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Folgen der Energiewende auf Produktion und Logistik und Lösungsansätze gegen nachteilige Folgen

Bachelorarbeit 2012 78 Seiten

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Gang der Untersuchung

2 Energiewende
2.1 Gründe für die Einleitung der Energiewende
2.1.1 Atomausstieg zur Risikominimierung und Etablierung einer nachhaltigen Wirtschaft
2.1.2 Abhängigkeit von Importen senken
2.1.3 Energiepreise senken
2.2 „Überraschender“ Atomausstieg und Einbeziehung der EU
2.3 Organisation und „Gemeinschaftswerk“
2.4 Umstiegskonzept
2.5 Stromnetz
2.6 Energieversorgungssicherheit
2.7 Finanzierung und Investitionen
2.8 Zusammenfassung Energiewende

3. Nachteilige Folgen der Energiewende auf Produktion und Logistik
3.1 Entstehende Kosten durch einen Stromausfall
3.2 Informationstechnologie und Telekommunikation
3.3 Nachteilige Folgen auf die Produktion
3.3.1 Steigende Energiepreise
3.3.2 Produktionsprozesse
3.3.3. Folgen auf die Informationstechnologie und Telekommunikation in der Produktion
3.4 Nachteilige Folgen der Energiewende auf die Logistik
3.4.1 Straße
3.4.2 Schiene
3.4.2 Luft
3.4.4 Wasser
3.4.5 Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs
3.4.6 Logistikprozesse
3.5 Zusammenfassung nachteilige Folgen der Energiewende auf Produktion und Logistik

4 Lösungsansätze gegen nachteilige Folgen der Energiewende
4.1 Generelle Lösungsansätze
4.1.1 Beleuchtungssysteme
4.1.2 Energie-Management-Software
4.2 Lösungsansätze für die Produktion
4.2.2 Energierückgewinnungssysteme
4.2.3 Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
4.3 Lösungsansätze für die Logistik
4.3.1 Gigaliner
4.3.2 „intelligentes“ Verladungsmanagement
4.3.3 Wechsel zu energiesparenden Transportwegen
4.4 Zusammenfassung Lösungsvorschläge für Produktion und Logistik

5. Maßnahmen des Staates zur Umsetzung der Energiewende
5.1 Netzausbau und Smart-Grids
5.2 Energiezwischenspeicher
5.3 Zusammenfassung Maßnahmen des Staates für die Umsetzung der Energiewende

6. Fazit

Glossar

Anhang

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

März 2011: Ein Erdbeben der Stärke 9,0 auf der Richterskala und eine dadurch ausgelöste Tsunami erschüttern Japan. Die Kühlungen mehrerer Atomkraftwerken (AKW) fallen aus. Kernschmelzen sind nicht mehr zu verhindern und haben katastrophale Auswirkungen. Tausende Menschen werden aus den betroffenen Regionen evakuiert. Ihre Häuser und Wohnungen sind aufgrund der schädlichen Strahlung unbewohnbar und etliche Hektar Ackerland können nicht mehr bewirtschaftet werden.[1]

Zur gleichen Zeit schließen sich in Deutschland immer mehr Menschen in Gruppen zusammen, um für den Ausstieg aus der Atomenergie zu demonstrieren. Die Bundesregierung leitet unverzüglich die Energiewende[2] ein: Es erfolgt unmittelbar die Abschaltung der sieben ältesten Kernkraftwerke sowie des AKW Krümmel. Die Laufzeitverkürzung der Atomkraftwerke sieht vor, dass die verbliebenen neun Kernkraftwerke schrittweise bis zum Jahr 2022 vom Netz genommen werden sollen.[3] Der Beschluss über die Energiewende zielt vor allem auf den vermehrten Einsatz von erneuerbaren Energien[4] (EE) und den damit zusammenhängenden Aufbau einer dezentralen Energieerzeugung ab.[5] Aufgrund dieser Dezentralisierung und die, durch die abgeschalteten AKW entstandene Versorgungslücke, sieht sich die Wirtschaft durch mögliche Spannungsschwankungen und Netzausfällen bedroht. Darüber hinaus befürchtet die Industrie steigende Strompreise und somit auch den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit.[6] Bereits jetzt stellen diese Auswirkungen für die produzierende Industrie und die Logistikbranche eine enorme Herausforderung dar.[7]

Die Bundesregierung bezeichnet die Energiewende als ein Gemeinschaftswerk. Eine erfolgreiche Umsetzung ist abhängig von dem Engagement der privaten Haushalte, Kommunen und Unternehmen.[8] Demnach haben auch die Produktions- und Logistikbetriebe Verantwortung zu übernehmen und Ihren Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Ungewiss ist bisher, ob die Energiewende innerhalb eines Jahrzehnts zu schaffen ist. Ein zu langsam voranschreitender Ausbau der EE sowie des Stromnetzes, zu geringe Investitionen in Brückenenergien und fehlende Finanzmittel für technische Innovationen werden bemängelt.[9] In dieser Arbeit soll daher auf folgende Frage eine Antwort gefunden werden: Welche nachteilige Folgen hat die Energiewende auf die Produktion und Logistik in Deutschland und welche Lösungsansätze liegen vor, um diesen nachteiligen Folgen entgegenzuwirken?

1.1 Einführung in das Thema

Das Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, welche nachteiligen Folgen die Realisierung der Energiewende auf die deutsche Produktion und Logistik hat. Weiterführend soll untersucht werden, welche Lösungen für diese Folgen vorliegen, die von Produktions- und Logistikbetrieben eingesetzt werden (können) und ferner, welche Maßnahmen der deutsche Staat einzuleiten hat, um die Umsetzung der Energiewende zu ermöglichen. Mit der Beantwortung der Leitfrage, lässt sich gleichzeitig feststellen, ob die Produktions- und Logistikunternehmen in Deutschland auf die Energiewende vorbereitet sind.

Eine weitere Problemschicht, die es zur Zielerreichung dieser Arbeit zu betrachten gilt, befasst sich mit der Frage, ob eine Realisierung der Energiewende auf Basis der zur Zeit der Erstellung dieser Arbeit vorliegenden Gegebenheiten und getroffenen Maßnahmen möglich ist.

Das Thema dieser Arbeit sowie die Beantwortung der übergeordneten Fragestellung (siehe Kapitel 1) haben eine herausragende Bedeutung für die Produktions- und Logistikunternehmen in Deutschland. Als eines der führenden Industrienationen, weist Deutschland eine starke wirtschaftliche Abhängigkeit von einer sicheren Stromversorgung auf. Bis zur Einleitung der Energiewende hat eine hohe Zuverlässigkeit der Stromversorgung Deutschland im internationalen Vergleich einen Standortvorteil gewährleistet und anteilig für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gesorgt.[10] Auch eine Verstärkung des Anstiegs der Energiepreise, was als eine Folge der Energiewende befürchtet wird, kann sich nachteilig auf Deutschland mit Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit sowie Standortswahlentscheidungen von Unternehmen auswirken und sogar zu Abwanderungen führen.[11] Im schlimmsten Fall kann es sogar zu notgedrungenen Betriebsschließungen kommen, sodass die Arbeitslosigkeit steigt und der allgemeine Wohlstand in Deutschland sinkt. Insbesondere auf die Industrie können die möglichen nachteiligen Folgen der Energiewende verheerende Auswirkungen haben. Diese haben eine existenzielle Bedeutung für die deutsche Wirtschaft und sorgt u.a. mit ihren zahlreichen Exportgütern für ein seit Jahren anhaltendes hohes Außenhandelssaldo.

