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Vergleich der Mortalität in Litauen, Spanien und Irland

Hausarbeit (Hauptseminar) 2012 24 Seiten

Politik - Politische Systeme - Allgemeines und Vergleiche

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodik
2.1 Kennzahlen der Mortalität
2.2 Ursachen der Sterblichkeit

3. Lebenserwartung

4. Frühsterblichkeit
4.1 Zeitliche Entwicklung
4.1.1 Litauen
4.1.2 Spanien
4.1.3 Irland
4.2 Unfälle (Verkehrsunfälle)
4.3 Selbstmorde

5. Alterssterblichkeit
5.1 Zeitliche Entwicklung
5.1.1 Litauen
5.1.2 Spanien
5.1.3 Irland
5.2 Krankheiten des Kreislaufsystems
5.3 Bösartige Neubildungen

6. Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 3-1 Karte Europas mit den Lebenserwartungen bei Geburt für den Zeitraum 2002 - 2004, links weiblich, rechts männlich, Quelle: eurostat

Abbildung 4-1 stand. Sterbeziffern für Litauen (unter 65 Jahre)

Abbildung 4-2 stand. Sterbeziffern für Spanien (unter 65 Jahre)

Abbildung 4-3 stand. Sterbeziffern für Irland (unter 65 Jahre)

Abbildung 4-4 absolute Zahl der Verkehrstoten bei den unter 65-Jährigen

Abbildung 5-1 stand. Sterbeziffern für Litauen (über 65 Jahre)

Abbildung 5-2 stand. Sterbeziffern für Spanien (über 65 Jahre)

Abbildung 5-3 stand. Sterbeziffern für Irland (über 65 Jahre)

Abbildung 5-4 Kreislauferkrankungen der über 65-Jährigen (stand. Sterbeziffer je 100.000 Einwohner)

Abbildung 5-5 Ehemalige tägliche Raucher nach Alter und Geschlecht, 2002

Abbildung A-1 Alkoholkonsum in Litern pro Kopf der Über-15-Jährigen, Daten von der WHO

Abbildung A-2 Anteil der übergewichtigen bzw. adipösen Bevölkerung in %, 2002

Abbildung A-3 Tabellen der Mortalitätsraten aller untersuchten Länder sowie der EU-Durchschnitte für alle Todesursachen und in Früh- und Alterssterblichkeit…

1. Einleitung

Ziel dieser Arbeit ist es, die Mortalität in drei Ländern der heutigen Europäischen Union (EU), Litauen, Irland und Spanien, zu vergleichen und dabei auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie Ursachen der Entwicklungstendenzen einzugehen. Während dieser Analyse werden nebenbei auch einige Probleme, die sich aus den Daten oder der Methodik ergeben, angerissen. Anhand von Tabellen und Graphen, die sich aufgrund der besseren Lesbarkeit im Anhang befinden, sollen die zur Bearbeitung des Themas herangezogenen Daten veranschaulicht und gegenübergestellt werden. Um den Einstieg in das Thema zu erleichtern, wird in Kapitel 2 kurz auf die Methodik einer solchen Analyse eingegangen und die entsprechenden Kennzahlen der Mortalität sowie die Ursachen der Sterblichkeit werden beschrieben. Anschließend wird in Kapitel 3 mit Hilfe der Lebenserwartung die Auswahl der drei Länder begründet um in Kapitel 4 und 5 spezielle Todesursachen im Rahmen der Früh- und Alterssterblichkeit näher zu beleuchten. Eine kurze Zusammenfassung (Kapitel 6) bildet den Schluss dieser Arbeit.

2. Methodik

2.1 Kennzahlen der Mortalität

Es gibt eine Reihe unterschiedlichster Kennziffern für das Messen von Sterblichkeit. Dabei gibt es bezüglich der Aussagekraft große Unterschiede. Die einfachste Kennziffer ist die allgemeine oder rohe Sterbeziffer Kt Sie ist der Quotient aus der Anzahl der gestorbenen Personen eines bestimmten Zeitraums und der durchschnittlichen Bevölkerung im selben Zeitraum multipliziert Bt mit 1000.(Schmerbach, 2009, S. 83)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Da diese Kennziffer lediglich den Zeitraum der Sterbefälle beinhaltet, jedoch keinerlei Angaben zu Geschlecht oder Alter der Gestorbenen, ist die Aussagekraft dementsprechend begrenzt. Sie eignet sich um einen allgemeinen Überblick zu bekommen oder um Sterblichkeitsursachen die geschlechter- und/oder altersunabhängig sind, zu beurteilen.

