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Radio Frequency Identification als Verpackungsinnovation im Supply Chain Management

Funktionsweise, Anforderungen und Maßnahmen für einen effizienten Einsatz

Masterarbeit 2013 126 Seiten

Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Kurzfassung

Abstract

Eidesstattliche Erklärung

Abkürzungsverzeichnis

Darstellungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Methodisches Vorgehen
1.4 Limitierungen

2. Anforderungen an eine Verpackung
2.1 Funktionen einer Verpackung
2.2 Verpackungsarten
2.3 Verpackungstrends
2.3.1 Trends im Design
2.3.2 Trends in der Gestaltung
2.4 Smart Packaging

3. Die RFID-Technologie
3.1 Chipkarten
3.2 Abgrenzung zum Barcode
3.3 Bestandteile eines RFID-Systems
3.3.1 Transponder
3.3.2 Lesegerät
3.3.3 Antenne und Frequenz
3.4 Aufbau und Unterscheidungsmerkmale
3.5 Kosten
3.6 Vor- und Nachteile
3.6.1 Vorteile
3.6.2 Nachteile
3.7 Kritikpunkt Datenschutz
3.7.1 Mögliche Systemangriffe
3.7.2 Datenschutzrechtliche Aspekte
3.7.3 RFID-Emblem als Kennzeichnungsträger
3.7.4 Electronic Product Code (EPC)
3.8 Zukunftsfelder von RFID
3.8.1 Internet der Dinge
3.8.2 Ubiquitäres Computing
3.8.3 Near Field Communication (NFC)

4. RFID als Verpackungsinnovation
4.1 Allgemeine Anwendungsbereiche
4.2 RFID im Supply Chain Management (SCM)
4.2.1 Einsatzfelder in der Supply Chain
4.2.2 Praxisbeispiel: Metro Future Store
4.3 RFID in Bibliotheken am Beispiel der Büchereien Wiens
4.4 RFID in der Bekleidungsindustrie am Beispiel von Gerry Weber
4.5 RFID als Social Media Tool am Beispiel von RealLifeConnect

5. Fazit und Ausblick

6. Quellenverzeichnis
6.1 Literatur
6.2 Internetquellen

7. Anhang
7.1 Interviewaufzeichnung 1: Bücherei Zweigstelle Wien
7.2 Interviewaufzeichnung 2: Christian von Grone, IT-Leiter von Gerry Weber
7.3 Interviewaufzeichnung 3: Christoph Wagner, CFO von RealLifeConnect

8. Tabellarischer Lebenslauf

Kurzfassung

Die vorliegende Masterthesis gibt einen Überblick über die RFID-Technologie mit all ihren Bestandteilen sowie Vor- und Nachteilen. Hauptaugenmerk ist dabei der Einsatz von Radio Frequency Identification bei Verpackungen, da mithilfe von RFID eine intelligente Verpackung geschaffen wird, die entlang der gesamten Supply Chain zu einer Effizienzsteigerung führen kann. Dazu wurde die Arbeit in die fünf Kapitel „Einleitung“, „Anforderungen an eine Verpackung“, „Die RFID-Technologie“, „RFID als Verpackungsinnovation“ sowie „Fazit und Ausblick“ unterteilt.

Eine Verpackung unterliegt verschiedenen Funktionen und Anforderungen, die von mehreren Interessensgruppen erfüllt werden müssen. Dabei nehmen Verpackungsarten und Trends Einfluss auf die Beschaffenheit und das Design einer Verpackung. In der vorliegenden Arbeit liegt der Schwerpunkt auf intelligenten Verpackungen, auch Smart Packaging genannt. Wird eine Verpackung mit einem RFID-Transponder ausgestattet, kann dieser jederzeit von einem passenden RFID-Lesegerät ausgelesen und die abgerufenen Daten mit einem Netzwerk oder Computersystem synchronisiert werden. Dadurch kann die Verpackung in der gesamten Supply Chain in Echtzeit gesteuert und identifiziert werden, um Zeit- und Kosteneinsparungen realisieren und Lieferungen effizienter terminieren zu können. Wird ein Electronic Product Code am Transponder abgespeichert, kann zudem gesichert werden, dass das Produkt nur einmal produziert wird. Mithilfe von RFID können Verpackungen dadurch gegen Fälschungen, Diebstahl und Piraterie geschützt werden, was vor allem in der Pharma- und Lebensmittelindustrie von Bedeutung ist.

Neben der Funktionsweise von RFID wird auf den Kritikpunkt Datenschutz und die Zukunftspotentiale von RFID näher eingegangen. Da aufgrund von RFID Daten transparenter werden, wird von Datenschutzorganisationen der „gläserne Mensch“ prognostiziert. Durch das Internet der Dinge, Ubiquitäres Computing und die Übertragungstechnik NFC, die Zukunftsfelder von RFID, werden verbindliche Normen unumgänglich. Da es sich bei RFID um eine sehr vielseitige Technologie handelt, sind auch dessen Anwendungsgebiete sehr breit gefächert. In dieser Arbeit wird der Einsatz von RFID in Bibliotheken, in der Bekleidungsindustrie, in einem Supermarkt und als Social Media Tool anhand eines Unternehmensbeispiels vorgestellt. Diese Praxisbeispiele zeigen, dass es für RFID nicht nur ein Konzept gibt, sondern mehrere Anwendungsmöglichkeiten, die an das jeweilige Unternehmen angepasst werden müssen, um zu einer Effizienzsteigerung zu führen.

Abstract

This master thesis gives an overview of the RFID technology with all its components as well as advantages and disadvantages. Main focus is the use of radio frequency identification in the packaging sector. Using RFID on packaging, called smart packaging, can increase the efficiency along the entire supply chain. For this purpose this thesis contains the five chapters “Introduction”, “Requirements for packaging”, “RFID technology”, “RFID as a packaging innovation” and “Conclusions and Outlook”.

A packaging is subject to different functions and requirements that must be met by several interest groups. Different packaging types and trends affect the quality and the design of a packaging. The present thesis focuses on smart packaging. If a packaging is equipped with an RFID transponder, it can be identified and traced anytime in the supply chain to achieve time and cost savings and improve the punctuality of deliveries. Therefor the transponder on the packaging must be scanned by a RFID reader. The received data can be synchronized within seconds with a network or computer system at the same time. If an Electronic Product Code is stored on the transponder, it can be assured that the product will produced only once. Using RFID on packaging can protect against product counterfeiting, theft and piracy which is especially important in the pharmaceutical and food industry.

In addition to the functionality of RFID this thesis takes a closer look at the data policy and the future potentials of RFID. Privacy groups are worried that storing electronic data will make people more “transparent” and lead to a “surveillance society”. Due to the future areas of RFID called Internet of Things, ubiquitous computing and the transmission technology NFC, mandatory standards must be essential. The RFID technology as well as their applications is very multifaceted and versatile because it can be used in many different ways and areas. In this thesis the use of RFID in libraries, in the clothing industry, in supermarkets and as a social media tool is presented by a business example. These case studies show that there is not just one concept but rather several application options suitable for RFID that have to be adapted to the respective companies to increase efficiency.

Eidesstattliche Erklärung

Hiermit versichere ich, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe, alle Ausführungen, die anderen Schriften wörtlich oder sinngemäß entnommen wurden, kenntlich gemacht sind und die Arbeit in gleicher oder ähnlicher Fassung noch nicht Bestandteil einer Studien- oder Prüfungsleistung war.

Ort, Datum Unterschrift

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darstellungsverzeichnis

Darst. 1: Anforderungen an eine Verpackung

Darst. 2: Funktionen einer Verpackung

Darst. 3: Frischeetiketten als Beispiel von Smart Packaging

Darst. 4: Intelligente Tablettenschachtel als Beispiel von Smart Packaging

Darst. 5: Smartes Pflaster

Darst. 6: Auto-ID Systeme im Überblick

Darst. 7: Beispielhafte Chipkarten zum bargeldlosen Zahlen

Darst. 8: Beispielhafter Aufbau eines Barcodes

Darst. 9: Barcode vs. RFID

Darst. 10: Übertragung der Funksignale zwischen Lesegerät und Transponder

Darst. 11: Transponder als Türschließsystem (li.) und Smart Label (re.)

Darst. 12: Beispielhaftes mobiles Lesegerät (li.) und Tunnelleser (re.)

