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Aktien- und Bondmärkte in China

Bachelorarbeit 2012 96 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Aufbau der Arbeit

2 Überblick über das chinesische Finanzsystem
2.1 Meilensteine während der Entwicklung des Finanzsystems in China
2.2 Aktueller Überblick über das Finanzsystem der Volksrepublik China

3 Der chinesische Aktienmarkt
3.1 Historische Entwicklung
3.2 Grundlagen des chinesischen Aktienmarkts
3.2.1 Börsenplätze in China
3.2.2 Gehandelte Aktientypen
3.2.3 Clearing-Ablauf im Aktiengeschäft
3.3 Struktur des chinesischen Aktienmarkts
3.3.1 Gelistete Unternehmen
3.3.2 Investoren
3.4 Besonderheiten des chinesischen Markts für den Aktienhandel

4 Der chinesische Bondmarkt
4.1 Historische Entwicklung
4.2 Grundlagen des chinesischen Bondmarkts
4.2.1 Märkte für Anleihen
4.2.2 Gehandelte Bonds
4.2.3 Clearing-Ablauf im Bondgeschäft
4.3 Struktur des chinesischen Bondmarkts
4.3.1 Emittenten von Anleihen
4.3.2 Anlegerstruktur
4.4 Besonderheiten des chinesischen Bondmarkts

5 Vergleich der chinesischen und europäischen Kapitalmarktentwicklung während der weltweiten Finanzkrise
5.1 Entwicklung des EURO STOXX 50 und des SSE Composite Index
5.2 Renditen des EURO STOXX 50 und des SSE Composite Index
5.3 Variationskoeffizienten des EURO STOXX 50 und des SSE Composite Index

6 Zusammenfassung der Ergebnisse

Anhangverzeichnis
A.1 Renditeberechnung für den EURO STOXX 50 und den SSE Composite Index
A.2 Korrelation der Renditen des EURO STOXX 50 und des SSE Composite Index
A.3 Standardabweichung und Variationskoeffizient des EURO STOXX 50 und des SSE Composite Index

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis[1][2][3]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Struktur gelisteter Unternehmen an der SZSE im Jahr 2010

Abbildung 2: Struktur gelisteter Unternehmen an der SSE im Jahr 2010

Abbildung 3: Anteil der einzelnen Investorengruppen am Aktienmarkt im Jahr 2007

Abbildung 4: Anteil der Emittenten am Emissionsvolumen auf dem Bondmarkt im Jahr 2011

Abbildung 5: Investorenzusammensetzung des chinesischen Bondmarkts nach Volumen im Jahr 2011

Abbildung 6: Verlauf des SSE Composite Index und des EURO STOXX 50

Abbildung 7: Wochenrenditen des SSE Composite Index

Abbildung 8: Wochenrenditen des EURO STOXX 50

Abbildung 9: Korrelation der Renditen des SSE Composite Index und des EURO STOXX 50

Abbildung 10: Standardabweichung des SSE Composite Index und des EURO STOXX 50

Abbildung 11: Variationskoeffizienten des SSE Composite Index und des EURO STOXX 50

Abbildung 12: Verlauf des VDAX und des VSTOXX

1 Einleitung und Aufbau der Arbeit

Die Bewältigung der weltweiten Finanz- und Schuldenkrise, die im Jahr 2007 ihren Anfang genommen hat, stellt bis heute eine Herausforderung für die betroffenen Länder dar. So wirkt sie sich auf die europäische Staatengemeinschaft seit 2009 in zusätzlichem Maße in Form der Staatsschuldenkrise aus.Zur Abwendung des Bankrotts von Mitgliedstaaten beziehungsweise eines Auseinanderfallens ihrer selbst, sucht die Europäische Union (EU) nach neuem Kapital zur Finanzierung der Gegensteuerungsmaßnahmen.

Laut mehrerer Pressemeldungengilt dabei besonderes Augenmerk der Volksrepublik China (VRC)Sowohl Unternehmen in Europa als auch die europäische Finanzstabilisierungsfazilität, ein Rettungsfonds für die von der Zahlungsunfähigkeit bedrohten EU Mitgliedsstaaten, hoffen auf Investitionen seitens der Volksrepublik. Dabei wird nicht nur auf breiter Basis im Namen der Staatengemeinschaft um Investitionen aus der VRC geworben, auch einzelne Länder, wie bspw. im Falle Italiens, verhandeln mit chinesischen Investmentfondsmanagern über den Kauf von Staatsanleihen und Unternehmensbeteiligungen. Zwar verfolgen Investoren aus China bereits seit Längerem eine Investmentpolitik in Europa, jedoch wurde bisher hauptsächlich in kleine und technologieorientierte Unternehmen investiert, da dies für wenig Aufsehen sorgte und kein Misstrauen in der Bevölkerung weckte.[4]

Die verstärkte Nachfrage nach chinesischen Investitionen resultiert aus der, trotz der weltweiten Rezession, starken Position der VRC, welche in erster Linie auf zwei Gründe zurückzuführen ist:

1. Der chinesische Finanzmarkt ist, was Investitionen in das beziehungsweise aus dem Ausland betrifft, vielen Restriktionen unterworfen. Der Ausbruch der weltweiten Finanz- und Schuldenkrise wird vornehmlich auf den Ausfall der sogenannten Asset-Backed Securities (ABS), mit Immobilienkrediten besicherten Wertpapiere aus den Vereinigten Staaten von Amerika (USA), zurückgeführt. Die Restriktionen des chinesischen Finanzmarkts haben dafür gesorgt, dass die oben genannten Wertpapiere kaum eingeführt wurden.[5]
2. Des Weiteren wurde in China ein umfangreiches Maßnahmenpaket, welches aus fiskalpolitischen und geldpolitischen Elementen bestand, in Höhe von vier Billionen Renminbi Yuan (RMB) zur Stimulierung der Wirtschaft verabschiedet. Die frühzeitige Umsetzung unterband ein Übergreifen der Krise über den Handelskanal auf die chinesische Binnenwirtschaft.[6]

Interessant in diesem Zusammenhang und Gegenstand dieser Arbeit ist die Rolle des chinesischen Finanzmarkts, welcher durch Abschottung die Auswirkungen der globalen Finanzmarktkrise nicht in den Binnenmarkt eindringen ließ. Das Ziel dieser Arbeit liegt darin, den chinesischen Kapitalmarkt mit seinen Unterschieden zu den Märkten in Europa darzustellen und Gründe für dessen spezifische Charakteristika zu liefern. Deshalb werden zunächst zur Übersicht die Gegebenheiten des chinesischen Finanzsystems beschrieben. Darauf aufbauend erfolgt eine tiefergehende Analyse des chinesischen Kapitalmarkts, wobeider Aktienmarkt und der Bondmarkt der VRC separat mit den jeweiligen Besonderheiten untersucht werden. Diesem Abschnitt folgt ein Vergleich der Kapitalmärkte in China und in Europa, wobei der Fokus auf das Marktverhalten während der weltweiten Finanz- und Schuldenkrise gelegt wird. Abschließend werden die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst.

2 Überblick über das chinesische Finanzsystem

Als Einstieg in die Themenbahandlung wird im Folgenden ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der Entwicklung des chinesischen Finanzsystems gegeben und die aktuellen Marktgegebenheiten dargestellt.

