Lade Inhalt...

Stresskompetenz. Entstehung und Umgang mit Stress im Alltag

Hausarbeit 2012 14 Seiten

Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 STRESS
1.1 Wie entsteht Stress?
1.1.1 Eustress und Distress
1.1.2 Stresszustände
1.1.3 Burnout-Syndrom
1.1.4 SORK-Prinzip:
1.2 Wie wirkt sich Stress auf den Organismus aus?
1.2.1 Physiologische Auswirkungen
1.2.2 Psychologische Auswirkungen

2 UMGANG MIT STRESS
2.1 Copingstrategien
2.1.1 ABC-Aufgaben, das Eisenhower-Prinzip

3 VORSCHLÄGE ZUR STRESSKOMPETENZ
3.1 Soforthilfen bei Stress
3.1.1 Kurze Atemübung
3.1.2 Aufrechte Haltung
3.1.3 Gedanken-Stopp!
3.2 Erkennen Sie Ihre Stressmacher
3.2.1 Führen sie ein Stresstagebuch
3.2.2 Antreiber/Glaubenssätze
3.3 So besiegen sie den Stress
3.3.1 Schluss mit Überforderung
3.3.2 Setzen Sie sich „gute“ Ziele
3.4 So beugen sie Stress vor
3.4.1 Stressfreie Zeiten fest einplanen
3.4.2 Schlafen Sie gut

LITERATURVERZEICHNIS

1 Stress

Stress ist heute in aller Munde. Es ist kaum möglich eine Zeitschrift aufzuschla­gen ohne dass sich darin ein Artikel zu diesem Thema befindet. Es ist wichtiger denn je Stress zu erkennen, richtig einzuschätzen und einen gesunden Umgang damit zu finden.

Stress war für die Menschen in der Steinzeit überlebenswichtig, allerdings sind die Anforderungen unserer Zeit ein wenig anders. Dennoch ist auch hier zu un­terscheiden, dass Männer und Frauen unterschiedlich in Stresssituationen reagie­ren. Dies bedeudet rein evolutionsbiologisch beim Mann das Kämpfen oder Weg­rennen, z. B. auf der Jagd. Bei der Frau ist die oberste Priorität die Nachkommen zu beschützen beziehungsweise in Sicherheit zu bringen.

Wir müssen nicht mehr jagen, wir gehen einkaufen. Auch wenn man machmal glauben könnte, dass unsere Miteinkäufer eher jagen, als einkaufen.

Die Sicherheit ist heutzutage zumindest soweit gewährleistet, dass wir nicht mehr tag täglich um unser Überleben kämpfen müssen.

1.1 Wie entsteht Stress?

Stressoren sind Reize, die Stress auslösen. Diese können sowohl von außen (z. B. einer Aufgabe im Beruf) als auch von innen, (z. B. den eigenen Gedanken & Ge­fühlen) Einfluß auf unser Verhalten haben.

Da der Mensch ständig im Austausch mit sich selbst und der Umwelt steht beein­flussen sich dies gegenseitig. Hier ist ganz deutlich zu erkennen, dass jeder ein­zelne direkten Einfluß darauf nehmen kann, wie sehr ein Stressor von außen tat­sächlich die Situation verändert. Oft ist es sogar möglich den Stressor auszu­schalten, wie einen Lichtschalter.

Dennoch ist es wichtig zwischen dem Reiz (Stressor) und der darauf folgenden Reaktion zu unterscheiden!

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Peanuts (Gerig, Zimbardo, Psychologie 2008, S.478)

Man kann Stress durchaus als den besonderen Kick des Lebens bezeichnen, man findet ihn toll, möchte ihn sicherlich dennoch nicht täglich erleben. Daher unter­scheiden sich auch zwei Arten von Stress. Eustress (lateinisch eu = wohl, gut) und Distress (lateinisch dis = schlecht, krank) werden hierbei unterschieden. Es ist nicht immer eine klare Trennung möglich. Wenn beispielsweise ein Paar Nachwuchs bekommt ist sicherlich viel positiver Stress damit verbunden, den­noch fallen gerade die schlaflosen Nächte eher dem Disstress zu.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Distress und Eustress (Lehrbrief: vgl. Große Boes & Kaseric 2006, S. 174)

An der Abbildung ist eindeutig zu erkennen, dass die Leistung bei einem mittle­ren Stressniveau am besten ist.

