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Adler, Heer- und Königsfahnen - Herrschaftszeichen im hoch- und spätmittelalterlichen Imperium

Examensarbeit 2008 82 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Karolingische Adler und Königsfahnen – Ein kurzer Überblick

3. Frühe Adler und Königsfahnen im Imperium
3.1. Die Ottonen
3.2. Die Salier
3.3. Lothar III

4. Die Staufer – Die Adler und Fahnen des „genus aquilae“
4.1. Die Entwicklung bis Friedrich I
4.2. Heinrich VI. – Erstarken der Heraldik
4.3. Der Thronstreit – Die Fahnen und Feldzeichen Philipps von Schwaben und Ottos IV
4.4. Friedrich II. – Blütezeit des staufischen Adlers
4.5. Adler und Fahnen der letzten Staufer und des Interregnums

5. Von Rudolf I. bis Albrecht I.

6. Heinrich VII. – Eine luxemburgische Sonderentwicklung

7. Ludwig der Bayer – Der Adler als Amtszeichen des Reiches

8. Karl IV
8.1. Adler und Fahnen zu Lebzeiten des Herrschers
8.2. Das Begräbnis des Kaisers

9. Wenzel I. und Ruprecht I.

10. Kaiser Sigismund
10.1. Adler und Doppeladler – Symbole und Imaginationen von Kaiser und Reich
10.2. Die Fahnen Kaiser Sigismunds

11. Friedrich III. – Erstarrung der heraldischen Normen

12. Zusammenfassung

13. Quellen- und Literaturverzeichnis

Anhang: Bildanhang

1. Einleitung

Demjenigen, der sich mit der deutschen Staatssymbolik der Gegenwart beschäftigt, wird auffallen, dass sich einige Farben und Symbole nicht aus dem öffentlichen Leben der Bundesrepublik wegdenken lassen: Der Adler und die schwarz-rot-goldenen Fahnen. Ebenso wird man es nicht vermeiden können, die Farben Rot und Weiß in vielen Städte- und Länderwappen zu erblicken. Kaum jemand wird sich aber Gedanken darüber machen, dass es sich hierbei um Symbole und Farben handelt, die eine lange Tradition haben, im Falle des Adlers sogar schon seit Jahrtausenden fest zur Herrschaftssymbolik gehören. Mögen diese Zeichen auch in den jeweiligen Epochen politisch instrumentalisiert und uminterpretiert worden sein, in ihrer Substanz blieben sie doch gleich. Während der Adler, wie schon angesprochen, als Herrschaftssymbol uralt ist, ist die Farbkombination Rot-Weiß bzw. das Schwarz-Gold in der „Deutschlandfahne“ einer mittelalterlichen Entwicklung zu verdanken. Genau diese Entwicklung von Farben und Symbolen soll in der vorliegenden Arbeit nachvollzogen werden. Dabei soll auf ihre verschiedenen Erscheinungsformen als plastische Figur, Fahne und Wappen eingegangen werden und auf die Gebrauchsmöglichkeiten, die sich daraus ergaben. In die Untersuchung soll dort, wo es nötig ist, ein Symbol mit einbezogen werden, das in der heutigen Staatssymbolik kaum mehr eine Rolle spielt, im christlich bestimmten Mittelalter aber eine große Bedeutung hatte: das Kreuz.

Als genuin christliches Symbol – denn in einem anderen Kontext ist es im christlichen Abendland nicht gebräuchlich – spielt es für die Herrschenden vor allem seit der Vision Konstantins eine Rolle, in der es als Siegeszeichen gedeutet wurde. Seitdem taucht es als Herrschafts- und Siegessymbol regelmäßig auf, auf Münzen und Szepter der römischen Könige und Kaiser des Mittelalters, im Zuge der Kreuzzüge als allgemeines Erkennungszeichen der christlichen Kreuzfahrer sowie, und das ist für diese Arbeit besonders wichtig, als Kreuzfahne im Heiligen Römischen Reich. In diesem Zusammenhang spielen auch wieder die Farben Rot und Weiß eine gewichtige Rolle.

Der Adler hingegen ist eindeutig heidnischen Ursprungs. Schon seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. finden wir ihn, oft in Gestalt eines Mischwesens, als Symbol für Stärke und Herrschaft. Fast alle antiken Völker bieten Beispiele für das Vorkommen des Adlers als Schmuck und Symbol, sei es bei den Sumerern oder bei den Griechen.[1] Ausgangspunkt für den mittelalterlichen Adler ist allerdings derjenige des antiken Römischen Reiches. Dort galt er anfangs als Vogel Jupiters, des obersten Gottes, bevor er dann, oft losgelöst davon, als Adlerzepter der römischen Kaiser auftaucht.[2] Dies ist für die weitere Geschichte besonders aufschlussreich, da auch bei vielen mittelalterlichen Herrschern das Adlerzepter als Herrschaftszeichen auftritt.

Wenngleich der Adler ein ursprünglich heidnisches Symbol war, wurde er auch in die christliche Tradition mit einbezogen. Hier gilt er vor allem als Zeichen des Evangelisten Johannes.[3] Als solches nehmen ihn auch einige römische Könige und Kaiser vor allem des Spätmittelalters in ihr Repertoire der Herrschaftszeichen auf. Der Adler begegnet uns im Laufe des Mittelalters noch mehr als das Kreuz in allen möglichen Erscheinungsformen, als Zepter, Siegelbild, als plastisches Feldzeichen, Wappen und Fahnen. Während des gesamten Mittelalters ist der Adler das nahezu unumstrittene Symbol für König und Kaiser.

Die vorliegende Arbeit beschränkt sich daher vor allem auf das Vorkommen von Adler und Kreuz in ihren verschiedenen Erscheinungsformen und Anwendungsbereichen im Umfeld der Herrscher des Heiligen Römischen Reiches. Aber auch abweichende Symbole sollen, soweit sie im Umfeld des Herrschers auftauchen, mit in die Analyse einbezogen werden, so dass sich ein abgerundetes Bild ergibt. Gleichzeitig soll, wie schon erwähnt, die Entwicklung der genannten Symbole in den verschiedenen Abschnitten der mittelalterlichen Geschichte dargestellt werden. Bezugspunkt sind hier die einzelnen mittelalterlichen Herrscher und „Dynastien“, soweit man diesen Begriff in der Geschichte des Herrschertums des Heiligen Römischen Reiches überhaupt verwenden darf, im Laufe der Epoche. Der Schwerpunkt richtet sich auf die staufische und nachstaufische Zeit, in der mit der Herausbildung und dem Erstarken der Heraldik eine besondere Entwicklung in der Geschichte der Symbolik im Imperium stattfindet. Diese Arbeit versucht auch zu klären, ob es eine wirkliche Entwicklung in Aussehen und Gebrauch der Herrschaftszeichen überhaupt gegeben hat und wie diese vor sich ging.