2.1 Meilensteine während der Entwicklung des Finanzsystems in China

Vor dem Beginn des Reformprozesses im Jahr 1978 orientierte sich die kommunistische Führung in der VRC in ihrer Wirtschaftspolitik am Modell der Sowjetunion. Nach diesem Verständnis diente das Finanzsystem einzig dem Zweck der Finanzierung des Staatshaushalts im Sinne der Planwirtschaft. Die Ineffizienzen dieses Systems manifestierten sich und innenpolitische Spannungen wuchsen, so dass als Konsequenz im Jahr 1978 ein gesamtwirtschaftliches Reformpaket verabschiedet wurde. Deng Xiaoping, zu damaligen Zeitpunkt führendes Mitglied der Kommunistischen Partei Chinas (KPC), gilt als Initiator und geistiger Vater der Reformen, die China von einem System der Planwirtschaft in eine Marktwirtschaft überführen sollten. Sein Programm sah vor allem die Liberalisierung sowie die Öffnung der Wirtschaft vor.[7] Die KPC verfolgte bei den Reformprozessen jedoch keineswegs eine sofortige landesweite Umstellung der Planwirtschaft auf eine freie Marktwirtschaft. Um Erfahrungen zu sammeln, wurden Sonderwirtschaftszonen geschaffen, in denen Maßnahmen erprobt wurden.[8] Im Falle eines erfolgreichen Verlaufs, konnten diese Maßnahmen dann auf das ganze Land ausgedehnt werden.

Mithilfe dieser Art der Maßnahmenimplementierung, konnten ineffektive Projekte nach kurzer Zeit beendet und nachteilige gesamtwirtschaftliche Effekte vermieden werden.

Der Bankensektor glich vor den Reformen einem Monobankensystem mit dem Staat als zentralen Entscheidungsträger. Weder Wettbewerb zwischen verschiedenen Instituten noch etwaige Marktinnovationen waren erwünscht, weshalb lediglich drei staatliche Banken existierten: die People’s Bank of China (PBC), als Zentralbank direkt dem Finanzministerium unterstellt, sowie die beiden mit Spezialaufgaben betrauten Institute Bank of China (BOC) und People’s Construction Bank of China (PCBC).[9] In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich die PBC zu einer eigenständigen, dem Finanzministerium nicht länger unterstellten Einheit und fungierte ausschließlich als Zentralbank. Die BOC, die PCBC und die Agriculture Bank of China (ABC) übernahmen Teile des Aufgabenbereichs der PBC. Im weiteren Verlauf wurde die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) gegründet, die die mit einer Geschäftsbank verbundenen Aufgaben der PBC übernahm.[10] Aus dem Monobankensystem ist ein Mehrbankensystem geworden. Die vier oben genannten Spezialbanken wurden Mitte der 1980er Jahre reformiert und in Geschäftsbanken transformiert. Dieser Vorgang markierte den Beginn der Umstrukturierung des gesamten Finanzdienstleistungssektors in seine heutige Form. Die formelle Umgestaltung in Geschäftsbanken änderte aufgrund der Eigentümerstruktur jedoch nicht, dass diese vier Institute weiterhin als Staatsbanken bezeichnet werden.[11]

Trotz der Umwandlung in Geschäftsbanken, waren hauptsächlich die großen vier Institute ABC, BOC, ICBC und die China Construction Bank (CCB), welche bis 1996 als PCBC firmierte, noch lange Zeit an Weisungen von Seiten der Regierung gebunden. Beispielsweise haben die Banken, aufgrund der von der chinesischen Regierung vorgegebenen Kreditvergabepraxis, über Jahrzehnte ausfallbedrohte Kredite angesammelt.[12] Bis vor kurzem wurden Bilanzbereinigungsmaßnahmen in den chinesischen Banken fortgesetzt, um diese sogenannten Non-Performing Loans (NPL) zu bereinigen und private Investitionen in die Banken zu fördern.[13].

In diese Periode der 1980er Jahre fällt der Beginn des Bondmarkts, als bestehende Staatsdefizite durch die Emission von staatlichen Schatzanweisungen gedeckt wurden.[14] Die Entwicklung des Aktienmarkts begann schließlich im Jahr 1990 mit der Eröffnung des Börsenplatzes in Shanghai und ein Jahr später in Shenzhen. Beide Marktetablierungen markierten weitere wichtige Schritte zur Errichtung eines modernen chinesischen Finanzsystems.[15] Die Details zur Entstehung des Aktien- und Bondmarkts werden in den Abschnitten 3.1 und 4.1 im Rahmen der Schwerpunktbehandlung dieser Ausarbeitung noch ausführlicher thematisiert.

Mit der Einführung der Börsenplätze eröffneten sich neue Anlagemöglichkeiten für private und institutionelle Investoren. Dies wiederum bewirkte 1992 die Zulassung erster Wertpapierhandelsfirmen sowie die Auflage geschlossener Investmentfonds, welche jedoch aufgrund von Unregelmäßigkeiten bald aufgelöst wurden.[16] Erst im Jahre 1997 wurden geschlossene Investmentfonds wieder eingeführt und weitere vier Jahre später das Fondsangebot mit offenen Investmentfonds erweitert.[17]

Die Reformmaßnahmen wurden ab 1978 von zahlreichen Gesetzeseinführungen und –änderungen begleitet. So wurden unter anderem das Wertpapiergesetz 1998 eingeführt und 2005 geändert sowie das Bankenaufsichtsgesetz 2003 verabschiedet.[18] Im Rahmen dieser Ausarbeitung kann nicht ausführlich auf die Gesetzeslage eingegangen werden, es werden jedoch im Rahmen der Aktien- und Bondmarktanalyse unter diesem Gesichtspunkt wichtige Aspekte aufgegriffen werden (vgl. Kapitel 3 und 4).

Parallel zur Entwicklung neuer Märkte wurden ebenfalls die dazugehörigen Aufsichtsorgane geschaffen. So wurde im Bereich der Wertpapieraufsicht 1992 die China Securities Regulatory Commission (CSRC) implementiert. Die China Banking Regulatory Commission (CBRC), welche 2003 aus der PBC ausgegliedert wurde, ist seitdem für Banken und für Institute außerhalb des Bankenbereichs zuständig.[19] Die Rolle der Aufsichtsorgane wird nachfolgend noch genauer betrachtet.

Die Liberalisierungsmaßnahmen wurden von einer Öffnung des Marktes nach außen begleitet. Bereits ab 1980 waren ausländische Banken am chinesischen Finanzmarkt zugelassen und ihre Möglichkeiten, sich am Markt zu beteiligen, sukzessive gesteigert. Anfangs konnten die Banken lediglich Repräsentanzen errichten. Schritt für Schritt wurde mehr Marktengagement durch ausländische Finanzdienstleister zugelassen, bis hin zu Kapitalbeteiligungen an chinesischen Banken oder der Errichtung eigener Niederlassungen.[20] Die Möglichkeiten der Kapitalmarktinvestition für ausländische institutionelle Investoren wurden dank der Qualified Foreign Institutional Investor-Maßnahme (QFII) erweitert.[21] Im Rahmen des Beitritts Chinas zur World Trade Organization (WTO), wurde das chinesische Finanzsystem ausländischen Banken und Investoren weiter eröffnet, jedoch ist die Beteiligung an chinesischen Banken auf maximal 20 %, beziehungsweise die gesamte Beteiligung ausländischer Investoren auf 25 %, des Eigenkapitals begrenzt.[22] Der Anteil ausländischer Investoren am chinesischen Finanzmarkt bleibt damit gering und ist seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007 sogar rückläufig. Nichtsdestotrotz haben ausländische Investoren und Banken ihren Platz als strategische Investoren in vielen großen chinesischen Bankhäusern eingenommen.

2.2 Aktueller Überblick über das Finanzsystem der Volksrepublik China

Das heutige Finanzwesen der VRC resultiert aus der Implementierung vieler Neuerungen und Umstrukturierungen innerhalb eines kurzen Zeitraums. Aufgrund der eingeschlagenen Reformpolitik ist eine permanente Diversifizierung sowohl im Banken- wie auch im Kapitalmarktsegment festzustellen.

