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Tiergestütztes Arbeiten im Strafvollzug: Anregungen für eine Professionalisierung

Bachelorarbeit 2012 78 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Begriffsdefinition

Einleitung
Fragestellung und Abgrenzung
Absicht und Vorgehen
Danke!

1. Ausgangslage
1.1 Geschichte
1.1.1 Entwicklung der Tiergestützten Arbeit
1.1.2 Aktuelle Situation
1.2 Begriffliche Definition
1.3 Darstellung und Differenzierung des momentanen Standes
1.3.1 Tiergestützte Aktivität (TGA)
1.3.2. Tiergestützte Pädagogik (TGP)
1.3.3 Tiergestützte Therapie (TGT)
1.3.4 Beispiel Herr X
1.4 Wirksamkeit
1.5 Verknüpfung von Sozialer und Tiergestützter Arbeit

2. Professionalisierung
2.1 Definition Professionalisierung
2.2. Beispiel Soziale Arbeit
2.2.1 Die Wandlung der Fürsorge
2.2.2 Settlementbewegungen und einzelfallorientierte Soziale Arbeit
2.2.3 Alice Salomon
2.2.4. Der Einfluss des Nationalsozialismus
2.2.5 Hertha Kraus
2.2.6 Kritik und die Suche nach Alternativen
2.2.7 Fazit
2.3 Wissenschaftliche Aspekte
2.3.1 Erste Ausbildungsversuche - Berufung
2.3.2 Grundlagen für einen Beruf?
2.3.3 Primärschritte zum Studium
2.3.4 Das Studium
2.4 Professionalisierungstheorien
2.4.1 Das Attribute-Modell
2.4.2 Das funktionalistische Professionsmodell
2.4.3 Das machttheoretische Professionsmodell
2.4.4 Das systemtheoretische Professionsmodell
2.4.5 Das interaktionistische Professionsmodell
2.4.6 Das strukturtheoretische Modell
2.5 Fazit

3. Anregungen für die Professionalisierung der Tiergestützten Arbeit
3.1 Stand Professionalisierungsvorgang
3.2 Diskussion Professionalisierung
3.3 Risiken der Professionalisierung
3.4 Chancen der Professionalisierung

4. Schlussfolgerung
4.1 Ergebnisse
4.1.1 Arbeiten mit Tieren - Definition
4.1.2 Wissenschaft und Nachweis Wirksamkeit
4.1.3 Zeitpunkt Professionalisierung?
4.1.4 Beantwortung der Fragestellung
4.1.5 Dringlichkeit Offenheit
4.2 Zukunftsvisionen

5. Selbstreflexion Autorin

6. Quellenverzeichnis
6.1 Literaturverzeichnis
6.2 Zeitschriftenartikel
6.3 Publikationen
6.4 Internetquellen
6.5 Unveröffentlichte Publikationen

Ehrenwörtliche Erklärung

Anhang

Einstellung zu Tieren

Mehrdimensionaler Befindlichkeitsfragebogen (MDBF)

Emotionale-Kompetenz-Fragebogen

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Organisationen und Vereine in den deutschsprachigen Ländern

(In Anlehnung an: Röger-Lakenbrink 2010:19f) 17

Abb. 2: Begrifflichkeit der Delta Society (USA) zu Tiergestützten Interventionen

(in: Vernooij / Schneider 2010: 33) 19

Abb. 3: Begriffliche Definitionen im deutschsprachigen Raum

(in Anlehnung an: Vernooij / Schneider 2010: 50) 21

Abb. 4: Bio-psycho-soziales Wirkungsgefüge hilfreicher Tiereffekte

(In Anlehnung an: Olbrich / Otterstedt 2003: 66ff.) 31

Begriffsdefinition

Nachstehend werden die für diese Arbeit relevanten Begriffe erklärt. Die Definition soll das Lesen der Arbeit vereinfachen und Verständnis dafür fördern.

Tiergestütztes Arbeiten

Der Begriff ist offiziell nicht definiert. In dieser Arbeit soll er als Tätigkeit, die mit einem Tier ausgeführt wird, gelten. Es geht darum, dass mit dem Tier in einem bestimmten Feld, in dieser Arbeit zum Beispiel dem Strafvollzug, eine Tätigkeit wie das Schulen der eigenen Wahrnehmung ausgeführt wird.

Intervention

Dazwischen treten, einmischen (Wahrig 1971: 1902). Die Intervention kann als gezielter und bewusster Eingriff in ein Geschehen gesehen werden. Also ein Mittel zum Zweck.