Darst. 13: RFID-Kanäle: Eigenschaften, Anwendungen und Verbreitung

Darst. 14: Erlaubte Frequenzen in den verschiedenen Weltregionen

Darst. 15: Aufbau eines RFID-Systems

Darst. 16: Vor- und Nachteile von RFID im Überblick

Darst. 17: Beispiele von RFID-Emblem

Darst. 18: Beispielhafter Aufbau eines EPC

Darst. 19: Beispielfragen an das EPCglobal Network

Darst. 20: Potenzial von RFID im zeitlichen Verlauf

Darst. 21: Medienbruch und Verschmelzung von virtueller und realer Welt

Darst. 22: Ubiquitäres Computing

Darst. 23: Kauf eines Öbb-Handy-Tickets via NFC

Darst. 24: Anwendungsbereiche von RFID

Darst. 25: Aufteilungsszenario von RFID-Transpondern nach Anwendungsbereichen

Darst. 26: Bereiche des Supply Chain Managements

Darst. 27: Waren- und Informationsfluss entlang der gesamten Supply Chain

Darst. 28: RFID-Einsatzszenario im Future-Store von Metro

Darst. 29: Bewertung des RFID-Einsatzes im Future Store nach der Effizienz

Darst. 30: Gate Reader in der Hauptbücherei Wien

Darst. 31: Selbstverbuchungsstationen in der Hauptbücherei Wien

Darst. 32: Informationsflyer der Büchereien Wiens zur RFID-Umstellung

Darst. 33: Vor- und Nachteile von RFID in Bibliotheken

Darst. 34: RFID-Chips in Kleidungsstücken

Darst. 35: Schematischer RFID-Einsatz in einem Bekleidungsgeschäft

Darst. 36: Eingenähter RFID-Chip in einem Kleidungstück von Peuterey

Darst. 37: RFID in Berufskleidung bei DHL

Darst. 38: Beurteilung von RFID in der Bekleidungsindustrie

Darst. 39: Funktionsweise von RLC in drei Schritten

Darst. 40: Armbänder und Karten mit integrierten RFID-Chips von RLC

Darst. 41: RFID-Boxen von RLC

Darst. 42: Vier verschiede Arten von RFID-Boxen

Darst. 43: Check-In- (li.) und Fotoeintrag (re.) auf Facebook

Darst. 44: Grundfunktionen eines RFID-Armbands im Great Wolf Resort

Darst. 45: RFID-Armbänder bei Coldplay-Konzert

Darst. 46: Beurteilung von RFID als Social Media Tool

1. Einleitung

„RFID ist ein Teil der Telekommunikation. Allerdings ist es keine Kommunikation zwischen Personen, sondern eine Massenkommunikation von Gegenständen untereinander.“[1]

Bei Radio Frequency Identification, kurz RFID, handelt es sich um eine Funktechnik, die die Kennzeichnung von Produkten, Tieren und Personen ermöglicht. Dazu sind ein Lesegerät und ein elektronischer Datenträger (Transponder) notwendig, welche mittels Radiowellen miteinander kommunizieren.[2] Der Transponder wird am zu identifizierenden Objekt angebracht, das Lesegerät kann stationär oder mobil vorhanden sein. Mithilfe des Lesegeräts werden die Daten vom Transponder kontaktlos und nur auf Abruf abgelesen.[3] Dieser Datenaustausch sowie die zur Übertragung benötige Energie erfolgt über elektromagnetische Felder. Dieses Verfahren wurde aus der Funk- und Radartechnik übernommen und erhielt aufgrund der Identifikation von Radiowellen die Bezeichnung

Radio Frequency Identification.[4]

Das RFID-System ist den Automatischen Identifikationssystemen (Auto-ID-Systeme) zuzuordnen, mithilfe dessen Objekte automatisch identifiziert und verfolgt werden können. Am bekanntesten ist hierfür das Barcode-System, welches auf fast jeder Ware zu finden ist. RFID bietet gegenüber dem Barcode jedoch einen weitaus höheren Nutzen, da sich das zu identifizierende Objekt zum Scannen/Lesen nicht in Sichtkontakt zum Lesegerät befindet oder aus der Verpackung herausgenommen werden muss. Aufgrund der Radiowellen können mehrere Verpackungen zeitgleich durchleuchtet und erkannt werden (Pulkerfassung). Am Transponder können zusätzliche Daten zum Produkt abgespeichert werden. Dadurch kommt es zu einer zunehmenden Vermischung zwischen der Objekt- und Informationsebene (s. Unterkapitel 3.8.1, „Internet der Dinge“). Durch RFID können Gegenstände „intelligent“ (smart) gemacht werden und miteinander kommunizieren. Als Beispiel kann der intelligente Kühlschrank genannt werden:[5] „Er kommuniziert über RFID mit den Lebensmitteln, weiß welche ihm entnommen wurden und kann, wenn eines aufgebraucht ist, genau dieses online nachbestellen.“[6] Der Weg zum ubiquitären Computing (s. Unterkapitel 3.8.2) ist deutlich sichtbar.[7]

Bei der RFID-Technologie handelt es sich um keine neuartige Erfindung. Sie wurde erstmals im Zweiten Weltkrieg bei Flugzeugen zur Feinderkennung und später zur Tieridentifikation genutzt.[8] Aufgrund des technologischen Reifegrades und des hohen Nutzungspotentials ließen und lassen sich immer mehr Anwendungsgebiete damit erschließen.[9] Ab 1990 begann die Entwicklung moderner RFID-Systeme. Neben der Tieridentifikation wurde RFID als Wegfahrsperre, Zutrittskontrolle, Mautsystem und Zeiterfassung eingesetzt.[10] Telefonchipkarten wurden bereits 1984 verwendet. 1998 gelang der Durchbruch von RFID als Verpackungsinnovation in der Logistik und im gesamten Supply Chain Management (kurz SCM, zu dt. „Lieferkettenmanagement“).[11] Transponderbausweisen und Übertragungsfrequenzen wurden spezieller und die Kosten des Systems sanken zunehmend.[12] „Innerhalb kurzer Zeit hat sich die RFID-Technologie in unterschiedlichen Branchen als Standard der Objektidentifizierung etabliert.“[13] Vor allem die starke Vernetzung der Wertschöpfungsketten innerhalb von Unternehmen machen Systeme wie RFID zunehmend essentiell.[14]

Von diesen Hintergrundinformationen ausgehend haben sich folgende Forschungsfragen für diese Arbeit gestellt:

- Welche Anforderungen werden an eine Verpackung gestellt und welche Trends sind zu beobachten? Welchen Stellenwert nimmt hierbei Smart Packaging ein?
- Wie sieht der Aufbau eines RFID-Systems aus? Welche Bestandteile sind dafür notwendig und worin bestehen die Unterschiede zu einem Barcode-System?
- Welche technischen Funktionen und Möglichkeiten weist das RFID-System aktuell auf? Welche Kosten und Vor- und Nachteile sind damit verbunden?
- In welchen Bereichen lässt sich RFID bereits effizient nutzen und in welchen Anwendungen liegen Zukunftspotenziale?
- In welchen Bereichen des Supply Chain Managements lässt sich RFID effizient einsetzen? Welche Prozessverbesserungen lassen sich dadurch in der Supply Chain realisieren?
- Werden die Erkenntnisse aus der Literatur von Unternehmensbeispielen aus der Praxis bestätigt?

Ausgehend von den Forschungsfragen wurden folgende Annahmen getroffen:

1. Bei Smart Packaging handelt es sich um einen großen Trend in der Verpackungsindustrie.
2. RFID wird den Barcode in naher Zukunft ablösen und verdrängen.
3. Durch RFID kann die Effizienz in der gesamten Supply Chain signifikant gesteigert werden.
4. Bei RFID handelt es sich um eine zukunftsweisende Technologie, deren Potenziale noch nicht ausgeschöpft sind.

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

RFID ist eine Technologie mit beinahe grenzenlosen Einsatzmöglichkeiten. Fast genauso grenzenlos scheint die Berichterstattung darüber zu sein. Wird bei Google der Suchbegriff „Radio Frequency Idetification“ eingegeben, so werden in weniger als einer Sekunde 6.260.000 Ergebnisse[15] geliefert. Die Literatur in Buchform dazu ist überschaubarer, vor allem der Einsatz von RFID in der Logistik wird als sehr effizient beschrieben. Wichtig ist, sich einen Fokus zu setzen, da es nicht möglich ist, alle Anwendungsgebiete in einer Arbeit zu behandeln. Folgende Fragen bilden den Kern der vorliegenden Thesis: Wie sieht die derzeitige Funktionsweise eines RFID-Systems aus? In welchen Bereichen der Supply Chain ist RFID effektiv einsetzbar? Welche Prozesse können dadurch verbessert werden?

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Status Quo der RFID-Technologie darzustellen und deren Anwendungspotenziale im Supply Chain Management aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus speziell auf dem Bereich Ware und Verpackung. Durch die Abgrenzung von Begrifflichkeiten und eine detaillierte Darstellung der Technologie mit all ihren Vor- und Nachteilen soll eine Wissensgrundlage für RFID geschaffen werden, mithilfe deren das Ausmaß an Anwendungsmöglichkeiten erkannt werden kann. Unternehmensbeispiele aus der Praxis und Interviews mit RFID-AnwenderInnen sollen die Theorie veranschaulichen und zusätzliche Erkenntnisse liefern. Am Ende der Arbeit sollen alle Forschungsfragen und Annahmen beantwortet und die Funktionsweise von RFID als Verpackungsinnovation in den verschiedenen Anwendungsbereichen des Supply Chain Managements deutlich gemacht sein.

1.2 Aufbau der Arbeit

Um die Aufgabenstellung übersichtlich zu gestalten, wurde die vorliegende Arbeit in fünf Kapitel eingeteilt.

