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Neuere Entwicklung in der Lebensversicherung: Kapitalisierungsprodukte

Seminararbeit 2010 18 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Produktbeschreibung
2.1 Lebensversicherungsformen
2.2 Kapitalisierungsprodukte

3 Entwicklung von traditionellen Kapitallebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten
3.1 Nachfrageentwicklung von traditionellen Kapitallebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten
3.2 Nachfrageentwicklung von Verträgen gegen Einmalbeitrag
3.3 Auswirkungen für Bestandskunden

4 Schlussfolgerung

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Einmalbeitragszuwachs im Neugeschäft

Tabelle 2: Struktur der Einmalbeitrags-Policen

1 Einleitung

In den letzten Jahren gab es viele neue Entwicklungen im Lebensversicherungsgeschäft. Die vorliegende Seminararbeit behandelt das verstärkte Angebot von Kapitalisierungsprodukten durch die Versicherer und die neuere Entwicklung in der Lebensversicherung. Die neuen Produkte stehen oft in direkter Konkurrenz zu klassischen Bankprodukten. Anhand der Fachpresse ist zu erkennen, dass auf Kapitalisierungsprodukten ein stetig wachsender Fokus liegt.

2 Produktbeschreibung

2.1 Lebensversicherungsformen

Hinter dem Begriff Lebensversicherung stehen viele Produkte, welche mit zahlreichen Zusatzversicherungen ergänzt werden können, um Kunden einen optimalen Versicherungsschutz zu bieten. Folgende Lebensversicherungsprodukte sind für diese Arbeit relevant: die Risikolebensversicherung, die klassische Kapitallebensversicherung, die fondsgebundene Lebensversicherung, die private Rentenversicherung gegen laufende Beitragszahlung und die private Rentenversicherung gegen einen Einmalbeitrag.

Die Risikolebensversicherung, welche auch Todesfallversicherung genannt wird, ist eine Versicherung, die ausschließlich im Todesfall leistet, wenn dieser während der Vertragslaufzeit eintritt. Stirbt die versicherte Person nicht innerhalb der Vertragslaufzeit, erlischt der Versicherungsvertrag und es kommt zu keiner Leistung.[1] Folglich dient die Risikolebensversicherung nicht für die Altersversorgung sondern für die Hinterbliebenenversorgung. In vielen Fällen wird sie auch als Restschuldversicherung verwendet.

Die klassische Kapitallebensversicherung ist eine Versicherung mit langer Laufzeit. Sie ist eine Kombination aus Todesfallversicherung und Erlebensfallversicherung. Bei dieser Versicherungsform kommt es sowohl beim Todesfall, als auch beim Erlebensfall zur Leistung. Stirbt der Versicherungsnehmer innerhalb der Laufzeit des Vertrages, bekommt der Bezugsberechtigte die vereinbarte Versicherungssumme, welche auch als Todesfallleistung bezeichnet wird, ausbezahlt. Stirbt der Versicherungsnehmer während der Vertragsdauer nicht, so bekommt er die Erlebensfallleistung ausbezahlt.[2] Im Gegensatz zur oben genannten Versicherungsform dient diese nicht nur zur Hinterbliebenenvorsorge, sondern auch zur Altersvorsorge.

Die fondsgebundene Lebensversicherung hat im Grunde dieselbe Form wie die klassische Kapitallebensversicherung. Der Unterschied dieser beiden Produktformen besteht darin, dass es bei der fondsgebundenen Kapitallebensversicherung keine gesetzliche Beschränkung auf die Höhe des Aktienanteils gibt. Im Gegensatz zur klassichen Kapitallebensversicherung werden die Prämieneinnahmen nicht in einem Deckungsstock aufgebaut, sondern in Fonds investiert.[3] Als Deckungsstock wird das gesondert verwaltete Vermögen eines Versicherungsunternehmens bezeichnet. Dieses Vermögen dient zur Begleichung unmittelbarer Ansprüche der Versicherten.[4] Die fondsgebundene Lebensversicherung bietet dem Versicherungsnehmer eine Chance auf höhere Renditen bei positiver Wertentwicklung des Fonds. Es besteht jedoch auch ein gewisses Risiko bei negativer Wertentwicklung des Fonds, da es gibt keinen Garantiezins wie in der kapitalbildenden Lebensversicherung gibt.[5] Somit besteht die Gefahr einer sehr geringen Rendite. Beim Vergleich der beiden Produkte ist zu erkennen, dass die Kapitallebensversicherung eher für risikoaverse bzw. konservative Kunden und die fondsgebundene eher für risikofreudigere und renditeorientierte Kunden geeignet ist.

