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Die Schlacht von Marathon - Mehr als nur eine Schlacht?

Essay 2011 11 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Vorgeschichte

III. Fakten und Verlauf der Schlacht

IV. Einordnung der Schlacht

V. Quelleninterpretation

VI. Fazit

VII. Quellen-, und Literatur- und Abkürzungsverzeichnis

Einleitung

Marathon – ein Wort das jeder Mensch kennt. Doch die wenigsten Wissen woher es kommt und was es bedeutet. Die wenigsten denken dabei an die Schlacht bei Marathon vor über 2500 Jahren. Den meisten ist dieses Wort nur wegen der olympischen Sportart mit dem selben Namen bekannt. Doch hier beginnt bereits der Bezug zu der entscheidenden Schlacht bei Marathon, die das Schicksal der Athener und der Perser bestimmen und sollte.

Der Ausgang der Schlacht sollte die Zukunft der gesamten Griechen bestimmen und der Beginn des Niedergangs des Persischen Reiches einläuten. Und eben diese Schlacht ist bis heute bekannt. Auch die mit ihr verbundene Legende.

Nach dem sensationellen Sieg der Athener über die Griechen sollte der Läufer Pheidippides seinen athenischen Mitbürgern überbringen. Doch Athen lag circa 40 Kilometer von Marathon entfernt. Dennoch lief Pheidippides die Strecke so schnell er konnte und er erreichte Athen völlig erschöpft. Er verkündete den Sieg und starb.

Auch wenn es wissenschaftlich bewiesen ist, dass es diesen Läufer niemals gegeben haben soll, ist er über die Jahrtausende in Erinnerung geblieben. Und erhielt indirekt Einzug in die Moderne durch den Marathonlauf bei den Olympischen Spielen.

Dies ist ein Grund warum ich mir diese Schlacht als Thema ausgesucht habe. Eine Schlacht die über das Schicksal zweier Parteien entscheidet. Dazu der sensationelle Sieg der eigentlich schwächeren Partei sowie die Sage des Läufers, der nach einer Schlacht noch die Kraft hat, die Nachricht über den Sieg bis nach Athen zu bringen.

Die erscheint fast unglaublich oder gar übermenschlich.

Meine Frage ist, ob diese Schlacht bei Marathon wirklich mehr ist als eben das. Ist es begründet diese Schlacht als Mythos zu bezeichnen? Oder ist es einfach nur eine Schlacht wie viele, geschmückt mit einer Sage um sie soweit wie möglich in die Welt hinauszutragen? „Marathon – Mehr als eine Schlacht?“ Die Frage werde ich mit einer Quelle Herodots und diverser Sekundärliteratur belegen oder widerlegen.

Vorgeschichte

Hippias der Tyrann von Athen wurde im Jahr 521 v. Chr. verbannt und suchte Beistand bei Dareios. Dieser plante im Jahr 493 v. Chr. die Teilnehmer des ionischen Aufstandes zu bestrafen und Hippias wieder in Athen einzusetzen. Um sich gegen das Persische Reich zu schützen verbündeten sich Sparta und Athen, um die mit Persien sympathisierenden Aigeneten zu isolieren.

Im Sommer 490 v. Chr. trafen die Perser mit ca. 15.000 Infanteristen und einige hundert Reitern in Kilikien ein.Danach unterwarfen sie Naxos, die Kyladenpolis, Karystos und Eretria, danach landeten sie in der Ebene von Marathon, um nach Athen vorzustoßen.

Fakten und Verlauf der Schlacht

Die Schlacht von Marathon war also Teil einer Strafmaßnahme des persischen Großkönig Dareios I. gegen die Städte, welche die Ionier beim Ionischen Aufstand circa 500 v. Chr. unterstützt hatten[1] . Dies waren die Städte Naxos, Eretria und Athen. Bei diesem persischen Feldzug waren der medische Aristokrat Datis und der persische Prinz Ataphernes die Befehlshaber[2] .

