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Kann Prävention Fraud verhindern?

Eine Analyse der eingesetzten Methoden.

Bachelorarbeit 2013 57 Seiten

BWL - Revision, Prüfungswesen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Wirtschaftskriminalität und Fraud in Unternehmen
2.1 Grundlegende Begriffe und inhaltliche Abgrenzung
2.1.1 Accounting Fraud
2.1.2 Top Management Fraud und Employee Fraud
2.1.3 Prävention
2.2 Entstehungsgründe für Fraud in Unternehmen – relevante Forschungsansätze
2.2.1 Fraud-Triangle nach Cressey
2.2.2 Fraud-Scale nach Albrecht

3. Analyse ausgewählter Methoden zur Prävention und Bekämpfung von Fraud
3.1 Unternehmensinterne Maßnahmen
3.1.1 Code of Conduct
3.1.2 Red Flagging Management
3.1.3 Internal Control Management
3.1.4 Whistleblowing Hotlines
3.1.5 IT-gestützte Maßnahmen
3.1.6 Zwischenfazit
3.2 Unternehmensexterne Maßnahmen
3.2.1 Abschlussprüfung
3.2.2 Fraud Audits
3.2.3 Zwischenfazit

4. Bedeutung der Aufsichtsorgane von Unternehmen hinsichtlich der Prävention und Aufdeckung von Fraud
4.1 Rolle der Internen Revision
4.2 Rolle des Aufsichtsrates
4.3 Rolle der Abschlussprüfer
4.4 Zwischenfazit

5. Fazit

Verzeichnis der Gesetze, Verordnungen, Verwaltungsanweisungen und sonstigen Rechnungslegungsnormen

Verzeichnis der Internetquellen

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Top Management Fraud und Employee Fraud – Unternehmenshierarchie und Schadenshöhe

Abb. 2: Fraud-Triangle

Abb. 3: Fraud-Maßstab

Abb. 4: Modell eines Anti-Fraud-Managementsystems

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einführung

1.1 Problemstellung

Durch spektakuläre Betrugsfälle, bei denen Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder börsennotierter Unternehmen den Kapitalmarkt bewusst falsch informierten und ihre Jahresabschlüsse manipulierten, ist das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Unternehmen, den Aktienmarkt und die Wirtschaftsprüfer massiv beschädigt worden.[1] Die Enthüllungen nationaler Betrugsfälle um Balsam, Flowtex, Holzmann, Comroad und Bankgesellschaft Berlin, sowie Enron, Worldcom und Xerox in den USA, während der letzten Dekaden bestachen durch deren Anzahl, Ausmaß und Folgen.[2]

Die Flowtex Technologie GmbH & Co. KG war ein von Manfred Schmieder gegründetes Unternehmen, dessen Geschäft der Vertrieb von sog. Horizontal-bohrmaschinen war. Die Herstellung und Lieferung der Bohrmaschinen erfolgte durch eine Tochtergesellschaft. Flowtex überließ die Maschinen anschließend Franchisepartnern, die diese ihrerseits an Endkunden vermieteten. Unter dem wirtschaftlichen Einfluss von Flowtex konnten so Leasingverträge mit den Franchisepartnern über Bohrmaschinen abgeschlossen werden, die gar nicht existierten. Der Kaufpreis wurde von Banken refinanziert und zur Zahlung der Leasingraten verwendet. Flowtex verkaufte also nicht existente Bohrmaschinen an eine Leasinggesellschaft und verbuchte den Kaufpreis als Umsatzerlös.[3]

Schmieder schloss Leasingverträge ohne materiellen Hintergrund ab, fälschte Kontoauszüge und Jahresabschlussangaben, um sein System aufrecht zu halten. Es stellte sich heraus, dass von insgesamt 3411 Bohrmaschinen real nur 281 existierten. Fast 92 % der Verträge waren demnach gefälscht. Den Wirtschaftsprüfern und Bankern führte Schmieder immer dieselben Geräte vor, indem er die wenigen existierenden Maschinen von Baustelle zu Baustelle transportierte und immer neue gefälschte Typenschilder anbrachte. Aufgedeckt wurde der Fall im Rahmen einer Steuerprüfung. Der Schaden belief sich auf mehr als zwei Milliarden Euro.