Tiergestützte Intervention

Für diesen Begriff gibt es im deutschsprachigen Raum noch keine offiziell festgelegte Definition. Es geht um eine Aktivierung, welche direkt in ein Geschehen eingreift und kann folgendermassen erklärt werden: Tiergestützte Intervention beschreibt den Einbezug von Tieren bei einer pädagogischen oder therapeutischen Arbeit. Dazu kann die Tiergestützte Aktivität, die Tiergestützte Pädagogik sowie die Tiergestützte Therapie gezählt werden (vgl. Vernooij / Schneider 2008). Diese Definition schliesst andere, hier nicht genannte Tiergestützte Interventionen nicht aus. Die drei erwähnten Begriffe werden im Kapitel 1.2 Begriffliche Definition genauer erklärt. Die Tiergestützte Intervention beschreibt eine Methode, also die Art und Weise, etwas zu bewirken oder zu erreichen.

Profession

Wissenschaftsbasierte Arbeitsweisen (vgl. Becker-Lenz et al, 2009: 22). Expertenberuf besonderer Art (vgl. Wahrig 1971: 2793). Aus dieser kurzen Erklärung ist erkennbar, dass es bei der Profession um ein Handlungssystem geht. Der ausgeführte Beruf, das Gewerbe oder das Handwerk untersteht bestimmten, festgelegten Kriterien, in Bezug auf Validität und Zieldimensionen. In der Literatur wird die Profession unterschiedlich dargestellt: Einmal werden erst wissenschaftliche Untersuchungen vorgenommen, um Methoden zu erarbeiten, welche dann eine Arbeit unterstützen. Das andere Mal steht eine Berufsbildung im Vordergrund, die danach wissenschaftlich untersucht wird und so sich eine Methode als wirksam erweisen kann. Der Begriff Profession hat in dieser Arbeit eine hohe Bedeutung und wird im Kapitel 2.1 noch näher erläutert.

Professionalisierung

Mieg (2005) beschreibt Professionalisierung als den Prozess der Entwicklung einer Berufsgruppe in Richtung einer Profession. Die Berufsgruppe entwickelt eine gewisse Autonomie in ihrer Leistungskontrolle. Dies bedeutet, dass die Tätigkeit in eine bezahlte Arbeit übergeht und gewisse einklagbare Qualitätsstandards ausweisen muss (vgl. Mieg 2005:342). Da dieser Vorgang ebenfalls sehr relevant für diese Arbeit ist, wird er in Kapitel 2.1 vertieft behandelt.

Deprofessionalisierung

Verlieren Professionsmerkmale in der Leistung einer Arbeit immer mehr an Bedeutung, wird dies als Deprofessionalisierung bezeichnet. Dies kann zum Beispiel eine Verminderung der Autonomie, der Fachlichkeit oder der wissenschaftlichen Grundlagen zur Folge haben (vgl. http://einmischen.info/joomla2.5/index.php/de-professionalisierung-in-der-sozialen-arbeit/293-deprofessionalisierung). Die Deprofessionalisierung in dieser Arbeit steht im Gegensatz zur Professionalisierung und zeigt auf, dass Professionalisierungsbemühungen und -diskurse nicht immer erfolgreich sind.

Hermeneutik

Kunst der Auslegung, Deutung von Schriften, Kunstwerken etc. Stammt aus dem Griechischen hermeneutes was „Ausleger, Erklärer“ bedeutet (vgl. Wahrig 1971: 1725). Die Hermeneutik wird hier im Zuge der Professionsmodelle als sogenanntes hermeneutisches Fallverstehen verwendet. Dieses gilt als Kunstlehre und wird von Gebauer / Wulf (1993: 7) inhaltlich folgendermassen beschrieben:

Statt dass der Handelnde eine vorgegebene Theorie anwendet, ist er selbst konstruktiv tätig. Unter den Bedingungen eines spezifischen Feldes entwirft er, indem er handelt, seine Antwort auf die Anforderungen der Situation. Er ist wie der Tennisspieler, (…), der ans Netz geht, wenn es die Situation erfordert.

Wissenschaftliche Sozialpädagogik

In dieser Arbeit steht dieser Begriff für die innerhalb der Universitäten verwendeten Fachausdrücke (Terminologie). Gängler (2002) meint damit Begriffe, welche im Alltag der Sozialpädagogik nicht gebraucht werden, sondern bestimmtes kontrolliertes Vokabular bezeichnen, welches eine wichtige Grundlage zum Beispiel für Konzepte, Theorien oder Forschungsergebnisse liefert (vgl. Gängler 2002: 4f). Daher wird vor allem in diesem Kontext von einer wissenschaftlichen Sozialpädagogik gesprochen.

