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Der Einfluss der Persönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz auf die Genre-Präferenzen

Konzeption einer Befragungsstudie

Seminararbeit 2002 34 Seiten

Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Gegenstandsbenennung

3. Theorie- und Hypothesenbildung
a) Theoriebildung – Der Einfluss der Persönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz auf die Genre-Präferenzen
b) Hypothesenbildung – Spezialisierung des Untersuchungsgegenstandes

4. Operationale und nominale Begriffsdefinitionen

5. Konstruktion des Untersuchungsinstrumentes
a) Wahl des Instrumentes
b) Makroplanung
c) Mikroplanung
d) Auswertung

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit entstand als Seminararbeit im Rahmen des im Wintersemesters 2001 / 2002 von Frau Inga Schlimbach am Lehrstuhl für Empirische Medienforschung des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaften der Universität Leipzig gehaltenen Proseminars „Befragung“.

Inhalt des Seminars war neben einer allgemeinen Einführung in die Anwendung der sozialwissenschaftlichen Methode Befragung / Interview die Beschäftigung mit einer vorgegebenen medien- bzw. kommunikationswissenschaftlichen Problemstellung, die gemeinsame Konzeption eines entsprechenden Messinstrumentes zur Untersuchung dieser Problemstellung in Arbeitsgruppen sowie die abschließende individuelle Präsentation dieser Konzeption in einer Seminararbeit.

Die in diesem Sinne vorgegebene und damit dieser Arbeit zu Grunde liegende Forschungsfrage

„Welche fiktionalen Genres im Fernsehen und auf Video werden von ängstlichen Personen bevorzugt, welche von dominanten Personen und aus welchen Gründen werden sie bevorzugt?“

verknüpft sowohl medienwissenschaftliche („fiktionale Genres im Fernsehen und auf Video“) als auch psychologische („ängstliche und dominante Personen“) Dimensionen.

Eine empirische Untersuchung der in der Frage implizierten Zusammenhänge zwischen den Persönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz und der Präferenz für bestimmte Genres durfte also sowohl in

- psychologischer Hinsicht, z.B. in bezug auf den Umgang mit den psychischen Dispositionen Angst / Dominanz im Alltag („Wie geht der Mensch mit seiner Ängstlichkeit um?“)
- medien- bzw. kommunikationswissenschaftlicher Hinsicht, z.B. im Bereich der Rezepientenforschung („Welche Faktoren bestimmen die Auswahl der rezipierten Produkte?“)
- ökonomischer Hinsicht für die Anbieter von Fernsehen und Video, z.B. im Bereich der Programmgestaltung („Welche Nachfrage besteht bei einzelnen Konsumentengruppen?“)

interessante und verwertbare Ergebnisse erbringen und könnte damit von vielfältigem Nutzen sein.

Auch schien es dem Autor auf Grund dieser Verknüpfung als sinnvoll, zur Messung der psychischen Dispositionen Ängstlichkeit und Dominanz entsprechende standardisierte Messinstrumente aus der Psychologie zur Konzeption der Befragung heranzuziehen. Zur Messung der Persönlichkeitseigenschaft Ängstlichkeit wurde hier zunächst auf das 1981 konzipierte und in der psychologischen Praxis routinemäßig verwendete „State-Trait-Angstinventar“ (STAI)[1] zur Messung von Zustandsangst und Angst als Eigenschaft zurückgegriffen, das allerdings durch Teile eines durch Prof. Dr. Michael Stark (Hamburg) entwickelten, jüngeren Instrumentes zur Messung von allgemeiner Ängstlichkeit[2] ergänzt wurde. Zur Messung der Dimension Dominanz wurden die entsprechenden Teile aus dem allgemeinen Persönlichkeitstest „Gießen-Test“[3] entliehen und durch selbst entwickelte Items ergänzt.

Anzumerken bleibt in diesem Zusammenhang allerdings, dass die Handbücher zu den o.g. drei Messinstrumenten dem Autor leider keine ausreichenden Erläuterungen zu ihrer inhaltlichen Herleitung boten, sodass die Operationalisierungen der Persönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz auf der Basis entsprechender Literatur aus der Psychologie sowie der Items der übernommenen Messinstrumente selbst vorgenommen wurden.

