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Erwartungen und Einschätzungen Studierender im Hinblick auf Studium und Lehrveranstaltungen unter besonderer Berücksichtigung der Studentinnenperspektive

Bachelorarbeit 2012 51 Seiten

Pädagogik - Hochschulwesen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsablauf
2.1 Problembenennung und Operationalisierung
2.2 Empirische Forschungsmethoden
2.3 Fragebogen und Durchführung
2.4 Datenanalyse und Auswertung

3 Forschungsprojekt: Studierendenbefragung
3.1 Problembenennung und Operationalisierung
3.2 Forschungsmethode und Erhebungsinstrument
3.3 Ergebnisdarstellung

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

6 Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

In der Gesellschaft unserer Zeit bedarf es durch die unterschiedlichsten Problemstellungen systematischer Informationen über die verschiedensten gesellschaftlichen Sachverhalte. Das Konsumverhalten der Bevölkerung, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder das Wahl- verhalten der Gesellschaft stellen mögliche Beispiele für eine empirische Untersuchung dar. Solche Daten werden mit Hilfe verschiedenster Forschungsmethoden erhoben, klassifiziert und ausgewertet. Im Zeitalter der Globalisierung ist die empirische Sozialforschung ein we- sentlicher Bestandteil der modernen gesellschaftlichen Datenerhebung. In den letzten zwei Jahrzehnten lässt sich durch den technologischen Fortschritt in unserer Gesellschaft auch in der Ermittlung empirischer Daten eine Modernisierung verzeichnen, was der empirischen Sozialforschung einen immer größer werdenden Stellenwert zukommen lässt. Besonders die multidimensionale Nutzung des Internets bietet eine schnelle Erhebung von zahlreichen Ein- zeldaten. Im Rahmen einer studentischen Befragung an der Universität Koblenz-Landau (Standort Koblenz) wurden Studierende zum Thema „Erwartungen an Lehrveranstaltungen“ befragt. Weiterhin wurden die Einschätzungen der Studentinnen und Studenten zu bestimm- ten Lehrveranstaltungen untersucht, welche anschließend ebenfalls evaluiert wurden. Diese empirischen Daten, die es wissenschaftlich zu untersuchen gilt, dienen der vorliegenden Ba- chelorarbeit als Grundlage unter spezieller Berücksichtigung der Studentinnenperspektive. Der Aufbau der folgenden Arbeit gliedert sich zunächst in ein theoretisches Fundament, wel- ches im zweiten Kapitel den wissenschaftlichen Forschungsablauf beschreibt. Den Schwer- punkt bildet das dritte Kapitel: Um wissenschaftliches Arbeiten zu ermöglichen gelten me- thodologische Regeln für den Forschungsprozess. Zunächst ist die Problemstellung zu benen- nen, die es zu klären gilt. Um diese lösen zu können, ist der nächste Schritt der Forschung die Hypothesenbildung. Diese können vielseitig strukturiert werden und dienen als Vermutungen, welche mit der Wirklichkeit konfrontiert werden müssen. Dies wird durch die Operationali- sierung erreicht. Das Zerlegen ermöglicht nun das empirische Arbeiten. Anschließend müssen die Forschungsmethode und das Erhebungsinstrument festgelegt werden. Die einzelnen zuvor gesammelten empirischen Informationen werden nun in Verbindung gestellt. Abgeschlossen wird dieser Forschungsprozess mit der Ergebnisdarstellung, dessen Deutung lediglich in eine bestimmte Richtung weist oder eine Prognose aufstellt. Das letzte Kapitel beinhaltet das eige- ne Fazit.

2 Forschungsablauf

Die empirische Sozialforschung ist in unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen von großer Bedeutung. Im Rahmen der empirischen Sozialforschung werden bestimmte / ausgewählte soziale Tatbestände systematisch und nachvollziehbar beobachtet, erfasst und gedeutet (vgl.: Atteslander 2006, S. 3). Um soziale Tatbestände untersuchen zu können, ist es für den Forscher von Vorteil, sich unmittelbare Kernfragen zum Untersuchungsobjekt zu stellen, welche sich mit dem „Was, Wie und Warum“ etwas untersucht werden soll, beschäftigen. Die Kernfragen legen fest, welcher Ausschnitt der sozialen Wirklichkeit beobachtet wird und auf welche Art und Weise dies geschehen soll (vgl.: Atteslander 2006, S. 4).

