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Entwicklung von akustischen Messverfahren für Gehschall- und Trittschallpegel

Betriebspraktikum an der PTB, Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig

Praktikumsbericht / -arbeit 2010 28 Seiten

Physik - Akustik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorbereitung zum Praktikum
1.1 Bewerbungsschreiben um einen Ausbildungsplatz
1.2 Tabellarischer Lebenslauf
1.3 Meine Erwartungen an den Betrieb und das Praktikum

2. Allgemeine Informationen
2.1 Über den Betrieb
2.2 Berufsbeschreibung
2.3 Der Arbeitsplatz
2.4 Ein Arbeitvorgang

3. Erfahrungs- und Wochenberichte
3.1 Eindrücke von meinem ersten Praktikumstag
3.2 Erste Praktikumswoche vom 3. Mai bis 5. Mai
3.3 Zweite Praktikumswoche vom 10. Mai bis 12. Mai
3.4 Dritte Praktikumswoche vom 17. Mai bis 21. Mai

4. Abschluss des Praktikums
4.1 Reflexion des Praktikums

5. Anhang Graphen zu den Messreihen

6. Literaturverzeichnis

1. Vorbereitung zum Praktikum

1.1 Bewerbungsschreiben(Muster, fiktiv)

Vu Phan Thanh

vu.phan.thanh[at]hotmail.de

An die PTB
Bundesallee 100
38116 Braunschweig

Bad Kreuznach, 30. April 2010

Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zum gelernten Physiklaboranten

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe vor einigen Jahren ein interessantes Schülerbetriebspraktikum bei Ihnen absolviert. Dieser hat mich damals besonders angesprochen. Zunächst möchte ich mich Ihnen nochmals gerne vorstellen.

Zurzeit besuche ich die CJD-Christophorusschule (Dr.-Wilhelm-Meyer-Gymnasium) in Braunschweig. An dieser Schule werde ich voraussichtlich mein Abitur im Juli entgegennehmen. In meiner Kursstufe habe ich als Profilprüfungsfächer Physik und Mathematik belegt und besitze somit grundlegende Voraussetzungen für die Ausbildung zum Physiklaboranten. Zudem habe ich Englisch als Leistungskursfach („erhöhter Niveau“) besucht.

Mein Interesse an der Physik zeigt sich zudem darin, dass ich in den letzten Jahren an Physik-Wettbewerben teilgenommen habe. Da bei mir also ein sehr starkes Interesse an der Physik und auch an einem Ausbildungsplatz an ihrem Institut für das nächste Jahr besteht, möchte ich mich hiermit gerne bei Ihnen bewerben.

Über eine Rückmeldung per E-Mail würde ich mich besonders freuen.

Mit freundlichen Grüßen

1.2 Lebenslauf (Muster)

Persönliche Daten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Schulbildung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Besondere Interessen und Kenntnisse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bad Kreuznach, 30. April 2010

1.3 Erwartungen an den Betrieb und an das Praktikum

Ich werde vom 1. Mai bis zum 21. Mai an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) mein Schülerbetriebspraktikum absolvieren.

Im Voraus habe ich mich bereits über die PTB informiert. Die PTB ist ein physikalisches Institut mit hauptsächlich Metrologie-Aufgaben. Mein Praktikum wird so vermutlich aus Messreihen bestehen. Dazu werde ich in einem physikalischen Laboratorium arbeiten und Messgeräte kennen lernen. Wahrscheinlich werde ich mich auch in die Theorie des Fachgebietes, in welchem ich zugeordnet bin, einarbeiten müssen. Dort werde ich also insgesamt hauptsächlich den Beruf eines Physiklaboranten ausführen. Ich hoffe, dass mir dieser Berufsfeld Spaß bereiten wird.

Der Physiklaborant arbeitet zudem stets mit anderen Personen, mindestens einem Physiker, zusammen. Von mir wird also auch Teamfähigkeit gefordert werden. Ich erwarte aber auch eine Arbeitsgruppe, deren Mitarbeiter mit mir sorgsam und hilfsbereit umgeht. Ich hoffe aber auch selbständig meinen Beruf nachgehen zu können.

Das Praktikum soll mir zeigen, ob ich auch für die praktischen Tätigkeiten in der Physik geeignet bin. Außerdem wünsche ich mir, dass das Praktikum mir Aufschluss darüber gibt, ob ich später in der Industrie oder in der Forschung meinen Beruf tätigen werde.