Die Grundvoraussetzungen des Finanzstandorts China sind sowohl für Bankprodukte als auch für Wertpapiere optimal, da durch die seit Jahren vorliegende Sparquote von über 50 % genügend Kapital für Investitionen zur Verfügung steht. Die Sparquote umfasst dabei die staatlichen, unternehmerischen und privaten Ersparnisse in Relation zum Bruttoinlandsprodukt.[23]

Der heutige chinesische Bankensektor ist heterogen und gliedert sich in fünf Hauptarten von Banken: Staatsbanken, Geschäftsbanken, Genossenschaftsbanken, ansässige ausländische Banken sowie Finanzinstitute aus dem Nichtbankensektor, unter anderem Versicherungsunternehmen, Investmentgesellschaften und Pensionsfonds.[24] Neben diesen Hauptarten existiert eine Vielzahl kleinerer Finanzinstitute, die unterschiedliche Geschäftsmodelle verfolgen. Hierunter fallen beispielsweise die Postal Savings Bank of China (PSBC), eine im Jahr 2006 gegründete Postsparkasse, ländliche und städtische Finanzinstitute oder Leasinggesellschaften. Ende 2010 bestand der Bankensektor in China aus insgesamt 3.769 Instituten mit einer Mitarbeiterzahl von 2.990.716 Angestellten.[25] Die Aufsicht über den Bankensektor unterliegt der CBRC. Das Hauptaugenmerk der CBRC gilt fairem Wettbewerb und der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des chinesischen Bankenwesens, wodurch Sicherheit, Solidität und das öffentliche Vertrauen in den Bankensektor gefördert werden sollen.[26]

Im Bereich der ausgegebenen Kredite ist seit mehreren Jahren ein Wachstum zu beobachten. So betrug das Kreditvolumen im gesamten Bankensektor 2003 noch 16,97 Billionen RMB, im Jahr 2010 jedoch bereits 50,90 Billionen RMB. Ebenso sind die Kundeneinlagen im Bankenbereich von 22,03 Billionen RMB im Jahr 2003 auf 73,34 Billionen im Jahr 2010 gestiegen. Dies entspricht einer Expansion des Bankensektors in nur sieben Jahren sowohl im Aktiv- wie auch im Passivbereich um etwa 200 % beziehungsweise 233 %.[27]

Die Alternative zur Bankeinlage ist eine Kapitalmarktinvestition in Eigenkapital- oder Fremdkapitaltitel. Die Aufsicht über die Börsen unterliegt der CSRC, die unter anderem sowohl den Markt als auch die Marktteilnehmer beaufsichtigt, Offenlegungspflichten überwacht und überprüft sowie Verstöße von Marktteilnehmern ahndet.[28] Das Wachstum in diesem Sektor ist noch stärker ausgebildet als es bei den Einlagen und Krediten der Fall ist. Betrachtet man den Umsatz am Aktienmarkt zwischen 2000 und 2011, so ist dieser von 6,08 Billionen RMB auf 42,16 Billionen angestiegen. Auch der Umsatz im Bondmarkt stieg in diesem Zeitraum von 1,91 Billionen RMB auf 21,63 Billionen RMB.[29] Diese Entwicklung und ihre Hintergründe bedürfen einer profunden Analyse, die im Folgendenfür den Aktienmarkt in Kapitel 3 und für den Bondmarkt in Kapitel 4 separat erfolgt.

3 Der chinesische Aktienmarkt

Der chinesische Aktienmarkt ist für ausländische Privatinvestoren größtenteils unbekanntes Terrain und hauptsächlich institutionellen Investoren vorbehalten. Der nachfolgende Abschnitt gewährt, aufbauend auf empirische Analysen, Einblicke in diesen Teil des Kapitalmarkts.

3.1 Historische Entwicklung

Bereits mit dem Beginn der Reformen im Jahr 1978 begannen landwirtschaftliche Betriebe aus Geldnot heraus als Aktien bezeichnete Wertpapiere zu verkaufen. Diese Aktien wiesen eine feste Verzinsung auf und sind deshalb eher als festverzinsliche Wertpapiere zu bezeichnen. Nichtsdestotrotz dehnte sich dieser Markt in den folgenden Jahren stark aus.[30] Als eine der ersten offiziell geduldeten Emissionen von Aktien, die in ihrer Ausgestaltung dem allgemeinen Verständnis von Aktien entsprechen, gilt diejenige der Firma Feile Acoustics, Shanghai, im Jahr 1984. Dem Firmeninhaber war es erlaubt 10.000 Aktien zum Preis von 50 RMB an die Öffentlichkeit auszugeben, da seine Unternehmensform nicht in die zu dieser Zeit gängigen Unternehmensklassifikationen passte.[31] Einen weiteren Entwicklungsschub für den Aktienmarkt bedeutete die Privatisierung einiger staatseigenen Unternehmen (SOE) im Jahr 1987. Unter diesen befand sich die Shenzhen Development Bank (SDB), deren Initial Public Offering (IPO) jedoch nur zu 50 Prozent gezeichnet wurde. Zwei Jahre später kündigte die SDB die erste Dividendenauszahlung in der Geschichte Chinas in Höhe von 10 RMB für ihre Aktionäre an, was bei einem Aktienpreis von 20 RMB im Jahr 1988 eine hohe Dividendenrendite bedeutete. Nachdem von politischer Seite Restriktionen für den Handel auferlegt wurden, führten die steigende Nachfrage nach Aktien und die Unkontrollierbarkeit des Aktienhandels im Jahr 1990 zu einem Marktzusammenbruch.[32]

In den Jahren vor der offiziellen Zulassung des Wertpapierhandels war die Tendenz zur Kapitalaufnahme durch Aktienausgabe auf regionale Ebene beschränkt. Die Zentralbank erkannte in diesem Entwicklungsstadium die Notwendigkeit eines kontrollierten Handels und eröffnete eigene Wertpapierhandelsplätze, konnte jedoch die Überhitzung des Markts und die Bildung von Schwarzmärkten nicht verhindern.[33] Deshalb rückte die Gründung zentraler Handelsplätze zur besseren Regulierung in den Fokus der politischen Führung. Die offizielle Gründung der Shanghai Stock Exchange (SSE) ist auf den 29. Dezember 1990 und die Gründung der Shenzhen Stock Exchange (SZSE) auf den 03. Juli 1991 datiert.[34] Am Ende des Jahres 1991 waren an der SSE acht Unternehmen gelistet und die Börse hatte 25 Mitglieder, wohingegen die SZSE mit nur sechs gelisteten Aktien und 15 offiziellen Mitgliedern etwas kleiner war.[35] In den ersten Jahren ihrer Existenz dienten die beiden Börsenplätze weiterhin vornehmlich lokalen Unternehmen und Investoren.Erst ab 1994 dehnte sich ihr Einzugsgebiet auf ganz China aus.[36] Eine detailierte Darstellung der einzelnen Börsenplätze erfolgt in Abschnitt 3.2.1.

