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Klimawandel und Gesellschaft

Seminararbeit 2012 24 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Politische Geographie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Alltagsweltliche Bedeutung - Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Handlungsumsetzung

3. Vom wissenschaftlichen Diskurs zum Interesse der Seite 6 breiten Öffentlichkeit

4. Gesellschaftliche Auswirkungen

5. Lösungsansätze

6. Probleme der Umsetzung

7. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Hitzewelle 2003 in Europa, Hurrikan-Katrina in den USA 2005 oder Dürreperioden und Hungersnöte in Ostafrika 2011. Dies sind nur Einige der zahlreichen Katastrophenereignisse des letzten Jahrzehnts, welche vor allem mit den Auswirkungen des Klimawandels und einer globalen Erwärmung assoziiert werden. Derartige Klimaereignisse hat es jedoch in regelmäßigen Abständen zu jeder Zeit der Menschheitsgeschichte gegeben. Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass die Anzahl der Klimakatastrophen seit einigen Jahren zunimmt und in einem direkten Zusammenhang mit den ausgestoßenen Treibhausgasen des menschlichen Daseins stehen1. So ist die weltweite Durchschnittstemperatur im letzten Jahrhundert um 0,74 Grad Celsius angestiegen, ein solcher Wert wäre ohne anthropogene Einflüsse nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht möglich gewesen.2

Einen Beitrag für die öffentliche Wahrnehmung des Klimawandels liefert zu heutiger Zeit eine global vernetzte Medienlandschaft, welche in der Lage ist, jede weltweit auftretende Naturkatastrophe durch Presse, Fernsehen oder Internet öffentlichkeitswirksam der Gesellschaft Nahe zu bringen. Für ein großes Aufsehen sorgte in diesem Zusammenhang der 2005 erschiene Film „Eine unbequeme Wahrheit“, welcher maßgeblich zu einem klimapolitischen Bewusstseinswandel in den letzten Jahren beigetragen hat. Der Film appelliert an die gesamte Menschheit, ein energisches Handeln gegen den Klimawandel zu etablieren.3 Doch genau hierbei scheint weiterhin das Problem zu liegen.

Laut einer repräsentativen Umfrage der Eurobarometerstudie aus dem Jahr 2008 wird in der deutschen Bevölkerung der Klimawandel zwar als größtes Problem der Menschheit angesehen.4 85% der Deutschen sind auch davon überzeugt, dass der Klimawandel bereits eintritt und 73% sehen hierfür einen anthropogenen Grund.5 Diesen Umfragen nach zu urteilen, könnte vermutet werden, dass in der Gesellschaft auch ein flächendeckendes Handeln gegen den Klimawandel eingesetzt hat. Doch dem ist anscheinend nicht so, denn trotz aller Warnungen „bläst“ die Menschheit immer mehr Treibhausgase, in Form eines höheren Energieverbrauchs und gestiegener Mobilität in die Luft.6 Rajendra Pachauri, Vorsitzende des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) erkennt hierzu: ”The reality is that our lifestyles are unsustainable.”7

Ziel der Seminararbeit ist es, den Einfluss des Klimawandels auf die menschliche Gesellschaft zu beleuchten. Dabei wird es darum gehen, die alltagsweltliche Bedeutung des Klimawandels zu thematisieren, um die Diskrepanz zwischen der bedrohenden Wahrnehmung des Klimawandels und einer fehlenden Handlungsumsetzung zu verstehen. Nach der Betrachtung des wissenschaftlichen Diskurses über den Klimawandel und der Einbeziehung einer breiten Öffentlichkeit ist es von Relevanz auf die bereits eingetretenen aber auch potentiellen gesellschaftlichen Auswirkungen einzugehen, um darauf aufbauend verschiedene Lösungsansätze zu diskutieren, jedoch im Anschluss auch Probleme der Umsetzung aufzuzeigen. Den Abschluss der Seminararbeit stellt die Zusammenfassung im siebten Gliederungspunkt dar.