Der Forschungsablauf der empirischen Sozialforschung gliedert sich grundsätzlich in fünf Phasen. Sie beinhalten Problembenennung, Operationalisierung, Methodenwahl, Durchfüh- rung und Auswertung. Im Rahmen der Planungsphase sollten ökonomische und umsetzungs- spezifische Aspekte geklärt (vgl.: Stier 1996, S. 17) und die gegebene Literaturlage berück- sichtigt werden (vgl.: Bortz / Döring 1995, S. 46), denn nur was klar definiert ist, lässt sich intersubjektiv nachvollziehen oder mit den Resultaten anderer empirischer Arbeiten verglei- chen (vgl.: Stier 1996, S. 18). Darauf folgt die Operationalisierung der Begriffe. Um mög- lichst präzise Informationen zu erhalten, ist eine Messung notwendig. Im Wesentlichen spricht man von messen, wenn Objekten Zahlen zugeordnet werden. Messungen erfolgen mit verschiedenen Techniken und sind mit Problemen verbunden, die es anhand von Messanwei- sungen zu lösen gilt (vgl.: Bortz / Döring 1995, S. 64). Nach der Operationalisierung folgt die Phase der Datenerhebung. Allerdings gibt es zahlreiche Möglichkeiten Daten zu erheben, da- her ist es vorher notwendig ein geeignetes Verfahren (Forschungsmethode) zu wählen, wel- ches für die geplante Untersuchung am sinnvollsten ist (vgl.: Stier 1996, S. 115). Am Ende besteht die Aufgabe darin die erhobenen Daten zu analysieren und auszuwerten. Die Analyse erfolgt meistens mit Hilfe von Computerprogrammen, welche eine übersichtliche Statistik liefern (vgl.: Schnell u.a. 2008, S. 14). In welchem Umfang diese fünf Phasen betrieben wer- den, hängt zunächst vom Forschungsziel, aber auch von den zur Verfügung stehenden Res- sourcen sowie den finanziellen Mitteln ab (vgl.: Schnell u.a. 2008, S. 12).

2.1 Problembenennung und Operationalisierung

Ein Forschungsprojekt beginnt mit der Benennung des Gegenstandes der Forschung. „Unter Problembenennung verstehen wir die Formulierung sozialer Probleme in Form wissenschaft- licher Fragestellungen“ (Atteslander 2006, S. 18). Daher muss der Forscher eine Vorstellung darüber haben, wie er theoretische Zusammenhänge in der sozialen Wirklichkeit untersuchen möchte. Eine allgemeine Idee reicht nicht aus, da sie nach gewissen logischen Erfordernissen als Aussage festgehalten werden muss. Diese Formulierung wird als Hypothese bezeichnet. Sie ermöglicht systematisches Beobachten oder Befragen. Somit ist die Problembenennung nicht das Ergebnis der Forschung, sondern deren Voraussetzung (vgl.: Atteslander 2006, S. 18). „In diesem Sinne sind Hypothesen Erklärungsversuche der ungeklärten Umwelt“ (Attes- lander 2006, S. 18). Verleitet zum Forschen werden wir durch die Neugier oder Betroffenheit. Man kann zwei Arten der Forschung unterscheiden. Die selbst initiierte oder die Auftragsfor- schung. In der empirischen Sozialforschung handelt es sich meistens um die Auftragsfor- schung. Bei ihr muss man sich an exakte Vorgaben halten. Das Forschungsproblem wird durch den Auftraggeber bekanntgegeben (vgl.: Schnell u.a. 2008, S. 7). Manchmal kann es allerdings auch zu einer Ausweitung des Themas kommen. Mehr Spielraum bei der Ermitt- lung des Untersuchungsgegenstandes bieten dagegen die von Forschern selbst initiierten Pro- jekte. Daher ist die konkrete Wahl des Untersuchungsgegenstandes von großer Bedeutung für die Problembenennung (vgl.: Schnell u.a. 2008, S. 7f.). Nützlich ist hier eine Unterscheidung zwischen deskriptiven und theorie- / hypothesentestenden Untersuchungen. Deskription um- fasst die Beschreibung realer Phänomene, während es sich um eine theorie-/ hypothesentestende Untersuchung handelt, wenn eine ausformulierte Theorie oder Hypothese empirisch untersucht werden soll (vgl.: Stier 1996, S. 19).

Der nächste Schritt ist die Präzisierung der Bedeutung von Begriffen, welche in einer empiri- schen Untersuchung verwendet werden. Dies geschieht mit Hilfe von Definitionen. Grund- sätzlich unterscheidet man zwei Arten, die Nominal- und Realdefinitionen. Nominaldefinitio- nen bestehen aus zwei Bestandteilen. Das Definiens, dessen Bedeutung bekannt ist und das Definiendum, was noch zu definieren ist. Eine Nominaldefinition ist eine Festsetzung darü- ber, dass ein Begriff A gleichbedeutend mit einem Begriff B sein soll, wobei die Bedeutung von B (Definiens) bekannt ist und A (Definiendum) dessen annehmen soll. Dieses Umformen der Begriffe stellt sie nur auf der sprachlichen Ebene bedeutungsgleich dar. Die Realdefinitio- nen hingegen machen eine Aussage über die Beschaffenheit eines Gegenstandes oder Sach- verhalts. Somit entstehen empirische Hypothesen, welche es an der Realität zu prüfen gilt. Sie können richtig oder falsch sein (vgl.: Stier 1996, S. 24 ff.). Zum Aufstellen von Hypothesen sind folgende Kriterien wichtig:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Kriterien f ü r die Hypothesenbildung