Das erste Kapitel (1. „Einleitung“) dient als Einführung in die Thematik und gibt einen Einblick in die Geschichte der RFID-Technologie sowie deren Funktionsweise. Die Problemstellung und Limitierungen, Forschungsfragen und Annahmen, der Aufbau sowie die Methodik und das Ziel dieser Arbeit werden vorgestellt.

Im zweiten Kapitel (2. „Anforderungen an eine Verpackung“) werden die Funktionen und Arten einer Verpackung erläutert und derzeitige Trends in der Verpackungsindustrie aufgezeigt. Dem Trend vom Smart Packaging, zu welchem der Einsatz von RFID zählt, wird ein eigenes Unterkapitel (2.4 „Smart Packaging“) gewidmet.

Im dritten Kapitel (3. „Die RFID-Technologie“) wird die technische Funktionsweise eines RFID-Systems dargestellt. Zu Beginn werden begriffliche und thematische Abgrenzungen vorgenommen und der Aufbau eines RFID-Systems mit all seinen Bestandteilen erläutert. Den Unterscheidungsmerkmalen und Kosten werden hierbei eigene Abschnitte gewidmet. Zudem werden die Vor- und Nachteile, der Kritikpunkt Datenschutz und die Zukunftspotenziale von RFID aufgezeigt. Zwischenfazits innerhalb der einzelnen Abschnitte fassen diese zusammen und sorgen für systematische Übergänge.

Die Anwendungsbereiche von RFID werden im vierten Kapitel (4. „RFID als Verpackungsinnovation“) vorgestellt. Dabei liegt der Fokus vor allem auf dem Einsatz von RFID im Supply Chain Management und den Bereichen Logistik und Produktion. In den jeweiligen Unterkapiteln werden Unternehmensbeispiele aus der Praxis dargestellt. Dabei handelt es sich um den Metro Future Store, die Büchereien Wiens, das Modelabel Gerry Weber und das Start-up-Unternehmen RealLifeConnect. Diese Unternehmensbeispiele stellen den empirischen Teil dieser Arbeit dar.

Im fünften Kapitel (5. „Fazit und Ausblick“) werden die zusammengetragenen Informationen betrachtet und zusammengefasst, die Forschungsfragen sowie die Annahmen beantwortet und eine Schlussfolgerung daraus gezogen. Des Weiteren wird ein Ausblick gegeben, in welchen Bereichen das Zukunftspotenzial der RFID-Technologie liegt.

Im Quellenverzeichnis werden alle Quellen, welche zum Schreiben dieser Arbeit verwendet wurden, aufgelistet und in Literatur- sowie Internetquellen unterteilt.

Im Anhang befinden sich die Aufzeichnungen der Interviews, welche für die Darstellung der Unternehmensbeispiele, den praktischen Teil dieser Arbeit, geführt wurden.

Abschließend befindet sich ein tabellarischer Lebenslauf, in welchem die wichtigsten Ausbildungsstationen der Verfasserin festgehalten sind.

1.3 Methodisches Vorgehen

Als Methode, um diese Arbeit zu schreiben und zur Beantwortung der Forschungsfragen, wurden eine Literaturrecherche angewandt und Interviews mit RFID-AnwenderInnen verschiedener Unternehmen aus drei unterschiedlichen Branchen geführt. Bei der Literaturauswahl wurden hauptsächlich Bücher herangezogen, welche aus den Jahren 2007 bis 2012 stammen um die Aktualität der Arbeit zu gewährleisten. Die Erklärung der technischen Funktionsweise eines RFID-Systems wurde größtenteils aus Finkenzeller, 2012, entnommen, auf dessen RFID-Handbuch oftmals von anderen AutorInnen in der Literatur verwiesen wird. Auf Sekundärliteratur wurde gänzlich verzichtet um die Qualität der Arbeit durch Primärquellen zu gewährleisten. Bei der Verwendung von Internetquellen, welche im Quellenverzeichnis gesondert angegeben werden, wurde auf Aktualität und Qualität der Seite geachtet. Alle Links befinden sich, alphabetisch und nach Abrufdatum nummerisch sortiert, als pdf-Datei auf der beigelegten CD-ROM.

Um die Theorie mit der Praxis zu verbinden wurden drei Unternehmen aus verschiedenen Bereichen zu dessen RFID-Einsatz befragt. Ziel dieser Interviews war es, Erkenntnisse aus der Praxis zu gewinnen, welche in der Theorie nicht angeführt werden. Zwei Interviewpartner wurden gebeten, den RFID-Einsatz anhand der Parameter „Zeitersparnis“, „Prozesseffizienz“, „Arbeitserleichterung“, „Implementierungsaufwand“, „Diebstahlschutz“, „Kosten“, „Nutzen“ und „Zukunftspotenzial“ nach dem österreichischen Schulnotensystem 1-5 zu beurteilen, wobei 1 die beste Note und 5 die schlechteste Note darstellt. Anhand dieser Beurteilung kann Aufschluss gegeben werden, wie die Unternehmen die RFID-Technologie derzeit einschätzen.

1.4 Limitierungen

Die RFID-Systeme sind so vielfältig wie ihre Anwendungsgebiete. Unterschiedliche Anforderungen, Bedürfnisse und Regulationen beeinflussen diese. Deswegen ist es nicht möglich auf alle Anwendungen und Systemarten in dieser Arbeit einzugehen. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf dem Einsatz von RFID als Verpackungsinnovation im Supply Chain Management. Alle anderen Anwendungsbereiche werden nur in Form einer Aufzählung erwähnt oder als Beispiel angeführt, da die genauen Ausführungen dieser den Rahmen dieser Arbeit sprengen würden. Auch können aufgrund dieser Vielseitigkeit nicht alle Kosten der RFID-Komponenten aufgelistet, sondern nur Auszüge daraus gegeben werden. Da es sich hierbei um keine Auftragsarbeit von einem Unternehmen handelt, wurden die Unternehmensbeispiele von der Verfasserin selbst ausgewählt.

2. Anforderungen an eine Verpackung

Laut Wannenwetsch ist eine Verpackung „die lösbare, vollständige oder teilweise Umhüllung eines Gutes (Packgutes), um dieses zu schützen oder andere Funktionen zu erfüllen.“[16] Die Verpackung besteht aus Packmitteln und Packhilfsmitteln. Zu den Packmitteln zählen unter anderem Papier, Folien, Metall, Glas, Schachteln, Kisten, Dosen, Flaschen, Tuben, Beutel und Säcke.[17] Packhilfsmittel sind zum Beispiel Klebebänder, Klebestoffe, Papiereinlagen, Kunststoffeinlagen oder Schaumstoffe. Als Packung oder Packstück wird das fertig verpackte Produkt bezeichnet[18], das heißt die Verpackung umfasst alle Tätigkeiten zur Bildung des Packstückes, welche unter dem Aspekt der Minimierung von Verpackungskosten steht. Das Resultat ist meist eine Verbraucherpackung als Verkaufseinheit, wie zum Beispiel eine Tafel Schokolade oder eine Tube Zahnpasta.[19]

Eine Verpackung ermöglicht die Verteilung, Lagerung und den Verkauf von Waren, weswegen sie einen wichtigen Teil in der Logistik einnimmt.[20] Sowohl HerstellerInnen, LieferantInnen, HändlerInnen, KonsumentInnen als auch GesetzgeberInnen stellen Anforderungen an eine Verpackung (s. Darstellung 1). Diese beziehen sich auf unterschiedliche Aspekte und müssen erfüllt werden. Während KonsumentInnen vor allem Convenience bei einer Verpackung zu schätzen wissen, stehen für HerstellerInnen die Kosten im Mittelpunkt. HändlerInnen fordern vor allem eine platzsparende und einfache Handhabung der Produkte. Um die Arbeit im Lager zu erleichtern, sollten die Barcodes leicht sichtbar und ablesbar sein. Dieselben Anforderungen gelten für alle am Verpackungsprozess beteiligten Faktoren wie z.B. Packmittel und Packhilfsmittel.[21]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darst. 1: Anforderungen an eine Verpackung

(Eigene Darstellung)

2.1 Funktionen einer Verpackung

An eine Verpackung werden nicht nur unterschiedliche Anforderungen gestellt, sie muss auch einige Funktionen erfüllen (s. Darstellung 2):

