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Chancen und Risiken der Energiewende für die Industrie

Seminararbeit 2013 26 Seiten

VWL - Umweltökonomie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

1 Einleitung

2 Energiewende
2.1 Gründe für die Energiewende
2.2 Umsetzungskonzept

3 Negative Folgen
3.1 Logistik
3.1.1 Steigende Transportkosten
3.1.2 Implikation auf Logistikprozesse
3.2 Produktion
3.2.1 Steigende Energiekosten
3.2.2 Implikation auf Produktionsprozesse

4 Lösungsansätze
4.1 Logistik
4.1.1 Energieeffizienz im Güterverkehr
4.1.2 Energieeffizienz in der Schifffahrt
4.1.3 Optimierter Umschlag
4.2 Produktion
4.2.1 Unterbrechungsfreie Stromversorgung
4.2.2 Energiemanagementsoftware
4.2.3 Kraft-Wärme-Kopplung

5 Fazit

ANHANG

QUELLENVERZEICHNIS

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Umbau der Energieversorgung – Gesamtansatz

Abbildung 2: Entwicklung von Weltrohöl- und Einfuhrpreisen in Deutschland

Abbildung 3: Anteil der EE-Subventionierer

Abbildung 4: DIHK Umfrage

Abbildung 5: Gigaliner im Vergleich zum Lkw

Abbildung 6: Energieeffizienz in der Seefahrt

Abbildung 7: Automatisierte Transportfahrzeuge bei der HHLA

Abbildung 8: Beispielhafte USV Systeme für ein Rechenzentrum

Abbildung 9: Energiemanagementsoftware im Einsatz

Abbildung 10: Kraft-Wärme-Kopplung: schematische Zeichnung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Der Energiegipfel der Bundesregierung im März 2013 schließt mit dem Ergebnis ab: Gemeinsames Ziel, keine Beschlüsse. Dieses Ergebnis ist repräsentativ für die derzeitige Situation der Energiewende.

Schon von Beginn an wurde und wird die Energiewende kontrovers diskutiert.

Franz Alt, deutscher Journalist und Buchautor meint:

„Die Energiewende läutet die dritte industrielle Revolution ein so wie die Dampfmaschine die erste und das Auto die zweite. Auch bei früheren Umbrüchen gab es Proteste, Ängste und Bedenken. Als die erste deutsche Eisenbahn fuhr, wurde davor gewarnt, weil „die Kühe schwindsüchtig werden, wenn die Züge mit 28 Kilometern Geschwindigkeit pro Stunde durch Deutschland rasen“.“[1]

Dahingegen meint der Europaabgeordneter Herbert Reul:

„Eine solche Politik fügt der wirtschaftlichen Entwicklung großen Schaden zu, und beeinträchtigt zugleich den Lebensstandard der Bürger erheblich.“[2]

Fakt ist, dass Deutschland mit dem Beschluss zum Ausstieg aus der Atomkraft und der Einleitung der Energiewende eine Vorreiterrolle weltweit darstellt.

Das Erneuerbare-Energien Gesetz (EEG) setzt die Industrie unter massiven Handlungsdruck. Durch steigende Energiepreise und die steigendende Volatilität des Energienetzes, entstehen große Risiken für die Industrie. Gerade im Mittelstand und in der energieintensiven Industrie sind diese Änderungen, vor allem in der europäischen Wettbewerbssituation, schwerwiegend. Deutschland sieht sich in der Gefahr einen Standortvorteil zu verlieren.[3]

Dagegen floriert der Markt der neuen Technologien zur Effizienzsteigerung von Industrieanlagen und Transportmitteln. Genau diese Chancen der Energiewende stehen im Fokus der Argumentation der Bundesregierung und sind Thema dieser Seminararbeit.[4]

Im Rahmen dieser Seminararbeit werden die Chancen und Risiken der Energiewende diskutiert.

2. Energiewende

Der Maßnahmenplan der Bundesregierung setzt sich zum Ziel, dass bis zum Jahr 2050 die Energiewende in Deutschland vollbracht ist. Die Energiewende hat zum Ziel, dass 80 Prozent der Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen (EE) gespeist wird. Aktuell, stand Februar 2013, sind es 16,8 Prozent.[5] Im Rahmen der Neubewertung der Atomenergie, nach den Vorfällen in Fukushima im März 2011, wurde beschlossen, dass die Atomkraftwerke bis zum Jahr 2022 außer Betrieb genommen werden.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat zur Umsetzung dieses Ziels folgende Absichtserklärung mit Erläuterungen erstellt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Umbau der Energieversorgung – Gesamtansatz[6]

Die Energiewende erfordert die Entwicklung neuer und die Weiterentwicklung bestehender Technologien für die Erzeugung, die Speicherung und den Transport von Energie. Ein Ziel ist vor allem die entstehende Lücke der Atomkraft, durch den vermehrten Einsatz von erneuerbaren Energien, zu schließen. Dazu erarbeitete Ethik‐Kommission im Auftrag der Bundesregierung eine Zusammenfassung mit Erläuterungen zu Maßnahmen.[7]

2.1 Gründe für die Energiewende

In der Quintessenz verfolgt die Bundesregierung mit der Energiewende folgende Ziele:[8]