Das Thema der Arbeit ist in seiner Gesamtheit lange nicht untersucht worden, weshalb die meisten Forschungsergebnisse hierzu schon älter sind. Lediglich Beiträge zu einzelnen Aspekten des Themas sind neueren Datums. Daher soll nun versucht werden, unter Einbeziehung der neuesten Forschungsergebnisse eine Gesamtdarstellung im vorgegebenen Rahmen zu erreichen. Als erstes wird sodann kurz auf die Adler und Fahnen der Karolingischen Zeit eingegangen werden, die allerdings für das Thema aufgrund der Spärlichkeit der Quellen nicht besonders ergiebig ist, bevor mit den ottonischen Herrschern die eigentliche Geschichte der genannten Symbole beginnt.

2. Karolingische Adler und Königsfahnen – Ein kurzer Überblick

Für die karolingische Zeit gestaltet sich der Nachweis für herrschaftliche Adlerzeichen und Fahnen recht schwierig. So gibt es nur sehr wenige Belege, welche über die Herrschaftszeichen Karls des Großen Auskunft geben. Nur ein Zeugnis für den Adler stammt direkt aus jener Zeit. Es gibt eine Goldmünze, welche den Adler des Johannes auf der Rückseite zeigt. Auf ihrer Vorderseite befindet sich der Kopf des Kaisers mit der Umschrift „CAPUT IMPERATOR“.[4] Erst im Jahre 978 schreibt Richer von St. Remy, dass Karl der Große auf dem Giebel seiner kaiserlichen Pfalz in Aachen einen metallenen Adler aufgestellt habe. Thietmar von Merseburg bestätigt dies, behauptet aber, dass der Adler andersherum postiert gewesen sei.[5] Es wäre interessant zu prüfen, wer nun Recht hatte. Allerdings ist dies für das Thema dieser Arbeit weiter nicht von Belang. Vielleicht wollte Karl mit der Aufstellung des Adlers die Wiederherstellung des römischen Kaisertums zum Ausdruck bringen, welches ja ebenfalls den Adler als Zeichen hatte.[6] Allerdings weiß man weder etwas über die Farbe noch über das genaue Aussehen der Figur..

Ebenso weiß man wenig über etwaige Königsfahnen Karls des Großen, geschweige denn über deren Aussehen. Zwar gibt es das Lateranmosaik des ehemaligen Tricliniums Leos III., welches an der Lanze Karls des Großen ein blaues oder grünes Fahnentuch mit roten Mustern zeigt, das in drei Zungen ausläuft. Das Mosaik stellt u.a. die Übergabe der Fahnenlanze an Karl durch Petrus dar.[7] Allerdings ist es unsicher, ob es sich hier um eine tatsächliche Königsfahne oder um eine stadtrömische Fahne handelt, wie z.B. Erdmann behauptet.[8] Dafür spricht beispielsweise die Tatsache, dass Leo III. an Karl eine römische Fahne, ein vexillum Romanae urbis, nebst den Schlüsseln zur Confessio des heiligen Petrus geschickt hat[9], also nicht eine Fahne, die der Herrscher sich selbst als Zeichen ausgewählt hat, sondern die ihm als Zeichen der Anerkennung seiner Herrschaft überreicht wurde.[10] Diese Fahne war wohl eine Fahne der Stadt Rom. Die Römer und mit ihnen der Papst erkannten durch diese Sendung die Herrschaft Karls an.[11] Dass es solche römische Fahnen gegeben hat, wird auch dadurch belegt, dass es wohl üblich war, hochgestellte Persönlichkeiten wie Karl mit einer Fahnenprozession vor der Stadt abzuholen. Es gab also mehrere römische Fahnen und nicht nur eine bestimmte.[12] Mit den Königs- oder Kaiserfahnen haben sie nichts zu tun. Die Fahnen gehörten nicht zum König, sie wurden nur zu dessen Ehrung gebraucht. Die Fahnenträger waren nicht königliche Würdenträger oder Bedienstete, sondern Beamte der Stadt Rom.[13] Wichtig ist hier allerdings, dass die an Karl gesandte Fahne durch eben diese Sendung schließlich doch zur Königsfahne wurde, zu der sie der Herrscher machte. Diesen Brauch der Herrschaftsübergabe durch Fahnen gab es bei den Franken schon seit längerer Zeit. Er fiel dann mit dem stadtrömischen Brauch, der dieses Ritual ebenfalls kannte, zusammen. So gebrauchte der neue Monarch diese stadtrömische Fahne in der folgenden Zeit sicher als seine Königsfahne. Allerdings konnte sich dieser Brauch nicht halten und die stadtrömischen Zeichen wurden nicht zu den Zeichen des Königs oder des Kaisers, sondern zu dem der Päpste.[14]

Unter Karls Nachfolgern finden wird ebenfalls kaum Zeugnisse, welche Aufschluss über das Aussehen und den Gebrauch des Adlers und der Königsfahne geben können. Der Adler erscheint einmal auf dem Cingulum des Bischofs Witgarius, welcher dieses als Geschenk Ludwigs des Deutschen und seiner Gemahlin Hemma bekommen hatte. Auf ihm sind Adler an beiden Enden eingewebt. Diese könnten ein Zeichen für die königliche Herkunft des Geschenks sein, wahrscheinlich aber ein Zeichen für das Streben nach Gott.[15] Der christliche Symbolgehalt des Adlers wurde ja schon in der Einleitung zu dieser Arbeit erwähnt. Beachtet man dies, so kann man hier wohl nur mit Einschränkungen an den Adler als königliches Zeichen denken.

Als Zeugnis für die Königsfahne könnte man hier eine Miniatur aus der Vivianusbibel Karls des Kahlen anführen. Neben dem Thron des Herrschers steht ein Krieger, welcher eine Lanze trägt, an der ein rotes Tuch befestigt ist. Hier stellt sich aber die Frage, ob diese nicht eher einen spätantiken Römer als einen Franken zeigt, wie man an Helm und Schild erkennen kann. Somit kann man auch hieran nicht das Aussehen einer Königsfahne festmachen.[16]

Die Siegel Karls III. zeigen immerhin eine kleine Fahne, die an einer Lanze angebracht ist.[17] Auch auf den Siegeln der nachfolgenden Herrscher taucht dieses Bild auf. Natürlich kann man auch hier die Farben der Fahne nicht erkennen, aber wenigstens über deren Aussehen liefern uns die Siegel einige Informationen. Ähnlich wie die Fahne auf dem oben genannten Mosaik, so werden auch die späteren karolingischen Königsfahnen beschaffen gewesen sein: Ein Fahnentuch, das an einer Lanze befestigt ist. Die Tatsache, dass mit Hilfe einer Lanze die Herrschaft übertragen wurde, welche besonders im später ausgebildeten Lehnswesen eine bedeutende Rolle spielte, wird uns noch häufiger beschäftigen.