Mit der Beantwortung der Leitfrage kann daher in einem übergeordneten Rahmen gesagt werden, inwieweit die deutsche Wirtschaft, insbesondere in den Bereichen Produktion und Logistik, durch mögliche nachteilige Folgen der Energiewende gefährdet ist.

1.2 Gang der Untersuchung

Diese Arbeit ist in sechs Kapitel gegliedert, wobei die Kapitel 2 bis 5 den Hauptteil darstellen. Um die Übersichtlichkeit zu bewahren, erfolgt am Ende eines jeweiligen Hauptkapitels eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte.

In dieser Arbeit wird zunächst der Beschluss über die Energiewende durch die Bundesregierung erläutert (Kapitel 2). In diesem Zusammenhang wird auf die Gründe für die Energiewende eingegangen (Kapitel 2.1). Im weiteren Verlauf wird der Aufbau der Energiewende analysiert und untersucht, ob die notwendigen Voraussetzungen für die Umsetzung der Energiewende gegeben sind (Kapitel 2.2 – 2.7). Das Ziel der Untersuchung des Kapitels 2 ist es festzustellen, ob eine Realisierung der Energiewende unter den gegebenen Voraussetzungen ohne Beeinträchtigungen für die deutsche Wirtschaft möglich ist. Hier werden bereits Gefahrenquellen aufgezeigt, die sich auf die Produktion und Logistik auswirken können.

Im darauffolgenden Kapitel 3 werden die Folgen der Energiewende auf Produktion und Logistik betrachtet. Die Unterkapitel werden vor dem Hintergrund einer möglichen Beeinträchtigung des deutschen Stromnetzes (z.B. Netzschwankungen und Stromausfällen) sowie eines verstärkenden Effektes des Anstiegs der Energiepreise aufgrund der Einleitung der Energiewende betrachtet. Zunächst werden hier die allgemeinen finanziellen Folgen eines Stromausfalls auf die deutsche Wirtschaft analysiert (Kapitel 3.1). Nachfolgend wird ein Szenario für den Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IT/TK) im Falle eines Elektrizitätsausfalls dargestellt (Kapitel 3.2). Dieses Kapitel dient vor allem zur Erläuterung der hohen Stromabhängigkeit von IT/TK. Anschließend wird eine Unterteilung in Folgen der Energiewende auf die Produktion (Kapitel 3.3) und in Folgen der Energiewende auf die Logistik (Kapitel 3.4) vorgenommen. Bezüglich der Produktion werden die Auswirkungen steigender Energiepreise (Kapitel 3.3.1) sowie die Folgen eines instabilen Stromnetzes auf Produktionsprozesse (Kapitel 3.3.2) betrachtet. Analog hierzu werden bei der Betrachtung der Logistik die Auswirkungen steigender Kraftstoffpreise (Kapitel 3.4.5) und die Folgen eines Stromausfalls auf Logistikprozesse (Kapitel 3.4.6.) analysiert. Aufgrund der Tatsache, dass zahlreiche Herstellungsverfahren abhängig von funktionierenden IT/TK-Systemen sind, werden die Folgen auf die IT/TK nochmals näher im Bereich der Produktion erläutert (Kapitel 3.3.3). Eine solche existenzielle Abhängigkeit lässt sich in der Logistik nicht finden. Hier wird sich den Auswirkungen eines Elektrizitätsausfalls bezüglich verschiedener Transportwege von Gütern gewidmet (Kapitel 3.4.1 bis 3.4.4).

Im Kapitel 4 erfolgt die Untersuchung verschiedener Lösungsansätze im Bereich der Produktion und Logistik gegen nachteilige Folgen der Energiewende. Im ersten Schritt werden hier generelle Lösungsvorschläge, die in beiden Bereichen eingesetzt werden können, vorgestellt (Kapitel 4.1). Danach erfolgt analog zu den Kapiteln 3.3 und 3.4 eine Untergliederung in Lösungsvorschläge für die Produktion (Kapitel 4.2) und in Lösungsvorschläge für die Logistik (Kapitel 4.3). Aufgrund der zahlreichen, auf den Markt verfügbaren, Technologien, die zur Lösung gegen nachteilige Folgen eingesetzt werden können, werden jeweils nur einige gängige und zukunftsträchtige Lösungsansätze untersucht. In den Kapiteln 4.2 und 4.3 werden Kategorisierungen der Lösungsansätze zur Verbesserung der Übersichtlichkeit vorgenommen.

Im fünften Kapitel werden die geplanten sowie möglichen Maßnahmen des Staates, die für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende notwendig sind, erläutert. Aufgrund einer enormen Bandbreite von Maßnahmen seitens des Staates, wird sich auf zwei existenzielle Bereiche (Kapitel 5.1 und 5.2), in denen der Staat die Rahmenbedingungen zu schaffen und weitere unterstützende Leistungen anzubieten hat, beschränkt.

Im sechsten Kapitel, dem Fazit, werden die Erkenntnisse zusammengefasst und die Arbeit einer kritischen Würdigung ausgesetzt.

Das Thema dieser Arbeit wird, wenn nicht vorher explizit anders angegeben, aus Sicht der deutschen Unternehmen, dabei überwiegend aus der Perspektive der Produktions- und Logistikunternehmen, betrachtet. Eine Ausnahme stellt dabei das fünfte Kapitel, Maßnahmen des Staates zur Umsetzung der Energiewende, dar. Hier werden zu Beginn jedes Unterkapitels zuerst die notwendigen Maßnahmen aus Sicht der Bundesregierung und nachfolgend aus dem Blickwinkel von regierungsunabhängigen Experten sowie deutscher Unternehmen untersucht.

2 Energiewende

Im Zuge der Reaktorhavarie in Fukushima im März 2011 beschloss die Bundesregierung die Energiewende: Die im Energiekonzept dargestellte Rolle der Atomenergie wurde neu bewertet und die sieben ältesten Kernkraftwerke sowie das AKW Krümmel wurden dauerhaft stillgelegt. Darüber hinaus soll der Betrieb der verbliebenen neun Atomkraftwerke schrittweise bis zum Jahr 2022 eingestellt werden.[12] Nach Auffassung der Bundesregierung ist der Atomausstieg innerhalb eines Jahrzehnts durchführbar.[13] Als übergeordnetes Ziel wird die Vollversorgung durch EE angestrebt.[14]

Die Ethik-Kommission arbeitete im Auftrag der Bundesregierung eine Zusammenfassung mit Erläuterungen zu Maßnahmen auf Basis des Beschlusses über die Energiewende aus.[15] Diese stellen den Ausgangspunkt für die nachfolgenden Unterpunkte dar.

