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Erneuerbare Energien. Photovoltaik-Anlagen und ihre Komponenten

Grundwissen

Bachelorarbeit 2012 69 Seiten

Ingenieurwissenschaften - Energietechnik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung - Motivation

2. Solarmodule
2.1. Geschichte, Beschreibung und Funktion von PV-Modulen
2.2. Beschreibung und technische Funktion
2.3. Modulstruktur/-formen
2.4. Statistiken
2.5. Vor-/ Nachteile von PV Anlagen
2.6. Hersteller- und Lieferantenvergleich (vom 25.12.2011)
2.7. Online PV Handelsportale
2.8. Hersteller und Lieferanten (Leistungsübersicht)
2.9. Kennwerte der Solarmodule
2.10. Modulauswertung

3. Prüfverfahren und Zertifikate
3.1. Prüfverfahren und Zertifikate
3.2. CE Kennzeichnung
3.3. OEM Zertifikat

4. Dachauswertung und Befestigungsmöglichkeiten
4.1. Allgemeines zu Ausrichtungen und Dachneigungen
4.2. Statische Kriterien und Prüfungen
4.3. Verschattungen
4.4. Problematik von Schatten
4.5. Flachdächer
4.6. Schrägdächer

5. Wechselrichter
5.1. Europäischer Wirkungsgrad
5.2. Arten von Wechselrichtern
5.3. Wechselrichtervergleich

6. Zähler

7. Finanzierungsmöglichkeiten
7.1. Finanzierung aus eigenen Mitteln
7.2. Fremdfinanzierung
7.3. Fördermittel (Umweltbank, KfW, GLS Bank)
7.4. KfW
7.5. GLS Bank
7.6. Umweltbank

8. Wirtschaftlichkeit
8.1. Förderungen nach dem EEG
8.2. Änderungen/Zusätze aus dem eeg-
8.3. Vergütungsätze des Eigenverbrauchs

9. Betriebskosten
9.1. Versicherungskosten
9.2. Wartung
9.3. Reinigung
9.4. Umsatzsteuer

10. Fazit

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Anteile der erneuerbaren Energien am Gesamtvolumen

Abbildung 2: Zuwächse der in Deutschland installierter Leistung

Abbildung 3: Preisentwicklung/kWp

Abbildung 4: Vorgang innerhalb einer Solarzelle

Abbildung 5: Temperatureigenschaften von Solarzellen

Abbildung 6: Aufbau eines PV Moduls

Abbildung 7: Polykristallines Modul

Abbildung 8: Amorphes PV Modul

Abbildung 9: Anteile der Länder an installierter PV Leistung

Abbildung 10: Installierte Anlagen auf Bundesebene (2010)

Abbildung 11: Gemessene Sonnenstunden 2010

Abbildung 12: „TUVdotCOM" Zeichen des TÜVs

Abbildung 13: Herstellervergleich Solarmodule

Abbildung 14: Bsp. Kennwerte aus Datenblatt (Sanyo HIP-215NKHE)

