liegen, und die Konzentration auf bestimmte Vorstellungen und Empfinden vorgegeben werden. Dieses Vorgehen ist Bestandteil der sogenannten ,Progressiven Muskelentspannung’ (Muskelrelaxation) von Edmund Jankelson, sie entstand ungefähr in der gleichen Zeit, in der das Autogene Training entwickelt wurde. Bei diesem Entspannungsverfahren spannt der Übende einzelne Muskelgruppen an und lässt sie wieder los. Wesentliches Element der meist einfachen und schnell zu erlernenden Übungen ist das als Achtsamkeit bezeichnete Verhalten des Übenden für die empfundenen Unterschiede zwischen Anspannung und Entspannung.

Entspannungsverfahren werden als Behandlungsverfahren zur ,Psychohygiene’ genutzt.

1.2.4 Glossar (in alphabetischer Reihenfolge)

(dies ist eine Übersicht, kein Ersatz der persönlichen Recherche zur vertiefenden Kenntnisnahme)

Anatomie sprachl. Herkunft: griechisch: ανά (aná) = auf, ein-. τομή (tomé) = Schnitt

Anwendung: beschreibende Wissenschaft und Lehre des äußeren und

inneren Aufbaus des menschlichen Körpers sowie seiner

Gewebe

Darmsanierung sprachl. Herkunft: deutsch: Darm. Latein: sanare = heilen, bessern

Anwendung: therapeutische Maßnahmen zur Wiederherstellung der

physiologischen Keimbesiedelung des Dick- und

Dünndarms zur Normalisierung seiner Leistungsfähigkeit

Evolution sprachl. Herkunft: Latein: evolvere = herausentwickeln

Anwendung: zuerst Entwicklung, dann generationenweise Veränderung

vererbbarer Merkmale einer Population von Lebewesen

Fibrozyten sprachl. Herkunft: Latein: fibra = Faser. Griechisch: κύτος (kytos) =

Höhlung, Haut

Anwendung: spindelförmige, mit langen verzweigten Fortsätzen

versehene Zellen des Bindegewebes im Interzellularraum

zur Stabilisierung des Bindegewebes

Funktion sprachl. Herkunft: Latein: functio = Tätigkeit, Verrichtung

Anwendung: Aufgabe, Zweck einer Einrichtung, eines Systems, Organs

Histologie sprachl. Herkunft: griechisch: ἱστός (histós) = Gewebe. λόγος (logos) =

Wort, Kunde

Anwendung: Wissenschaft von der funktionellen Morphologie

biologischen Gewebes

Mesoderm sprachl. Herkunft: griechisch: μέσος (mésos) = mitten, in der Mitte.

δέρμα (dérma) = Haut, Leder

Anwendung: ist das mittlere der 3 Keimblätter, entsteht während der

Embryogenese

Metabolismus sprachl. Herkunft: griechisch: μεταβολή (metabolé) = Umsatz

Anwendung: Stoffwechsel, als Transport und chemische Umwandlung

Morphologie sprachl. Herkunft: griechisch: μορφή (morphé) = Form, Gestalt.

λόγος (lógos) = Wort, Kunde

Anwendung: Beschreibung der äußeren Form lebender Organismen

PH-Wert sprachl. Herkunft: Latein: pondus = Gewicht. griechisch: ὕδωρ (hydōr) =

Wasser. γενέσθαι (genésthai) = werden, entstehen.

Abkürzung für pondus Hydrogenii = Gewicht des

Wasserstoffs.