Zunächst wird auf die Gründe für die Einleitung der Energiewende eingegangen. Darauf folgt die Analyse des Aufbaus der Energiewende und es wird untersucht, ob die notwendigen Voraussetzungen für die Umsetzung der Energiewende gegeben sind. Hier werden bereits Gefahrenquellen aufgezeigt, die sich auf die Produktion und Logistik auswirken können.

2.1 Gründe für die Einleitung der Energiewende

Deutschland hat als einziger Staat der Welt den Weg des Atomausstiegs eingeschlagen und strebt durch einen umfangreichen Umbau gewisser Strukturen ein nachhaltiges Energieerzeugungssystem an. Für diesen Schritt liegen unterschiedliche Motive vor, auf die in den folgenden Absätzen genauer eingegangen wird.

2.1.1 Atomausstieg zur Risikominimierung und Etablierung einer nachhaltigen Wirtschaft

Der Hauptgrund für die Einleitung der Energiewende liegt für die Bundesregierung in den von der Kernenergie ausgehenden Risiken. Die Möglichkeit die Atomenergie durch risikoärmere EE zu ersetzen, soll wahrgenommen werden.[16] Als ausschlaggebender Anlass wird hierfür die Kernschmelze im März 2011 in Japan genannt. Diesbezüglich ist zu betonen, dass sich das Risiko der Kernenergienutzung durch die Reaktorhavarie nicht verändert hat, jedoch die Risikowahrnehmung der Menschen.[17]

In Deutschland wurde die Kernenergie einst als eine wohlstandsnährende, nahezu endlose Energiequelle mit kontrollierbaren Risiken angesehen.[18] Überdies wird bei der Erzeugung von Strom durch Atomkraftwerke anders als bei Kohlekraftwerken nahezu kein Kohlenstoffdioxid (CO2) emittiert. Diese Eigenschaft gewinnt mit dem wachsenden Bewusstsein für die Auswirkungen des Klimawandels an Bedeutung.[19] Der Klimaschutz ist auch ein weiteres Ziel der Energiewende. Hier wird sich auf die europäischen Vorgaben (Europa 2020) bezogen. Es sind vor allem Maßnahmen im Verkehrsbereich zu treffen, um die Emissionen an CO2 zu senken. 2010 wurden durch den Verkehr 154 Millionentonnen (Mt) an CO2 ausgestoßen. Im Vergleich dazu lag der Wert der CO2 –Emissionen durch Industrieprozesse nur bei einem Drittel. Der Verkehr hat einen Anteil von ca. 18,5% an den Gesamtemissionen.[20] Aufgrund der Vorgaben von Europa 2020 hat Deutschland seine gesamten CO2 –Emissionen um 30% (gegenüber dem Niveau von 1990) bis zum Jahr 2020 zu senken.[21] Mit Blick auf den bisherigen Fortschritt muss Deutschland zur Zielerreichung in den nächsten Jahren „nur“ noch ca. 15 bis 16 Mt an CO2 –Emissionen pro Jahr einsparen. Auf den Verkehrssektor entfallen hier (unter Berücksichtigung seines Anteils an den Gesamtemissionen von 18,5%) rund 2,85 Mt, die es pro Jahr bis 2020 einzusparen gilt.[22]

Überdies haben sich einige Länder mit der Unterschreibung des Kyoto-Protokolls dazu verpflichtet ihre CO2-Emissionen zu verringern. Eine kernenergiebasierende Energieversorgung kann unter Umständen das Einhalten dieser und der weiter oben genannten Vereinbarungen erleichtern.

Diese Faktoren sind vermutlich ausschlaggebend für die weltweit fortbestehende Nutzung der Kernenergie sowie den Bau von 52 Atomkraftwerken in den nächsten Jahren. Zusätzlich befinden sich 83 AKW in Genehmigungsverfahren und für weitere 125 werden derzeitig Vorplanungen getroffen. Im Jahr 2009 trugen 437 Kernkraftwerke zur Stromerzeugung bei. Die Anzahl der AKW wird sich bis zum Jahr 2020 voraussichtlich auf knapp 700 erhöhen.[23]

An dieser Stelle ist auf ein mögliches Konfliktpotenzial hinzuweisen. Deutschland hat sich im europäischen sowie weltweiten Kontext dazu verpflichtet die CO2-Emissionen zu senken.[24] Unter Berücksichtigung dieser Tatsache darf der Atomausstieg nicht zu Lasten des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit gehen.[25] Mit dem Ausstieg aus der Kernenergie zielt Deutschland auf die Etablierung einer nachhaltigen Wirtschaft an, wobei diese mit einem vermehrten Einsatz an EE realisiert werden soll.[26] Der bis zur Einleitung der Energiewende erzeugte Strom aus Kernenergie von 1.533 Petajoule (PJ)[27] jährlich[28] ist zukünftig nach Auffassung der Bundesregierung durch erneuerbare Energieträger „Wind, Sonne, Wasser, Geothermie und Biomasse“[29] zu substituieren. In diesem Zusammenhang sind überdies eine effektivere Energienutzung sowie die Steigerung der Produktivität der Energieerzeugung dringend notwendig.[30]

2.1.2 Abhängigkeit von Importen senken

Ein weiterer ausschlaggebender Grund für die Einleitung der Energiewende ist die starke Abhängigkeit von den Energieträger- und Stromimporten aus dem Ausland. Diese müssen nach Ansicht der Bundesregierung gesenkt werden.[31] Deutschland verfügt im Hinblick auf fossile Energieträger über nahezu keinerlei Ressourcen. Eine Ausnahme stellen die hohen Braunkohlevorkommen dar. Im Vergleich zu den anderen fossilen Energieträgern weist Braunkohle jedoch nur einen sehr geringen Heizwert von 9.004 Kilojoule (kJ) auf. Beispielsweise hat Steinkohle einen Heizwert von 3.0116 kJ und Erdöl von 4.2556 kJ.[32] Diese und weitere energiereiche Rohstoffe können zum größten Teil nur über das Ausland bezogen werden. Die Konsequenz lässt sich anhand der deutschen Nettoimporte erkennen, die 2010 rund 70% betrugen. Ausschlaggebend für diesen Wert ist unter anderem die Einfuhr von Kernenergie (Uran), die zu 100% aus dem Ausland bezogen wird.[33] Bis zum Ende des Jahres 2022 wird dieser Wert auf 0 gesunken sein. Ob sich die Nettoimporte bis dahin auch um genau den Anteil der Urannettoimporte verringern werden, ist abhängig von einer schnellen und erfolgreichen Umsetzung der Energiewende.