Abbildung 15: versch. Bereiche innerhalb des Diagramms

Abbildung 16: Darstellung mögl. Leistungsverluste bei steigender Temperatur

Abbildung 17: Leistungsverhalten versch. Modulzell-Arten

Abbildung 18: Der Weg zum CE Zertifikat

Abbildung 19: Optimale Ausrichtungen

Abbildung 20: Ertragsdiagramm, versch. geneigter Module

Abbildung 21: Montagesystemevergleich

Abbildung 22: Bsp. für ein Flachdachmontagesystem

Abbildung 23: Einfache Befestigungsmöglichkeiten

Abbildung 24: Mittel- und Abschlussklemme

Abbildung 25: Versch. Dachhaken

Abbildung 26: Bsp. Dachhaken-Anbringung

Abbildung 27: Unterkonstruktionsbsp

Abbildung 28: Modulwechselrichter

Abbildung 29: Stringwechselrichter

Abbildung 31: Darstellung versch. Wechselrichterkonzepte

Abbildung 30: Zentralwechselrichter

Abbildung 32: Bsp. Eines Zweirichtungszählers

Abbildung 33: Netzintegrationsmaßnahmen

Abbildung 34: Visualisierungsbsp

Abbildung 35: Visuelle Auslegungsplanung der Module

Abbildung 36: Bsp. Kostenaufstellung bei PV Kalkulationstabelle

Abbildung 37: Bsp. Rechnung bei Wirtschaftlichkeitsrechnern

Abbildung 38: Bsp. einer Ertragsübersicht

Abbildung 39: Darstellung einer Anlagenüberwachung

Abbildung 40: PV Leistungen einer Reinigung

Abbildung 41: Strompreisentwicklung in Deutschland

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Modulvergleich nach Bauart

Tabelle 2: Vor-/ Nachteile von PV Anlagen

Tabelle 3: Modulvergleich

Tabelle 4: Tests, denen Module unterzogen werden

Tabelle 5: Wechselrichtervergleich

Tabelle 6: Kreditkonditionen der Umweltbank

Tabelle 7 Einspeisevergütungssätze

Tabelle 8: Degressionssätze

Tabelle 9: Vergütungssätze des Eigenverbrauchs

Tabelle 10: Versicherungscheckliste

Tabelle 12: PV Reiniger-Vergleich

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung - Motivation

Erneuerbare Energien sind ein sehr aktuelles Thema. Begriffe wie Solarkraftwerk, Photovoltaik, Solarstrom oder Solarakku gewinnen großes Interesse, wenn in den Medien darüber berichtet wird. Dabei gehört die Photovoltaik zu den stetig wachsenden, aber noch nicht ausgeschöpften Bereichen des Industriezweigs für erneuerbaren Energien.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Anteile der erneuerbaren Energien am Gesamtvolumen

Quelle: erneuerbare-energien.de (2011a), S. 9.

Sinkende Preise (siehe Abb. 4) verbunden mit dem stetig wachsenden Markt sind für diese Ausarbeitung deshalb ein Hauptgrund. Am Ende dieser Ausarbeitung sollen folgende Fragen beantwortet werden können:

- Wie viel Fläche wird für welche Leistung benötigt?
- Wie hoch kann eine Rendite ausfallen?
- Welche Kosten müssen berücksichtigt werden?
- Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Wann und ob es sich für einen Haushalt lohnt, eine eigene Anlage auf dem Dach zu haben, kann meistens erst nach einem Gespräch mit einem örtlich ansässigen Händler beantwortet werden. Der Händler sollte in der Lage sein, Informationen engagiert und gut verständlich zu erklären, dabei sollte sich vorab über die Kosten informiert werden. Welche genauen Möglichkeiten es gibt und was beachtet werden sollte, wird in dieser Ausarbeitung genauer erläutert.

Auf immer mehr Dächern können heutzutage Photovoltaik-Anlagen ausgemacht werden. Welchem Zweck diese Anlagen dienen, ist aber im ersten Moment nicht erkennbar, denn die Installation kann entweder zur Warmwasserbereitung oder zur Stromerzeugung dienen.

Diese Bachelorarbeit wird sich aber hauptsächlich nicht mit der Zweckbestimmung beschäftigen, sondern sich auf die Installation von PV Modulen beschränken, notwendige verschiedene Komponenten beschreiben sowie eine Auswertung vornehmen, die es ermöglichen soll, nach den richtigen und wichtigsten Kriterien eine Komponente auszuwählen. Komponenten wären z. B.:1

- Solarmodul
- Wechselrichter
- Zähler
- Kabel und Stecker
- Unterkonstruktion/Befestigungssysteme

Diese Ausarbeitung soll für Verständnis und Grundwissen über die Komponenten sorgen. Auch Vergleichsmöglichkeiten und mögliche Kriterien werden genannt.

2. Solarmodule

2.1. Geschichte, Beschreibung und Funktion von PV-Modulen

Die Photovoltaik gewann, wie in der Grafik ersichtlich, um 1990 erste Bekanntheit und verzeichnete in Deutschland dank technischen Fortschritts stetige Zuwächse.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Zuwächse der in Deutschland installierter Leistung

Quelle: iea-pvps.org

Alleine 2010 und 2011 gab es in Deutschland einen Zuwachs von 74 % bzw. 43 % der neuen Installationen von PV Anlagen. Insgesamt ergab sich 2011 eine kumulierte Leistung von 24877 MW.

