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Beratungskonzepte: personenzentriert - klientenzentriert - lösungsorientiert beraten

Referat (Ausarbeitung) 2012 12 Seiten

Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Personenzentrierte Beratung
2.1 Die Aufgabe des Beraters/ der Beraterin
2.2 Berater – Klienten – Beziehung
2.3 Ziel der Beratung
2.4 Phasen des Beratungsverlaufes

3. Klientenbezogene Beratung

4. Die Unterschiede zwischen personenzentrierter und klientenbezogner Beratung

5. Die Lösungsorientierte Beratung
5.1 Die Aufgaben des Beraters
5.2 „Die ‚Lösungs- Werkzeuge‘ in der Beratungspraxis“
5.2.1 Fragen als Lösungs-Dietriche
5.2.2 Komplimente für den Klienten
5.2.3 Vereinbarungen als Hausaufgaben
5.3 Phasen des Beratungsverlaufes
5.3.1 Synchronisation: Gemeinsam etwas beginnen
5.3.2 Lösungsvision: Vom Problem zum Nicht-Problem
5.3.3 Lösungsverschreibung: Von der Vision zum Tun
5.3.4 Lösungsevaluation: Fokussierung der Verbesserungen
5.3.5 Das Ende der Beratung: Sich als Berater erfolgreich entbehrlich machen

6. Fazit

7. Literatur

1.Einleitung

Als Referat wurde das Thema „Beratungskonzepte“ gewählt, dies gilt es nun genauer zu beleuchten. Doch was genau ist Beratung eigentlich? Es besteht vermehrt die Auffassung, dass Beratung zunächst eine Art informieren des/der Ratsuchenden darstellt, welches durch gezielte Gesprächstechniken „recht leicht, lehr- und lernbar ist.“[1] Andere fassen Beratung wiederum als Therapie auf, die sich an den klinisch-psychischen Referenzkonzepten orientiert, welche durch eine Ausbildung dem Ratsuchenden zu helfen sucht.[2] Der Bedeutungsinhalt von „Beratung“ bleibt durch diese vielen verschiedenen Bedeutungs-inhalte und Schwerpunkte daher eher problematisch und benötigt daher eine speziellere Auseinandersetzung mit den einzelnen Beratungskonzepten.

Kurzer Exkurs dazu: Carl Rogers, US-amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut, Entwickler der klientenzentrierten Gesprächstherapie macht in seinen Büchern keine klare Differenzierung von Beratung und Therapie. Heutzutage werden diese beiden Begrifflichkeiten allerdings klar voneinander getrennt. So bezieht sich Psychotherapie auf die Arbeit und Behandlung von seelisch gestörten Menschen, die Beratung hingegen setzt sich mit konkreten Hilfestellungen bei persönlichen Problemen auseinander, die Personen mit sich selbst, ihrer Umwelt und auch ihrer Lebens- und Beziehungswelt haben können.[3]

Aus dem zweiteiligen Handbuch „Das Handbuch der Beratung“ wurden zur näheren Beleuchtung des Themas Beratung von zahlreichen Beratungskonzepten zwei ausgewählt und näher beschrieben.

2.Die Personenzentrierte Beratung

Unter der personenzentrierten Beratung versteht man zunächst eine nicht direkte Beratung. Sie beschreibt die Beziehungs- und Wertkonzepte der zu beratenden Personen und geht somit näher auf die Person an sich ein mit ihren humanen Fähigkeiten, Einschränkungen und möglichen Entwicklungschancen. Die personenzentrierte Beratung unterscheidet sich von der klientenzentrierten Beratung, die nur eine Teildisziplin der personenzentrierten Beratung darstellt. Bei der klientenzentrierten liegt die Betonung mehr auf dem Klienten und dem Berater. In diesem Abschnitt wird darauf allerdings nicht weiter eingegangen und wird daher in einem separaten Abschnitt weiter behandelt.[4]

Um einen besseren Überblick zu erhalten werden zunächst die Aufgaben des Beraters und anschließend die einzelnen Phasen der Beratung beschrieben.

2.1 Die Aufgabe des Beraters/ der Beraterin

sprechen ihn/sie in seinem/ihrem Persönlichen an, so soll er/sie sich auf seine/ihre eigene Menschlichkeit verlassen und sich auf die hilfesuchende Person zentrieren. Dabei muss der/die Berater/in konkret die Ziele und Wünsche als auch die Wertvorstellungen der ratsuchenden Person berücksichtigen und wertschätzen. Oberste Priorität und Voraussetzung bei der personenzentrierten Beratung ist, dass der hilfesuchenden Person prinzipiell die Lösung ihrer Probleme zugetraut wird. Kann dies nicht garantiert werden muss ein anderes Beratungskonzept genutzt werden.

Diese Wertschätzung der hilfesuchenden Person setzt wiederum Empathie, Selbstkongruenz (die Übereinstimmung von Fühlen, Denken und Handeln), Echtheit, Wertschätzung und Akzeptanz von Seiten des Beraters/der Beraterin voraus.

2.2 Berater – Klienten – Beziehung

Der/die Berater/in und die ratsuchende Person stehen während dieses Prozesses in einem besonderen sozialem Klima, da hier der/die Berater/in die zu beratende Person nicht als Klient, sondern als eine Art „Freund“ zu betrachten hat. Aus diesem Grund wird nicht von Klienten sondern von ratsuchenden Personen gesprochen. Es ist aber darauf hinzuweisen, dass die beratende Person hier selbst ihr weiteres Wachstum bestimmt.

2.3 Ziel der Beratung

Das wesentliche Merkmal bei der personenzentrierten Beratung ist die (Wieder-) Herstellung der Handlungsfähigkeit der ratsuchenden Person. Dies beinhaltet sowohl die Handlungs- und Bewältigungskompetenzen als auch die Handlungskompetenzen mit seiner/ihrer Umwelt. Um dieses zu erreichen müssen zunächst die Ursachen, wie z.B. Stress, Benachteiligung und Überforderung, abgebaut und durch die fehlenden Handlungs- und Lösungskompetenzen ersetzt werden, die teils erst neu hergestellt, oder bestenfalls nur gestärkt werden müssen.

Hier hilft wiederum die Schaffung eines sozialen Klimas durch die besondere Berater – Klienten – Beziehung, wie im vorherigen Abschnitt beschrieben.[5]

[...]


[1] Engel, Nestmann, Sickendiek, „Beratung“- Ein Selbstverständnis in Bewegung S. 33.

[2] Vgl. Engel, Nestmann, Sickendiek, S. 33.

[3] Vgl. Sander, S. 333.

[4] Vgl. Sander, S. 331ff.

[5] Vgl. Sander, S. 334.

Details

Seiten
12
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656325482
ISBN (Buch)
9783656328261
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v205752
Institution / Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster – Erziehungswissenschaften
Note
2,0
Schlagworte
beratungskonzepte

Autor

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