Anwendung: Kurzbezeichnung für Wasserstoffionenkonzentration,

Maß für den sauren/basischen Charakter einer wässrigen

Lösung

Population sprachl. Herkunft: Latein: populus = Volk

Anwendung: Gruppe von Individuen in einem zusammenhängenden

Areal, die sich miteinander fortpflanzen können

1.2.5 Literatur:

[1] Spranger H (2012): Kiefergelenkfunktionsstörungen – Peri-Osteopathien in der zahnärztlichen Dysfunktionslehre. Projektarbeit. ISBN 978-3-656-14312-3

[2] Bejan A & Marden J H (2005): Unifying constructural theory for scale effects in running, swimming and flying. J Exper Biolog 209: 238-248. Davon p 238 zit Dewald U: ddp/wissenschaft.de

[3] Hommel H R (2007): In: Spranger H (Hrsg), Blachnik St, Hommel H R (2007): Das Medizinische Gesundheitsdesign. Biosemiotik, Regulationsphysiologie, Salutogenese. CO’MED Verlag Hochheim. ISBN 978-3-934672-21-5

[4] Heine H (2007): Lehrbuch der biologischen Medizin. Grundregulation und Extrazelluläre Matrix. Hippokrates. 3. Aufl. ISBN 978-3-8304-5335-2

[5] Becker M (2009): Allesgut. Zur Harmonie in Dir. BoD Hamburg. ISBN 978-3833446900

[6] Montagu A (1905): Die Bedeutung der Haut für die Entwicklung des Menschen. Aufl 9 Klett Verlag Stuttgart 1997 (©1974) Konzepte der Humanwissenschaften. Orig: Touching (1971). ISBN 3608951547

Die westliche ,Herkömmliche Medizin’ definiert sich über die Objektivierung von Befunden. Dies geschieht auf der Basis qualitativer und quantitativer Nachweise, über bildgebende Verfahren und Laborparameter. Die Wirksamkeit der medizinischen Maßnahmen wird auf der Grundlage der Validität klinischer Studienergebnisse beurteilt. Dies wird als ,externe Evidenz’ bezeichnet.

Nach diesen Standards werden alle anderen medizinischen Verfahren bemessen. Dies gilt somit ebenso für die ,TCM’ (Traditionelle Chinesische Medizin).

Aus chinesischer Sicht jedoch sind die westliche Medizin und die TCM gleichberechtigt, da sie in China beide an staatlichen Universitäten gelehrt werden.

Traditionell besteht die chinesische Medizin aus den Komponenten ,Akupunktur’, ,Pharmakologie’ und ,Massagetechniken’, hinzu kommen ,Bewegungsübungen’ und auf das pharmakologische Wirkprofil abgestimmte ,Diätetik’. Insgesamt spricht man von ,fünf Säulen’. Die chinesische Medizin gilt als vitalitätsfördernd, präventiv, heilend [1]. Der Begriff ,TCM’ bezeichnet lediglich ein pragmatisches Konzentrat der Chinesischen Medizin.

Im Westen ist lediglich die Akupunktur anerkannt, da sie sich naturwissenschaftlich begründen lässt. Für die chinesische Pharmakologie lassen sich keine objektivierbaren Effekte nachweisen, sie richtet sich auf Krankheitsbilder, die in der westlichen systematisierten Nomenklatur (SNOMED) nicht bestehen. Zudem lassen sich die Rezepturen nicht mit den Vorschriften des AMG vereinbaren. Allerdings werden aufgrund der erfahrungsheilkundlich begründeten steigenden Akzeptanz der TCM bei Patienten und Ärzten und zur Absicherung der pharmakologischen Unbedenklichkeit seit 1999 an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft Anbauforschungen vorgenommen. Hierdurch sollen toxische Nebenwirkungen chinesischer Originalmedikamente durch umweltbedingte und sonstige gesundheitsgefährdende Verunreinigungen ausgeschlossen werden [2].

Chinesische Massagetechniken sind ebenfalls nicht offiziell anerkannt und werden der Wellness zugeordnet. In der chinesischen Medizin gelten sie als manuelle Behandlungsmaßnahme, durch die Stimulierung von Akupunkturpunkten und anderen Strukturen soll die Yin-Yang-Balance geregelt werden.

