Lade Inhalt...

Kunst im Dienste des Kaisers. Die Propaganda Karls V.

Hausarbeit (Hauptseminar) 2012 23 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhalt

1 Die Propaganda der Habsburger – ein Überblick

2 Die (Selbst)Darstellung Karls V. –drei Bildbeispiele
2.1 Kunstgeschichtlicher Überblick – Renaissance
2.2 Karl als Nachfolger
2.2.1 Druck - das neue Medium
2.2.2 Bildanalyse 1: Karl V. als Kandidat für die Kaiserwahl
2.3 Karl V. als Herrscher
2.3.1 Karls V. Herrschaftsverständnis
2.3.2 Bildanalyse 2: Karl V. mit Hund
2.3.2.1 Das ganzfigurige Porträt – eine Innovation
2.3.2.2 Bildanalyse
2.4 Karl als miles christianus
2.4.1 Bildanalyse 3: Nach der Schlacht zu Mühlberg
2.4.1.1 Zur Situation
2.4.1.2 Bildanalyse

3 Das flexible Selbstverständnis des Kaisers

4 Literatur

5 Anhang

1 Die Propaganda der Habsburger – ein Überblick

Schon vor der Regierungszeit Karls V. bewiesen die Habsburger ihre Fähigkeit, Propaganda systematisch zu nutzen. Mit Wort, Bild und aufwendigen Inszenierungen steuerten sie so die Sichtweise ihrer Untertanen.[1] Karls V. Großvater Maximilian I. stilisierte sich selbst wie kaum ein anderer Kaiser vor ihm und versuchte das habsburger Kaisertum in der Nachfolge der Cäsaren des Römischen Reiches darzustellen.[2] Er nutze die Fähigkeiten seiner Dichter, Musiker und vor allem der Maler, um seinen Ruhm und seine Popularität zu steigern.[3] Auch Margarete von Österreich, Karls V. Tante, verstand es, die Kunst ihrer Dynastie zu Nutze zu machen. Sie war nicht nur eine begeisterte Kunstsammlerin, sie verstand es auch, ihre Gemälde so zu präsentieren, dass sie „zwangsläufig einen repräsentativen Charakter“ entfalteten.[4]

Karl V. war zwar persönlich nicht sonderlich an Kunst interessiert, wusste aber, wie er sie für sich nutzen konnte[5]. Er kämpfte während seiner gesamten Regierungszeit mit der mangelnden Unterstützung der Reichsfürsten.[6] Es war daher wichtig, das idealisierte Bild des Kaisers in der Öffentlichkeit präsent zu halten, um den Beistand der Fürsten immer wieder neu zu gewinnen. Die Voraussetzungen für eine wirksame Propaganda waren sehr günstig. Innerer und äußere Gefahren, sei es Frankreich, die Osmanen, oder die Opposition der protestantischen Fürsten, boten ausreichend Stoff und genug Gelegenheit für Karl V., sich als Schirmherr des Reiches und des Glaubens darzustellen.[7]

Diese Arbeit untersucht, wie Kunst und Politik zu Regierungszeit Karls V. miteinander verwoben waren und wie die Selbstdarstellung des Kaisers von der jeweiligen Situation beeinflusst wurde. Drei Bildwerke werden dazu exemplarisch analysiert, ihre Entstehung und Intention werden dabei in den historisch-politischen Kontext eingebettet. Zu diesem Zweck wurde ein Druck von 1519 ausgewählt, der eine hohe Symboldichte aufweist, das `neue Medium`, der damaligen Zeit vertritt und sich leicht verbreiten ließ, daher vermutlich vielen bekannt war. Des Weiteren soll das Porträt Karls V. mit Hund genauer betrachtet werden, das heute, wegen seiner ganzfigurigen Darstellungsweise als „folgenreiche Innovation“[8] gilt. Zuletzt wird dem Reiterbildnis von 1548 besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Es vertritt die Propaganda, in der Karl V. als Feldherr und Schützer des Reiches dargestellt wurde. Neben diesen drei Hauptwerken werden einige andere Bilder kurz angesprochen, wenn sie geeignet sind, eine Entwicklung zu demonstrieren oder den Kontext zu erläutern. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt auf der Darstellung Kaiser Karls V. und der Umsetzung seiner Selbstinszenierung durch gestalterische Mittel. Auch die Frage, welche Neuerungen und Impulse es in der Kunst um Karl V. herum gab und welchen Einfluss diese auf die Darstellung von Herrschern hatten, soll angesprochen werden.

Zu Beginn muss allerdings kurz der kunstgeschichtliche Hintergrund skizziert werden.