2. Alltagsweltliche Bedeutung - Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Handlungsumsetzung

Die bereits erwähnte Diskrepanz zwischen bedrohender Wahrnehmung und fehlender Handlungsumsetzung bezüglich des Klimawandels ergibt sich in einem ersten Betrachtungspunkt in einer Begrenztheit von Wissen und Informationen.8 Die Thematik des Klimawandels ist in der gesellschaftlichen Wahrnehmung demnach sehr stark mit Unwissenheit und Unsicherheit verknüpft.9 Es ergeben sich hierbei viele offene Fragen, zu denen es in der Gesellschaft, aber auch in der Wissenschaft noch keine plausiblen Antworten gibt. So zum Beispiel, welche Folgen der Klimawandel auf die Menschheit tatsächlich hat oder wie er effizient aufgehalten werden kann.10

Die Begrenztheit von Wissen führt dazu, dass auch im Jahr 2011 weiterhin Skepsis über die allgemein anerkannten Prognosen des Klimawandels herrscht.11 Dies geht soweit, dass es einzelne öffentlichkeitswirksame Persönlichkeiten schaffen, die globale Erwärmung zu hinterfragen und gar als wissenschaftlich falsch darzustellen, wie etwa der ehemalige Hamburger Umweltsenator Prof. Fritz Vahrenholt in seiner im Februar 2012 erschienen Veröffentlichung „Die kalte Sonne. Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet“.12 Die erzeugte Unsicherheit in vielen Teilen der Bevölkerung führt ebenfalls dazu, dass Gefahren des Klimawandels vernachlässigt werden.13 Gemäß der „Risikogesellschaft nach Ulrich Beck setzen sich Menschen zunehmend Risken und Gefahren aus, so zum Beispiel CO2-Abgasen und Naturkatastrophen.14 Der Nutzen wird dabei über die Risikokosten gestellt. Zudem sollte nicht vergessen werden, dass die thematisierten Szenarien des Klimawandels oft in weit entfernter Zukunft spielen.15 Wetterextreme und Temperaturerhöhungen stellen dabei zeitlich und räumlich entfernte Folgen dar, sodass es bei vielen Menschen zu einer Verdrängung der dargestellten Problematik kommt.

Doch auch wenn dies nicht der Fall ist, gestalten sich die Problemlösestrategien gegen den Klimawandel in einem zweiten Betrachtungspunkt als sehr komplex.16 Es sollte nicht vergessen werden, dass dabei unterschiedliche Ursachen, Auswirkungen und Akteure existieren. Die Komplexität führt angesichts der tatsächlichen Tragweite der globalen Erwärmung zu eher geringem Enthusiasmus mit weniger wirksamen Idealen und Konzepten in der breiten Öffentlichkeit.17 Ganz anders sieht dies beispielsweise bei Wirtschaftkrisen aus. So kommt es seit der Weltfinanzkrise des Jahres 2008 zu einer erhöhten öffentlichen Wahrnehmung von „Finanzgipfeln“ und der „Euro-Rettung“. In der medialen Öffentlichkeit wird dabei den jährlich stattfindenden „Klimagipfeln“ wie zum Beispiel in Durban/Südafrika 2011 kaum Aufmerksamkeit geschenkt und das obwohl laut der erwähnten Eurobarometerstudie der Klimawandel doch die größte Bedrohung für den Menschen darstellt. Eine Begründung liegt möglicher Weiße in der Tatsache, dass die Problematik des Klimawandels als globales Umweltproblem angesehen wird.18 Politische Lösungen werden dabei auf internationaler Ebene diskutiert, wie zum Beispiel in Kyoto 1997 oder Kopenhagen 2009. Als Folgeerscheinung rückt jedoch lokales Bewusstsein und Handeln im Kontext des Klimawandels in den Hintergrund.

Andere Gründe für eine fehlende Handlungsumsetzung lassen sich des Weiteren bei BECK (2010) finden. Er sieht die Gründe hierfür in einer soziologischen Perspektive.19 Dabei wirken die Begriffe „Umwelt“ oder „Klima“ soziologisch leer, d.h., dass sie sich nicht begreifen und verstehen lassen können wie Gegenstände und dadurch eine geringere Wahrnehmung erzeugen. LANTERMANN (2000) erkennt hierzu: „Wesentliche Dimensionen von Umweltveränderungen sind für die Menschen nicht wahrnehmbar. Für eine direkte Perzeption von schleichenden, sich über einen langen Zeitraum erstreckenden Veränderungen in der Umwelt stehen den Menschen kein Wahrnehmungsorgan und kein Gedächtnis zur Verfügung. Ereignisse ohne sinnliches Pendant verlieren jedoch ihre handlungsorientierende und stabilisierende Funktion.“20