Die Erfolgsgeschichte begann zwar erst in den 1990er Jahren, dabei reicht der geschichtliche Hintergrund weiter, exakt bis zum Jahre 1876. Durch Experimente und verschiedenen Messungen mit dem chemischen Element Selen wurde festgestellt:

„ Licht verursacht einen Elektrizitätsfluss in einem festen Körper “ 2

Dieses neu entdeckte Phänomen wurde „photoelektrisch“ genannt. Im Jahre 1885 erklärte Werner von Siemens, dass Module durch den Zusammenschluss mehrerer Selenplatten „uns zum ersten Mal die direkte Wandlung von Licht in elektrische Energie“ zeigen.3

Innerhalb der darauffolgenden 30-40 Jahre ließ das Interesse an dem photoelektrischen Problem aber generell nach, da zum einen nur ein sehr geringer Wirkungsgrad „viel kleiner als 1 %“ erreicht wurde, und zum anderen wurde zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht in Betracht gezogen, diese Erkenntnis zur Energiegewinnung zu nutzen.4

Der entscheidende Fortschritt gelang drei Forschern (Gerald Pearson, Darryl Chapin und Calvin Fuller) erst 1953, als sie erkannten, dass das Silizium zwar den gleichen Effekt hatte wie das chemische Element Selen, „aber eine viel stärkere Lichtausbeute besitzt.“5 An eine Markteinführung oder eine Verbreitung dieses Fortschrittes war zur damaligen Zeit aber immer noch nicht zu denken. Die Preise, der fehlende technische Fortschritt und der kleine Wirkungsgrad von 4-6 %6 waren die wichtigsten Hindernisse für eine Markeinführung. Erst knapp 40 Jahre später, um 1990, war die Entwicklung so weit, dass erste Investitionen in PV Anlagen getätigt wurden. Die Preise lagen pro kWp bei etwa 15.000 €7 und weisen sinkende Anschaffungskosten auf.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Preisentwicklung/kWp

Quelle: fraunhofer.de, S. 6.

In diesem Abschnitt soll nun die technische Vorgehensweise, die in einem Modul stattfindet, näher erläutert werden. Hierzu gibt es einige sehr gute Erklärungen:

„Dem Photovoltaikprozess liegt der photovoltaische Effekt in Halbleitermaterialien zugrunde. Halbleitermaterialien absorbieren einen Teil des auf die Zelle einfallenden Lichts. Dadurch werden Elektronen freigesetzt, die den Fluss einer elektrischen Ladung durch das Material ermöglichen. Photovoltaikzellen besitzen ein integriertes elektrisches Feld, das die durch Lichtabsorption freigesetzten Elektronen in eine bestimmte Richtung zwingt. Das Feld entsteht durch die so genannte Dotierung (die kontrollierte Einbringung von Verunreinigungen) von Silizium mit Elementen wie Phosphor oder Bor, durch die N- oder P-Bereiche entstehen. Legt man nun an die Ober- und Unterseite der Photovoltaikzelle Metallkontakte an, kann der erzeugte elektrische Strom durch einen externen Stromkreis geleitet und nutzbar gemacht werden.“8 Gut sichtbar ist das System in folgender Darstellung:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Vorgang innerhalb einer Solarzelle

Quelle: wingate.ch

Nur durch das „Wandern“ der negativen Elektronen auf die eine und der positiven Ladungsträger auf die andere Seite (vergleichbar mit einem Plus- und Minuspol wie bei einer Batterie) wird Strom erzeugt. „Die Stromstärke ist allerdings proportional zur Lichtstarke - je mehr Sonnenschein, desto mehr Solarstrom.“9 Mehr dazu folgt im Kapitel über „Verschattung“.