- Schutzfunktion: Eine Verpackung schützt das Produkt vor Umwelteinflüssen, Beschädigungen, Verunreinigungen und Mengenveränderungen, wie Schwund oder Diebstahl, aber auch Mensch und Umwelt, indem sie Verletzungen mit scharfkantigen Waren oder auslaufende Flüssigkeiten verhindert.[22] In der Lebensmittelindustrie soll die Verpackung vor allem den Schutz des Produktes bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum gewährleisten. Dafür stehen unterschiedlichste Materialen und Formen zur Verfügung, wie zum Beispiel Tetra-Pack oder Flaschen mit Kindersicherung.[23]
- Lager- und Transportfunktion: Da Waren auf dem Weg von den HerstellerInnen zu den KundInnen oftmals ein- und umgelagert werden, erfüllt eine geeignete Verpackung die Funktion diese leicht, schnell und sicher zu lagern. Viele Verpackungen sind genormt, um eine optimale Auslastung der Transportmittel zu gewährleisten sowie einen schnellen Lade- und Entladevorgang.[24] Um Kosten und Zeit zu sparen, müssen sie einfach zu bewegen, platzsparend, stapel- und palettierungsfähig und optimal im Regal zu platzieren sein. Eine Verpackung beinhaltet somit auch eine Regulierungsfunktion.[25] Um die Ware beim Transport nicht zu beschädigen, werden oftmals Zusatzverpackungen, wie Karton oder Paletten, eingesetzt.[26]
- Informationsfunktion: Eine Verpackung dient nicht nur zum Schutz der Ware, sondern auch als Informationsträger, da auf ihr Informationen zum Produkt, wie zum Beispiel Gebrauchsanweisungen, Warnhinweise oder Transport- und Lagerinformationen zu finden sind.[27] HerstellerInnen können neben vorgeschriebenen Deklarierungen (z.B. Verkehrsbezeichnung, Herstellungs- und Preisangabe, Mengenkennzeichnung, Zutatenliste, Mindesthaltbarkeitsdatum) freiwillige Kennzeichnungen vornehmen (z.B. Nährwertangabe, Produktname, Marke, Gütezeichen, Qualitätssiegel).[28]
- Marketingfunktion: Eine Verpackung erfüllt den Zweck der Verkaufsförderung. Sie soll KundInnen ansprechen, Aufmerksamkeit erregen und zum Kauf bewegen.[29] Auf der Verpackung können die positiven Produkteigenschaften hervorgehoben und das Produkt von der Konkurrenz abgegrenzt werden.[30] Vor allem im Bereich Kosmetika und Parfüm sind Verpackungen meist sehr aufwendig gestaltet und können bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten ausmachen.[31] Eine Verpackung kann somit als Medium angesehen werden, mithilfe dessen die Marke über das Produkt kommuniziert.[32]
- Gebrauchsunterstützungsfunktion: Eine Verpackung soll für KonsumentInnen leicht handzuhaben sein und einen Convenience-Nutzen stiften. Dazu zählen leichtes Öffnen, Dosieren und Wiederverschließen. Im Lebensmittelbereich dienen Verpackungen dazu, die Produkte lange frisch und genießbar zu halten und den sicheren Transport vom Supermarkt bis nachhause zu gewährleisten.[33]
- Umweltschonungsfunktion: Sowohl von den KonsumentInnen als auch von GesetzgeberInnen werden zunehmend umweltschonende Verpackungen gefordert. HerstellerInnen reagieren darauf mit reduziertem Einsatz von Materialien und recycelten sowie recycelbaren Stoffen. Durch eine energieschonende Produktion und wiederverwendbaren Verpackungen können Kosten gesenkt und gleichzeitig die Umwelt geschont werden.[34]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darst. 2: Funktionen einer Verpackung

(Eigene Darstellung)

2.2 Verpackungsarten

Die Arten von Verpackungen können nach den drei Kriterien „Verpackungsinhalt“, „Aufgabenbereich“ und „Verwendungshäufigkeit“ klassifiziert werden. Nach dem Verpackungsinhalt wird unterschieden in:[35]

- Einzelverpackung: Umschließt das Packgut direkt und stellt die kleinste Verkaufseinheit dar.
- Sammelpackung: Umfasst die Mengen an Packgut, in denen dieses gelagert wird.
- Versandverpackung: Diese kann Packgüter sowohl in Form von Einzel- als auch Sammelverpackungen enthalten, da diese nach dem KundInnenauftrag ausgerichtet wird.
Anhand des Aufgabenbereichs einer Verpackung wird unterschieden in:
- Transportverpackung: Dient dem Schutz der Ware beim Transport von der Herstellung bis zum/zur VerbraucherIn.[36]
- Verkaufsverpackung: Umhüllt die Packgüter unmittelbar und erfüllt ihre Aufgabe durch den Verbrauch durch die EndkonsumentInnen.[37] Sie sorgt für einen Schutz und die Haltbarkeit der Ware.[38]
- Umverpackung: Stellt eine zusätzliche Verpackung dar, bietet jedoch keinen direkten Schutz und verliert beim Gebrauch der Ware ihren Nutzen, beispielsweise eine Zahnpasta in einer Tube, welche wiederum in einer Schachtel steckt.[39] Ihre Aufgabe wird am Point of Sale (POS) erfüllt, indem sie Diebstahl reduziert, eine Selbstbedienung ermöglicht und als Werbeträger dient.[40]

Nach der Verwendungshäufigkeit werden Verpackungen unterschieden in:

- Einwegverpackung: Zur einmaligen Benutzung mit anschließender Entsorgung, z.B. Getränkedosen, Einwegflaschen, Papierbehälter.[41]
- Mehrwegverpackung: Zur mehrmaligen Benutzung; durch reduzierte Müllmengen werden Ressourcen und die Umwelt geschont.[42]

2.3 Verpackungstrends

Bei Verpackungen existieren unzählige Trends und Sub-Trends, welche sich branchenspezifisch unterschiedlich manifestieren. Im folgenden Abschnitt werden einige zeitaktuelle Trends kurz vorgestellt. Diese sind vor allem in der Lebensmittelbranche häufig zu beobachten. Als Hauptquelle dafür wurde das fünfte Kapitel in „Verpackungsmarketing“ von Vaih-Baur/Kastner (2010) herangezogen.

2.3.1 Trends im Design

- Nachhaltigkeit: Dieser Trend zeigt sich darin, dass nicht nur die Verpackung nachhaltig produziert wird (Öko-Packaging), sondern auch im reduzierten Design und in den dafür verwendeten Recyclingmaterialien.[43]
- Storytelling: Um die Herkunft und die Verwendung des Produktes anschaulich erklären zu können, wird eine Geschichte auf der Verpackung visuell erzählt, zum Beispiel mit Illustrationen, Comics oder Fotos. Diese Art des Geschichtenerzählens soll die BetrachterInnen unterhalten und den Inhalt emotionalisieren.[44]
- Handmade: Durch menschliches Design und echte Handarbeit soll Authentizität des Produktes geschaffen werden, beispielsweise durch Ausschneiden von Buchstaben, echten Pinselstrichen, Papierstrukturen, dreidimensionale Bastelunikate oder Anmerkungen in Handschrift.[45]
- Funktionale Eleganz: Dieser Trend beinhaltet die Reduktion der Verpackung auf das Wesentliche, zum Beispiel durch klare Formen, reduzierte Farben, einfaches Design oder leichtes Material.[46]
- No Design: Hierbei wird gänzlich auf Design verzichtet, indem die Verpackung auf Etiketten, Stempeln, Kleinserien, Einfachdrucke, zufällig ausgewählte Schriften und recycelbare Materialen reduziert wird. Dadurch wird scheinbar ungewollt ein eigenes prägnantes Design geschaffen.[47]
- Customer Feedback Design: Darunter ist die Gestaltung einer Verpackung zu verstehen, welche von KonsumentInnen selbst entworfen werden. Diese kann im Dialog oder innerhalb eines Wettbewerbes entstehen. In Form von limitierten „Art Editions“ können die KundInnen ihr selbst entworfenes Produkt dann kaufen.[48]
- Retro und Illustration: Die meisten Designwettbewerbsgewinne fallen auf illustrative Verpackungskonzepte. Dabei handelt es sich um kreative Gestaltungen, bei denen abstrakte Formen und Muster sowie markante Grafikdesigns verwendet werden.[49] Soll die Verpackung nostalgisch wirken, kommen oftmals Stilikonen oder Elemente der 1950er und 1980er Jahre zum Einsatz.[50]

2.3.2 Trends in der Gestaltung

- Qualität und Transparenz: Ist oder wirkt eine Verpackung hochwertig, wird meist auch der Inhalt vom Betrachter qualitativ eingestuft. Um den VerbraucherInnen einen Mehrwert zu bieten, befinden sich oftmals zusätzliche Informationen auf dem Produkt, wie zum Beispiel zur Herstellung, Verarbeitung oder Umwelt.[51]
- Einfachheit und Service Design: Die Verpackung soll schnell zu öffnen, praktisch und selbsterklärend sein, um den KonsumentInnen einen Convenience-Faktor zu bieten.[52]
- Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit: Um sowohl den Wünschen der VerbraucherInnen als auch den GesetzgeberInnen gerecht zu werden, werden zunehmend neue Materialen erforscht und eingesetzt, welche umwelt- und ressourcenschonend sind.[53]
- Personalisierung und Individualisierung: In Form von individuellen Verpackungsgestaltungen oder -größen können die KonsumentInnen in den Gestaltungsprozess miteinbezogen werden.[54]
- Warenfluss-Optimierung: Geeignete Formate, Materialen, Gestaltungen sowie neuartige Drucktechnologien ermöglichen eine optimale Unterstützung des sich immer schneller ablaufenden Warenstromes.[55]
- Interaktive Verpackungen: Durch interaktive Verpackungen können den KonsumentInnen verschiedene Formen an Mehrwert geboten werden, wie zum Beispiel Unterhaltung oder spezielle Anwendungsinformationen.[56]
- Intelligente Verpackungen: Dieser Trend der Verpackungsgestaltung zeigt sich in Form von Smart Packaging Anwendungen, wie zum Beispiel RFID, durch welche verschiedene Produktsicherheiten garantiert werden (z.B. Fälschungs- und Liefersicherheit).[57]