Um Begriffe definieren zu können, bedarf es relevanter Variablen, welche mit Indikatoren genauer beschrieben werden können (vgl.: Atteslander 2006, S. 42). Von Variablen spricht man, wenn Eigenschaften, bei verschiedenen Merkmalsträgern in mehr als einer Ausprägung vorkommen (vgl.: Schnell u.a. 2008, S. 7). Da alle Aussagen an der Erfahrung überprüfbar sein müssen und somit einen empirischen Bezug aufweisen, ist es notwendig, zwei Arten von Begriffen zu unterscheiden. Bei direkten Begriffen kann der empirische Bezug beobachtet oder festgestellt werden. Hingegen sind bei indirekten Bezeichnungen Indikatoren notwendig, um sie besser beobachtbar machen zu können. Sie werden klassifiziert in definitorische, (in- terne und externe) korrelative und schlussfolgernde Indikatoren. Definitorische Indikatoren decken den gesamten Bedeutungsgehalt eines Begriffes ab. Ein intern korrelativer Indikator ist eine Komponente des Definiens und korreliert positiv mit dem Restlichen. Dagegen spricht man von einem extern korrelativen Indikator, wenn er kein Bestandteil des Definiens ist, aber mit dem zu indizierenden Begriff korreliert. Schlussfolgernde Indikatoren spielen bei der Er- mittlung von Einstellungen, Meinungen usw. eine Rolle. Es wird vom Verhalten der Person in gewissen Situationen auf ihre Einstellung geschlossen. In vielen Fällen empfiehlt es sich bei der Auswahl von Indikatoren mehr als einen zu verwenden, damit der Bedeutungsgehalt eines Begriffes besser erfasst werden kann (vgl.: Stier 1996, S. 27 ff.). „Unter Operationalisierung versteht man [also] die Schritte der Zuordnung von empirisch erfassbaren, zu beobachtenden oder zu erfragenden Indikatoren zu einem theoretischen Begriff. Durch Operationalisierung werden Messungen der durch einen Begriff bezeichneten empirischen Erscheinungen mög- lich“ (Atteslander 2006, S. 40). Sie umfasst eine genaue Anweisung, wie man vorgehen muss, um die gewünschten Informationen aus der Realität erlangen zu können. Die Wahl des Daten- erhebungsinstrumentes und deren Handhabung spielt schon in der Operationalisierung eine große Rolle (vgl.: Stier 1996, S. 30).

2.2 Empirische Forschungsmethoden

Zu den Datenerhebungsinstrumenten zählen die Inhaltsanalyse, die Beobachtung, das Experiment und die Befragung. Um die Qualität der empirischen Forschung zu erhöhen, bedarf es der geeigneten Wahl des Datenerhebungsinstrumentes.