Auch hat der Autor – entgegen den eigentlichen Anforderungen an diese Arbeit – den Versuch einer eigenständigen Theoriebildung unternommen, aus der die Prüfungshypothesen abgeleitet wurden, auch wenn die mangelnden psychologischen Fachkenntnisse nur eine sehr rudimentäre Herleitung allgemeiner Aussagen über den Zusammenhang zwischen den Persönlichkeitsmerkmalen Ängstlichkeit und Dominanz und der Bevorzugung bestimmter Genres erlaubten. Sollte die vorliegende Arbeit den angedachten Umfang deswegen um einige Seiten überschreiten, so ist dies als Folge der zusätzlichen Theoriebildung zu sehen.

Auffällig in diesem Zusammenhang war außerdem, dass - entgegen der Besprechung der Aufgabenstellung im Seminar – psychologische Zusammenhänge zwischen den Perrsönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz erarbeitet werden konnten, da nach den Angaben einschlägiger Literatur Ängstlichkeit auf einem mangelnden, Dominanz auf einem gesteigerten Selbstbewusstsein beruht. Aus dieser Tatsache ergaben sich allerdings weitreichende Konsequenzen für die Formulierung der Hypothesen, da der Faktor Selbstbewusstsein sich sowohl im Falle ängstlicher als auch dominanter Menschen als maßgeblich für die Formulierung der Gründe für die Genre-Präferenzen erwies und ein inhaltlicher Zusammenhang oder direkter Gegensatz der einzelnen Hypothesen deswegen nicht vermieden werden konnte. Mag diese Tatsache auf den ersten Blick als eine Vereinfachung der Aufgabenstellung erscheinen, so hat sie sich doch aus der theoretischen Herleitung des Zusammenhangs zwischen den Persönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz und bestimmten Genre-Präferenzen ergeben.

Sollten die Inhalte und Ergebnisse der vorliegenden Arbeit im Vergleich zu den anderen Mitgliedern der Arbeitsgruppe differieren, so ist dies darauf zurückzuführen, dass der Autor auf Grund eines Praktikums außerhalb von Leipzig keine Möglichkeit hatte, über die Seminarsitzungen hinaus an der gemeinsamen Konzeption teilzunehmen.

Abschließend bleibt an dieser Stelle anzumerken, dass der Autor es bedauert, dass es im Rahmen der Aufgabenstellung des Seminars leider zu keiner Durchführung und Auswertung der im folgenden erarbeiteten Konzeption einer Befragungsstudie kommt. Für künftige Seminare bleibt zu bedenken, ob eine Umsetzung der erarbeiteten Konzeptionen nicht nur die Motivation der Seminarteilnehmer deutlich steigern könnte, sondern auch den theoretischen Lehrinhalt durch eine praktische Anwendung verständlicher machen könnte.

2. Gegenstandbenennung

Voraussetzung der Untersuchung einer sozialwissenschaftlichen Problemstellung ist zunächst die genaue Definition und Begrenzung des Forschungsgegenstandes, also nach Atteslander die Beantwortung der Frage: „Welche Gruppen von Erscheinungen oder Menschen sollen von der Untersuchung erfasst werden?“[4].

Betrachtet man die Forschungsfrage

„Welche fiktionalen Genres im Fernsehen und auf Video werden von ängstlichen Personen bevorzugt, welche von dominanten Personen und aus welchen Gründen werden sie bevorzugt?“

unter diesem Gesichtspunkt, so lassen sich zunächst drei zu definierende Forschungsgegenstände bzw. Begriffe ausmachen:

- „ängstliche Menschen“
- „dominante Menschen“
- „fiktionale Genres im Fernsehen und auf Video“

„Ängstliche Menschen“

Ängstliche Menschen zeichnen sich durch eine allgemeine Ängstlichkeit aus. Diese Feststellung mag im ersten Moment lapidar klingen, doch führt sie zu der für unsere Begrenzung des Forschungsgegenstandes wichtigen Unterscheidung zwischen dem allgemeinen Begriff der „Angst als Zustand“ und der „Angst als Eigenschaft“ oder „allgemeinen Angst“, um die es gehen soll.

Denn prinzipiell kennt jeder Mensch die Angst „als unseren inneren Erregungszustand aus Situationen, in denen wir uns von außen bedroht fühlen“[5], doch ein explizit ängstlicher Mensch zeichnet sich im Gegensatz zu dieser, von allen Menschen momentan empfundenen Angst durch eine erhöhte Neigung aus, „Situationen als bedrohlich zu bewerten und hierauf mit einem Anstieg der Zustandsangst zu reagieren“[6].