An dieser Stelle ist auf ein mögliches Konfliktpotenzial aufmerksam zu machen. Die aufgrund der Abschaltung der Atomkraftwerke entstehende Stromversorgungslücke muss unter Umständen teilweise durch Elektrizitäts- und Energieträgerimporten gedeckt werden. Hier muss zum einen darauf geachtet werden, dass weder Strom aus Kernenergie noch aus hoch CO2–emittierenden Erzeugungsprozessen eingeführt wird. Dies würde sonst der aktuellen Energiepolitik der Bundesregierung widersprechen.[34] Ferner ist zu beachten, dass keine einseitigen Importabhängigkeiten entstehen. Diesbezüglich empfiehlt die Bundesregierung weiterhin einen Energie-Mix, d.h. die Bereitstellung von Energie aus unterschiedlichen Energieträgern, beizubehalten. Hierfür sind Maßnahmen im Bereich des europäischen Netzausbaus zu treffen, um den Austausch von Strom zu unterstützen (siehe Kapitel 2.5 und 5.1).[35]

Außerdem ist anzumerken, dass Deutschland vor dem Atommoratorium zwar teilweise seinen Energiebedarf durch Stromimporte deckte (z.B. bei temporären oder regionalen Engpässen, insbesondere in Süddeutschland), insgesamt jedoch als Stromexporteur in Europa fungierte. Nach der Stilllegung von 8 Kernkraftwerken verzeichnet Deutschland eine negative Stromaußenhandelsbilanz.[36] So betrugen die Nettostromexporte Deutschlands vom 1. Januar bis zum 16. März 2011 im Durchschnitt 85,5 Gigawattstunden (GWh) pro Tag. Nach dem Moratorium, zwischen dem 17. März und dem 24. März lagen die Nettostromexporte im Schnitt am Tag bei -39,9 GWh.

Ansätze einseitiger Importabhängigkeiten sind allerdings bereits hinsichtlich des Erdgases zu verzeichnen. Zu Beginn des Jahres 2012 wurde das Erdgas in Europa knapp. Eine Ursache ist, dass in einigen europäischen Ländern die Energie generell in den Kälteperioden nicht ausreicht. Im vergangenen Winter heizten zusätzlich viele Verbraucher mit Gas. Überdies belieferte Gazprom an erster Stelle das eigene nationale Gebiet, welches unter Engpässen litt, sodass 20 bis 30% weniger Gas nach Europa geliefert wurden. Energiekonzerne hatten bereits die Verbraucher aufgefordert Energie einzusparen, um Netzausfällen vorzubeugen. Die Industrie trifft es im Ernstfall am schlimmsten, da gesetzlich festgeschrieben ist, dass „die Versorgung der Haushalte mit Wärme Vorrang vor der Belieferung der Industrie hat“.[37] Dies geht aus dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) hervor. Demnach besteht eine Pflicht zur Sicherstellung der Grundversorgung an Erdgas für Haushalte, wenn die Versorgung zum Teil unterbrochen ist oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas besteht (siehe Anhang Punkt b ). Für die Industrie gibt es keine entsprechenden Vorschriften.

2.1.3 Energiepreise senken

Mit der Reduzierung der Strom- und Energieträgerimporten geht auch die Abkopplung von den weltweiten, stetig steigenden Energiepreisen einher. Für Deutschland haben sich beispielweise die Rohöleinfuhrpreise von 201,60 €/t im Jahr 2001 auf 591,15 €/t im Jahr 2011 erhöht. Damit hat sich der Preis innerhalb des letzten Jahrzehnts nahezu verdreifacht. Bei anderen Energieträgern wie z.B. Erdgas und Steinkohle ist eine ähnliche Entwicklung, wenn auch etwas schwächer ausgeprägt, zu erkennen.[38] Diese Preissteigerungen sind vor allem auf die Tatsache zurückzuführen, dass diese fossilen Brennstoffe endlich sind und mittlerweile kostenintensivere Verfahren für die Erschließung von immer tiefer gelegener Vorkommen einzusetzen sind.

Der Preis für Öl und Gas wird primär vom Weltmarkt festgelegt, wohingegen der Strompreis generell von der Politik in dem jeweiligen Staat bestimmt wird. Durch den Ausbau der EE kann zukünftig auf einen Großteil fossiler Energieträger zur Energieerzeugung und -bereitstellung verzichtet werden, sodass theoretisch mit sinkenden Energiekosten zu rechnen ist.[39] Dies lässt sich auf den Merit-Order-Effekt zurückführen. Wenn die Erzeugung von Strom aus EE sehr hoch ist (z.B. zur Mittagszeit, wo die Sonneneinstrahlung sehr stark ist), werden weniger kostenintensive Spitzenlastkraftwerke zum Ausgleich benötigt. Das Resultat sind demnach sinkende Strompreise für die Verbraucher.[40] Konsequenterweise reduzieren sich damit auch die Gewinne der Betreiber der Spitzenlastkraftwerke.[41] Hier wird bereits das Investitionsrisiko für leistungsstarke Kraftwerke deutlich (siehe Kapitel 2.7). Diese stellen jedoch eine unerlässliche Brückentechnologie in der Energiewende dar.[42]

In vielen Studien wurde hingegen festgestellt, dass die Energiewende den Strompreis weiter ansteigen lassen wird, da kostenintensive Investitionen zu tätigen sind (siehe Kapitel 3.3.1).[43] Diese Kosten werden im Merit-Order-Effekt nicht berücksichtig. Überdies übt die vermehrte Nutzung EE nur einen kurzfristigen Preiseffekt aus, da sich ab einem gewissen Zeitpunkt die Struktur des Einsatzes konventioneller Kraftwerke anpasst und ein neuer Merit-Order erzeugt wird.[44] An dieser Stelle ist wichtig zu erwähnen, dass die Bundesregierung von sinkenden Elektrizitätspreisen durch den Ausbau der EE ausgeht. Sie ist der Auffassung, dass ab einem gewissen Zeitpunkt „zusätzliche Stromkapazitäten tendenziell preissenkend“[45] wirken. Aufgrund des weltweiten Anstiegs der Energiepreise und weiterer Faktoren, die auf den Strompreis einwirken, ist allgemein schwierig zu sagen, welcher Anteil der preislichen Entwicklung in Zukunft auf den Atomausstieg zurückzuführen sein wird.[46]

Niedrige Strompreise sowie die Kalkulierbarkeit künftiger aufzubringender Kosten für Elektrizität sind insbesondere für die deutsche Industrie von hoher Bedeutung. Im europäischen Vergleich sind die Elektrizitätspreise für die deutsche Industrie bereits vor dem Atommoratorium relativ hoch gewesen. 2010 kostete z.B. eine Kilowattstunde (kWh) 11,55€, wobei der europäische Durchschnittspreis bei 10,32€ lag. Nur Italien, Zypern, Malta und die Slowakei liegen über den deutschen Wert.[47] Die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen darf durch einen weiteren Strompreisanstieg als eine Folge der Energiewende nicht gefährdet werden.

2.2 „Überraschender“ Atomausstieg und Einbeziehung der EU

Das Atommoratorium wurde in den Medien als ein ungeplantes Ereignis dargestellt. Tatsächlich hatte aber bereits im Jahr 2000 die damalige Bundesregierung die Laufzeitbefristung der AKW auf das Jahr 2021 festgelegt.[48] Ein Jahr vor der Reaktorhavarie in Japan wurden diese zwar wieder deutlich um einige Jahre verlängert, dennoch gab es immer das Ziel des zukünftigen Ausstiegs aus der Kernenergie.[49] Ferner verfolgt die Bundesregierung schon seit 2002 eine umfangreiche Strategie, um eine nachhaltige Wirtschaft zu etablieren.[50] Dennoch ist anzumerken, dass die großen Energieversorgungsunternehmen (EVU) eine unerwartete sofortige Stilllegung der sieben ältesten Kernkraftwerke sowie des AKW Krümmel im Jahr 2011 nicht einkalkulieren konnten. Aufgrund von fehlenden Umsätzen aus der Kernenergie, können nur im geringen Maße Investitionen in EE zur eigenen Existenzsicherung sowie zur Deckung der entstandenen Versorgungslücke getätigt werden. Beispielsweise führte bei E.On die Stilllegung von fünf seiner AKW im Jahr 2011 zu einem Gewinnrückgang um 70%. Das Unternehmen hatte ursprünglich geplant in den kommenden Jahren 7,5 Mrd. € in EE zu investieren. Mit den unerwarteten Umsatzeinbußen wird dies in diesem Umfang nicht möglich sein und u.U. wird die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns beeinträchtigt.[51] Hier hat der Staat entsprechende Unterstützung zu leisten.

