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Mit Pod- und Vodcasts neue Wege in der Bildungswissenschaft beschreiten

Beschreibung, Umsetzung und Reflexion eines eigenen Pod-/Vodcasts

Hausarbeit 2012 16 Seiten

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pod-/Vodcasts in der Bildungswissenschaft
2.1. Funktionen und Motive
2.2. Funktionen und Motiven des eigenen enhanced Podcasts

3. Eigener enhanced Podcast
3.1. Aufbau und Design
3.2. Verwandte Symbolsysteme
3.3. Rahmenhandlung, didaktische Struktur und Inhalt

4. Reflexion des Konzepts
4.1. Thematik
4.2. Umsetzung
4.3. Erwartungen und Erfahrungen
4.4. Weiterführung

5. Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Podcasts sind eine relativ neue Erfindung, die im Jahr 2003 erstmals in den USA erdacht wurde. Der Begriff Podcast selbst wurde am 12. Februar 2004 zum ersten Mal durch Ben Hammersley im Guardian, als Synonym für das Audioblogging genutzt (vgl. (www.podster.de, 2005). Sie werden, wie auch Blogs, auf verschiedensten Weisen ge- nutzt, auf die ich später eingehen werde. Vodcasts, als Abwandlung der „traditionellen“ Podcasts, fügen noch eine visuelle Komponente hinzu. Dies können sowohl Videos als auch Abfolgen von Einzelbildern sein. Wichtig für die Verbreitung von Podcasts als auch Vodcasts ist laut Bastiaens (2011, S. 96) die technische Entwicklung bei Video- und Audiodateien, die die Dateigrößen um ein vielfaches verkleinert hat, als auch die größere Verfügbarkeit von Breitband-Internetanschlüssen. Als Mischform sind die en- hanced Podcasts zu sehen, die keine Videosequenzen verwenden, sondern einen Podcast mit grafischer Hilfe, beispielsweise Powerpointfolien (teils auch als Slidecast bezeich- net) oder Bildern, erweitern.

Pod- und Vodcasts werden auch in zunehmendem Umfang in der Bildung genutzt. Mehrere Universitäten, auch in Deutschland, bieten einzelne Vorlesungen mittlerweile als Pod- und Vodcast an. Gemäß Bastiaens (2011, S. 94) ist es nur eine Frage der Zeit, „bis Fernstudiengänge die Möglichkeiten von Podcasts nutzen werden.“ Er sieht hierbei insbesondere die Chance das Fehlen von Diskussionen der Kommilitonen zu kompensieren, vor allem, wenn die Pod- und Vodcasts mit entsprechend ausgereiften Lernplattformen und Social Software unterstützt wird.

In der vorliegenden Hausarbeit wird zuerst auf die allgemeinen Funktionen und Motive von neuen Medien im Allgemeinen und Pod- beziehungsweise Vodcasts im Alltag und speziell in der Bildungswissenschaft eingegangen. Danach werden die, dem im Rah- men des Studienganges durch mich angefertigten enhanced Podcast zu Grunde liegen- den Funktionen und Motive beschrieben. Darauf folgend schließt das Kapitel über den selbst erstellten Podcast, mit einer Beschreibung von Aufbau und Design des Podcasts, Ausführungen über die verwandten Symbolsysteme und einem Überblick über die Rahmenhandlung, die zu Grunde liegende didaktische Struktur und eine kurze Zusam- menfassung des Inhaltes, an. Im letzten Kapitel wird das Konzept und die Umsetzung des enhanced Podcasts abschließend reflektiert. Hierbei steht der bildungswissenschaft- lichen Hintergrund der Thematik und die Umsetzung im Hinblick auf aktuell bestehen- de Aussagen in der bereits publizierten Fachliteratur, im Mittelpunkt. In diesem Kapitel werden auch die meine Erwartungen an das Projekt Podcast sowie die Erfahrungen und Lehren, die ich aus der Planung und Umsetzung des Projektes gezogen habe, beschrie- ben. Abgeschlossen wird das Kapitel mit einem kurzen Ausblick auf Möglichkeiten der Weiterführung beziehungsweise eines Ausbauens dieses enhanced Podcasts im Rahmen des Berufsförderungsdienstes der Bundeswehr oder der Bundeswehr im Allgemeinen. Das letzte Kapitel soll einen kurzen Ausblick und eine Einschätzung der reellen Zu- kunft des Podcasts geben.

2. Pod-/Vodcasts in der Bildungswissenschaft

2.1. Funktionen und Motive

Die Funktionen von Pod- und Vodcasts lassen sich, wie in anderen Medien (sowohl offline-Medien wie Bücher als auch online-Medien wie Weblogs) auch, nach Bastiaens, Schrader und Deimann (2010, S. 48) grundsätzlich in persönliche und nicht-persönliche Funktionsweisen unterscheiden. Diese Unterscheidung hat direkte Auswirkungen auf die Themen und Inhalte des Pod- bzw. Vodcasts. In der persönlichen Nutzung werden Medien als Tagebücher, zur Selbstrepräsentation oder zur Pflege von sozialen Kontak- ten genutzt (vgl. Bastiaens et al. (2010, S. 48). Nicht-persönliche Funktionsweisen fin- den sich laut Bastiaens et al. (2010, S. 48) hauptsächlich im beruflichen Umfeld. Hier- bei können genutzte Medien wie Blogs oder Pod- und Vodcasts sowohl als internes als auch als externes Kommunikationsmedium eingesetzt werden. Interne Kommunikati- onsmedien können hierbei als Mittel für Weiterbildungen oder zur Weitergabe von Mit- arbeiterinformationen, externe Kommunikationsmedien für Marketing oder Mitarbeite- rakquise genutzt werden.