Ähnlich sieht dies GIDDENS (2009) mit seiner Bezeichnung des „Giddens Paradoxon“. Er äußert sich dabei wie folgt: „We are dealing with dangers that seem abstract and elusive(…) No matter how much we are told about the threats, it is hard to face up to them, because they feel unreal.(…) It states that, since the dangers posed by global warming aren´t tangible, immediate or visible in the course of day-to-day life, however awesome they appear, many will sit on their hands and do nothing of a concrete nature about them. Yet waiting until they become visible and acute before being stirred to serious action will, by definition, too late.”21

RENN (1998) verdeutlicht diese Problematik gemäß seiner entworfenen Risikoklassen. Danach gehört der Klimawandel zur Risikoklasse „Kassandra“. Kassandra war eine Seherin der alten Trojaner, sie besaß nicht das Problem der Ungewissheit, sondern das der Glaubwürdigkeit ihrer Prognosen, und das obwohl sie richtig waren. Sie sagte die Gefahr eines griechischen Sieges sicher und korrekt voraus, aber ihre Bürger schenkten ihr kein Vertrauen.22 Bei den Risiken dieses Typs wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Naturkatastrophen durch Experten als sehr hoch berechnet, jedoch liegt eine beträchtliche Verzögerung zwischen dem auslösenden Ereignis und dem Eintreten der Folgen vor. Dies führt zu dem Zustand, dass solche Risiken von Politik und Öffentlichkeit ignoriert werden. Der vom Menschen verursachte Klimawandel zählt damit zu diesem Risikophänomen. Die katastrophalen Auswirkungen werden mit großer Wahrscheinlichkeit erfolgen, aber der wahrgenommene Verzögerungsprozess führt zu dem Umstand, dass kaum jemand bereit ist, diese als Bedrohungen anzuerkennen.23

Durch den thematisierten Verzögerungsprozess ergibt sich bei vielen Mitgliedern der Gesellschaft eine Art von Klimaignoranz.24 In ihrer Einstellung ist die Naturgrenze aufgehoben. Gemäß dem Gedankengut der Aufklärung und der dadurch entstandenen KulturNatur-Dichotomie, herrscht der Mensch über die Natur und das Klima nimmt einen unbedeutenden Stellenwert ein. Der Mensch ist durch sein kulturelles Wesen in der Lage unabhängig von Umwelt und Natur zu sein.

Anderer Meinung sind diesbezüglich die Vertreter des „Katastrophismus“, welche den Standpunkt vertreten, dass die Menschheit dem Klimawandel bedingungslos ausgeliefert sein wird und dessen Prozessen kaum etwas entgegenstellen kann.25 Dadurch wäre es auch nicht sinnvoll seine Handlungs- und Lebensweisen zu ändern.

Ebenso existieren auch Ansichten, welche unbedingt an aktuellen Verhältnissen und Lebensstilen festhalten möchten.26 Schon die ehemalige englische Premierministerin Margaret Thatcher bezeichnete die gegenwärtige Welt als „Beste aller Möglichen“.27 Warum sollte diesbezüglich ein anderes Verhalten an den Tag gelegt werden. Gemäß einem steigenden Konsumverhalten und Theorien von einem unendlichen Wirtschaftswachstum ist es nicht im Sinne Handlungsweisen zu verändern, die diese Prinzipien stören könnten, obwohl schon die im Jahre 1972 vorgestellte Studie „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome verdeutlichte, dass kein unendliches Wirtschaftswachstum existiere und die Menschheit innerhalb von 100 Jahren im Hinblick auf „die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen(…) die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde“ erreichen wird.28

Die thematisierten alltagsweltlichen Wahrnehmungen des Klimawandels lassen die fehlende Handlungsumsetzung und ein Festhalten an bestehenden Lebensweisen erklären, sollen aber letztendlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass es seit einigen Jahrzehnten auch zahlreiche gesellschaftliche Bewegungen existieren, die eine drohende Gefahr des Klimawandels nicht nur erkannt haben, sondern auch entscheidend, durch ein verändertes Umweltverhalten, versuchen dem Klimawandel zu begegnen.29 Zu diesen gesellschaftlichen Bewegungen zählen beispielsweiße Menschen, die bei dem Kauf ihrer Lebensmittel verstärkt einen Wert auf Lokalität und Saisonalität legen, Heizkosten sparen oder keine Fernreisen unternehmen. Dabei geht es ihnen nicht nur um ökonomische Gründe, sondern vor allem auch um ein gutes Gewissen und ein umweltbezogenes Bewusstsein.

