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Der islamische Religionsunterricht als wichtiger Schritt in eine erfolgreiche Integrationspolitik

Hausarbeit (Hauptseminar) 2012 23 Seiten

Pädagogik - Allgemein

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bedeutung des Islams für türkische Migranten
2.1. Atatürk – Reformen
2.2. Präsidium für religiöse Angelegenheiten
2.3. Exkurs: Politisierung des Islams

3. Türken zu „Gast“ in Deutschland
3.1. Versäumnisse der Integrationspolitik in der Gesellschaft
3.2. Versäumnisse der Integrationspolitik im Bildungssystem

4. Neuer Weg der Bundesregierung durch Integration und
Anerkennung

4.1. Der islamische Religionsunterricht
4.2. Rechtliche Lage zur Anerkennung der muslimischen Glaubensgemeinschaft in Deutschland

5. Fazit

6. Literatur – und Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Mehr als 50 Jahre sind nun vergangen, seit die ersten „Gastarbeiter“ aus der Türkei in Deutschland ankamen. Was als Zuwanderung auf Zeit gedacht war, prägt mittlerweile die Gegenwart und auch die Zukunft einer ganzen Gesellschaft. Deutschland ist heute ein Zuwanderungsland und es entwickelt sich eine multikulturelle Gesellschaft, die von der Politik einen verträglichen und menschlichen Rahmen fordert. Auf all die kulturellen, gesellschaftlichen und religiösen Einflüsse muss die Politik reagieren und mit den verschiedenen, gesellschaftlichen Akteuren einen Rahmen schaffen, um ein friedliches und erfolgreiches Zusammenleben nach den demokratischen Prinzipien zu ermöglichen. Ein wichtiger Schritt gelang am 21. Dezember 2011. Regierungsfraktion SPD und Die Grünen verabschiedete gemeinsam mit der oppositionellen CDU im Düsseldorfer Landtag als erstes Bundesland in Deutschland ein Gesetz, das den rund 300.000 muslimischen Schülerinnen und Schülern in NRW den Islam als eigenständiges Religionsfach in deutscher Sprache legitimiert.[1] Doch der Ruf und Drang nach einem bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht der muslimischen Glaubensgemeinschaften währt schon seit Jahrzenten. Auch die Politik forderte seit mehreren Jahren die Einführung eines islamischen Religionsunterrichtes und somit die Gleichstellung der Muslime gegenüber anderen Religionsgemeinschaften in Deutschland. Bereits 2004 forderte der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau die Einführung eines islamischen Religionsunterrichtes, um zu verdeutlichen, dass Integration nicht die Entwurzelung der eigenen kulturellen und religiösen Identität meint, sondern vielmehr „die Bindung aller an die gemeinsamen Werte unserer Verfassung“.[2] Alle bisher eingeführten Modellversuche des Schulministeriums, wie das Fach Islamkunde oder der alevitische Religionsunterricht, galten bisher als unzureichend. Das im letzten Jahr verabschiedete Gesetz zur Einführung eines bekenntnisorientierten Religionsunterrichts trat am 01. 08. 2012 in Kraft und wird zunächst an einigen Grundschulen in NRW eingeführt. Erst im darauffolgenden Schuljahr 2013/14 erfolgt eine Ausweitung des IRU an weiterführenden Schulen. Die Einführung des IRU ist im vollen Gange, doch an den organisatorischen sowie rechtlichen Vorrausetzungen eines bekenntnisorientierten IRU mangelt es weiterhin.

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den Versäumnissen seitens der Politik in Bezug auf die zugewanderte Gesellschaft und deren Integration in die einheimische Gesellschaft. Man hat, so scheint es, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und akzeptiert, dass Deutschland ein Zuwanderungsland mit einer multikulturellen Gesellschaft ist. Jetzt endlich wird auf die kulturellen und religiösen Bedürfnisse der Zuwanderer in angemessenem Maße reagiert. Diese Hausarbeit befasst sich außerdem mit einem wichtigen neuen Schritt der neuen Integrationspolitik, nämlich der Einführung des islamischen Religionsunterrichts. Dies ist ein historischer Schritt, auf den von den Einwanderern lange gewartet wurde und ein wichtiger Schritt aufeinander zu, wenn der Islam endlich die politische und gesellschaftliche Anerkennung erhält.

