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Der Vatikan und die islamische Welt

Über die religiösen und diplomatischen Beziehungen während der Pontifikate von Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI.

Hausarbeit 2013 37 Seiten

Orientalistik / Sinologie - Islamwissenschaft

Leseprobe

Inhalt

Vorbemerkung

1. Einleitung

2. Der Staat der Vatikanstadt und sein politisches System: Der Papst 4 als Kirchen- und Staatsoberhaupt

3. Die päpstliche Diplomatie und „Soft Power“: Der diplomatische Stil des Heiligen Stuhls: Pastoral oder politisch?
3.1. Die politischen Ziele des Vatikan und die Forderungen des Heiligen Stuhls in der Weltpolitik

4. Die Gespräche mit der muslimischen Welt
4.1. Papst Johannes Paul II.: Begegnungen mit dem Islam
4.2. Papst Benedikt XVI. und der Islam
4.3. Papst Benedikt XVI.: Die Regensburger Rede, ihre Reaktionen und die Aussöhnung

5. Die Position des Vatikan zum Dritten Golfkrieg

6. Ausblick und Fazit

Anhang

Literatur

Vorbemerkung

Zur Darstellung einiger arabischer Personen- und Ortsnamen verwendete ich in dieser Arbeit die Transkription der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (DMG) des arabischen und persischen Alphabetes, sowie teilweise das arabische und persische Alphabet als Zusatz selbst, sofern die Namen und Bezeichnungen im Deutschen nicht geläufig sind.

Im Falle gängiger Namen und Orte verzichtete ich auf eine Transkription bzw. gab diese nur bei erster Nennung einmalig an.

1. Einleitung

Die Grundlage für das Verfassen dieser Hausarbeit bildet das im Wintersemester 2012 / 2013 gehaltene Seminar

„Grundkurs islamische Religion - Islamische Religionsgeschichte in Neuzeit und Gegenwart“.

Zu Beginn dieser Arbeit wird auf das politische System des Vatikan eingegangen, sowie die päpstliche Diplomatie bzw. der politische Stil des Heiligen Stuhls erläutert.

Der Hauptteil befasst sich mit der Beziehung des Vatikan bzw. der katholischen Kirche zur islamischen Welt, gibt konkrete Beispiele zur Entwicklung während der Pontifikate von Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI. und arbeitet die Unterschiede unter beiden Pontifikaten heraus.

Abschließend wird ein Ausblick auf die zukünftigen, weiteren Beziehungen und Entwicklungen zwischen Christentum und Islam nach dem Rücktritt Papst Benedikt XVI. gegeben.