Dorsch Psychologisches Wörterbuch bietet eine genaue Definition dieser „Angst als Eigenschaft“, die ängstliche Menschen kennzeichnet und somit als eine empirisch zu untersuchende Dimension der Persönlichkeit des Probanden in das zur Untersuchung unserer Forschungsfrage zu entwickelnde Instrument einfließen muss:

Angst als Eigenschaft (...) eine erworbene, zeitstabile Verhaltensdisposition, welche beim Individuum zu Erlebens- und Verhaltensweisen führt, eine Vielzahl von objektiv wenig gefährlichen Situationen als Bedrohung wahrzunehmen. Auch wenn diese objektive Bedrohlichkeit nicht besteht, wird mit einem Anstieg der Zustandsangst reagiert.“[7]

„Dominante Menschen“

Auch im Falle des zweiten Forschungsgegenstandes muss zunächst darauf hingewiesen werden, dass sich eine „dominante Person“ durch die Eigenschaft der „Dominanz“ - oder um Verwechslungen mit biologischen Bedeutungen des Begriffes zu vermeiden, der „sozialen Dominanz“ - auszeichnet und dass es diese Eigenschaft ist, die im folgenden als empirisch zu untersuchende Persönlichkeitsdimension behandelt werden wird.

Nach dem Fachlexikon ABC Psychologie definiert sich die „soziale Dominanz“ durch

„(...) das Bestreben der Menschen, das Verhalten anderer in sozialen Situationen zu bestimmen oder zu beeinflussen. (...) Soziale Dominanz wird in bezug auf individuelles Verhalten als Dimension angesehen, entlang der Menschen variieren.“[8]

Das Lexikon der Psychologie nennt uns über diese allgemeine Definition hinaus auch noch einige untergeordnete Persönlichkeitsmerkmale der „sozialen Dominanz“, die uns bei einer späteren Operationalisierung des Begriffes hilfreich sein könnten:

„(...) bestimmt, selbstüberzeugt, hart, befehlsgebend, direktiv, machtorientiert (...)“[9]

Festzuhalten bleibt außerdem für die Gegenstandsbenennung der zwei vorangegangenen Begriffe, dass es sich beim Objekt der folgenden Untersuchung ausschließlich um erwachsene Personen[10] handeln sollte, da davon auszugehen ist, dass

- sie im Gegensatz zu Jugendlichen und Kindern einen uneingeschränkten Zugang zu allen Genres haben.
- die Persönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz erst im Erwachsenenalter zu einer vollständigen Ausprägung gekommen sind, wobei auch hier große Differenzen angenommen werden können.

„Fiktionale Genres im Fernsehen und auf Video“

Von zentraler Bedeutung für die Gegenstandsbenennung des Begriffes „fiktionale Genres im Fernsehen und auf Video“ ist zunächst der Begriff „Genre“, der der französischen Sprache entliehen ist und dort Gattung, Art oder Sorte bezeichnet[11]. Anwendung in medienwissenschaftlicher Hinsicht findet der Begriff vor allem bei der Bezeichnung von Filmgruppen, wie das Rowohlt Sachlexikon Film erläutert:

Genre. Bezeichnung von Filmgruppen, die z.B. durch eine typische soziale oder geographische Lokalisierung, durch spezifische Milieus oder Ausstattungsmerkmale, Figuren- oder Konfliktkonstellationen oder durch besondere Themen oder Stoffe gekennzeichnet sind, so Western, Melodram, Gangsterfilm u.ä. (...)“[12]

Erweitert auf unseren Forschungsgegenstand der „Genres in Fernsehen und Video“ werden Genres als inhaltliche Untergruppen der nach der äußeren Form systematisierten Fernsehgattungen begriffen, wie Volker Gehrau in seiner ausführlichen Studie mit dem Titel „Fernsehgenres und Fernsehgattungen“ erläutert:

„Unter Fernsehgattung werden all jene Begriffe verstanden, die Fernsehangebote nach ihrer Form systematisieren und bezeichnen. Typische Fernsehgattungen sind Filme, Serien, Magazine, Shows, Nachrichten, Übertragungen usw. (...)