Dass eine Königsfahne nicht nur zur Herrschaftsübertragung benutzt wurde, sondern auch im Kampf dem König vorangetragen wurde, ist schon aus karolingischer Zeit bekannt. Aus einem Brief Alcuins an Eanbald von York erfahren wir von der Wichtigkeit der Fahne und der Aufgabe des Fahnenträgers (signifer).[18] Floh dieser, so verlor das Heer seinen Halt und die Niederlage war unausweichlich. So war es zwar einerseits eine große Ehre, die Königsfahne tragen zu dürfen, andererseits aber auch eine verantwortungsvolle Aufgabe. Karl III. ließ sich ebenfalls eine Fahne vorantragen.[19] Wahrscheinlich gab es mehrere Königsfahnen, die zu verschiedenen Zwecken gebraucht wurden. Die prunkvollste und größte wurde wohl im Heerlager aufgepflanzt, die leichter beweglichen wurden dem König vorangetragen.[20] Allerdings kann man in karolingischer Zeit noch nicht vom Amt des signifer sprechen, wie es in späteren Zeiten der Fall ist. Es scheint keine bestimmte Person zu sein, der zu dieser Zeit die Aufgabe übertragen wird, zeitweise scheinen es Grafen gewesen zu sein.[21]

3. Frühe Adler und Königsfahnen im Imperium

3.1. Die Ottonen

Interessant ist, dass im Zeitalter der Ottonen als erster wichtiger Hinweis auf das Aussehen einer königlichen Kriegsfahne von einem Engel die Rede ist, der vermutlich als Bild auf einer Fahne während einer Schlacht gegen die Ungarn angebracht war.[22] Gritzner geht davon aus, dass mit diesem Symbol nur ein umgestalteter Adler gemeint gewesen sein könne, da sonst nirgends von einem solchen Engel auf einer Kriegsfahne die Rede sei. Widukind habe nur, da der Adler für ihn ein heidnisches Zeichen gewesen sei, dieses Wort nicht in sein Werk aufnehmen wollen.[23] Erdmann allerdings gibt eine schlüssige Erklärung dafür, warum es sich tatsächlich um die Darstellung eines Engels gehandelt haben könnte: Zu jener Zeit gab es im Oströmischen Reich eine Fahne des Erzengels Michael. Diese sei von den frühen ottonischen Herrschern übernommen worden, da der Kult dieses Erzengels gerade in Blüte stand. Aufgrund dieses byzantinischen Vorbildes scheint es auch nicht, wie man annehmen könnte, eine plastische Engelsfigur gewesen zu sein, sondern wirklich eine auf der Fahne angebrachte Darstellung eines solchen. Allerdings blieb diese Fahne ein Einzelfall in der Geschichte.[24] Jedenfalls übernahm sie die übliche Funktion der Feldzeichen, sie hatte wohl sonst keine besonderen Aufgaben.

Einen Hinweis auf den Adler finden wir bei Widukind allerdings ebenfalls. Während der Sachsenkriege Karls des Großen sind es bei ihm die heidnischen Sachsen, welche nach dem Sieg auf dem östlichen Teil der Burg Scheidungen einen Adler aufstellen.[25] Hier kann man eine Parallele zum oben genannten Adler Karls des Großen sehen, welcher ebenfalls auf seiner Pfalz einen solchen errichtet hat.[26] Aus diesen Belegstellen kann man schließen, dass zu dieser Zeit Sieg und Machtübernahme durch das Anbringen eines plastischen Adlers kenntlich gemacht wurden.

Dass ein ähnliches Zeichen auch zur friedlichen Besitzübertragung benutzt wurde, erfahren wir aus der Zeit Ottos II. In einer Urkunde von 982 wird als vorsorgliche Handlung dem Kloster des Hl. Gorgonius in Gorze der Besitz des später tatsächlich im Kampf verstorbenen Herzogs Konrad von Lothringen „sub fanono nostro, hoc est imperiali vexillo“ übertragen.[27] Zwar gibt es hier wie so oft keinen genauen Hinweis auf das Aussehen des vexillum. Es ist aber anzunehmen, dass es sich hierbei entweder um eine plastischen Adler wie bei der kriegerischen Übernahme eines Besitztums oder um die schon auf den Siegeln Karls III. gefundene Fahnenlanze handelte. Es scheint, dass der Aussteller der Urkunde das Zeichen als bekannt voraussetzt und daher keine Beschreibung beifügt. Da sowohl Adler als auch Fahnenlanzen schon spätestens in karolingischer Zeit bezeugt sind, war es also unnötig, Informationen über deren Aussehen zu geben. Über den Träger der Fahne erhalten wir in ottonischer Zeit weitere Informationen. Es gab wohl einen bestimmten signifer, der im Normalfall die Fahne trug, aber auch einen hohen Würdenträger des Reiches, der dies an besonderen Tagen übernahm.[28]

Dass allerdings in ottonischer Zeit auch Adler und Fahnenlanze zusammen ein einziges Symbol darstellen könnten, beispielsweise einen plastischen Adler auf einer Lanze, an der ein Fahnentuch befestigt ist, könnte man aus den Glossen zu Prudentius aus dem 10. Jahrhundert schließen. Dort wird „aquilas“ mit „guntfanon“, also „Kriegsfahnen“, übersetzt.[29] Dies wäre wohl widersinnig, wenn der Adler nicht an der Kriegsfahne befestigt wäre oder die Kriegsfahne gar keine Fahne, sondern eine Lanze ohne Fahnentuch wäre. Da die Quellenlage für diese Zeit sehr spärlich ist, lässt sich keine erschöpfende Auskunft darüber geben, ob Kriegsfahne und die Fahne als Kennzeichen der Besitzübertragung unterschiedlich aussahen oder nicht und ob Adler und Fahnenlanze tatsächlich zwei verschiedene Arten von Zeichen oder miteinander kombiniert waren. Für die Kombination spricht das Vorbild der römischen Legionsadler, welche ja einen plastischen Adler mit einem darunter angebrachten Fahnentuch darstellten. Viel wichtiger ist hier aber die Funktion der Zeichen, die im Gegensatz zu deren Aussehen aus den Quellen ersichtlich wird: In ottonischer Zeit und auch schon früher wurden Adlerzeichen bzw. Fahnen als Feldzeichen, als Zeichen der Machtübernahme und der Besitzübertragung gebraucht.

Erst unter Otto III. finden wir wieder einige, diesmal sogar bildliche Zeugnisse des Adlers, oft in Verbindung mit einem Kreuz. Die Übernahme des Adlersymbols durch diesen Herrscher ist wohl nicht zuletzt auf die byzantinische Prägung durch seine Mutter Theophanu und den Gedanken der renovatio imperii Romanorum zurückzuführen. Dies wird auch darin deutlich, dass gerade nach seiner Kaiserkrönung in Rom der Adler vermehrt auftaucht. Dass Adler und Kreuz oft gemeinsam erscheinen beweist einerseits die Übernahme des antik-römischen weltlichen als auch des christlichen Herrschaftsgedankens.[30]

Beide Symbole zusammen befinden sich beispielsweise auf einer Münze des Kaisers. Auf der Vorderseite befindet sich ein Kreuz und auf der Rückseite ein Adler.[31] Interessant in dieser Hinsicht ist das sogenannte Lotharkreuz des Aachener Domschatzes, in welches eine Gemme des Augustus eingearbeitet wurde. Auf dieser ist neben dem Kopf des Kaisers ein Adler zu sehen.[32] Obwohl nicht ganz gesichert ist, dass Otto III. wirklich der Stifter des Kreuzes war, könnte er durch dieses Kreuz zur Wiederaufnahme des römischen Konsularzepters der Imperatoren inspiriert worden sein, welches den Adler als Bekrönung trägt und deutlich auf dem berühmten Evangeliar Ottos III. aus der Reichenauer Schule zu sehen ist.[33] Dort befindet sich ein Bild des Herrschers in Hoftracht. In der rechten Hand hält er besagtes adlerbekröntes Zepter, in der anderen eine Kugel, eventuell auch eine Scheibe, mit einem Kreuz.[34] Auch hier tritt wieder die Verbindung des römischen Kaisergedankens mit christlicher Herrschaft hervor. Die Kaisersiegel Ottos III. zeigen allerdings keine Adler auf dem Zepter, lediglich das Kreuz bleibt erhalten.[35]

