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Das Kloster Cluny: Gründung und cluniazensiche Reform

Hausarbeit (Hauptseminar) 2012 10 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 .Einleitung

2 Gründung des Klosters Cluny
2.1 Ursachen
2.2 Klostergründung von Herzog Wilhelm von Aquitanien

3 Die cluniazensiche Reform
3.1 Hauptgedanken der Reform
3.2 Der cluniazensische Klosterverband
3.3 Auswirkungen

4 Fazit

5 Quellen- und Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Cluny ist eine kleine Stadt in Frankreich, am Fluss Grosne gelegen, welche ich letztes Jahr während einer Taizé- Reise besucht habe.

Diese Stadt wurde im Hochmittelalter durch die Abtei Cluny, ein eigenständig geführtes Kloster von Mönchen unter einem Abt, berühmt.

Zur Cluniacensis ecclesia zählen jedoch nicht nur dieses Kloster im französischen Burgund, sondern auch zahlreiche andere Klöster in Europa, die dem Abt in Cluny unterstanden.

In den folgenden Untersuchungen gilt es nun zu klären, welche Umstände zur Klostergründung Clunys führten, wie also die damalige Situation vor der Gründung aussah. Nachfolgend wird die Gründung der Abtei Cluny mit ihren Zielen beschrieben, um dann sichtbar zu machen, welche Reformen und welche Macht von diesem Kloster ausgegangen sind. Betrachtet wird hierbei vor allem die Blütezeit Clunys.

2 Gründung des Klosters Cluny

2.1 Ursachen

„Es war keine gute Zeit für Klöster, als die Abtei Cluny am 11.September […] des Jahres 910 in Bourges gegründet wurde.“[1] Denn während des 9. Jahrhunderts fuhren immer wieder Normannen, wahrscheinlich über Flussmündungen in Westfrankreich ein, plünderten und brandschatzten, so auch Klöster, sodass viele fliehen mussten, unter ihnen auch Mönche. Die Normannen begingen vor allem in Gallien Raubzüge, aber auch in England, Irland und Russland. „Da[ss] die Normannengefahr auch zu Beginn des 10. Jahrhunderts noch nicht gebannt war, zeigt nichts deutlicher als die Tatsache, da[ss] Erzbischof Madelbert von Bourges, der die Gründungsurkunde für Cluny am 1. September unterzeichnete, noch vor Ende des Jahres 910 von den Normannen getötet wurde.“[2] Außerdem wurde zu der Zeit der Frieden nicht durch das Königtum gewahrt, sondern von Bischöfen und weltlichen Großen, welche Wiederstand gegen die Normannen leisteten.

Es herrschte Rechtsunsicherheit, es erfolgte der Umschwung von der zentralen Königsgewalt zu den örtlichen Gewalten. So waren Klöster unter regionalen Herrschern und die Abteien von örtlichen Herren abhängig. „Seit dem 9. Jahrhundert befanden sich fast alle niederen Kirchen in der Hand von geistlichen oder weltlichen Eigentümern. Diese hatten die volle Verfügungsgewalt erlangt über die von ihnen durch Gründung, Erbschaft, Kauf oder Tausch erworbenen Kirchen oder Klöster.“[3] Somit konnten also Eigenkirchen und Klöster einfach verkauft werden und verloren somit ihren religiösen Zweck. Auch die Lebensweise der Mönche schwankte; manche wollten das traditionelle Mönchsleben, andere wollten weniger streng leben, z.B. eigenen Besitz haben und nicht jeden Tag in der monastischen Gemeinschaft leben. So tauschten die im hohen Mittelalter lebenden Mönche nach ihren Interessen die Klöster oder kehrten zu ihrer Verwandtschaft zurück und gaben ihr Mönch-Sein auf. Manche Priester wurden sogar zu Einsiedlern.

[...]


[1] Wollasch, Joachim: Cluny- Licht der Welt: Aufstieg und Niedergang der klösterlichen Gemeinschaft. Patmos Verlag GmbH &Co. KG, 3. Auflage, Düsseldorf, 2002, S. 19.

[2] ebd., S. 19 f.

[3] Tellenbach, Gerd: Neue Forschungen über Cluny und die Cluniacenser. Verlag Herder KG Freiburg, 1959, S. 169.

Details

Seiten
10
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656403715
ISBN (Buch)
9783656405979
Dateigröße
483 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v211764
Note
1,7
Schlagworte
cluniazensische Reform Klostergründung Abt Klosterverband

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Titel: Das Kloster Cluny: Gründung und cluniazensiche Reform