Auch Eustress kann sich in Disstress umwandeln, wenn der Ausgleich (Entspan­nung, Zeit zur Regeneration) fehlt. Um langfristig gesund mit Stress jeglicher Art umzugehen, ist es nötig ein Gleichgewicht zwischen An- und Entspannung zu erreichen!

Es werden 5 Stresszustände unterschieden:

1. Aktuelle Stressreaktionen in Alltagssituationen, die gut zu bewältigen sind
2. Aktuelle Stressreaktionen in Alltagssituationen, die negativ bewertet wird, daher etwas schwieriger zu bewältigen sind
3. Wiederkehrende Stressreaktionen, regelmäßige Anforderung/Situation, es besteht eine eingeschränkte Bewältungsfähigkeit und der Stresszustand verstärkt sich durch negative Emotionen (z. B. Ärger mit einer bestimmten Person)
4. Chronischer, langanhaltender Stresszustand, scheint endlos im Alltag fest­gefahren zu sein -> eindeutig gesundheitsgefährdend!
5. Stresskrankheit, aufgrund von lang anhaltendem Stress gerät man in einen Erschöpfungszustand, psychosomatische Störungen treten auf

1.1.3 Burnout-Syndrom

Burnout ist heutzutage kein Tabuthema mehr, es ist eine spezielle Form von chronischem Stress, die gepaart mit einer Depression einhergeht.

Hierbei sind oft besonders engagierte, pflichtbewußte und aufopferungsvolle Menschen betroffen. Zunächst ist man überaus engagiert, man ist sozusagen Feu­er und Flamme für Beruf, Familie,Freizeit oder sogar alle 3 Bereiche. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass die nötige Energie irgendwann einfach nicht mehr vorhanden ist, da zumeist die wichtige Erholung völlig vergessen wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ein sehr hoher Perfektionsanspruch an sich selbst, unrealistische Ziele und nicht NEIN sagen zu können ebnen den Weg in den Burnout, leider merken Betroffene meist viel zu spät, dass etwas nicht stimmt und bekommen immer wieder besorg­te Nachfragen aus ihrem Umfeld.

So bleibt aus einem lodernden Feuer nur noch ein Häufchen Asche übrig! Was ist der auslösende Reiz? Organismus: Wie bewerte ich die Situation, den Reiz? Ist der Reiz für mich bedrohlich? Habe ich die nötige Kompetenz um damit umzugehen? eaktion: muskulär -> unruhige Bewegungen, starre Mimik, Unfähig zur Entspan­nung, Rücken- und Kopfschmerzen, ... vegetativ -> Herz-/Kreislauf-Beschwerden, schwankender Blutdruck, Schlafstörungen, . kongitiv -> Konzentrationsstörungen, Leistungseinbußen, negative Ge­danken, . emotional -> Unsicherheit, Angst, Unausgeglichenheit onsequenz: individuelle Stressreaktion -> Verhaltensergebnis, kann positiv (erfolgreiche Strategie), aber auch negativ (Motivationsverlust) bekräftigt sein Achtung: Reize werden erst durch die individuelle Bewertung zu einem Stressauslöser.

1.2 Wie wirkt sich Stress auf den Organismus aus?

Wenn man unvorbereitet in eine Prüfungssituation kommt, wirkt sich der Stress körperlich wie auch seelisch aus wie folgend beschrieben:

1.2.1 Physiologische Auswirkungen...

Der Körper schaltet bei Stress sofort auf Notfallsituation um und sofort geht vom Hypothalamus (Abschnitt im Zwischenhirn, wird auch Stresszentrum genannt), die Information an das autonome Nervensystem (Regulation der Organe) und die Hirnanhangdrüse wird aktiviert. Die Atmung wird schneller und tiefer, das Herz schlägt schneller, die Blutgefäße ziehen sich zusammen -> der Blutdruck steigt. Die Luftwege werden geöffnet, damit mehr Luft in die Lungen einströmen kann. Die Muskeln erzeugen Gesichtsausdrücke (starke Emotionen, z. B. Mißmut).

[...]

Details

Seiten
14
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656423829
ISBN (Buch)
9783656424314
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v212332
Institution / Hochschule
BSA-Akademie Saarbrücken
Note
2,0
Schlagworte
stresskompetenz entstehung umgang stress alltag

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Stresskompetenz. Entstehung und Umgang mit Stress im Alltag