Ein wichtiger Punkt dabei ist die produzierte Wärme der Module. Im Sommer kann sie bis zu 70 °C betragen, was sich stark auf den Wirkungsgrad auswirken kann, was beim Thema Temperaturkoeffizient noch näher beschrieben wird. Dieses Problem ist zwar lange bekannt, lässt sich jedoch nur schwer vermeiden. Denn es wird 75% des Sonnenlichtes von den Modulen absorbiert, als reflektiert werden kann, was zu einer Erwärmung führt.10

„Der Wirkungsgrad von kristallinen Silizium-Solarzellen ist höher, je kälter sie sind. Bei jedem Grad Temperaturerhöhung liefert die Solarzelle, etwa ein halbes Prozent weniger Strom. Wenn sich die Solarzelle also auf 60 °C erhitzt, erzielt sie eine 20 % geringere Stromausbeute als bei 20 °C. Bei der Planung eines Fassaden- oder Dachintegrationssystems ist es wichtig, ggf. die Modultemperatur zu berücksichtigen, die im Sommer entstehen könnte und für ausreichende Hinterlüftung der Module zu sorgen, so dass der größtmögliche Ertrag erzielt werden kann.“11

Diese Erkenntnisse zeigen die Wichtigkeit einer optimalen Lüftung, um bei Großanlagen eine höhere Erwärmung und den damit verbundenen Leistungsverlust zu vermeiden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Temperatureigenschaften von Solarzellen

Quelle: www.pv-ertrag.com

2.3. Modulstruktur/-formen

Allgemeines

Der Aufbau eines Solar- oder PV Moduls ist im unteren Bild ziemlich genau dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Aufbau eines PV Moduls

Quelle: Quaschning, 2010. S. 110.

„Da Solarzellen sehr empfindlich sind, leicht zerbrechen und durch Feuchtigkeit korrodieren, müssen sie geschützt werden. Hierzu bettet man die Solarzellen in einen speziellen Kunststoff zwischen einer Frontglasscheibe und einer Kunststofffolie auf der Rückseite ein. Einige Hersteller verwenden auch Glas für die Rückseite. Das Glas sorgt für die mechanische Stabilität und muss sehr lichtdurchlässig sein. Als Kunststoff zur Einbettung werden zwei dünne Folien aus Ethylenvinylacetat (EVA) verwendet. Bei Temperaturen von rund 100 Grad Celsius verbinden sie sich mit den Zellen und dem Glas. Dieser Vorgang heißt Laminieren. Das fertige Laminat schützt nun die Zellen vor weiteren Witterungseinflüssen, vor allem vor Feuchtigkeit.“12

Solarzellen werden größtenteils aus Silizium hergestellt13, je nach Herstellungsverfahren werden sie eingeteilt in:

- Monokristalline,
- Polykristalline und
- Amorphe (Dünnschicht) Solarzellen.

Die Unterschiede liegen in der Herstellung und den damit verbundenen Kosten. Daher können die verschiedenen Arten in unterschiedliche Preiskategorien eingeteilt werden. Einen kurzen Überblick gibt die Tabelle unterhalb (siehe Tab. 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Modulvergleich nach Bauart

Quelle: Solaranlagen-portal.com

„Derzeit werden rund 30 % aller Solarzellen aus monokristallinem Silizium hergestellt; rund 60 % aus polykristallinem Silizium (poly-Si). Aus amorphem Silizium bestehen rund 5 % der Solarzellen. Alle anderen Materialien wie Galliumarsenid und CIS-Materialien (Kupfer, Indium, Schwefel und Selen) decken die restlichen 5 % der Industrie-Solarzellen ab.“14

Es gibt zwar noch andere Modularten15, wie organische Solarzellen, Cadmium-Tellurid (Dünnschicht Technik), denen hier aber keine größere Beachtung geschenkt werden soll, denn mit den drei bzw. vier genannten Arten wird sich auf die wichtigsten beschränkt. Im Weiteren werden die verschiedenen Modularten genauer betrachtet.

Monokristalline PV Module

Aufgrund des sehr hohen Anteils an Silizium sind diese Module sehr effektiv, infolge des aufwändigen Herstellungsverfahrens aber teurer als andere Modularten. Die Lebensdauer beträgt etwa 30 Jahre16, Garantien und weitere Vergleichsmöglichkeiten werden im Anschluss dargestellt.

