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Welche Rolle spielen autobiographische Zusammenhänge im Werk von Hermann Hesse?

An den Beispielen “Demian”, “Unterm Rad” und “Der Steppenwolf”

Essay 2010 11 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inwieweit spielen autobiographische Zusammenhänge eine wichtige Rolle bei einer Interpretation von “Demian”, “Unterm Rad” und “Der Steppenwolf” von Hermann Hesse?".

Demian, Unterm Rad und Der Steppenwolf sind alle von Hesses eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen inspiriert. Hesse verbirgt seine autobiographischen Einflüsse durch fiktive Darstellungen und Pseudonyme. Beispielsweise ist der Protagonist Hans Giebenrath in Unterm Rad eine klare Projektion von Hesse selbst und seiner problematischen Kindheit. Durch Hans will Hesse ӓuẞern, wie seine Jugendfreunde, Naturbegeisterung und Gesundheit von ihm gerissen wird, wegen des enormen ӓuẞeren und inneren Drucks der Schule . Deswegen wird Unterm Rad oft sowohl autobiographisch als auch als eine Gesellschaftskritik interpretiert. In Demian stellt Hesse seine nӓchste Lebensphase dar, durch den jugendlichen Emil Sinclair. Wӓhrend seiner Suche nach persönlicher Identität begegnet Sinclair vielen Hindernissen, einschließlich Familie, Religion und Schule. Durch Sinclair verbalisiert Hesse seine Sorgen und Frust als eine wachsender Jugendlicher. Im Gegensatz dazu ist Der Steppenwolf nicht direkt autobiographisch, sondern objektiver und fiktiver. Durch fiktive Gestalten wie Harry Haller und fantasievolle Szenen wie das magische Theater, sind die Grenzen zwischen Autobiographie und Dichtung aufgelöst. Trotzdem werden Hesses Lebenskrise damals und seine Erlebnisse mit der Pyschoanalyse werden deutlich in der Figur Harry Haller manifestiert. Hesse nützt diese fiktive Form als eine Selbstüberprüfung, um sich mit seiner Identitӓtskrise auseinanderzusetzen.

Das Schulsystem war immer ein Schwerpunkt in Hesses Leben. Wӓhrend seiner Zeit in der Lateinschule in Calw erlebte er viele Konflikte und hat viel gelitten[1]. Er hat selbst zugegeben, dass „An mir die Schule viel kaputgemacht [hat]“[2] . Wegen Hesses starken Angriffe auf das Schulsystem in Unterm Rad, wird es oft als ein „ Schulroman“ interpretiert. Eugene L. Stelzwig weist darauf hin, dass „Getting back at those who hurt us is part of the pleasure of autobiographical writing, and Hesse relished in pointing the critical finger at the whole pedagogic system”[3] . Diese Idee, dass Hesse seine autobiographische Werke als eine Form der Rache gegen das Schulsystem nützt, wird durch die Rede des Schulleiters gezeigt, ” Der Mensch, wie ihn der Natur erschafft, ist etwas unberechenbares, Undurchsichtiges, Gefӓrhliches. Und wie ein Urwald gelichtet und gereinigt und gewaltsam eingeschrӓnkt werden muss, so muss die Schule den natürlichen Menschen zerbrechen und gewaltsam einschrӓnken “. Durch Ironie problematisiert Hesse das pӓdagogische Ideal, dass Kinder wie die Natur kultiviert werden müssen, und er zeigt den starken Konflikt zwischen begabten Schülern und der unterdrückenden Autoritӓt der Erzieher.

Diese Interpretation wird von Sikander Singh sogar weiter bekrӓftigt, der behauptet dass Unterm Rad wenig mit einer persӧnlichen Darstellung zu tun habe, sondern „ ein Ausdruck der Konflikte einer jungen, nachwachsenden Generation mit der kulturellen, politischen und sozialen Wirklichkeit ihrer Zeit“ sei[4] . Singhs Meinung, dass Hesse sich auf die Schäden eines einseitigen Erziehungssystems exklusiv konzentriert, kann von dem Begrӓbnis von Hans am Ende gestützt werden. Der Dialog zwischen dem Schumacher Flaig und dem Vater von Hans wird deutlich als ein Protest geschildert, sie diskutieren nicht über Hans selbst als ein Individuum oder einen tragischen Verlust, sondern suchen die Schuld beim Schulsystem, Flaig zeigt mit dem Finger auf ein paar Leute und flüstert, „Dort laufen ein Paar Herren, die haben auch mitgeholfen, ihn so weit zu bringen“. Der unpersӧnlich und deutlich kritische Ton am Ende des Romans, sowie als die Darstellung Hans als eine charakterlose Figur, stützt Singhs Arguement, dass Hesse seine eigene Kindheit schildern, sondern die tödlichen Konsequenzen eines unterdrückenden Schulsystems zeigen wollte.