Eine Recherche im Internet nach den „Verpackungstrends 2011 und 2012“ zeigt ebenfalls, dass „grüne“ und intelligente Verpackungen stark im Trend liegen. Vor allem auf abbaubare und recycelte Verpackungsmaterialen wird Wert gelegt. Harald Bleier, Clustermanager von eco plus, meinte in einem noe.ORF.at-Interview im März 2012: „D as Wichtigste ist, dass die Verpackung die Bedürfnisse der Menschen erfüllt. Wir wollen immer weniger einkaufen, die Verpackungen werden kleiner und sie müssen auch intelligenter werden.“[58] Laut Andreas Kornherr, Materialwissenschafter der Firma Mondi, kommen auf die KonsumentInnen Verpackungssysteme zu, „die einerseits die Haltbarkeit von Lebensmitteln erhöhen, andererseits aber auch Materialen, die besser abbaubar sind, die man recyceln kann.“[59] Inwieweit Verpackungen noch mehr mit speziellen Codes beschriftet werden, welche beispielsweise von Smartphones gelesen werden können, liegt, laut Kornherr, jedoch nicht in der Entscheidungskraft der Verpackungsindustrie, sondern in der Lebensmittelindustrie.[60] „Die Japaner sind hier Vorreiter. […] Wir in der Europäischen Union versuchen aus guten Gründen Verpackungen, die das Lebensmittel beeinflussen, zu vermeiden und es gibt hier klare Richtlinien.“[61]

2.4 Smart Packaging

Mit Smart Packaging, auch Electronic Packaging genannt, wird eine intelligente bzw. kommunizierende Verpackung bezeichnet, da sie mit einer Informationstechnologie ausgestattet ist, welche es ermöglicht das „Verhalten“ der Packung zu steuern (z.B. Selbstkühlung).[62]

Die drei Hauptfunktionen von Smart Packaging sind:[63]

1. Identifizierung und Steuerung
2. Optimierung der Lagerfähigkeit
3. Ausbau der Schutzfunktion einer Verpackung

Ziel von Smart Packaging ist, einen praktischen Mehrwert zu schaffen, von dem HerstellerInnen und EndkonsumentInnen profitieren sollen.[64] Die auf den Verpackungen angebrachten RFID-Transponder, sogenannte Smart Label, sichern, dass Waren nur einmal produziert werden. Das fertig verpackte Objekt wird serialisiert und digitalisiert sowie in ein Computernetzwerk eingelesen. Bei der Anlieferung können die Daten auf dem Transponder abgelesen werden. Auch während des Transports ist es möglich Warnsignale vom Objekt zu erhalten, beispielsweise wenn die Ware nicht ausreichend gekühlt wird. Dadurch ist es möglich die gesamte Supply Chain, beginnend bei der Herstellung und endend bei den EndkonsumentInnen, zu dokumentieren und zu steuern.[65] Wertschöpfungsprozesse können effizienter und die Produkte für die VerbraucherInnen sicherer gestaltet werden. Die Lebensmittel- und Pharmaindustrie sind Vorreiter im Bereich Smart Packaging und im Einsatz von RFID, da dadurch Lebensmittel und Medikamente fälschungssicher, identifizierbar und rückverfolgbar gemacht werden können. Vor allem im Bereich Arzneimittelfälschungen schützt RFID durch die eindeutige Produktkennzeichnung vor Produkt- und Markenpiraterie.[66] Durch smarte Gegenstände kann auch der Kundenprozess deutlich vereinfacht werden, wenn Prozesse dadurch unterstützt oder Aufgaben vollständig übernommen werden.[67]

Nicht zu verwechseln sind intelligente Verpackungen mit aktiven Verpackungen. Aktive Verpackungen treten gezielt mit deren Inhalt in Verbindung, um dessen Qualität oder Haltbarkeit während der Lagerung zu verbessern. Bier in Kunststoffflaschen zum Beispiel werden mit einem Sauerstoffabsorber im Drehverschluss produziert, um die Haltbarkeit des Bieres von drei auf sechs Monate zu verlängern. Ein anderes Beispiel sind Folienverpackungen mit Ethylenabsorbern, um die Haltbarkeit von Bananen (welche bei der Reifung Ethylen erzeugen) bei der Lagerung zu verlängern. Bei Smart Packaging bzw. intelligenten Verpackungen hingegen handelt es sich um Verpackungen mit Zusatznutzen, welche nicht einer herkömmlichen Verpackungsaufgabe entsprechen. Ein typisches Beispiel hierfür sind Verpackungen, welche einen integrierten RFID-Chip (Smart Label) besitzen. Diese Label können kontaktlos gelesen werden, wodurch beispielsweise ein voller Einkaufswagen mit all seinen Artikeln beim Ausgang von einem Durchgangsleser erfasst und gescannt werden kann. Der mühsame Scanvorgang jedes einzelnen Artikels an der Kassa entfällt somit. Dadurch können Geld und Zeit gespart werden (s. Unterkapitel 4.2.2, „METRO Future Store“).[68]

In der Lebensmittelindustrie sollen intelligente Verpackungen vor allem dazu dienen, den Verderb der Ware festzustellen und unnötigen Müll durch noch genießbare Produkte, welche aufgrund des überschrittenen Haltbarkeitsdatums weggeworfen werden, zu vermeiden. Dies kann durch Zeit-Temperatur-Indikatoren oder Frischeindikatoren festgestellt werden. Auch über RFID-Sensoren können Werte wie beispielsweise Temperatur oder Feuchtigkeitsgrad der Ware gesammelt und aufgezeichnet werden.[69] Das folgende Beispiel von Smart Packaging zeigt einen Frischeetikett-Prototyp, welcher von der japanischen Firma To-Genkyo auf der Good Design Expo im August 2009 in Japan vorgestellt wurde (s. Darstellung 3). Je mehr Ammoniak das Fleisch freisetzt, umso stärker ändert der Aufkleber in Form einer Sanduhr seine Farbe. Wird das Fleisch ungenießbar (das bedeutet einen hohen Ammoniakausstoß), verfärbt sich der untere Bereich der Sanduhr grau und verdeckt den Barcode, welcher an der Kassa beim Bezahlvorgang eingescannt wird. Der Barcode wird durch die Verfärbung jedoch unleserlich. Zudem sehen die KonsumentInnen bereits im Kühlregal, ob das Fleisch noch genießbar ist oder nicht.[70] Diese Verpackungsinnovation könnte das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum ablösen und obsolet machen, jedoch stellt der Preis noch eine Hürde für die flächendeckende Verbreitung solcher Systeme dar. Der auf flexible Smart-Systeme spezialisierte Forscher Marc Koetse erklärte im Gespräch mit futurezone.at im Juli 2012: „Damit solche Systeme für Einzelverpackungen interessant werden, müsste man in den 10-Cent-Bereich kommen. Davon sind wir im Moment noch weit entfernt“.[71] Derzeit liegen die Preise bei großen Systemen mit aktiven Sensoren zwischen zehn und 100 Euro, anzustreben sind bei hochwertigen Produkten jedoch Preise im 5-Euro-Bereich.[72]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darst. 3: Frischeetiketten als Beispiel von Smart Packaging

(http://www.monty.de/2009/09/intelligente-produkte-und-schlaue-verpackungen/)

Das zweite Beispiel von Smart Packaging zeigt einen Tablettenblister mit RFID-Technologie (s. Darstellung 4). Das System ist in der Folie integriert und zeichnet den Zeitpunkt auf, zu welchem die Tablette aus der Folie gedrückt wird. Dadurch kann von den PatientInnen und von den ÄrztInnen nachvollzogen und überprüft werden, wann und ob die Tablette in der richtigen Dosis eingenommen wurde. Über das Handy können die PatientInnen an die Einnahmezeit erinnert werden oder die Medikamentenschachtel selbst enthält einen Zeitsensor.[73]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darst. 4: Intelligente Tablettenschachtel als Beispiel von Smart Packaging

(http://futurezone.at/future/9878-hightech-pflaster-misst-temperatur-und-puls.php)