2 Die (Selbst)Darstellung Karls V. –drei Bildbeispiele

2.1 Kunstgeschichtlicher Überblick – Renaissance

Karl V. lebte und regierte kunstgeschichtlich gesehen in der Zeit der Hochrenaissance. Die Renaissance, in der Kunstgeschichte der Beginn der Frühen Neuzeit, hatte ihre Wurzeln in Italien und schlug in Deutschland um 1500 erste Wellen. Man begann sich an antiken Formidealen zu orientieren und legte mehr Wert auf eine realistische Darstellung. In dieser Zeit entstanden auch neue Bildgattungen, unter anderen das höfische Porträt.[9] Das porträtgetreue Bildnis war in der Antike sehr verbreitet gewesen, allerdings eher in der plastischen Kunst. Im Mittelalter waren Bildnisse von einer starken Stilisierung geprägt. Es wurden keine Individuen dargestellt, sondern die Idee hinter der Funktion des Menschen. Das Bild eines Königs zeigte also nicht die Person an sich, sondern verbildlichte Hoheit und Herrschaft.[10] Im Spätmittelalter setzte dann ein Wandel ein. Man entwickelte erste Vorstellungen von der Einzigartigkeit eines Individuums und hielt daher die Austauschbarkeit von mittelalterlichen, idealisierten Personenabbildungen für inakzeptabel.[11]

In der Renaissance wurde daraufhin das individualisierte Porträt wiederentdeckt und neu entwickelt. Die Auseinandersetzung der Künstler aus vielen verschiedenen Ländern mit „der Person des Kaisers“[12] Karl V. und ihre gegenseitige Anregung spielte dabei eine wichtige Rolle. Die Künstler arbeiten meist im Auftrag der Herrschenden und sollten deren Stellung, den Rang ihrer Familie und den Klassenstolz künstlerisch demonstrieren,[13] die Bilden sollten jedoch gleichzeitig Ähnlichkeit mit dem Menschen aufweisen. Dies war zeitweise die Aufgabe Tizians, einer der bekanntesten Maler der Epoche. Der Venezianer war eine Zeit lang Karls V. Hofmaler. Seine Art den Kaiser im Bild festzuhalten beeinflusste die „europäische Herrscherikonographie der Neuzeit“[14] maßgeblich. Es kam zu einem stilistischen Wandel, dadurch dass die Kaiserdarstellungen, unter Einbeziehung einer feierlichen Monumentalität, in die „Manier der italienischen Renaissance“[15] eingegliedert wurden.

Doch schon Maximilian I. hatte sich die Fähigkeiten der zeitgenössischen Künstler zu Nutze gemacht, auch um seine Nachfolgepolitik gezielt mit Propaganda zu unterstützen.

2.2 Karl als Nachfolger

Karl V. wurde schon seit seiner Geburt durch Festlichkeiten als Nachfolger inszeniert. Lange Zeit hatte der Tag der Geburt eines Menschen keine Rolle gespielt, der im Jahre 1500 geborene Herrscher war der erste, an dessen Geburtstag mit viel repräsentativem Pomp immer wieder erinnert wurde.[16]

Auch die Malerei wurde schon früh genutzt, um Karls V. Stellung hervorzuheben. Ein frühes Beispiel dafür ist das Familienporträt[17] von Bernhard Strigel. Das Bild entstand in Wien anlässlich des Abschlusses der Heiratsverbindung Habsburgs mit Ungarn. Karls V. jüngere Brüder sollten mit den Töchtern des Königs von Böhmen und Ungarn verheiratet werden. Maximilian I. hatte Schwierigkeiten gehabt, dieses Bündnis zu erreichen, denn Österreich war damals nur ein Erzherzogtum, kein Königreich. Daher war es wichtig, die dynastischen Ambitionen zu präsentieren und die Familie als aufsteigende Macht darzustellen.[18] Karl V. wird folglich als Nachfolger des Kaisers inszeniert. Er ist in der Mitte zu sehen. Hinter ihm stehen Maximilian I., sein Vater Philipp und Maria von Burgund.[19] Der Junge trägt bereits die Kette des Ordens vom Goldenen Vlies, ebenso wie sein Großvater, was seine hervorgehobene Stellung unter den Enkeln deutlich macht.