Zu diesen Veränderungen und Tendenzen hat vor allem der wissenschaftliche Diskurs beigetragen, welcher in den vergangenen Jahrzehnten mit einem gestiegenen Interesse der breiten Öffentlichkeit einhergeht und in einem nächsten Abschnitt thematisiert werden soll.

3. Vom wissenschaftlichen Diskurs zum Interesse der breiten Öffentlichkeit

Dass der Mensch in der Lage ist, dass Klima zu verändern wurde durch die Auswirkungen der Industrialisierung im Verlauf des 19. Jahrhunderts von Wissenschaftlern nur vermutet.30 Erst im 20. Jahrhundert entstand aus dieser Vermutung mithilfe von quantitativen Messungen darüber Gewissheit. Im Jahr 1988 konnte das Intergovernmental Panel on Climate Change eingerichtet werden, welches fortan die anthropogenen Einflüsse und damit verbundene Auswirkungen des Klimawandels untersucht.31

Im wissenschaftlichen Zusammenhang mit der globalen Erwärmung ist seit den 1980er Jahren sehr häufig von einer „Klimakatastrophe“ gesprochen worden. Die Auseinandersetzung gestaltete sich hierbei als ein Expertendiskurs, d.h., dass die Thematik vorwiegend von Wissenschaftlern diskutiert wurde.32

Dies änderte sich im Verlauf der 1990er Jahre. Seitdem ist ein verstärktes Interesse der breiten Öffentlichkeit an der Problematik des Klimawandels zu verzeichnen.33 Dies lässt sich beispielsweise mit der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED) im Jahr 1992 in Rio de Janeiro nachvollziehen, bei welcher umweltpolitische Fragen erstmals in einem globalen Rahmen und unter Einbezug von zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen diskutiert wurden.34 Durch diese Konferenz wurden die Grundlagen für eine neue weltweite, qualitative Zusammenarbeit in der Umwelt- und Entwicklungspolitik geschaffen.

Eine veränderte Wahrnehmung ist auch seit dem vierten IPCC-Bericht aus dem Jahr 2007 zu erkennen. Aus wissenschaftlicher Perspektive betrachtet, setzte dadurch ein neuer Klimadiskurs ein, welcher sich von einem Katastrophendiskurs der 1980er abwendet und einen Gestaltungsdiskurs in den Mittelpunkt der Betrachtung setzt.35 In diesem Zusammenhang ergab sich auch eine veränderte Fragestellung. In einem Katastrophendiskurs stand die Frage nach der Existenz eines anthropogenen Klimawandels im Mittelpunkt. Seit den veränderten Wahrnehmungen und Erkenntnissen des letzten Jahrzehnts ist gemäß des Gestaltungsdiskurses zu fragen, wie gefährlich der Klimawandel ist und was dagegen getan werden kann.36

Das gestiegene Interesse der breiten Öffentlichkeit führte zudem zu einer erhöhten massenmedialen Resonanz. Fast jede Nachrichtensendung oder Tageszeitung thematisiert heutzutage in regelmäßigen Abständen die Geschehnisse um den Klimawandel. Auch die Politik bedient sich zunehmend mit klimapolitischen Inhalten. So schaffte es beispielsweise die Thematik des Klimawandels auf die Tagesordnung des G8-Gipfels in Heiligendamm 2008. Klimapolitik ist nach BECK (2010) mittlerweile „in und en vogue“.37

Horizont der postkarbonen Gesellschaft, in: Der Klimawandel (2010), S. 81.

Ebenfalls hat sich die Zahl der Akteure, die sich in einer ständigen Auseinandersetzung mit der globalen Erwärmung befinden, vervielfacht.38 So ist es nicht nur die Politik die mit den Veränderungen des Klimas konfrontiert wird, sondern vor allem auch Vertreter aus Wirtschaft, Medien und einer breiten kritischen Öffentlichkeit, demzufolge nicht mehr nur Vertreter der Wissenschaft.

