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Wissenschaftliches Arbeiten: Das Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit

Hausarbeit 2011 16 Seiten

Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Projektmanagement Studium

3. Vorarbeiten des wissenschaftlichen Arbeitens
3.1. Themenfindung
3.2. Literaturrecherche
3.3. Materialauswahl und Materialbewertung

4. Wissenschaftliches Schreiben
4.1. Strukturierung des Inhalts
4.1.1. Einleitung
4.1.2. Hauptteil
4.1.3. Schluss
4.2. Zitieren
4.2.1. Zeichensetzung und Rechtschreibung
4.2.2. Genaue Seitenangaben
4.2.3. Zitat im Zitat
4.2.4. Auslassungen
4.2.5. Hervorhebungen
4.2.6. Übersetzungen
4.2.7. Zitate aus zweiter Hand
4.2.8. Paraphrase
4.3. Quellenangaben

5. Vortragen/Präsentieren
5.1. Präsentationen richtig vorbereiten
5.2. Präsentationen richtig halten
5.2.1. Die richtige Körperhaltung
5.2.2. Der Umgang mit dem Lampenfieber

6. Schluss

Literaturverzeichnis

Selbstständigkeitserklärung

1. Einleitung

Gerade zu Anfang dieses Jahres hat die „Plagiats-Affäre“ um den Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg das wissenschaftliche Schreiben in den Fokus der Öffentlichkeit gelenkt. Deshalb ist es umso aktueller, dass Studentinnen und Studenten sich möglichst schon zu Beginn des Studiums mit dem wissenschaftlichen Schreiben auseinandersetzen.

Dass dieses nicht leicht ist, belegt Hartmut von Hentig: „Ja, Schreiben macht nicht Schwierigkeiten, Schreiben ist Schwierigkeit, genauer: Es ist die eigentliche Erschwerung der mir jeweils gestellten Aufgabe, der jeweils anfallenden Sache.“[1]

Einen einfachen Text zu schreiben ist leicht. Einen Text aber nach wissenschaftlichen Anforderungen zu schreiben und dabei auch noch gut klingen zu lassen, ist damit in keinster Weise vergleichbar. Das Zitat von Hartmut von Hentig beschreibt, dass das Schreiben nicht nur Studentinnen und Studenten schwer fällt, sondern auch vielen Menschen, die geübt im Schreiben von Texten sind. Dabei sagt von Hentig, dass die gestellte Aufgabe in keinster Weise das Problem ist, sondern das im Anschluss darauf folgende Ausformulieren unter Beibehaltung wissenschaftlicher Kriterien. Das Schreiben an sich wird mehrere Tage in Anspruch nehmen. Ein mit dem Schreiben vergleichbarer Zeitaufwand ist der für die Literaturrecherche. Diese beinhaltet neben der Auswahl auch die Auswertung. Darüber hinaus ist das Zitieren und Belegen fremder Quellen an formale Vorgaben gebunden, die zunächst erlernt werden müssen.

Diese Hausarbeit befasst sich mit den zentralen Themen und Kriterien, die an das Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit gestellt werden.

2. Projektmanagement Studium

Hat das „Sich-Durchwursteln“ in der Schule und dem Abitur meistens noch geklappt, ist diese Methode für ein Studium nicht tragbar. Ein erfolgreiches Studium muss geplant werden. Dazu gibt es zwei Methoden, die helfen, das Studium erfolgreich abzuschließen. Zum einen das systematische Studium und zum anderen das „learning by doing“.

Das systematische Studium zeichnet sich durch Anleitungen und praktischen Übungen aus, wobei jederzeit bei den fachkundigen Betreuern um Hilfe gefragt werden kann.

Beim „learning by doing“ werden zumeist Aufgaben angegangen, zu denen kaum eine Vorbildung besteht. Bei der Planung des Studiums sind folgende Punkte zu beachten, auf die im Rahmen dieser Hausarbeit allerdings nicht weiter eingegangen werden kann:

- Projektplanung
- Kostenplanung
- Steuerplanung
- Zeit- und Terminplanung[2]

3. Vorarbeiten des wissenschaftlichen Arbeitens

Die Vorarbeit des wissenschaftlichen Arbeitens ist eine nicht zu vernachlässigende Hürde im Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens. Es ist notwendig, sich im Vorfeld ein Thema zu überlegen, sofern dieses nicht vorgegeben ist. Dieser Prozess kann längere Zeit dauern und die Wahl eines Themas bzw. die Festlegung darauf ist nicht immer leicht. Danach folgt die Themenrecherche, die viele als lästig und zeitaufwändig empfinden. Diese sollte allerdings mit großer Sorgfalt durchgeführt werden, um genügend qualitativ hochwertige und passende Literatur zu finden. Zum Schluss müssen die recherchierten Quellen und Medien ausgewertet und schließlich ausgewählt werden.