Die Inhaltsanalyse ist ein Bestandteil der Datenerhebung, als auch eine Analysetechnik. Sie befasst sich mit Bedeutungsträgern aller Art, zum Beispiel sprachlichen Mitteilungen, Ton- und Bilddokumenten und Gegenständen der bildenden Kunst. Das Hauptanwendungsgebiet der Inhaltsanalyse umfasst Dokumente in schriftlicher Form. Dabei ist sie nicht mit der Inter- pretation eines Textes zu verwechseln. Sie liefert ein ganzheitliches Verständnis eines Textes und unterliegt festen Regeln der Durchführung. Somit zeigt sich, dass der analysierte Gegen- stand durch die Analyse nicht verändert wird und beliebig oft wiederholt werden kann. Das anfallende Datenmaterial kann nach unterschiedlichen Gesichtspunkten ausgewertet werden. Man unterscheidet zwischen Frequenzanalyse, Valenzanalyse und Kontingenzanalyse. In- haltsanalysen werden zunehmend computergestützt durchgeführt, da es sich meistens um eine hohe Anzahl von Texten handelt, welche es zu analysieren gilt (vgl.: Stier 1996, S. 163 ff.). Das zweite Instrument der empirischen Sozialforschung ist die Beobachtung, die uns aus dem Alltag vertraut ist. Jedoch ist von wissenschaftlicher Beobachtung die Rede, wenn sie zielge- richtet, systematisch und methodisch kontrolliert von statten geht. Zielgerichtet bedeutet, nach genau definierten und abgegrenzten Kontext einer Fragestellung zu beobachten. Die Beobach- tung wird unter vorgegebenen Kategorien vorgenommen und aufgezeichnet (Systematik). Die methodische Kontrolle befasst sich mit möglichen Störvariablen, welche sich in Beobach- tungstypen kategorisieren lassen, um möglichst genaue Resultate liefern zu können. Zudem muss der Beobachtungszeitraum und die räumliche Abgrenzung festgelegt werden (vgl.: Stier 1996, S. 169 ff.). Ein Experiment ist uns aus den Naturwissenschaften bekannt, es findet je- doch in anderen wissenschaftlichen Fachgebieten immer mehr Verwendung. Es bietet die Möglichkeit, Daten mit Beobachtung oder Befragung zu erheben (vgl.: Stier 1996, S. 209 f.). Im Experiment werden unterschiedliche Typen von Variablen differenziert. Der Einfluss der unabhängigen Variable (UV), welche manipuliert wird, gilt es in Bezug auf die Auswirkun- gen der abhängigen Variable (AV) zu untersuchen (vgl.: Stier 1996, S. 212 ff.). Die Ver- suchspersonen (Vpn) werden in eine Experimental- und Kontrollgruppe eingeteilt und in be- stimmten Zeitintervallen Veränderungen ausgesetzt. Die Einteilung der Versuchspersonen und die Festlegung der abhängigen und unabhängigen Variablen beschreibt das experimentel- le Design. Es gibt mehrere Arten von Experimenten, welche unterschiedlichen Anweisungen und Durchführungen unterliegen (vgl.: Stier 1996, S. 218 ff.). Die Befragung ist das am häu- figsten eingesetzte Datenerhebungsinstrument empirischer Sozialforschung (vgl.: Stier 1996, S. 173). Man unterscheidet nach der Art der Durchführung in mündliche, schriftliche und in- ternetgestützte Befragung sowie das Telefoninterview. Für jeden dieser Bereiche gibt es „in- tensive Kunstlehren“ (Schnell u.a. 2008, S. 321), die auf die Konzeption und Gestaltung der Fragebögen und das erwünschte Verhalten der Interviewer während der verschiedenen For- men der Datenerhebung eingehen (vgl.: Schnell u.a. 2008, S. 321). Das Interview ist die wich- tigste mündliche Befragungsart. Es sind verschiedene Grade von Standardisierung ausführbar. Das nicht-standardisierte Interview beinhaltet keinen Fragebogen. Somit kann der Interviewer die Frageformulierung und die Abfolge der Fragen selbst wählen. Beim teil-standardisierten Interview müssen alle Fragen, welche im Fragebogen aufgeführt sind, in genau dieser Formu- lierung gestellt werden. Der Interviewer hat jedoch die Möglichkeit die Reihenfolge der Fra- gen zu verändern. Dies sollte sich im Gesprächsverlauf entwickeln. Das standardisierte Inter- view hingegen unterliegt der strikten Anweisung sich an die genaue Reihenfolge und die Formulierung der Fragen des Fragebogens zu halten. Somit nimmt der Interviewer eine neut- rale Rolle ein. Im weiteren Verlauf soll auf das standardisierte Interview eingegangen werden: Zu Beginn muss das Einverständnis des zu Befragenden für die Durchführung eingeholt wer- den, da sich die Interviewpartner in der Regel nicht kennen. Zum einen spielt die Antwortbe- reitschaft der angesprochenen Person eine Rolle und zum anderen das Auftreten des Intervie- wers. Die Meinungsäußerungen können bei solch einer Befragung anders ausfallen als unter natürlichen Bedingungen. Der Befragte hat meist Probleme mit der Interviewsituation, da er das Gefühl hat nicht anonym zu sein. Die neutrale Rolle des Interviewers erweist sich als äu- ßerst schwierig, da viele Faktoren bei der Interaktion mit einfließen. Diese Probleme sind seit langem bekannt und haben somit zu einer intensiven Methodenforschung geführt (vgl.: Stier 1996, S. 186 f.). Das persönliche „face-to-face“-Interview war früher die beliebteste Methode, wurde dann immer gefährlicher und wurde aus diesem Grund durch das Telefoninterview ersetzt (vgl.: Diekmann 2010, S. 437). Deswegen ist es unerlässlich sich im Folgenden nicht nur dem Instrument „Fragebogen“ zu widmen, sondern auch den Bedingungen unter denen es entwickelt und durchgeführt wird (vgl.: Atteslander 2006, S. 101 f.).