Eine größere Aufmerksamkeit resultiert auch daraus, weil viele Akteure zunehmend mit den Auswirkungen und Folgen des Klimawandels konfrontiert werden. So beeinflussen beispielsweise Ertragseinbußen durch Dürreperioden den wirtschaftlichen Sektor oder geleistete Hilfsmaßnahmen bei Naturkatastrophen den politischen Sektor. Weitere gesellschaftliche Folgeerscheinungen sollen nun in einem nächsten Gliederungspunkt beleuchtet werden.

4. Gesellschaftliche Auswirkungen

In der Wissenschaft herrscht weitestgehend ein Konsens darüber, dass die Auswirkungen des Klimawandels die Lebensweise der Menschen entscheidend mitbestimmen werden.39 BECK (2010) erkennt hierzu: „industrial modernity has become the victims of its own success“.40 Folgen des Klimawandels werden sich nach LEGGEWIE (2010) besonders auf die Bereiche Mobilität, Versorgung, Konsummuster und Lebensstil auswirken.41 Besonders die westliche Gesellschaft muss sich dabei mit der Frage beschäftigen, inwiefern am Grundsatz unbegrenzter individueller Mobilität auf der Basis fossiler Brennstoffe festgehalten werden kann. Ebenso ist im Bereich der Versorgung zu fragen, wie der Energiebedarf und die Ernährung von einer immer größer ansteigenden Weltbevölkerung sicher gestellt werden kann. Des Weiteren lassen sich etablierte Konsummuster und Lebensstile der westlichen Gesellschaft oft nicht mit einer umweltverträglichen Lebensweise vereinen. So steigt zum Beispiel die Nachfrage nach „Fast Food“ oder nach Überseeprodukten im Supermarkt beständig an. Bei den Denk- und Handlungsweisen vieler Menschen wird ersichtlich, dass die Werthaltungen Wohlstand und Nachhaltigkeit miteinander kollidieren und die Folgen des Klimawandels sich mit der Zeit bemerkbar machen werden.

[...]


1 Vgl. Pachauri, R.K.; Reisinger, A., IPCC, Contribution of Working Groups I, II and III to the Fourth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change, Genf 2007.

2 Vgl. Urry, John, Climate Change & Society, Cambridge 2011, S. 5.

3 Vgl. Khor, Martin; Raman, Meena; Giegold, Sven; Yang Ailun u.a., Klima der Gerechtigkeit, Hamburg 2007, S. 8.

4 Vgl. Eurobarometer 2008; http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/ebs/ebs_300_full_de.pdf ; vom 16.03.2012.

5 Vgl. ebd.

6 Vgl. Bundesumweltamt; http://www.umweltbundesamt-daten-zur- umwelt.de/umweltdaten/public/theme.do;jsessionid=38F9B3B90E1A16AFC067941509DB8ED8?nodeI dent=2346; vom 16.03.2012.

7 Urry, John, Climate Change & Society, Cambridge 2011, S. 1.

8 Vgl. Beck, Ulrich, Climate for Change, or How to Create a Green Modernity?, in: Theory Culture Society 27: 2010, S. 254-266.

9 Vgl. ebd.

10 Vgl. Reusswig, Fritz, Klimawandel und Gesellschaft. Vom Katastrophen- zum Gestaltungsdiskurs im Horizont der postkarbonen Gesellschaft, in: Der Klimawandel (2010), S.75-97.

11 Vgl. Giddens, Anthony, The politics of climate change, Cambridge 2009, S. 3.

12 Vgl. Die Zeit; http://www.zeit.de/2012/10/AM-Forum-Klima; vom 16.03.2012.

13 Vgl. Beck, Ulrich, Climate for Change, or How to Create a Green Modernity?, in: Theory Culture Society 27: 2010, S.254-266.

14 Vgl. ebd.

15 Vgl. ebd.

16 Vgl. Weber, Melanie, Klimawandel und Klimabewusstsein. Zur Schwierigkeit der individuellen Wahrnehmung globaler Umweltprobleme; www.ssoar.info/ssoar/files/dgs/33-2006/3601.pdf ; vom 16.03.2012.

