Lade Inhalt...

Die Struktur- und Organisationsformen der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege

BAGFW

Hausarbeit 2010 25 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Mitgliedsverbände
I. 1. Arbeiterwohlfahrt ( AWO)
I. 2. Deutscher Caritasverband (DVC)
I. 3. Der Paritätische Gesamtverband
I. 4. Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
I. 5. Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (DW der EKD)
I. 6. Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST)

II . Die Satzung der BAGFW
II. 1 Charakter der BAGFW
II . 2 Mitgliedschaft
II. 3. Organe der BAGFW
II.3. A : Der Vorstand
II.3. B : Mitgliederversammlung
II. 4. Geschäftsführung

III. Die Aktivitäten der BAGFW

IV. Die Aufgaben der BAGFW

V. Die Struktur der BAGFW

VI. Marketingsauftrittformen der BAGFW
VI. 1. Das Lottowesen
VI. 2. Wohlfahrtsmarkenverkauf
VI. 3. Die Zusammenarbeit mit der Post AG

VII . der öffentliche Auftritt der BAGFW
VII . 1. Der deutsche Sozialpreis
VII . 2. Die Internetpräsentation
VII . 3 Die Teilnahme an Kongressen und die Unterstützung von Initiativen

Fazit

Struktur und Organisationsformen der

Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege

- Der Spitzverband der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland -

Einleitung

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege e.V. ( BAGFW ) ist der Zusammenschluss der sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege. Diese sind: Arbeiterwohlfahrt (AWO), Deutscher Caritasverband (DCV), der Paritätische Wohlfahrtsverband. (der Paritätische), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Deutschland (DW der EKD) und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST). Es muss darauf hingewiesen werden, dass diese Verbände keine Gewinne erstreben. Sie sind dagegen als gemeinnützige Organisationen anzusehen, für die der Begriff der Hilfe in seiner sozialen, sittlichen und gesundheitlichen Dimension im Vordergrund steht. Die Finanzierung dieser Verbände erfolgt durch staatliche Zuschüsse, Leistungsentgelte, Spenden und Eigenmittel.

Die BAGFW als Zusammenschluss der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege hat eine Geschäftsstelle in Berlin. Daneben gibt es eine Vertretung in Brüssel und die Abteilung Wohlfahrtsmarken in Köln.

In der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege arbeiten die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege zusammen. Ihr gemeinsames Ziel ist die Sicherung und Weiterentwicklung der sozialen Arbeit durch gemeinschaftliche Initiativen und sozialpolitische Aktivitäten.

Die Spitzenverbände selbst sind föderalistisch strukturiert, das heißt ihre Gliederungen auf kommunaler und Landesebene sowie ihre Mitgliedsorganisationen sind überwiegend rechtlich selbständig. Jeder Verband hat eigene Struktur, eigene Innenorganisation und eigene Arbeitsart. Daraus ergibt sich die Fragestellung meiner zu bearbeitenden Hausarbeit : wie haben sie sich die Sechs Verbände in der BAGFW organisiert? Und wie sieht die Struktur der BAGFW aus?

Über die Behandlung dieser Fragestellungen hinaus werde ich mich mit den fachlichen Stellungsnahmen und politischen Gesprächen der BAGFW, als einem wichtigen Teil ihrer Aufgaben beschäftigen. Auf das öffentliche Auftreten der BAGFW werde ich ebenso eingehen wie auf ihre Marketingauftrittsformen.

Beginnen werde ich mit den Organisationsformen.

I. Mitgliedsverbände

Die Verbände , die BAGFW bilden, sind :

I. 1. Arbeiterwohlfahrt ( AWO)

AWO ist föderativ aufgebaut mit Landes- und Bezirksverbänden, Kreisverbänden und Ortsvereinen. 600.000 Mitglieder und ca. 100.000 Ehrenamtliche unterstützen die sozialen Aufgaben des Verbandes. Die AWO hat sich in ihrer Geschichte zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen entwickelt mit 140.000 Beschäftigten in ca. 10.000 sozialen Diensten und Einrichtungen. Ins Leben gerufen wurde die AWO durch Marie Juchacz, Mitglied der Weimarer Nationalversammlung und spätere Reichstagsabgeordnete. Offizielles AWO-Gründungsdatum ist der 13. Dezember 1919. Von 1933 bis 1945 war die AWO verboten. 1946 wurde der Verband neu gegründet.