In erster Linie ist wichtig zwischen der Abschaltung der Kernkraftwerke und dem Atomausstieg zu differenzieren. Die Abschaltung ist im Wesentlichen ein rechtlicher und technischer Prozess, wohingegen der Ausstieg einen komplexeren Werdegang umfasst. Zwischenziele sind zu setzen, Transparenz muss geschaffen werden und die „europäische Einbindung Deutschlands“[52] ist zu berücksichtigen.[53] Allerdings kommt gerade der letzte Punkt in den Ausführungen der Ethik-Kommission zur Energiewende zu kurz. Deutschland agierte bisher überwiegend als ein Energieexporteur in Europa. Mit dem Atomausstieg wird sich die Lage, wie bereits eine erste Untersuchung zeigt (siehe Kapitel 2.2.1), vermutlich verändern. Deutschland wird als Energielieferant für die europäischen Partner weitestgehend ausfallen, daher sollte die Abschaltung der übrigen Atomkraftwerke bei einer Verzögerung des Ausbaus an EE insbesondere mit den Nachbarstaaten abgestimmt werden.[54]

2.3 Organisation und „Gemeinschaftswerk“

Für die Organisation und Kontrolle der Umsetzung der Energiewende wurde mittlerweile ein Amt für einen unabhängigen parlamentarischen Beauftragten im deutschen Bundestag und ein Nationales Forum Energiewende eingerichtet. Der parlamentarische Beauftragte gleicht den Ist- und Soll-Zustand der Fortschritte mit Hilfe eines Monitoring-Prozesses miteinander ab. Er hat mindestens jedes Jahr einen Energiewende-Bericht über den Stand der Umsetzung der geplanten Maßnahmen vorzulegen. In diesem hat er auch auf Verzögerungen der Realisierung der Energiewende hinzuweisen und Gegenmaßnahmen zu entwerfen. Das Ziel des Forums ist es hingegen, das Interesse der Gesellschaft zu wecken und diese anzuregen sich einzubringen.[55]

Die Ethik-Kommission bezeichnet die Energiewende als ein „Gemeinschaftswerk“. Nur mit Hilfe der Unterstützung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kann die Wende erfolgreich bewerkstelligt werden.[56] Wichtige Beteiligte sind: Kommunen, Energieversorger und –verbraucher (z.B. Industrie und Haushalte), Netzbetreiber und Produktentwickler (z.B. für energieeffizientere Produkte).[57] Die Bundesregierung weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Verzögerungen bezüglich der Umsetzung auftreten können.[58]

Aufgrund der Reaktorhavarie in Fukushima haben die deutschen Bürger das Vertrauen in die Aussagen der Experten über die Sicherheit der Kernenergie verloren. Die Menschen wollen sich nicht mehr auf Experten verlassen, sondern miteinbezogen werden und eine klare Transparenz erkennen.[59] Dieser Aspekt ist in der Organisation und Durchführung des „Gemeinschaftswerkes“ zu berücksichtigen. Eine gute Möglichkeit für die Beteiligung der Bürger an Entscheidungen (z.B. auf Ebene von Genossenschaften oder Kommunen) bietet u.a. die angestrebte dezentrale Energieversorgung.[60] Darüber hinaus können Privathaushalte auch in eigene Energieerzeugungsanlagen auf Basis EE investierten.

Des Weiteren werden die Verbraucher aufgefordert sich eine nachhaltigere Lebensweise anzueignen und im Zuge dessen auf Produkte zurückzugreifen, die unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit hergestellt worden sind bzw. zur Unterstützung dieser beitragen.[61] Seit einigen Jahren ist bereits ein Trend bezüglich der Nachfrage nach nachhaltigen Erzeugnissen zu verzeichnen.[62] Dies lässt sich auch an dem steigenden Angebot solcher Produkte erkennen.

Im Kontext des „Gemeinschaftswerkes“ nimmt die Wissenschaft und Forschung eine herausragende Rolle ein. Die deutsche Wirtschaft steht für Innovationen und Qualität. Die Bundesregierung rechnet daher mit zahlreichen effektiven Lösungen für die Realisierung der Energiewende.[63] Eine wichtige Aufgabe wird beispielsweise die Entwicklung weiterer Stromspeichertechniken sein (siehe Kapitel 5.2).[64]

2.4 Umstiegskonzept

Ein übergeordnetes Planungskonzept für den Umstieg von der Atomenergie auf EE, welches eine eindeutige Richtung vorgibt, ist unerlässlich für die deutsche Wirtschaft. Dieses ist beispielsweise wichtig für die Berechnung der Rentabilität von Investitionen und somit auch ferner für die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Kontext.[65]

Die Beschlüsse des Energiekonzeptes von 2010 (mit Ausnahme der Darstellung der Atomenergie) und der Energiewende 2011 bilden gemeinsam die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung ab.[66] Nach Auffassung einiger Experten stellen diese noch kein klares Umstiegskonzept dar. Maßnahmen werden teilweise nur angerissen und Finanzierungsmöglichkeiten werden nur oberflächlich behandelt (siehe Kapitel 5 sowie nachfolgende Unterkapitel). Daraus resultiert eine fehlende Akzeptanz der Bevölkerung sowie von Unternehmen. Die Behebung dieses Missstandes ist zeitnah durchzuführen, damit auch potenziellen Investoren mehr Sicherheit gegeben werden kann. Diese stellen eine bedeutende Prämisse für eine erfolgreiche Realisierung der Energiewende dar.[67]

2.5 Stromnetz

Mit dem geplanten zunehmenden Einsatz EE geht eine Dezentralisierung der Energieerzeugung einher. Kommunen, Privathaushalte und Unternehmen werden künftig vermehrt selbst Strom ins Netz speisen.[68] Hierfür sind umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen notwendig.[69] Die Stromnetze sind nicht nur auszubauen, sondern sie müssen auch zu einem Smart Grid umgebaut werden (siehe Kapitel 5.1). Überdies ist die Nutzung und evtl. der Bau mehrere Speicherkraftwerke erforderlich (siehe Kapitel 5.2),[70] um den Strom aus EE bei temporär größerer Elektrizitätserzeugung als –verbauch zwischenzuspeichern. Bei Engpässen kann der Strom wieder ins Netz gespeist werden. Eine bedeutende Funktion haben hierbei die Netzbetreiber. Nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) sind diese dazu verpflichtet Stromerzeugungsanlagen auf Grundlage EE an ihr Stromnetz anzuschließen sowie die daraus resultierenden Kosten selbst zu tragen. Überdies müssen sie den daraus erzeugten Strom vorrangig abnehmen (siehe Anhang Punkt c).