Der Fall Enron ging als die bislang größte Unternehmensinsolvenz in die Geschichte der USA ein. Als zeitweise größter Energiehändler der Welt[4] war das Unternehmen auf dem Höhepunkt seiner unternehmerischen Tätigkeit mit über 80 Mrd. US-$ Börsenwert am Kapitalmarkt bewertet. Von der damaligen Erfolgswelle getrieben, erschloss Enron immer neue Produktmärkte, was durch Fremdfinanzierung ermöglicht wurde. Die Cash-Flows deckten aber die Finanzierungskosten bei Weitem nicht ab, sodass Kenneth Lay, der Chief Executive Officer (CEO), nach 20 aufeinanderfolgenden gewinnbringenden Quartalen, zum ersten Mal in der Firmengeschichte, überraschend einen Verlust von 618 Mio. US-$ ausweisen musste. Des Weiteren musste Lay die Betriebsergebnisse der letzten vier Jahre rückwirkend um 586 Mio. US-$ nach unten korrigieren. Die Investoren und Anleger verloren das Vertrauen in Enron und reagierten mit Panikverkäufen am Kapitalmarkt. Innerhalb weniger Wochen fiel der Aktienkurs von 85 US-$ auf zuletzt 26 US-Cent, bevor Enron am 2. Dezember 2001 Gläubigerschutz beantragte.[5] Es stellte sich heraus, dass Enron Verbindlichkeiten verborgen hat, um sich weiterhin mit Krediten zu finanzieren, und nicht existierende Gewinne ausgewiesen hat.[6]

Enron ist ein Musterbeispiel für das Versagen der Kontrollorgane. Die Wirtschaftsprüfer von Arthur Anderson waren nicht nur prüfend bei Enron tätig, sondern auch beratend. Die zweifelhaften bilanziellen Gestaltungsmaßnahmen wurden durch Andersons Prüfer vorangetrieben und abgesegnet. Nach Bekanntwerden des Skandals vernichtete man sogar Beweismaterial.[7] Auch die Ratingagenturen Standard & Poor‘s und Moody’s sahen bis zuletzt keine Notwendigkeit für eine Herabstufung der Bonität.[8]

Die Fälle um Flowtex und Enron sind nur zwei Beispiele für Bilanzskandale, die aufgrund ihrer Größe durch die Medien das Interesse der Öffentlichkeit auf sich zogen. Die Studien der großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften belegen, dass es sich hier zwar um Einzelfälle mit besonders großem Ausmaß handelte, jedoch Wirtschaftskriminalität in Zukunft eine immer größere Bedrohung für Unternehmen darstellen wird. So schätzen mittlerweile rund 80 % der Führungsebenen von Unternehmen Wirtschaftskriminalität als ernsthaftes Problem für ihr Unternehmen ein.[9]

Dies wirft Forderungen nach effektiven Maßnahmen zur Bekämpfung der Wirtschafts-kriminalität auf. Daher stellt sich die Frage: Kann Prävention Fraud verhindern? Eine Analyse der eingesetzten Methoden.

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Das Ziel der Arbeit ist, wirkungsvolle Methoden herauszuarbeiten, die die Problemstellung beantworten, ob durch Prävention Fraud verhindert werden kann.

In Kapitel zwei wird zunächst der Begriff Fraud von Wirtschaftskriminalität im Allgemeinen abgegrenzt. Es folgt eine genauere Definition des Begriffs Fraud und die verschiedenen Ausprägungen. Ein besonderes Augenmerk der Arbeit wird auf Top Management Fraud liegen. Außerdem wird der Begriff Prävention definiert. Danach werden bedeutende Erklärungsansätze von Fraud aufgezeigt. Hier haben sich besonders das Fraud-Triangle nach Cressey und der Fraud-Scale nach Albrecht eine Erwähnung verdient.

Das folgende Kapitel drei behandelt die Analyse ausgewählter Methoden zur Prävention und Bekämpfung von Fraud. Dabei findet eine Untergliederung in unternehmensinterne und unternehmensexterne Maßnahmen statt. Es wird dabei beleuchtet werden, ob die Etablierung eines umfassenden Anti-Fraud-Managementsystems als unternehmens-interne Maßnahme ein geeignetes Mittel darstellt, um Fraud zu verhindern bzw. aufzudecken. Danach wird gezeigt, welche Methoden für den Abschlussprüfer zielführend sind, um Fraud wirksam zu begegnen.