Aus diesem Grunde befasst sich der erste Teil dieser Hausarbeit mit der Bedeutung des Islams für die Einwanderinnen und Einwanderer in Deutschland. Dabei wird ein kurzer Abriss der historischen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Türkei dargestellt, um den Stellenwert und die Bedeutung des Islams auf für türkische Migranten zu verdeutlichen.

Im zweiten Teil dieser Arbeit geht es um den Beginn der Zuwanderung der türkischen „Gastarbeiter“ nach Deutschland, die wirtschaftlichen Pläne mit ihnen und die angenommenen Entwicklungen seitens der deutschen Politik. Dabei wird ausführlich auf die Versäumnisse bzw. nicht vorhandene Integrationspolitik Deutschlands eingegangen.

Der letzte Abschnitt handelt von dem neu eingeschlagenen Weg Deutschlands in seiner Integrations- und Anerkennungspolitik. Die Einführung des islamischen Religionsunterrichts ist ein wichtiger Schritt für ein Miteinander statt Nebeneinander. Er soll helfen Vorurteile vor dem Unbekannten abzubauen und die Gemeinsamkeiten hervorzuheben.

2. Die Bedeutung des Islams für türkische Einwanderer

Um die Frage zu beantworten, weshalb die Besinnung der 2. und 3. Generation der türkischen Einwanderer auf den Islam so stark ist, sollte man einige historische Entwicklungen in der Türkei betrachten. Abgesehen von der alevitischen Glaubensgemeinschaft, lebten im Osmanischen Reich unterschiedliche muslimische Gemeinschaften mit unterschiedlicher ethnischer Herkunft unter einer sunnitisch geprägten Herrschaft friedlich miteinander. Den Aleviten wurden jedoch sowohl im Osmanischen Reich als auch in der heutigen türkischen Republik ihre religiösen Rechte und der Bau ihrer Gemeindehäuser nicht gewährt, da sie als Häretiker bezeichnet und von der sunnitischen Staatsführung verfolgt wurden.[3]

Mit dem Zerfall des sunnitisch geprägten Staatsbildes im Osmanischen Reich und der Ausrufung der türkischen Republik (1923) durch Mustafa Kemal Atatürk sollte eine laizistische Staatsordnung der Türkei geschaffen werden. Doch der Verlauf der türkischen Geschichte macht deutlich, dass seitens des Staates eine Trennung zwischen Politik und Religion nie realisiert werden konnte.[4]

2.1. Atatürk – Reformen

Mit der Ausrufung der türkischen Republik leitete Atatürk einige Reformen ein, die als „kemalistische Kulturrevolution“[5] die Umerziehung und Modernisierung der Gesellschaft nach westlichem Vorbild zum Ziel hatte. Atatürk ließ alle Koranschulen schließen, stattdessen führte er die allgemeine Schulpflicht ein, um den Bildungsstand der Menschen in den Städten und ganz besonders in den ländlichen Regionen der Türkei zu fördern. Alle religiöse Orden, ihre Liturgie und sogar ihre Kleidung wurden verboten. Der bis dato übliche orientalische Fez wurde als rückständig interpretiert und die Verschleierung der Frau galt nun als Symbol der Unterordnung der Frau gegenüber dem Mann. Darüber hinaus stärkte Atatürk die Rolle der Frauen in der Gesellschaft, in dem ihnen bereits 1934 das aktive sowie passive Wahlrecht zugesprochen wurde. Das Tragen von religiösen Kleidungsstücken wurde in allen öffentlichen Einrichtungen und Institutionen verboten. Stattdessen wurden Vorschriften zum Kleidungsstil nach europäischem Vorbild erlassen. Das islamische Recht der Scharia wurde durch das schweizer Zivilrecht, das deutsche Handels – und Wirtschaftsrecht und das italienische Strafrecht ersetzt. Die arabische Schrift wurde durch die lateinische Schrift abgelöst und auch der Koran erstmals nach dem Vorbild der lutherischen Reformation ins Türkische und Lateinische übersetzt. Erstmalig in einem muslimisch geprägten Land wurde das Volk nicht mehr in arabischer, sondern in der Landessprache zum Gebet gerufen und der islamische Kalender durch den gregorianischen ersetzt.