Aufgrund der enormen Nachfrage nach Aktien, wurden Gesetzgebung und Marktaufsicht schließlich durch die politische Führung der VRC thematisiert. Anfangs wurde die Marktaufsicht auf mehrere Instanzen verteilt. So wurden 1992 die State Council Securities Commission (SCSC), die Wertpapieraufsicht CSRC sowie eine Abteilung innerhalb der PBC geschaffen, um die Marktaufsicht zu übernehmen. In den ersten Jahren kam es jedoch wiederholt zu Konflikten zwischen den einzelnen Aufsichtsorganen, so dass 1997 die einzelnen Märkte, also der Banken-, Versicherungs- und Wertpapiermarkt, jeweils unter eine eigene Aufsichtsbehörde gestellt wurden. Im Falle des Wertpapiermarkts wurden die Aufgaben der SCSC und der PBC-Abteilung an die CSRC übertragen und existieren heute nicht mehr.[37] Die CSRC wurde dem Rang eines Ministeriums gleichgestellt und genießt, bezogen auf ihren Aufgabenbereich, außerordentliche Befugnisse. Die erstmalige Etablierung eines Wertpapiergesetzes erfolgte im Jahre 1999.[38]

Auf gesetzlicher Ebene fanden ebenfalls Neuerungen und Änderungen Einzug zwecks der Weiterentwicklung des Aktienmarkts. Aufgrund des Umfangs wird im Folgenden lediglich die Revision des Wertpapiergesetzes im Jahr 2005 als Beispiel genannt. Den Aktienmarkt betreffend wurden neue Leitsätze formuliert, Publizitätspflichten festgelegt und andere Prinzipien eingeführt. So wurden beispielsweise Genehmigungen und Zulassungsvoraussetzungen für eine Aktienemissionaus dem Gesellschaftsgesetz und anderen Rechtsakten zu neuen Leitsätzen zusammengefasst.[39]

Der chinesische Aktienmarkt ist neben dem Liberalisierungsprozess, wie die Gesamtwirtschaft auch, in einen fortschreitenden Öffnungsprozess eingegliedert. Der Einfluss ausländischer Investoren wird in Abschnitt 3.3.2 anhand der Anlegerstrukturen deutlich werden.

3.2 Grundlagen des chinesischen Aktienmarkts

3.2.1 Börsenplätze in China

In China haben sichdie beiden Börsenplätze in Shanghai und Shenzhen in den letzten zwanzig Jahren etabliert. Gegründet wurden die beiden festlandchinesischen Börsen in der Rechtsform nichtgewinnorientierter juristischer Personen.[40] Ein dritter bedeutender Handelsplatz ist der Börsenplatz in Hong Kong, der aufgrund der Rückgabe der Sonderverwaltungszone Hong Kong an China im Jahr 1997 als chinesische Börse aufzufassen ist.

Im Jahr 2010 waren an der SSE 894 Unternehmen und 934 verschiedene Aktien gelistet, welche eine Börsenkapitalisierung von insgesamt 17,90 Billionen RMB und bezogen auf die frei handelbaren Aktien von 14,23 Billionen RMBerreichten.[41] Die Börsenkapitalisierung spiegelt dabei den Wert der gelisteten Unternehmen wieder. Ende des Jahres 2010 hatte die SSE 106 Mitglieder, welche 4.610 Niederlassungen und 6.610 geöffnete Handelssitze hatten.[42] Die SSE ist hauptsächlich für kapitalintensive Unternehmen vorgesehen, weshalb nur der Hauptmarkt existiert. Einen Markt für aufstrebende Unternehmen gibt es in Shanghai nicht; dieser wurde in Shenzhen installiert.

An der SZSE waren im Jahr 2010 1.169 Unternehmen und 1.211 Aktien gelistet. Die Börsenkapitalisierung betrug in demselben Jahr 8,64 Billionen RMB bezogen auf alle Aktien und 5,07 Billionen RMB für die frei handelbaren Aktien.[43] Die SZSE hat 113 Mitglieder mit 4.597 Niederlassungen und 4.633 Sitzen.[44] Die beiden wichtigsten Märkte an der SZSE sind der Hauptmarkt und das sogenannte Small und Medium-Sized Enterprise Board (SME Board), also der Markt für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) oderWachstumsunternehmen. Die Voraussetzungen für eine Listung sind am Hauptmarkt und am SME Board identisch, weshalb es für kleine Unternehmen schwierig sein kann, die nötigen Voraussetzungen für eine Listung zu erfüllen.[45] Neben diesen beiden Märkten existiert der ChiNext-Markt, der innovativen und wachstumsorientierten Unternehmen die Möglichkeit zur erleichterten Kapitalbeschaffung geben soll.[46]

Im Vergleich zu den beiden Börsen in Shanghai und Shenzhen hat die Börse in Hong Kong eine längere Geschichte vorzuweisen. Im Jahr 1891 wurde der erste offizielle Aktienhandelsplatz in Hong Kong eröffnet. Im Laufe der Zeit wurden noch weitere Börsen in Hong Kong gegründet, so dass bis in die 1980er Jahre insgesamt fünf Börsenplätze existierten. 1986 wurden alle Börsengeschäfte durch die Stock Exchange of Hong Kong (SEHK) übernommen und die anderen vier Börsen aufgelöst. Die SEHK wurde im Jahr 2000 zusammen mit dem Terminmarkt und dem Clearing-Organ in Hong Kong in die Aktiengesellschaft Hong Kong Exchange and Clearing Ltd. (HKEx) zusammengefasst. Die Entwicklungsdynamik der Börse verschärfte sich mit der zunehmenden Annäherung an China.[47] Anders als an den festlandchinesischen Börsen werden am Aktienmarkt in Hong Kong sowohl Handel wie auch Notierung hauptsächlich in Hong Kong Dollar (HKD) vorgenommen. Im Jahr 2011 waren an der HKEx insgesamt 1.496 Unternehmen sowie 6.723 Aktien gelistet. Die Marktkapitalisierung betrug 17,53 Billionen HKD.[48] Für den Handel an der Börse in Hong Kong sind drei verschiedene Märkte vorgesehen, an denen sich Unternehmen listen lassen können: die SEHK für große, etablierte Unternehmen mit verschärften Zulassungsbedingungen, der Growth Enterprise Market (GEM) für noch junge und kleinere Unternehmen mit erleichterten Zulassungsvoraussetzungen und die Hong Kong Futures Exchange (HKFE) für den Derivatemarkt.[49] Auf die Börsensituation in Hong Kong wird im weiteren Verlauf nur noch vereinzelt eingegangen, da der Fokus der Arbeit auf den beiden ursprünglichen festlandchinesischen Börsenplätzen in Shanghai und Shenzhen liegt.

3.2.2 Gehandelte Aktientypen

Bis vor einigen Jahren gab es in China die Unterscheidung in handelbare und nicht- handelbare Aktien. Im Zuge von Reformmaßnahmen wurde diese Trennung jedoch zumindest auf dem Papier aufgehoben und nicht- handelbare in handelbare Aktien umgewandelt. Dabei hatten mussten sich die Aktionäre der nicht- handelbaren Aktien mit denen der handelbaren Aktien einigen und ihnen einen Ausgleich zahlen müssen. In der Praxis wurden zumeist nicht- handelbare Aktien als Kompensation zu einem vorher vereinbarten Preis zwischen den Aktionären getauscht. So hatten Ende des Jahres 2007 hatten so zumindest mindestens 98 % der gelisteten Unternehmen die Reform der nicht- handelbaren Aktien begonnen oder schon bereits beendet.[50]

Im Zuge der Aktienreform hat sich auch die Anzahl der Aktientypen verkleinert. Der wichtigste Aktientyp ist in China die A-Aktie. Bis 2002 war dieser Marktabschnitt nur inländischen Kapitalanlegern zugänglich. Seit 2002 sind für diesen Markt auch diejenigen ausländischen institutionellen Investoren zugelassen, die unter die QFII-Richtlinie fallen. Dies können zum Beispiel Fondsverwaltungsinstitute oder Versicherungsgesellschaften mit Hauptsitz außerhalb der VRC sein. Zusätzlich zur QFII-Richtlinie müssen die Investoren bestimmte Voraussetzungen erfüllen und eine Genehmigung durch die CSRC erhalten.[51] A-Aktien werden in inländischer Währung, also RMB, denominiert und bezahlt und stehen inländischen Investoren und den QFII als Anlage zur Verfügung. A-Aktien werden sowohl an der SSE als auch an der SZSE gehandelt.[52]