Schwierig zu beurteilen ist in diesem Zusammenhang eine Darstellung des Aachener Evangeliars, auch Liuthar-Evangeliar genannt, welches entweder von Otto II. oder von Otto III. gestiftet wurde.[36] In früherer Zeit wurde es in die Zeit der Kaiserkrönung Ottos III. verortet. Allerdings ist dies später in Zweifel gezogen worden.[37] Sollte die neueste Datierung auf das Jahr 983 richtig sein, so gibt uns die Zeichnung Auskunft über das ottonische Herrschaftsverständnis zur Zeit der Königskrönung Ottos III. Der Herrscher sitzt in der Position, die üblicherweise Christus vorbehalten ist. Dass die Krönung außerdem am Weihnachtstag stattfand und die sonstige Bebilderung des Evangeliars stark durch Darstellungen von Christi Geburt geprägt ist, weist auf die Besonderheit des Neugekrönten hin, auf die durch die ottonischen Herrscher verkörperte Nachfolge Christi.[38] Sollte das Evangeliar, wie früher angenommen, nach der Kaiserkrönung des Herrschers gestiftet worden sein, wäre es nicht der Vater, sondern der Sohn selbst, der sich in diesem Zusammenhang sähe. An dem grundsätzlichen Herrschaftsverständnis würde sich aber dadurch nichts ändern.

Abgesehen von solchen Überlegungen gibt die Miniatur interessante Hinweise auf zeitgenössische Fahnen. Einerseits ist rechts über dem Herrscher ein Adler zu sehen, welcher auch hier schon die königlich-kaiserliche Herrschaft mit dem Romgedanken verbindet, andererseits befinden sich auf beiden Seiten des Throns Fahnenträger, welche durch ihre Kopfbedeckung als hohe Würdenträger, wahrscheinlich Herzöge, ausgewiesen sind. Sie tragen jeweils eine Lanze, an der ein rotes Tuch befestigt ist. Diese Fahnenlanzen könnten diejenigen sein, mit welchen Herrschaft übertragen wurde, wie wir schon weiter oben gesehen haben. Insofern wäre das Evangeliar ein Zeugnis dafür, dass für die Herrschaftsübertragung rote Fahnen ohne plastische Adler benutzt wurden.[39] Dass auf der Lanze kein Adler angebracht ist, sondern dieser getrennt von ihr erscheint, könnte darauf hindeuten, dass es zumindest zu dieser Zeit, also um 983, keine Herrschaftszeichen gab, bei denen Adler und Fahne kombiniert waren und dies bis in die Zeit Ottos III. fortwirkte. Wie wir gesehen haben, ist ja ohnehin keine Kombination von Adler und Fahne belegt. Auch wenn der Gebrauch des Adlerzepters durch Otto II. nicht belegt ist, könnte sich somit für das Ende der Herrschaft Ottos II. und vermutlich die gesamte Zeit Ottos III. eine Zweiteilung ergeben: Es gab ein Adlerzepter nach dem Vorbild der römischen Imperatoren, welches als Zeichen für den Herrscher selbst galt und eine Lanze ohne Adler, aber mit Fahnentuch, welche für die Übertragung von Besitztümern und Herrschaftsrechten verwendet wurde.

Diese Annahme wird bestätigt durch den letzten Ottonen, Heinrich II. Dieser übertrug laut Thietmar von Merseburg die Grafschaft des Herzogs Hermann an den Grafen Gerhard von Elsass.[40] Dies geschah mit einer „lancea signifera“, die nach besagter Quelle sowohl ein Lehen übertrug (beneficium) als auch die militärische Gewalt (signum militare).

Auf den Siegeln Heinrichs II. finden wir keinen Adler, wohl aber auf einer Münze, welche einen solchen Vogel zeigt, der dem auf dem Kameo des Lotharkreuzes ähnlich ist.[41] So führte der Herrscher die Tradition des Adlerzepters seines Vorgängers wohl nicht fort, brachte aber seine Herrschaft ebenfalls mit dem antiken Adlersymbol in Verbindung.

Interessant ist, dass wir ebenfalls aus der Zeit Heinrichs II. eine erste Darstellung eines Doppeladlers haben, der zuletzt im 7. Jahrhundert in Ostturkestan aufgetaucht war. Der Doppeladler aus ottonischer Zeit befindet sich daher auch auf Seidenstoffen aus dem vorderen Teil Asiens.[42] Allerdings kann man aufgrund der orientalischen Herkunft kein abendländisches Herrschersymbol oder gar einen tieferen Sinn darin erkennen. Er diente wohl lediglich als Schmuck. Bemerkenswert ist aber, dass der Doppeladler schon zu dieser Zeit im mittelalterlichen Reich bekannt war.

Obwohl das Kreuz losgelöst von Adler und Fahnen nicht als eigener Bestandteil der vorliegenden Arbeit behandelt werden soll, ist es nötig zu erwähnen, dass auch die Ottonen, auf Siegeln seit der Kaiserherrschaft Ottos I., auf Münzen schon früher, das Kreuz als Herrschaftssymbol nutzten. Es erscheint auf Kreuzstäben und auf der heiligen Lanze.[43] Dieses frühe Auftauchen des Kreuzes weist schon auf dessen späteren Gebrauch als Zeichen auf einem Fahnentuch hin. Die Herrscher sahen sich seit jeher als christliche Herrscher und identifizierten sich mit dem Kreuzzeichen.

Zuletzt soll noch etwas zur Farbe der Fahnen und der Adler gesagt werden: Zwar erscheinen auf dem Evangeliar zur Königskrönung Ottos III. rote Fahnen. Dennoch kann man daraus nicht etwa schließen, dass die Fahnentücher an den Lanzen stets rot waren. Natürlich könnte sich diese Farbe angeboten haben, da sie einerseits weithin sichtbar war, andererseits aufgrund ihrer teuren Herstellung und ihrer Vornehmheit als Herrscherfarbe taugte. Sicher ist dies aber keineswegs, da besagtes Evangeliar das einzige farbige Zeugnis darstellt. Auch aus karolingischer Zeit gibt es, wie wir gesehen haben, keine Hinweise auf die rote Farbe. Auch für den Adler gibt es als Beleg für dessen Farbe nur das Bamberger Evangeliar Ottos III. Hier erscheint er golden. Es ist anzunehmen, dass er auch sonst diese Farbe hatte, da auch sonstige Zepter auf Miniaturen und ähnlichem golden sind. Man denke beispielweise an das Sakramentar Heinrichs II., welches eine goldene Lanze zeigt.[44]

