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Darstellung und Beurteilung des deutschen Corporate Governance Kodex

Seminararbeit 2013 12 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition

3 Principal-Agent-Theorie
3.1 Interessen des Agent
3.2 Interessen des Principal

4 Darstellung des deutschen Corporate Governance Kodex
4.1 Inhalt des deutschen Corporate Governance Kodex
4.2 Ziele des deutschen Corporate Governance Kodex
4.3 Beurteilung des deutschen Corporate Governance Kodex

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Interessen des Agent

Abbildung 2: Aufbau des deutschen Corporate Governance Kodex

Abbildung 3: Akzeptanz der Empfehlungen des DCGK von 2004-2010

1 Einleitung

Das letzte Jahrzehnt hatte Einfluss auf die Weltwirtschaft, der Unternehmen und die Investoren. Die das Vertrauen der Investoren in die Unternehmensführung und Unter­nehmensüberwachung durch Unternehmensinsolvenzen, wie die Karstadt-Quelle AG, in Frage stellen. Die Antwort der Fragestellung der Investoren daraufhin war das Schlag­wort „Corporate Governance“. Corporate Governance stammt aus dem US- amerikanischen Raum und kam danach nach Europa. Erste Fragestellungen des Corpo­rate Governance sind nicht erst seit jüngster Geschichte aufgetreten. Es wurde bereits im 18. Jahrhundert der Interessenkonflikte zwischen Managern und Eigentümer von Adam Smith diskutiert.[1]

Aktuell ist Corporate Governance seit der letzten Wirtschaftskrise und der Finanz­marktkrise. Die Finanzmarktkrise führte im Jahr 2008 zum Zusammenbruch der welt­weiten Finanzsysteme. Seit diesem Zusammenbruch verleihen sich Banken untereinan­der nur noch selten bis gar kein Geld mehr untereinander. Deshalb sieht man Corporate Governance nicht mehr nur aus Sicht der Eigentümer, sondern geht hin zu jeglichen Interessenten der im Zusammenhang mit einem Unternehmen steht, dies wird in der Fachliteratur als Stake-Holder-Ansatz definiert.[2]

2 Definition

Für was der Begriff der Corporate Governance steht, ist aus mehreren Gründen keine leicht zu beantwortende Frage. Der Begriff lässt sich nicht einfach in die deutsche Spra­che übersetzen. Die Literatur versucht den Begriff Corporate Governance mit Unter­nehmensleitung, Unternehmensverfassung oder Unternehmensorganisation zu überset­zen, diese sind aber zurückzuweisen, da sie nur einzelne Facetten des Corporate Gover- nance-Begriffs umfassen. Dadurch besteht die Gefahr, dass Corporate Governance auf gewisse Gesichtspunkte reduziert wird.[3] Im Folgenden wird daher auf den englischen Begriff zurückgegriffen, der sich in der wissenschaftlichen Debatte ohnehin eingebür­gert hat.

Was Corporate Governance nun eigentlich bedeutet, ist damit aber noch nicht geklärt. Eine Definition des Corporate Governance nach Welke lautet: „Unter Corporate Gover­nance wird der faktische und rechtliche Ordnungsrahmen von Unternehmen verstanden, der eine gute und ordnungsgemäße Unternehmensführung, -kontrolle und -überwachung im Sinne aller Shareholder und Stakeholder gewährleistet und unterstützt.“[4] Grundle­gende Theorie hierfür ist die Principal-Agent-Theorie.

3 Principal-Agent-Theorie

Die Frage warum es überhaupt den Bedarf an Corporate Governance gibt, erklärt unter anderem die Principal-Agent-Theorie. Grundsätzlich geht es dabei um die Beziehung eines Auftraggebers (Principal) und eines Auftragsnehmers (Agent). Dies kennzeichnet sich dadurch, dass der Principal seine Entscheidungskompetenzen an den Agent dele­giert, der Agent aber nur bedingt im Interesse des Principal agiert und annahmegemäß lieber seinen eigenen Interessen nachgeht. Deshalb erfüllt der Agent nur Aufträge opti­mal, wenn sich die Interessen von beiden Parteien decken.[5]

In Aktiengesellschaften ist es typisch, dass es zur Trennung des Eigentums und der Kontrolle des Unternehmens kommt. In der Regel kann davon ausgegangen werden, dass es Interessenkonflikte zwischen Eigentümern und Unternehmensleitungen gibt.[6]

Um den Konflikten des Principal und des Agent entgegenzuwirken wurde der deutsche Corporate Governance Kodex im Jahr 2002 verfasst. Nachdem von dem Bundesministe- rium für Justiz im September 2001 eine Regierungskommission einsetzte.[7]

3.1 Interessen des Agent

Die nachfolgende Grafik veranschaulicht einige Interessen des Agent:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Interessen des Agent[8]

3.2 Interessen des Principal

Der Principal hat von Grund auf das Interesse an der Fortführung des Unternehmens und der damit verbunden Wertsteigerung seines Vermögens. In der Regel sind seine Interessen der Langfristigkeit ausgelegt. Grundsätzlich stehen dem Principal die kurz­fristigen Unternehmensziele wie Gewinnmaximierung und Wertsteigerung der Aktie bei börsennotierten Unternehmen nicht entgegen.

4 Darstellung des deutschen Corporate Governance Kodex

Der deutsche Corporate Governance Kodex wurde am 26.02.2002 in der ersten gültigen Fassung veröffentlicht. Er soll wie Gesetze das deutsche System der Unternehmensver­fassung verbessern und die Grundzüge der richtigen Unternehmensführung darstellen.[9]

[...]


[1] Vgl. Welge, M. K.; Eulerich, M. (2012), S.1

[2] Vgl. Welge, M. K.; Eulerich, M. (2012), S.5f.

[3] Vgl. Littger, M. (2006), S. 20

[4] Welge, M. K.; Eulerich, M. (2012), S. 6

[5] Vgl. Welge, M. K.; Eulerich, M. (2012), S. 12

[6] Vgl. Welge, M. K.; Eulerich, M. (2012), S. 14

[7] Vgl. www.corporate-governance-code.de (2012) Index

[8] Vgl. Welge, M. K.; Eulerich, M. (2012), S. 14f.

[9] Vgl. Welge, M. K.; Eulerich, M. (2012), S. 50

Details

Seiten
12
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656418368
ISBN (Buch)
9783656419457
Dateigröße
423 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v213590
Institution / Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
2,0
Schlagworte
darstellung beurteilung corporate governance kodex

Autor

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