Der Orden vom goldenen Vlies war 1430 von dem burgundischen Herzog Philipp dem Guten gegründet worden. Die Mitglieder verschrieben sich der Verteidigung der christlichen Religion, das Tragen der Ordenskette war für sie alle verpflichtend. Durch die Heirat Maximilians I. mit Maria von Burgund fiel die Ordenssouveränität an Habsburg.[20] Karl gehörte seit seiner Kindheit zu den Vliesrittern[21], damit demonstrierte man die Absicht den Jungen in die Fußstapfen seines Großvaters treten zu lassen. Er wurde daher schon auf den frühesten Porträts mit der Kollane des Ordens abgebildet, wie beispielsweise auf dem Tryptichon auf dem Karl V. mit seinen beiden Schwestern zu sehen ist.[22] Damals war er bereits Herzog von Burgund, ein Titel, den er von seinem früh verstorbenen Vater geerbt hatte. Das Land wurde allerdings von Margarete von Österreich als Statthalterin regiert, die auch die Erziehung Karls V. übernahm und ihn dazu zu sich an den burgundischen Hof holte.[23]

Karl V. war daher im Reich persönlich weitgehend unbekannt. Sein Bildnis wurde vor allem durch Drucke verbreitet. Der Wahlkampf 1519 wurde größtenteils noch mit traditionellen Mitteln ausgefochten, also mit Hilfe von Gesandten und Briefen,[24] aber auch gedruckte Bildnisse des jungen Kandidaten wurden genutzt, um seine Popularität zu steigern.

2.2.1 Druck - das neue Medium

Maximilian I. hatte bereits mit den Möglichkeiten des Drucks experimentiert und ließ beispielsweise Dürer die „Ehrenpforte Maximilians I.“ entwerfen. Er erkannte früh die Möglichkeit auf diese Weise seine Ideen und Vorhaben zu verbreiten.[25]

Nach dem Tod Ferdinands von Aragonien wurde das `neue Medium` genutzt, um die Nachricht von Karls V. Nachfolge als spanischer König durch Drucke zu verbreiten.[26]

Anfang 1519 standen Karl V. und Franz I. von Frankreich als Nachfolger des Kaisers zur Wahl. Die habsburgische Propagandamaschinerie, unter der Leitung des Großkanzlers Gattinara, lief zu Hochtouren auf. Die große Herausforderung war es, den jungen spanischen König, der im französischsprachigen Burgund aufgewachsen war, als möglichst `deutsch´ darzustellen, um die Sympathien der Fürsten zu gewinnen.[27]

Die Werbestrategie lässt sich beispielhaft an dem Druck „Karl, König von Spanien, als Kandidat für die Kaiserwahl“ von 1519 (Abbildung 1 im Anhang) erläutern.

Der Auftraggeber der Grafik ist unbekannt, vermutlich kamen die Weisungen aus dem Umfeld der Räte oder sogar direkt von Karls V. Tante Margarete von Österreich.[28]

2.2.2 Bildanalyse 1: Karl V. als Kandidat für die Kaiserwahl

Auf diesen Druck sieht man Karl V., eingerahmt von Säulen, an deren Füßen Putti abgebildet sind, als Fackelträger und Posaunenbläser. Die Säulen kann man auch als Rahmung eines Fensters sehen, durch das sich der Wahlkandidat der Öffentlichkeit zeigt. Karls V. Hände ruhen auf der Brüstung, als Kopfbedeckung trägt er ein Barrett, sein Kopf ist leicht nach links geneigt. Das Gesicht des jungen Mannes ist vermutlich verschönert und idealisiert. Der halb offen stehende Mund lässt den übergroßen Kiefer und die hängende Unterlippe zwar erahnen, deshalb kann man das Bildnis auch aus porträthaft bezeichnen. Die massive Beeinträchtigung des Aussehens Karls V., von der in den Quellen zu lesen ist, zeigt das Bild allerdings nicht. Eine Abmilderung seiner Züge wurde anscheinend für notwendig erachtet, weil der schwerfällige Eindruck, den der junge Habsburger hinterließ, ebensowenig geeignet war das Vertrauen und die Zuversicht seiner zukünftigen Untertanen zu wecken, wie seine „hervorstechenden Augen“[29].

[...]


[1] Vgl.: WÜRGLER, Andreas: Medien in der frühen Neuzeit, München 2009, S. 127, im Folgenden: WÜRGLER.

[2] Vgl.: GOFFRILLER, Gabriele: Tizians "Mann mit Hund" - im Widerspruch zur Tradition des ganzfigurigen Herrscherportraits am Kaiserhof, In: Ferino-Padgen, Sylvia; Beyer, Andreas (Hg.).: Tizian versus Seisenegger. Die Porträts Karls V. mit Hund. Ein Hohlbeinstreit, Turnhout 2005, S. 125-13 , S. 125, im Folgenden: GOFFRILLER.

[3] Vgl.: KOHLER, Alfred: Karl V. 1500-1558. Eine Biographie, München 2005 , S. 31, im Folgenden: KOHLER (KARL V.).

[4] EICHBERGER, Dagmar: Leben mit Kunst, Wirken durch Kunst. Sammelwesen und Hofkunst unter Margarete von Österreich, Regentin der Niederlande, Turnhout 2002, S. 150, im Folgenden: EICHBERGER.