2.2. Gründung des Präsidiums für religiöse Angelegenheiten

Während der Europäisierungsprozess im vollen Gange war, gründete die türkische Regierung ein Jahr nach Ausrufung der türkischen Republik das Präsidium für religiöse Angelegenheiten (Diyanet Isleri Baskanligi), mit dem Ziel, religiöse Belange und Bedürfnisse des Volkes in der Öffentlichkeit zu beobachten und zu steuern. Mit der Übernahme religiöser Aufgaben durch den Staat sollte die dauerhafte Entpolitisierung des Islams effizienter vollzogen werden. Atatürk wollte keine Loslösung vom Islam, sondern vielmehr den Islam reformieren und einen modernen Islam schaffen. Doch einige seiner Reformversuche und besonders der Versuch, das Gebet analog zum christlichen Gebet, sitzend zu verrichten, galt für viele Menschen als Beleidigung und Provokation. Um die Lage im Land zu beruhigen und die Proteste vieler gläubiger Muslime zu reduzieren, wurden 1930 einige seiner Reformbemühungen zurückgezogen. Das Präsidium für religiöse Angelegenheiten sollte unter den aufkommenden Protesten die Entstehung von anti-kemalistischen und anti-laizistischen Gruppierungen, die den Islam erneut gegen die Regierung Atatürks politisieren könnten, verhindern. Über die Jahrzehnte hat das Präsidium für religiöse Angelegenheiten ihre Aufgabenfelder weiter ausgebaut. Sie gilt heute als eine der größten Institutionen in der Türkei, mit dem Sitz in Ankara und beansprucht den viertgrößten Haushaltsposten der Regierung (2006: ca.700 Mio Euro).[6] Das Diyanet verwaltet mehrere tausende staatliche Moscheen sowie staatliche Korankurse, arbeitet und sendet wöchentlich die Freitagsgebete an alle ihr unterstehenden Moscheen im ganzen Land aus. Desweiteren bildet es die Vorbeter, Imame und Rechtsgelehrten an den Hochschulen aus. Seit 2003 kamen nun auch einige Standorte nach Deutschland. Die oberste Religionsbehörde der Türkei betreut in religiösen Belangen sogar türkische Migranten in Europa und in den USA. In Europa ist das Diyanet unter dem Namen Ditib (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) weit verbreitet. In Deutschland stellt die Ditib den größten Dachverband türkischer Muslime dar.

Die Gründung des Präsidiums für religiöse Angelegenheiten sollte einerseits zur Entpolitisierung des Islams führen, doch realpolitisch betrachtet hat die kemalistische Regierung mit der Gründung dieser religiösen Behörde sein religiöses Neutralitätsgebot als laizistischer Staat verletzt und den „sunnitischen Islam de facto zu einer Staatsreligion aufgewertet“[7] und dem Diyanet die „Funktion einer Ersatzkirche“[8] zugesprochen.