3.2. Die Salier

Auf den Münzen Konrads II. finden wir den Adler auf einer Münze, welche den Herrscher als rex bezeichnet, also noch vor dessen Kaiserkrönung im Jahre 1027 geprägt worden sein muss. Auf der Königssiegeln ist aber von einem Adler keine Spur, lediglich Lilienzepter und ein Reichsapfel mit Kreuz werden in der Hand gehalten. Erst auf den Kaisersiegeln ab 1029 erscheint der Adler auf dem Zepter und zwar bis zur Zeit der Mitregentschaft seines Sohnes Heinrich.[45] Offenbar sah sich Konrad als König noch nicht in der Nachfolge der antiken Imperatoren, wohl aber als Kaiser. Bei Heinrich III. ist es seltsamerweise genau umgekehrt: Der Adler erscheint auf Königssiegeln, aber nicht auf den Kaisersiegeln.[46]

Abgesehen von der römischen Tradition gibt es, wie wir ja schon in der Einleitung festgestellt haben, auch eine christliche Tradition des Adlers. Diese könnte in der Salierzeit durch die Historia des Klosters Mouzon auf eine neue Grundlage gestellt worden sein. Dort heißt es, dass sich bei der Überführung der Gebeine des heiligen Arnulfs ein Adler auf dem Schiff niedergelassen und das Schiff sicher über das Wasser geführt habe.[47]

Ein Bischof, der von diesem Ereignis hört, gibt eine Deutung des Vogels: Er spielt sowohl auf die Visionen des Ezechiel als auch direkt auf den Adler des Johannes an. Außerdem bringt er den Raubvogel direkt in Verbindung mit den Herrschern, in dem er sagt: „Quotiens huius avis nomen in proverbiis assumitur, regum potentium figura subintelligitur.“ Unschwer lässt sich daraus eine Anspielung auch auf den Adler des römischen Königs bzw. Kaisers erkennen, auch wenn der Satz eher allgemein gehalten ist.[48] Hier bekommt dieses heidnische Herrschersymbol eine christliche Bedeutung, die es, wir haben es schon oben gesehen, zwar schon lang hatte, die jetzt aber erneut ins Spiel gebracht wird.

Zwar erfahren wir aus Siegeln und Münzen nichts Konkretes über den Gebrauch des Adlerzepters oder sonstiger Adlerzeichen, es gibt allerdings aus der Zeit Konrads II. den „Libellus de ceremoniis aule imperatoris“, später Teil der „Graphia aureae urbis Romae“, worin der Autor den kaiserlichen Ornat und die kaiserlichen Insignien beschreibt. Der Kaiser trägt nach dem Vorbild Scipios – hier wieder eine deutliche Anspielung auf die römische Antike – ein Zepter mit einem goldenen Adler. Dieser soll Symbol für den Kaiser sein, der gleich einem Adler allen anderen voranfliegt. Auch Dalmatika, Hosen und Strümpfe des Kaisers sollten Adler tragen.[49]

Zwar haben wir kein Zeugnis davon, ob der kaiserliche Ornat wirklich so aussah. Es könnte sich auch lediglich um ein Wunschdenken des Autors oder, positiver ausgedrückt, um ein Programm für den Ornat handeln. Trotz allem wird der Einfluss des antiken Herrschertums auf die Herrschaftszeichen deutlich.[50] Der römische Adler war nach wie vor ein fester Bestandteil auch des mittelalterlichen Kaisertums.

Etwas besser informiert sind wir über die Adlerzeichen Heinrichs IV. Auch bei ihm findet sich das Adlerzepter auf seinen Königssiegeln, aber nicht auf seinen Kaisersiegeln. Das bedeutet allerdings nicht, dass Adlerzeichen nicht mehr im Gebrauch gewesen sein müssen.[51] Benzo von Alba berichtet beispielsweise von einem „sceptrum imperii“, das der Herrscher nach seiner Kaiserkrönung in der rechten Hand trägt.[52] Zwar muss man hier nicht unbedingt das Adlerzepter darunter verstehen, naheliegend ist es aber. Es gibt wohl kaum ein Symbol, welches kaiserliche Macht deutlicher zum Ausdruck bringen könnte.

Ein weiteres Zeugnis dafür, dass Heinrich Adlerzeichen geführt haben könnte, ist die Angabe im Carmen de bello Saxonico, dass der König während der Sachsenkriege „signa fulgentia“ geführt habe.[53] Damit können eigentlich nur plastische Adlerfeldzeichen aus Metall gemeint sein. Es ist kaum anzunehmen, dass der Autor, der wohl auf die Sonne reflektierende Feldzeichen hinweist, Fahnentücher als „blitzend“ oder „strahlend“ bezeichnet hätte.

Ähnlich ungenau berichtet die Vita Mathildis über die Feldzeichen Heinrichs IV. bei der Belagerung von Montisbellum im Jahre 1092.[54] Donizo berichtet hier von einem „vexillum large tensum“, also von der weit ausgebreiteten Fahne des Königs. Hier kann wiederum nicht der Adler gemeint sein. Denn wie kann ein plastischer Adler weit ausgebreitet sein, der zudem noch als vexillum bezeichnet wird? Möglicherweise meinte der Autor die ausgebreiteten Flügel des Raubvogels. Dies ist aber eher unwahrscheinlich, da nirgendwo von Flügeln die Rede ist. Die Gleichsetzung von ausgebreiteten Flügeln mit Fahnen wäre vielleicht auch zu abstrakt und metaphorisch für das Denken dieser Zeit.

Es sollen hier noch zwei Belegstellen angeführt werden, die Auskunft darüber geben könnten, dass der Adler zu Kaiser Heinrichs IV. Zeiten als Feldzeichen gebraucht worden ist. Benzo von Alba berichtet: „Tot igitur christianitas assurgat in laudem Creatoris, quia contra hostiles impetus reddit terribiles aquilas christianissimi imperatoris.“[55] Er spricht also von Adlern und bringt sie in Verbindung mit dem Kaiser. Zwar weist Erdmann auf die antikisierende Ausdrucksweise mancher Autoren, u.a. auch Benzos hin, welche beispielsweise für Kloster municipium setzen und daher auch mit „aquila“ schlicht eine Fahne meinten.[56] Dennoch gibt es genügend andere Hinweise auf tatsächliche plastische Adler, wenn auch keine eindeutigen Belege.

Die Frage ist nun, ob zur Zeit des Herrschers ausschließlich plastische Adlerfeldzeichen benutzt wurden oder etwa plastische Adler, die mit Fahnentüchern kombiniert waren. Für beide Versionen gibt es, wie wir gerade gesehen haben, Hinweise in den Quellen. Dort spricht man einerseits vom „vexillum large tensum“, andererseits von „signa fulgentia“. Obwohl es nirgends zu beweisen ist, scheint hier eine Verbindung von Adler und Fahnentuch am wahrscheinlichsten. Diese würde sowohl das Blitzen der Feldzeichen als auch die weit aufgespannte Fahne erklären. Es ist kaum anzunehmen, dass zur gleichen Zeit verschiedene Feldzeichen im Gebrauch des Königs bzw. Kaisers waren.