Chinesische Bewegungsübungen dagegen werden teilweise von den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland anerkannt und sind im Sozialgesetzbuch verankert.

Die chinesische Diätetik ist auf die chinesische Ernährungsphilosophie ausgerichtet und daher naturwissenschaftlich nicht nachvollziehbar.

Aus chinesischer Sicht ist es nicht sinnvoll, ihre Medizin in ihre einzelnen Bestandteile zu zerlegen, da sie ihre volle Wirkung nur im auf den jeweiligen Patienten individuell abgestimmten Zusammenspiel ihrer Einzelkomponenten entfaltet.

Die Akupunktur dagegen ist als Einzelmethode in Deutschland anerkannt, losgelöst aus dem chinesischen Kulturgefüge. Zwar zählt sie zu den unkonventionellen Verfahren, gilt aber als eine der am besten untersuchten Methoden, wenn auch nicht nach Stufe 1 EBM. In einem System von insgesamt vier Stufen zur Qualitätsbeschreibung der Wirksamkeit medizinischer Verfahren erbringt die erste Stufe den höchsten wissenschaftlichen Nachweis.

Die Akupunktur ist von der Bundesärztekammer als Zusatz-Qualifikation offiziell anerkannt und mit indikativen Einschränkungen in die Kassen-Medizin eingeführt worden [3]. Grundlage hierfür sind Empfehlungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation), die sich allerdings wissenschaftlich nicht eindeutig begründen lassen [4].

Deshalb beschloss in Deutschland der ,Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen’die ,GERAC-Studien zur Akupunktur’ (German Acupuncture Trials). Hierfür verglichen über 500 Ärzte bei spezifischen Schmerzsymptomatiken die chinesische Akupunktur mit der Sham-Akupunktur und etablierter Standardtherapie. Die ,Sham-Akupunktur’ wurde eigens für diese Studie entwickelt, sie bezeichnet eine Akupunktur an nichtchinesischen Punkten, indem absichtlich Nadeln oberflächlich an definierten Nichtakupunkturpunkten platziert werden. Hierbei handelt es sich jedoch um keine Placeboeffekte, da auch bei einer Sham-Akupunkur physiologische Reize mit physiologischen Wirkungen gesetzt werden. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass vor allem bei Migräne Akupunktur überlegen ist. Die GERAC-Studien sind die bisher weltweit größten Akupunkturstudien. Später folgten noch weitere Studien unter unterschiedlichen Vorgaben [5].

Die neueste Veröffentlichung einer Studie am Memorial Sloan Kettering Cancer Centre in New York steigert diese Ergebnisse und gibt dem therapeutischen Erfolg der Akupunktur in der Behandlung von chronischen Rücken-, Schulter, Kniegelenks und Kopfschmerzen gegenüber einer ,Sham-Akupunktur’ und Routinebehandlung ein Alleindarstellungsmerkmal [6].

1.3.2 komplementär-alternativ

Die Akupunktur ist in Europa bereits seit dem 17 Jahrhundert bekannt, seit 2007 wird sie in Deutschland von der GKV in der Indikation der Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule und der Kniegelenke anerkannt [7]. Weitaus umfangreicher ist die Indikationsliste der WHO. Im Katalog der Bundesärztekammer steht die Akupunktur als Zusatz-Weiterbildung im Katalog der Musterweiterbildungsordnung.

In der Anwendung wird die Akupunktur als ein eigenes Therapieverfahren betrieben, ohne Bezug zum Leitbahnsystem der chinesischen Medizin und der dahinter stehenden fernöstlichen Philosophie.

Unter dieser Voraussetzung sollte es sich daher um kein komplementärmedizinisches Verfahren handeln, tatsächlich ist sie aber wegen der wissenschaftlich nicht eindeutig geklärten Wirkungslage dazuzurechnen.

Eine kompetente Akupunkturbehandlung nach chinesischem Vorbild erfordert genauso ernsthafte Abläufe wie die etablierte Medizin.