In einigen anderen Ländern der Erde gibt es schon seit Jahrzehnten dezentrale Energieversorgungssysteme. In vielen Fällen, wie z.B. in Australien, Indien und Alaska, wo Regionen mit einer geringen Bevölkerungsdichte anzufinden sind, gibt es keine Alternative zu einem dezentralen Stromversorgungssystem im Rahmen von Wirtschaftlichkeitsaspekten.[71] Ein solches System ist demnach grundsätzlich realisierbar und verspricht überdies Schutz vor weitläufigen Stromausfällen. Der Grund hierfür ist die regionale Verbindung der Stromerzeugung mit dem –verbrauch.[72] Auswirkungen durch den Ausfall großer Kraftwerke sowie durch zerstörte nationale Elektrizitätsleitungen spielen hier keine Rolle.

Bezüglich der Energieversorgung und des –verbrauchs ist eine Zweiteilung in Nord- und Süddeutschland vorzufinden. Dies stellt eines der größten Problematiken für die Realisierung der Energiewende dar. Im Norden lagert vorwiegend das Gas (in Untergrundspeichern zum Ausgleich vorrübergehender Lieferengpässe aus dem Ausland) und auch die Off-Shore-Windparks sind dort angesiedelt. Im Süden ist jedoch ein Großteil der Industrie, teilweise mit sehr energieintensiven Produktionsprozessen (z.B. in Bereichen der Chemie-, Maschinen- und Automobilbranche), anzufinden. Der erzeugte Strom im Norden gelangt entweder nur langsam in den Süden oder wird sogar von den europäischen Nachbarstaaten unterwegs abgefangen. Dieses Problem ist auf das veraltete und teilweise schlecht ausgebaute Stromnetz in Deutschland zurückzuführen.[73] An dieser Stelle wird der enorme Investitionsbedarf des Netzausbaus deutlich. Bis 2020 ist das Stromnetz um 3500km zu erweitern.[74]

2.6 Energieversorgungssicherheit

Eine sichere Energieversorgung ist nicht nur wichtig für Bereiche der lebensrettenden Medizin, sondern hat auch eine existenzielle Bedeutung für die Wirtschaft (aufgrund energieabhängiger Maschinen, Transportmittel, Telekommunikations- und Informationstechnologiesystemen) (siehe Kapitel 3 und nachfolgende Unterkapitel). Deutschland galt bisher als ein Land mit sicherer Energieversorgung.[75] Für viele Produktions- und Logistikunternehmen stellt diese einen wichtigen Faktor bei der Standortwahl dar. Die Energieversorgungssicherheit ist daher wichtig für die Ansiedlung von Unternehmen sowie für das Schaffen und Erhalten von Arbeitsplätzen in Deutschland. Die Versorgungssicherheit darf daher durch die Energiewende nicht gefährdet werden.[76]

Mit der Stilllegung der sieben ältesten Kernkraftwerke und des AKW Krümmel wurden 8,5 Gigawatt (GW) vom Netz genommen. Die Bundesregierung ist der Auffassung, dass diese Stromleistung entbehrlich ist und durch ungefährlichere Energien ersetzt werden kann. Ein Risiko stellen jedoch die Strombedarfsspitzen im Sommer und Winter dar. Diese sind mit anderen Kapazitäten (z.B. durch das Hochfahren alter Gaskraftwerke oder Spitzenlastkraftwerke) abzusichern.[77]

Die Bundesnetzagentur ist ebenfalls der Auffassung, dass die Versorgungsicherheit nach den bereits acht stillgelegten AKW immer noch ausreichend ist. Diese wird aber nach der Entnahme weiterer Kernkraftwerke vom Netz nicht mehr gegeben sein. Zurzeit verfügt Deutschland über 81,5 GW gesicherter Leistung. Auf die Kernkraft entfallen hier aktuell 11,5 GW. Dieser verfügbaren Leistung steht eine Spitzennachfrage von 80 GW gegenüber. Es ergibt sich daher nur ein kleiner Puffer von 1,5 GW. Bis 2013 werden voraussichtlich ca. 11 GW durch fossil befeuerte Kraftwerke zusätzlich ins Netz gespeist und einige ältere Kraftwerke mit insgesamt 3 GW Leistung werden stillgelegt. Der Energiepuffer kann somit auf 9,5 GW erhöht werden.[78]

Der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft prognostiziert sogar, dass bis zum Jahr 2019 etwa 50 neue Kraftwerke (für „Wind, Gas, Steinkohle, Braunkohle, Biomasse, Müll, Laufwasser; auch Pumpspeicher und Druckluft“[79] ) gebaut werden. Diese werden über eine Leistungsstärke von ca. 30 GW verfügen.[80]

Den größten Beitrag zur Stromversorgung sollen wie bereits erwähnt die EE zukünftig liefern. Die Bundesregierung plant deren Anteil an der Stromerzeugung auf 80% bis zum Jahr 2050 zu erhöhen. Das erste Etappenziel schreibt einen Anteil von 35% bis zum Jahr 2020 vor. 2010 betrug der Anteil EE an der Stromerzeugung 16,7 %. Betrachtet man im nächsten Schritt die Lage im Jahr 2000, kann das Ziel als realistisch bewertet werden. Vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2010 hat sich der Anteil der EE an der Stromerzeugung um das 2,6-fache erhöht. Für die Erreichung der Zielvorgabe ist nur eine Steigerung um das 2,1-fache nötig.[81]

Für den Übergangszeitraum zwischen der Stilllegung der Atomkraftwerke und der Erreichung einer Abdeckung der Versorgungslücke mit EE liegt der Fokus auf Erdgas. Für dieses spricht seine Eigenschaft von allen fossilen Energieträgern am geringsten CO2 freizusetzen. Ein Hindernis könnte die Planungs- und Bauzeit von Gaskraftwerken sein, die mit ca. 6 Jahren sehr zeitintensiv ist.[82] Eine weitere Problematik sind fehlende Investoren. Der Grund hierfür liegt in der Ungewissheit ausreichende Gewinne mit den Kraftwerken erwirtschaften zu können. Für die Energiewende notwendige Spitzenlastkraftwerke werden beispielsweise bei den jetzigen Rahmenbedingungen nur temporär bei Stromengpässen hochgefahren (siehe Kapitel 2.1.3).[83]

Die Versorgungssicherheit ist mit der Erhöhung der Energieproduktivität und des effizienten Einsatzes von Energie zu unterstützen. Deutschland hat eine Energieproduktivitätssteigerung um 38,6% zwischen 1990 und 2010 vorzuweisen.[84] Damit sind „deutlich weniger Rohstoffe, Flächen und Energie zum Erwirtschaften der gleichen Erträge“[85] nötig. In Zukunft ist die Energieproduktivität von bisher ca. 1,6% pro Jahr auf knapp unter 4% bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln. Bei ansonsten gleichbleibenden Bedingungen könnte der CO2 –Ausstoß durch den Ausstieg der Kernenergie ansteigen.[86] Potenziale im Hinblick auf die Einsparung von Energie bieten neben den Haushalten (mit einem Einsparpotenzial von ca. 60%)[87] insbesondere die Industrie und die Logistik im Verkehrsbereich.[88] Diese haben einen Beitrag zum „Gemeinschaftswerk“ Energiewende beizusteuern und sind vorwiegend selbst für die Finanzierung energieeffizienter Maschinen sowie Transportmittel verantwortlich.[89]

Die Bundesregierung hat sich bis zum Jahr 2020 das Ziel gesetzt den Stromverbrauch gegenüber 2008 um 10% zu verringern. Der Endenergieverbrauch soll ebenfalls reduziert werden. Beispielsweise soll dieser im Vekehrsbereich um 10% gegenüber 2005 vermindert werden.[90] An dieser Stelle wird nochmals deutlich, dass durch die Energiewende nicht nur der Stromsektor, sondern der ganze Energiesektor betroffen ist.

