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Internetkriminalität (Cybercrime) - Gefahren für die Wirtschaft

Seminararbeit 2012 14 Seiten

Jura - Strafprozessrecht, Kriminologie, Strafvollzug

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2 Internetkriminalität
2.1 Wann spricht man von Internetkriminalität (Cybercrime)
2.2 Hintergründe zur Internetkriminalität
2.2.1 Hacker
2.2.2 Tronjaner und Virus
2.2.3 Bot-Netz und DoS,DDos
2.3 Internetkriminalität in Zahlen
2.4 Unternehmen im Visir von Internetkriminellen
2.5 Wer steckt hinter der Internetkriminalität

3. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In der Ausarbeitung über Internetkriminalität möchte ich veranschaulichen, wo in der heutigen Zeit die größten Gefahren durch Kriminalität im Internet für Unternehmen aber auch für Privatleute und den Staat lauern. Ich werde dazu kurz auf die Grundlagen der Internetkriminalität eingehen, das bedeutet, wie funktionieren die Angriffe grundsätzlich. Um die verschiedenen Angriffsmöglichkeiten zu erläutern, werde ich zum einen theoretisch und technisch an die Sache herangehen, aber auch anhand von Praxisbeispielen die Gefahren verdeutlichen.

Es gibt heutzutage eine Vielzahl von verschieden Arten der Internetkriminalität, auf diese werde ich teilweise eingehen. Einige Themenbereiche, wie die Gefahren speziell in sozialen Netzwerken und die Urheberrechtsverletzung im Sinne von illegalem Download von Musik und Software werde ich nicht tiefgründig behandeln. Des Weiteren werde ich nicht auf die Gefahren von Chaträumen und Foren eingehen. Vielmehr möchte ich auf die Aspekte der schweren Internetkriminalität eingehen. Meistens wird diese von organisierten Gruppen oder von Einzelpersonen begangen. In den meisten Fällen geht es um Geld aber auch das gezielte Beschaffen von Informationen Stichwort Wirtschaftsspionage.

Im weiteren Verlauf, möchte ich auch auf die gesellschaftlichen Gefahren eingehen, die durch Internetkriminelle entstehen. Durch gezielte Angriffe können in Zukunft ganze Städte oder Länder betroffen sein. Die folgenden eines solchen Angriffs können Stromausfall oder Versorgungsengpässe mit Wasser sein. Hier möchte ich vor allem die Gefahr verdeutlichen, die von Industrieanlagen ausgeht. Solche Angriffe werden in der Regel nicht von kriminellen Internetbanden ausgeführt, sondern von Geheimdiensten und Militär also im Grunde von Regierungen anderer Staaten.

2 Internetkriminalität

2.1 Wann spricht man von Internetkriminalität (Cybercrime)

Als erstes möchte ich eine Grundlage schaffen, an der man Internetkriminalität (auch Cybercrime auf englisch genannt) per verbreitet Definition festlegen kann. Früher wurde von seitens der Behörden bei Internetkriminalität von „IuK-Kriminalität“[1] gesprochen, der Begriff wurde vor kurzem durch Cybercrime ersetzt.

Da es sich bei der Internetkriminalität um eine sehr dynamische Art der Kriminalität handelt, gibt es häufig neue Formen der Kriminalität. Diese entstehen sehr schnell, können aber auch wieder schnell verschwinden. Das macht eine genaue Definition von Internetkriminalität schwierig da sie permanent angepasst werden müsste. Daher ist die folgende Definition eher gegenstandsorientiert.

Also, wobei handelt es sich jetzt um Internetkriminalität?