Zuerst erfolgt die konventionelle Diagnostik mit Anamnese, körperlicher Untersuchung, labor- und bildgestützten Befunden und erst daran anschließend die Diagnostik nach den Grundlagen der TCM. Diese stützt sich auf die vier Pfeiler von ,Befragung’, ,Hören und Riechen’, ,Inspektion’ und ,Palpation’.

Die sich anschließende Bewertung der Befundergebnisse führt zu ,Symptommustern’ , die sich auf die Gesamtsymptomatik beziehen und aus denen sich energetische Ungleichgewichte ableiten lassen [9].

Jedes Symptommuster trägt einen chinesischen Namen, der gleichzeitig Aufschluss über die Symptome und auch über die Behandlung gibt [9]. Sinn der hierauf abgestimmten Nadelung ist die Wiederherstellung der energetischen Harmonie. Dies erfolgt nach dem antagonistischen, also gegensätzlichem Prinzip, um einen Ausgleich zu schaffen und das Gleichgewicht wieder herzustellen [9].

Die ,Symptommuster’ begründen sich auf den Leitkriterien ,Yin – Yang’, ,Innen – Außen’, ,Hitze – Kälte’, ,Mangel/Leere – Übermaß/Fülle’ [9].

Das polare Entsprechungssystem ,Yin’ und ,Yang’ versinnbildlicht zwei komplementäre Gegensätze, die zusammen das ,Universum’ aufbauen und kontrollieren. Somit haben alle Dinge im Universum einen Yin- und einen Yang-Aspekt und jeder Aspekt kann seinerseits wieder in Yin und Yang unterteilt werden.

Demnach entspricht das Polaritätsverhältnis von Yin und Yang einer energetischen Kräftekonstellation [1]. „Bei der Beschreibung empirischer Vorgänge dienen ,Yin’ und ,Yang’ als die allgemeinsten Normkonventionen, mit denen die diagnostischen Aspekte von wirkenden Kräften qualitativ von einander abgrenzt, also ihrer Richtung nach definiert werden...[...]...Indes sind ,Yin’ und , Yang’ ...[...]...keine empirischen Begriffe...[...]...Vielmehr entsprechen sie sprachlichen Hilfsmitteln, die empirischen Beschreibungen Genauigkeit und Eindeutigkeit verleihen.“[1].

Gemäß dem Entsprechungssystem von Yin und Yang unterteilt die Chinesische Medizin die 11 Organe des Menschen in ,6 Yang-Organe’ , die ,Hohlorgane’ (chin.: Fu), und in ,5 Yin-Organe’ , die ,Speicherorgane’ (chin.: Zang). Diese Einteilung besteht jedoch weniger aus anatomischer Sicht als aus funktionellen Gründen. Dem Funktionskreis eines ,Fu-Organes’ steht immer der eines ,Zang-Organes’ gegenüber.

Das ,Universum’ besteht aus traditionell chinesischer Sicht aus den ,Fünf Elementen’, Grundpfeilern der chinesischen Naturphilosophie, die untereinander interagieren können [10]. Demnach gibt es 2 Zyklen, sodass ein Zyklus der Erschaffung positive und ein Zyklus der Zerstörung negative Einflüsse versinnbildlicht. Auf die Gesundheit des Menschen übertragen, repräsentiert jedes dieser Elemente ein Organ, Sinnesorgan und eine körperliche Struktur. Diese ,Fünf Wandlungsphasen’ können sich sowohl physiologisch als auch pathologisch gegenseitig beeinflussen und ein Ungleichgewicht verursachen, wodurch es zu pathologischen Syndromen kommt. Die ,Fünf Wandlungsphasen’ stehen in Beziehung zu der Organtheorie, der ,Zang-Fu-Lehre’ , die die physiologische Funktion pathologischer Veränderung von Organen und Geweben erklärt.