Dennoch, entgegen zur Sings Argument, dass Unterm Rad einschlieẞlich ein Angriff ist, lӓsst sich interpretieren, dass Unterm Rad ein Wechselspiel von beidem, sowohl autobiographischen Erlebnissen, als auch eine Gesellschaflichen Kritik ist. Beispielsweise nützt Hesse das Thema der Natur oft, um beide diese Elemente zu kombinieren. In Unterm Rad zeichnet Hesse ein detailiertes Bild von seiner Heimatstadt in Calw neben dem Schwarzwald , „An den Waldrӓndern punkten lange Reihen von wolligen, gelbblühenden Kӧnigskerzen“, Hesses poetische Beschreibungen verherrlicht die Natur, und zeigt seine Affinitӓt zur Natur als ein Kind. Gleichseitig vermittelt die Natur eine Entlastung von der Schule „das tiefe, ruhige Wasser “, Wälder und natürliche Umgebungen werden als ein starker Kontrast zum Studium präsentiert, ein Ort der Ruhe und Abgelegenheit, wo Hans „ wenig Kopfweh“ hat. Beide Hesse und Hans teilen eine Leidenschaft für das Angeln, das Individualität und Freiheit symbolisiert - „die eigentümliche Freude, wenn man einen kühlen, feisten, schwänzelnden Fisch in der Hand hielt!“. Angeln repräsentiert ein zweckfreies Tun, und die starke Naturverbundenheit Hans‘(und Hesses). Allmählich verliert er des Examens wegen, die Verbindung mit der Welt der Natur, ``Ach das Angeln! Das hatte er fast verlernt und vergessen ``. Dies symbolisiert den Verlust nicht nur der Kindheit Hans‘, sondern auch seiner Individualität, der Unterdrückung der Schulinstitution wegen. Hesse zeigt, wie das Schulsystem allgemein zerstӧrt, und zeigt weiter, dass die Natur sowohl in Hesses eigenem Leben als auch in Unterm Rad eine wichtige Rolle spielt und als Ort der Selbstfindung und Entlastung dient. Dies stützt das Argument der autobiographischen Züge des Romans.

Die Freundschaft zwischen Hans Giebenrath und Hermann Heilner reflektiert diese Wechselspiel weiter, und kann sowohl autobiographisch als auch kritisch interpretiert werden. Joseph Mileck behauptet dass, „ Giebenrath [das ist], was Hesse war, und Heilner [das ist], was er werden musste, wenn er etwas aus seinem Leben machen wollte“[5] . Im Gegenteil zu dem Streber Hans, pflegt Heilner eine freie, künstlerische Lebensart und hat seine „eigene Gedanken und Worte“. Heilner ist ein idealisiertes Bild des jugendlichen Hesse selbst. Heilner kritisiert auch Hans‘ übertriebenen Eifer, “Das ist Tagelöhnerei, du tust all diese Arbeit ja doch nicht gern und freiwillig, sondern aus Angst vor den Lehrern“. In der Novelle flüchtet Heilner aus dem Kloster in die freie Natur , „er fror und konnte nicht schlafen, doch atmete er in einem tiefen Freiheitsgefühl mächtig…“ In dem vergegenwӓrtigt er Hesses eigene Flucht aus seiner Schule in Maulbron[6]. Während Hans scheitert und stirbt, geht Hermann von der Schule ab und sucht sich einen eigenen Weg. Heilner und Hans verkӧrpern verschiedene charakterliche Seiten des Autors, und durch die beiden gesteht Hesse die positiven und negativen Aspekte seines eigenen wachsende Selbst. Aber gleicseitig wird Hesses kritischem Blick in Heilner manifestiert. Beispielsweise kritisiert Heilner „ Da lesen wir Homer…wie wenn die Odyssee ein Kochbuch wäre “. Durch Heilner kann Hesse seine Antipathie gegen des wilhelminischen Schulsystem verbalisieren.

