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Ökumenische Theologie, insbesondere ihr Ziel der Kircheneinheit

Hausarbeit 2012 15 Seiten

Theologie - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegendes zur ökumenischen Theologie gemäss Ulrike Link-Wieczorek

3. Vielfältig-vielgestaltiges Ökumeneziel Kircheneinheit
3.1 Die Herausforderung unterschiedlicher Einheitsverständnisse und -begriffe
3.2 Streitpunkt Petrusdienst
3.3 Eucharistiegemeinschaft als grosses sichtbares Zeichen?

4. Zusammenfassender Schluss und Ausblick

Literaturverzeichnis

Link-Wieczorek, Ulrike: Die Wahrheit in zerbrechlichen Gefässen: Theologie als ökumenische Theologie, in: dies. u. a. (Hrsg.): Nach Gott im Leben fragen. Ökumenische Einführung in das Christentum, Gütersloh 2004, 313-337 (zit. Link, Wahrheit).

Meyer, Harding: Ökumenische Zielvorstellungen (= Bensheimer Hefte 78, Ökumenische Studienhefte 4), Göttingen 1996 (zit. Meyer, Zielvorstellungen).

Nordamerikanische Orthodox-Katholische Theologische Konsultation: Schritte zu einer wieder vereinten Kirche. Entwurf einer orthodox-katholischen Vision für die Zukunft, in: Der christliche Osten 67 (2012) 12-23 (zit. Nordamerikanische Konsultation, Schritte).

Schütte, Heinz: Ziel: Kirchengemeinschaft. Zur ökumenischen Orientierung, Paderborn 1985 (zit. Schütte, Ziel).

Slenczka, Notger: Kirchliche Einheit und konfessionelle Identität. Anmerkungen aus lutherischer Perspektive, in: Graf, Friedrich Wilhelm/Korsch Dietrich (Hrsg.), Jenseits der Einheit. Protestantische Ansichten der Ökumene, Hannover 2001, 81-109 (zit. Slenczka, Einheit).

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Die Theologie der Ökumene hat als wissenschaftliche Teildisziplin der Theologie das Mitei­nander der verschiedenen christlichen Konfessionen und ihrer Mitglieder auf ihre Einheit hin zum Gegenstand. Dieses Miteinander wird in unseren Zeiten des schwindenden Konfessions­be­wusstseins der christlich Getauften in sich weiter säkularisierenden, pluralistisch-integrie­renden ge­sell­schaftlichen Umfeldern immer bedeutender. So besuchen z.B. Schweizer Katho­liken in der Diaspora immer mehr evangelisch-reformierte Sonntagsgottesdienste, wenn infolge Priesterman­gels in ihrer (Pfarr-)Kirche sonntags keine Messe gelesen wird, in der Überzeugung gemein­samen Christ­seins. Die individuell-konkret gelebte Ökumene eilt der institutionellen dabei entsprechend weit­gehend theologisch unreflektiert voraus. Diese Entwicklungen stellen die kirchlichen Amts­träger und die akademische Theologie immer wieder von Neuem vor die weitreichend-tiefgehende Heraus­forderung, sich um die Einheit der Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften sowie die Einheit der Christen noch intensiver zu bemühen.

Die vorliegende Annäherung an die Theologie der Ökumene im Rahmen einer theologischen Proseminararbeit referiert zunächst in zusammenfassender Form den Aufsatz der evangelisch-lutherischen Theologin Ulrike Link-Wieczorek „Die Wahrheit in zerbrechlichen Gefässen: Theologie als ökumenische Theologie“[1] . Das darin angesprochene Thema einer Kircheneinheit als Ökumeneziel wird daraufhin wegen seiner elementaren Bedeutung für alle Ökumene infolge Jesu Christi Geheiss zur Einheit aller (vgl. Joh 17,21) näher diskutiert.

2. Grundlegendes zur ökumenischen Theologie gemäss Ulrike Link-Wieczorek

Link-Wieczorek fragt sich zunächst, wie das gemeinsame christliche Bekenntnis in kon­fessionell verschiedenen Weisen ausgedrückt werden könne, ohne die (eine) Wahrheit Gottes pluralistisch aufzulösen.[2] Das menschliche Gottesbild sei entwicklungspsychologisch be­gründ­baren Wandlungen unterworfen.[3] Die akademische Theologie könne insofern weit­gehend als eine dauernde Neusondierung der bestehenden steuernden Gottesbilder verstanden werden.[4] Sie bedürften der steten Überprüfung auf Konformität mit der christlichen Rede von Gott. Gott selbst sei freilich unverfügbar und seine Wahrheit könne nur in menschlich-kon­textuellen Sprach- und Denkformen zum Ausdruck gebracht werden. Die grossen christlichen Konfessionsfamilien gingen unterschiedlich mit dieser Spannung in der Rede über Gott um.[5] Während in der römisch-katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen ikonographische Darstel­lungen Gottes weit verbreitet seien, hielten sich die reformierten Kirchen und die evange­lischen (Frei-)Kirchen diesbezüglich zurück. Die orthodoxe und die römisch-katholische Theologie verstünden die ikonographischen Gottesdarstellungen aber bloss als Gebets- und Andachts­hilfen. Denn geschähe eine Bemächtigung Gottes mittels Bildern, würde der Gottesglaube zum Bilderglaube und damit zum Aberglaube.[6] Entsprechend könnten und dürften alle sprachlichen Beschreibungen Gottes nur als Hilfsmittel zur Erfahrung Gottes verstanden werden.[7] Das Christentum nehme indessen an, dass sich Gott in Jesus von Nazareth selbst leib- und damit bildhaft offenbart habe. Jesu Leben, Sterben und Auferstehen seien uns jedoch nur mittelbar durch die vier verschiedenen Evangelien zugänglich, die ihrerseits zeitlich weit später und aus der Situation der jeweiligen örtlichen Christengemeinde heraus entstanden seien. Die Erforschung der historischen Umstände der Evangelienentstehung stelle heutzutage einen grossen Teil der Arbeit der neutestamentlichen Wissenschaften dar.[8]

[...]


[1] Dies., Wahrheit.

[2] Vgl. Link, Wahrheit, 314.

[3] Vgl. Link, Wahrheit, 314 f.

[4] Vgl. Link, Wahrheit, 315.

[5] Vgl. Link, Wahrheit, 316.

[6] Vgl. Link, Wahrheit, 318.

[7] Vgl. Link, Wahrheit, 318 f.

[8] Vgl. Link, Wahrheit, 319.

Details

Seiten
15
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656282754
ISBN (Buch)
9783656284055
Dateigröße
1.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v201778
Institution / Hochschule
Universität Luzern – Theologische Fakultät
Note
sehr gut
Schlagworte
Ökumene Kircheneinheit

Autor

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