B-Aktien waren ursprünglich die Investitionsmöglichkeit für ausländische Investoren. Sie werden in RMB notiert, in Shanghai mit US Dollar (USD) und in Shenzhen mit HKD gehandelt und bezahlt. Der Markt für B-Aktien wurde im Jahr 2001 auch für inländische Investoren geöffnet, welche ihre Devisenreserven seitdem in diesem Marktsegment investieren können.[53]

Neben den A- und B-Aktien gibt es zusätzlich Aktien chinesischer Unternehmen, die an ausländischen Börsen gehandelt werden. Hierunter fallen die H-Aktien und Red Chips, die in Hong Kong gehandelt werden, sowie die N- und L-Aktien, die in New York beziehungsweise London zum Handel freigegeben sind. Aufgrund des Fokus auf den chinesischen Aktienmarkt erfolgt hier lediglich ein näherer Blick auf die in Hong Kong gehandelten Aktien. H-Aktien gehören zu chinesischen Unternehmen und werden in HKD gehandelt und notiert. Um H-Aktien platzieren zu dürfen, müssen die Voraussetzungen des jeweiligen Marktsegments der HKEx erfüllt werden. Die Red Chips sind Aktien festlandchinesischer Unternehmen, die über ein in Hong Kong installiertes und gelistetes Tochterunternehmen am dortigen Aktienmarkt partizipieren.[54]

Insgesamt waren im Jahr 2010 in Shenzhen und Shanghai 2.063 Unternehmen gelistet, die zu einer Börsenkapitalisierung von 25,54 Billionen RMB (19,31 Billionen RMB für frei handelbare Aktien) beitrugen. Diese Unternehmen haben sowohl A-Aktien wie auch B-Aktien ausgegeben.[55] Im Jahr 2011 stieg die Zahl der gelisteten Unternehmen auf 2.342 Unternehmen, was jedoch mit einer niedrigeren Börsenkapitalisierung von 21,48 Billionen RMB (16,49 Billionen RMB für frei handelbare Aktien) einherging.[56] An der SEHK und GEM waren im Jahr 2011 insgesamt 168 Unternehmen gelistet, die H-Aktien ausgegeben haben und eine Börsenkapitalisierung von 4,10 Billionen HKD erreichten. Die Red Chips erreichten mit 107 Unternehmen, die an der SEHK und der GEM gelistet waren, eine Börsenkapitalisierung von 4,02 Billionen HKD.[57]

3.2.3 Clearing-Ablauf im Aktiengeschäft

Die zentrale Clearingstelle für die SSE und die SZSE ist die China Securities Depository and Clearing Co. (SD&C), die auch als Central Counterparty (CCP) für diese Börsen agiert, sich also als zentraler Ansprechpartner zwischen Käufer und Verkäufer schaltet. Mit ihrem Gründungsdatum am 30. März 2001 übernahm die SD&C die Aufgaben der zentralen Clearingstelle direkt von den beiden Börsen in Shanghai und Shenzhen. Die Aufgaben der SD&C sind die Verwaltung der Wertpapier- und Abrechnungskonten, die Wertpapierverwahrung und Eigentumsübertragung, die Registrierung der Wertpapierinhaber sowie Verteilung der Rechte und Anteile im Namen der Emittenten, die Abrechnung und Übertragung der Wertpapiere und des Kaufpreises und die Unterstützung der Unternehmen bei Kapitalmaßnahmen. Im Jahr 2009 hat die SD&C sieben Milliarden Transaktionen mit einem Volumen von 129,6 Billionen RMB durchgeführt. Im Jahr zuvor waren die Anzahl der Transaktionen und die Höhe des Transaktionsvolumens deutlich geringer.[58]

Der Clearingprozess ist charakterisiert durch einen zweistufigen Abrechnungsprozess, eine Netzwerkstruktur mit der SD&C als Zentrale, die Funktion der SD&C als CCP und die Risikobegrenzung mittels der Hinterlegung einer Margin auf dem Kapitalverrechnungskonto. Ein zweistufiger Abrechnungsprozess entsteht durch die primäre Abrechnung der SD&C mit dem Direktinvestor (beziehungsweise Wertpapierhaus) und der darauf folgenden Abrechnung der SD&C mit ihrem Kunden. Im Netzwerk des Wertpapierhandels führt die SD&C einerseits die Wertpapiere und den Kaufpreis zusammen und überträgt diese, andererseits handelt sie als CCP für den Käufer und Verkäufer. Als letztes müssen die Wertpapierinvestoren als Sicherheit eine Margin auf ihrem Kapitalverrechnungskonto unterhalten, die von der Clearingstelle in ihrer Höhe begrenzt wird.

Der Clearingablauf für A-Aktien und B-Aktien unterliegt einigen Unterschieden, beispielsweise in der Stellung der Wertpapierinvestoren. Bei A-Aktien müssen die Investoren ihre Konten direkt bei der SD&C unterhalten, während im B-Aktienmarkt die Transaktionen über Konten der Wertpapierfirmen abgewickelt werden. Daraus folgt, dass jeder Marktteilnehmer, sowohl Direktinvestoren als auch Wertpapierfirmen, für den Eigenhandel oder im Auftrag des Kunden ein Wertpapierkonto bei der SD&C eröffnen muss. Das Geldkonto muss bei einer Verrechnungsbank eröffnet werden, während ein davon getrenntes Kapitalverrechnungskonto für die Sicherheitsleistung und die Geldtransaktionen zwischen Clearingstelle und Investor bei der Clearingstelle eröffnet werden muss. Die SD&C selbst unterhält ebenfalls ein getrenntes zentrales Geldkonto für die Transaktionen in ihrer Rolle als CCP. Die Abrechnung und Verrechnung der Wertpapiertransaktionen findet in zwei Phasen statt. Die Abrechnung erfolgt noch am Handelstag und wird den Investoren nach Handelsschluss bis Mitternacht mitgeteilt. Ebenso findet die Übertragung der Wertpapiere ebenfalls bis zum Ende des Handelstags statt und die SD&C nimmt ihre Rolle als CCP ein. Die Belastung der Geldbeträge erfolgt für A-Aktien einen Tag und für B-Aktien drei Tage nach der Wertpapierübertragung auf dem Kapitalverrechnungskonto. Aufgrund der ausländischen Investoren auf dem B-Aktienmarkt wird hier eine längere Frist zur Kapitalübertragung vom Geldkonto auf das Kapitalverrechnungskonto eingeräumt. Bei A-Aktien müssen die Käufer also innerhalb eines Tages das notwendige Kapital vom Geldkonto auf das Kapitalverrechnungskonto übertragen. Hierbei besteht für die SD&C ein offensichtliches Ausfallrisiko des Wertpapierkäufers, da die Wertpapiertransaktionen vor der Bezahlung abgewickelt werden und die SD&C damit in Vorleistung tritt. Zur Abschwächung der Risiken muss deshalb die Margin auf dem Kapitalverrechnungskonto gehalten werden. Zusätzlich hat die SD&C einen Sicherheitsfonds eingerichtet, welcher für die Ausfallrisiken haften soll. Dieser Fonds ist derzeit mit einer Obergrenze von drei Milliarden RMB bemessen.[59]

