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Einführung in SharePoint Service-Applications und Topologien

Seminararbeit 2012 32 Seiten

Informatik - Software

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Aufbau

2 Einleitung
2.1 Wie wird eine Service Application genutzt?
2.2 Verwaltung der Service Applications

3 Server Rollen
3.1.1 Web Server Role
3.1.2 Application Server Role
3.1.2.1 Search Service Application (Cross-Farm Services)
3.1.2.2 Andere Cross-Farm Service Application
3.1.2.3 Client-Related Service Applications (Single Farm)
3.1.2.4 Other Single-Farm Service Applications
3.1.3 Database Server Role
3.1.3.1 Search Databases
3.1.3.2 Content Databases
3.1.3.3 Andere Service Databases

4 Topologie Beispiele
4.1 Limited Deployments
4.1.1 Single-Server SharePoint-Farm
4.1.2 Two-Tier SharePoint-Farm
4.2 Small Farm Toplogies
4.2.1 Two-Tier Small SharePoint-Farm
4.2.2 Three-Tier Small SharePoint-Farm
4.2.3 Three-tier Small SharePoint-Farm optimiert für Suchen
4.3 Medium Farm
4.4 Large Farm

5 Zusammenfassung

6 Bibliographie

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Vorteil von Service-Applications

Abbildung 2: Funktion von Service-Applications

Abbildung 3: Übersicht Service Applications

Abbildung 4: Verwaltung der Service Applications für Web Application

Abbildung 5: Service Application Architektur

Abbildung 6: Überblick Service-Application

Abbildung 7: Single-Server SharePoint-Farm

Abbildung 8: Two-Tier SharePoint Farm

Abbildung 9: Two-Tier Small SharePoint Farm

Abbildung 10: Three-Tier Small SharePoint-Farm

Abbildung 11: Three-Tier Small SharePoint Farm optimiert für Suchen

Abbildung 12: Medium SharePoint Farm

Abbildung 13: Large SharePoint Farm

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: SharePoint 2007 Service-Auszug

1 Aufbau

Diese Ausarbeitung gibt einen Überblick über Microsoft SharePoint Service-Applications und Topologien.

Zu Beginn wird das Paradigma der Service-Applications unter Microsoft SharePoint erläutert und es wird dargelegt, aus welcher Intention heraus diese eingeführt wurden. Im nächsten Schritt wird auf die logische Architektur von Microsoft SharePoint eingegangen und es wird in diesem Zusammenhang die Rolle der Service-Applications darin erläutert.

Bevor im letzten Schritt die unterschiedlichen Topologien im Detail dargelegt werden, erläutert diese Ausarbeitung zunächst die out-of-the-box vorhandenen Service-Applications und die dazugehörigen Datenbanken unter Microsoft SharePoint.

2 Einleitung

Microsoft SharePoint 2010 beinhaltet im Vergleich zu früheren Versionen fundamentale architektonische Veränderungen, da sogenannte „Service Applications“ eingeführt wurden. Einfach ausgedrückt geben diese dem SharePoint-Architekten und -Administratoren die Möglichkeit zur granularen Planung der SharePoint-Service-Architektur und -Farm-Topologie (vgl. Harbar, 2010, o. S.).

Unter einer Service Application wird unter SharePoint 2010 eine konfigurierte logische Instanz eines Services verstanden.

Unter einemServiceversteht man die Zurverfügungstellung von zusammenhängenden Funktionalitäten zu einem Themenkomplex (oft über eine spezielle Schnittstelle).

EineSharePoint Farmist eine Gruppe von Front-End-, Application- und Datenbank-Servern. Sie kann auf einem einzigen physischen Server lokalisiert sein, oder aber auf mehreren aufgeteilt werden.

Die meisten Service-Applications verwenden eine separate Datenbank und sind optional auch in einem Application-Pool eingebettet (Stichwort „Application Isolation“). Dadurch wird es ermöglicht, mehrere Service-Applications eines Services mit unterschiedlichen Datenbanken zu erstellen (vgl. Harbar, 2010, o. S.).

Withapplication pools, you can use an isolated process to run your Web applications. Each application pool has unique credentials on the server, so you can identify which applications are performing which actions. If one application fails, it does not affect other applications that are also running. (vgl. Microsoft Corporation, 2003, o. S.)

Frühere Versionen von Microsoft SharePoint waren vor allem aus dem Grund unflexibel, da die Administration verschiedener Services nicht auf mehreren unterschiedlichen Administratoren aufgeteilt werden konnte. Diese Inflexibilität ist hauptsächlich auf dem sogenanntenShared Service Provider (SSP)aus früheren Versionen (z. B. Microsoft SharePoint 2007) zurück zu führen (vgl. Harbar, 2010, o. S.).

DerShared Service Providerrepräsentiert eine Reihe von Services, welche an zentraler Stelle konfiguriert und über eine(mehrere) SharePoint Farm(en) verteilt werden konnte.

Um diese Inflexibilität zu verdeutlichen wird folgendes Beispiel betrachtet: Firma A und Firma B wollen eine getrennte Verwaltung der SharePoint-Profile, teilen sich jedoch die ein und selbe SharePoint Farm. Dies hatte in früheren SharePoint Versionen zur Folge, dass zwei verschiedene SSP implementiert werden mussten. Der Nachteil dabei ist, dass bestimmte Services (z.B. der Search Service) für einen SSP nicht deaktiviert werden können und führte zu doppelten Verwaltungsaufwand und Performanceeinbußen (vgl. Harbar, 2010, o. S.).