Diese Modulart ist an der bläulichen Färbung erkennbar. Durch den geringeren Siliziumgehalt als bei Monokristallinen Modulen lässt sich der geringere Wirkungsgrad erklären.17

Polykristalline PV Module

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Polykristallines Modul

Quelle: Energieroute.de

Amorphe Solarzellen werden auch Dünnschicht- solarzellen genannt. Sie unterscheiden sich von den kristallinen Modulen durch den Herstellungsprozess, dem daraus resultierenden geringeren Wirkungsgrad und dem Preis. „Als Basis für Dünnschichtsolarzellen dient ein Träger, der in den meisten Fällen aus Glas besteht.“18

Amorphe Solarzellen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Amorphes PV Modul

Quelle: energieroute.de

Amorphes Silizium weist ein hohes Absorptionsvermögen auf, Siliziumschichten werden auf den Träger (Glas-, Metall- oder Plastikfolien)19 aufgedampft, oder aufgesprüht20. Der Vorteil dieser Module ist das sie bei Diffusem Licht einen höhere Leistung aufweisen als Kristalline Module.21

Ein weiterer Vorteil ist das der Leistungsverlust, bei steigender Modultemperatur, nicht so hoch ist wie bei den kristallinen Solarmodulen. „Amorphsilizium-Dünnschichtzellen können selbst unter schwachen licht Bedingungen in den frühen Morgen- und Abendstunden sowie an bewölkten Tagen Energie erzeugen.“22

CIGS

Die Buchstaben CIGS stehen für die elementaren Bestandteile Kupfer, Indium, Gallium, Schwefel und Selen. In Tests wurde festgestellt, dass diese Module im Winter einen höheren Wirkungsgrad als Mono- und Polykristalline Module erzielen. Da es diese Modulart erst seit 2009 gibt, konnten noch keine Langzeitstudien durchgeführt werden.23

2.4. Statistiken

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Anteile der Länder an installierter PV Leistung

Quelle: iea-pvps.org

Werden die Anlagenleistung der in Deutschland installierten PV Anlagen betrachtet, zeigt die Tabelle unterhalb, dass von den Weltweit installierten Anlagen Deutschland alleine mit 34953MW 50% installiert hat.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 10: Installierte Anlagen auf Bundesebene (2010)

Quelle: Bundesagentur.de (2011d)

Ein Vergleich der in Deutschland (2010) gemeldeten, installierten PV Anlagen zeigt, dass im Süden die meisten gemeldeten PV Anlagen existieren. Dort lassen sich höhere Erträge durch die höhere Anzahl der Sonnenstunden erzielen, wie aus der Abb. 11 hervorgeht. Die Grafik zeigt eine Übersicht, der vom Deutschen Wetterdienst (DWD) gemessenen kWh / m² in Deutschland (2010).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 11: Gemessene Sonnenstunden 2010

Quelle: dwd.de

2.5. Vor-/ Nachteile von PV Anlagen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Vor-/ Nachteile von PV Anlagen

Quellen: energiesparhaus-ratgeber.de, energiewelt.de, Anthony, Falk, 2005. S.19/20.

Ein Modulvergleich aus 16000 Modulen (Photovoltaikforum.com), die im Bestand des Forums sind, ist schwierig. Ein kleiner Überblick (Tab. 3) zeigt aber Unterschiede, die beim Erwerb beachtet werden sollten.

2.6. Hersteller- und Lieferantenvergleich (vom 25.12.2011)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Modulvergleich

Es bleibt nur zu berücksichtigen, welche Fläche zur Verfügung steht, um eine bessere Auswahl der Module zu treffen. Die Komponenten aus dem Internet nach einem Preisvergleich zu erwerben, hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Montagegestelle, die erworben wurden und dann nicht passen, würden zu einem unnötigen Mehraufwand führen. Dennoch lohnt es sich, einige Preise im Internet zu vergleichen, bevor sich mit einem örtlichen Händler geeinigt wird. Durch günstigere Angebote im Internet können eventuell Rabatte ausgehandelt werden.