Weiterhin gibt es Quellen, die uns über die Farbe des kaiserlichen Fahnentuches Auskunft geben, aber wiederum nichts über dessen Gebrauch aussagen und auch keinen Adler mit dem Tuch in Verbindung bringen. Ein Schatzverzeichnis von Montecassino spricht von einer goldenen Kaiserfahne, einem „fano imperialis totus aureus“.[57] Allerdings sagt diese Textstelle nichts darüber aus, um welche Art Fahne es sich handelt. Weiterhin gibt es das französische Rolandslied, welches zur Salierzeit entstand und die Fahne Karls des Großen als „orie flambe“ (V. 3093) bezeichnet.[58] Das Wort „flambe“ führt Erdmann auf die byzantinische „flammula“ zurück. Dieser Ausdruck wurde wohl als Lehnwort aus dem Griechischen übernommen.[59] Als drittes könnte eine Passage aus der „Ystoire de li Normant“ des Amatus von Montecassino als Beleg dafür angesehen werden, dass die Kaiserfahne golden war. Diese führt uns auf die Zeit Konrads II. zurück, der im Jahre 1038 Rainulf, einen Normannen, mit einer Fahnenlanze belehnte. 1045 hätten die Normannen Asclitin, dessen Nachfolger, von sich aus belehnt und ihm dabei eine goldene Fahne, einen „gonfanon d’or“, überreicht.[60] Obwohl die Zeugnisse nicht aus dem deutschen Sprachraum stammen und teilweise frühere Ereignisse beschreiben, kann man davon ausgehen, dass es zur Zeit der Salier eine goldene Königsfahne gegeben hat. Es war naheliegend, eines der wertvollsten Materialien auch für den höchsten Würdenträger zu verwenden. Es entsprach wohl der Vorstellung der Zeit, dass die Fahne des Königs und des Kaisers golden sein musste.[61]

Die Bezeichnung „gonfanon“, Kriegsfahne, weist darauf hin, dass es ein herrschaftliches Feldzeichen war, das diese Farbe hatte. Der Gebrauch bei der Belehnung im Fall des oben genannten Normannen zeigt, dass wohl auch das Fahnentuch der Fahnenlanze golden war, die für diesen Zweck herangezogen wurde.

Etwas vereinzelt steht die Tatsache, dass der Herrscher auf einigen Münzen eine Lanze mit einem Kreuz trägt, an der teilweise ein Wimpel befestigt ist. Gritzner sieht darin den Vorläufer der späteren Kreuzfahne des Reiches. Dafür gibt es aber sonst keine Anhaltspunkte. Dieses Zeugnis hat keine Vorgänger oder Nachfolger.[62]

Für die Zeit Heinrichs V. haben wir glücklicherweise wieder eine bildliche Darstellung des Adlers und zwar in dessen Evangeliar, welches in die Zeit von 1106 bis 1111 datiert wird. Auf dem Repräsentationsbild ist der Herrscher in sitzender Position zu sehen, der in der rechten Hand ein goldenes Zepter mit gleichfarbigem Adler trägt, in der linken den Reichsapfel mit Kreuz. Hier sind also wieder beide Symbole, Kreuz und Adler, miteinander verbunden. Dies ist auch in einem weiteren Bild der Fall, auf dem Heinrich IV. mit seinen Söhnen Heinrich (V.) und Konrad dargestellt ist.[63] Alle drei tragen in der rechten Hand eine Kugel mit einem Vogel, wohl einem Adler, darauf, in der linken Hand befindet sich jeweils ein Zepter mit einem Kreuz. Das Evangeliar weist aber nicht nur auf die Kombination von Adler und Kreuz hin, welche wir schon spätestens seit Otto III. bildlich dargestellt finden und im weiteren Verlauf immer eine bedeutende Rolle spielen wird, sondern auch auf das Herrschaftsverständnis Heinrichs V., der trotz des Zerwürfnisses mit seinem Vater die Kontinuität der Dynastie gewahrt sieht. Die Anwendung der beiden wichtigen Symbole deutet darüber hinaus auf die lange Tradition des weltlichen und zugleich christlichen Herrschaftsverständnisses hin.

Auf den Siegeln des Herrscher taucht der Adler nicht auf, wohl aber auf Miniaturen in der Weltchronik Ekkehards von Aura. Eine davon weist noch auf die Zeit seines Vaters zurück, es zeigt den sitzenden Heinrich IV., welcher einen Stab mit einem Adler trägt. Auf der zweiten findet sich Heinrich V. selbst, welcher von Paschalis II. die Reichsinsignien übertragen bekommt. Diese Darstellungen bestätigen den Gebrauch des Adlerzepters.

Auch auf Münzen des Herrschers kommt der Adler vor. Sie zeigen diesen in flugbereiter Position mit rückwärts gedrehtem Kopf und, auf einer Münze des Bischofs Otbert von Lüttich, mit der Umschrift „A(quila) victrix“, welche uns in der Stauferzeit noch häufiger begegnen wird.[64]

Dass Adler in der Zeit Heinrichs V. als Feldzeichen benutzt wurden, womit in dieser Zeit, wie oben festgestellt, eigentlich nur plastische Adler gemeint sein können, könnte aus einer Bemerkung aus dem Chronicon Boemorum hervorgehen, welches Konrad II. auf einem Heerzug gegen Böhmen Adlerzeichen tragen lässt.[65]

Einen weiteren, noch wichtigeren Beleg für Adlerfeldzeichen liefert uns eine Miniatur der Lyoneser Prudentiushandschrift. Darauf sind Fahnenträger abgebildet, welche jeweils eine Fahne tragen, die in drei Zipfeln ausläuft. Darüber ist ein plastischer Adler angebracht.[66] Hier sieht man zum ersten Mal auch Fahnentuch und Adler miteinander kombiniert. Wir haben gesehen, dass zur Zeit Heinrichs IV. die Autoren der maßgeblichen Quellen von blitzenden Feldzeichen und weit aufgespannten Fahnen reden. Da wir jetzt sogar bildliche Zeugnisse von solchen kombinierten Feldzeichen haben, ist es anzunehmen, dass diese zur Zeit Heinrichs IV. schon genauso beschaffen waren. Nehmen wir die Zeugnisse über die goldenen kaiserlichen Fahnen hinzu, so ist anzunehmen, dass die Feldzeichen sowohl einen plastischen Adler als auch ein goldenes Fahnentuch trugen. Dies wird Heinrich V. von seinem Vater übernommen haben.

Interessant ist es nun noch, dass ab der frühen salischen Zeit die Würde des signifer, der das Feldzeichen des Königs trug, an bestimmte Personen gekoppelt war. Konrad II. vergab das Amt an eine Familie, die sich durch den Vornamen Werner kennzeichnete und ursprünglich in Hessen, an der mittleren Lahn, ansässig war. Dennoch galten sie als Schwaben.[67] Die Angehörigen dieser Familie hatten eine hohe Stellung am Hofe der salischen Herrscher. Die Familie Werner stammte aus der Schicht der Ministerialen. Nach der Wahl Konrads zum König wurde der erste Werner, ein enger Vertrauter des Herrschers, unter die Reichsministerialen erhoben. Er wurde als primicerius, als erster Mann bei Hofe, und als signifer regis bezeichnet. Wahrscheinlich war er auch Maiordomus. Er war somit einer der ersten Ministerialen, die eine solche hohe Stellung erhielten.[68] Der letzte signifer mit dem Namen Werner starb 1121, er spielte unter Heinrich IV. und dessen Nachfolger gleichermaßen eine wichtige Rolle. Seine hohe Stellung wird u.a. daran deutlich, dass er im Jahre 1106 die Reichsinsignien nach Mainz brachte. Ab 1090 wurde dieser letzte Werner nach Grüningen benannt, das als Markgröningen in Württemberg identifiziert wurde.[69] Eventuell erhielten die Werner zusammen mit dem Fahnenträgeramt auch schon das Lehen Markgröningen, auch wenn diese Kombination zu dieser Zeit noch nicht belegt ist. Jedenfalls wird sich diese Arbeit später noch mit dieser Verbindung von Amt und Lehen zu beschäftigen haben.