Allgemein wird dieses Flotten- und Landungsunternehmen auch als „Datis-Zug“

bezeichnet.[3] Jedoch wurde auf Seiten der Perser keineswegs beabsichtigt, die griechischen Städte komplett zu unterwerfen, sondern nur dazu gedacht ein Exempel zu statuieren. Dass die Perser dies nicht beabsichtigt hatten, erkennt man daran, dass sie zwei wichtige strategische Faktoren weites gehend außer Acht ließen.

Sie sicherten zwar den Seeweg von Kilikien bis nach Euboia, doch ließen sie sich dafür viel länger Zeit als üblich. Auch der Zeitpunkt der Landung bei Marathon war ebenfalls nicht der optimalste, da die Saison für solche Landungsunternehmen bereits dem Ende nahe kam. Die Armee der Perser bestand aus circa 15.000 bis 20.000 Mann, dazu einige Schiff und paar hundert Pferde. Alles in allem kann man bei diesem persischen Angriffs von einer kurzfristigen Planung ausgehen.

Die Athener und Plataier stellten eine aus circa 5.000 bis 10.000 Hopliten bestehende Armee auf. Die Perser hatten somit zwar kein überragendes, doch aber ein deutliches Übergewicht gegenüber den Griechen.

Miltiades ließ die zehn athenischen Regimenter und die Plaitaier in einer Phalanx parallel zu der Schlachtreihe der Perser aufstellen. Dabei wurde das Zentrum auf wohl vier Reihen reduziert und dafür die Flügel gestärkt. Somit sollte verhindert werden, dass die Perser die Griechen über die Flügel einschließen konnten.[4]

Erst nach Tagen kam es schließlich zum Gefecht. Wer aber mit dem Angriff begangen hat, ist jedoch nicht komplett geklärt. Ob die Griechen die Initiative unter Miltiades ergriffen oder die Perser zuerst aufrückten und die Athener und Plataier reagieren mussten.[5] Doch ist es wahrscheinlicher, dass die Perser zuerst aufrückten und die Griechen sich dann ordneten.[6]

Um einen Fernkampf, und somit dem Pfeilhagel der Perser, zu verhindern, rückten die Griechen mit ihrem Heer auf. So kam es zu dem von den Griechen favorisierte Nahkampf beim späteren Grabhügel. Die schweren Hopliten waren der leichten persischen Infanterie überlegen, dennoch wurde das griechische Zentrum geschlagen. Doch konnten sich die verstärkten Flügel, auf beiden Seiten, durchsetzen und zur Mitte hin einlenken um dort die Perser einzukesseln und sie zur Flucht zwangen.

Dabei kamen viele Perser im sumpfigen Gebiet am Strand um. Auch verloren sie sieben Schiffe.[7]

Die Verluste auf Seiten der Griechen beziffern sich auf 192 Mann. Bei den Persern sollen hingegen mehrere tausend Soldaten gefallen sein.[8] Dennoch waren die Perser nicht geschlagen, sondern segelten in Richtung Athen. Dort versuchten sie mit ihrer Flotte die Stadt direkt zu attackieren. Der Versuch vor dem athenischen Heer dort anzugelangen und einen Überraschungsangriff zu starten misslang.

[...]


[1] Vgl. Billows 2010 S. 131.

[2] Vgl. Gehrke 2003, S. 19.

[3] Vgl. Hölkeskamp 1999, S. 331.

[4] Vgl. Hölkeskamp 1999,. S. 332.

[5] Ebd. S. 332.

[6] Vgl. Gehrke 2003, S. 19.

[7] Vgl. Hölkeskamp 1999, S. 332.

[8] Vgl. Gehrke 2003, S. 19.

Details

Seiten
11
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656295518
ISBN (Buch)
9783656296010
Dateigröße
449 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v202181
Institution / Hochschule
Universität Trier
Note
2,0
Schlagworte
Marathon

Autor

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Titel: Die Schlacht von Marathon - Mehr als nur eine Schlacht?