Um die Sterblichkeit international vergleichbar zu machen und hinsichtlich eines bestimmten Alters zu spezifizieren, wurde die altersspezifische oder standardisierte Sterbeziffer Kx,t entwickelt. Sie berücksichtigt die Altersstruktur der Bevölkerung und macht sie damit abhängig vom jeweiligen Bevölkerungsaufbau. Berechnet wird sie wie die rohe Sterbeziffer mit dem Unterschied, dass die Anzahl der Gestorbenen und die durchschnittliche Bevölkerung auf ein bestimmtes Alter, gekennzeichnet durch das tiefgestellte x, bezogen werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die altersspezifische Sterblichkeit wird auch verwendet um die Sterblichkeit in Bezug auf bestimmte Todesursachen zu untersuchen. Dazu gibt es eine wichtige Unterteilung in die Frühsterblichkeit, welche alle Personen, die vor dem 65. Lebensjahr gestorben sind, betrachtet und der Alterssterblichkeit, die alle nach dem 65. Lebensjahr Verstorbenen beschreibt.

Ein wichtiges Maß für die Frühsterblichkeit sind die Potential Years of Life Lost PYLL (Verlorene Lebensjahre). Sie beschreiben die Anzahl der nicht erlebten Lebensjahre eines Menschen, der unter 65 Jahren gestorben ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hierbei ist x das exakte Alter zu Beginn der Altersgruppe, n die Größe der Altersgruppe, [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] die durchschnittlichen Personenlebensjahre zwischen dem Alter x und x+n für Personen, die in diesem Altersintervallgestorben sind, [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] die beobachtete Anzahl an Sterbefällen für die Todesursache c zwischen dem Alter x und x+n innerhalb des Jahres und [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] die mittlere Bevölkerung im Intervall zwischen x und x+n Jahren.(European Commission, 2008, S. 14)

Als letzte Kennziffer sei die Lebenserwartung genannt. Sie gibt – einfach gesagt - aufgrund von Berechnungen aus der Sterbetafel Auskünfte über die von einer Person in einem bestimmten Alter (meist zu Geburt) noch zu erwartenden Lebensjahre. Anhand dieser Ziffer kann man sich auch einen groben Überblick über die Gesundheitsverhältnisse in einem bestimmten Land verschaffen.

2.2 Ursachen der Sterblichkeit

Zur Einteilung der Todesursachen wird in Europa die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebene Liste der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und Todesursachen (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) verwendet. Sie gibt es mittlerweile in der 10. Revision, daher wird sie auch kurz als ICD-10 bezeichnet. Sie umfasst 20 Hauptgruppen der Krankheiten und Todesursachen und über 2000 Krankheitsklassen, die nochmals in bis zu 12000 Unterkategorien aufgegliedert werden können. Man kann jedoch feststellen, dass sich die Masse der Sterbefälle auf fünf Gruppen verteilt. Dies sind bösartige Neubildungen, Krankheiten des Kreislaufsystems, Krankheiten der Atmungs- und Verdauungsorgane, äußere Ursachen (Unfälle) sowie Selbstmorde. Diese fünf Todesursachen waren 2009 in den 27 EU-Staaten für ca. 85% aller Sterbefälle ursächlich. (eigene Berechnung, Daten von EUROSTAT)

Neben den Todesursachen selbst spielen die Einflussfaktoren auf die Sterblichkeit eine wichtige Rolle. Diese kann man in drei Gruppen einteilen:

- Intrinsische Faktoren sind die Faktoren, die durch einen selbst gegeben sind und nicht geändert werden können, wie z.B. Alter und Geschlecht
- Extrinsische Faktoren sind von außen gegeben und können ebenfalls nicht oder nur sehr schwer geändert werden, wie genetische Merkmale, das soziale Umfeld, sowie die Bedingungen am Arbeitsplatz
- Individuelle Faktoren können von jedem persönlich beeinflusst werden. Dazu gehören Ernährung, Sport, Alkohol- und Tabakkonsum, Risiko- und Sexualverhalten.