Bei einem Podcast sind jedoch nicht nur die Motive der erstellenden Person / Instituti- on, sondern auch die der Rezipienten wichtig. Diese können ebenso persönlich (Freizeit, Hobby, persönliche Bildung) als auch nicht-persönlich (Informationen für einen Ar- beitsauftrag) sein.

In der Bildungswissenschaft finden sich bei Pod- und Vodcasts vielfältige Funktionen und Motive. Dies beginnt bei der Erstellung eines Podcasts zur innerbetrieblichen Fort- bildung und reicht bis zur selbstgesteuerten Führung eines Lern/- oder Arbeitstagebu- ches zur Reflexion und Aufarbeitung geleisteter Fortschritte. Sei es in einem bildungs- wissenschaftlichen Projekt wie einer Masterarbeit oder auch dem Lernen für die Abitur- klausuren. Hierbei ist es wichtig herauszustreichen, dass es gemäß der Studie von Car- valho, Cruz und Moura (2008) möglich ist, Podcasts auf allen Ebenen des Bildungssys- tems anzuwenden, beginnend bei der Vorschule. Eine Begrenzung durch das Alter der Rezipienten oder der Bildungshöhe, liegt nicht vor. Dies liegt nach Carvalho et al. (2008) daran, dass Podcasts ein leichtes Anhören und ebenso eine leichte Erstellung ermöglichen. Der Gebrauch wird nur durch den Einfallsreichtum der Lehrkräfte sowie die Themenstellung begrenzt. In einer weiteren spezifischeren Studie über die Auswir kungen des Podcastseinsatzes im Geschichtsunterricht einer neunten Klasse zeigten Cruz und Carvalho (2007, S. 316), dass die Schüler sowohl den Umgang mit Podcasts, das beinhaltet gleichfalls deren Erstellung und Veröffentlichung, als mindestens zu- gänglich, die Mehrheit dies jedoch als einfach bezeichneten. Ein Grund dafür könnte nach Cruz und Carvalho (2007, S. 316) sein, dass die Bedienungsanleitungen nicht in der portugiesischen Muttersprache der Schüler, sondern in englischer Sprache verfasst waren. Ein weiteres Ergebnis der Studie war (Cruz und Carvalho 2007, S. 317), dass eine große Mehrheit der Schüler die Auffassung vertraten, dass Podcasts nicht nur mo- tivierten Schülern bei der Verbesserung ihrer Leistungen helfen können, sondern auch und gerade für schwächere Schüler geeignet erscheinen. Weiterhin wurde festgestellt, dass für viele Schüler das Lernen mit Podcasts interessanter und wirkungsvoller sei als das herkömmliche Lernen aus Büchern. Cruz und Carvalho (2007, S. 318) fassen ab- schließend zusammen, dass Podcast in Lernszenarien als Zusatz zu herkömmlichen Un- terricht verwandt werden sollten, nicht jedoch als Ersatz für den herkömmlichen Unter- richt.

Es ist somit festzuhalten, dass die Bildungswissenschaft in allen Bereichen vom Einsatz von Podcasts und Vodcasts profitieren kann, sofern diese als zusätzliche Möglichkeit im Unterricht sparsam und zielgerichtet verwandt werden und dadurch Akzeptanz bei den Lernenden erreicht wird. Dies zeigt sich auch in der Studie von Schulze, Ketterl, Gruber und Hamborg (2007), in der immerhin die Hälfte der befragten Studierenden, die den Podcast zur Vorlesung nutzten, einen Mehrwert daraus zogen, diese Gruppe jedoch nur einen geringen Anteil an der Gesamtstichprobeausmachte.

2.2. Funktionen und Motiven des eigenen enhanced Podcasts

In die Erstellung des eigenen enhanced Podcasts mit dem Thema Strukturierte Berufs beratung des Berufsförderungsdienstes der Bundeswehr flossen sowohl persönliche als auch nicht-persönliche Funktionen und Motive mit ein.

Der Podcast ist von meiner Seite her durch eine nicht-persönliche Funktion geprägt. Er ist in der praktischen Anwendung als Öffentlichkeitsarbeit des Berufsförderungsdiens- tes zu verstehen und damit gemäß Bastiaens et al. (2010, S. 48) ein externes Kommuni- kationsmittel. Persönliche Eindrücke und Ansichten meinerseits wurden nicht, die von Dritten nur in kurzen Einzelaussagen innerhalb des Podcasts, integriert.

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Details

Seiten
16
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656322986
Dateigröße
433 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v205298
Institution / Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,3
Schlagworte
pod- vodcasts wege bildungswissenschaft beschreibung umsetzung reflexion pod-/vodcasts

Autor

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