2.3 Fragebogen und Durchführung

Die Konstruktion eines Fragebogens geschieht direkt nach der Phase der Problembenennung und Operationalisierung. Zuerst sollte man sich überlegen, welche Informationen durch eine Frage gewonnen werden können. Danach muss man die formale und inhaltliche Struktur der Fragen und Antwortmöglichkeiten festlegen. Allgemein lassen sich vier verschiedene Frage- typen differenzieren: Meinungs- oder Einstellungsfragen, Überzeugungsfragen, Verhaltens- fragen und Eigenschaftsfragen. Meinungsfragen verdeutlichen, inwiefern der Befragte einen Aspekt als positiv oder negativ bzw. erwünscht oder nicht erwünscht empfindet. Hier gibt es immer nur zwei Antwortmöglichkeiten. Überzeugungsfragen fragen danach, was ein Befrag- ter für wahr oder falsch befindet. Sie können sich auf das Wissen des Befragten oder be- stimmte gesellschaftliche Problembereiche beziehen. Verhaltensfragen beziehen sich auf Handlungen und Verhalten der Befragten, indem mit Hilfe von Bewertungsmöglichkeiten kategorisiert wird. Eigenschaftsfragen fragen im Allgemeinen nach den personalen demogra- phischen Eigenschaften wie Alter, Geschlecht, Ausbildung, Beruf, Einkommen, Familien- stand und Konfession. Sie gehören routinemäßig zu den meisten Fragebögen und helfen sta- tistische Zusammenhänge zwischen den demographischen Daten der Befragten und ihren Ein- stellungen, Überzeugungen und Verhaltensweisen herauszufinden. Damit die Informationen richtig gedeutet werden können, muss man bedenken, dass eine berichtete Handlung etwas anderes darstellt als eine tatsächlich ausgeführte Handlung. Ebenfalls sind Antworten auf Fra- gen, die Zukünftiges betreffen, nicht mit der realen Umsetzung identisch (vgl. Schnell u.a. 2008, S. 325 ff.). Je nachdem, ob eine Befragung schriftlich oder mündlich, in vorgeschriebe- ner Reihenfolge (standardisiert) oder in willkürlicher Reihenfolge (nicht-standardisiert), mit Gruppen oder Individuen ausgeführt wird, stehen verschiedene Formen der Befragung zur Verfügung. Jede dieser Befragungsformen findet in einer künstlichen sozialen Situation statt, die einer bestimmten Organisation bedarf. Einerseits werden Fragen gestellt und andererseits beantwortet. Bei der schriftlichen Befragung übernimmt der Absender des Fragebogens die Rolle des Interviewers. Die Kunst, Fragen richtig und gezielt zu formulieren und in der richti- gen Reihenfolge darzustellen, spielt eine entscheidende Rolle. Die häufigste Form einer Be- fragung sind die schriftliche und die mündliche Befragung (Interview). Die Schriftliche stellt eine sehr günstige Art der Datensammlung dar, weil man hier vor allem ganzen Gruppen (Schulklassen) die Fragebögen geben kann. Nachteilig ist hier allerdings, dass die Befragten dazu verleitet werden, die Fragen mit einem Gesprächspartner auszufüllen, oder den Fragebo- gen lustlos beantworten, wodurch der Messfehler vergrößert werden. Die Rücklaufquote ist bei einer schriftlichen Befragung oftmals gering. Kommen von 1000 verschickten Fragebögen etwa 250 zurück, ist es schwierig etwas über die Gesamtgruppe festzustellen. Der Grund hier- für ist, dass Personen, die bereit sind diesen Fragebogen zu beantworten vermutlich anders sind als aussageunwillige Personen. Das Offenlegen der Untersuchungsziele, die Übergabe der Fragebögen durch Bekannte und ein geringerer Bearbeitungsaufwand können die Motiva- tion der Befragten erhöhen (vgl.: Wellenreuther 1982, S. 159-160).

Befragungen können nach dem Grad der Strukturierung, Offenheit und Standardisierung erstellt werden. Die Strukturierung bezieht sich auf die Interviewsituation, die Standardisierung auf das Instrument und „offen - geschlossen“ auf die Frage an sich. Dies hat entscheidende Auswirkungen auf die qualitativen und quantitativen Ergebnisse einer Untersuchung (vgl.: Atteslander 2006, S. 135).

