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Alpha und Beta im Portfoliomanagement

Seminararbeit 2012 26 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Symbolverzeichnis

1 Einführung 1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung

2 Grundlagen und Weiterentwicklung der Portfoliotheorie 2.1 Modell nach Markowitz
2.2 Das Capital Asset Pricing Model
2.2.1 Entwicklung
2.2.2 Der Betafaktor eines Portfolios
2.2.3 Performance Messung durch Alpha
2.2.4 Aktives und passives Portfoliomanagement

3 Kritische Auseinandersetzung zur Rolle von Alpha und Beta

4 Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick Anhang
Literaturverzeichnis
Verzeichnis der Internetquellen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Darstellung des Marktportfolios im CAPM

Abbildung 2 Die Beziehung Rendite zu systematischem Risiko im CAPM

Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung

1.1 Problemstellung

Als eine führende globale Investmentbank präsentiert sich die Deutsche Bank der internationalen Öffentlichkeit mit dem Slogan "Passion to Perform".[1] Dieses Marketingversprechen verdeutlicht stellvertretend den Anspruch, in einer schnelllebigen, herausfordernden Umwelt überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen zu wollen. Hierbei stellt sich die Frage, woran eine herausragende Performance festgemacht werden kann. Im Portfoliomanagement gibt es zu diesem Zweck bestimmte Kennzahlen wie Alpha und Beta. Sie werden den Kern der folgenden Ausarbeitung bilden.

1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung

Ziel dieser Arbeit ist die planvolle Betrachtung der im Portfoliomanagement verwendeten Größen Alpha und Beta. Bei diesen Faktoren handelt es sich um reine Zahlenwerte, die für Außenstehende relativ abstrakt wirken können. Daher sollen die Nachvollziehbarkeit dieser Größen, ihre Aufgaben und auch vorhandene Schwachstellen im Vordergrund der weiteren Darstellungen stehen. Vor diesem Hintergrund wird auf mathematische Berechnungen und insbesondere die detaillierte Herleitung von Formeln bewusst verzichtet. Vielmehr zielt diese Seminararbeit vordergründig auf die Vermittlung eines Grundverständnisses von Alpha und Beta im Portfoliomanagement ab.

Zu Beginn der Ausarbeitung werden im zweiten Kapitel die Grundlagen der Portfoliotheorie näher beleuchtet. Die diesem Abschnitt zugrunde liegenden Erkenntnisse von Markowitz sind wichtige Basis der Portfoliotheorie und damit notwendig, um die sich anschließenden Betrachtungen besser nachvollziehen zu können. Danach bildet die Weiterentwicklung dieser Grundlagen im Capital Asset Pricing Model den Fokus der Untersuchung. Einen Schwerpunkt findet die Arbeit speziell hier, weil sich aus diesem Modell die Größen Alpha und Beta übersichtlich ableiten lassen. Es wird deutlich werden, welche Rolle diese Werte im modernen Portfoliomanagement einnehmen, warum die Modellprämissen unterschiedlich ausgelegt werden und welche Ergebnisse sich daraus ableiten lassen.

Die kritische Betrachtung von Alpha und Beta ist Thema des dritten Kapitels. Es wird aufgezeigt, in wieweit die Faktoren beeinflusst werden können und welche Auswirkung eine solche Veränderung haben kann.

Eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse und ein Ausblick auf mögliche Entwicklungen im Portfoliomanagement bilden den Abschluss der Arbeit.

2 Grundlagen und Weiterentwicklung der Portfoliotheorie

2.1 Modell nach Markowitz

Am Anfang dieser Ausarbeitung sollen die Grundlagen der Portfoliotheorie erläutert werden. Dies ist sinnvoll, da moderne Anlagekonzepte hierauf basieren und die spätere Herleitung der Größen Alpha und Beta mit diesem Hintergrundwissen besser nachvollzogen werden kann.