2.3. Exkurs: Politisierung des Islams

Die Rolle des Islams in der kemalistischen Regierungszeit änderte sich mit dem Übergang zum Mehrparteiensystem. Der Islam stand in dieser Zeit zwar in staatlicher Kontrollaufsicht, dennoch war der Islam weiterhin ein wichtiger Bestandteil des sozialen und kulturellen Lebens in der muslimischen Gesellschaft, denn immerhin war der sunnitische Islam ca. 800 Jahre das Fundament, worauf sich das Osmanische Reich aufbauen ließ. Als die Kritik von der 1946 gegründeten religiös – konservativen Demokratischen Partei (DP) über die Kontrolldiktatur der CHP aufkam, gelang es der DP zahlreiche Wählerstimmen für sich zu gewinnen. 1950 wurde die CHP erstmals von der DP abgelöst. Unter der neuen Regierung von Adnan Menderes wurden viele Reformen der CHP wieder aufgehoben und es kam zu einer Rückkehr des Islams in die Öffentlichkeit. Unter Menderes, der paradoxerweise an der Säkularisierung der Türkei festhielt, erlebte die Türkei einen enormen Aufschwung des Islams, zahlreiche neue Moscheen wurden im ganzen Land errichtet und neue staatliche Korankurse und theologische Fakultäten in den Hochschulen eingerichtet.[9] Neben den innenpolitischen Auseinandersetzungen zwischen den Kemalisten und den Anhängern der DP näherte sich die Politik Menderes` an die Sowjetunion und löste sich weitestgehen von Bündnissen mit Amerika. Die politische Neuorientierung Menderes löste einen Militärputsch aus, der die Regierung von Menderes zum Stürzen brachte. Am 17. September 1960 wurde Menderes wegen Hochverrats zum Tode verurteilt, da er sich gegen die Modernisierungspolitik Atatürks gewandt hatte und seine Demokratie Partei verboten. Menderes Nachfolge trat Süleyman Demirel an mit seiner konservativ-rechten Gerechtigkeitspartei (Adalet Parti) an. Als in den 1960er Jahren die Studentenproteste auf die Türkei über schwappten, galt der Sozialismus als ernstzunehmende Gefahr für die Türkei. 1969 brachte der frühere Parteikollege Demirels, Necmettin Erbakan, die Nationale Ordnungspartei Partei (Milli Nizam Partisi) auf die politische Bühne. Der für seine religiösen Tendenzen und Lehren bekanntgewordene Erbakan, setzte sich mittels einer Politisierung des Islams gegen den aufsteigenden Sozialismus ein.[10] Bis in die 1970er Jahre verlieh Erbakan den islamischen Organisationen, die von Atatürk als rückschrittlich empfunden worden waren und verboten wurden, eine neue politische Macht und trieb die islamische Bewegung weiter an. Seine Politik forderte u.a. eine Gleichstellung der Gesetzgebung an das islamische Recht. 1971 folgte erneut ein Militärputsch, nachdem linksradikale Anhänger des Sozialismus mit ihren Protesten zum Terror übergingen und das ganze Land erschütterten. Erbakans Nationale Ordnungspartei wurde verboten, da sie gegen eine Modernisierung und für die Islamisierung der Türkei eintrat. Demirel wurde zwar als Premiermenister von seinem Amt enthoben und seine Gerechtigkeitspartei entmachtet, aber nicht verboten. Bei den Parlamentswahlen von 1973 ging die von Atatürk gegründete Partei CHP mit Bülent Ecevit erneut als Wahlsieger hervor. Allerdings verfolgte auch Ecevit nicht die Ansichten Mustafa Kemals, denn er „war der Ansicht, dass das Volk die Religion brauche und dass die Religion ihrerseits Entwicklung und Fortschritt fördern könne.“[11] Ecevits Partei koalierte mit der von Erbakan neu gegründeten Nationalen Heilspartei (Milli Selamet Partisi, MSP), die jedoch bis zur Zypernkrise 1974 anhielt. Das Bild der Türkei war bis zum Ende der 1970er Jahre von wirtschaftlicher und politischer Instabilität, ungelöster sozialer Probleme, Streiks und dem Terror zwischen links – und rechtsextremen Gruppen geprägt. Der Höhepunkt dieser Auseinandersetzungen war die Gründung der kurdischen Terrororganisation PKK, die um die kulturelle Anerkennung der kurdischen Minderheit in der Türkei kämpft. In den 1970er Jahren wurden 13 verschiedene Regierung gebildet, doch keine dieser Regierungen konnte die innenpolitische Ordnung wiederherstellen. 1980 demonstrierten 40.000 Islamisten auf einer von der MSP organisierten Kundgebung in Konya mit anti-kemalistischen Parolen für eine Rückkehr zu einem islamischen Staat nach iranischem Vorbild, wo seit 1978 der religiöse Fanatiker Ayatollah Khomeini die politische Macht übernahm. So griff im selben Jahr das Militär erneut ein und putschte gegen die Regierung, um erneut einen Bürgerkrieg zu verhindern. Bis zu den Parlamentswahlen 1983 übernahm das Militär erneut die politische Führung und verhängte das Kriegsrecht. Alle Parteien, Streiks und Demonstrationen wurden verboten, damit die öffentliche Ordnung wiederhergestellt werden konnte. Das Militär sorgte bei den nächsten Parlamentswahlen erstmals für eine 10-Prozent-Hürde, um „eine gezielte Ausgrenzung kurdischer, kommunistischer und islamistischer Parteien“[12] anzustreben und mehr Stabilität in die Politik zu bringen. Die Parlamentswahlen von 1983 gewann Turgut Özal mit seiner neuen Mutterlandspartei (Anavatan Partisi, ANAP). Um den Sozialismus weiter zu schwächen, setzen Özal weiter auf eine Politisierung des Islams ein. Er verfolgte eine rechtsgerichtete islamisch – konservative Ideologie, die den türkischen Nationalismus mit islamischen Werten verband. Die sog. Türkisch – Islamische – Synthese (Türk-Islam sentezi, TIS) ist eine Gegensynthese zur sozialistischen bzw. kommunistischen Ideologie. Özal richtete sich zwar nicht gegen den Verwestlichungskurs Atatürks, vielmehr sah er die Zugehörigkeit des Islams zur kemalistischen Ideologie, um die Akzeptanz der Gesellschaft zu sichern. Özal führte den Islamunterricht an allen Schulen wieder ein und machte ihn zum Pflichtfach. Sein Versuch das Kopftuchverbot für Studentinnen an den Hochschulen per Gesetz wieder aufzuheben, scheiterte beim türkischen Verfassungsgericht. Özal und seine Mutterlandspartei bauten die Türkei wirtschaftlich und politisch neu auf und brachte eine das Land auf den Weg zur Stabilität. Doch sein überraschender früher Tod 1993 konnte seine Politik nicht vollenden. Kaum schien das Land sich vor wirtschaftlichen und politischen Unruhen erholt zu haben, stürzte die Türkei erneut in die Regierung von Erbakan, dieses Mal mit der Wohlfahrtspartei (Refah Partisi). Erbakan verfolgte weiterhin eine Anti-Verwestlichungspolitik und „versprach nun, die Türkei aus der Nato heraus zu lösen, selbst eine islamische NATO, eine islamische UNO und eine islamische Version der EU aufzubauen sowie eine islamische Währung einzuführen.[13] In den 1990er Jahren erlebte der Islam einen Aufschwung in der Türkei, der sogar die 1970er Jahre übertraf. Allerdings verstand sich das Militär weiterhin als Hüter der kemalistischen Reformen und des Laizismus und gründete 1997 eine Militärkommission, die gegen die Wohlfahrtspartei Ermittlungen einleitete. Der Nationale Sicherheitsrat forderte Erbakan zum Rücktritt auf, verhängte sowohl ihm als auch anderen politischen Führern der Partei ein Politikverbot für 5 Jahre.