3.3. Lothar III.

Für die Zeit Lothars III. sehen wir weder auf Münzen noch auf Siegeln einen Adler. Einen Hinweis auf den Gebrauch des Adlers könnte der wohl noch zur Regierungszeit fertiggestellte Hildesheimer Albani-Psalter sein. Dort sehen wir in der Initiale zu Psalm 77 („Attendite, popule meus, legem meam!“) eine Säule, auf der ein Adler mit ausgebreiteten Flügeln sitzt. Obwohl mit den zwölf umstehenden Männern wohl auf die zwölf Stämme Israels hingewiesen werden soll, erinnert die Szene an einen mittelalterlichen königlichen Gerichtstag. Der Adler könnte somit als Zeichen der königlichen Gerichtsbarkeit und Gerechtigkeit gedeutet werden.[70] Allerdings könnte der Albani-Psalter auch schon in die Zeit der frühen Staufer gehören. Dies ist aufgrund der unsicheren Datierung nicht zu klären. Der Bedeutungsgehalt bliebe aber wohl weitgehend gleich.

Aus der Historia Mediolanensis erfahren wir, dass Lothar III. Herzog Konrad von Schwaben zum „vexillifer imperatoris“ ernannte.[71] Das Amt und das Lehen Markgröningen waren nach dem Tod des letzten Werner an die Welfen vergeben worden. Da die Staufer sich dagegen wehrten, wurden diese im Jahre 1135 letztendlich mit dem Amt des Fahnenträgers und den dazugehörigen Besitztümern belehnt. Als schließlich die Staufer selbst die römischen Könige stellten, vergaben sie das Lehen an andere weiter, wie wir später noch sehen werden.[72] Dass sich um diese Aufgabe und diesen Besitz ein solcher Konflikt entspann, macht deutlich, wie bedeutend das Amt des signifer bzw. vexillifer zu dieser Zeit war.

4. Die Staufer – Die Adler und Fahnen des „genus aquilae“

4.1. Die Entwicklung bis Friedrich I.

In der Regierungszeit Konrads III. spielt der Adler nur eine untergeordnete Rolle. Auf den meisten Siegeln und Münzen erscheint der Herrscher mit Lilienzepter und Reichsapfel. Lediglich auf einer Münze, welche Konrad der Stadt Genua im Jahr 1138 neu verleiht, ist ein fliegender Adler zu sehen.[73] Das Symbol scheint also nicht ganz außer Gebrauch gewesen sein.

Ein Zeugnis für das Aussehen der königlichen Fahne der Zeit könnte ein Kölner Emaillebild bieten, welches um die Mitte des 12. Jahrhunderts entstanden ist. Allerdings ist auch eine Datierung in die Zeit Friedrich Barbarossas möglich. Zwar fand die Erhebung der Gebeine Heriberts schon 1147 statt, in den für sie gefertigten Schrein wurden sie aber erst 1160 oder 1170 übertragen. Zwischen diesen beiden Daten wird wohl das Bild entstanden sein. Darauf sehen wir den Herrscher, der an Erzbischof Heribert von Köln eine Lehnsfahne übergibt. Er gebraucht dazu neben dem Zepter auch eine Fahnenlanze, deren Fahnentuch hauptsächlich blau ist, aber in drei goldenen Zungen ausläuft.[74] Abgesehen davon, dass wir hier zum ersten Mal einen Beleg über die Belehnung eines geistlichen Fürsten mittels einer Fahnenlanze haben, wird durch dieses vereinzelte Beispiel leider nicht deutlich, ob die königliche Fahne zur Zeit Konrads III. eine bestimmte Farbe gehabt haben muss. Allerdings werden wir sehen, dass zur Zeit Barbarossas eine ähnliche Fahne im deutschen Rolandslied erwähnt wird.

[...]


[1] Korn, Johannes Enno, Adler und Doppeladler. Ein Zeichen im Wandel der Geschichte, in: Der Herold. Vierteljahresschrift für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften, Bd. 5/6, Berlin 1963-1968, S. 117-124.

[2] Ebd., S. 149-153.

[3] Ebd., S. 181-191.

[4] Ebd., S. 303.

[5] Richer, lib. III, cap. 71 (MGH SS XXXVIII, S. 208): „Aeream aquilam que in vertice palatii a Karolo Magno acsi volans fixa erat, in vulturnum converterunt.“; Thietmar, lib. III, cap. 8 (MGH SS NS IX, S. 106): „Haec (aquila) stat in orientali parte domus, morisque fuit omnium hunc locum possidentium ad sua eam vertere regna.“

[6] Korn, Johannes Enno, Adler und Doppeladler, S. 302-303.

[7] S. Anhang, Abb. 1.

[8] Erdmann, Carl, Kaiserliche und päpstliche Fahnen im hohen Mittelalter, in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 25, Rom 1933-34, S. 13-14.

[9] Annales regni Francorum für das Jahr 796: „Adrianus papa obiit, et Leo, mox ut in locum eiur successit, misit legatos cum muneribus ad regem; claves etiam confessionis sancti Petri et vexillum Romanae urbis eidem direxit.“

[10] Erdmann, Carl, Kaiserliche und päpstliche Fahnen im hohen Mittelalter, S. 13.

[11] Ebd., S. 13.

[12] Ebd., S. 8-9 und 11.

[13] Ebd., S. 12-13.

[14] Ebd., S. 13-15.

[15] Korn, Johannes Enno, Adler und Doppeladler, S. 303-304.

[16] Erdmann, Carl, Kaiserfahne und Blutfahne, in: Sitzungsberichte der preußischen Akademie der Wissenschaften, philosophisch-historische Klasse (1932), S. 872.

[17] Posse, Otto (Hg.), Die Siegel der deutschen Kaiser und Könige von 751 bis 1806, Bd. 1, Dresden 1909, Tafel 3, Nr. 7 und 8.

[18] Zitiert bei Schramm, Percy Ernst, Herrschaftszeichen und Staatssymbolik. Beiträge zu ihrer Geschichte vom dritten bis zum sechzehnten Jahrhundert, Schriften der MGH, Bd. 2, Stuttgart 1954-1956, Anm. 2: „Sta fortiter in acie quasi signifer castrorum Christi. Si fugit vexillum ferens, quid facit exercitus? Si tuba tacet in castris, quis se praeparat ad bellum?“

[19] Schramm, Percy Ernst, Herrschaftszeichen und Staatssymbolik, Bd. 2, S. 654.

[20] Ebd., S. 654-655.

[21] Mehrere Belege in Schramm, Herrschaftszeichen und Staatssymbolik, Bd. 2, S. 674, Anm. 1.