Einleitung

„Auf einem alten Schlossgut der Abbaye de Fontaine-André ca. 1974 in der welschen Schweiz lebten Drogensüchtige, welche einen kalten Entzug machen wollten. Diese wurden von 2 Brüdern der Abtei und einer Krankenschwester begleitet. Das Gut verfügte über einen Hof und eine Bernhardinerzucht. Jeder Junkie, der den Entzug geschafft hatte und für ein Jahr clean blieb, durfte sich ein Tier aussuchen, für das er verantwortlich war. Thomas entschied sich für die Mischlingshündin Bella. Zu ihr hatte er eine sehr innige Bindung. Wo Thomas war, war auch Bella nicht weit. Eines Tages verunfallte Thomas mit dem Traktor und fiel wegen seinen schweren Verletzungen ins Koma. Die Ärzte vermuteten, dass Thomas nicht mehr aufwachen würde. Einer der Brüder hatte die Idee, Bella ins Spital zu schmuggeln. Gesagt, getan. Tatsächlich wachte Thomas aus dem Koma auf, als Bella auf seinem Bett lag und ihn ableckte. Er konnte danach wieder vollständig genesen und das Spital etwa zwei Monate später verlassen.“

Diese wahre Begebenheit (vgl. C. Seiler, Hinweis im persönlichen Gespräch vom 04.04.2012) ist ein gutes Beispiel dafür, dass eine heilende Kraft in der Mensch-Tier-Beziehung besteht. Tiere werden seit Langem in der Therapie eingesetzt. Im deutschsprachigen Raum ist das Verständnis von Tiergestützter Arbeit jedoch sehr unterschiedlich und es existiert keine Vereinheitlichung. Es gibt verschiedene Institutionen, Vereine und Verbände, welche eine Ausbildung zum Therapiehundeteam anbieten. Daher sind die Grundlagen der Ausbildung sehr unterschiedlich. Röger-Lakenbrink führt aus, dass der Begriff „Therapiehund“ oder „Therapiehunde-Team“ in europäischen Ländern nicht geschützt ist, so dass ein unqualifizierter Einsatz mit einem Therapiehunde-Team unkontrolliert möglich ist (vgl. Röger-Lakenbrink 2010:16). Ein wissenschaftlicher Nachweis, der die Wirksamkeit der Tiergestützten Arbeit darlegt, ist im deutschsprachigen Raum kaum vorhanden.

Der Bereich der Tiergestützten Arbeit ist noch wenig erforscht, so dass sich die Literaturbeschaffung schwierig gestaltet hat. Es gibt nur wenige deutsche Fachbücher zum Thema und Personen, die bereits Studien oder Ähnliches gemacht haben, sind schwer zugänglich und geben ihre Unterlagen kaum heraus. Ein grosser Teil meiner Arbeit basiert auf dem Austausch mit unterschiedlichen Personen, die im Bereich der Tiergestützten Arbeit agieren.

Die vorliegende Arbeit möchte Anregungen liefern, wie die Professionalisierung der Tiergestützten Arbeit gestaltet werden könnte. Dabei soll die Überlegung berücksichtigt werden, ob in einem ersten Schritt die Tiergestützte Intervention mit ihren unterschiedlichen Formen als Methode in der Pädagogik und/oder der Therapie bestätigt wird und erst in einem nächsten Schritt eine mögliche Spezialisierung für eine fachliche Ausbildung erfolgen kann.

Das Thema ist für die Soziale Arbeit insofern relevant, weil die Tiergestützte Arbeit aus meiner Sicht als Methode, aber auch als spezialisierte Ausbildung eine Bereicherung ist. Nicht der Mensch agiert, sondern das Tier. Darin sehe ich einen klaren Vorteil für die Soziale Arbeit. Türen können geöffnet werden, die wir Menschen nicht zu öffnen vermögen. Somit können die Professionellen die Arbeit voranbringen und unterstützen.

Ich überlege mir selbst, später eine Ausbildung zur Fachfrau tiergestützte Pädagogik / Therapie zu machen. Im Zusammenhang damit habe ich mir nachfolgend Gedanken dazu gemacht, welche Voraussetzungen dieser Bereich noch braucht, um eine Professionalisierung zu erfahren.

Fragestellung und Abgrenzung

Um das Thema der Professionalisierung der Tiergestützten Arbeit etwas näher zu betrachten und einzugrenzen, habe ich folgende Fragestellung erarbeitet:

Was braucht Tiergestütztes Arbeiten mit Hunden im Strafvollzug, um sich von einer „Freizeitaktivität“ zu einer Profession zu entwickeln?

Bei der Fragestellung grenze ich meine Darlegungen auf den deutschsprachigen Raum und auf Luxembourg ein, weil ich dort noch grosses Entwicklungspotential sehe. Im Gegensatz zum angloamerikanischen Raum zum Beispiel erhält die Tiergestützte Arbeit im genannten Gebiet noch wenig Aufmerksamkeit und Anerkennung. Durch diese geographische Eingrenzung war es mir auch möglich, bestehende Projekte und involvierte Personen persönlich kennen zu lernen. Eine weitere Abgrenzung möchte ich im Wirkungsbereich sowie bei den eingesetzten Tierarten vornehmen. Ich beleuchte hauptsächlich die Tiergestützte Arbeit mit Hunden im Strafvollzug, da es ansonsten den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.