Dafür hat die Bundesrepublik Deutschland, die seit dem 01.07.2009 in Kraft getretene „Cybercrime Konvention“ ratifiziert. Laut dieser EU-Konvention kann bei folgenden Straftaten von Cybercrime also Interkriminalität gesprochen werden:

- Straftaten gegen die Vertraulichkeit, Unversehrtheit und Verfügbarkeit von Computerdaten und –systemen
- Computerbezogene Straftaten (computerbezogene Fälschungen und Betrug)
- Inhaltsbezogene Straftaten (Kinderpornografie)
- Straftaten im Zusammenhang mit Verletzungen des Urheberrechts und verwandter Schutzrechte
- Mittels Computersystemen begangene Handlungen rassistischer und fremdenfeindlicher Art (gem. Zusatzprotokoll 2006)[2]

Diesen Aufzug möchte ich als Grundlage und als Hintergrundinformation hier stehen lassen. Es zeigt auch, das die Behörden mit dem Thema vertraut sind, und es einen Strafkatalog gibt.

2.2 Hintergründe zur Internetkriminalität

Zuerst gibt es einige Begrifflichkeiten zu klären die in der Arbeit von Bedeutung sind.

2.2.1 Hacker

Für den Begriff Hacker gibt es keine einheitliche Definition. Bei der Recherche bin ich aber auf eine Definition gestoßen, die ich sehr passend finde.

„Ein Hacker ist ein enthusiastischer, schneller und effizienter Programmierer, vor allem jedoch ein talentierter und technikbegeisterter Computerspezialist, der einerseits ein Problem durch innovative und kreative Ausschöpfung der Möglichkeiten am Computer zu lösen versucht, und andererseits die Grenzen des Computers durch experimentelles Vorgehen, durch Demontage, Verbesserung und Kreation durch Programmieren oder technisches Basteln auszureizen gewillt ist.“ (Türemen S. 79, 2011)

Bei dieser Definition wird klar, was für eine anspruchsvolle Tätigkeit der eigentliche Häcker hat. Es ist nicht so, dass jeder der Cyberkriminalität betreibt ein Hacker ist.

Die meisten Cyberkriminellen benutzen Programme von „richtigen Hackern“ um ihre Tätigkeiten umzusetzen, sind dabei aber häufig nicht in der Lage selber kritische Lücken zu entdecken und diese bösartig auszunutzen.

Laut dem CCC (Chaos Computer Club) haben Hacker häufig nicht das Ziel, gefundene Lücken bösartig auszunutzen. Vielmehr ist es so, dass es sich bei Menschen die diese Lücken ausnutzen um sog. „Cracker“ handelt.[3] Hier gilt es, diese zwei Begriffe zu differenzieren auch wenn dies in den Medien häufig nicht getan wird.

2.2.2 Tronjaner und Virus

Diese beiden Begriffe werden häufig in einem Kontext genannt, hier gibt es aber zwei gravierdene Unterschiede.

Im Großen und Ganzen ist ein Virus ein Schadprogramm welches dazu da ist, sich im Computer einzunisten und im schlimmsten Fall den Computer zum totalen Absturz zu bringen. Er kann hierbei einzelne Daten löschen, oder ihre integrität verändern oder die komplette Festplatte löschen. Der Benutzer infiziert sich durch das Ausführen einer Datei, meistens per E-Mail erhalten oder durch das herunterladen von einer Internetseite. In der Regel ist ein Virus nicht in der Lage wenn er einmal auf einem Computer installiert ist, sich durch Nachladen von neuem Programmcode aus dem Internet neue Verhaltensweisen anzueignen wie dies bei einem Trojaner der Fall ist. Allerdings durchsuchen Viren in den meisten Fällen den Computer nach informationen, wie sie sich weiter verbreiten können, vornehmlich durch das Versenden von E-Mails über das E-Mail Konto des Benutzers.

[...]


[1] (Informations- und Kommunikationstechnik – Kriminalität)

[2] (Wernert, 2011) S. 17f.

[3] (Hacker und Cracker) Abgerufen am 02.04.2012.

Details

Seiten
14
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656279747
ISBN (Buch)
9783656281160
Dateigröße
476 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v202050
Institution / Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
2,0
Schlagworte
Internetkriminalität Cybercrime

Autor

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Titel: Internetkriminalität (Cybercrime) - Gefahren für die Wirtschaft