3.3 Struktur des chinesischen Aktienmarkts

3.3.1 Gelistete Unternehmen

In der Vergangenheit wurden Unternehmen für die Zulassung zur Börse nicht aufgrund von wirtschaftlichen Faktoren, wie Leistungsfähigkeit und Erfüllung der Voraussetzungen für einen erfolgreichen Börsengang, ausgewählt, sondern aus politischen Gründen. Die bevorzugten Branchen waren demnach diejenigen, die für die Landesentwicklung in China am wichtigsten waren. Darüber hinaus wurden ebenfalls Unternehmen ausgewählt, deren Führungsriege enge Verbindungen zur politischen Ebene unterhielt.[60] Aus diesem Grund konnte bis vor zehn Jahren ein Großteil der an Chinas Börsen gelisteten Unternehmen dem industriellen Sektor zugeordnet werden.[61]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Struktur gelisteter Unternehmen an der SZSE im Jahr 2010[62]

Im Jahr 2010 waren an der SZSE 1.211 Unternehmen gelistet. Aus der Einteilung nach Branchewird die Dominanz des Produktionssektors in Shenzhen deutlich, der einen Anteil von über 60 % sowohl bei der Anzahl gelisteter Unternehmen als auch beim Börsenwert inne hat (vgl. Abbildung 1). Die anderen Wirtschaftsbereiche machen jeweils einen Anteil von weniger als 10 % aus. Darunter fallen als größte Repräsentanten die IT-Branche, mit einem zahlenmäßigen Anteil von 8,84 %, und der Immobiliensektor, mit einem Anteil von 4,87 %. Der Anteil am Börsenwert entspricht bei den dargestellten Branchen in etwa dem zahlenmäßigen Anteil. Der Finanzsektor bildet dabei eine Ausnahme, da dieser zahlenmäßig lediglich 0,74 % der gelisteten Unternehmen ausmacht, jedoch 3,98 % des gesamten Börsenwerts an der SZSE in Höhe von 8,64 Billionen RMB (vgl. Abbildung 1).

In Abbildung 2 ist die Struktur der Unternehmen an der SSE im Jahr 2010 dargestellt. Der industrielle Bereich ist in Shanghai genauso wie in Shenzhen mit einem Anteil von 559 der insgesamt 894 gelisteten Unternehmen der am stärksten vertretene Sektor. Zahlenmäßig folgen dem industriellen Bereich die Mischkonzerne unddie öffentlichen Versorger mit Anteilen von einem guten Fünftel beziehungsweise einem Zehntel der gelisteten Unternehmen der SSE. Die Bereiche Handel und Immobilien stellen in Shanghai einen geringen Anteil an den gelisteten Unternehmen dar.[63]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Struktur gelisteter Unternehmen an der SSE im Jahr 2010[64]

Aus dieser Betrachtung wird deutlich, dass der dominierende Bereich im chinesischen Aktienmarkt in der Produktion und der Industrie liegt, was als Konsequenz der geschichtlichen Entwicklung, wie beispielsweise der Listung der staatlichen Unternehmen zur Umstrukturierung, erklären lässt.

3.3.2 Investoren

Die Investorenzusammensetzung des chinesischen Aktienmarkts wird von zwei Gruppen dominiert (vgl. Abbildung 3). Den Großteil der Investoren machten im Jahr 2007 die individuellen Investoren aus, die mit über 50 % Aktienbesitz am Markt partizipierten. Dahinter lag die Gruppe die der Wertpapierinvestmentfonds mit einem Viertel Marktanteil. Deutlich kleinere Anteile unter 3 % wurden von Versicherungsunternehmen, den QFII, Wertpapierunternehmen, dem National Social Security Fund und von Pensionsfonds gehalten. Die homogene Gruppe der sonstigen Investmentunternehmen machte zwar einen relativ großen Anteil von 16,60 % am Aktienbesitz für sich geltend, wird aufgrund der geringen Bedeutung der einzelnen Investoren für den Markt jedoch nicht weiter aufgegliedert.[65]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Anteil der einzelnen Investorengruppen am Aktienmarkt im Jahr 2007[66]

Insgesamt wurden im Jahr 2010 auf dem chinesischen Aktienmarkt 189 Millionen Wertpapierkonten von Investoren gehalten. Von diesen machten institutionelle Investoren (eine vielschichtige Investorengruppe, zu der unter anderem Wertpapierinvestmentfonds und QFII zählen) mit 642.000 Konten nur einen geringen Anteil aus. Über 188 Millionen Wertpapierkonten gingen auf private Investoren zurück. Nichtsdestotrotz hatten die institutionellen Investoren den größeren Anteil an den frei handelbaren Aktien in Höhe von 70,9 % inne.[67] Im Jahr 2011 stieg die Zahl auf 203 Millionen Wertpapierkonten, von denen institutionelle Investoren mit 686.800 Konten weiterhin nur einen geringen Anteil ausmachten. Den Anteil an den frei handelbaren Aktien kontten die institutionellen Investoren jedoch auf 73,45 % ausbauen. Gleichzeitig hielten die 135 zugelassenen QFII einen Anteil von 1,07 % und die insgesamt 69 Fondsgesellschaften mit 914 Investmentfonds hatten aufgrund von Kursverlusten lediglich 7,82 % der frei handelbaren Aktien in ihren Portfolios.[68] Der Vergleich der aktuellen Zahlen mit den Zahlen aus 2007 lässt somit einen Trend zur Dominanz von institutionellen Investoren erkennen, die ihren Anteil am Aktienmarkt in vier Jahren von ca. 50 % auf über 70 % steigern konnten.

3.4 Besonderheiten des chinesischen Markts für den Aktienhandel

Die Entstehungsgeschichte des Aktienmarkts in China als kommunistisches Land mit dem Wirtschaftssystem der Planwirtschaft hat zahlreiche Besonderheiten hervorgebracht, von denen einige herausgegriffen und dargestellt werden sollen.

Der Aktienmarkt in der VRC diente anfangs der Restrukturierung der staatseigenen Unternehmen und ist deshalb bis heute durch den Einfluss des Staats geprägt. Die staatlichen Organisationen halten sowohl die Mehrheit der Aktien der ehemaligen Unternehmen, als auch werden die Märkte über Regulierungsmaßnahmen im Wachstum gefördert. Des Weiteren beschränkt der Staat den Zugang zum Aktienmarkt auf inländische Investoren und gibt ausländischen Investoren lediglich im B-Aktiensegment und über die QFII-Reglements Anlagemöglichkeiten am Kapitalmarkt. Diese Beschränkungen sichern dem Staat weiterhin seinen Einfluss und verhindern ebenfalls unerwünschte Abflüsse oder Zuflüsse von Kapital.[69]

Eine weitere Besonderheit des chinesischen Markts ist der Bewertungsunterschied zwischen A-Aktien und B-Aktien. Obwohl die beiden Aktientypen teilweise von gleichen Unternehmen ausgegeben werden, notieren B-Aktien in der Regel unterhalb der A-Aktien. Vor der Öffnung des Markts für B-Aktien im Jahr 2001 ließ sich der Discount zurückführen auf das begrenzte Interesse an diesem Marktsegment und die geringen Investitionen durch ausländische Investoren zurückführen. Nach der Öffnung hat sich der Discount zwar etwas verringert, jedoch ist ein Ausgleich der Kurse bis heute ausgeblieben. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass trotz der Öffnung dieses Segments für inländische Investoren nur diejenigen investieren konnten, die Devisenreserven mit einem vorgegebenen langfristigen Anlagehorizont hatten. Ein weiterer Grund liegt in den unterschiedlichen Renditeerwartungen der Marktakteure, die auf die staatlichen Eingriffe in den Markt zurückzuführen sind. Auf dem A-Aktienmarkt herrscht größere Intransparenz als auf dem B-Aktienmarkt, weil der Staat auf die B-Aktien kaum Einfluss nimmt.[70]