Absicht und Vorgehen

Da ich mit Tieren aufwuchs, habe ich noch heute einen engen Bezug zu ihnen. Deshalb habe ich dieses etwas aussergewöhnliche Thema für meine Abschlussarbeit gewählt. Ich war schon als Kind beeindruckt, dass unser Familienhund meine Stimmungen erkannte, auch wenn ich mir noch so viel Mühe gab, dass niemand etwas bemerkte. Erst wollte ich den Wirkungsbereich von Hunden in der Schulsozialarbeit beleuchten, musste davon aber ablassen, da es in der Schweiz leider keine Schulsozialarbeitende gibt, die einen Hund in ihre Arbeit miteinbeziehen.

Zufällig sah ich im Fernsehen eine Dokumentation von Tiergestützter Arbeit in der Justizvollzugsanstalt Lenzburg und mein Interesse war geweckt. Ich kontaktierte Frau Germann-Tillmann, die in Lenzburg als Fachfrau Tiergestützte Therapie und Pädagogik arbeitet. Nach einem ersten Treffen entschied ich mich endgültig, diesen Wirkungsbereich in meiner Arbeit zu beleuchten. Durch viele Recherchen und weitreichenden Tipps von den von mir kontaktierten Personen entstand ein weites Netz, auf das ich während dem Verfassen meiner Thesis immer wieder zurückgreifen konnte.

Da ich eine mögliche Professionalisierung beleuchten möchte, habe ich nach einem geeigneten Vergleich gesucht und die Soziale Arbeit dafür ausgewählt. Weil sie noch eine junge Profession ist, kam ich zum Schluss, dass sie sich gut für Vergleiche und allfällige Ratschläge in Bezug auf Chancen und Risiken einer Professionalisierung eignet.

Im ersten Teil werde ich die Ausgangslage der Tiergestützten Arbeit schildern. Die Geschichte wird aufgezeigt und eine mögliche Definition der Begriffe vorgenommen. Der aktuelle Stand mit seinen unterschiedlichen Aktionsfeldern wird dargelegt. Weiter erhalten die Lesenden in diesem Teil einen Einblick in die Therapie eines Sträflings und die damit verbundene Schwierigkeit, eine wissenschaftliche Wirksamkeit nachzuweisen. Im zweiten Teil wird die Professionalisierung beleuchtet. Dies geschieht am Beispiel der Sozialen Arbeit. Im dritten Teil werden Anregungen für eine mögliche Professionalisierung der Tiergestützten Intervention behandelt. Dabei geht es um Risiken und Chancen. Der Schlussteil liefert Erkenntnisse und beantwortet die Fragestellung.

Danke!

Damit ich diese Arbeit überhaupt schreiben konnte, war ich auf die Offenheit von vielen Personen angewiesen. Daher möchte ich mich hier bei Allen – wenn auch nicht namentlich genannt – bedanken, die mich unterstützt haben und mir Red und Antwort standen.

Ein besonderer Dank gilt Theres Germann-Tillmann. Sie gab mir Einblick in ihre Arbeit und vermittelte mir weitere Kontakte. Ebenso möchte ich mich beim Zentralgefängnis Lenzburg bedanken, das mir seine Türen für einen umfassenden Einblick öffnete. Elisabeth Merklin, die durch ihr grosses Engagement im Bereich der Tiergestützten Arbeit viel Wissen und viele Kontakte hat, war sehr offen und gab ihr Wissen an mich weiter. Durch einen Besuch in Deutschland durfte ich ausserdem die Anstalt Neustrelitz und Donatha Wölk kennen lernen. Ein weiteres Dankeschön an Daniela Münichsdorfer, die mir bei meinem Besuch in Luxembourg das Centre pénitentiaire de Luxembourg und ihre Arbeit dort zeigte. Auch für die arrangierten Kontakte mit den Insassen in Luxembourg möchte ich mich noch einmal recht herzlich bedanken. Die Begegnungen waren sehr eindrücklich.