2. Der Staat der Vatikanstadt und sein politisches System: Der Papst als Kirchen- und Staatsoberhaupt

Der Vatikanstaat ist mit einer Größe von 0,44 km² der kleinste Staat der Welt und eine Enklave innerhalb der römischen Stadtgrenzen. Es gehören allerdings auch extraterritoriale Gebiete zum Vatikan, wie zum Beispiel Paläste und Kirchen, sowie die päpstliche (Sommer-) Residenz Castel Gandolfo. Die Einwohnerzahl des Vatikans liegt bei etwa 700, von denen circa 400 Personen die vatikanische Staatsbürgerschaft besitzen, welche in der Regel aber nur auf Zeit verliehen wird und ausschließlich aus Katholiken besteht.[1] Die Staatsform des Vatikans ist eine absolute Wahlmonarchie, deren Oberhaupt ex officio der Papst als Bischof von Rom ist. Das Papstamt wird durch die Wahl der Kardinäle innerhalb des Konklaves auf Lebenszeit vergeben. Es ist de facto nach Kirchenrecht nicht möglich, einen amtierenden Papst abzusetzen bzw. neu zu wählen, da dieser als absoluter Monarch die oberste (und letztlich alleinige) Staatsgewalt besitzt. Lediglich durch seinen Tod oder durch Rücktritt (wie im Falle Papst Benedikt XVI. im Februar 2013) kann eine Sedisvakanz herbeigeführt werden und somit eine Neuwahl stattfinden. Ein Instrument der Amtsenthebung existiert nicht. (Sommeregger 2011; S.49.) Der Heilige Stuhl (lat.: Sancta Sedes) bzw. Apostolische Stuhl bildet quasi das Bindeglied zwischen dem Staat Vatikan und dem Oberhaupt der katholischen Kirche auf internationaler und diplomatischer Ebene. So tritt der Heilige Stuhl beispielsweise als Beobachter in diversen Gremien und Einrichtungen auf. Einen Beobachterstatus besitzt er unter anderem in Organisationen wie der UN, der WHO, der UNESCO, der WTO etc. und ist unter anderem Mitglied der WIPU (World Intellectual Property Organisation in Genf), der IAEA (International Atomic Energy Agency in Wien), der LAS (League of Arab States in Kairo) usw. Darüber hinaus ist der Heilige Stuhl ständiger Gast in Organisationen wie zum Beispiel der AU (African Union, Addis Abeba) oder der UL (Latin Union, Paris).[2] Unter der Bezeichnung „ Heiliger “ bzw. „ Apostolischer Stuhl “ ist generell der Papst als Nachfolger des Apostels Petrus und als oberste Autorität zu verstehen, sowie die ihm untergeordneten Instanzen, die in seinem Auftrag handeln. Unterstützt und beraten wird der Papst durch die Römische Kurie, die jedoch über keine selbständigen Macht- und Entscheidungsbefugnisse verfügt. Die Position des „Premierministers“ innerhalb des Vatikans nimmt der Kardinalstaatssekretär ein, welcher quasi für die Verwaltung des Staates zuständig ist und in nahezu sämtlichen weltlichen Belangen die päpstliche Vollmacht besitzt. In der Zeit von 1991 bis 2006 hatte Kardinal Sodano dieses Amt inne, seit 2006 Kardinal Bertone.

Die Regierungsgeschäfte des Vatikanstaates selbst werden von der Päpstlichen Kommission geführt, welche aus sieben, vom Papst für eine Amtszeit von fünf Jahren bestimmten, Kurienkardinälen besteht. Der Papst ist der letzte absolutistische Herrscher Europas, seine Machtbefugnisse innerhalb des Vatikanstaates sind nahezu unbeschränkt. (Sommeregger 2011; S.48.)

„ [ … ] bei ihm liegt das Herrschaftsmonopol als gewähltem Monarchen kraft der ihm durch die vatikanische Verfassung zugesprochenen Rechte (Johannes Paul II. 2000). [ … ] Der Papst besitzt die Vorrangstellung in Fragen der Lehre und Disziplin; die Struktur des Vatikan unterliegt seinem unmittelbaren Eingriff als allein entscheidender, unbeschränkter und höchster Instanz von Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung. [ … ] de jure kann der Papst jedes Amt selbst ausüben. “ [3]

Es ist wichtig, die politische Struktur des Vatikan an dieser Stelle zu beschreiben. Zwar ist es in der Regel der Fall, dass Päpste die Linie ihres Vorgängers in den wesentlichen Punkten fortsetzen, jedoch der jeweils amtierende Pontifex selbst entscheidet, in welcher Intensität und in welchem Stil die jeweiligen politischen und diplomatischen Punkte behandelt und umgesetzt werden.

3. Die päpstliche Diplomatie und „Soft Power“: Der diplomatische Stil des Heiligen Stuhls: Pastoral oder politisch?

In häufigen Fällen (zum Beispiel bei Staatsbesuchen und Reisen des Papstes) wird bewusst verschwiegen bzw. nicht näher erläutert, ob der Papst als religiöses Oberhaupt oder als Staatsoberhaupt auftritt. Eine Ausnahme bildete beispielsweise der Besuch Papst Benedikt XVI. im September 2011 in der Bundesrepublik Deutschland. Am 22. September 2011 hielt er explizit als Staatsoberhaupt eine Rede vor dem Deutschen Bundestag, was ihm, wäre er als Kirchenoberhaupt erschienen, schwerlich möglich gewesen wäre, in jedem Falle aber für in- und externe Probleme und Diskussionen gesorgt hätte. Seine Rede war dennoch durchaus geprägt von seinen bzw. den christlich- katholischen Wertvorstellungen, was es zweifelsohne kompliziert macht, eine wirkliche Abgrenzung zwischen den beiden Ämtern des Papstes auszumachen. Ralph Rotte beschreibt den diplomatischen „Soft Power“-Stil des Heiligen Stuhls wie folgt:

„ Die Diplomatie des Heiligen Stuhls zeichnet sich traditionell durch ihre Diskretion, ihren langen Atem und durch ihre Unparteilichkeit als Charakteristikum und Vorteil für die Etablierung politischen Vertrauens aus. Die Grundidee ist dabei, dass jenseits des Drucks der Ö ffentlichkeit durch stille Verhandlungen und direkte Kontakte gerade bei nichtdemokratischen Regimes eine gr öß ere Wirkung zugunsten von Menschenrechten und Verhandlungslösungen zu erzielen ist als durch medienwirksame Auftritte, welche den Verhandlungspartner unter Handlungszwang setzen. “ (Rotte 2007; S.279.)

Dieser „stille“ und zurückhaltende Stil birgt allerdings auch einen Nährboden für kritische Stimmen. So wird „dem Vatikan“ zuweilen vorgeworfen, er bliebe hinsichtlich offensichtlicher Konflikte und Probleme untätig oder unterstütze gar autoritäre Regime. Dies ist die offensichtliche Kehrseite besagter stiller, Soft Power-Diplomatie, welche eine durchaus vorteilhafte Grundidee haben mag. Die päpstliche Diplomatie zeichnet sich ferner dadurch aus, selten direkt Partei zu ergreifen. Ethische, richtungsweisende Grundprinzipien werden zwar zur Sprache gebracht, allerdings dies meist auf eine Art und Weise, dass jeder Akteur dies auf sich beziehen bzw. sich keine Partei „angegriffen“ fühlen kann. Konkrete Sachfragen werden öffentlich kaum angesprochen. (Vgl. Rotte 2007; S.280.)

Der Hintergrund dieses Verhaltens ist vor allem der, dass der Heilige Stuhl in jedem Fall überparteilich bleiben möchte.

Der Einfluss des Vatikan sollte keinesfalls unterschätzt werden - allein aufgrund der Tatsache, dass der Pontifex das religiöse Oberhaupt von über 1,1 Milliarden Katholiken weltweit darstellt:

„ Er kann anklagen und appellieren, kann Schäden begrenzen, zur Versöhnung beitragen, Denkblockadenüberwinden und Feindbilder abbauen oder Feinde zueinander bringen. Aber politische Macht im engeren Sinne wird der Vatikan immer nur in bestimmten historischen Konstellationen im Bündnis mit anderen religiösen, politischen oder gesellschaftlichen Kräften ausüben können. “

(Ring-Eifel 2004; S.293ff.)

Die Äußerungen des Vatikans zur „Tagespolitik“ erfolgen in der Regel nicht auf Parteiebene (Vgl. Ring-Eifel 2006; S.46.), da es sich um keinen demokratischen Staat handelt. Vielmehr werden die für den Heiligen Stuhl interessanten Themen auf Bischofs-Synoden oder über die jeweiligen Kardinäle kommuniziert. Auch päpstliche Enzykliken, Reden oder das wöchentlich öffentlich gehaltene Angelusgebet dienen dazu, die vatikanische Wunschpolitik in die Welt zu tragen.

Erwähnt werden müssen auch die Auslandsreisen des Papstes. Zahlreiche Medien und in der Regel hunderttausende von Menschen wohnen diesen Besuchen bei und haben ein genaues Ohr auf die päpstlichen Ansprachen. Diese Bühne nutzt der Vatikan bzw. der Papst gern, um neben religiösen Belangen auch landesspezifisch politische Themen anzusprechen. In der Regel erfolgt dies allerdings auf eine zurückhaltende Art und Weise, die jedoch die Wünsche des Papstes deutlich zum Ausdruck bringt.

