Lade Inhalt...

Medizinnah integrierte Salutogenese

Projektbericht 2012 aus der Skizze „Gesundheit in Lebensentwurf, Lebensplanung und Lebensstil“ – ein Beitrag zur Regulativen Medizin

Fachbuch 2012 441 Seiten

Medizin - Gesamtmedizin, allgemeine Grundlagen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort mit Einleitung zum Projekt

Einführung in den Aufbau des Buches

Fachkapitel 1 Grundlagen der Salutogenese

Fachkapitel 2 Setting-Ansatz Salutogenese als Design

Fachkapitel 3 Grundlagen der Kohärenz

Fachkapitel 4 Nachhaltigkeit der Gesundheitswissenschaften

Fachkapitel 5 Salutogenese und Kunst der Gestaltungstherapie

Fachkapitel 6 Gesundung und Gesundheitsrisiken

Fachkapitel 7 Mentale Ressourcen

Fachkapitel 8 Die Kognition

Fachkapitel 9 Gesundung - Ritueller Raum sinngerichteter Zuwendung -

Fachkapitel 10 Stress im Leben und im (Er-)Leben

Fachkapitel 11 Der medizinnahe Umgang mit chronischen Leiden – Syntropien im biologischen und psychologischen Formenkreis

Fachkapitel 12 Wellness und Medizinische Wellness

Fachkapitel 13 Bio-psycho-soziales Modell in Komplementärer und Integrativer Biologie und Medizin

Fachkapitel 14 Anleitung zum Umgang mit Leiden - Krankheitsfolgenmodell

Fachkapitel 15 Salutogene Anpassung der Leben erhaltenden Funktionen

Fachkapitel 16 Sportive Physiotherapie und habituelle Bewegungskorrekturen

Fachkapitel 17 Methoden- und Ziel-geleitete Bearbeitung pflegewissenschaftlicher Fragen 389

Fachkapitel 18 Praktische Anleitungen und Methoden neben Salutogenese – Imagination und Resilienz, Selbstwirksamkeit

Nachwort der Autoren

Vorwort mit Einleitung zum Projekt

‚Integrative Gesundheitswissenschaft medizinnaher Salutogenese’

- Der Bildungsgang -

Die Qualifizierungsbrücke zu Gesundheits- und Pflegewissenschaften

Diese Einleitung beruht auf einer fachlichen Vorarbeit durch das Institut für Nachhaltige Gesundheitswissenschaften g. e.V. Mühlenstrasse 1 in D-26906 Dersum - Amtsgericht Osnabrück Reg.Bez. Papenburg NZS-VR Nr. 150 239 Gemeinnützigkeit: Finanzbehörden Papenburg St.-Nr. 53 / 270 / 03759. Der im Folgenden dargestellte Projektbericht besteht als Folgeform zum Ersten Projektbericht aus der Skizze „Gesundheit in Lebensentwurf, Lebensplanung und Lebensstil“ – als ein Beitrag zur Regulativen Medizin – und beendet zugleich das Projekt.

Projektidee

Das vorliegende Projekt beschreibt ein (berufsbegleitendes) medizinnahes Studium auf gesundheitswissenschaftlicher Grundlage. Der zu diesem Bildungsgang dargestellte Projektinhalt ist inhaltlich und institutionell vernetzt. Das dadurch gewonnene wissenschaftlich gesicherte Wissen lässt sich auf die jeweiligen biografisch erworbenen Lernauffassungen, -haltungen und -erfahrungen der Studienteilnehmer übertragen und abstimmen.

Das Projekt gründet sich inhaltlich und organisatorisch auf der Idee des lebenslangen - berufsbiografisch begründeten – Lernens; hierfür bringen die Studienteilnehmer als grundlegende Voraussetzung ihre individuelle angestammte berufliche Kompetenz ein. Auf dieser Basis soll das Studium die Eigenreflexion fördern und über die persönliche Perspektivenerweiterung die berufliche Weiterentwicklung unterstützen.

Das bedeutet aber, dass die Grenzen zwischen vielen Bildungsansätzen im Gesundheitswesen wegen der Ausrichtung am biografisch begründeten Lernen überwunden werden sollen.

Daher richten sich Projektbegründung und -beschreibung an die Vertreter derjenigen medizinnahen Berufe im Gesundheitswesen, die bisher in einzelnen voneinander getrennten Bildungsgängen tätigkeitsbezogen qualifiziert worden sind.