Ich vermute, dass das Betriebspraktikum nicht so anstrengend wie der Schulalltag sein wird. Zu einem denke ich, das zwischen der Arbeit viele Pausen eingeplant sind, zum anderen muss man in einem Betrieb keine Hausaufgaben bzgl. seiner Betriebsaufgaben anfertigen.

Da mir noch nicht mitgeteilt worden ist, in welche Abteilung ich mein Praktikum absolvieren werde, hoffe ich letztlich, dass ich im Gebiet der Elektrotechnik arbeiten werde.

2.1 Über den Praktikumsbetrieb

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig und Berlin ist eine Bundesoberbehörde und das höchste nationale metrologische Institut in der Bundesrepublik Deutschland (BRD). Sie wurde 1887 als erstes nationales Metrologieinstitut unter „Physikalisch-Technische Reichsanstalt“ gegründet. Die PTB erfüllt wissenschaftlich-technische Dienstleisteraufgaben.

Die PTB ist in der Bundesrepublik Deutschland in Gesetzen festgelegt mit den Aufgaben betraut, die gesetzlichen Einheiten des SI, des Internationalen Einheitensystems (frz. Système international d’unités), darzustellen, zu bewahren und weiterzugeben. Dazu muss die PTB Fundamental- und Naturkonstanten bestimmen. Sie muss auch Mess- bzw. Kalibrierungs-verfahren entwickeln. Sie betreibt also Grundlagen der Metrologie.

Außerdem dient die PTB der Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, indem sie an der Messtechnik mit Zuverlässigkeit und höchster Genauigkeit forscht und diese weiterentwickelt. Sie entwickelt und setzt Prüfungsnormen fest, zudem betreibt sie als Zulassungsstelle Qualitätssicherung. Darüber hinaus berät und informiert die PTB die Wirtschaft und Gesellschaft.

Die BRD wird auch durch diese Bundesanstalt bei fachlichen Angelegenheiten auf internationalen Organisationen und Veranstaltungen vertreten.

Nach dem Subsidaritätsprinzip sollen Aufgaben beispielsweise das Prüfen von Maßen zur Qualitätssicherung zunächst von untergeordneten Instituten wahrgenommen werden. Die PTB als eine Bundesoberbehörde hat also vor diesen Aufgaben zurückzutreten. Deshalb kann die PTB zu anderen untergeordneten Prüfinstitute nicht in Konkurrenz treten. Deshalb muss die PTB keine Werbung für ihre eigene Dienstleistung betreiben. Als letzte Instanz der Metrologie in der BRD hat die PTB aber die Aufgabe die untergeordneten Dienstleister zu überwachen.

Da die Tätigkeiten der PTB durch Gelder von Steuerzahlern finanziert werden, hat das in der PTB erworbenes Wissen öffentlich verfügbar zu sein. Dies wird durch Öffentlichkeitsarbeit erreicht.

Die höchste Instanz der PTB in ihrer Betriebshierarchie ist das Präsidium. Herr Prof. Dr. Ernst O. Göbel ist der Präsident dieses Präsidiums und zugleich der Leiter der gesamten Behörde. Die PTB ist anschließend in eine Verwaltungs- und neun Fachabteilungen gegliedert. Diese Abteilungen sind in mehrere Fachbereiche unterteilt. Die kleinsten Einheiten in den Fachbereichen sind die Arbeitsgruppen. Jede Betriebsinstanz besitzt einen Leiter, der für die Tätigkeiten innerhalb dessen verantwortlich ist.

In diesem Institut arbeiten etwa 1800 Beschäftigte, darunter etwa 430 wissenschaftliche Mitarbeiter. Etwas mehr als die Hälfte der Mitarbeiter sind im Gehobenen oder im Höheren Dienst eingestellt. Davon sind nur etwa ein Sechstel Frauen. Die restliche Hälfte der Mitarbeiter ist im Einfachen oder Mittleren Dienst eingestellt. Auch hier sind mehr als die Hälfte der Stellen von Männern besetzt. An der PTB sind also dominierend Männer anzutreffen.