Das Anlageverhalten chinesischer Kapitalanleger ist ebenfalls ungewöhnlich: Bei den inländischen Investoren stehen nicht unternehmerische Motive im Vordergrund, sondern Renditeerwartungen und die kurzfristige Gewinnerzielung. Aufgrund der geringen Sparzinsen in China versuchen Anleger verschiedener Bevölkerungsschichten auf dem Aktienmarkt höhere Renditen zu erzielen, was jedoch in den seltensten Fällen gelingt.[71]

In diesem Zusammenhang darf man auch nicht die Manipulations- und Korruptionsskandale in der kurzen Geschichte des chinesischen Aktienmarkts aus den Augen verlieren. Bei den IPO-Verfahren am Primärmarkt erhielten häufig Staatsunternehmen den Zuschlag für Emissionsquoten, die ohne Korruption oder staatliche Hilfen die Voraussetzungen zur Börsenzulassung nicht erreicht hätten. Auf dem Sekundärmarkt wurden oftmals Kursmanipulationen durch institutionelle Investoren dadurch erzielt, dass Kleinanleger durch vorgetäuschte Umsätze oder abgesprochene Transaktionen zum Kauf bestimmter Aktien verleitet wurden. Nach dem Kursanstieg dieser Aktien konnten die institutionellen Investoren diese mit Gewinn wieder verkaufen.[72]

4 Der chinesische Bondmarkt

Nachdem der Aktienmarkt der VRC betrachtet wurde, erfolgt in diesem Kapitel die Analyse des chinesischen Bondmarkts. Die Ausführungen beziehen sich hauptsächlich auf Staatsanleihen, da diese die Bondmarktentwicklung in China weitestgehend voran getrieben haben.

4.1 Historische Entwicklung

Bereits bevor der heute existierende Bondmarkt offiziell wiedereröffnet wurde, wurden in China Anleihen emittiert. Im Zeitraum zwischen 1911 und 1949 kam es sowohl im Ausland als auch auf dem heimischen Markt mehrmals zur Auflegung von Anleihetranchen. Aufgrund der damaligen innenpolitischen Konflikte, war die VRC auf ausländische Kapitalmittel angewiesen. Als Anleihenabsicherung dienten sowohl Steuereinnahmen als auch Zölle. In dieser Periode entstanden zusätzlich heimische Märkte für Staats- und Unternehmensanleihen. Alle drei Märkte waren jedoch durch Unsicherheit geprägt, da der chinesische Staat zu dieser Zeit mehrmals zahlungsunfähig war. Nachdem die KPC die Macht in China übernommen hatte, erfolgten vorerst keine Aktivitäten mehr auf dem Bondmarkt.[73] Eine Ausnahme bildeten bis 1958 Schuldtitel, die vor allem zur Finanzierung des Militärhaushalts dienten. Aufgrund von Unstimmigkeiten mit der Sowjetunion mussten die ausgegebenen Schuldtitel jedoch zeitnah zurückgezahlt werden. Als Folge sank das Vertrauen in diese Form der Kapitalaufnahme und es wurden keine neuen Schuldtitel emittiert.[74]

Der offizielle Neustart des chinesischen Bondmarkts, insbesondere des Primärmarkts für Anleihen, erfolgte im Jahr 1981, als die finanziellen Bedürfnisse des Staats nicht mit vorhandenen Kapitalmitteln übereinstimmten. Dieses Defizit und die damit zusammenhängenden Auswirkungen auf die Binnenwirtschaft führten dazu, dass nach zwanzig Jahren ohne Bondemissionen erstmals wieder Staatsanleihen aufgelegt wurden. In den ersten fünf Jahren nach Markteröffnung stieg das Emissionsvolumen auf insgesamt 23,72 Milliarden RMB.[75] Eine Besonderheit der ersten Tranchen war ihre obligatorische Zeichnung sowie die zu erfüllenden Quoten für Unternehmen und Verwaltungsbezirke. Die damaligen Anleihen waren weder börsenfähig noch übertragbar.[76] Das Staatsbudget war also frei von Planungsunsicherheiten, da ihre Tranchen gezeichnet werden mussten. Ab 1991 wurde der Primärmarkt zusätzlich zur Zuteilung nach administrativen Gesichtspunkten um ein Händlersystem erweitert und ab 1995 wurde ein Auktionsverfahren für den Primärmarkt der Staatsanleihen eingeführt.[77] Der Bondmarkt entwickelte sich genau wie der Aktienmarkt positiv, so dass in kurzer Zeit das Emissionsvolumen für Staatsanleihen bis zu 6 Milliarden RMB pro Jahr betrug. Des Weiteren kamen Unternehmensanleihen und Bankanleihen auf den Markt, die ihren Anteil an der Gesamtverschuldung im Jahr 1992 auf 6,4 % beziehungsweise 43 % steigerten. Ein Jahr später verringerte die Regierung die Anzahl der bis dahin eingeführten Anleihenarten, was sich negativ auf die Neuemission von Unternehmensanleihen auswirkte. Bis 1995 stieg aufgrund der ausgegebenen Volumina die Bedeutung von Staatsanleihen erneut.[78] Darüber hinaus wurden die Bondarten ausgeweitet. Ab 2005 gestattet die PCB ausländischen Instituten in RMB denominierte Anleihen, sogenannte Panda-Bonds, auszugeben. Des Weiteren wurden Vorschriften zur Einführung von ABS und Commercial Paper (kurzfristige Anleihen) eingeführt.[79] Auf die derzeit gehandelten Bondtypen wird in Abschnitt 4.2.2 noch näher eingegangen werden.

Die Eröffnung des Sekundärmarkts mit der Zulassung des Handels mit Staatsanleihen an Bankschaltern in 61 chinesischen Städten erfolgte im Jahr 1988.[80] Die weitere Entwicklung des Sekundärmarkts für Bonds hing eng mit der Einführung der beiden Börsenplätze in Shanghai und Shenzhen zusammen, wo Anleihen gehandelt werden konnten. Ebenfalls bedeutsam waren die Legalisierung des überregionalen Handels sowie die Einführung einer elektronischen Handelsplattform, die allerdings heute in dieser Form nicht mehr existiert.[81] Die einzelnen Handelsmärkte werden in Abschnitt 4.2.1 genauer dargestellt.

Die Aufsicht über den Bondmarkt in China erfolgt über die beiden Institute der PBC, die den Interbankenmarkt und den außerbörslichen Handel am Bankschalter überwachen, und die CSRC, die in ihrer Aufgabe als nationale Wertpapieraufsicht den Börsenhandel mit Anleihen reguliert.[82]

Die Entwicklung des Bondmarkts ist durch gesetzliche Neuerungen geprägt, beispielsweise durch die Neuregelung des Wertpapiergesetzes im Jahr 2005. Dabei wurden die Restriktionen zur Ausgabe von Gesellschaftsanleihen sowie die vorherrschende Emissionsquote fallen gelassen und gleichzeitig der Kreis der Emittenten sowie die möglichen Emissionsvolumina erweitert.[83]

Analog zum Aktienmarkt unterliegt der Bondmarkt einem Öffnungsprozess für ausländische Investoren, deren Bedeutung im Abschnitt 4.3.2 klar wird.

4.2 Grundlagen des chinesischen Bondmarkts

4.2.1 Märkte für Anleihen

Der Bondmarkt in China gliedert sich in drei Segmente und besteht aus dem Interbankenmarkt, den beiden Börsen in Shanghai und Shenzhen sowie dem außerbörslichen Handel in den Banken.