In einem anderen Licht, kann mann auch behaupten, dass die Freundshaft zwischen Heilner und Hans auch homoerotische Züge trӓgt. Heilner Küsst Hans auf den Mund und Hans, „ fühlte plӧtzlich mit wunderlichen Schreck des anderen Lippen seinen Mund berühren“. Hier kӧnnte man sagen, dass Hesse seine eigene Neugier gegenüber der Homosexualitӓt verbalisiert. Er ӓuẞert wie verboten und gleichzeitig verlockend dieser Gedanken für ihn war. Aber generell kann es auch Hans und Hesses eigene erwachenden Neigung der Pubertӓt demonstrieren. Zum Beispiel bei der Szene mit Emma, die erste Liebe Hans, „Auch in der eigenen Brust empfand er ein beengend starkes, banges und süẞes Wogen seltsam verwegener Gefühle...mit einer schüchtern zweifelnden Angst“. Hans ist von seiner Mischung sexueller Gefühle überwӓltigt, die er nicht begreifen kann. Hier reflektiert Hesse seine eigenen pubertӓren Erfahrungen.

Im Kontrast zu dem direkt autobiographischen Unterm Rad, notiert Theodore Zwiokowsky, dass Hesse Der Steppenwolf, ‘weniger interessiert [ist], eine gelassene Darstellung äußerer Ereignisse sogenannten Wirklichkeit zu geben, vielmehr eine, oft schmerzliche, selbstkritische Überprüfung seiner inneren Entwicklung‘[7]. Hier argumentiert Zwiokowsky, dass Hesse Der Steppenwolf nützt, um sich selbst zu analysieren. Diese Interpretation kann stark gestützt werden. Hesse befand sich in Mitte einer schweren Lebenskrise, hat sich als einen ‘hoffnungsloser Outsider‘[8] bezeichnet. Hesses Identitӓtskonflikt manifestiert sich in der Figur Hallers, der als „ ein fremdes, wildes und auch scheues Wesen aus einer anderen Welt als der meinigen“, von dem Herausgeber beschreibt wird. Wegen der zwei Seiten Harrys, sowohl Mensch als auch Steppenwolf, ist er von der bürgerlich zivilisierten Welt des Erzählers entfremdet. Seine gespaltete Persönlichkeit passt nicht in die rationalen Welt von ´´common sense, Demokratie und bürgerliche Bildung ‘. Beispielsweise wird Harry in der Szene beim bürgerlichen Professer wütend beim Anblick des kitschigen, verherrlichten Bildes Goethes, ‘Ich war wie besessen von dem Gefühl, dass die Situation unerträglich sei‘‘. Er Kann seinen Zorn und seineTriebhaftigkeit nicht kontrollieren, und reagiert wie ein ungezähmtes Tier. Hesse versucht, sich durch die zweiseitige Figur Hallers mit seiner eigenen psychologischen Neurose auseinanderzusetzen. Man kann diese Szene weiter als einen Angriff auf das bürgertum betrachten. Eugene L. Stelzwig kommentiert, dass der Ausbruch Hesses gegen den rechtsradikalen Professor Hesse erlaube, gleichzeitig seine eigene Empӧrung auszulassen[9]. Hesse identifiziert sich mit Haller, der einen Krieggegner repräsentiert, er verabscheut den Professor, der Juden und Kommunisten für hassenswert hält. „ein gutes, gedankenloses, vergnügtes, sich wichtig nehmendes Kind, er ist sehr zu beneiden “. Haller teilt Hesses pazifistische Ansichten. Hier, wie in Unterm Rad, verbindet Hesse seine Autobiographie mit einer starken Sozialkritik.

