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Eine grundlegende und kritische Darstellung des Mindestlohns in Deutschland

Hausarbeit 2010 16 Seiten

Politik - Sonstige Themen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

3 Das Für und Wider von Mindestlöhnen
3.1 Wirtschaftstheorien
3.1.1 Neoklassisches Modell
3.1.2 Kaufkrafttheorie
3.2 Studien

4 Aktuelle Diskussion in Deutschland

5 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

„Der Mensch ist darauf angewiesen, von seiner Arbeit zu leben, und sein Lohn muss mindestens so hoch sein, dass er davon existieren kann. Meistens muss er sogar noch höher sein, da es dem Arbeiter sonst nicht möglich wäre, eine Familie zu gründen.“

(Adam Smith)

Seit diesem Zitat sind gut 230 Jahre vergangen, an Aktualität und Brisanz hat es jedoch keinerlei Bedeutung verloren.

Nach wie vor steht die, sich aus diesem Zitat ableitende, Thematik der Mindestlöhne ganz oben auf der politischen Agenda. Vor allem in Reihen der Sozialdemokraten sowie der neuen Linken wird sich vehement für einen flächendeckenden Mindestlohn eingesetzt.

Doch was ist eigentlich ein Mindestlohn, welche Auswirkungen kann er haben und ist er in Deutschland überhaupt durchsetzbar? Vorliegende Arbeit soll diesen Fragen Rechnung tragen und sich kritisch mit der Thematik der Mindestlöhne auseinandersetzen.

Hierzu erfolgt zunächst eine Begriffsklärung. Innerhalb dieser soll auch kurz der geschicht-liche Hintergrund von Mindestlöhnen beschrieben so wie die sich in Deutschland derzeit darstellende Situation dargelegt werden.

Im folgenden Abschnitt wird in einem vertiefenden Kapitel auf das Für und Wider von Mindestlöhnen eingegangen. Im Rahmen dessen werden Wirtschaftstheorien verschiedenen Studien gegenübergestellt.

Die Darstellung der aktuellen Diskussion der Mindestlohnthematik in Deutschland sowie ein Fazit bildet den Abschluss dieser Arbeit.

2 Grundlagen

Der Mindestlohn, im engeren Sinn, ist eine gesetzlich, im weiteren Sinn, auch eine durch Tarifvertrag festgelegte Untergrenze für den von privaten Unternehmen, öffentlichen und sonstigen Arbeitgebern zu zahlenden Lohn. Dabei wird mit Mindestlöhnen angestrebt, eine Einkommenshöhe der Arbeitskräfte zu gewährleisten, die für eine als mindestens erforderlich erachtete (Güter-)Versorgung ausreichend ist. Eine Mindestlohnregelung kann sich auf den Stundensatz oder den Monatslohn bei Vollzeitbeschäftigung beziehen.[1]

Dieses Streben ist historisch tief verankert und lässt sich in Europa bis in das vorletzte Jahrhundert zurückverfolgen. Bereits 1894 bezeugen urkundliche Erwähnungen erste Pläne zur Einführung von Mindestlöhnen in den Niederlanden. Bis zur Einführung dauerte es jedoch noch bis zum Jahr 1968. Weitaus früher wurden Mindestlöhne in Luxemburg (1944) und Frankreich (1950) eingeführt. Heute kann man von einer flächendeckenden Verbreitung innerhalb Europas sprechen. Dabei reicht der festgelegte Mindestlohn von 0,53 EUR in Bulgarien bis zu 9,08 EUR in Luxemburg.[2]

Die Erfahrungen mit Mindestlöhnen in diesen Ländern sind höchst unterschiedlich. Zum einen liegen positive Erkenntnisse in Bezug auf die Beschäftigungsentwicklung beispielsweise in Großbritannien und den Niederlanden vor, zum anderen sind die Auswirkungen des Mindestlohns auf die Beschäftigung beispielsweise in Frankreich heftig umstritten.[3]

Ein flächendeckender Mindestlohn in Deutschland konnte bislang nicht durchgesetzt werden. Insbesondere aufgrund des ausgeprägten Systems der Tarifautonomie war dessen Einführung lange Zeit kein Thema in der politischen Diskussion. Gleichwohl gibt es branchenspezifische Regelungen, die im Rahmen des Entsendegesetzes (insbesondere Baubranche, Postmitarbeiter, Gebäudereiniger) Mindestgeltsätze für inländische und aus dem Ausland entsandte Arbeitnehmer festlegen.

Die Diskussion über die Erweiterung des Entsendegesetztes ist derzeit aktueller denn je. Vor allem von Seiten der Gewerkschaften und linksorientierten Parteien kommen vehemente Forderungen zur Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns.

Folgendes Kapitel soll zunächst Auswirkungen der möglichen Umsetzung dieser Forderungen darstellen.

[...]


[1] Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestlohn#Deutschland (Stand: 18. Juli 2009)

[2] Vgl.: Prof. Dr. Jörn-Axel Meyer: Studie „Auswirkungen eines Mindestlohns auf kleine und mittlere Unternehmen“, S. 5-6, Bonn 2007

[3] Vgl.: Prof. Dr. Jörn-Axel Meyer: Studie „Auswirkungen eines Mindestlohns auf kleine und mittlere Unternehmen“, S. 7, Bonn 2007

Details

Seiten
16
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656307280
ISBN (Buch)
9783656308119
Dateigröße
509 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v204720
Institution / Hochschule
Universität Siegen
Note
1,0
Schlagworte
Mindestlohn

Autor

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