Ring-Eifel beschreibt die Politik des Vatikans auch wie folgt:

„ Es gehört zu den Besonderheiten der vatikanischen Politik, dass ihre ideologische Grundlage - anders als die von Parteien oder Regierungen - nahezu unveränderlich ist [ … ] “

Und weiter:

„ Der Vatikan reagiert auf aktuelle politische Herausforderungen, wobei er allerdings viel weniger sprunghaft ist als weltliche Regierungen, die unter dem Druck der Opposition und der Medien fast täglich eine ‚ neue Sau durchs Dorf treiben ‘ müssen. “

(Ring-Eifel 2006; S.46.)

3.1. Die politischen Ziele des Vatikan und die Forderungen des Heiligen Stuhls in der Weltpolitik

Es existiert keine vatikanische Verfassung, die explizit die politischen Ziele des Staates formuliert. Dennoch bestehen traditionell bestimmte Grundsätze, die in der Diplomatie und Politik des Apostolischen Stuhls gefordert werden und von besonderer Wichtigkeit für ihn sind. So schreibt Ring-Eifel:

„ Der Heilige Stuhl tritt immer und in jedem Land für fundamentale Werte wie Frieden, Gerechtigkeit und Menschenwürde ein. Im Weiteren geht es ihm um die weltweite Ausbreitung des christlichen Glaubens [ … ]. “ (Ring-Eifel 2006; S.40.)

Das Ziel der Ausbreitung des christlichen Glaubens scheint zwar ein rein religiöses Vorhaben der katholischen Kirchenführung zu sein, jedoch ist die politische Konsequenz, die dieser Forderung erwächst weitreichender. Gerade in Ländern, in denen der christliche Glaube nicht die primär vorherrschende Religion darstellt, fordert der Vatikan uneingeschränkte Religionsfreiheit. Ebenso birgt diese Forderung eine zweite Konsequenz: Die Ernennung der Bischöfe ohne staatliche Einmischungen, sowie die Anerkennung des geltenden Kirchenrechts (CIC - Codex Iuris Canonici, zu Deutsch: Codex des kanonischen Rechtes, also das Gesetzbuch der katholischen Kirche im lateinischen Bereich, welches am 25. Januar 1983 von Papst Johannes Paul II. mit der Apostolischen Konstitution Sacrae Disciplinae Leges promulgiert wurde).

Gerade dieser Punkt ist nicht selbstverständlich umgesetzt, da beispielsweise in der Volksrepublik China die „Bischöfe“ und „Priester“ staatlich ernannt werden, das katholische Kirchenrecht de facto nicht besteht und selbst die kirchlichen Predigten staatlichen Vorgaben und Kontrollen unterliegen.

Das Ziel der Religionsfreiheit für andere Glaubensrichtungen wurde allerdings erst seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil gefordert, als sich die Politik des Vatikan der UNO annäherte.[4]

Es ist allerdings eine Tatsache, dass die Zahl der Länder, in denen keine Glaubensfreiheit herrscht bzw. Menschen, die der „Staatsreligion“ nicht angehören, diskriminiert, benachteiligt oder verfolgt werden, noch immer groß ist. Die Außenpolitik des Vatikan ist somit besonders darauf aufgerichtet, diesen Zustand zu verändern.

Die Aufgaben, die in der Politik für gewöhnlich die Botschaften der einzelnen Staaten übernehmen, hat im Falle des Vatikan die Apostolische Nuntiatur inne. Ziel der vatikanischen Diplomatie ist somit auch, Nuntiaturen in den Ländern zu etablieren, in denen diese bislang nicht existieren bzw. staatlich unerwünscht sind.

In Staaten wie zum Beispiel Saudi Arabien scheint dies noch ein langer Weg zu sein, da „traditionell“ auf diplomatischer Ebene bis vor kurzer Zeit nahezu Schweigen herrschte. Gerade aber während des Pontifikates von Papst Benedikt XVI. „blühten“ die Kontakte auf eine geradezu bemerkenswerte Weise auf.