Im Allgemeinen bleiben Hesses Antipathien gegen die Wilhelminische Bürgerlichkeit ein dominantes Thema in Der Steppenwolf. Hans Luethi kommentiert, dass diese Welt für Hesse zu wenig und zu eindimensional sei[10]. Beispielsweise durch Wortspiele reflektiert Hesse oft seine eigene Melancholie und Depression. Die Wiederholungen derselben Aussage, „Todmüde saß ich zuweilen auf einer Bank, auf einem Brunnenrand, auf einem Prellstein“, bezeichnen den eintönigen Lebens und Leidensprozess der Figur Harry, und vermitteln einen Blick in den Alltags Hesses. Genauso wie Hesse, kann Harry wegen seines innerliches Konflikt nicht mit der bürgerlichen Welt zurecht kommen. Hesses Depression führt oft zu Gedanken an Selbstmord[11], die auch durch die Wiederholung des Wortes ‚Tod‘ in Der Steppenwolf widergespiegelt werden, zum Beispiel Harry ist oft „Todmüde“ und „voll tödlicher Angst“, Hier der reprӓsentiert Tod einen Ausweg aus der bürgerlichen Welt und ӓussert Hesses Existenzkrise.

Trotzdem erlaubt Hesse Harry nicht zu sterben, er bietet ihm (und sich selbst) einen anderen Ausweg, durch Selbstanalyse. Hesse benutzt fiktive Figuren, um sich mit seinen eigenen psychologischen Konflikten auseinanderzusetzen. Sikander Singh kommentiert, dass „Die Funktion und Bedeutung Hermines, Marias und Pablos…nichts anders darstellen als Manifestation des Unbewussten Hesses“[12] . Hesse stellt Hermine als abstrakte Projektion Harry selbst dar, „Vor ihrem Blick, aus dem meine eigene Seele mich anzuschauen schien...“. Hermine ist ein Teil von Harry, ihr Name ist auch die Weibliche Version von Hesses eigenen Vornamen. Hermine reprӓsentiert Hesses narrativen Versuch, aus sich selbst herauszutreten, und sich selbst kritisch zu sehen. „Du Harry, bist ein Künstler und Denker gewesen, ein Mensch voll Freude und Glauben…nie mit dem Hübschen und Kleinen zufrieden“. Über Hermine lernt Haller viel über sich und eine sorgenfreie, unbeschwerter Seite des Lebens kennen, Hermine lehrt Harry die kleineren, einfacheren Dinge des Lebens zu genießen, beispielsweise das Tanzen. Hermine ist ein symbolisches Spiegelbild. Sie repräsentiert die weiblichen Aspekte Harrys eigener Seele. Am Ende vom Steppenwolf ermordet Harry Hermine im magischen Theater. Dieses Tun symbolisiert, dass er in sich selbst findet, was sie reprӓsentiert. Hier kӧnnte man behaupten dass, Hesse seine eigene Heilung durch Selbstanalsye ӓuẞert.

Das magische Theater selbst kann pychoanalystish interpretiert werden. Pablo überzeugt Harry das magische Theater zu betreten, und auf dem Schild der Tür steht „nicht für jedermann, nur für Verrückte“. Harry muss diese rationale, ordentliche Welt verlassen, um seine innerlichen unbewussten Gedanken zu erleben. Das Magische Theater wird wie eine Psychoanalysesitzung dargestellt. In diesen Raum wird es möglich, die unterdrückten Aggression auszuleben. Zum Beispiel im Raum „Auf zum frӧhlichen Jagen! Hochjagd auf Automobile“ gibt es eine fiktiven Kampf zwischen Haller und Maschinen im Magischen Theater. „endlich die Fabriken anzuzünden, und die geschändete Erde ein wenig auszuräumen und zu entvölkern, damit wieder Gras wachsen kann…“. Dies z eigt Hesses persönliche Antipathien gegen die moderne Massenkultur.

Das magische Theater wirkt weiter hin als eine Form der Selbsttherapie für Hesse. Es prӓsentiert das Thema des Humors. Harry muss „ zu lachen lernen“, aber es ist eine besondere, dunkle Form des Lachens, die „ Galgenhumour “ heisst. Er muss lernen, über seine problematische Persӧnlichkeit zu lachen, und alles nicht so ernst zu nehmen. Hier reflektiert Hesse seine Erfahrungen mit dem Humor als eine Form der Therapie. Hesses eigene Selbstironie ist weiter illustriert durch die Titel einiger Türen im magischen Theater, Beispielsweise „Genuẞreicher Selbstmord!“ und „Einsiedlerspiele“. Diese Titel sind einige von Hesses eigenen Besessenheiten. Themen wie Freitod und Isolation waren stets Schwerpunkte in Hesses eigenem Leben. Die Tatsache, dass Hesse seine eigenen Probleme verspotten kann, ist ein Hinweis darauf, dass er durch die Psychoanalyse gelernt hat, über sie zu lachen, und sie nicht mehr so ernst nimmt.