1.3.3 integriert-salutogenetisch

Im chinesischen Denken gilt jedes Ereignis als das Ergebnis des Zusammenwirkens mehrerer unterschiedlicher Faktoren [1]. Folglich sieht die chinesische Medizin in einer Ursachen-Wirkungsbeziehung kein direktes Entsprechungsverhältnis, sondern den dynamischen Ablauf des gleichzeitigen Zusammenwirkens aktiver und struktiver Kräfte. In der westlichen Medizin wird dagegen einer Wirkung immer eine zeitlich vorausgegangene Ursache zugrunde gelegt [1].

Die Einflüsse, die in ihrer Summation das energetische Gleichgewicht stören können, beziehen sämtliche Lebensbereiche mit ein, umfassen also das gesamte biopsychosoziale Spektrum.

Die Ursprünge hierfür finden sich in der Philosophie des ,Dao’ , aus der sich auch die chinesische Medizin herausbildete. ,Dao’ , verkörpert als oberstes Naturprinzip und universelles Gesetz eine Kosmologie, die das gesamte Leben regelt und ständigen Wandlungen unterworfen ist. Die permanenten Änderungen des täglichen Lebens äußern sich in der chinesischen Medizin über die Regel der ,fünf Wandlungsphasen’, entsprechend haben die Körperorgane keinen stereotypen Aufgabenbereich, sondern sind Funktionsträger.

Ihre Einteilung in ,Funktionskreise’ betont die Wechselbeziehungen einander zugeordneter Körperorgane zum Gesamtorganismus und der Außenwelt [11].

Die damit verbundene Auffassung über krankheitsauslösende Faktoren passt zu einer Anschauung, die als ,biopsychosoziales Modell’ auch in der modernen westlichen Medizin für den Aufbau und Unterhalt chronischer Krankheiten sowie für die Krankheitsbewältigung zunehmend anerkannt wird. Unter salutogentischer Sicht ist Gesundheit kein gleichbleibender Zustand, sondern ein dynamischer Ablauf. Jede Gesundheit hat auch Krankheit in sich, so wie Krankheit auch immer einen gesunden Anteil hat.

Dies entspricht dem Polaritätssystem von Yin und Yang, wonach sie zwar zueinander in Opposition stehen, andererseits „...[...]...Yin immer schon den Samen des Yang in sich trägt, wie auch das Yin in jedem Yang keimt.“[12] Zusätzlich stehen sie in gegenseitiger Abhängigkeit. „...[...]...Yin und Yang brauchen und definieren sich durch ihre Gegensätzlichkeit...[...]...“[12].

Die chinesische Medizin kennt zwei Grundsubstanzen des Körpers, eine rein materielle und eine immaterielle Erscheinungsform; diese wird ,Qi’ genannt und kann als Ausdruck aller Lebensvorgänge, als Lebensenergie schlechthin verstanden werden. „...[...]...Nach traditioneller Vorstellung lassen sich die meisten Erkrankungen auf Störungen im Qi Haushalt zurückführen...[...]... [13]. ,Qi’ wird ständig verbraucht und aus Bestandteilen von Umwelt und Leben neu gebildet [11] [12]. Tatsächlich erfasst die westliche Interpretation der Lebensenergie das Phänomen ,Qi’ nur einseitig physikalisch, nach chinesischem Verständnis beschreibt ,Qi’ eine „...[...]...Materie an der Grenzlinie zur Energie oder eine Energie am Punkt der Materialisierung [10].

Letztlich gibt es auch hier gewisse Ähnlichkeiten mit westlichen Auffassungen in der Zuordnung der Energie, auch in der biopsychosozialen Medizin werden energetische Einflüsse diskutiert und dass sich bei chronischen Erkrankungen und Krankheitsentstehung nicht immer die Übergänge von energetischer Einwirkung auf körperliche Befindlichkeiten klar abgrenzen lassen [14].