Das vierte Kapitel beleuchtet im Anschluss daran die Bedeutung der Aufsichtsorgane von Unternehmen hinsichtlich ihrer Rolle zur Prävention und Aufdeckung von Fraud. Dabei stehen die Bedeutung der Internen Revision, des Aufsichtsrates und zuletzt die Rolle des Abschlussprüfers im Fokus der Untersuchung.

Die Arbeit schließt mit einem zusammenfassenden Fazit der Zwischenergebnisse der vorangegangen Kapitel.

2. Wirtschaftskriminalität und Fraud in Unternehmen

Eine allgemein gültige Definition für Wirtschaftskriminalität existiert nicht, da das Problem der Interdisziplinarität zu groß ist.[10] Aus betriebswirtschaftlicher Sicht steht bei Wirtschaftskriminalität für eine Unternehmung eine vorsätzliche geschäftsschädigende Handlung von Mitarbeitern im Vordergrund.[11] Kirsten Sell unterscheidet dabei noch Handlungen, die das Bilanzrecht betreffen und solche, die das Bilanzrecht nicht tangieren.[12] Das Bilanzrecht betreffende Verstöße werden als Bilanzdelikte bezeichnet. Dies sind „bewusste Verstöße gegen bilanzrechtliche Vorschriften sowohl auf der vorgelagerten ‚Erstellungsebene’ der Buchführung als auch auf der ‚Abbildungsebene‘ im Jahresabschluss.“[13] Nicht das Bilanzrecht betreffende Wirtschaftsdelikte sind bewusst begangene Gesetzesverstöße oder kriminelle Handlungen, wobei die persönliche Bereicherung im Vordergrund steht. Diese werden auch als dolose Handlungen bezeichnet, die bewusst auf die Schädigung des Unternehmens und die persönliche Bereicherung des Täters abzielen.[14]

Man bezeichnet diese bewusst begangenen Verstöße als „Fraud“. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen fraus, fraudis und wird mit Betrug, Täuschung übersetzt. Im Englischen kommen ihm die Bedeutungen Betrug, Schwindel, Täuschung oder Unterschlagung zu.[15]

2.1 Grundlegende Begriffe und inhaltliche Abgrenzung

Im Folgenden wird zunächst eine genauere Definition von Fraud gegeben und zwischen dem übergeordneten Accounting Fraud und Top Management Fraud sowie Employee Fraud differenziert. Im Anschluss folgt eine kurze Definition des Begriffs Prävention.

2.1.1 Accounting Fraud

Die Manipulation im Bereich der Rechnungslegung bezeichnet man als Accounting Fraud. Diese wird meistens von den gesetzlichen Vertretern, Aufsichtsorganen oder Mitarbeitern – leitenden oder nicht leitenden – des Unternehmens begangen.[16] Wirken mehrere Täter zusammen, so spricht man von Kollusion.[17] Eine Untergliederung lässt sich dabei in Täuschungen bzw. Manipulationen bei der Rechnungslegung, in Vermögensschädigungen und in Gesetzesverstöße vornehmen.[18] Der Unterschied besteht hierbei in der Intention der Tat. Täuschungen und Manipulationen werden meist in Hinblick auf eine bessere Darstellung der Unternehmenssituation ausgeführt, während einer Vermögensschädigung meist eine persönliche Bereicherung zu Grunde liegt.

2.1.2 Top Management Fraud und Employee Fraud

In der anglo-amerikanischen Literatur wird zwischen dem Top Management Fraud, begangen durch Mitarbeiter auf Führungseben­en, und dem Employee Fraud, bewirkt durch Mitarbeiter auf der ausführenden Ebene, unterschieden. Die Delikte im Bereich des Employee Fraud stellen dabei den größten Anteil dar. Den meisten Tätern geht es um die persönliche Bereicherung. Die verursachten Schäden sind aufgrund des eingeschränkten Kompetenzbereichs vergleichsweise gering. Meistens handelt es sich hierbei um Bagatelldelikte wie z.B. Diebstahl von Büromaterial oder Diebstahl von Bargeld aus der Registrierkasse.