Ein Fragebogen hilft bei einer schriftlichen Befragung das Forschungsproblem in eine Samm- lung von Fragen zu übertragen. Aus diesem Grund ist der Fragebogen ein notwendiges Mittel für die zuverlässige Datenerhebung. Mit einem Fragebogen lassen sich Informationen über Personen, ihre jeweilige Lebenssituation, ihre Meinungen, ihre Lebensgeschichte und Pläne für die Zukunft sammeln. Deswegen ist es wichtig, genau festzulegen, was man untersuchen, welche Hypothesen man überprüfen und über welches Sachgebiet man die Informationen si- cherstellen will. Dabei muss man beurteilen, was durch eine Befragung valide und zuverlässig gemessen werden kann. Es muss also vor der Frageformulierung die Thematik eingegrenzt und präzisiert werden (vgl.: Wellenreuther 1982, S. 162). In der Erhebung eines Fragebogens gibt es Möglichkeiten der Bedingungskontrolle, welche voraussetzen, dass die zu überprüfen- den Hypothesen vor Beginn der Stichprobenziehung formuliert und alternative Erklärungen für die zu erwartenden Ergebnisse gesucht werden. Einzig dann ist es machbar, die theoretisch relevanten Faktoren bei der Stichprobenziehung einzurechnen (vgl.: Wellenreuther 1982, S. 163).

Es existiert keine umfassende Theorie der Frageformulierungen, nur einige grobe Orientie- rungspunkte. „Befragung ist ein sozialer Prozess“ (Atteslander 2006, S. 145), der Fragen in einem komplizierten Zusammenhang stellt und unkontrollierbare Einflüsse betrachtet (vgl.: Atteslander 2006, S. 146). Da einem der Fragebogen meistens nicht auf Anhieb gelingt, emp- fiehlt es sich den Fragebogen in einem Vortest zu überprüfen bevor er als Forschungsinstru- ment eingesetzt werden kann. Einige Anhaltspunkte lassen sich als Kriterien für die Fragebo- genformulierung vorschlagen: Die Fragen sollten zunächst ausbalanciert sein. Das heißt, sie sollten so verfasst werden, dass jede mögliche Antwort für den Befragten gleichwertig ist. Es sollen keine Suggestivfragen gestellt werden, die eine bestimmte Antwort vorher festlegen und den Befragten in eine bestimmte Richtung beeinflussen. Eine Ausnahme stellt die Befra- gung zu Tabus dar, in der es nötig ist, dass der Befragte eine Tabuverletzung zugibt. Es ist wichtig eine Frage so zu formulieren, dass auch negative Alternativen zugegeben werden können. Außerdem sollten die Fragen möglichst konkret und in der Auffassungsgabe des Be- fragten gestellt werden. Hier wird die konkrete Darstellung eines Sachverhalts und weniger seine Einschätzung betont. Durch die globale Einschätzung komplexer Tatbestände erhält man nur Messungen, die man aufgrund unterschiedlicher Bezugssysteme nicht eindeutig in- terpretieren kann. Eine valide Antwort erhält man demnach eher, wenn das Verhalten so dar- gestellt wird, wie der Befragte es im Alltag kennt. Desweiteren sollten Fragen verständlich formuliert werden (kurze prägnante Sätze, einfache Begriffe, klar gegliedert), am besten in der Sprache des Befragten. Schließlich spielt noch die Eindeutigkeit eine Rolle: Fragen soll- ten möglichst eindeutig gestellt werden, denn oftmals ist es so, dass Fragen unterschiedlich verstanden werden, wenn schwammige Begriffe verwendet wurden oder es voneinander un- abhängig beantwortbare Sätze gibt (vgl.: Wellenreuther 1982, S. 166 ff.). Weiterhin sollten Fragen neutral formuliert sein, keine „belastenden“ Worte enthalten. Außerdem sollte man auf rein hypothetische Fragen weitestgehend verzichten, doppelte Negationen sind unzulässig und die Antwort auf die Frage sollte den Befragten nicht überfordern (vgl.: Schnell u.a. 2008, S. 335). Formuliert man eine Frage, muss man festsetzen, ob man die unterschiedlichen Ant- wortmöglichkeiten vorgibt oder nicht. Eine offene Frage enthält keine festgelegten Antwort- kategorien. Der Befragte soll seine Antwort völlig selbstständig formulieren. Die verschiede- nen Antworten der Befragten werden erst bei der Auswertung des Fragebogens kategorisiert. Bei geschlossenen Fragen erhält der Befragte alle relevanten Antwortmöglichkeiten nach Ka- tegorien sortiert. Die Aufgabe liegt demnach lediglich in der Auswahl „seiner“ Antwort. Of- fenheit bzw. Geschlossenheit einer Frage stellen also den Spielraum, der dem Befragten ge- lassen wird, dar. Es gibt drei verschiedene Typen von geschlossenen Fragen: Der Identifikati- onstyp verlangt die Antwort auf eine Frage nach der Nennung einer Person, Gruppe, eines Ortes, einer Zeit oder Nummer. Der Selektionstyp ist eine Frage mit vorgegebenen Alternati- ven, von denen mindestens zwei ausgewählt werden sollen. Der dritte Typ ist der „Ja-Nein- Typ“, welcher eine Antwort mit „ja“ oder „nein“ fordert (vgl.: Atteslander 2006, S. 136 f.). Die verschiedenen Frageformen erfordern unterschiedliche Leistungen vom Befragten. Bei einer offenen Frage muss man sich zunächst Gedanken über eine mögliche Antwort machen, während man bei einer geschlossenen Frage die verschiedenen Antwortalternativen vorgege- ben bekommt und zwischen ihnen abwägen muss (vgl.: Wellenreuther 1982, S. 170). Ge- schlossene Fragen bieten also eine größere Einheitlichkeit der möglichen Antworten und er- höhen damit die Vergleichbarkeit. Offene Fragen helfen dagegen Unwissenheit, Missver- ständnisse und neue Gegenstandsbereiche zu entdecken. Wenn Personen zu einem Thema gut informiert sind, bevorzugen diese offene Fragen, weil sich der Befragte mit seiner eigenen Meinung ernst genommen fühlt (vgl.: Atteslander 2006, S. 138 f.). Bei einer offenen Frage ist der Befragte stark durch die Erfahrungen und Erinnerungen der letzten Tage und Wochen geprägt, also die Vorkommnisse der jüngsten Zeit. Häufig stellt die offene Frage eine Über- forderung für den Befragten dar, weil ihm die Antwortalternativen womöglich gar nicht erst einfallen. Dagegen gestaltet sich die Auswertung von offenen Fragen im Gegensatz zu ge- schlossenen Fragen als eher schwierig und sehr zeitaufwändig, da oftmals nicht mehr auszu- machen ist, was der Befragte gemeint hat. Ein Nachteil bei einer geschlossenen Frageform ist, dass der Vorstellungsraum (Assoziationsfeld) unnötigerweise eingeengt wird. Weiterhin wirkt ein Fragebogen mit ausschließlich geschlossenen Fragen monoton und langweilig (vgl.: Wel- lenreuther 1982, S.171). Im Planungsstadium und bei einem Vortest sind demnach offene Fragen angebracht, da man hier vielseitige Informationen zu einem Problemfeld sammelt, um dann später geschlossene Fragen stellen zu können. Geschlossene Fragen dienen vor allem der Überprüfung von Hypothesen (vgl.: Atteslander 2006, S. 139). Eine besonders beliebte Form einer geschlossenen Frage ist die so genannte Ratingfrage, in der dem Befragten ein bestimmter Sachverhalt dargestellt wird, den er nach einer vorgegebenen Skalierung einschät- zen soll. Ein Nachteil dabei ist, dass die Befragten bei etwaiger Unsicherheit dazu neigen, ein mittleres Urteil zu fällen (vgl.: Wellenreuther 1982, S.170 ff.).

