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Das Konzept des Qualitätsmanagements

Hausarbeit 2012 11 Seiten

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen
2.1 Qualität
2.2 Management

3. Historische Entwicklung
3.1 Frühe Qualitätskontrollen
3.2 Die erste Hälfte des 20. Jahrhundert

4. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhundert – Das gezielte Qualitätsmanagement
4.1 Weiterentwicklung zum TQM
4.2 TQM in Europa
4.3 Die Internationale Organisation für Normung – ISO

5. Resümee

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Wir leben in einer globalisierten Welt mit einem liberalen Welthandel. Das hat zur Folge, dass wir ständig neue Produkte aus den verschiedensten Ländern konsumieren können. Wir haben bei einer Palette von ähnlichen Waren, zum Beispiel bei Handys oder Autos, die Möglichkeit uns zwischen dutzenden Herstellern und hunderten verschiedenen Modellen zu entscheiden. Was beeinflusst nun unsere Kaufentscheidung bei dieser riesigen Auswahl? Die PIMS-Studie (Profit Impact of Market Strategies) gibt darauf Antwort - ein Faktor ist die Produktqualität (Bornewasser, 2009, S. 214). Ein bekanntes Qualitätssiegel ist der Schriftzug ,Made in Germany', mit dem viele deutsche Produkte gekennzeichnet sind. In einem Hochlohnland wie Deutschland kann die Produktqualität ein ausschlaggebender Faktor gegenüber der Konkurrenz aus den Niedriglohnländern sein (Brüggemann & Bremer, 2012, S. 1). Aber wie erreicht man eine hohe Produktqualität? Ein Konzept hierzu ist das Qualitätsmanagement, welches ich hier etwas genauer erläutern möchte. Dazu werde ich als erstes Qualität und Management definieren und anschließend auf die historische Entwicklung des Qualitätsmanagements eingehen. Anschließend gehe ich auf die verschiedenen Qualitätsmanagementkonzepte ein, um abschließend daraus ein Resümee zu ziehen.

2. Definitionen

2.1 Qualität

"Die Gesamtheit der Leistungsmerkmale und Eigenschaften eines Produktes oder einer Dienstleistung, die einen Einfluss auf die Eignung dieses Produktes oder dieser Leistung nehmen, bestimmte Anforderungen zu erfüllen" (Hochheimer, 2011, S. 227). Dies ist eine von vielen Qualitätsdefinitionen, eine andere lautet: "Aktuell wird Qualität als eine Konsellation von Eigenschaften verstanden, die einem Produkt einen hohen Nutzen für den Kunden vermittelt" (Garvin, 1988, nach Bornewasser, 2009, S.215). Aus diesen Definitionen geht hervor das Qualität im Verhältnis zu den Kundenerwartungen des Produktes steht (Bornewasser, 2009, S. 215).

2.2 Management

Das Wort Management wird heut in vielen Bereichen benutzt, um eine systematische Bearbeitung zu signalisieren (Häcker & Stapf, 2004). Eine genaue Definition lautet: "Management, als Bezeichnung für spezielle Arten von Tätigkeiten, die Planung, Organisation, Leitung und Kontrolle von Personen oder von Arbeitsaktivitäten bei der effizienten Zielerreichung dienen" (Häcker & Stapf, 2004, S.570).

Aus diesen Definitionen von Qualität und Management lassen sich schon einige Schwerpunkte des Qualitätsmanagement ableiten, das sind die Kundenorientierung, die Quälitätsplanung und die Verbesserungsorientierung.

3. Historische Entwicklung

Bereits durch die ganze menschliche Geschichte ziehen sich Qualitätsentscheidungen, angefangen bei der Auswahl der Nahrungsmittel bis zur Abänderung von Naturgegenständen, um diese nach eignen Wünschen nutzen zu können (Ketting, 1999, S. 17). Sicherlich ist das nicht mit dem heutigen Qualitätsmanagement vergleichbar. Wie sich die Entwicklung zu diesem vollzogen hat, werde ich jetzt an einigen Beispielen skizzieren.

3.1 Frühe Qualitätskontrollen

Schon um 25 v. u. Z. ist eine Veränderung des Qualitätsgedankens festzustellen, da in dem Werk 'Zehn Bücher der Baukunst' von Vitruv genaue Qualitätsvorschriften in den Anleitungen zur Bauausführung gegeben werden (Ketting, 1999, S. 20). Diese gehen auch erstmals auf den Kundenwunsch ein, womit man sagen kann, dass es sich um eine der ersten dokumentierten Qualitätsanforderungen handelt (Ketting, 1999, S. 20). Im Mittelalter erstarkte das Handwerk, es kamen die ersten Zünfte auf und diese beschlossen zum Beispiel Vorschriften über Arbeitsgänge und Rohstoffe, womit eine Qualiätssicherung statt fand (Ketting 1999, S. 21). Darauf reagierend erließen auch Monarchen und Behörden Qualitätsrichtlinien, wie beispielsweise König Eduard I. von England, welcher ab 1300 alle Weber bestrafte, die zur Tuchherstellung minderwertige Wollsorten verarbeiten (Ketting 1999, S. 21).

Durch die Erfindung und Einführung von mechanischen Arbeitsmaschinen im 18. Jahrhundert ging die direkte Einflußnahme des Menschen auf die Erfüllung von Qualitätsanforderungen zum Teil auf die indirekte Einflußnahme über (Ketting, 1999, S.23). Auch bekam die Wissenschaft eine immer größer werdene Rolle, da durch neu gewonnene naturwissenschaftliche Erkenntnisse nun auch Untersuchungen zum Materialverhalten durchgeführt wurden (Ketting, 2009, S. 23). So richtete das deutsche Unternehmen Krupp im Jahre 1863 das erste firmeneigene Prüflabor ein (Ketting, 2009, S.23).

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Details

Seiten
11
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656367482
ISBN (Buch)
9783656367604
Dateigröße
639 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v209010
Institution / Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald – Institut für Psychologie
Note
2,0
Schlagworte
konzept qualitätsmanagements

Autor

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