Die private Rentenversicherung gegen laufende Beitragszahlung ist eine Versicherungsform, bei der die Versicherungsleistung aus wiederkehrenden Zahlungen besteht. Je nach Vertragsgestaltung kann diese jährlich oder unterjährig sein.[6] Bevor die Rentenzahlungen beginnen, muss der Versicherte über eine vertraglich vereinbarte Zeit, auch Aufschubzeit genannt, Versicherungsbeiträge entrichten. Die häufigste Art der privaten Rentenversicherung ist die Leibrente, bei der die Versicherten die Rente bis zu ihrem Tod bekommen.

Bei der privaten Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag zahlt der Versicherungsnehmer einmalig einen hohen Beitrag bei Vertragsbeginn. Diese Versicherungsform ist zu unterscheiden in aufgeschobene Renten und sofortbeginnende Renten. Bei der aufgeschobenen Rente beginnt die Rentenzahlung erst zu einem späteren Zeitpunkt, während sie bei der sofort beginnenden Rente mit der Zahlung des Einmalbeitrags beginnt.[7]

2.2 Kapitalisierungsprodukte

Kapitalisierungsprodukte sind Produkte, bei denen kein biometrisches Risiko abgesichert ist. Es gibt einige Formen von Kapitalisierungsprodukten, wie zum Beispiel die Rückdeckung von Arbeitszeitkonten oder Parkdepots. Für die vorliegende Arbeit ist nur das Kapitalisierungsprodukt in Form des Parkdepots relevant. Daher wird lediglich diese Form genauer betrachtet. Die Funktion des Parkdepots besteht darin, dass fällig gewordenes Kapital der Kunden aus abgelaufenen Kapitallebensversicherungen geparkt wird. Dies gibt den Kunden die Möglichkeit, sich in Ruhe darüber Gedanken zu machen, wie sie ihr Kapital bestmöglich für ihre Altersversorgung anlegen können.[8]

Eine weitere und sehr bedeutende Form von Kapitalisierungsprodukten sind kurzfristige Verträge gegen Einmalbeitrag. Ein geeignetes Produkt hierfür ist die aufgeschobene Rente gegen Einmalbeitrag. Entgegen dem ursprünglichen Sinn des Produktes warten Kunden nicht bis die Aufschubphase zu Ende ist und beziehen dann ihre Rente, sondern sie kündigen die Verträge schon bevor die Aufschubphase endet. Da die vorzeitigen Kündigungen bereits vom Versicherer einkalkuliert werden, können die Stornogebühren relativ gering gehalten werden. Dadurch können Anleger eine Rendite von deutlich mehr als zwei Prozent erreichen.[9]

[...]


[1] Vgl. Lührs/ Kalenborn/ Vogel (2005), S. 99.

[2] Vgl. Koch (1995), S. 204.

[3] Vgl. o. V. (2009).

[4] Vgl. Hahn (2005), S. 144.

[5] Vgl. o. V. (2009).

[6] Vgl. Koch (1995), S. 206.

[7] Vgl. Koch (1995), S. 207.

[8] Vgl. Surminski (2010), S. 205.

[9] Vgl. Fromme (2010c).

Details

Seiten
18
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656292975
ISBN (Buch)
9783656293071
Dateigröße
612 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v203110
Institution / Hochschule
Universität Hohenheim
Note
Schlagworte
Neuere Entwicklung in der Lebensversicherung: Kapitalisierungsprodukte

Autor

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