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Rilkes Reise nach Ägypten und deren Einfluss auf ihn und dessen spät geschaffene Dichtung

Seminararbeit 2011 25 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

ABILDUNGSVERZEICHNIS

Vorwort

1 Inhalte und Ziele der Arbeit

2 Biografie des Dichters
2.1 Kindheit und jugendlicher Werdegang
2.2 Rilkes Reisen
2.3 Reise nach Nordafrika

3 Rilkes Reise nach Ägypten
3.1 Ägyptenreise
3.2 Rilkes Beeindrücke über Ägypten vor der Reise
3.3 Beeinflussung der Eindrücke über Ägypten auf R.M. Rilke

4 Rilkes Aufenthalt in Ägypten
4.1 Rilkes Erlebnisse über die ägyptische Kultur
4.2 Beeinflussung der Ägyptenreise auf Rilke und sein spät geschaffene Dichtung
4.3 Rilkes Geschichte bei den Ägyptern

5 Schluss

Literatur und Quellenverzeichnis

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abb. 1 „Rilke 1877“ Holthusen (1958)

Abb. 2 „Rilke, Lou und Spiridon Droschin“ Holthusen (1958)

Abb. 3 „Skarabäus des Heiligen See, Karnak“ Nalewski (2000)

Abb. 4 „der Sphinx“ Nalewski (1992)

Abb. 5 „Rossegespann“ Nalewski (2000)

Abb. 6 „Pfeilerstandbild Amenophis’ IV“ Nalewski (2000)

Abb. 7 „Sphinx-Allee, Karnak“ Nalewski (2000)

Abb. 8 „Säule des Taharka, Karnak“ Nalewski (2000)

Vorwort

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einer Reise eines der bedeutendsten Dichters des zwanzigsten Jahrhunderts in der deutschen Geschichte in mehrere arabische Länder, darunter war Ägypten ein wichtiges Ziel seiner Reise zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Dieses Land gehört zu den wichtigsten kulturreichen Ländern der Welt, denn es hat eine etwa fünftausend Jahre alte Geschichte. Durch die Teilnahme an dem Seminar „R. M. Rilke und die europäische Literatur der frühen Moderne“ habe ich meine Kenntnisse über Rilkes Literatur erweitert. Zuvor habe ich einige von seinen ins Arabische übertragenen Werken gelesen. Diese haben mir die Motive gegeben, den Dichter und seine geschaffene Dichtung noch mehr kennen zu lernen. Nach der Befassung mit dem Dichter und seiner nach der nach Ägypten unternommenen Reise geschaffenen Dichtung halte ich es für einen großen Gewinn in Geschichte der deutschen Literatur und kann ihre Betrachtung jedem interessierten Leser ans Herz legen. Die literarischen Werke von R.M. Rilke seit den 1900er Jahren sind nicht nur für die deutschsprachigen Leser lesenswert, sondern kann die Sichtweise dieses Dichters arabischen und auch weltweiten Leserkreisen vermitteln.

1 Inhalte und Ziele der Arbeit

Für meine Seminararbeit habe ich mich entschieden, über den deutschsprachigen Dichter „Rainer Maria Rilke“ zu schreiben. Das Ziel meiner Arbeit soll dabei unter anderem sein, den Leser mit Rainer Maria Rilkes Reise nach Ägypten und deren Beeinflussung auf ihn bekannt zu machen. Als Erstes gebe ich deswegen dem Leser einen Abriss über die bedeutsamsten Stationen im Lebenslauf von Rainer Maria Rilke. Bevor ich auf jeden Fall mit Rilkes Reise nach Ägypten beginne, halte ich es für sinnvoll, Rilkes Reise nach Nordafrika und seine Beeindrücke und Vorkenntnisse über Ägypten vor der Reise vorzustellen. Diese sollen helfen, die über Ägypten von Rilke brieflich oder dichterisch geschriebenen Texte besser verstehen zu können. Ich habe dieses Thema ausgewählt, das meiner Meinung nach das Wesen des Dichters dem Leser näher bringen soll. Nach seiner Reise nach Ägypten erschienen seine berühmtesten dichterischen Werke, beispielsweis „Duineser Elegien“. Mithilfe bereits vorhandenen literaturwissenschaftlichen Beiträge, Aufsätze, Abbildungen und Untersuchungen habe ich versucht, eine etwas ausführlichere und vertieftere Erläuterung über Rilkes Reise nach Ägypten und deren Beeinflussung auf ihn vorzulegen.

Ich hoffe dem Leser einen Einblick in die Welt von Rainar Maria Rilke geben zu können und ihn vielleicht ebenso sehr für diesen einzigartigen begabten Dichter zu begeistern, wie mich die Befassung mit diesem Thema für Ägyptens Reise von Rilke begeistert hat. Meine Seminararbeit hätte ich beliebig ausweiten können, ich habe mich doch bemüht, den Schwerpunkt auf die Beeinflussung Ägyptens Reise auf Rilke zu legen und mit den zusätzlich abgehandelten Punkten notwendige Hintergrundinformationen zum Rilkes Leben und der spät geschaffenen Dichtung zu liefern.