Ein Fragebogen lässt sich nur in seiner fertigen Form für einen Vortest zusammenstellen. Da- zu sind einige Vorarbeiten notwendig. Die Untersuchungsziele und Hypothesen müssen prä- zisiert und die Fragen zu den einzelnen Zielen formuliert werden. Diese Sammlung zu den verschiedenen Untersuchungsbereichen müssen in eine bestimmte Reihenfolge gebracht wer- den. Die erste Frage sollte leicht beantwortbar und allgemein verfasst sein. Danach sollte man sich daran orientieren, welche am schwierigsten bzw. indiskretesten sind und diese auch mög- lichst nah an den Anfang des Fragebogens setzen (vgl.: Wellenreuther 1982, S. 173 f.). Der Vortest wird im Idealfall die Kontinuität des Interviewablaufes anschließend bestätigen. Wei- terhin sollte es eine ausreichende Variation an Antwortmöglichkeiten geben, es sollte die Dauer der Befragung überprüft werden und das Interesse des Befragten sollte geweckt werden (vgl.: Schnell u.a. 2008, S. 347). Auch die statistischen Fragen nach dem Alter, Beruf oder Ähnlichem sollten am Anfang stehen. Zu Beginn sollte der Befragte noch kurz in einem Vor- spann über die Ziele der Untersuchung, die Bedeutung seiner Mitarbeit und die Anonymität in Kenntnis gesetzt werden, wodurch ein Bezugsrahmen festgelegt wird und bestimmte Ant- worttendenzen verstärkt oder geschwächt werden können. Diese Kontextbedingungen haben also einen großen Einfluss auf die Antworten der Befragten. Dies versucht man zu verhin- dern, indem man die verschiedenen Fragen willkürlich mischt, was aber wiederum dazu füh- ren kann, dass der Befragte sich eingeengt und „ausgequetscht“ fühlt und schlimmsten Falls sogar die Befragung abbricht. Deswegen werden die Fragen oft in einer sinngemäßen Reihen- folge gestellt, in der die Kontextabhängigkeit berücksichtigt werden muss (vgl.: Wellenreu- ther 1982, S. 173 ff.).