Weite Nachteile des SSP sind:

- Web Applications können nicht die Services von mehreren unterschiedlichen SSP in Anspruch nehmen, da sie mit genau einem SSP verknüpft sind
- Die Konfiguration, um einen SSP in mehreren unterschiedlichen SharePoint-Farmen zu benutzen ist aufwendig.

(vgl. Nogueira, 2010, o. S.)

Welche Services out-of-the-box in den unterschiedlichen Editionen (Foundation, Search Server, Standard, Enterprise) von Microsoft SharePoint 2007 gestartet sind und nicht deaktiviert werden können, ist in Tabelle 1 abgebildet und unterstreicht die zuvor erwähnten Nachteile.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: SharePoint 2007 Service-Auszug

(modifiziert übernommen aus Didszun, 2010, o. S.)

Ein weiterer großer Vorteil des Service-Applications-Paradigma gegenüber dem SSP ist, dass einige Service-Applications per default über mehrere SharePoint-Farmen gemeinsam genutzt werden können. Dies ermöglicht flexiblere Strukturen bezüglich der Administration von Service-Applications, auch weil das Provisioning der Administrationsrechte einfach handhabbar ist. In Abbildung 1 ist in diesem Zusammenhang ein Beispiel dargestellt, in dem von zwei verschiedenen Web-Applications zweier verschiedener SharePoint-Farmen eine gemeinsame Service-Application (Managed Metadata) genutzt wird. Auch ist es möglich, für eine Web-Application nur jene Dienste zu aktivieren, welche tatsächlich benötigt werden (vgl. Nogueira, 2010, S. 10).

In Kapitel 3.1.2 wird des Weiteren erläutert, welche Service Applications über mehrere SharePoint Farmen gemeinsam genutzt und welche nur innerhalb einer Single Farm in Anspruch genommen werden können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Vorteil von Service-Applications

(modifiziert übernommen aus Nogueira, 2010, S. 10)

Auch ist anzumerken, dass die neue Service-Application-Architektur es erlaubt, jeder einzelnen Service-Application einen eigener Administrator zuzuweisen. Somit kann beispielsweise gezielt den Experten zu SharePoint-Profilen die Profil-Administration und den Experten zur Suche die Such-Administration zugewiesen werden (vgl. Harbar, 2010, o. S.).

Neben den Vorteilen für Administratoren und Architekten ist das neue Architekturkonzept auch für SharePoint-Entwickler interessant, da nun eigens entwickelte Services-Applications bereitgestellt werden können (vgl. Bertschy, 2011, o. S.).

2.1 Wie wird eine Service Application genutzt?

Features, wie WebParts, Web-Application aber auch die Windows Communication Foundation (WCF) nutzen Service-Applications, indem sie beispielsweise auf typische Middle-Tier-Dienste wie dem Search-Service oder Single-Sign-On-Service zugreifen, um die von SharePoint bereitgestellte Funktionalität zu nutzen (vgl. Bertschy, 2011, o. S.).

Web Application: Sind Top-Level-Container für Content in einer SharePoint-Farm und stellen typischerweise auch die Schnittstelle zu den Benutzern dar, welcher mit SharePoint interagieren. Sie haben typischerweise eine eigene URL und sind unabhängig voneinander (vgl. Wikipedia, o. J., Abs. Web Applications).

WebPartsdienen in Microsoft SharePoint der Anzeige und Manipulation von Inhalten auf SharePoint Webseiten durch den Endbenutzer. Somit können Endbenutzer den Inhalt von Webseiten anpassen, ohne Zuhilfenahme des zuständigen Administrators (vgl. Wikipedia, o. J., Abs. WebPart)

DieWindows Communication Foundation(WCF, früherer „Indigo“) ist eine dienstorientierte Kommunikationsplattform für verteilte Anwendungen in Microsoft Windows. Es führt viele Netzwerkfunktionen zusammen und stellt sie den Programmierern solcher Anwendungen standardisiert zur Verfügung (vgl. Wikipedia, o. J., Abs. Windows Communication Foundation).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Funktion von Service-Applications

(modifiziert übernommen aus Sakira & Unnikrishnan, 2009, o. S.)

Abbildung 2 zeigt, wie Web-Applicationen bzw. WebParts mit einer Service-Application kommunizieren:

- Ein Service-Application-Proxy verbindet eine Web-Application bzw. Web Part mit einer Service-Applikation
- Die Verbindungen aus Abbildung 2 werden vom zuständigen Administrator bestimmt
- Die Verbindungen können individuell oder in sogenannten Service- Application-Proxy-Groups verwaltet werden

(vgl. Sakira & Unnikrishnan, 2009, o. S.)

2.2 Verwaltung der Service Applications

Service-Applications werden in der sogenannten „Central Administration“ verwaltet. Abbildung 3 zeigt dabei die Ansicht der Central Administration, in der sämtliche, in einer Farm vorhandene Service-Applications aufgelistet werden. Unterhalb jeder Service-Application wird des Weiteren der jeweilige Service-Application-Proxy dargestellt. Der rot gekennzeichnete Button „Administrators“ hervorhebt die Möglichkeit, für jede einzelne Service-Application die Administratoren zu verwalten.

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Details

Seiten
32
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656285366
ISBN (Buch)
9783656285915
Dateigröße
1.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v202370
Institution / Hochschule
FH Joanneum Graz
Note
1
Schlagworte
Microsoft SharePoint SharePoint ServiceApplication Topologie Topology

Autor

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Titel: Einführung in SharePoint Service-Applications und Topologien