2 Biografie des Dichters

2.1 Kindheit und jugendlicher Werdegang

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„Abb. 1 „Der zweijährige Rilke in Prag “

Rainer Maria Rilke ist am 4. Dezember 1875 in Prag geboren. Auf den Namen René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke getauft.[1] Seine Eltern, Josef und Sophie Rilke, lösen die Ehe auf, als er acht Jahre alt ist. Als Kind wird er von seiner Mutter gezwungen, seine verstorbenen Schwester beim Benehmen und Aussehen nachzuahmen.[2] Seine persönliche Identität wird davon in seiner Kindheit beeinflusst. Diese Beeinflussung führt zu einer geschwiegenen Klage und einem innerlichen Einwand, die in seinem Innern bis zu seinem Tod anhalten. Das innerliche Leiden führt aber auch gleichzeitig zu einer Geburt eines großen Dichters, der ins Buch der Geschichte eingegangen ist. In einem Brief datiert vom ersten Februar 1914 an seine Freundin Magda von Hattingberg beschreibt sich Rilke als ein ratloses Kind: „Hab ich doch nie gefragt, nicht einmal, da ich, als ein ratloses Kind, in der Militärschule steckte, wohin doch das Leben gar nicht kommen konnte, nicht ein einziges Lüftchen meines Lebens.“[3] Als zehnjähriger Junge besucht er die Militär-Schulen in St. Pölten und Mährisch-Weißkirchen. Nach einem Jahr Ausbildung an der Handelsakademie in Linz, erhält Rilke ab 1892 Privatunterricht in Prag und besteht 1895 das Abitur.[4] Noch in demselben Jahr beginnt er deutsche Literatur in Prag zu studieren, wechselt aber sechs Monat später zu Studium der Rechtswissenschaft nach dem Wunsch seiner Eltern über. Im Jahr 1896 verlässt er Prag und zieht nach München. Da studiert er Kunstgeschichte und Philosophie.[5] Ein Jahr später lernt Rilke die gebürtige Russin Lou Andreas-Salomé kennen, die ihm rät, seinen Vornamen einzudeutschen, und sich als Rainer zu nennen. Lou wird für ihn zuerst Geliebte und dann sehr enge Freundin 1897 sein.[6] Die um 14 Jahre ältere Schriftstellerin überzeugt ihn, von München nach Berlin zu ziehen, wo sie mit ihrem Ehemann lebt. In Berlin schreibt sich Rilke wieder für Kunstgeschichte an der Universität Berlin ein.[7]

2.2 Rilkes Reisen

1898 ist das Jahr, in dem Rilke Gefallen am Reisen findet. Nachdem er in Prag seine erste eigene Dichterlesung gehalten hatte, besucht er zum ersten Mal Italien. Im Frühjahr 1899 reist Rilke nach Russland zusammen mit Lou und deren Ehemann. Da erlebt er die russische Literatur und Kultur vom Nahen. Es ist damals ihm eine Gelegenheit, russische Bauerndichter darunter Spiridon Droschin kennen zu lernen.[8]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„Abb. 2 von links nach rechts: Rilke, Lou Andreas-Salomé und der russische Bauerndichter Spiridon Droschin“

Im Jahr 1900 unternehmen Rilke und seine Geliebte, diesmal alleine, erneut eine Reise in das Geburtsland von Lou Andreas-Salomé. Direkt danach zieht Rilke nach Worpswede in eine damals bekannte Künstlerkolonie im Nordosten von Bremen. Dort lernt er seine zukünftige Frau Clara Rilke-Westhoff. Clara Westhoff (1878-1954) ist eine deutsche Bildhauer- und Malerin. Am 28. April 1901 heiraten Rilke und Clara, im Dezember des gleichen Jahres kommt ihre einzige Tochter Ruth zur Welt.[9] Die Eheschließung dauert ungefähr anderthalbes Jahr. Rilke zieht sodann im Herbst des Jahres 1892 nach Paris um eine Monografie über den französischen Bildhauer und Zeichner Auguste Rodin (1840-1917) zu verfassen.[10] Anschließend verbringt er wiederholt in Italien und Paris.[11] Er besucht Dänemark und Schweden und hält Vorträge überall in Deutschland und in Prag. Zwischenzeitlich arbeitet er im Jahr 1906 sogar als Privat-Sekretär Rodins in Paris. Im Jahr 1910 erscheint endlich Rilkes einziger Roman „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“, in dem Rilke seine eigenen Lektüre- und Pariserlebnisse verarbeitet.[12]

[...]


[1] Vgl. Wolfgang Leppmann: Rilke. Sein Leben, seine Welt, sein Werk. 2. Aufl. Bern u. a. 1981. S. 12.

[2] Vgl. ebd. S. 15.

[3] Nalewski, Horst (Hrsg): Rainer Maria Rilke. Briefe. 1896 bis 1919. Bd. 1. Frankfurt u.a. 1991. S. 504.

[4] Vgl. Wolfgang Leppmann: Rilke. Sein Leben, seine Welt, sein Werk. 2. Aufl. Bern 1981. S. 30-52.

[5] Vgl. Hans Egon Holthusen: Rainer Maria Rilke in Selbstzeugnissen u. Bilddokumenten. Hamburg 1958. S. 19-30.

[6] Vgl. Wolfgang Leppmann: Rilke. S. 77-102.

[7] Vgl. Hans E. Holthusen: Rainer Maria Rilke. S. 34ff.

[8] Vgl. Hans E. Holthusen: Rainer Maria Rilke. S. 43.

[9] Vgl. Wolfgang Leppmann: Rilke. S. 107-167.

[10] Vgl. Hans E. Holthusen: R.M. Rilke. S. 56.

[11] Vgl. Wolfgang Leppmann: Rilke. S. 215-231.

[12] Vgl. August Stahl: Rilke Kommentar zum lyrischen Werk. München 1978. S. 40.

Details

Seiten
25
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656262138
ISBN (Buch)
9783656263746
Dateigröße
885 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v199950
Institution / Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
2,0
Schlagworte
rilkes reise ägypten einfluss dichtung

Autor

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Titel: Rilkes Reise nach Ägypten und deren Einfluss auf ihn und dessen spät geschaffene Dichtung