4. Die Gespräche mit der muslimischen Welt

Ludwig Hagemann bezeichnet das islamisch-christliche Verhältnis bis hin zum Zweiten Vatikanischen Konzil als eine „Hypothek der Geschichte“. Und weiter:

„ Die geistige Auseinandersetzung konzentrierte sich vornehmlich auf polemische und apologetische Äuß erungen. Petrus Venerabilis schuf die erste lateinische Koranübersetzung; Thomas von Aquin, Nikolaus Cusanus und Martin Luther waren davonüberzeugt, die Wahrheit der christlichen Religion gegenüber Ungläubigen verteidigen zu müssen. Erst mit dem Übergang ins 20. Jahrhundert begann eine historisch-kritische Islamforschung. “

(Kopp, Matthias 2004; S.105.)

Befürworter zur Öffnung zu anderen Religionen war Papst Johannes XXIII. (*1881, gest. 1963), der während seiner Amtszeit als Apostolischer Delegat (also Nuntius) in der Türkei Erfahrungen sammelte, inwiefern die christliche Minderheit in friedlicher Koexistenz mit den Muslimen lebte und diese in sein späteres Papstamt einfließen ließ.[5]

Nach 1965 äußerste sich die katholische Kirche erstmals öffentlich positiv gegenüber dem Islam:

„ Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim[e], die den alleinigen

Gott anbeten. “ (Kopp, Matthias 2004; S.106.)

Und ferner entscheidend:

„ Da es jedoch im Lauf der Jahrhunderte zu manchen Zwistigkeiten und Feindschaften zwischen Christen und Muslim[en] kam, ermahnt die Heilige Synode alle, das Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen. “ („Nostra aetate“, Nr. 3, vgl. „Lumen gentium“, Nr. 16.)[6]

Aufgrund der politischen Situation des Nahen Ostens, die zu dieser Zeit gespannte Züge annahm, führte der Apostolische Stuhl seit 1966 volle diplomatische Beziehungen mit diversen islamischen Staaten, wie zum Beispiel Irak, Iran, Ägypten und Syrien. Kopp führt an, „ bereits 1962 hatten neun arabische Staaten den Vatikan um eine muslimische Präsenz auf dem Konzil gebeten. “ (Kopp, Matthias 2004; S.106.)

Die Äußerungen Papst Paul VI. (*1897, gest. 1978) auf seiner Reise nach Israel und Jordanien im Jahre 1964 gegenüber dem Islam fielen zurückhaltend aus. Einzig ein Grußwort an die „islamische Welt“ wurde gerichtet. Anders waren die Worte König Husseins von Jordanien (DMG: al-Ḥusain bin

Ṭalāl, arabisch: [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten], *14.11.1935, gest. 07.02.1999):

Die Papstreise unterstreiche die „ wesensm äß ige Nähe unserer beiden gro ß en Religionen … Nur wenige Menschen sind sich bewusst darüber, dass diese beiden gro ß en Religionen sich gegenseitig viel verdanken “.

Und weiter:

„ Es zähle zu den unglücklichsten Irrtümern der Geschichte, wenn sich jene Meinung halte, dass die beiden Religionen von Unterschieden geprägt seien, die sie unvereinbar machten. “

(Kopp, Matthias 2004; S.106-107.)

[...]


[1] Vgl. Sommeregger, Andreas: Soft Power und Religion - Der Heilige Stuhl in den internationalen Beziehungen. Wiesbaden 2011: S.41.

[2] Vgl. Ebd. S.42f.

[3] Ebd. S.48.

[4] Vgl. Ring-Eifel, Ludwig: Weltmacht Vatikan - Päpste machen Politik. München 2006; S.40.

[5] Vgl. Kopp, Matthias: Johannes Paul II. - Versöhnung zwischen den Welten - Im Gespräch mit den Religionen. München 2006; S. 105.

[6] Bemerkung: „Nostra aetate“ = lateinisch für „In unserer Zeit“, welches die Anfangsworte der Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils (1965) zu den nichtchristlichen Religionen waren.

Details

Seiten
37
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656425236
ISBN (Buch)
9783656437055
Dateigröße
591 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v214011
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum – Evangelisch-Theologische Fakultät - Centrum für religionswissenschaftliche Studien
Note
2,3
Schlagworte
Vatikan Papst Islam Christen Christentum katholisch Kirche Katholiken Dialog Benedikt XVI Johannes Paul II Franziskus I interreligiöser Dialog Pontifex Muslime Koran

Autor

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Titel: Der Vatikan und die islamische Welt