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Einführung in die Arbeitspsychologie

Seminararbeit 2002 10 Seiten

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Erläuterung der historischen Entwicklung der Arbeitswissenschaft
1.1 Die individualwissenschaftliche Stufe
1.2 Die Gruppenwissenschaftliche Stufe
1.3 Die Aktionswissenschaftliche Stufe

2. Das Konzept Anforderung/Belastung
2.1 Entscheidungsanforderungen
2.2 Kooperationsanforderungen
2.3 Regulationshindernisse/ Regulationsüberforderungen

3. Die hierarchisch-sequentielle Handlungsorganisation

Einführung in die Arbeitspsychologie

1. Erläuterung der historischen Entwicklung der Arbeitswissenschaft:

Die historische Entwicklung der Arbeitswissenschaft kann man in folgende drei Stufen einteilen:

- Individualwissenschaftliche Stufe
- Gruppenwissenschaftliche Stufe
- Aktionswissenschaftliche Stufe

(Wobei man beachten muss, dass der amerikanische Ingenieur F.W.Taylor (Um 1900) auch eine wichtige Rolle für die Arbeitswissenschaft gespielt hat. )

F.W. Taylor (1856 – 1915) fing 1878 eine Lehre in einem Stahlwerk an und arbeitete sich langsam zum Chefingenieur hoch. 1889 wurde er sogar als Berater für andere Stahlwerke hinzugezogen. Anfang 1900 publizierte er wissenschaftliche Bücher über Arbeitswissenschaft: 1903- „Shop Management“, 1911- „The principles of scientific Management“.

Zu der Zeit begann die Industrialisierung und daraus folgend auch die Massenproduktion und die Konkurrenz zwischen den großen Unternehmen stieg. Taylors Ausgangsthesen lauteten wie folgt:

- Das Problem wäre die Leistungszurückhaltung der Arbeiter
- Stücklohn konnte keine Leistungserhöhung erzielen
- Es bestehe keinen Interessengegensatz
- Man sollte die Faustregeln der Arbeiter enteignen

Aus diesen Erkenntnissen heraus erarbeitete er die „Grundsätze wissenschaftlicher Betriebsführung“, die wie folgt lauten:

1. Man sollte durch systematische Untersuchungen aller Arbeitstätigkeiten (Bewegungsstudien) den „One best way“/den zeitsparendsten Weg herausarbeiten und dementsprechend eine dem angemessenen Tagesleistung der Arbeiter festsetzen.
2. Durch genaue Beobachtung der Arbeiter sollten „passende“ Leute von den Leitern herausgesucht und diese geschult und weitergebildet werden.

1.1 Die individualwissenschaftliche Stufe:

Diese Stufe konzentrierte sich auf die wechselseitige Anpassung des Individuums und seiner Arbeit durch Berücksichtigung pschychologischer Gesetzmäßigkeiten. Man wollte das Taylorsche System vervollständigen - nicht verändern. Die Individualwissenschaft interessierte sich deshalb für folgende Themen:

1) Eignung und Auslese durch Testverfahren
2) Einübung und Anlernen- Anlernprogramme sollten entwickelt werden
3) Gestaltung der Arbeitsbedingungen- Beispiel: Untersuchung der Arbeitszeit und Arbeitspausen

1.2 Die Gruppenwissenschaftliche Stufe:

Zu Beginn der 20er Jahre wurden die Hawthorne-Werke Gegenstand von Untersuchungen der Arbeitswissenschaft. Man untersuchte hier unter anderem immer noch die Bedeutung der Arbeitspausen, aber auch wie die zwischenmenschlichen Beziehungen der Arbeiter sich gestalteten, wenn Sie in informellen Gruppen eingeteilt wurden. Man wollte diese Gruppen konstruktiv nutzen und ein gutes Betriebsklima schaffen. Die Arbeitsgruppen wurden Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen und daher auch der Name dieser Stufe und führte zu folgende Konzepte:

- Ein innerbetriebliches System der Beratung und Betreuung der Arbeitnehmer, auch über Probleme außerhalb des Arbeitsplatzes
- Anleitungen für Vorgesetzte, wie Sie dafür sorgen konnten, dass Arbeitnehmer sich wohl fühlen und dadurch besser arbeiten
- Beteiligung der betroffenen Arbeitnehmer an betriebliche Veränderungen

[...]

Details

Seiten
10
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638112451
Dateigröße
504 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v2024
Institution / Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg) – Psychologie
Note
bestanden
Schlagworte
Psychologie

Autor

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Titel: Einführung in die Arbeitspsychologie