Genres sind demgegenüber am Inhalt orientierte Untergruppen der (...) Gattungen (...), wie beispielsweise Game für Show, Familie für Serie oder Gesundheit für Magazin, wobei nichtfiktionale Fernsehgattungen eher nach Themen als nach Genres differenziert werden.“[13]

Diese Formulierung lenkt schon auf eine weitere Spezifizierung unseres Forschungsgegenstandes hin: Bei den zu untersuchenden Genres soll es sich laut Forschungsfrage ausschließlich um „fiktionale Genres“ handeln. Eine Definition des Begriffes „Fiktion“ legt nahe, welche Genres der Forschungsgegenstand ein- bzw. ausschließt:

Fiktion. (...) Einbildung, Annahme; etwas, was nur in der Vorstellung existiert; etw. Vorgestelltes, Erdachtes (...).“[14]

In Anlehnung an die Forschungen Gehraus lassen sich somit alle auf realen Tatsachen oder Ereignissen beruhenden Gattungen wie Nachrichten, Shows oder Magazine sowie ihre Genres oder Themen nicht unter dem Begriff „fiktional“ subsumieren, sodass innerhalb des fiktionalen Fernsehangebotes abschließend im wesentlichen zwei Gattungen zu unterscheiden sind, die der Forschungsgegenstand einschließt: Serien und Filme.

Ein letztes Problem stellt sich bei der Gegenstandbenennung der „fiktionalen Genres auf Video“: Da der Autor hier – auch nach intensiver Recherche – keinerlei eigenständige Definitionen und Schemata zur Einteilung von Video-Genres gefunden hat, ist davon auszugehen, dass der Begriff „fiktionale Genres“ in bezug auf Fernsehen und Video synonym benutzt werden kann, gerade unter dem Aspekt, dass ein Großteil des auf Video angebotenen Programms im fiktionalen Bereich ursprünglich für das Kino (Filme) bzw. das Fernsehen (Filme / Serien) produziert wurde.

3. Theorie- und Hypothesenbildung

a) Theoriebildung – Der Einfluss der Persönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz auf die Genre-Präferenzen

„Wenn ich die gesellschaftliche Umwelt als problemhaft erfahre, mache ich mir ein Bild, das in der Realität offenbar nicht zutrifft. Ich muss deshalb dieses Bild im (...) systematischen Verfahren formulieren, um es an der empirischen Wirklichkeit zu überprüfen.“[15]

Dementsprechend gilt es also im folgenden, auf der Basis des bisher gewonnen Wissens eine hypothetische Aussage als Erklärung des in der Forschungsfrage formulierten Zusammenhangs zwischen den Persönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz und den Präferenzen für bestimmte Genres zu formulieren. Erst die Formulierung einer solchen allgemeinen Theorie auf der Basis genereller Vermutungen ermöglicht dann im folgenden eine systematische empirische Untersuchung und damit eine Falsifizierung bzw. Verifizierung der formulierten Aussagen.

Erste brauchbare Hinweise für die Formulierung einer solchen Theorie über den Zusammenhang von psychischen Dispositionen und Genre-Präferenzen bietet dabei ein Artikel im Complete Film Dictionary, in dem der Autor den Erfolg der Genres bei den Rezepienten zu erklären versucht und damit auch Rückschlüsse auf die Motive des Konsums bestimmter Genres zulässt:

„There is a great satisfaction in finding one´s self in a familiar filmic world. (...) We can also say, that genre films are popular because they deal with personal dilemmas and appeal to (...) psychic neads."[16]

Bezogen auf unsere Forschungsfrage ließe sich also zunächst ganz allgemein vermuten, dass Rezipienten vor allem solche Genres bevorzugen, in denen sie sich selbst, ihre Persönlichkeitseigenschaften und damit zusammenhängende persönliche Verhaltensweisen oder Probleme wiederfinden können, um ihre eigene Existenz in gewisser Weise bestätigt zu sehen. Doch was sind diese Persönlichkeitseigenschaften und die mit ihnen verbundenen Verhaltensweisen, Konflikte oder Probleme, die die Rezipienten – in unserem Fall ängstliche und dominante Menschen - in den von ihnen bevorzugten Genres wiederfinden wollen?