Nach dem Fall der Mauer am 9.November 1989 hat sich die AWO in den fünf neuen Bundesländern neu gegründet.

Die AWO ist ein ehrenamtlich geführter politischer Interessenverband und zugleich gemeinnütziges Dienstleistungsunternehmen. ( vgl. 1)

I. 2. Deutscher Caritasverband (DVC)

Der Deutsche Caritasverband mit Sitz in Freiburg im Breisgau – 1897 durch Loren Werthmann gegründet – ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in Deutschland. Er umfasst 27 Diözesan-Caritasverbände mit 636 Orts-, Kreis- und Bezirks-Caritasverbänden, 262 caritative Ordensgemeinschaften und 19 Fachverbände. Dem Deutschen Caritasverband sind 25.699 Einrichtungen mit 1.233.809 Plätzen angeschlossen. In diesen Einrichtungen sind 495.219 voll- und teilzeitbeschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. (vgl. 2)

I. 3. Der Paritätische Gesamtverband

Der Paritätische Gesamtverband ist ein Wohlfahrtsverband von eigenständigen Organisationen, Einrichtungen und Gruppierungen in der sozialen Arbeit. Der PARITÄTISCHE unterstützt und vertritt seine mehr als 9.800 Mitgliedsorganisationen in 16 Landesverbänden mit über 280 Kreisgeschäftsstellen.(vgl. 3)

I. 4. Deutsches Rotes Kreuz (DRK)

Mit 75.000 hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mehr als 400.000 Ehrenamtlichen, mit über vier Millionen Mitgliedern in 19 Landes-, 529 Kreisverbänden, ca. 5.000 Ortsvereinen und dem Verband der Schwesternschaften ist das DRK Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, zu der Gesellschaften in mehr als 170 Ländern gehören.

Entstanden ist das Rote Kreuz 1863 aus der Hilfe für Kriegsopfer. Das Rote Kreuz und der Rote Halbmond sind die einzigen durch internationale Verträge anerkannten Schutzzeichen. Das DRK widmet sich als nationale Rotkreuzgesellschaft und als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege einem breiten Aufgabenspektrum der humanitären und sozialen Arbeit im In- und Ausland.(vgl. 4)

I. 5. Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (DW der EKD)

Dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (DW der EKD) gehören als Mitglieder die Diakonischen Werke der 24 evangelischen unierten, reformierten und lutherischen Landeskirchen der EKD, neun Freikirchen mit ihren diakonischen Einrichtungen sowie rund 90 Fachverbände der verschiedensten Arbeitsfelder an. Diese Mitglieder repräsentieren über 27.000 selbstständige Einrichtungen unterschiedlicher Größe und Rechtsform mit mehr als einer Million Betreuungsplätzen, in denen über 450.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voll oder teilzeitbeschäftigt sind. Mitgetragen wird die diakonische Arbeit von den rund 18.000 Gemeinden der Landes- und Freikirchen. Mehrere hunderttausend ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Diakonie aktiv.(vgl. 5)

I. 6. Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST)

Die ZWST wurde 1917 als Dachverband für jüdische Organisationen und Wohlfahrtseinrichtungen gegründet. Unter der Herrschaft des Nationalsozialismus wurde die ZWST zwangsaufgelöst. Im Jahre 1952 wurde der Verband als "Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e. V." erneut gegründet und gehört seit1956 der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege an. Die ZWST vertritt rund 100.000 Mitglieder (Stand 2002) in zwölf jüdischen Landesverbänden, acht jüdischen Gemeinden sowie den jüdischen selbstständigen Frauenbund. Das soziale Engagement der ZWST umfasst u. a. Freizeiten und Erholungsmaßnahmen für Senioren und Jugendliche, Aus- und Fortbildungsseminare und unterstützt die soziale Arbeit in den jüdischen Gemeinden. Vor dem Hintergrund der Zuwanderung jüdischer Migrantinnen und Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion seit 1990 ist die soziale und religiöse Integration der Zuwanderer ein Schwerpunkt der sozialen Arbeit.(vgl. 6)

II . Die Satzung der BAGFW

Die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege arbeiten seit 1924 zusammen. Sie sind darüber hinaus nach dem zweiten Weltkrieg in der Bundesarbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Ihr Zusammenschluss hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Diesem Verein wird die im folgenden Kapitel zu bearbeitenden Satzung gegeben. Im Folgenden erläutere ich kurz Charakter, Mitgliedschaft, Organe und Geschäftsführung der BAGFW anhand der Fassung vom 18.05.1999, die zuletzt durch den Beschluss der OMV vom 27.11.2002 geändert wurde. (vgl. 7)

II. 1 Charakter der BAGFW

Der Verein wird „Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege“ genannt.