Der Interbankenmarkt als wichtigster der drei Märkte, funktioniert als Over-The-Counter-Markt (OTC-Markt) außerhalb der beiden amtlichen Börsen. Er ist als umfassender Marktplatz für institutionelle Investoren unter der Regulierung der PBC ausgestaltet. Auslöser für die Gründung im Jahr 1997 war der Beschluss, die Repo- und Bondgeschäfte der chinesischen Banken auf ein eigens dafür implementiertes elektronisches Handelssystem zu lenken. Hierdurch sollten diese Geschäfte von den beiden bestehenden Börsenplätzen weggeführt werden. Die chinesische Regulierungsbehörde erhoffte sich davon eine Reduzierung der mit Börsengeschäften verbundenen Risiken in den Bankbilanzen.

Die Kurse und Geschäfte am Interbankenmarkt werden nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage direkt zwischen den beiden Parteien, entweder über das elektronische Handelsnetz oder über einen gegenseitigen Vertrag, vereinbart und abgeschlossen. Im Vergleich zu den beiden anderen Märkten ist die Vielfalt an angebotenen Bondtypen am Interbankenmarkt größer. Die bedeutsamsten Anleihekategorien sind Zentralbankanleihen, Commercial Paper aus dem Unternehmensbereich sowie mittelfristige Schuldverschreibungen, sogenannte Mid-Term Notes (MTN) (vgl. Abschnitt 4.2.2).[84]

[...]


[1] Vgl. Europäische Zentralbank (2012a)

[2] Vgl. Europäische Zentralbank (2012b)

[3] Vgl. Europäische Zentralbank (2012c)

[4] Vgl. Godement (2010), S. 6

[5] Vgl. Schmidt (2009), S. 2

[6] Vgl. Schmidt (2009), S. 3 f.

[7] Vgl. Timmen (2007), S. 46

[8] Vgl. Dimler (2008), S. 25 f.

[9] Vgl. Huang (2002), S. 4 f.

[10] Vgl. Allen/Quian/Quian/Zhao (2009), S. 7

[11] Vgl. The China Development Bank/Renmin University of China (2007), S. 14

[12] Vgl. Li (2009), S. 405

[13] Vgl. Bertelsmann Stiftung (2009), S. 13

[14] Vgl. Kumar/Jun/Saunders/Selwyn/Sun/Vittas/Wilton (1997), S. 1

[15] Vgl. Kleinbrod (2006), S. 80

[16] Vgl. China Securities Regulatory Commission (2009), S. 169

[17] Vgl. Allen/Quian/Quian/Zhao (2009), S. 8

[18] Vgl. Viñals/Singh (2011), S. 20

[19] Vgl. Farrell/Lund/Rosenfeld/Morin/Gupta/Greenberg (2006), S. 113

[20] Vgl. Timmen (2007), S. 82

[21] Vgl. Herd/Pigott/Hill (2010), S. 34

[22] Vgl. Herd/Pigott/Hill (2010), S. 14

[23] Vgl. Ma/Yi (2010), S. 5

[24] Vgl. Pilny (2005), S. 50

[25] Vgl. China Banking Regulatory Commission (2011), S. 26

[26] Vgl. China Banking Regulatory Commission (2011), S. 10

[27] Vgl. China Banking Regulatory Commission (2011), S. 155

[28] Vgl. China Securities Regulatory Commission (2011), S. 6 f.

[29] Vgl. China Securities Regulatory Commission (2012), S. 119

[30] Vgl. Walter/Howie (2006), S. 5

[31] Vgl. Walter/Howie (2006), S. 1 f.

[32] Vgl. Walter/Howie (2011), S. 148 f.

[33] Vgl. Heilmann (2001a), S. 11

[34] Vgl. Kumar/Jun/Saunders/Selwyn/Sun/Vittas/Wilton (1997), S. 126

[35] Vgl. China Securities Regulatory Commission (2009), S. 159

[36] Vgl. Walter/Howie (2011), S. 154

[37] Vgl. China Securities Regulatory Commission (2009), S. 164

[38] Vgl. Heilmann (2002), S. 5

[39] Vgl. Pißler (2006), S. 8 f.

[40] Vgl. Ulmer-Zhuo (2002), S. 61

[41] Vgl. Shanghai Stock Exchange (2011), S. 5

[42] Vgl. Shanghai Stock Exchange (2011), S.171

[43] Vgl. Shenzhen Stock Exchange (2012a)

[44] Vgl. Shenzhen Stock Exchange (2011), S. 9

[45] Vgl. Pißler (2005), S. 14 f.

[46] Vgl. Shenzhen Stock Exchange (2012b)

[47] Vgl. Liedtke (2002), S. 117 ff.

[48] Vgl. Hong Kong Exchanges and Clearing Limited (2012), S. 17

[49] Vgl. Liedtke (2002), S. 122

[50] Vgl. China Securities Regulatory Commission (2009), S. 204-208

[51] Vgl. Pißler (2002), S. 4

[52] Vgl. Hess (2010), S.7

[53] Vgl. Wang (2002), S. 2 f.

[54] Vgl. Kirchberger (2002), S. 57 f.

[55] Vgl. China Securities Regulatory Commission (2011), S. 16

[56] Vgl. China Securities Regulatory Commission (2012), S. 18

[57] Vgl. Hong Kong Exchanges and Clearing Limited (2012), S. 7 f.

[58] Vgl. Hess (2010), S. 13

[59] Vgl. Hess (2010), S. 14 ff.

[60] Vgl. Kleinbrod (2006), S. 103 f.

[61] Vgl. Opper (2002), S. 88

[62] Eigene Darstellung, Daten entnommen aus Shenzhen Stock Exchange (2012c)

[63] Vgl. Shanghai Stock Exchange (2011), S. 87

[64] Eigene Darstellung, Daten entnommen aus Shanghai Stock Exchange (2011), S. 87

[65] Vgl. China Securities Regulatory Commission (2009), S. 275

[66] Eigene Darstellung, in Anlehnung an China Securities Regulatory Commission (2009), S. 275

[67] Vgl. China Securities Regulatory Commission (2011), S. 20

[68] Vgl. China Securities Regulatory Commission (2012), S. 21 f.

[69] Vgl. Gottwald/Heilmann (2002), S. 19 f.

[70] Vgl. Széchényi (2006), S. 15-19

[71] Vgl. Pang (2002), S. 79 f.

[72] Vgl. Heilmann (2001b), S. 8-11

[73] Vgl. Huang/Zhu (2009), S. 530 ff.

[74] Vgl. Aglietta/Maarek (2007), S. 40 f.

[75] Vgl. Kleinbrod (2006), S. 149

[76] Vgl. Kumar/Jun/Saunders/Selwyn/Sun/Vittas/Wilton (1997), S. 1 f.

[77] Vgl. Schlichting (2004), S. 4

[78] Vgl. Kumar/Jun/Saunders/Selwyn/Sun/Vittas/Wilton (1997), S. 5 f.

[79] Vgl. Walter/Howie (2011), S. 17

[80] Vgl. Standard & Poor’s (2009), S. 3

[81] Vgl. Kumar/Jun/Saunders/Selwyn/Sun/Vittas/Wilton (1997), S. 99

[82] Vgl. Hess (2010), S. 8 f.

[83] Vgl. Pißler (2006), S. 10 f.

[84] Vgl. Hess (2010), S. 8 f.

Details

Seiten
96
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656345916
ISBN (Buch)
9783656346791
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v207149
Institution / Hochschule
Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe Bonn
Note
1,3
Schlagworte
Aktienmarkt China Bondmarkt Chinesischer Finanzmarkt

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Titel: Aktien- und Bondmärkte in China