1. Ausgangslage

Tiere, im Speziellen der Hund, sind schon seit langer Zeit Begleiter des Menschen. Mit der Weiterentwicklung des menschlichen Lebens veränderten sich auch der Bezug zum Tier und die Rolle des Hundes an der Seite des Menschen. So wurde entdeckt, dass der Hund in der Arbeit mit dem Menschen praktisch eingesetzt werden kann. Beginnend bei Kriegsveteranen, welche durch einen Hund das Gefühl von Wert empfinden konnten bis hin zu Strafgefangenen, welche die Möglichkeit hatten, ihre Sozialkompetenzen auszubauen, wurde und wird der Hund noch heute dafür eingesetzt

Um einen Überblick zu schaffen, wird als erstes die Geschichte der Tiergestützten Arbeit dargelegt. Die Erläuterung der Geschichte bezieht sich nicht ausschliesslich auf Hunde im Strafvollzug, sondern im Allgemeinen auf Tiergestützte Arbeit.

1.1 Geschichte

In diesem ersten Teil möchte die Autorin den Lesenden den „IST“-Zustand etwas näher bringen. Es soll ersichtlich werden, an welchem Punkt die Tiergestützte Arbeit im deutschsprachigen Raum steht. Diese Ausgangslage dient später auch als Grundlage für die Anregungen einer möglichen Professionalisierung.

1.1.1 Entwicklung der Tiergestützten Arbeit

Röger-Lakenbrink zeigt auf, dass bereits im Altertum der Hund als Gefährte des Menschen eine wichtige Rolle spielte. Es finden sich in der Mythologie einiger Urvölker zahlreiche Beispiele dafür, dass der Hund sowohl in deren Glauben wie auch in den Kulthandlungen miteinbezogen wurde. Die Rolle des Hundes hat sich im Laufe der Jahrtausende immer wieder verändert. In der Weiterentwicklung des menschlichen Lebens war er aber immer sehr intensiv eingebunden (vgl. Röger-Lakenbrink 2010:12).

Bereits im 8. Jahrhundert wurden in Belgien Tiere für therapeutische Zwecke eingesetzt (vgl. Greiffenhagen / Buck 2011: 13f.). McCulloch beschreibt die 1792 von Quäker - Angehörige einer evangelischen Gemeinschaft – gegründete Einrichtung für Geisteskranke. Sie nannten diese „York Retreat“. Die Mönche ermunterten die Patienten im Sinne einer aktivitätsorientierten Behandlungsmethode dazu, die Gärten und Kleintiere der Einrichtung zu pflegen (vgl. McCulloch 1983: 26). „Den in der Seele und am Körper Beladenen hilft ein Gebet und ein Tier“ (Der Spiegel 1988: 201) galt als Grundsatz der Behandlungsmethode der Quäker (vgl. Greiffenhagen / Buck 2011:14). Weitere Versuche, Tiere im therapeutischen Alltag mit einzubeziehen, machte das Epileptiker-Zentrum Bethel gegen Ende des 19. Jahrhunderts (vgl. McCulloch 1983: 26). Weil diese Versuche laut Greiffenhagen / Buck jedoch nicht dokumentiert wurden, gerieten sie in Vergessenheit und waren für die Wissenschaft wertlos. Theorien wurden erst später entwickelt. Trotzdem erfuhr die Tiergestützte Arbeit in der Praxis eine regelrechte Revolution. In den Bereichen der Pädagogik, Therapie und Resozialisierung stand vor allem der Hund als Co-Therapeut dem Menschen zur Seite (vgl. Greiffenhagen / Buck 2011:14). Ein gutes Beispiel für den praktischen Einsatz von Tieren zeigte gemäss McCulloch ein Krankenhaus in New York Mitte des 20.Jahrhunderts. Kriegsveteranen wurden dazu angehalten, sich dort um Tiere zu kümmern, um sich wieder akzeptiert und gebraucht zu fühlen. Weiter sollte der Kontakt mit den Tieren die Erholung der Verletzung sowie die Aufarbeitung der Traumata unterstützen (vgl. McCulloch 1983: 26). 1944 schrieb James Bossard einen Artikel über die positiven Effekte und den therapeutischen Wert des Hundes als Haustier. Dieser Artikel stiess zwar auf grosses Interesse, veranlasste aber die Wissenschaftler nicht dazu, die positive Wirkungsweise von Tiergestützter Intervention zu erkennen (vgl. Vernooij / Schneider 2010:26). Erst das Buch des amerikanischen Kinderpsychotherapeuten, Boris M. Levinson (Pet-Oriented Child Psychotherapy, 1969) brachte 1969 den grossen Durchbruch. Greiffenhagen / Buck beschreiben dies als den Startschuss für eine Menge von Experimenten, Versuchsreihen und Dokumentationen. Diese wurden von Wissenschaftlern und Angehörigen unterschiedlicher Disziplinen und Heilberufen durchgeführt und dokumentiert. Dank den Berichten von Sam und Elizabeth Corson (1975 und 1977), einem Psychologenehepaar, der Soziologin Erika Friedmann (1980) und dem Mediziner Aaron H. Katcher (1983) wurde die medizinische Welt durch die Darlegung der heilsamen Wirkung von Tieren auf kranke und einsame Menschen in Erstaunen versetzt. Der Begriff „pet facilitated therapy“ konnte sich als Wissenschaftszweig der „Mensch-Tier-Beziehung“ etablieren. Eine erste, rund vierzigseitige Bibliographie (University of Pennsylvania Press, 1983) zu diesem Thema wurde 1983 von Veterinärmedizinern der Universität Pennsylvania vorgestellt (vgl. Greiffenhagen / Buck 2011:14). Im Kapitel 1.4 wird näher auf wissenschaftliche Ergebnisse der Mensch-Tier-Beziehung eingegangen.

