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Mobbing in der Erwachsenen-Weiterbildung

Hausarbeit 2011 16 Seiten

Pädagogik - Erwachsenenbildung

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 Abkürzungsverzeichnis

2 Einleitung

3 Definition und Begriffabgrenzung
3.1 Die Mobbinghandlungen nach H. Leymann
3.2 das vier- bzw. fünfstufige Phasenkonzept von H. Leymann
3.3 Mobbing unter den Teilnehmern

4 Charakteristika von Opfern und Tätern
4.1 Persönlichkeitsmerkmale von Opfern
4.2 Persönlichkeitsmerkmale von Tätern

5 Ursachen
5.1 Beweggründe
5.2 Leistungsdruck im Hörsaal bzw. im Unterricht

6 Auswirkungen
6.1 Folgen für das Opfer
6.2 Folgen für den Täter

7 Prävention und Intervention
7.1 Ein Interventionsprogramm von Dan Olweus
7.2 Maßnahmen

8 Zusammenfassung

9 Quellenverzeichnis

1 Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 Einleitung

Für das Thema „Mobbing in der Erwachsenen-Weiterbildung“ habe ich mich entschieden, weil dieses Problem in den Medien nicht angesprochen und wahr genommen wird. Aus den Schulen und vereinzelten Unternehmen wird zwar immer aktueller und durch dramatische Meldungen in den Medien über Mobbing berichtet und dadurch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregt. Mobbing in der Erwachsenen-Weiterbildung wird dagegen gar nicht wahr genommen und scheint in den Medien nicht zu existieren.

Die Fragestellung dieser Arbeit geht vor allem dahin, welche Ursachen Mobbing unter den Teilnehmern einer Weiterbildungsmaßnahme hat und ob es einen bestimmten Opfer-/Tätertyp gibt. In meiner Hausarbeit gehe ich zuerst auf die Herkunft und Bedeutung des Begriffs „Mobbing“ im Allgemeinen ein. Danach schildere ich Mobbing unter den Teilnehmern in der Erwachsenenbildung und grenze den Opfertyp ab. Daran anschließend beschreibe ich typische Charaktereigenschaften von Tätern und Opfern.

Einer der beiden Hauptaspekte in meiner Hausarbeit sind die möglichen Ursachen für Mobbing in der Erwachsenen-Weiterbildung. Es erfolgt eine Beschreibung von anfälligen Opfer- oder Tätertypen. Als nächstes nenne ich Ergebnisse aus einer Studie von Dan Olweus, die untersucht, welchen Einfluss Leistungsdruck und Zensuren auf Gewalt haben. Weiterhin gehe ich auf eine weitere Studie von ihm ein, die die Bedeutung von äußerlichen Auffälligkeiten in Bezug auf Mobbing zum Inhalt hat.

Daran anschließend gehe ich auf mögliche Ursachen des Mobbings unter Berücksichtigung von Opfer und Täter ein.

Der zweite zentrale Punkt beschreibt das Interventionsprogramm von Dan Olweus und gibt erfolgreiche Maßnahmen auf Leistungsebene, Gemeinschaftsebene sowie persönlicher Ebene an.

3 Definition und Begriffsklärung

Der Begriff „Mobbing“ leitet sich vom Lateinischen „mobile vulgus“ her. Dies entspricht in etwa der Bedeutung „aufgewiegelte Volksmenge, Pöbel“1. Die Verkürzung führt zur englischen Bezeichnung “mob“, aus der sich der Begriff „Mobbing“ entwickelte 2. Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen, die von einer oder mehreren Personen gegen eine andere Person gerichtet sind. Darüber hinaus hat sich für das Phänomen des Psychoterrors am Arbeitsplatz vor allem im angelsächsischen Sprachgebrauch der Begriff „Bullying“ etabliert, was übersetzt tyrannisieren, schikanieren, einschüchtern etc. bedeutet3. Der Begriff Mobbing wurde bereits 1958 vom Verhaltensforscher Lorenz angewendet. Er verwendete diesen Begriff um das Verhalten mehrerer Tiere gegenüber einem einzelnen Tier zu beschreiben. Anfang der 60-er Jahre etablierte der schwedische Mediziner Heinemann, angelehnt an das Verhalten von Tieren, durch verschiedene Veröffentlichungen den Begriff in der Öffentlichkeit 4.Anfang der 90-er Jahre hat der Forscher H. Leymann den Begriff Mobbing in Deutschland öffentlich gemacht5.

1)+ 2)+3 )Geothemenlexikon Psychologie (Denken, Fühlen, Handeln) M-Z ; Herausgeber: Peter Matthias Gaede, GEO

4)+5) Psychologisches Wörterbuch Dorsch, Herausgeber: Hartmut O. Häcker/ K.-H. Staps, 15 überarb. U. erweiterte Auflage, Verlag H. Huber

3.1 Die Mobbinghandlungen nach H. Leymann

Der Arbeitspsychologe Heinz Leymann hat sich jahrelang mit diesem Phänomen beschäftigt. Seiner Definition nach wird Mobbing über längere Zeit und kontinuierlich ausgeübt und ist somit von sporadischen Konflikten und Gemeinheiten abzugrenzen: „Der Begriff Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind (von einer oder mehreren anderen) und die sehr oft und über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommen und damit die Beziehung zwischen Täter und Opfer kennzeichnen“6.Leymann fand in seinen Untersuchungen heraus, dass Manipulation das Ziel des Mobbing ist. Er hat 45 verschiedene Mobbinghandlungen definiert, die sich auf fünf Kategorien verteilen:

...die Möglichkeit, sich mitzuteilen

...die sozialen Beziehungen

...das soziale Ansehen

...die Qualität der Schul- und Lebenssituation

...die Gesundheit

Einige der Mobbinghandlungen können auch in der normalen Kommunikation oder bei alltäglichen Konflikten vorkommen. Ausschlaggebend ist die Häufigkeit und die Dauer. Diese Übergriffe werden erst dann zum Mobbing, wenn sie oft und langfristig gegenüber einer anderen Person eingesetzt werden.7 Für die Opfer bedeuten diese Angriffe Psychoterror, welcher schwerwiegende Folgen haben kann8.

3.2 Das vier- bzw. fünfstufige Phasenkonzept von H. Leymann

Schon während seiner Forschungsarbeiten konnte Leymann feststellen, dass alle Mobbingfälle eine ähnliche Struktur aufwiesen. Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelte er sein ursprüngliches Konzept, dass der Verlauf des sog. „Psychoterrors“ in 4 bzw. 5 Phasen abläuft.

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Details

Seiten
16
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656284963
ISBN (Buch)
9783656285076
Dateigröße
562 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v201886
Institution / Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
3,0
Schlagworte
Mobbinghandlungen nach H. Leymann Mobbing Opfer Täter Erwachsenenbildung Schule

Autor

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Titel: Mobbing in der Erwachsenen-Weiterbildung