Laut futurezone.at wird derzeit an einem smarten Pflaster geforscht, welches auf die Haut von PatientInnen angebracht wird (s. Darstellung 5). Es misst verschiedene Körperfunktionen, wie beispielsweise Temperatur, Herzschlag oder Muskelspannung. Diese Art von Monitoring könnte vor allem die Bewegungsfreiheit für herzkranke PatientInnen vergrößern, da sie nicht mehr an ein stationäres Gerät im Krankenzimmer gebunden wären. Durch die im Pflaster integrierten Sensoren könnte auf schädliche Umwelteinflüsse aufmerksam gemacht werden. Das smarte Pflaster befindet sich noch im Entwicklungsstadium und wird bis zur Realisierung noch ein paar Jahre Entwicklungszeit benötigen.[74] Es handelt sich hierbei zwar nicht um eine Verpackungsinnovation, jedoch zeigt dieses Beispiel, wie vielfältig RFID einsetzbar ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darst. 5: Smartes Pflaster

(http://futurezone.at/future/9878-hightech-pflaster-misst-temperatur-und-puls.php)

Zwischenfazit: Verpackungen unterliegen verschiedenen Anforderungen und Funktionen mehrerer Interessensgruppen. Diese müssen vor allem in der Gestaltung und beim Design berücksichtigt werden, auch wenn unterschiedliche Trends vorherrschen. Die Trends zeigen sich hauptsächlich im Material (z.B. Öko-Packaging) oder im Design (z.B. Retro-Optik) einer Verpackung. Handelt es sich um Smart Packaging, so sind die Verpackungen mit Informationstechnologien ausgestattet, wie beispielsweise mit einem Frischeetikett oder Smart Label. Dabei handelt es sich um einen RFID-Transponder, welcher die eindeutige Identifizierung der Ware, die Abrufung von Informationen und Zusatzfunktionen (wie z.B. Diebstahlsicherung, Temperaturmessung) ermöglicht. Dadurch kann der Produktpiraterie und Markenfälschung vorgebeugt werden, welche vor allem in der Pharmaindustrie einen hohen Stellenwert einnehmen. Doch was genau ist RFID und wie funktioniert es? Diese Frage wird im nachfolgenden Kapitel (3. „Die RFID-Technologie“) umfassend beantwortet. Auf die Anwendungsgebiete von RFID als Verpackungsinnovation wird im 4. Kapitel („RFID als Verpackungsinnovation“) näher eingegangen, in welchem einige Funktionsfelder von Smart Packaging innerhalb der Supply Chain erneut thematisch aufgegriffen werden.

3. Die RFID-Technologie

Unter Auto-ID wird die automatische Identifikation von Objekten, Tieren oder Personen verstanden.[75] Automatische Identifikationsverfahren haben in vielen Dienstleistungs- und Produktionsbereichen, im Handel, in der Logistik und bei Materialbeschaffungssystemen große Verbreitung gefunden. Ziel der Auto-ID ist es, Informationen zu Personen, Gütern, Tieren und Waren bereitzustellen, indem diese automatisch identifiziert werden. Barcode-Etiketten sind günstig, jedoch in vielen Fällen nicht mehr ausreichend, da sie sich nicht umprogrammieren lassen und nur eine geringe Speicherkapazität besitzen. Als praktisch und effizient erweisen sich vor allem kontaktlose ID-Systeme. Dabei werden Daten zwischen einem elektronischen Datenträger und einem zugehörigen Lesegerät sowie die Energie, die zum Betrieb des Datenträgers benötigt wird, kontaktlos übertragen. Diese Systeme werden RFID-Systeme genannt.[76]

Die folgende Abbildung (s. Darstellung 6) zeigt verschiedene Auto-ID-Systeme im Überblick, die als verwandte oder benachbarte Systeme von RFID betrachtet werden können.[77] RFID stellt hierbei, laut Kern, die leistungsfähigste Technologie mit den meisten Anwendungsmöglichkeiten dar. Teilweise werden die biometrischen und bildverarbeiteten Verfahren in Ergänzung mit RFID angewandt.[78] In dieser Arbeit wird jedoch aufgrund der thematischen Relevanz neben RFID nur auf das Barcode-System und die Chipkarten näher eingegangen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darst. 6: Auto-ID Systeme im Überblick

(Finkenzeller, 2012, S.2)

3.1 Chipkarten

Bei einer Chipkarte handelt es sich um einen elektronischen Datenspeicher, der in einem Plastikgehäuse in Kreditkartenform eingebaut ist, wie zum Beispiel in einer Telefon- oder Kreditkarte (s. Darstellung 7).[79] „S obald sie Radiowellen nützen, sind sie der Untergruppe der RFID-Systeme unterzuordnen.“[80] Auch aufgrund ihrer Funktionsweise sind Chipkarten mit dem RFID-System eng verwandt. Es werden ebenfalls Daten auf einem elektronischen Datenträger (Transponder) gespeichert. Der Datenaustausch erfolgt über magnetische oder elektromagnetische Felder.[81]

Je nach Innenleben wird zwischen einer Speicherkarte oder Mikroprozesskarte unterschieden. Vorteilhaft ist, dass die Inhalte der Chipkarte vom Eigentümer durch Passwörter oder einer Personal Identification Number (PIN) gegen Manipulation und unerlaubte Lesezugriffe geschützt werden können. Zudem machen sie fast alle Informations- und Geldtransaktionen einfacher, sicherer und günstiger. Nachteilig ist, dass die Funktionsfähigkeit der Kontakte durch Korrosion, Verschmutzung und Abnützung beeinträchtigt wird[82], weshalb die Karten öfters ausgetauscht werden müssen. Im Gegensatz zu kontaktlosen (RFID-)Systemen fallen bei Chipkarten hohe Wartungskosten für die Lesegeräte (z.B. Bankomat, Telefonzelle) an.[83] Trotzdem zählt der Chipkartenmarkt zu einem der am schnellsten wachsenden Mikroelektronik-Teilmärkten.[84]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darst. 7: Beispielhafte Chipkarten zum bargeldlosen Zahlen

(https://www.kreditkarte.at/web/content/de/Kreditkarten/Privat/Gold_Card/index.html)

3.2 Abgrenzung zum Barcode

Der Barcode, auch Strichcode genannt, zählt zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten Auto-ID-Systemen.[85] Es handelt sich hierbei um einen Binärcode mit parallel angeordneten Strichen (engl.: bars) und Trennlücken (s. Darstellung 8). Diese sind nach einem bestimmten Muster angeordnet. Die Datenelemente werden mithilfe eines Lasers (z.B. Scanner an der Supermarktkassa) erfasst bzw. abgelesen.[86] Barcodes befinden sich häufig auf Produkten und Verpackungen im Supermarkt, in Bibliotheken, auf Ersatzteilen und Briefen. Sie sind sehr günstig in der Herstellung, da sie nur Druck- und Etikettenkosten verursachen und auf Standarddruckern produziert werden können.[87] Beim Einscannen werden automatisch eine Rechnung erstellt und die Waren aus dem Computersystem verbucht. Dadurch kann die gesamte Bestandsführung mit Sollbestand, Meldebestand und bei Bedarf auch eine automatische Bestellanforderung durchgeführt werden.[88] Der am weitesten verbreitete Barcode ist der 13-stellige EAN-Code (European Articel Number)[89], welcher als Vorbild für den Electronic Product Code (kurz EPC, s. Unterkapitel 3.7.4) bei RFID gedient hat.[90]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darst. 8: Beispielhafter Aufbau eines Barcodes

(http://www.clipart.dk.co.uk/733/subject/Design__Technology/Barcode)

Das Barcode-System ist das Verfahren, welches der RFID-Technologie und dessen Anwendungsgebieten am nächsten steht.[91] „Daher ist die Überprüfung, ob der Grenznutzen von RFID höher als bei Barcodesystemen liegt, zu Beginn eines Projekts sehr empfehlenswert.“[92] Der größte Unterschied zwischen dem Barcode und dem RFID-System liegt darin, dass beim Ablesen des Barcodes ein Sichtkontakt zwischen Lesegerät und Transponder notwendig ist, bei RFID nicht. Bei RFID erfolgt das Beschreiben und Auslesen der Transponder berührungslos und ohne Sichtkontakt. Zudem kann nicht nur ein einzelner Artikel gelesen werden, sondern ganze Lager- und Transporteinheiten. Dadurch können im Gegensatz zum Barcode dutzende Einheiten und Inhalte gleichzeitig erfasst und verarbeitet werden (Pulkerfassung). Bei Barcodes hingegen handelt es sich um statische Informationsträger, welche bei Änderungen neu erstellt und auf dem Artikel erneut angebracht werden müssen.[93] Sie besitzen nur eine geringe Speicherkapazität und lassen sich nicht umprogrammieren.[94] Aufgrund ihrer Beschaffenheit können RFID-Transponder in Bereichen eingesetzt werden, zu welchen der Barcode nie Zugang gefunden hat, zum Beispiel Positionsortung oder biometrische Zutrittskontrolle.[95]

In der folgenden Tabelle (s. Darstellung 9) wird der Barcode anhand einiger Kriterien mit RFID verglichen und gegenübergestellt. Es ist zu erkennen, dass Barcodes zwar günstiger und bereits global definiert sind, RFID-Transponder jedoch über einen größeren Speicher verfügen und kontaktlos ausgelesen werden können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darst. 9: Barcode vs. RFID

(In Anlehnung an: http://www.barcotec.at/produkte/rf-id/rfid-im-allgemeinen.php)

In Bezug auf die Diskussion, ob RFID den Barcode ablösen wird, ist sich die Literatur einig: Das Barcode-System wird parallel zum RFID-System bestehen und je nach Anwendungsgebiet und Aufgabe wird entweder das eine oder das andere System zum Einsatz kommen. Gillert/Hansen beispielsweise „sind überzeugt, dass der Barcode noch eine lange Lebensdauer hat und man ihn besonders im Handel komplementär zu RFID einsetzten wird.“[96] Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass das Barcode-System dem RFID-System am ähnlichsten ist, jedoch kein Substitut darstellt. Beide sind als eigenständige Auto-ID-Systeme zu betrachten und sollten der Aufgabe entsprechend eingesetzt werden.