Im Körper zirkuliert ,Qi’ auf bestimmten Leitbahnen durch den Organismus, diese ,Meridiane’ sind die Verbindung therapeutisch beeinflussbarer Punkte und sind unsichtbar, wodurch die gesamte Theorie der chinesischen Medizin einer westlichen wissenschaftlichen Beurteilung entzogen ist.

Gemäß traditioneller Auffassung „...[...]...transportieren die Leitbahnen Blut und Qi, regulieren Yin und Yang, halten Sehnen und Knochen elastisch und fördern die Gelenke ...[...]...“[10].

Jeder Funktionskreis ist mit einem Hauptmeridian verbunden und steht dadurch wieder mit anderen Funktionskreisen in wechselwirksamen Beziehungen. Dadurch lässt sich der Zustand eines Organkreises mit allen Auffälligkeiten seiner Funktionen nicht auf die Verfassung des ihn repräsentierenden Organs reduzieren.

Im Mikrokosmos der ,fünf Wandlungsphasen’ sind neben anderen Eigenschaften die den jeweiligen Organen zugeordneten Emotionen aufgeführt, sie sind ebenfalls Bestandteile des ,Qi’ . Da gemäß der chinesischen Medizin das ,Qi’ an Leitbahnen gebunden ist, lassen sich durch Akupunktur organtypische psychische Merkmale beeinflussen.

In der Vernetzung mit anderen Organkreisen sowie ihrer kulturübergreifenden Individual-Passung vermag das Konzept der Akupunktur Ressourcen zu fördern.

Die Chinesische Medizin und darin vor allem das systemische Denken der Akupunktur , haben somit salutogenetisches Potenzial.

1.3.4 Glossar (in alphabetischer Reihenfolge)

(dies ist eine Übersicht, kein Ersatz der persönlichen Recherche zur vertiefenden Kenntnisnahme)

AMG sprachl. Herkunft: deutsch: Arzneimittelgesetz

medizin. Anwendung: 1. ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung

von Mensch und Tier in der Sicherheit im Verkehr mit

Arzneimitteln,

2. insbesondere der Qualität, Wirksamkeit und

Unbedenklichkeit

Evidenz sprachl. Herkunft: Latein: evidentia = Ersichtlichkeit

medizin. Anwendung: 1. Verwissenschaftlichung der Medizin (ebM)

2. Beurteilung von ärztlicher Therapiefreiheit, medizinischer

Qualität und Medizinrecht

Evidenz- sprachl. Herkunft: vgl. ,Evidenz’

Stufen medizin. Anwendung: vgl. ,Evidenz’

Stufen 1-4 – Einteilung nach hierarchischen

Validitätskriterien zur Klassifikation von medizinischen

Qualitätsmerkmalen

GKV sprachl. Herkunft: deutsch: Gesetzliche Krankenversicherung

Anwendung: in Deutschland für alle Arbeitnehmer verpflichtender

Bestandteil des Sozialversicherungs- und

Gesundheitssystems

Mikrokosmos sprachl. Herkunft: griechisch: μικρός (mikrós) = klein. κόσμος (Kósmos) =

Welt

Anwendung: in der menschlichen Vorstellung konstruiertes verkleinertes

Abbild des Universums

Norm- sprachl. Herkunft: Latein: norma = Maßstab, Regel

Konvention Latein: conventio = Übereinkunft, Vereinbarung

Anwendung: Übereinkunft von Begriffsbezeichnungen für bestimmte

wissenschaftlich nicht eindeutig belegbare natürliche

Erscheinung

SNOMED sprachl. Herkunft: englisch: Systematized Nomenclature of Human and

Veterinary Medicine

medizin. Anwendung: systematisierte Nomenklatur der Medizin zur allgemein

verbindlichen Registrierung medizinischer Symptome,

Befunde, Diagnosen, Prozeduren

Sozial- sprachl. Herkunft: Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V)

gesetzbuch Anwendung: Zusammenfassung der Bestimmungen zur gesetzlichen

Krankenversicherung

Validität sprachl. Herkunft: Latein: valitudo = Gesundheitszustand, Solidität

englisch: validity = Gültigkeit, Bonität

Anwendung: bestimmt als ein Gütekriterium die Qualität,

Aussagekraft und Gültigkeit medizinischer Maßnahmen

WHO sprachl. Herkunft: englisch: World Health Organization =

Weltgesundheitsorganisation

Anwendung: Sonderorganisation der Vereinten Nationen, Sitz in Genf

(Schweiz).