[22] Widukind, lib. I, cap. 38 (MGH SS III, S. 435): „His optimis verbis erecti milites imperatoremque in primis, mediis et ultimis versantem videntes coramque eo angelum – hoc enim vocabulo effigieque signum maximum erat insignitum – acceperunt fiduciam magnamque constantiam.“

[23] Gritzner, Erich, Symbole und Wappen des alten deutschen Reiches, in: Leipziger Studien aus dem Gebiet der Geschichte, Bd. 8, Heft 3, Leipzig 1902, S. 19.

[24] Erdmann, Carl, Kaiserliche und päpstliche Fahnen im hohen Mittelalter, S. 20-22.

[25] Widukind, lib. I, cap. (MGH SS III, S. 422): “Hic arripiens signum quod apud eos habebatur sacrum, leonis atque draconis et desuper aquilae volantis [...].“

[26] Gritzner, Erich, Symbole und Wappen des alten deutschen Reiches, S. 19-20.

[27] MGH DD O II, Nr. 280, S. 325-326.

[28] Schramm, Percy Ernst, Herrschaftszeichen und Staatssymbolik, Bd. 2, S. 675.

[29] Glossen zu Prudentius leider nicht auffindbar, Angabe s. Gritzner, Erich, Symbole und Wappen des alten deutschen Reiches, S. 20.

[30] Ebd., S. 22.

[31] Ebd., S. 22.

[32] S. Abbildung 1.

[33] Gritzner, Erich, Symbole und Wappen des alten deutschen Reiches, S. 22-23; Wentzcke, Paul, Die deutschen Farben. Ihre Entwicklung und Deutung sowie ihre Stellung in der deutschen Geschichte, Heidelberg 1955, S. 14-15.

[34] S. Abbildung 2.

[35] Gritzner, Erich, Symbole und Wappen des alten deutschen Reiches, S. 23-24.

[36] S. Abbildung 3.

[37] Peters, Horst, Zur Datierung des Aachener Otto-Evangeliars auf das Jahr 983: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2006/234/pdf/Peters2006.pdf; s. auch die darin genannten Aufsätze von Mütherich, Kuder u.a.

[38] Peters, Horst, Zur Datierung des Aachener Otto-Evangeliar auf das Jahr 983, S. 6.

[39] Bruckauf, Julius, Fahnlehn und Fahnenbelehnung im alten deutschen Reiche, Leipziger historische Abhandlungen, Heft 3, Leipzig 1907, S. 47.

[40] Thietmar, lib. V, c. 21 (MGH SS NS IX, S. 245): „E quibus unus, calliditate eque et velocitate persepe probatus, propius accessit signiferamque lanceam, qua beneficium ducis comes isdem acceperat a rege [...].“

[41] Gritzner, Erich, Symbole und Wappen des alten deutschen Reiches, S. 25. und Dannenberg?

[42] Korn, Johannes Enno, Adler und Doppeladler, S. 361-362.

[43] Gritzner, Erich, Symbole und Wappen des alten deutschen Reiches, S. 38-39.

[44] S. Abbildung 4.

[45] Gritzner, Erich, Symbole und Wappen des alten deutschen Reiches, S. 25.

[46] Ebd., S. 25-26.

[47] Historia Monasterii Mosomensis, cap. 9 (MGH SS. XIV, S. 607).

[48] Ebd., S. 26.

[49] Zitiert bei Korn, Johannes Enno, Adler und Doppeladler, S. 305.

[50] Ebd., S. 305-306.

[51] Gritzner, Erich, Symbole und Wappen des alten deutschen Reiches, S. 27.

[52] Benzo von Alba, cap. 9 (MGH SS XI, S.602): “In dextera vero sceptrum imperii / De more Iulii, Octaviani et Tiberii.”

[53] Lib. III, ad annum 1075 (MGH SS rer. Germ. XVII).

[54] Donizo, lib. II, V. 690 f. (MGH SS XII, S. 393): „Intrat festinans, regisque phalanx Canusinam / Vexillo large tenso properavit ad arcem.“

[55] Benzo von Alba, ad Henricum IV. Imperatorem, lib. I, cap. 4 (MGH SS XI, S. 601).

[56] Erdmann, Carl, Kaiserliche und päpstliche Fahnen im hohen Mittelalter, S. 31.

[57] Chronik von Montecassino, lib. III, cap. 74 (MGH SS VII, S. 754).

[58] Erdmann, Carl, Kaiserliche und päpstliche Fahnen im hohen Mittelalter, S. 22; Ders., Kaiserfahne und Blutfahne, S. 870.

[59] Ders., Kaiserliche und päpstliche Fahnen im hohen Mittelalter, S. 23-24.

[60] Amatus Casinensis, Ystoire de li Normant, ed. O. Delarc, Rouen 1892, lib. III c. 31: „Et portoient li Normant lo gonfanon d’or, de loquel de la main droite lo prince en revestit Asclitine.“

[61] Vgl. Erdmann, Carl, Kaiserliche und päpstliche Fahnen im hohen Mittelalter, S. 23; Ders., Kaiserfahne und Blutfahne, S. 870-871.

[62] Gritzner, Erich, Symbole und Wappen des alten deutschen Reiches, S. 39.

[63] S. Abbildung 5.

[64] Dannenberg, Hermann, Die deutschen Münzen der sächsischen und fränkischen Kaiserzeit, Bd. 1, Aalen 1967, S. 118, Nr. 214.

[65] Cosma, Chronicon Boemorum, lib. II, cap. 9 (MGH SS IX, S. 72): „Ipse autem caesar castra metatus est ex utraque parte fluminis Rezne. Postera autem die pertransiens castrum Kaub cum admoveret aquilas silvae, quae dirimit Bawariam atque Boemiam.“

[66] Stettiner, Richard, Die illustrierten Prudentius – Handschriften, Tafelband, Berlin 1905, Tafel 186, 16.

[67] Schramm, Percy Ernst, Herrschaftszeichen und Staatssymbolik, Bd. 2, S. 675.

[68] Ebd., S. 678.

[69] Ebd., S. 676.

[70] Korn, Johannes Enno, Adler und Doppeladler, S. 335.

[71] Landulfi de Sancto Paulo historia Mediolanensis, cap. 61 (MGH SS XX, S. 46): „Interea princeps Conradus, altiori conscilio potitus, imperatoris Lotarii vexilifer est factus.”

[72] Schramm, Percy Ernst, Herrschaftszeichen und Staatssymbolik, Bd. 2, S. 676.

[73] Gritzner, Erich, Symbole und Wappen des alten deutschen Reiches, S. 31-32.

[74] Erdmann, Carl, Kaiserfahne und Blutfahne, S. 869; Aus’m Weerth, Kunstdenkmäler des christlichen Mittelalters in den Rheinlanden I, Abt. III, Bonn 1868.

Details

Seiten
82
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783656378754
ISBN (Buch)
9783656379041
Dateigröße
1.7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v209866
Institution / Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg – Historisches Seminar
Note
1,0
Schlagworte
adler heer- königsfahnen herrschaftszeichen imperium

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Titel: Adler, Heer- und Königsfahnen - Herrschaftszeichen im hoch- und spätmittelalterlichen Imperium