[5] Vgl.: HOPE, Charles: Titian and his Patrons, In: Biadene, Susanna (Hg.): Titan. Prince of Painters, München 1990, S. 7-84 , S. 84, im Folgenden: HOPE (Titian).

[6] Vgl.: KOHLER (Karl. V.), S. 78.

[7] Vgl.: KOHLER (Karl V.), S. 98.

[8] BORCHERT, Till-Holger: Auf den Hund gekommen. Das Porträt Karls V. mit Hund von Tizian und Seisenegger, In: Ferino-Padgen, Sylvia; Beyer, Andreas (Hg.).: Tizian versus Seisenegger. Die Porträts Karls V. mit Hund. Ein Hohlbeinstreit, Turnhout 2005, S. 109-124, S. 109, im Folgenden: BORCHERT.

[9] Vgl.: FREIGANG, Christian: Der Ort der Kunst in der frühen Neuzeit. Wissenschaftsgeschichtliches um Beginn der Frühen Neuzeit in der Kunstgeschichte sowie Anmerkungen zum kunsttheoretischen Diskurs nördlich der Alpen im 15. Jahrhundert. In: Neuhaus, Helmut (Hg.): Die Frühe Neuzeit als Epoche, München 2009, S. 7-34, S. 8, im Folgenden: FREIGANG.

[10] Vgl.: FRONING, Hubertus: Die Entstehung und Entwicklung des stehenden Ganzfigurenporträts in der Tafelmalerei. Eine formalgeschichtliche Untersuchung, Würzburg 1973, S. 9, im Folgenden: FRONING.

[11] Vgl.: SCHNEIDER, Norbert: Porträtmalerei. Hauptwerke der europäischen Bildniskunst 1420-1670, Köln 1992, S. 13, im Folgenden: SCHNEIDER.

[12] Vgl.: SCHÜTZ, Karl: Meisterwerke der Porträtgalerie, In: Rauch, Margot (Hg.): Die Habsburger Porträtgalerie , Heidelberg 2000, S. 12-29, S. 14, im Folgenden: SCHÜTZ.

[13] Vgl.: SANTORO, Fiorella Sricchia: Die Kunst der Renaissance im 16. Jahrhundert, Milano 1997, S. 222, im Folgenden: SANTORO.

[14] BURKHARDT, Johannes: Das Reformationsjahrhundert. Deutsche Geschichte zwischen Medienrevolution und Institutionenbildung 1517-1617, Stuttgart 2002 , S. 155, im Folgenden: BURKHARDT.

[15] CREMADES, Fernando Checa: Kunst und Macht in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts: Karl V. und die Kunst, In: Seipel, Wilfried (Hg.): Kaiser Karl V. (1500-1558) – Macht und Ohnmacht Europas, Bonn 2000, S. 35-45, S. 40, im Folgenden: CREMADES.

[16] Vgl.: BURKHARDT, S. 153

[17] Bernahrd Strigel: Porträt des Kaisers Maximilian und seiner Familie, 1. Viertel 16. Jh., Wien, Kunsthistorisches Museum.

[18] Vgl.: KOHLER (Karl V.), S. 48.

[19] Vgl.: KOHLER (Karl V.), S. 49.

[20] Vgl.: ULLRICH, Barbara Ute: Der Kaiser im "giardino dell`Imperio". Zur Rezeption Karls V. in italienischen Bildprogrammen des 16. Jahrhunderts, Berlin 2006, S. 122 f, im Folgenden: ULLRICH.

[21] Vgl.: KOHLER (Karl V.), S. 50.

[22] Meister der St. Georgsgilde: Karl (V.) mit seinen Schwestern Eleonore und Isabella, 1502, Wien, Kunsthistorisches Museum.

[23] Vgl.: KOHLER (Karl V.), S. 49.

[24] Vgl.: BURKHARDT, S. 156.

[25] Vgl.: EICHBERGER, S. 150.

[26] Vgl.: KOHLER (Karl V.), S. 56.

[27] Vgl.: KOHLER (Karl V.), S.65/66.

[28] Vgl.: WOHLFEIL, Rainer: Bildnisse zur Kaiserwahl, In: http://www.univie.ac.at/ForumKarlV/galeriefr.htm, aufgerufen am 17.03.2012, im Folgenden: WOHLFEIL.

[29] KOHLER (Karl V.), S. 52.

Details

Seiten
23
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656375340
ISBN (Buch)
9783656375173
Dateigröße
914 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v209757
Institution / Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg – Lehrstuhl für Neuere Geschichte
Note
1,7
Schlagworte
Geschichte Frühe Neuzeit Karl V. Porträt Kunst Kaiser

Autor

Zurück

Titel: Kunst im Dienste des Kaisers. Die Propaganda Karls V.