Sie sollen durch das Projekt so weit wissenschaftlich gefördert werden, dass sie erfolgreich und nachhaltig aus ihrem jeweiligen Beruf heraus den Anforderungen einer breiten Kommunikation im Bereich der medizinnahen Salutogenese, fort- und weiterbildenden Berufspraxis, aber auch eines weiterqualifizierenden Hochschulstudiums gewachsen sind.

Begründung für das Projekt

Der demographische Wandel, der wirtschaftliche Umbruch sowie der Fortschritt medizinischer Technologien führen zu veränderten Anforderungen an das gesamte Gesundheitswesen. Die Auswirkungen zunehmender Pflegebedürftigkeit bei verlängerter Lebenserwartung betreffen vor allem helfende und pflegende Tätigkeitsprofile im Gesundheitsbereich. Das gilt nicht nur für den deutschsprachigen Teil Europas. Es ist typisch für das gesamte Gesundheitswesen.

Generell gilt in der heutigen Zeit eine akademische Ausbildung als Basis für einen Prozess der Professionalisierung, weil damit neben einer universellen Wissensbasis auch die notwendige Autonomie gegenüber Klienten und Organisationen erreicht werden kann. Professionalität erwächst nicht allein aus dem Wissensfundament, sondern muss sich mit den Personen identifizieren können, die eine Profession ausmachen. Dadurch erreichen sie eine umfassende Entscheidungs- und Handlungskompetenz, als Resultat aus dem Zusammenwirken von fachlicher, sozialer, personaler und Methodenkompetenz.

Prospektiv wird sich in den nächsten Jahren im Bereich der Heilberufe und der Pflege der Akademiker-Anteil erhöhen. Entsprechend werden vor allem Ausbildungseinrichtungen und berufsbegleitende Pflegestudiengänge entwickelt werden müssen, auf der Basis der im Altenpflegegesetze und in Krankenpflegegesetzen verankerten Modellklauseln.

Von der Pathogenese zur Salutogenese

Angesichts der demographischen Entwicklung steigt der quantitative und qualitative Bedarf im Gesundheitswesen allgemein an, mit besonderer Zuspitzung im helfenden und pflegerischen Bereich. Die Ausrichtung des Gesundheitswesens erfährt vor diesem Hintergrund seit Jahren eine inhaltliche Verschiebung von der Pathogenese zur Salutogenese und mit dieser zu einer besonderen Betonung sinngerichteter Zuwendung mit dem Akzent der bio-, psycho- sozialen Kohärenz.

Die bislang geltenden allgemeinen, konventionellen und fachdisziplinären Medizinen haben sich eher den Prinzipienordnungen der Pathogenese verschrieben. Dies galt soweit auch für die Medizinsoziologie. Dieser Standpunkt, dieses Blickfeld, ist für die heutige Auffassung von Krankheitsentstehung und Gesunderhaltung nicht mehr ausreichend. Während sich also die herkömmliche Medizin der Frage widmet, wodurch Menschen krank werden und weshalb sie unter eine gegebene Krankheitskategorie fallen, setzt die Salutogenese einen anderen Schwerpunkt. Salutogenese wird mithin integrativ und nimmt übrigens damit auch bisher spezielle komplementäre Aspekte der Medizin auf.

Aus medizinischer und medizinnaher Sicht bestehen Gesundheit und Krankheit nicht als einander ausschließende Zustände, sondern als Endpunkte eines gemeinsamen Kontinuums. Die beiden Pole ‚völlige Gesundheit und völlige Krankheit’ sind für den Menschen nicht zu erreichen. Somit hat jeder Mensch auch dann kranke Anteile, wenn er sich selbst als überwiegend gesund erlebt. Andererseits tragen kranke Menschen auch Gesundheit in sich. Diese ist als Ressource zu nutzen. Deshalb muss man in Befunderhebung, Therapie und Rehabilitation danach fragen, wie nahe bzw. entfernt der Mensch von den Endpunkten Gesundheit und Krankheit in der Zeiteinheit ist. Zur Orientierung dient der Zustand der Ausgeglichenheit; in der Antike hieß diese Strecke „neutralitas“. Sie war die wichtigste Koordinate zur Ermittlung des individuell festgestellten Zustandes eines Menschen.