- Reduktion der CO2 Emissionen
- Reduktion der Energieimporte
- Preissenkung bei den Energiekosten
- Risikominimierung durch Ausstieg aus der Atomkraft
- Förderung der Innovationen durch Umstieg auf erneuerbare Energien

2.2 Umsetzungskonzept

Die Bundesregierung bezeichnet die Energiewende als „Gemeinschaftswerk“. „Gemeinschaftswerk“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Privathaushalte und die Wirtschaft für die Umsetzung der Energiewende die Verantwortung tragen.[9]

De facto hat diese Leitlinie zur Folge, dass die Finanzierung der Energiewende der Gesamtbevölkerung inklusiver aller Unternehmen obliegt. Da die Unternehmen, gerade die Energieintensiven, die ersten vermeintlichen Leidtragenden der Energiewende sind, wurde die Aufgabe der Finanzierung auf die Gesamtbevölkerung projiziert.[10]

Die Bundesregierung selbst liefert Maßnahmen, Leitlinien und fördert den Dialog zwischen allen Beteiligten in Form des Energiegipfels, der turnusmäßig stattfindet.

Dieser Dialog ist elementar, um die Bedenken aller auf den Plan zu rufen und entsprechende Maßnahmen daraus zu entwickeln. Diese proaktiv angesprochenen Zielkonflikte zeigen, dass die Bundesregierung sich darüber im Klaren ist, dass es massive Bedenken gibt.[11]

Dennoch lautet die Argumentation der Ethik-Kommission zu dieser Herangehensweise: Am Ende des Weges werden alle Beteiligten und Investoren Ihren Vorteil aus dem gemeinsamen Projekt ziehen.[12]

3. Negative Folgen

Derzeit gibt es starke Bedenken das Vorhaben des Automausstiegs innerhalb eines Jahrzehnts und die Energiewende ganzheitlich bis 2050 umzusetzen.[13] Darüber hinaus werden die Maßnahmen der Bundesregierung zur Umsetzung der Energiewende stark vor dem Hintergrund kritisiert werden, dass sie „weder kostengünstig noch technisch zuverlässig noch umweltfreundlich sind“.[14]

Besonders bemängelt wird das vermeintliche Fehlen von Brückenenergien und technischen Innovationen. Die unterschiedlichen Sichtweisen in Hinblick auf den aktuellen Status der Energiewende zeigen zusätzlich die Problematik.[15]

Durch den Ausstieg aus der Atomkraft und die Umstellung auf erneuerbare Energien stellt sich ein starker Anstieg der Energiepreise ein. Dieser Preisanstieg hat starke Implikationen auf die Industrie.[16]

De facto wird durch steigende Energiepreise der Druck auf die Industrie stark erhöht. Im Rahmen einer genaueren Betrachtung zweier Teilaspekte der Industrie Logistik und Produktion werden im Folgenden negative Folgen der Energiewende aufgezeigt.[17]

3.1 Logistik

Da die Logistik in Europa an dritter Stelle der europäischen Wirtschaftszweige rangiert, sind die negativen Auswirkungen der Energiewende auf diesen Zweig der Industrie besonders zu behandeln.[18]

Durch die Korrelation zwischen den steigenden Energiepreisen und den steigenden Preisen für fossile Brennstoffe wird die Logistik mit erhöhten Kosten konfrontiert.[19]

Der Gütertransport wird immer teurer und die entsprechenden Unternehmen oder Logistikabteilungen sind gezwungen die Kosten zu optimieren, um zum einen wirtschaftlich zu arbeiten und zudem im Wettbewerb zu bestehen.[20]

[...]


[1] Vgl. (Alt, Franz, 2012).

[2] Vgl. (EIKE - Europäisches Institut für Klima und Energie, 2013).

[3] Vgl. (Wirtschaftsrat Deutschland, 2012).

[4] Vgl. (Expertenkommission Forschung und Innovation, 2012).

[5] Vgl. (Deutscher Bundestag, 2012).

[6] Vgl. (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, 2012) S.5.

[7] Vgl. (Ethik-Kommission, 2011), S. 65 ff.

[8] Vgl. (Ethik-Kommission, 2011) S. 17 ff.

[9] Vgl. (Ethik-Kommission, 2011) S.20 ff.

[10] Vgl. (Ethik-Kommission, 2011) S.24.

[11] Vgl. (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, 2012) S.32 ff.

[12] Vgl. (Ethik-Kommission, 2011) S. 106.

[13] Vgl. (EIKE - Europäisches Institut für Klima und Energie, 2012)

[14] Vgl. (EIKE - Europäisches Institut für Klima und Energie, 2012)

[15] Vgl. (Deutsche Handwerkszeitung, 2012)

[16] Vgl. (Focus, 2012)

[17] Vgl. (zeit.de, 2012)

[18] Vgl. (faz.net, 2007)

[19] Vgl. (Statistisches Bundesamt , 2013) S.17.

[20] Vgl. (Statistisches Bundesamt , 2013) S.23.

Details

Seiten
26
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656420590
ISBN (Buch)
9783656420965
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v212878
Institution / Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
Schlagworte
chancen risiken energiewende industrie

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