3.3 Bestandteile eines RFID-Systems

Ein RFID-System besteht aus

- einem Lesegerät (Reader, Scanner)
- einem Transponder (Tag, Chip, Smart Label)
- einer lokalen Software (Server)
- und einer integrierten Plattform (z.B. ERP, SCM, CRM)

welche miteinander agieren.[97]

In der Literatur werden Lesegeräte häufig als Reader und Transponder als Tags bezeichnet. Da es sich hierbei nur um die englischen Ausdrücke handelt, werden in dieser Arbeit die Begriffe „Lesegerät“ und „Transponder“ verwendet. Damit sind selbstverständlich immer RFID-Lesegeräte und RFID-Transponder gemeint.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darst. 10: Übertragung der Funksignale zwischen Lesegerät und Transponder

(Eigene Darstellung auf Basis von: Bartneck/Klaas/Schönherr, 2008, S.26)

Wie in Darstellung 10 ersichtlich, besteht ein RFID-Lesegerät aus einem Sender und einem Empfänger. Die Daten werden per Funk zwischen dem Lesegerät und dem Transponder ausgetauscht. Je nach Art des Transponders wird hierbei auch die Energie zur Übertragung übermittelt. Das elektromagnetische Feld zwischen Lesegerät und Transponder wird als Luftschnittstelle oder Air Interface bezeichnet.[98] Das Lesegerät und die Antenne müssen vor allem eine hohe Lesezuverlässigkeit gewährleisten. Bei guten Bedingungen können in einer Sekunde bis zu 100 Transponder identifiziert und ausgelesen werden.[99] Die Daten können dabei via Schnittstelle auch an andere Systeme übertragen werden, wie zum Beispiel Automatensteuerung, Netzwerk oder Computer.[100]

3.3.1 Transponder

Das Wort Transponder setzt sich aus den beiden englischen Wörtern „transmit“ (senden) und „response“ (antworten) zusammen.[101] Er wird an das zu identifizierende Objekt, wie zum Beispiel Waren, Verpackungen oder Transportbehälter, angebracht und stellt den eigentlichen Datenträger eines RFID-Systems dar. In der Regel besteht ein Transponder, auch Funketikett genannt, aus einem Mikrochip und einem Koppelelement (z.B. Spule, Antenne).[102] Die Datenmenge reicht von wenigen Bytes bis hin zu mehreren Kilobytes.[103]

Die Leistungsparameter von RFID-Transpondern sind:[104]

- Lesereichweite
- Übertragungsgeschwindigkeit
- Pulkfähigkeit
- Robustheit gegenüber Umwelteinflüssen

Es wird zunächst zwischen aktiven und passiven Transpondern unterschieden. Aktive Transponder beinhalten eine Batterie oder Solarzelle und versorgen sich damit selbstständig mit Strom.[105] Dadurch können sie selbst Radiosignale mit einer Reichweite von circa drei bis über 100 Metern zur Übertragung erzeugen. Meistens können aktive Transponder nicht nur gelesen, sondern auch beschrieben werden. Durch das Versetzen in einen Ruhemodus kann Energie gespart werden. Aufgrund der Batterie sind aktive Transponder teurer und größer als passive Transponder. Einige Verwendungszwecke lassen sich jedoch nur mit aktiven Transpondern bewältigen, wie zum Beispiel die Realtime-Lokalisierung von Autos auf Parkplätzen.[106]

Passive Transponder müssen die Energie vollständig vom Lesegerät beziehen[107] und werden erst im Ansprechbereich des Lesegeräts aktiv.[108] Befinden sie sich außerhalb dieses Bereiches, sind sie ohne jegliche Energie und können keine Signale aussenden.[109] Sie beziehen die Energie zur Datenübertragung aus dem Antennenfeld der Lesegeräte, weshalb sie eine geringere Reichweite (nur einige Meter) aufweisen. Dafür sind sie günstiger als aktive Transponder und besitzen eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer. Sie werden hauptsächlich in der Logistik bei Verpackungen, Paletten, Behältern und einzelnen Produkten angebracht. Oftmals werden sie dann von den EndkonsumentInnen mit der Verpackung weggeworfen.[110] Laut Kern werden passive Transponder am häufigsten eingesetzt, da sie langfristig nutzbar sind. In Büchern einer Bibliothek zum Beispiel würde ein aktiver Transponder mit einer Lebensdauer von ein bis zwei Jahren zu hohe Kosten verursachen.[111] Auch in der Verpackungsindustrie liegt der Fokus aufgrund der Kosten auf der Weiterentwicklung von passiven Transpondern.[112]

Neben passiven und aktiven Transpondern gibt es auch noch semi-aktive (teilgestützte) Transponder, welche eine Batterie besitzen, diese jedoch nur benutzen, wenn sie sich in Reichweite des Lesegeräts befinden um die Signalübertragung bzw. Reichweite zu verstärken. Ansonsten verhalten sie sich wie passive Transponder.[113] Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, dass sich die Batterie durch das in kurzer Distanz befindende Lesergerät erneut auflädt, was jedoch mit höheren Kosten verbunden ist.[114]

Des Weiteren werden RFID-Transponder nach ihrer Funktionalität unterschieden. Können sie nur gelesen werden, werden sie als Read-Only Transponder bezeichnet. Sind sie sowohl les- als auch beschreibbar, wird von Read/Write Transpondern gesprochen. Letztere sind in der Herstellung teurer als Read-Only Transponder.[115] Read-Only Transponder werden zum Beispiel im Einzelhandel gegen Ladendiebstahl eingesetzt. Über den Artikel sagen diese Transponder nichts aus, sie lösen jedoch Alarm am Geschäftsausgang aus, falls dieser nicht beim Bezahlvorgang entfernt oder deaktiviert wurde. Read/Write Transponder hingegen verfügen über Speicherplätze, in denen zum Beispiel Handlungsanweisungen oder Prozessdaten abgelegt werden. Diese können jederzeit neu beschrieben, verändert und verschlüsselt werden. Eingesetzt werden beschreibbare Transponder zum Beispiel bei Lieferscheinen, welche vom Empfänger gelesen werden können.[116]

Ein Transponder gilt als wiederverwendbar, wenn er sich die gesamte Lebensdauer hinweg am Produkt befindet, zum Beispiel auf einem Behälter, Werkzeug oder einem Buch in der Bibliothek. Befindet sich der Transponder an einer Handelsware, ist er meist nicht wiederverwendbar, weil er den gesamten Logistikprozess bis zu den EndkonsumentInnen nur einmal durchläuft. Dies wird als Einmal-Tag bezeichnet.[117]

Transponder sind in vielen Varianten, Formen und Größen vorzufinden, zum Beispiel als Disk, Münze, Schlüsselanhänger, Uhr, kontaktlose Chipkarte, Smart-Label, Glas- oder Plastikgehäuse.[118] Laut Kern bilden die Glaskapseln, Etiketten, Plastikkarten und Kunststoffkapseln die größte Gruppe.[119] Als häufigste Bauform sind Disks und Münzen vorzufinden, mit einem Durchmesser von einigen Millimetern bis zehn Zentimetern. Glastransponder wurden speziell zur Tieridentifikation entwickelt, um sie unter die Haut von Tieren injizieren zu können.[120] Zudem bietet Glas besonderen Schutz vor Feuchtigkeit und ist widerstandsfähig.[121] Für hohe mechanische Anforderungen eignen sich Transponder mit Plastikgehäuse, welche unter anderem in Autoschlüssel für Wegfahrsperren eingesetzt werden.[122] Transponder werden auch als Zutrittssysteme für Büro- und Arbeitsräume eingesetzt (s. Darstellung 11, li.). Bei Zutrittskontrollsystemen konnte sich die kontaktlose Uhr mit integriertem Transponder durchsetzen.[123] Dieser kann im Uhrengehäuse, im Armband oder im Verschluss eingebaut sein. Am Handgelenk getragen können sich befugte Personen damit Zutritt zu Gebäuden, ähnlich wie beim Skilift, schaffen.[124] Bei einem Smart Label handelt es sich um einen Transponder in papierdünner Bauform, welcher auf einer 0,1 Millimeter dünnen Plastikfolie angebracht ist (s. Darstellung 11, re.).[125] Die flexiblen Klebeetiketten können auf fast jeder Unterlage dauerhaft oder ablösbar, versteckt oder sichtbar angebracht werden, weshalb sie häufig in der Verpackungsindustrie verwendet werden.[126] Problematisch sind metallische Flächen, da sie die Funkübertragung stören. Dafür wurden spezielle Etiketten entwickelt, welche wiederum auf nicht-metallischen Flächen ungeeignet sind.[127]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darst. 11: Transponder als Türschließsystem (li.) und Smart Label (re.)