Top Manager können durch ihre weitreichenden Kompetenzen oft wesentlich höhere und schwerwiegendere Schäden verursachen. Aufgrund ihrer Machtposition im Unternehmen und der damit einhergehenden Verfügungsgewalt sind die Täter im Top Management in der Lage, gezielt interne Kontrollen zu umgehen oder gänzlich auszuschalten.[19] Dies wird als Management Override of Internal Controls bezeichnet. Abbildung 1 (S. 6) verdeutlicht den Zusammenhang zwischen der hierarchischen Stellung im Unternehmen und der verursachten Schadenshöhe durch Fraud.

Die Studie der Association of Certified Fraud Examiners (ACFE) belegt, dass Täter der höchsten Führungsebene, also Geschäftsführer und Eigentümer, für nur vergleichsweise wenige Delikte verantwortlich sind (ca. 18 %). Durch Manager (ca. 38 %) und Employees (ca. 42 %)[20] begangene Delikte machen im Gegensatz dazu den größten Teil aus. Der verursachte Schaden durch das Top Management ist in etwa zehnmal so hoch wie die durch Mitarbeiter auf der ausführenden Ebene begangenen Delikte.[21]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Top Management Fraud und Employee Fraud – Unternehmenshierarchie und Schadenshöhe

(eigene Darstellung in Anlehnung an Hofmann, S. (2008), S. 59.)

2.1.3 Prävention

Prävention kommt aus dem Lateinischen praevenire und bedeutet zuvorkommen, verhüten. Ganz allgemein bezeichnet Prävention vorbeugende Maßnahmen, um ein unerwünschtes Ergebnis oder eine unerwünschte Entwicklung zu verhindern. Im Kontext von deliktischen Handlungen wird überwiegend die kriminalistische Ausprägung verwendet.[22] Demnach lassen sich drei Formen der Prävention unterscheiden: Prävention umfasst „alle Mittel, die erstens auf eine Beseitigung der tieferen Kriminalitätsursachen gerichtet sind, zweitens Maßnahmen zur Abschreckung potentieller Täter und drittens zielt Prävention auf die Sanktionierung, Behandlung sowie Resozialisierung zur Vermeidung von Rückfällen ab.“[23]

Auf politisch-rechtlicher Ebene gab es im Zuge der großen Bilanzskandale, wie Enron und Worldcom, besonders in den USA verschärfte Regulierungen für Unternehmen. Der Sarbanese-Oxlay Act (SOA) soll das Vertrauen der Investoren und Anleger in die Richtigkeit und Verlässlichkeit der veröffentlichten Finanzdaten wiederherstellen. Die Geschäftsleitung und die Wirtschaftsprüfer werden in Section 404 des SOA verpflichtet, eine Beurteilung der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems für die Rechnungs-legung in jedem Jahresbericht abzugeben.

Auch in Europa reagierte die EU mit der Änderung der 4. und 7. EU-Richtlinie
(EU-Rechnungslegungsrichtlinie) auf die großen Bilanzskandale, wie Parmalat und Comroad. Die Bundesregierung in Deutschland verabschiedete ein 10-Punkte-Programm zur Stärkung der Unternehmensintegrität und des Anlegerschutzes.

Diese weltweit neuen und verschärften Regulierungen von Unternehmen rücken die Prävention von Fraud in den Mittelpunkt der Kontrollmaßnahmen.

2.2 Entstehungsgründe für Fraud in Unternehmen – relevante Forschungsansätze

Der US-amerikanische Soziologe Edwin H. Sutherland galt als einer der bedeutendsten Kriminologen des 20. Jahrhunderts. „Für die Wissenschaft im Bereich der Wirtschafts-kriminalität hat Sutherland in etwa den Stellenwert wie Freud für die Psychoanalyse.“[24] Er prägte den Begriff des „White Collar Crime“ (Weisse-Kragen-Kriminalität) als erster Wissenschaftler um 1939. Damit meinte er ursprünglich „wirtschaftskriminelle Handlungen von Firmen und Personen, begangen im Zuge ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit.“[25] Sutherland bemerkte, dass Straftaten nicht nur von Angehörigen der sozialen Unterschicht begangen werden, sondern auch von solchen der Mittel- und Oberschicht – den Straftätern mit den „weißen Kragen“. Heutzutage wird dieser Begriff aber praktisch jeglicher Art von wirtschaftskriminellen Handlungen zugeordnet, welche „vom Schreibtisch aus“ begangen werden kann.[26] Seine grundlegenden Forschungen bereiteten den Weg für zahlreiche weitere Arbeiten in dem von ihm neu geschaffenen Forschungsgebiet der Wirtschaftskriminalität.