Auch das Symbol des Spiegels im Magischen Theater kann autobiographisch interpretiert werden. Pablo gibt Harry einen „ Tachenspiegel “. Erst erblickt Harry seine „ wirre Wolfsgestalt “, aber nach seiner Heilung schaut er in einen „ riesengrossen Wandspeigel “ der ihm alle seine „ zahllosen Harryfiguren“ zeigt . Hier rekflektiert Hesse seine Erfahrungen mit Jung und Freud, die das Konzept hatten, dass eine Persӧnlichkeit viele Seiten hat, die nicht zu einem vorgebenen Ideal passen[13]. Am Ende sagt Haller , „Oh, ich begriff alles...wusste alle hunderttausend Figuren des Lebensspiels in meiner Tasche“. Die Figuren in seiner Tasche reprӓsentieren die vielen Seiten von Harrys Identitӓt, und Harry erkennt, dass seine Seele nicht nur zu zwei Figuren gehӧrt, sondern zu „hunderttausend“. Am Ende ist Harry geheilt. Hier ӓussert Hesse seine eigene possitive Erfahrungen mit der Psychoanalyse und der Werke Jungs und Freuds, die ihm bei seinem eigenen Ich-Konflikt helfen.

Genauso wie Der Steppenwolf, ist Demian eine Geschichte von Hesses Kӓmpfen sich selbst zu finden. Auẞerdem findet seine Ablehnung der bürgerlichen Welt und ihrer Werte auch in Demian ihren Ausdruck. Sikander Sing notiert, „ Da die Erzählung die Kindheitserfahrungen in einer durch den Pietismus geprägten Welt thematisiert, ist es naheliegend, den hier aufgegriffenen Konflikt auch auf Hesses eigene Kindheit zurückzuspiegeln.“[14] . Hesse identifiziert sich mit seinem Held, Sinclair, der genau wie Hesse , der Sohn einer streng pietistischen Missionarsfamilie ist. Sinclairs Weltbild wird stark von dem christlichen Dualismus von Gute und Böse beeinflusst. In Demian gibt es die Welt des „Vaterhauses“ wo es „ Verzeihung und Vorsätze“ und „Sauberkeit“ gibt. Diese Welt ist voller Regeln und bestimmt von geistiger sowie häuslicher Reinheit. Darüber hinaus gibt es eine zweite Welt, die „Verbotene Welt“, wo entprechend der Eltern all diese „grauenhaften, wilden und grausamen Sachen“ vorherrschen. Hier zeichnet Hesse ein Bild von seiner orthodoxen, bürgerlichen Erziehung.

[...]


[1] Hermann Hesse, sein Leben und sein Werk, Ball Hugo, 21

[2] Brief Hermann Hesses an seine Eltern, In, Ball Hugo, 50

[3] Hermann Hesse’s fictions of the self, Eugene L. Stelzwig, 59.

[4] Hermann Hesse, Sikander Singh, 95.

[5] Hermann Hesse, Dichter, Sucher, Bekenner, Joseph Mileck, 48.

[6] Hermann Hesse Natur und Geist- Hans juerg Luethi, 70.

[7] Hermann Hesse, Theodore Ziolkowski, 76.

[8] Materialen zu Hermann Hesses Der Steppenwolf. Michels Volker, 43.

[9] Hermann Hesse’s fictions of the self, Eugene L. Stelzwig, 45.

[10] Hermann Hesse Natur und Geist, Hans juerg Luethi, 37.

[11] Hermann Hesse. Leben- Werk- Wirkung, Limberg Michael, 107.

[12] Hermann Hesse, Sikander Singh, 136.

[13] Hermann Hesse Natur und Geist- Hans juerg Luethi, 56.

[14] Hermann Hesse, Sikander Singh, 34.

Details

Seiten
11
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656269946
ISBN (Buch)
9783656271505
Dateigröße
528 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v200823
Institution / Hochschule
King`s College London
Note
B+
Schlagworte
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Titel: Welche Rolle spielen autobiographische Zusammenhänge im Werk von Hermann Hesse?