Jeder Fragebogen sollte, bevor er tatsächlich eingesetzt wird, an einer kleinen Gruppe von Befragten erprobt werden. Handelt es sich um professionelle Interviewer können schon 25 Testinterviews ausreichen, studentische Interviewer sollten mindestens 50 Vortests durchfüh- ren (vgl.: Schnell u.a. 2008, S. 349). Damit möchte man herausfinden, ob die Fragen eindeu- tig gestellt und verständlich formuliert sind sowie, ob eine Balance der Fragen möglich ist, so dass mehrere Antworten gegeben werden könnten. Der Befragte wird in dem Vortest darüber aufgeklärt, dass dies noch nicht der endgültige Fragebogen ist und man für jegliche Anmer- kungen und Verbesserungsmöglichkeiten offen ist. Um die Balance der Fragen zu ermitteln, bedient man sich einer einfachen statistischen Auswertung der Antworten auf die einzelnen Fragen. Entfallen auf eine Antwortmöglichkeit über 80 % der Antworten ist dies ein Hinweis auf eine zu geringe Balance und die Frage muss so überarbeitet werden, dass auch die anderen Antwortmöglichkeiten mehr gewählt werden (vgl.: Wellenreuther 1982, S. 176). Außerdem lassen sich so genannte „Random Probes“ verwenden, um herauszufinden, ob das Ausmaß der Intention der Frage mit dem Bezugsrahmen des Befragten übereinstimmt. Dazu hakt man bei einer Auswahl der Fragen - unmittelbar nachdem die Antwort gegeben wurde - nach. An- schließend versucht man anhand der Begründung des Befragten die gegebene Antwort vor- hersagen zu können (vgl.: Schnell u.a. 2008, S. 350). Des Weiteren muss das argumentative Gewicht (Validität) der einzelnen Fragen mit einberechnet werden. Es stellt sich die Frage: „Messen sie tatsächlich das, was sie messen sollen?“ (Wellenreuther 1982, S.176). Dazu soll- te man Beobachtbares mit Gefragten verknüpfen. Untersucht man beispielsweise das Verhal- ten von Lehrern im Unterricht, ist es nötig nicht nur die Schüler darüber zu befragen, sondern auch eigene Beobachtungen im Unterricht der Lehrer zu machen und diese miteinander zu verbinden. Dies kann sich als sehr zeitaufwendig erweisen, ist aber für einen Fragebogen als brauchbares Forschungsinstrument notwendig (vgl.: Wellenreuther 1982, S. 176 f.).

Um die Hauptuntersuchung durchführen zu können, sind eine Reihe von organisatorischen und inhaltlichen Vorarbeiten nötig. Darunter fallen die Überarbeitung des Fragebogens auf Basis des Vortests, die Validitätsprüfung, das Drucken, die Auswahl der Interviewer und de- ren Schulung sowie eine Stichprobenauswahl. Zur Schulung der Interviewer können bei- spielsweise Rollenspiele durchgeführt werden, in denen die Fähigkeiten des Interviewers erprobt werden. Anschließend folgt eine Kritik der anderen Teilnehmer, die sich unter Um- ständen auch auf ein Videofeedback stützen kann. Es soll dadurch ein durchweg freundliches Auftreten (unabhängig von den Antworten des Befragten) gelernt werden. Außerdem wird geprüft, ob der Interviewer dazu in der Lage ist, Hinweise und Fragen über die persönliche Meinung zu verstecken (vgl.: Wellenreuther 1982, S. 177) und wie er mit einem möglichen Täuschungsversuch oder Verweigerern umgeht (vgl.: Schnell u.a. 2008, S. 352).

Bei der Auswahl der Stichprobe muss man entscheiden, welche Art der Stichprobe angebracht ist. Untersucht man die politische Auffassung von Wahlberechtigten ist es ratsam eine Zufallsstichprobe der betreffenden Gesamtheit durchzuführen. Möchte man dagegen etwas über die Ausbildungsentscheidung von Abiturienten bezüglich der Entfernung zwischen Wohnort und Ausbildungsplatz herausfinden, empfiehlt es sich, eine kategorisierte Zufallsstichprobe auszuwählen (vgl.: Wellenreuther 1982, S. 177-178).

Insgesamt lässt sich sagen, dass bei der Planung eines Fragebogens gleichzeitig viele verschiedene Aspekte berücksichtig werden müssen, die in der folgenden Tabelle von Wellenreuther auf einem Blick zusammengestellt werden:

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Details

Seiten
51
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656651246
ISBN (Buch)
9783656651239
Dateigröße
590 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v203223
Institution / Hochschule
Universität Koblenz-Landau – Institut für Pädagogik
Note
1,3
Schlagworte
erwartungen einschätzungen studierender hinblick studium lehrveranstaltungen berücksichtigung studentinnenperspektive

Autor

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