Da ein neuer Wissenschaftszweig geboren war, widmeten sich nun auch zahlreiche Vereine und Gesellschaften diesem Gebiet. Vernooij / Schneider beschreiben, dass so 1977 in Oregon, USA die Stiftung „The Delta Society“ gegründet wurde. Die Leitung hatte zu diesem Zeitpunkt McCulloch inne. Noch heute spielt diese Stiftung eine massgebende Rolle in der wissenschaftlichen Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung, wie auch in der praktischen Umsetzung „Tiergestützter Arbeit“. Die Delta Society erliess rahmengebende Richtlinien, welche eine Unterscheidung der unterschiedlichen Angebote in der Tiergestützten Arbeit ermöglichte. Die genaue Definition und Differenzierung kann unter Kapitel 1.2 nachgelesen werden. 1977 wurde in Österreich die privatwissenschaftliche Institution „Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung“ (IEMT) vom Nobelpreisträger Prof. Dr. Konrad Lorenz gegründet. 1990 konnte die Institution unter der Leitung von Dr. Dennis C. Turner, Verhaltensforscher und Privat-Dozent, in die Schweiz expandieren. 1988 wurde in Deutschland unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Reinhold Bergler der „Forschungskreis Heimtiere in der Gesellschaft“ gegründet. Der Forschungskreis widmete sich hauptsächlich den sozialen Beziehungen zwischen Menschen und Heimtieren. 1990 wurde der Internationale Dachverband für die Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung gegründet, die „International Association of Human-Animal-Intercation-Organisations“ (IAHAIO). Der Dachverband mit Sitz bei der Delta Society hat sich zum Ziel gesetzt, alle Mitgliedsorganisationen untereinander zu koordinieren. Es finden regelmässig internationale Konferenzen statt, bei welchen es um die Mensch-Tier-Beziehung und den Austausch von wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie Weiterentwicklungen von Programmen geht (vgl. Vernooij / Schneider 2010:27f.). Die nächste internationale Konferenz der IAHAIO findet vom 20.-22. Juli 2013 in Chicago statt.

Nun erhielt die Tiergestützte Arbeit gemäss Greiffenhagen / Buck allmählich einen Aufschwung und Tiere als Helfer und Heiler wurden vermehrt praktisch eingesetzt. Trotzdem kamen die wissenschaftliche Erforschung und die Betreuung solcher Programme nur langsam in Gange. Besonders in der Bundesrepublik Deutschland dauerte die Entwicklung länger als in anderen Ländern. Viele Deutsche sahen den Einsatz von Tieren in Altenheimen, psychiatrischen Kliniken, Strafvollzugsanstalten und Krankenhäuser als unmöglich an. Lediglich der Bereich des therapeutischen Reitens weckte bei den Deutschen grosses Interesse. In diesem Bereich waren sie in der Forschung wie auch in der Praxis von tiergestützter Behandlung bei Kranken führend. Vereine wie „Leben mit Tieren“ oder „Tiere helfen Menschen“ wurden in Deutschland erst vor wenigen Jahren gegründet. Sie empfehlen den Einsatz von Tieren in Institutionen und informieren oder beraten Interessierte über Konzepte, Methoden und geeignete Tiere (vgl. Greiffenhagen / Buck 2011:15).

Röger-Lakenbrink beschreibt, dass unter der Leitung von Ursula Sissener, welche sich von der Delta Society ausbilden liess, in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft ein gemeinsames Konzept erarbeitet wurde. Die Schweiz zeigte sich weniger skeptisch, was den Einsatz von Tieren betraf. 1993 konnten die ersten Kurse für Therapiehunde-Teams durchgeführt und 1994 der „Verein Therapiehunde Schweiz“ (VTHS) gegründet werden (vgl. Röger-Lakenbrink 2010:15).