Kritisch zu betrachten ist in diesem Zusammenhang der schleppende Ausbau der Windkraft. Die schwierigen Umweltbedingungen bei der Installation der Off-Shore-Anlagen sind nicht stark genug berücksichtigt worden, sodass sich die Baukosten eines aktuellen Projektes von den geplanten 1,5 auf 2,9 Milliarden € fast verdoppelt haben. Darüber hinaus sind von den 80 gebauten Windkraftanlagen erst 19 ans Netz geschaltet. Experten weisen darauf hin, dass sich die Investitionen wahrscheinlich nicht rentieren werden. Wird das derzeitige Tempo beibehalten, werden im Jahr 2030 nur 15.000 statt der eingeplanten 25.000 Megawatt (MW) zur Verfügung stehen. In diesem Zusammenhang ist auch die Problematik des Stromanschlusses der Windparks zu nennen. Dieser ist sehr kostenintensiv, sodass der Netzbetreiber Tennet nach eigener Aussage nicht fähig ist, die volle Finanzierung zu übernehmen.[91]

Weitere Ursachen für die Verzögerung des Ausbaus der Windkraft liegen vor allem in den „aufwendigen Genehmigungsverfahren“[92] sowie in den hohen Umweltauflagen (siehe Anhang Punkt d ). Ein weiterer Punkt betrifft die Abneigung der Bevölkerung gegen den Aufbau von Windparks sowie die Erweiterung des Stromleitungsnetzes. Jährlich werden zahlreiche Petitionen eingereicht, um nach Aussagen von Anwohnern die drohende Zerstörung der Umwelt und Idylle zu verhindern.

Nach Ansicht der Bundesregierung, ist dennoch eine sichere Energieversorgung realisierbar, bei der weder Netzausfälle eintreten noch der Stromimport aus Atomenergie nötig ist. Einher gehen sogar die Gewinnung von Arbeitsplätzen und die Entstehung neuer Betriebe. Mit dem Atomausstieg kann ein globaler Wettbewerbsvorteil geschaffen und die nationale Wirtschaft vorangetrieben werden.[93] Erste Ansätze, die zu einem entgegengesetzten Ergebnis führen, sind jedoch schon zu verzeichnen (siehe Kapitel 3 sowie nachfolgende Unterkapitel).

2.7 Finanzierung und Investitionen

Für die Umsetzung der Energiewende beträgt das prognostizierte Investitionsvolumen bis zum Jahr 2050 „ca. 20 Mrd. € jährlich“[94]. Dieser enorme Investitionsbedarf kann nicht allein von der Privatwirtschaft, den Haushalten sowie Kommunen getragen werden.[95]

Laut einer Umfrage sind die Energieverbraucher bereit etwas mehr für eine sicherere Versorgung ohne Atomenergie zu bezahlen. Auch Investitionen in Gebäudesanierungen, energieeffizienteren Maschinen und Beleuchtungen sowie in eine dezentrale Energieversorgung sind vorstellbar. Momentan fehlt es teilweise noch an Aufklärung über Vorteile, geeignete Maßnahmen und finanzielle Anreize.[96] Die Bundesregierung plant diesbezüglich den Verbrauchern Informationen bereitzustellen.[97] Ferner sollen bezüglich der Unterstützung des energieeffizienten Verhaltens ordnungspolitische sowie finanzielle Anreize gesetzt werden.[98] Finanzmittel für monetäre Anreize sowie für die Bereitstellung von Fördergeldern könnten unter Umständen aus den Einnahmen durch die Versteigerung von CO2-Emissionszertifikaten erlangt werden.[99] Aktuell wird jedoch kritisiert, dass bisher nahezu keine der geplanten Fördergelder zur Unterstützung der Energiewende bereitgestellt worden sind.[100] Diesen Missstand gilt es zu beheben, um eine erfolgreiche Umsetzung zu ermöglichen.

Eine monetäre Förderung ist insbesondere im Bereich der Windkraft notwendig. Hierbei handelt es sich um eine relativ neue Technologie, bei der die Investitionsrisiken nur schwer kalkulierbar sind. Es wird gefordert die ersten zehn Windparks finanziell durch die Haushaltskasse zu unterstützen, um eine Ansteigen der Lernkurve zu erreichen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat für den Ausbau der Windkraft ein Sonderprogramm namens „Offshore Windenergie“ mit einem Kreditvolumen von 5 Mrd. € freigegeben. Dies ist nur ein Bruchteil von den insgesamt 75 Mrd. €, die in diesem Bereich für die Realisierung der Energiewende benötigt werden.[101]

2.8 Zusammenfassung Energiewende

Zusammengefasst lässt sich für das Kapitel 2 sagen, dass die Energiewende eine Herausforderung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft darstellt. Für ihre Bewältigung sind die Rahmenbedingungen für alle Beteiligten zu verbessern und ein klares Umstiegskonzept mit präzisen Maßnahmen und Fördermethoden ist von der Bundesregierung vorzulegen. Überdies muss der Staat in den kommenden Monaten Fördergelder für den Ausbau des Stromnetzes sowie den Aufbau von Anlagen zur Energieerzeugung aus EE bereitzustellen. Nur so lässt sich ein Scheitern der Energiewende verhindern. Nur wenn alle Beteiligte zusammenarbeiten und die Energiewende als „Gemeinschaftswerk“ bestreiten, ist eine erfolgreiche Umsetzung möglich. Überdies sind Konfliktpotenziale wie z.B. die entstandene Versorgungslücke durch das Atommoratorium durch Stromimporte zu decken oder den Einsatz hoch CO2-emittierender Kraftwerke.

In Deutschland hat die Energie „zuverlässig, umweltfreundlich und zu wettbewerbsfähigen Preisen“[102] bereitgestellt zu werden, sodass auch zukünftig die Energie den Wohlstand und somit auch die Arbeitsplätze sichert. Diese Aspekte sind nicht nur wichtig für einen reibungslosen Ablauf in der Produktion und Logistik, sondern auch ausschlaggebend für die Ansiedlung neuer und den Erhalt sowie die Wettbewerbsfähigkeit bestehender Betriebe in Deutschland.