(http://karallmatausch.wordpress.com/2010/07/26/elektronische-versus-mechanische-schliessysteme/ (li.), http://www.searchsecurity.de/themenbereiche/identity-und-access-management/tokens-smart-cards-rfid/articles/311170/ (re.))

In der Textilindustrie werden hauptsächlich Anhängeetiketten ohne Klebefläche eingesetzt,[128] welche am Kleidungsstück aufgenäht, aufgeklebt oder aufgebügelt werden. Diese müssen extremen Bedingungen, wie zum Beispiel Wasser, Waschmittel, Hitze, Drücken oder Knicken standhalten.[129]

[...]


[1] Kern, 2007, S.11

[2] Vgl. Kern, 2007, S.1

[3] Vgl. Kern, 2007, S.33

[4] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.6-7

[5] Vgl. Kern, 2007, S.1-2

[6] Kern, 2007, S.2

[7] Vgl. Kern, 2007, S.2

[8] Vgl. Kern, 2007, S.7

[9] Vgl. Kern, 2007, S.3

[10] Vgl. Kern, 2007, S.7

[11] Vgl. Kern, 2007, S.10

[12] Vgl. Kern, 2007, S.8

[13] Tamm/Tribowski, 2010, S.1

[14] Vgl. Tamm/Tribowski, 2010, S.1

[15] Vgl. o.V., o.J. http://www.google.at/#hl=de&sclient=psyab&q=radio+frequency+identification&oq=

Radio+Frequency&gs_l=hp.1.1.0l4.2736.5396.2.6661.4.4.0.0.0.0.281.887.0j2j2.4.0...0.0...1c.1.br

6JTt8l4_U&pbx=1&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.&fp=bd62f99b828c3a86&bpcl=35466521&biw=1

098&bih=548

[16] Wannenwetsch, 2008, S.77

[17] Vgl. Martin, 2011, S.72

[18] Vgl. Vaih-Baur in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.10

[19] Vgl. Martin, 2011, S.72

[20] Vgl. Wannenwetsch, 2008, S.77

[21] Vgl. Vaih-Baur in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.23-24

[22] Vgl. Wannenwetsch, 2008, S.77

[23] Vgl. Vaih-Baur in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.17-18

[24] Vgl. Wannenwetsch, 2008, S.77

[25] Vgl. Vaih-Baur in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.22

[26] Vgl. Wannenwetsch, 2008, S.78

[27] Vgl. Wannenwetsch, 2008, S.78

[28] Vgl. Vaih-Baur in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.21

[29] Vgl. Wannenwetsch, 2008, S.78

[30] Vgl. Vaih-Baur in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.20

[31] Vgl. Wannenwetsch, 2008, S.77-78

[32] Vgl. Vaih-Baur in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.20

[33] Vgl. Vaih-Baur in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.21

[34] Vgl. Vaih-Baur in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.22-23

[35] Vgl. Krieger, o.J., http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/55209/verpackungsarten-v5.html

[36] Vgl. Martin, 2011, S.73

[37] Vgl. Krieger, o.J., http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/55209/verpackungsarten-v5.html

[38] Vgl. Martin, 2011, S.73

[39] Vgl. Martin, 2011, S.73

[40] Vgl. Krieger, o.J., http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/55209/verpackungsarten-v5.html

[41] Vgl. Günther, o.J., http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/83525/einwegverpackung-v6.html

[42] Vgl. Günther, o.J., http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/83524/mehrwegverpackung-v8.html

[43] Vgl. Henning in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.83-84

[44] Vgl. Henning in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.84

[45] Vgl. Henning in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.85-86

[46] Vgl. Henning in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.86

[47] Vgl. Henning in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.87

[48] Vgl. Henning in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.88

[49] Vgl. Henning in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.88-89

[50] Vgl. Henning in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.92

[51] Vgl. Henning in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.93-94

[52] Vgl. Henning in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.94

[53] Vgl. Henning in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.94

[54] Vgl. Henning in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.94

[55] Vgl. Henning in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.94

[56] Vgl. Henning in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.95

[57] Vgl. Henning in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.95

[58] Hofmeister, 11.3.2012, http://noe.orf.at/news/stories/2524476/

[59] Hofmeister, 11.3.2012, http://noe.orf.at/news/stories/2524476/

[60] Vgl. Hofmeister, 11.3.2012, http://noe.orf.at/news/stories/2524476/

[61] Hofmeister, 11.3.2012, http://noe.orf.at/news/stories/2524476/

[62] Vgl. Henning/Kastner in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.149

[63] Vgl. Henning/Kastner in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.149

[64] Vgl. Henning/Kastner in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.150

[65] Vgl. Henning/Kastner in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.152-153

[66] Vgl. Henning/Kastner in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.162-163

[67] Vgl. Fleisch/Dierkes in Mattern, 2003, S.156

[68] Vgl. o.V., o.J., http://dialogforum-chemie.at/DE/dialogforumchemie/Was+sind+aktive+bzw+

intelligente+Verpackungen.aspx

[69] Vgl. o.V., 20.2.2011, http://www.4-c.at/stories/artikel/Interpack_2011/Gruen_sicher_bequem_Die

_Verpackungstrends_2011/aid/5208/p/4?analytics_from=pages

[70] Vgl. Metzger, 8.9.2009, http://www.monty.de/09/intelligente-produkte-und-schlaue-verpackungen

[71] Stepanek, 4.7.2012, http://futurezone.at/9878-hightech-pflaster-misst-temperatur-und-puls.php

[72] Vgl. Stepanek, 4.7.2012, http://futurezone.at/hightech-pflaster-misst-temperatur-und-puls.php

[73] Vgl. Stepanek, 4.7.2012, http://futurezone.at/hightech-pflaster-misst-temperatur-und-puls.php

[74] Vgl. Stepanek, 4.7.2012, http://futurezone.at/hightech-pflaster-misst-temperatur-und-puls.php

[75] Vgl. Kern, 2007, S.13

[76] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.1

[77] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.1

[78] Vgl. Kern, 2007, S.13

[79] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.4

[80] Kern, 2007, S.28

[81] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.6

[82] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.4-5

[83] Vgl. Kern, 2007, S.28

[84] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.5

[85] Vgl. Kern, 2007, S.16

[86] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.2

[87] Vgl. Kern, 2007, S.16

[88] Vgl. Wannenwetsch, 2008, S.37

[89] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.2

[90] Vgl. Kern, 2007, S.17

[91] Vgl. Kern, 2007, S.35

[92] Kern, 2007, S.35

[93] Vgl. Franke/Dangelmaier, 2006, S.V

[94] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.1

[95] Vgl. Franke/Dangelmaier, 2006, S.79

[96] Gillert/Hansen, 2007, S.1

[97] Vgl. Martin, 2011, S.500

[98] Vgl. Gillert/Hansen, 2007, S.146

[99] Vgl. Gillert/Hansen, 2007, S.152

[100] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.7

[101] Vgl. Franke/Dangelmaier, 2006, S.9

[102] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.8

[103] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.12

[104] Vgl. Gillert/Hansen, 2007, S.146

[105] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.13

[106] Vgl. Gillert/Hansen, 2007, S.150

[107] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.13

[108] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.9

[109] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.23

[110] Vgl. Gillert/Hansen, 2007, S.150

[111] Vgl. Kern, 2007, S.34

[112] Vgl. Henning/Kastner in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.150

[113] Vgl. Gillert/Hansen, 2007, S.150

[114] Vgl. Kern, 2007, S.47

[115] Vgl. Henning/Kastner in Vaih-Baur/Kastner, 2010, S.150-151

[116] Vgl. Gillert/Hansen, 2007, S.147-148

[117] Vgl. Gillert/Hansen, 2007, S.40

[118] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.14ff

[119] Vgl. Kern, 2007, S.69

[120] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.14

[121] Vgl. Kern, 2007, S.70

[122] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.15

[123] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.17-18

[124] Vgl. Kern, 2007, S.81

[125] Vgl. Finkenzeller, 2012, S.21

[126] Vgl. Martin, 2011, S.501

[127] Vgl. Kern, 2007, S.76

[128] Vgl. Kern, 2007, S.71

[129] Vgl. Kern, 2007, S.80

Details

Seiten
126
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656404668
ISBN (Buch)
9783656406983
Dateigröße
6.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v211372
Institution / Hochschule
Fachhochschule Wiener Neustadt – Campus Wieselburg
Note
1,00
Schlagworte
RFID Radio Frequency Identification Verpackung intelligente Verpackung smart packaging supply chain management Barcode

Autor

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Titel: Radio Frequency Identification als Verpackungsinnovation im Supply Chain Management