3. Lebenserwartung

Anhand der Lebenserwartung kann man einen schnellen Überblick über die Gesamtmortalität der verschiedenen Länder in der Europäischen Union bekommen und sie gut miteinander vergleichen. Länder mit hohen Lebenserwartungen haben meist geringe Sterberaten, Länder mit geringeren Lebenserwartungen tendenziell eine höhere Mortalität. Daraus kann jedoch noch nicht sofort auf die Sterblichkeit der Länder geschlossen werden, denn es ist noch nichts über die Früh- oder Alterssterblichkeit gesagt, sowie über einzelne Todesursachen. Die folgende Karte soll meine Auswahl bezüglich der drei untersuchten Länder Litauen, Spanien und Irland unterstreichen.

Abbildung 3-1 Karte Europas mit den Lebenserwartungen bei Geburt für den Zeitraum 2002 - 2004, links weiblich, rechts männlich, Quelle: eurostat

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Leider sind die Karten für die Jahre 2002 bis 2004 und damit bereits überholt, jedoch hat sich an der Verteilung der Lebenserwartung im Hinblick auf die untersuchten Länder wenig geändert. So lagen 2010 die Lebenserwartungen bei Geburt bei den Frauen in Irland bei 83,2, in Spanien bei 85,3 und in Litauen bei 78,9 Jahren. Männer haben naturgemäß eine geringere Lebenserwartung als Frauen, diese liegt in Irland bei 78,7, in Spanien bei 79,1 und in Litauen bei 68 Jahren. Anhand dieser Zahlen und Grafiken schien mit der Wahl der Länder Irland, Spanien und Litauen eine gute Auswahl getroffen; für ein Land mit geringer Lebenserwartung und damit einer potenziell höheren Mortalität, Litauen, mit Irland als ein Land aus dem ‚Mittelfeld‘ und schließlich Spanien als ein Land mit hoher Lebenserwartung und damit einer womöglich geringen Mortalität und seiner mediterranen Besonderheit, auf die später näher eingegangen wird.

4. Frühsterblichkeit

Wie bereits einführend erläutert, stellt die Frühsterblichkeit alle Todesfälle vor dem vollendeten 65. Lebensjahr dar. Sie macht naturgemäß den kleineren Teil der Sterblichkeit aus. Viele Länder in der EU haben eine alternde Bevölkerung mit starken Jahrgängen höheren Alters und daraus resultierend auch entsprechend eine hohe Alterssterblichkeit (siehe Kapitel 5: Alterssterblichkeit). Nichtsdestotrotz spielt die Frühsterblichkeit eine große Rolle bei der Untersuchung und dem Vergleich der Sterblichkeit in den europäischen Ländern, da hier die individuellen Faktoren, wie sie oben beschrieben wurden, einen großen Einfluss haben und dementsprechend auch die Gegenmaßnahmen verhältnismäßig einfacher zu finden sind als bei der Alterssterblichkeit. Die häufigsten Todesursachen bei der Frühsterblichkeit sind klar die bösartigen Neubildungen und Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems. Da auf sie jedoch auch in Kapitel 5 bei der Alterssterblichkeit eingegangen wird, werden im Folgenden die äußeren Ursachen, wie Unfälle (insbesondere Verkehrsunfälle) und Selbstmorde beleuchtet, sowie verhaltensbedingte Lebensumstände wie Alkohol- und Tabakkonsum. (Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, 2002, S. 10)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Details

Seiten
24
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656320135
ISBN (Buch)
9783656320517
Dateigröße
1.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v205612
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,7
Schlagworte
Irland Litauen Spanien Mortalität Europa Sterblichkeit Sterberate Todesursachen Geschichte

Autor

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Titel: Vergleich der Mortalität in Litauen, Spanien und Irland