Die Energiewende kann im Best-Case dazu beitragen die Wirtschaft zu stärken und Deutschland als Vorreiter weltweite Chancen ermöglichen. Bisher bleibt jedoch ungewiss, ob die Energiewende erfolgreich umgesetzt werden kann. Im Worst-Case kann die entstandene Versorgungslücke nicht planmäßig geschlossen werden, sodass fatale nachteilige Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft nicht zu verhindern sind. Der Erfolg ist wie bereits erwähnt abhängig von den Maßnahmen des Staates, der Unternehmen sowie der Privathaushalte.

3. Nachteilige Folgen der Energiewende auf Produktion und Logistik

Wie die Untersuchungen in Kapitel 2 zeigten, ist bisher noch ungewiss, ob eine zuverlässige Elektrizitätsversorgung gewährleistet werden kann. Ein instabiles Stromversorgungsnetz mit Netzschwankungen bis hin zu Stromausfällen kann gravierende Folgen auf die Produktion und Logistik haben.

„In den letzten Jahren haben Stromausfälle in Nordamerika und Europa[103] einen nachhaltigen Eindruck von der Verletzbarkeit moderner Gesellschaften gegeben.“[104] Obwohl die Elektrizitätsversorgung jeweils nur einige Tage unterbrochen wurde und sich auf einzelne Regionen begrenzte, traten gravierende Folgen auf. Die Versorgung (Wasser, Lebensmittel etc.) wurde exorbitant gestört, die öffentliche Ordnung konnte stellenweise nicht mehr sichergestellt werden und Verluste im Wirtschaftssektor in Milliardenhöhe wurden verzeichnet. Hinsichtlich eines großflächigen und langandauernden Stromausfalls wäre eine Verstärkung dieser Effekte mit beunruhigenden Auswirkungen zu erwarten.[105]

[...]


[1] Vgl. Martin, Fritz (2012) S. 100.

[2] Der Begriff Energiewende umfasst in dieser Arbeit alle Maßnahmen, die im Auftrag er Bundesregierung von der Ethik-Kommission auf Basis des Beschlusses über die Energiewende, zusammengefasst und erläutert wurden sind.

[3] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2011) S. I.

[4] Hinweis: Alle unterstrichenen Worte, werden im Glossar näher erläutert.

[5] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 74 ff.

[6] Vgl. o.V., Atomausstieg – Höhere Strompreise kosten Industrie Milliarden (2011).

[7] Vgl. Stratmann, Klaus A (2011).

[8] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 37 ff.

[9] Vgl. Stratmann, Klaus B (2011).

[10] Vgl. Schürmann, Hans (2012) S. 2.

[11] Vgl. o.V., Atomausstieg – Höhere Strompreise kosten Industrie Milliarden (2011).

[12] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2011) S. I.

[13] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 9.

[14] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 81.

[15] Vgl. Ethik-Kommission (2011).

[16] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 10.

[17] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 25-27.

[18] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 28.

[19] Vgl. Milbradt, Georg (2011) S. 180.

[20] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2012) Tabellenblatt Nr. 9.

[21] Vgl. Europäische Kommission (2010) S. 13.

[22] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2012) Tabellenblatt Nr. 9.

[23] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2012) Tabellenblatt Nr. 37.

[24] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 47.

[25] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 81.

[26] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 81.

[27] Erklärungen zu den Einheiten von Energie und Leistung sind im Anhang unter Punkt a zu finden

[28] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2012) Tabellenblatt Nr. 23.

[29] Ethik-Kommission (2011) S. 11.

[30] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2011) S. 5.

[31] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 59 f.

[32] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2012) Tabellenblatt Nr. 0.3.

[33] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2012) Tabellenblatt Nr. 3.

[34] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 40.

[35] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 60.

[36] Vgl. o.V., Vom Ex- zum Importeur (2011) S. 23.

[37] Vgl. Krumrey, Henning (2012) S. 58.

[38] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2012) Tabellenblatt Nr. 36.

[39] Vgl. o.V., Interview - Schub fürs Handwerk (2012) S. 2.

[40] Vgl. Roon, Serafin v. (2010) S. 1 ff.

[41] Vgl. Hopf, Engelbert (2012) S. 7.

[42] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 51 ff.

[43] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 54.

[44] Vgl. Roon, Serafin v. (2010) S. 5.

[45] Ethik-Kommission (2011) S. 57.

[46] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 58.

[47] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2012) Tabellenblatt Nr. 29a.

[48] Vgl. Krämer, Georg (2011) S. 8.

[49] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S.17.

[50] Vgl. Bundesregierung A (2002) S. 11.

[51] Vgl. Martin, Fritz (2010) S. 100.

[52] Ethik-Kommission (2011) S.21.

[53] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S.21.

[54] Vgl. o.V., Interview - Schub fürs Handwerk (2012) S. 2.

[55] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S.62 f.

[56] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S.11.

[57] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 22.

[58] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S.12.

[59] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S.22 f.

[60] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S.30.

[61] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S.43.

[62] Vgl. Heitkötter, Jan (2011) S. 29.

[63] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S.12 f.

[64] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S.77.

[65] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S.15.

[66] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2011) S. I.

[67] Vgl. Martin, Fritz (2012) S. 100;

Vgl. Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (2010) S. 2 ff.

[68] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 96.

[69] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 88.

[70] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 44.

[71] Vgl. Grab, Herbert (2012) S. 57.

[72] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 77.

[73] Vgl. Krumrey, Henning (2012) S. 58.

[74] Vgl. Gusbeth, Sabine (2012) S. 35.

[75] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 58.

[76] Vgl. o.V., Atomausstieg – Höhere Strompreise kosten Industrie Milliarden (2011).

[77] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 14 f.

[78] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 50 ff.

[79] Ethik-Kommission (2011) S. 53.

[80] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 53.

[81] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2012) Tabellenblatt Nr. 20.

[82] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 82.

[83] Vgl. Martin, Fritz (2012) S. 100.

[84] Vgl. o.V., Das Geld liegt auf dem Dach (2011) S. 22.

[85] o.V., Das Geld liegt auf dem Dach (2011) S. 22.

[86] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 48.

[87] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 65.

[88] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 69 f.

[89] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 66 f.

[90] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2011) S. 5

[91] Vgl. Martin, Fritz (2012) S. 100.

[92] o.V., Interview - Schub fürs Handwerk (2012) S. 2.

[93] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 38 f.

[94] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2011) S. 5.

[95] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2011) S. 5.

[96] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 42 f.

[97] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 46.

[98] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 42.

[99] Vgl. Ethik-Kommission (2011) S. 55.

[100] Vgl. Hopf, Engelbert (2012) S. 7.

[101] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2011) S. 8.

[102] Ethik-Kommission (2011) S.17 f.

[103] Beispielsweise im August 2003 in Nordamerika und im November 2005 im Münsterland.

[104] o. V., Studie „Stromausfall hätte katastrophale Folgen“ (2011).

[105] Vgl. o. V., Studie „Stromausfall hätte katastrophale Folgen“ (2011).

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Titel: Folgen der Energiewende auf Produktion und Logistik und Lösungsansätze gegen nachteilige Folgen