1.3.5 Literatur

[1] Porkert M (1982): Die chinesische Medizin. Econ Verlag Düsseldorf Wien. ISBN 3-430-17-603-4

[2] http://www.lfl.bayern.de/ipz/heilpflanzen/13835/ [zuletzt abgenommen 2012-09-04]

[3] http://zaen.gruen.net/php/evewa2.php?menu=030306 [zuletzt abgenommen 2012-09-04]

[4] Renckens N M, Schoepen T, Betz W (2005): Beware of quacks at the WHO: objecting to the WHO draft report on homeopathy. In: Skeptical Inquirer Sept./Oct. 2005. Vol. 29.5. ISSN 0194-6730

[5] Molsberger A, Diener H-C, Krämer J, Michaelis J, Schäfer H, Trampisch H J, Victor N, Zenz M (2002): GERAC-Akupunktur-Studien: Modellvorhaben zur Beurteilung der Wirksamkeit. Dtsch Arztebl 2002; 99(26): A-1819-1824 / B-1539 / C-1435. ISSN 0012-1207

[6] http://archinte.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1357513 [zuletzt abgenommen 2012-09-13]

[7] http://www.daegfa.de/AerztePortal/Qualitaetszirkel.QZ-Service.QZ-Info.Fragen_Abrechnung.aspx [zuletzt abgenommen 2012-09-04]

[8] Hecker H U, Steveling A, Peucker E T, Kastner J (2002): Lehrbuch und Repetitorium Akupunktur mit TCM-Modulen. 2. völlig neu bearb. u. erw. Auflage. Hippokrates Verlag Stuttgart. ISBN 3-8304-5217-9

[9] http://www.gesundheits-lexikon.com/Therapie/Traditionelle-Chinesische-Medizin-TCM-/TCM-Diagnostik-.html [zuletzt abgenommen 2012-09-10]

[10] Kaptchuck T J (1990): Das große Buch der chinesischen Medizin. Die Medizin von Yin und Yang in Theorie und Praxis. Otto Wilhelm Barth Verlag München ISBN 978-3-502-67357-6

[11] Kampik G (1997): Propädeutik der Akupunktur. 3. überarb. und erw. Aufl., Hippokrates Verlag Stuttgart ISBN 3-7773-1032-8

[12] Buck A, Focks C, Höll A (1997): Theoretische Grundlagen. In: Focks C, Hillenbrand N (Hrsg.) (1997): Leitfaden Traditionelle Medizin. Schwerpunkt Akupunktur. Methoden, Diagnostik, Therapie. 1. Aufl. Gustav Fischer Ulm Stuttgart Jena Lübeck. ISBN 3-437-51030-4

[13] http://www.ethnomedico.com/grundlagen_china.htm [zuletzt abgenommen 2012-09-10]

[14] Adler R H (2005): Einführung in die biopsychosoziale Medizin. Schattauer ISBN 3-7945-2423-3

Details

Seiten
98
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656428510
ISBN (Buch)
9783656433705
Dateigröße
917 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v214921
Note
Schlagworte
fachkraft ganzheitliche zahn- medizin buch angewandte heil- heilhilfsmethoden lehrbuch sachbuch fachbuch bänden online-lehrgang

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Titel: Die Fachkraft für Ganzheitliche (Zahn-)Medizin. Buch 1: "Angewandte regulative Heil- und Heilhilfsmethoden"