2.2.1 Fraud-Triangle nach Cressey

Donald R. Cressey war in den 1940er Jahren einer von Sutherlands Studenten an der Universität von Indiana und betrieb im Gegenzug zu Sutherland, dessen Studien sich mit Wirtschaftskriminalität im Top Management befassten, Forschung an Fällen von Unterschlagungstätern.[27] Cressey gilt ebenso wie Sutherland als Pionier im Bereich der Grundlagenforschung zur Wirtschaftskriminalität. Seine wesentliche Hypothese schrieb Cressey in seiner Dissertation Other People’s Money: A Study in the Social Psychology of Embezzlement nieder:

“Trusted persons become trust violators when they conceive of themselves as having a financial problem which is non-shareable, are aware that this problem can be secretly resolved by violation of the position of financial trust, and are able to apply to their own conduct in that situation verbalizations which enable them to adjust their conceptions of themselves as trusted persons with their conceptions of themselves as users of the entrusted funds or property.”[28]

Seine Theorie wurde im Lauf der Jahre besser als das “Fraud-Triangle” (siehe Abb. 2) bekannt. Die Dreiecksseite “Finanzieller Druck” repräsentiert dabei ein nicht mit anderen Personen kommunizierbares finanzielles Problem. Die linke Seite stellt die “Gelegenheit” zu einer wirtschaftskriminellen Handlung dar. Die rechte Seite repräsentiert schließlich die “Rationalisierung” der Tat.[29]

Die wichtigste Seite des Dreiecks, stellt laut Cressey der finanzielle Druck dar:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Fraud-Triangle

(eigene Darstellung in Anlehnung an: Cressey, D.R. (1973), Other People’s Money; Nimwegen, S. (2009), S. 18.)

[...]


[1] Vgl. Schruff, W. (2005), S. 207.

[2] Vgl. Ballwieser, W./Dobler, M. (2003), S. 449.

[3] Vgl. Peemöller, V.H./Hofmann, S. (2005), S. 98.

[4] Vgl. Thomas, W. (2002), S. 42.

[5] Vgl. Thomas, W. (2002), S. 44.

[6] Vgl. Peemöller, V.H./Hofmann, S. (2005), S. 30.

[7] Vgl. Thomas, W. (2002), S. 47.

[8] Vgl. Peemöller, V.H./Hofmann, S. (2005), S. 35.

[9] Vgl. KPMG (2010), S. 6.

[10] Vgl. Müller, C. (1995), S. 839.

[11] Vgl. Müller, C. (1996), S. 578.

[12] Vgl. Sell, K. (1999), S. 3 ff.

[13] Peemöller, V.H./Hofmann, S. (2005), S. 21.

[14] Vgl. Sell, K. (1999), S. 4.

[15] Vgl. Wells, J.T./Kopetzky, M. (2012), S. 2.

[16] Vgl. Boecker, C./Zwirner, C. (2012), S. 2.

[17] Vgl. Hofmann, S. (2008), S. 58.

[18] Vgl. Boecker, C. (2010), S. 22.

[19] Vgl. Peemöller, V.H./Hofmann, S. (2005), S. 27.

[20] Die restlichen 2 % entfallen dabei auf andere Personen.

[21] Vgl. ACFE (2012), S. 39 f.

[22] Vgl. Lechner, S. (2011), S. 42.

[23] Lechner, S. (2011), S. 42.

[24] Wells, J.T./Kopetzky, M. (2012), S. 5.

[25] Wells, J.T./Kopetzky, M. (2012), S. 5.

[26] Vgl. Wells, J.T./Kopetzky, M. (2012), S. 5.

[27] Vgl. Dorminey, J. u.a. (2012), S. 557.

[28] Cressey, D.R. (1973), S. 30.

[29] Vgl. Cressey, D.R. (1973), S. 34.

Details

Seiten
57
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656523376
ISBN (Buch)
9783656528340
Dateigröße
657 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v213588
Institution / Hochschule
Universität Augsburg – Eingereicht am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre
Note
1,3
Schlagworte
Fraud Wirtschaftsprüfung Prävention Fraud-Triangle Whistleblowing Wirtschaftskriminalität Top Management Fraud-Scale Code of Conduct Red Flags Internal Control Management Interne Revision Abschlussprüfung Aufsichtsrat Bekämpfung Accounting

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