Für alle Organisationen war gemäss Röger-Lakenbrink die Anfangszeit eine schwierige Situation. Viele leisteten Widerstand gegen die Pionierarbeit, die engagierte Mitglieder und deren Hunde leisteten. Die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse in Bezug auf die Wirkung einer Mensch-Tier-Beziehung waren eine willkommene Unterstützung. Am Anfang standen lediglich einzelne Forschende der praktischen Arbeit vor Ort zur Seite. Aber auch in diesem Bereich fand eine Intensivierung der Tätigkeit von Wissenschaftlern auf verschiedenen Gebieten statt und laufend wurden neue Erkenntnisse generiert. Trotz dieser Verbreitung von wissenschaftlichen Studien ist die Praxis in den vielen unterschiedlichen Bereichen der Theorie noch weit voraus (vgl. Röger-Lakenbrink 2010:15f.).

Einer Reihe von Aktiven wurde langsam bewusst, dass durch die zunehmende Präsenz von Hunden in der Tiergestützten Arbeit Qualitätsstandards geschaffen werden müssen (vgl. ebd. 16). Sie stellten fest, dass nur so eine längerfristige Akzeptanz der Therapie-Hunde-Teams gewährleistet werden kann. Einige Aktive bemühten sich nach der Erkenntnis, dass Begriffe wie „Therapie-Hunde-Team“ nicht geschützt sind. Deshalb engagierten sie sich für die Erschaffung möglicher Qualitätsstandards. Da in diesem Bereich aber ein grosses Konkurrenzdenken herrschte und immer noch herrscht, gestaltete sich eine Weiterentwicklung sehr schwierig. Einen ersten Versuch für eine horizontale, kommunikative Vernetzung zwischen den wissenschaftlichen Institutionen startete 2005 das Symposium 1. D.A.CH, das unter der Leitung des deutschen Fachkreises „Heimtiere in der Gesellschaft“ stattfand. Organisiert wurde es von Fachleuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der erste europäische Dachverband wurde ebenfalls im Jahre 2005 gegründet. Die „ European Society for Animal Assisted Therapy“ (ESAAT) hatte sich das Ziel gesetzt, die Qualifikationsstandards in der tiergestützten Therapie innerhalb Europas zu harmonisieren. Ebenfalls wollten sie erreichen, dass auch auf Brüsseler Ebene gemeinsame Mindestanforderungen an Ausbildung und Kompetenz Anerkennung finden (vgl. ebd. 16f.).

Weil bei den Gründungsmitgliedern des Dachverbands ESAAT inhaltliche Differenzen zum Beispiel bei der Qualitätssicherung von Ausbildungsstandards und den dazugehörigen strukturellen Organisation und Umsetzung herrschte, traten ein Teil der Mitglieder aus der Organisation aus. Sie gründeten 2006 eine neue eigenständige Organisation, die nun „international Association für Animal Assisted Therapy“ (ISAAT) heisst (vgl. ebd. 17).

Röger-Lakenbrink erwähnt dies nur als eines von vielen Beispielen, das aufzeigt, wie viele unterschiedliche Vereine, Institutionen und Organisationen entstanden sind. Viele davon waren zunächst nur kleinere Gruppen, die sich als Grundlage für die aktiven Einsätze die Richtlinien der Delta Society aus den USA zu Nutze machten. Bald aber wurde festgestellt, dass die Entwicklung nicht fortschreiten kann, wenn keine Aus- und Weiterbildung gewährleistet ist. Eine neue Hürde war also zu bewältigen. Qualifikationsgrundlagen mussten entwickelt und gestaltet werden. Die Kriterien und Konzepte wurden sehr unterschiedlich, individuell und vor allem auch zeitversetzt erarbeitet, obwohl zu Beginn auf einheitliche Massstäbe länderübergreifend geachtet wurde (vgl. ebd. 18).

In dieser Zeit bemühten sich die wenigen Wissenschaftler in den deutschsprachigen Ländern, den tiergestützten Einsätzen in der Öffentlichkeit zu einem Durchbruch zu verhelfen. Sie versuchten mit ihren Bemühungen, auf ihrem speziellen Forschungsgebiet eine organisatorische Struktur zu finden, um verwertbare und fundierte Erkenntnisse zu liefern, damit die praktische Arbeit der Therapie-Hunde-Teams unterstützt werden konnte (vgl. Röger-Lakenbrink 2010:18f).