Über eine Moduldatenbank im Photovoltaikforum.com, können Module nach verschiedenen Kriterien gesucht werden. Dabei können auch Kriterien wie Garantie oder deutsche Hersteller, wie Antaris Solar, Jurawatt GmbH, Scheuten Solar oder Solar Fabrik AG, zugrunde gelegt werden, die eine Produktgarantie von 12 Jahren gewähren. Bei den Modulen variieren auch die Garantien, die Produktgarantie liegt in der Regel zwischen 5 und 12 Jahren.

Im Rahmen der angestellten Recherche wurden zwei Datenbanken gefunden, in denen nach unterschiedlichen Kriterien gesucht werden konnte:

- http://www.photovoltaikforum.com
- http://www.photovoltaik-web.de

Die Moduldatenbank im Photovoltaikforum enthält über 16.000 verschiedene Module im Bestand. Wurden Module in der Datenbank gefunden, die mit den eigenen Wünschen übereinstimmen, könnte über örtlich ansässige Händler Preisanfragen beim Hersteller vorgenommen werden.

Bei Interesse an einer Anlage wäre es von Vorteil, sich Angebote von mehreren Händlern, die unabhängig voneinander arbeiten, einzuholen. Es wird dabei dem Risiko aus dem Weg gegangen, bei nur einem gefragten Händler, zu viel zu bezahlen.

2.7. Online PV Handelsportale

Es gibt verschiedene Handelsportale für PV Anlagen im Internet:

- www.solar-discount.net
- www.photovoltaik-shop.com www.solarshop.net
- www.pv-ag-shop.de
- www.fotovoltaikshop.net
- www.solarmarkt.com
- www.photovoltaikanlage.biz

Module lassen sich aber auch bei Ebay finden. Bei allen Käufen ist es notwendig, auf Zertifikate zu achten. Die Echtheit der Zertifikate können auf der Homepage der ausstellenden Institution, z. B. TÜV Rheinland, überprüft werden. Nach einer Überprüfung des TÜVs wird das individuelle Prüfzeichen (Abb. 12) vergeben. Über www.tuv.com und www.tuvdotcom.com ist es möglich, durch die firmenbezogen vergebene ID zu prüfen, welche Module des Herstellers zertifiziert wurden.25

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 12: „TUVdotCOM" Zeichen des TÜVs Quelle: tuv.com

2.8. Hersteller und Lieferanten (Leistungsübersicht)

Auf der nächsten Seite folgt eine tabellarische Auflistung von verschiedenen Herstellern. Dabei handelt es sich um eine kurze Übersicht für bestimmte Module. Wenn sich eine Person für den Erwerb bestimmter Module entscheidet, sollte ein Vergleich dieser Art gemacht werden.

[...]


1 Vgl. Saß, 2008, S. 53.

2 Vgl. Wagner, 2006, S. 1.

3 Ebd. S. 2.

4 Vgl. Wagner, 2006, S. 2.

5 Ebd. S. 3.

6 Vgl. Wesselak, 2009, S. 122.

7 Vgl. Solaranlagen-portal.com (2011)

8 Vgl. Roberts, 2009, S. 16.

9 Vgl. Konrad 2008, S. 10.

10 Vgl. Konrad, 2008, S. 67.

11 Ebd. S. 17.

12 Vgl. Quaschning, 2010, S. 110-111.

13 Vgl. Kallmünzer, 2008, S. 38.

14 Vgl. Wagemann/Eschrich, 2007, S. 63.

15 Vgl. Anthony et al., 2005, S.124.

16 Vgl. Konrad, 2008, S. 12.

17 Vgl. Kramer, 2010, S. 575.

18 Vgl. Quaschning, 2010, S 111.

19 Vgl. Kramer, 2010, S. 575.

20 Vgl. Quaschning, 2010, S 111.

21 Vgl. duennschicht-solarmodule.com.

22 Vgl. Geitmann, 2010. S. 67.

23 Vgl. solaranlagen-portal.com, (2011a).

25 Vgl. tuv.com (2011a), S. 7.

Details

Seiten
69
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783668006409
ISBN (Buch)
9783668006416
Dateigröße
1.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v200234
Institution / Hochschule
Hochschule Bremen
Note
1,3
Schlagworte
photovoltaik grundwissen

Autor

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Titel: Erneuerbare Energien. Photovoltaik-Anlagen und ihre Komponenten