[...]


[1] http://www.focus.de/schule/schule/unterricht/religion/tid-24538/islam-als-religionsfach-islamkunde-wird-zum-schulfach-in-nrw_aid_696349.html Stand: 12.04.2012

[2] Rede von Bundespräsident Johannes Rau beim Festakt zum 275. Geburtstag von Gotthold Ephraim Lessing in der Herzog-August-Bibliothek zu Wolfenbüttel vom 22.01.2004, S. 10.

[3] Karakas, Cemal: Türkei: Islam und Laizismus zwischen Staats-, Politik- und Gesellschaftsinteressen, S. 5.

[4] Ebaugh, Helen –Rose: Die Gülen - Bewegung. Eine empirische Studie, S. 32.

[5] Karakas, Kemal: a.a.O.: S, 11.

[6] Ebd., S. 12ff.

[7] Ebd., S. 12.

[8] Ebd., S. 11.

[9] Ebd.: S., 13.

[10] Ebaugh, Helen – Rose: a.a.O., S. 41.

[11] Ebd.: S.,42.

[12] Karakas, Cemal:a.a.O., S.17ff.

[13] Ebaugh, Helen- Rose: a.a.O. S. 45ff.

Details

Seiten
23
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656320340
ISBN (Buch)
9783656320920
Dateigröße
524 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v204715
Institution / Hochschule
Universität Duisburg-Essen – Bildungswissenschaften
Note
1,5
Schlagworte
Geschichte der Türkei Integrationspolitik Islamischer Religionsunterricht

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