Aus der Sicht der Salutogenese bestimmt die quantitative und qualitative Menge der ganz persönlichen Ressourcen den Grad der Gesundheit eines Individuums. Somit wird das Gesundheitsgefühl von der eigenen emotionalen Zufriedenheit geprägt. Je ausgeprägter die Ressourcenbilanz, desto leichter lässt sich ein glücklicherer Zustand der Gesundheit wiederherzustellen. Für die Pflege bedeutet das, sich künftig stärker an den Ressourcen der Pflegebedürftigen und ihrer Umgebung zu orientieren um diese aufzubauen und zu stärken, und das pflegerische Handeln weniger an Defiziten auszurichten.

Die Bedeutung der Pflege Langzeit- und Chronischkranker wird gegenüber der Versorgung im Akutbereich zunehmen. Dasselbe betrifft Steuerungsfunktionen und damit Pflegemanagement-Aufgaben sowohl innerhalb der Einrichtungen im Pflege- und Behandlungsprozess als auch bei den Schnittstellen zwischen Akut- und Langzeitversorgung, zwischen Akut-Versorgung und Rehabilitation sowie zwischen Akut-Versorgung und ambulanter Versorgung. Daher stellt gerade im chronifizierten und Langzeitbereich, in dem eine sofortige Heilung der meisten Erkrankungen nicht zu erwarten ist, sondern bestenfalls eine stufenweise Gesundung, das Case- Management als das zentrale Steuerungsinstrument dar. Des Weiteren wird künftig der Bedarf an Prävention und Gesundheitsberatung sowie geriatrischer Rehabilitation zunehmen. Diese sehr realistischen Entwicklungen überfordern aber den bisherigen Ausbildungsstand in der Pflege. Die sozio-kompetente Bearbeitung dieses zunehmend komplexeren Aufgabenbereichs wird zukünftig von speziell ausgebildeten Pflegefachkräften übernommen werden; nur sie werden imstande sein, Versorgungsprozesse patientengerecht über professionelle und institutionelle Grenzen hinweg zu steuern.

Stellenwert des Projektes

Die „Salutogenese“ erklärt menschliche Entwicklung und Verhalten unter soziologischen, biologischen und psychologischen Konzepten. Damit orientieren sich die Begriffe des Helfens und der Fürsorge nach Ursache und Anlass. Entsprechend markieren die semiotischen und semantischen Bedeutungen eine komplementäre Begrifflichkeit in allen Bereichen menschlichen Daseins, somit auch im Bereich des Medizinnahen.

Im Bereich von Gesundheitsentwicklung und Erhaltung beschäftigt sich die „Salutogenese“ mit den Stufen und Stadien einer Gesundung durch die Erweckung, Förderung und Erhalt von Ressourcen aus der Biologie (Physiologie), Psychologie und der Förderung durch das Umfeld des Klienten (Soziologie).

Im persönlichen Umgang mit Patienten prägt die „Salutogenese“ den Funktionskreis von Helfenden und Pflegenden im sie umgebenden therapeutischen Raum, der „aura curae“. Daher müssen für eine individuell angepasste kurative, pflegende und helfende Gesundheitsbetreuung unter salutogenetischer Sicht viele einzelne, wohl sämtliche Belange des Menschlichen betreffende Faktoren berücksichtigt werden, um stufenweise Gesundung zu realisieren.

Dies erfordert eine Vertrauensbasis, ein Arbeitsbündnis zwischen Helfenden und Patient als ein Bindeglied zwischen erbrachter Hilfeleistung und angeleiteter selbstverantwortlicher Eigenleistung des Patienten. Aus medizinischer und medizinnaher Sicht vermögen vor allem die systemtheoretischen Modelle der integrativen komplementären Medizin zur Gesundung beitragen. Gemäß deren Theorie kann nur das biopsychosoziale Gesamtbild die Komplexität und Vielschichtigkeit des individuellen Krankheits-Gesundheits-Kontinuums verdeutlichen. Entsprechend haben die Autoren des vorliegenden Projektberichtes sehr viele einzelne Gesichtspunkte der Salutogenese zu verschiedenen Standpunkten zusammen gefügt.