In bezug auf den Untersuchungsgegenstand der „ängstlichen Menschen“ lässt sich in Anlehnung an die Gegenstandsbenennung zunächst grundlegend feststellen, dass ihr zentrales Problem die Angst ist, die sie häufig und dabei oft ohne realen Grund überfällt. Es könnte also angenommen werden, dass ängstliche Menschen dazu neigen, die Angst anderer Menschen sehen zu wollen, um ihre eigenen Probleme wiederzufinden. Diese Annahme fügt sich in die breiteren Forschungen Spielbergers ein, der feststellt, dass Ängstlichkeit aus einem allgemein mangelndem Selbstbewußtsein resultiert, da „der Anstieg der Zustandsangst bei Hochängstlichen nur dann größer war als bei Niedrigängstlichen, wenn es sich um Situationen handelte, in denen der Selbstwert der betreffenden Person in Frage gestellt oder beeinträchtigt war.“[17] Im Umgang mit diesem Mangel an Selbstbewußtsein kennzeichnet sich ein ängstlicher Mensch dementsprechend durch die Vermeidung von Situationen oder Eindrücken, die sein Selbstbewußtsein schwächen bzw. durch die Bevorzugung von Situationen, die sein Selbstbewußtsein stärken. Der Vergleich mit Persönlichkeiten, die selbst oft Angst empfinden, würde dementsprechend das Selbstbewusstsein stärken, während der Vergleich mit starken Persönlichkeiten, die seltener Angst empfinden, das Gegenteil bewirken durfte. Bezogen auf den kausalen Zusammenhang zwischen Ängstlichkeit und Genre-Präferenzen liese sich also vermuten, dass ängstliche Menschen Genres bevorzugen, in denen die Protagonisten selbst oft Angst empfinden, um durch den Vergleich mit den Protagonisten ihr Selbstbewusstsein zu steigern. (1.Theorie)

[...]


[1] Spielberger/Laux/Glanzmann/Schaffner: Das State-Trait-Angstinventar. Weinheim 1981. (Im folgenden: Spielberger.)

[2] Stark, Michael: Fragebogen zur allgemeinen Ängstlichkeit. In: Drewes, Volker (Hrsg.): www. Beratung-theraphie .de. 23. Februar 2002, 17.21 Uhr. Diese Untersuchung bezieht im Gegensatz zum STAI auch körperliche Auswirkungen von Angst mit ein, was der Autor als sinnvoll erachtete (siehe Operationalisierung).

[3] Beckann, Dieter: Der Gießen-Test. Ein Test für Individual- und Gruppendiagnostik. Bern/Stuttgart/Wien 1983. (Im folgenden: Beckmann.).

[4] Atteslander, P. / Kopp, M.: Befragung. In: Roth, Erwin (Hrsg.): Sozialwissenschaftliche Methoden. Lehr- und Handbuch für Forschung und Praxis. München 1987, S. 144 – 150. (Im folgenden: Atteslander).

[5] Wenninger, A. (Hrsg.): Handwörterbuch Psychologie. Weinheim 51994. (Im folgenden: Wenninger.).

[6] Spielberger, S. 7.

[7] Häcker, H. (Hrsg.): Dorsch Psychologisches Wörterbuch. Bern 131998. (Im folgenden: Häcker), S. 41.

[8] Clauss, G. (Hrsg.): Fachlexikon ABC Psychologie. Frankfurt/Main 51995. (Im folgenden: Clauss), S. 104.

[9] Arnold, W. (Hrsg.): Lexikon der Psychologie. Freiburg 1971. (Im folgenden: Arnold), S. 399.

[10] Als „erwachsene Personen“ können hier in Anlehnung an die gesetzliche Definition der Volljährigkeit in der Bundesrepublik alle Personen angesehen werden, die das 21. Lebensjahr vollendet haben.

[11] Wahrig (Hrsg.): Fremdwörter Lexikon. München 1987.

[12] Rother, Rainer (Hrsg.): Sachlexikon Film. Reinbeck bei Hamburg 1997. (Im folgenden: Rother), S. 141f.

[13] Gehrau, Volker: Fernsehgenres und Fernsehgattungen. Ansätze und Daten zur Rezeption, Klassifikation und Bezeichnung von Fernsehprogrammen. München 2001. (Angewandte Medienforschung, Bd. 18). (Im folgenden: Gehrau), S. 18.

[14] Duden. Deutsches Fremdwörterbuch. Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 42001.

[15] Atteslander, S. 64.

[16] Konigberg, Ira: The complete film dictionary. New York 1987. (Im folgenden: Konigberg), S. 143.

[17] Spielberger, S. 8.

Details

Seiten
34
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638249959
ISBN (Buch)
9783656112440
Dateigröße
435 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v21357
Institution / Hochschule
Universität Leipzig – Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft (KMW)
Note
1,3
Schlagworte
Einfluss Persönlichkeitseigenschaften Dominanz Genre-Präferenzen Konzeption Befragungsstudie Empirische Kommunikationsforschung Befragung Sozialforschung

Autor

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