1.1.2 Aktuelle Situation

Die Abbildung 1 ist eine Aufzählung von bestehenden Organisationen und Vereinen im deutschsprachigen Raum. Da sich laufend neue Initiativen mit dem Schwerpunkt „Tiergestützte Arbeit“ bilden, erhebt diese Auflistung nicht den Anspruch auf Vollständigkeit (vgl. ebd. 19f).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Organisationen und Vereine in den deutschsprachigen Ländern (In Anlehnung an: Röger-Lakenbrink 2010:19f)

„Die aktuelle Situation bietet hier ein recht konfuses Bild von zahlreichen Einzelkämpfern, immer wieder neuen Initiativen und einer allseits um sich greifenden Orientierungslosigkeit.“ (Röger-Lakenbrink 2010: 20) So entstehen auch unkontrolliert neue Ausbildungsformen und –inhalte, die sich an keinem Standard festhalten und so auch einen Qualifikationsmangel aufweisen können (vgl. ebd.). Greiffenhagen / Buck beschreiben, dass das Forschungsfeld der tiergestützten Menschenbehandlung keine feststehenden Konturen hat, was auch für die sich neu etablierende Wissenschaft gilt. Dies führt zu einer gewissen Nervosität und Sensibilität, was aber bei jungen Disziplinen durchaus üblich ist. Diesem wissenschaftlichen Bereich wurde nicht einmal ein Name gegeben und es steht noch aus, welche Disziplin darin verdeutlicht werden soll. Im Moment sind viele Wissenschaftsbereiche wie zum Beispiel menschliche und tierische Verhaltensforschung, allgemeine und spezielle Psychologien, Soziologie und Pädagogik und vieles mehr involviert (vgl. Greiffenhagen / Buck 2011:16).

Im internationalen Vergleich steht die Entwicklung der Tiergestützten Arbeit im deutschsprachigen Raum gemäss Vernooij / Schneider eher an hinterer Stelle. Bis das Tier auch hier als Unterstützung in der täglichen Arbeit als selbstverständlich gilt, wird noch viel Zeit vergehen. Die Spezialisierung von der Unterstützung zu einer fachlichen Ausbildung dürfte noch länger dauern.

In Ländern wie den USA gelten Tiere seit Jahren als Co-Therapeuten in den unterschiedlichsten Berufsfeldern. Dies wurde möglich, da bereits in den 90er Jahren Richtlinien zur Abgrenzung verschiedener Formen der Tiergestützten Arbeit eingeführt wurden. Die daraus entstandenen begrifflichen Definitionen werden im nächsten Kapitel näher erläutert (vgl. Vernooij / Schneider 2010:28).

Es wird darauf hingewiesen, dass sich die Definition der USA im Bereich von Methoden ansiedeln lassen. Damit aber eine Profession entstehen könnte, müsste sich aus diesen Methoden eine Spezialisierung bilden können, so dass ein eigenständiger Beruf entstehen kann.

1.2 Begriffliche Definition

Vernooij / Schneider beschreiben, dass in den USA, Kanada, Australien und England viel früher als im deutschsprachigen Raum erkannt wurde, dass die Tiergestützte Arbeit über eine hohe Effektivität verfügte. Zu diesen Erkenntnissen verhalfen verstärkte Forschung im Bereich der Tiergestützten Arbeit, wie auch eine institutionelle Anerkennung verschiedener Interventionsformen. Nachfolgende Abbildung stellt die heute gültigen, von der Delta Society eingeführten Begriffe „Animal-Assisted Activities“ (AAA) und „Animal-Assisted Therapy“ (AAT) vor (vgl. ebd. 30).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Begrifflichkeit der Delta Society (USA) zu Tiergestützten Interventionen (in: Vernooij / Schneider 2010: 33)

Die Begriffe „AAA“ und „AAT“ waren nicht schon zu Beginn so definiert. Sie haben sich im Laufe der Zeit verändert und wurden laufend angepasst. Weitere Informationen darüber finden Interessierte im Buch von Vernooij/Schneider 2010:29-32.

Aus der obigen Abbildung ist laut Vernooij / Schneider ein klarer Unterschied zwischen „AAA“ und „AAT“ ersichtlich. Die „AAA“ bietet Möglichkeiten für eine Unterstützung der Motivation, der Erziehung, der Rehabilitation wie auch von therapeutischen Prozessen. Die Lebensqualität der Betroffenen soll dadurch verbessert werden. Die „AAA“ wird von im Allgemeinen gut qualifizierten Personen, unterstützt von Tieren mit spezifischen Merkmalen, ausgeübt. Die „AAA“ wird eher spontan durchgeführt, hat keine festgesetzten Ziele und es muss keine schriftliche Aufzeichnung der Sitzungen erfolgen. Im Gegenzug dazu ist die „AAT“ eine zielgerichtete Intervention. Drei Kriterien müssen dafür erfüllt sein:

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Details

Seiten
78
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656400745
ISBN (Buch)
9783656401032
Dateigröße
4.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v207233
Institution / Hochschule
Fachhochschule Nordwestschweiz
Note
5.5 (ch)
Schlagworte
tiergestütztes arbeiten strafvollzug anregungen professionalisierung

Autor

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Titel: Tiergestütztes Arbeiten im Strafvollzug: Anregungen für eine Professionalisierung