17 Leggewie, Claus, Futur Zwei. Klimawandel als Gesellschaftswandel, in: APuZ 32-33/2010, S. 40f.

18 Vgl. Reusswig, Fritz, Klimawandel und Gesellschaft. Vom Katastrophen- zum Gestaltungsdiskurs im Horizont der postkarbonen Gesellschaft, in: Der Klimawandel (2010), S.75-97.

19 Vgl. Beck, Ulrich, Climate for Change, or How to Create a Green Modernity?, in: Theory Culture Society 27: 2010, S.254-266.

20 Lantermann, Ernst, Probleme im Umgang mit komplexen Umwelten, in: Erdmann, K.H.; Mager, Th. J., Innovative Ansätze zum Schutz der Natur, Heidelberg 2000, S. 155.

21 Giddens, Anthony, The politics of climate change, Cambridge 2009, S. 2.

22 Vgl. Jahresgutachten, Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen. Strategien zur Bewältigung globaler Umweltrisiken, Heidelberg 1998, S. 9f.

23 Vgl. Kühn, Andre, Mensch, Technik, Risiko oder verantwortungsbewusste Auswahl von Techniken; http://www.uni-potsdam.de/u/philosophie/lehre/Visionen2016/K%FChn_Technik.pdf

24 Vgl. Beck, Ulrich, Climate for Change, or How to Create a Green Modernity?, in: Theory Culture Society 27: 2010, S. 254-266.

25 Vgl. Urry, John, Climate Change & Society, Cambridge 2011, S. 36.

26 Vgl. Leggewie, Claus, Futur Zwei. Klimawandel als Gesellschaftswandel, in: APuZ 32-33/2010, S. 40ff.

27 Vgl. ebd.

28 Meadows u.a.: Die Grenzen des Wachstums 1972, Übersetzung von Heck, Hans-Dieter, Stuttgart 1987, S. 17.

29 Vgl. Kuckartz, Udo;Rheingans-Heintze, Anke, Trends im Umweltbewusstsein, Umweltgerechtigkeit, Lebensqualität und persönliches Engagement, Wiesbaden 2006, S.20 f.

30 Vgl. Reusswig, Fritz, Klimawandel und Gesellschaft. Vom Katastrophen- zum Gestaltungsdiskurs im

31 Vgl. Reusswig, Fritz, Klimawandel und Gesellschaft. Vom Katastrophen- zum Gestaltungsdiskurs im Horizont der postkarbonen Gesellschaft, in: Der Klimawandel (2010), S. 81f.

32 Vgl. Reusswig, Fritz, Klimawandel und Gesellschaft. Vom Katastrophen- zum Gestaltungsdiskurs im Horizont der postkarbonen Gesellschaft, in: Der Klimawandel ([2010] ), S.[80].

33 Vgl. ebd., S.[80] ff.

34 Vgl. Agenda[21], Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung, Rio de Janeiro[1992]. http://www.un.org/Depts/german/conf/agenda21/agenda_21.pdf ; vom 16.03.2012.

35 Vgl. Reusswig, Fritz, Klimawandel und Gesellschaft. Vom Katastrophen- zum Gestaltungsdiskurs im Horizont der postkarbonen Gesellschaft, in: Der Klimawandel (2010), S. 81.

36 Vgl. ebd., S. 83.

37 Vgl. Reusswig, Fritz, Klimawandel und Gesellschaft. Vom Katastrophen- zum Gestaltungsdiskurs im Horizont der postkarbonen Gesellschaft, in: Der Klimawandel (2010), S. 85f.

38 Vgl. Reusswig, Fritz, Klimawandel und Gesellschaft. Vom Katastrophen- zum Gestaltungsdiskurs im Horizont der postkarbonen Gesellschaft, in: Der Klimawandel (2010), S. 85f.

39 Vgl. Beck, Ulrich, Climate for Change, or How to Create a Green Modernity?, in: Theory Culture Society 27: 2010, S. 264.

40 ebd.

41 Vgl. Leggewie, Claus, Futur Zwei. Klimawandel als Gesellschaftswandel, in: APuZ 32-33/2010, S. 42.

Details

Seiten
24
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656304876
ISBN (Buch)
9783656306078
Dateigröße
455 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v204445
Institution / Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
2,0
Schlagworte
klimawandel gesellschaft

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Titel: Klimawandel und Gesellschaft