Die meisten Mitarbeiter der PTB sind unbefristete Angestellte und Beamte. Sie sind nicht kündbar und ihnen drohen keine Entlassungen. Es sind aber Rückgänge von unbefristeten Neueinstellungen zu verfolgen.

Die PTB hat eine Mensa. In der die Mitarbeiter täglich ihr Mittagessen zu sich nehmen. In diesem Betrieb sind zudem Eltern-Kinder-Büros eingerichtet. Eltern können so ihre jungen Kinder mit in den Betrieb nehmen und diese während ihrer Arbeitszeit betreuen. Hier sind auch interne Betriebsärzte eingestellt. Diese genannten sind einige soziale Einrichtungen der PTB.

Die Nutzung von EDV ist an der PTB notwendig. Diese wird zur Organisation der Arbeitseinteilung, dem Informationsaustausch und insbesondere für die Messdatenerfassung benötigt. Dabei werden in der PTB die neusten Messtechnologien verwendet, um die Messgenauigkeit zu gewähren.

An der PTB als nationales metrologisches Institut ist „Metrologie“ ein zentraler Fachbegriff. Die Metrologie ist die Wissenschaft, die sich mit den Maßen, also den physikalisch erfassbaren Messgrößen mit ihren Einheiten, und Maßsystemen befasst. Die Metrologie dient der nationalen einheitlichen „Messung“. Eine Messung erfolgt durch das Vergleichen einer Messgröße mit einer „Einheit“. Die Einheit wird durch das „Normal“ festgelegt, verkörpert bzw. reproduziert. Die Einheit „Kilogramm“ (kg) wird z.B. durch den Kilogrammprototyp, dem Normal, verkörpert. Die PTB ist also dafür zuständig, solch ein einheitliches Einheitensystem auf nationaler Ebene festzulegen und die Wirtschaft bzw. die Gesellschaft darüber zu informieren und zu beraten.

2.2 Berufsbeschreibung :

Physiklaborant/in

Während meines Betriebspraktikums an der PTB übe ich hauptsächlich Tätigkeiten aus, die zum Beruf eines Physiklaboranten gehören. Diesen Beruf möchte ich nun als Ausbildungsberuf beschreiben.

Rechtlich ist keine schulische Vorraussetzung für diesen Beruf vorgeschrieben. An der PTB werden vorwiegend Schulabgänger mit sehr gutem Hauptschulabschluss, mit gutem Realschulabschluss oder mit Abitur (Hochschulreife) als Auszubildende eingestellt. Man sollte gute Noten in Physik besitzen, da Physikkenntnisse eines der Hauptwerkzeuge eines Physiklaboranten sind. Je nach Betrieb sind zudem spezielle Kenntnisse in bestimmten physikalischen Bereichen, beispielsweise in der Mechanik, Elektrotechnik oder Akustik, notwendig. Zudem sollte man gute Noten in Mathematik haben, da die Ermittlung von statistischen Größen mindestens Schulwissen in der Mathematik erfordert. Außerdem sind Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein zur Vermeidung von Schäden am Menschen und an der Umwelt in diesem Beruf besonders wichtig.

Erfüllt man die schulischen Voraussetzungen, kann man eine Bewerbung bestehend aus Bewerbungsschreiben, Lebenslauf mit Lichtbild und seinen Schulzeugnissen an das Personalreferat der PTB bis Ende Oktober des Vorjahres senden. Daraufhin wird man schriftlich zu einem Eignungstest und einem persönlichen Gespräch eingeladen. Entscheidend für die Einstellung sind die Ergebnisse des Eignungstests, die Schulzeugnisse und das persönliche Gespräch.

Die Ausbildung zum Physiklaboranten an der PTB beginnt etwa Ende August eines Jahres und dauert dann 3,5 Jahre.

Die monatliche Ausbildungsvergütung ist nach Ausbildungsjahren gestaffelt und richtet sich nach den jeweils gültigen Tarifverträgen. Im ersten Ausbildungsjahr beträgt die Vergütung pro Monat beispielhaft 783 Euro, im zweiten Jahr beträgt sie 826 Euro, im dritten Jahr steigert die Vergütung auf 887 Euro und im vierten Jahr entspricht sie 942 Euro. Auch der Urlaub wird nach den jeweils gültigen Tarifverträgen geregelt.

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Titel: Entwicklung von akustischen Messverfahren für Gehschall- und Trittschallpegel