Er ist der Zusammenschluss der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege. So ist jeder Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege dazu aufgefordert, seine Tätigkeit über das ganze Bundesgebiet zu erstrecken. Darüber hinaus präsentiert er den umfassenden Zusammenschluss für die Organisationen und Einrichtungen, die von derselben Idee getragen werden. Außerdem sind der Spitzenverband und die ihm zugeordneten Organisationen und Einrichtungen dadurch gekennzeichnet, dass sie miteinander verbunden sind. Dazu gewähren der Spitzenverband und die in ihm zusammengeschlossenen Organisationen und Einrichtungen eine stetige, fachlich qualifizierte Arbeit und eine gesicherte Verwaltung. Im Weiteren stellt das gesundheitliche, sittliche, erzieherische oder wirtschaftliche Wohl das Ziel der in der BAGFW erstrebten Hilfe dar. (vgl. 8)

II . 2 Mitgliedschaft

Mitglieder des Vereins sind die in der „Mitgliederverbände“ genannten Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege.Es ist darauf hinzuweisen, dass die Mitgliederversammlung eine entscheidende Rolle bei der Aufnahme neuer Mitglieder spielt. (Dies kann durch einen einstimmigen Beschluss erfolgen.) Sollte ein von den Mitgliedern den Charakter als Spitzenverband verlieren, so kann seine Mitgliedschaft gekündigt werden. (vgl. 9)

II. 3. Organe der BAGFW

Der Vorstand und die Mitgliederversammlung stellen die Organe der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege.

II. 3. A : Der Vorstand

Er wird von je drei bevollmächtigten Vertretern der Verbände gebildet , also im Sinne des & 26 Abs. I BGB von dem Präsidenten und den beiden Vizepräsidenten. Der federführende Verband hat die Aufgabe, den Präsidenten zu benennen. Dagegen werden die Vizepräsidenten von den Verbänden benannt, die die vorangegangene und die nachfolgende Federführung haben. Darüber hinaus ist die Vertretung des Vereins eine Aufgabe des Präsidenten und der Vizepräsidenten.

Es stellt sich dabei die Frage, in welcher Reihenfolge die Vizepräsidenten jeweils die Vertretung zu übernehmen haben. Dabei ist die interne Regelung der drei vertretungsberechtigten Mitglieder des Vorstandes entscheidend. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Aufstellung des Jahreshaushaltes und die Entscheidung über Einstellung und Entlassung des Geschäftsführers und der Referenten zu den Aufgaben des Vorstandes gehören. (vgl. 10)

II.3. B : Mitgliederversammlung

Die ordentliche Mitgliedersammlung findet einmal im Jahr statt. Dabei sind sowohl der Präsident/Vorsitzende als auch ein weiterer Vertreter jedes Mitgliedsverbandes stimmberechtigt. Zu ihren Aufgaben gehören die Wahl des Vorstandes für ein oder zwei Jahre, die Zulassung der Jahresrechnung , die Entlastung des Vorstandes, sowie die Beratung und Beschlussfassung über die Aufgaben der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege. ( vgl. 11)

II. 4. Geschäftsführung

Die Geschäftsstelle wird von einem Geschäftsführer geleitet, der der Vorgesetzte aller in der Geschäftsstelle tätigen Mitarbeiter ist. Die Dienstaufsicht über den Geschäftsführer ist Aufgabe des Präsidenten. Es ist zu erwähnen, dass der Geschäftsführer eines Vereines zum Geschäftsführer weiterer Vereine benannt werden kann. Er hat die Pflicht, die laufenden Geschäfte des Vereins zu erledigen und ist gleichzeitig (wie bereits erwähnt) der Dienstvorgesetzter der Mitarbeiter (vgl. 12)

[...]

Details

Seiten
25
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656374244
ISBN (Buch)
9783656375647
Dateigröße
525 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v209719
Institution / Hochschule
Hochschule Darmstadt
Note
2,0
Schlagworte
struktur- organisationsformen bundesarbeitsgemeinschaft wohlfahrtspflege bagfw

Autor

Zurück

Titel: Die Struktur- und Organisationsformen der Bundesarbeitsgemeinschaft der  freien Wohlfahrtspflege