3.1. Themenfindung

Bevor mit dem Schreiben der wissenschaftlichen Arbeit begonnen werden kann, muss ein Thema gefunden werden. Dabei stellt sich zunächst die Frage, ob das Thema der wissenschaftlichen Arbeit vorgegeben ist oder ein fachspezifisches Thema selbst gewählt werden kann.

Bei einem vorgegebenen Thema ist es zunächst wichtig, sich mit der Thematik auseinander zu setzen und erste Ideen zu sammeln. Hilfreich ist dabei die Brainstorming-Methode, in der alles aufgeschrieben wird, was einem zu einem bestimmten Thema einfällt. Die zentrale Frage lautet also:

- „Was weiß ich bereits über mein Thema?“

Anhand der durch das Brainstorming gefundenen Ergebnisse bzw. Stichworte ist eine Literaturrecherche möglich.

Ist das Thema nicht vorgegeben bzw. wenn selbstständig ein fachspezifisches Thema gewählt werden kann, so ist mit den nachfolgenden Fragen eine erste Hilfestellung gegeben:

- „Was sind meine fachspezifischen Interessen?“
- „Was sind meine Vorkenntnisse?“
- „Was für ein Thema ist von mir realisierbar?“

Mit Hilfe dieser drei Fragen lassen sich die Themen eingrenzen, was die Wahl eines Themas immens erleichtert.[3]

Die Frage nach den fachspezifischen Interessen dient dazu, sich ein Thema zu suchen, wofür eigenes Interesse besteht. Andernfalls besteht die Gefahr, dass schnell das Interesse an der wissenschaftlichen Arbeit verloren geht und nur noch „halbherzig“ an dem Projekt gearbeitet wird.

Die Frage nach den eigenen Vorkenntnisse dient dazu, Zeit zu sparen. Sind bereits Vorkenntnisse in einem Themenbereich vorhanden, so können diese genutzt werden und Zeit, die sonst zum Einarbeiten in ein neues Thema investiert werden muss, kann eingespart werden.

Die Frage danach, welches Thema von mir realisierbar ist, kann von zwei Seiten betrachtet werden. Zum einen stellt sich die Frage, ob das Thema von mir überhaupt ausreichend beantwortet werden kann – ganz salopp gesagt, ob mit dem eigenen Intellekt oder den vorhandenen Mitteln eine ausreichende oder befriedigende Lösung des Themas in der vorgegebenen Zeit erreicht werden kann. Zum anderen stellt sich die Frage, ob das Thema in den Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit passt, also, ob das Thema den richtigen Umfang für die wissenschaftliche Arbeit bietet.[4]

3.2. Literaturrecherche

Ist die Wahl auf ein Thema gefallen, so folgt als nächster Schritt die Literaturrecherche. Die Literaturrecherche hat sich in den letzten 20 Jahren sehr stark verändert. War der erste Anlaufpunkt für die Literaturrecherche in den 1980er Jahren noch die Bibliothek, ist heutzutage das Internet der erste Anlaufpunkt, um eine Recherche durchzuführen. Deshalb bietet heute nahezu jede Bibliothek ihre Bibliothekskataloge auch online an, was eine komfortable Suche vom heimischen Arbeitsplatz aus ermöglicht.[5]

Die Literaturrecherche dient der Erstellung einer Literaturübersicht. Unterscheiden lässt sich die Recherche im Prinzip in zwei verschiedene Verfahrensweisen. Auf der einen Seite gibt es die systematische Verfahrensweise, bei der in Nachschlagewerken, Bibliothekskatalogen, Bibliografien, amtlichen Veröffentlichungen und Periodika nach Literatur gesucht wird. Auf der anderen Seite gibt es die pragmatische Verfahrensweise, bei der die Literaturübersicht anhand von Literaturlisten, -verzeichnissen, Handapparaten, Lehrbüchern und Kommentaren erstellt werden kann. Eine Recherche darf sich allerdings nicht auf nur einen dieser „Orte“ begrenzen, da sich nicht alle gesuchten Informationen nur im Internet oder nur in einer Bibliothek befinden. Daher ist es wichtig, bei der Recherche auf beide Informationsstandorte zurückzugreifen.[6]

[...]


[1] Hentig, Hartmut von: Wissenschaft, 2003, S. 215

[2] Vgl. Theisen, René Manuel: Wissenschaftliches Arbeiten, 2009: S. 5

[3] Vgl. Kruse, Otto: Keine Angst vor dem leeren Blatt, 2007: S. 117-122

[4] Vgl. Kruse, Otte: Keine Angst vor dem leeren Blatt, 2007: S. 123ff

[5] Vgl. Franck, Norbert; Stary, Joachim: Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens, 2008: S. 137f

[6] Vgl. Franck, Norbert; Stary, Joachim: Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens, 2008: S. 33

Details

Seiten
16
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656393047
ISBN (Buch)
9783656394334
Dateigröße
470 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v211279
Institution / Hochschule
Hochschule Osnabrück – Management und Technik
Note
1,0
Schlagworte
wissenschaftliches Arbeiten zitieren quellen osnabrück hausarbeit schreiben lingen

Autor

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