Es war Harry Markowitz, der 1952 die Grundlagen der Portfoliotheorie durch seine empirische Betrachtung im "Portfolio Selection Model" legte. Als Annahmen für das Modell gelten Investoren als risikoscheu, rational handelnd und haben alle einen identischen Informationsstand. Zudem existieren keine Transaktionskosten oder Steuern, die Wertpapiere sind beliebig teilbar und der Betrachtungszeitraum beträgt eine Periode.[2] Könnte man gemeinhin annehmen, Anleger würden Geldmittel in eine Anlage maximal versprechender Rendite investieren, machte Markowitz eine abweichende Beobachtung. Als Bestätigung der altbekannten Volksweisheit nicht alle Eier in einen Korb zu legen, streuten die Investoren ihr Kapital breit auf verschiedene Anlagen. Die Beobachtung lässt sich aus der Erkenntnis begründen, dass neben der Rendite auch das eingegangene Risiko zu berücksichtigen ist. Die Kombination mehrerer Anlagen in einem Portfolio gestaltet sich, aufgrund eines geringeren Gesamtrisikos im Vergleich zu den Risiken der Einzeltitel, vorteilhaft. Ein effizientes, diversifiziertes Portfolio zeichnet sich dadurch aus, dass für das gegebene Risiko keine höhere Rendite existiert.[3] Der rationale Anleger wählt je nach persönlicher Risikoneigung eines dieser effizienten Portfolios auf der so genannten Effizienzlinie aus.[4]

Das geringere Risiko eines diversifizierten Portfolios begründet sich aus der Korrelation der einzelnen Anlageobjekte im Portfolio.[5] So kann der Werteverfall eines Einzeltitels z.B. vom Anstieg anderer Wertpapiere im Portfolio kompensiert werden.

In der Praxis erweist es sich als komplexe Aufgabe, effiziente, diversifizierte Portfolios zu bilden. Die erforderlichen Berechnungen, z.B. der Kovarianz zur Erstellung einer Matrix, können je nach Anzahl der Anlageobjekte im Portfolio sehr umfangreich werden. Wie in den 50er Jahren, in den Gründerzeiten der Theorie, ist die Portfoliooptimierung heute keine minder komplexe Aufgabe. Jedoch werden die erforderlichen Berechnungen heutzutage in weitaus kürzerer Zeit von leistungsstarken Computern und speziellen Softwarelösungen bewältigt.[6]

2.2 Das Capital Asset Pricing Model

2.2.1 Entwicklung

Die Erkenntnisse von Markowitz stellen nach überwiegender Lehrmeinung einen großen Fortschritt dar. Trotzdem festigte sich in der wissenschaftlichen Diskussion der Folgejahre der Eindruck, das Modell könne den Preisbildungsprozess an Kapitalmärkten nicht ausreichend erklären.

Aus diesem Grund entwickelten Sharpe 1964, Lintner 1965 und Mossin 1966 unabhängig voneinander das deskriptive Capital Asset Pricing Model (CAPM) in Anlehnung an die Theorie von Markowitz. Die Modellprämissen des CAPM erweitern die der Portfolio Selection Theorie um die Existenz eines risikofreien Zinses rf, zu dem jeder Investor in unbegrenzter Höhe Kapital anlegen oder aufnehmen kann.[7] Dabei wird für rf üblicherweise die Umlaufrendite langfristiger Staatsanleihen, wie z.B. Bundesanleihen, stabiler Länder als Anhaltspunkt herangezogen.[8] Somit hat der Anleger die Wahl zwischen einer risikolosen Anlage, einer risikobehafteten Anlage z.B. in Aktien oder einer Mischform daraus. Grundsätzlich lassen sich im Modell alle Typen von Investoren abbilden, von extrem sicherheitsbewusst bis vollumfänglich risikobereit.

[...]


[1] Deutsche Bank AG (2012), o. S.

[2] Vgl. Schmeisser, Wilhelm / Geißler, Jörg / Schütz, Kerstin (2008), S. 31-32.

[3] Vgl. Steiner, Manfred / Bruns, Christoph / Stöckl, Stefan (2012), S. 3.

[4] Vgl. Markowitz, Harry (1952), S. 77-91.

[5] Im Sonderfall einer perfekten Korrelation kann keine Reduktion des Risikos erreicht werden. Umfang-

reiche Erläuterungen zur Korrelation sind nicht Gegenstand dieser Arbeit. Vgl. hierzu z.B. Hill, Robert

(2010): Portfolio Theory & Financial Analyses, o.O. 2010, S. 27 ff.

[6] Vgl. Clarke, Roger / de Silva, Harindra / Thorley, Steven (2009), S. 7.

[7] Vgl. Sharpe, William (1964), S. 425-442, Lintner, John (1965), S. 13ff., Mossin, Jan (1966), S. 261-276.

[8] Vgl. Pape, Ulrich (2011), S. 398.

Details

Seiten
26
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656283089
ISBN (Buch)
9783656283256
Dateigröße
624 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v201904
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Note
1,3
Schlagworte
Portfoliomanagement Alpha Beta Anlageerfolg Dax Benchmark Index Indizes ETF Fonds Betawert Alphawert Tracking Error Portfolio Mischung Markowitz Capital Asset Pricing Model CAPM

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