Aus diesem Grunde orientiert sich unser Projekt nach den Vorgaben der „Salutogenese“ am subjektorientierten Bildungsbegriff und den für einen bio-, psycho- sozial strukturierten Bildungserwerb zu erwerbenden Kompetenzen. Zu der Unterstützung eigenständiger Entwicklungs- und Lernfähigkeit werden multifunktionale Lernmechanismen vermittelt, um somit die Entwicklung von Methoden- und Reflexions- Kompetenzen zu fördern. Demgemäß wird Wissen nicht nur als das Kennen von Fakten verstanden, sondern umfasst auch das Verstehen von Prozessen und Zusammenhängen und neben fachlichem Wissen und Können auch Sozial- und Selbstkompetenzen.

Mit dem sorgfältig abgewogenen Wissen und der dadurch geprägten Abkehr der Pflege als ausschließliches verrichtungsgeprägtes Leistungsverteilungsangebot haben in den vergangenen Jahren Bestand und Bedarf an pflegespezifischem Wissenserwerb und pflegewissenschaftlichen Forschungsergebnissen kontinuierlich zugenommen. Entsprechend kann unreflektiertes Erfahrungswissen nicht mehr allein die Grundlage modernen pflegerischen Handelns bilden. Vielmehr muss das wissenschaftlich organisierte Wissen im Sinne einer erweiterten, umfassend erfahrungsbasierten Pflege zur Anwendung gebracht werden.

Didaktische Reflexionen

Ausgangspunkt aller didaktischen Überlegungen ist die Heterogenität der beruflichen (und persönlichen) Lernbiografien der Teilnehmenden. Ein besonderer Augenmerk soll dabei auf die Entwicklung und Förderung „Emotionaler Intelligenz“ der Leser und Teilnehmer an diesem Projekt gerichtet werden, also von Selbstwahrnehmung, Selbstregulierung, Empathie, Motivation und sozialer Kompetenz. Sie alle gehören zu den notwendigen Schlüsselqualifikationen für eine erfolgreiche berufliche Beschäftigung im großen Kontext des Medizinnahen.

Dies schließt das innerbetriebliche Beziehungsmanagement ebenso ein wie die Netzwerkpflege. Der Blick auf die „Emotionale Intelligenz“ ist um so wichtiger, weil die Pflege-Studiengänge zukünftig eher Output-orientiert sein bzw. in diese Richtung weiter entwickelt werden (müssen). Dieses kommt einem Paradigmen-Wechsel gleich. Denn das Ziel dieses Projekt ist die verständnisgerechte Umsetzung der nötigen inhaltlichen Aspekte in die berufliche Alltagssprache und somit die Erschaffung einer gemeinsamen Arbeitsebene von Betreuer und Betreutem. Zur Verbesserung der Kommunikation und Förderung der Europäischen Mobilität werden interkulturelle und internationale Aspekte thematisch berücksichtigt.

Zielparameter des Projektes

Die Projektteilnehmer müssen nach erfolgreichem Abschluss des Studienganges nicht alle vermittelten Verfahren selbst praktisch beherrschen, jedoch deren Eigenheiten verstehen und damit die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung in das Praktische erworben haben. Die weiteren gesundheitsrelevanten Entwicklungen werden gemäß den sich daraus resultativ ändernden Bedingungen die Wissens- Halbwertzeit aller Studieninhalte verkürzen. Dies erfordert in Zukunft maximale fachliche und sachliche Beweglichkeit.

Dem will das didaktische Procedere entsprechen, durch gezielte kommunikative Vernetzung von Lehrinhalt und Studentenleistung. Hierzu wird das inhaltliche Angebot thematisch jeweils in These – Antithese mit integrierenden Inhalten, Korrekturstellenwerten und Synthesen zu Komplexen mit wachsender Bedeutung zusammengefasst.

Dadurch werden im Bereich von E-Learning wie auch bei Seminararbeiten und im Chat interdisziplinäre Dialoge zwischen den Teilnehmern untereinander generiert. Durch deren bereits erworbene unterschiedliche berufliche Kompetenzen kann Wissen aus präventiven, diagnostischen und therapeutischen Bereichen ausgetauscht, diskutiert und somit in integrative Beziehung gesetzt werden. Die Inhalte und Materialien dieses Projektes werden deshalb für „Medizinnah integrierte Salutogenese“ als Online-Variante angeboten, sodass sie sich unter Ausnutzung der Elemente des E-Learning inhaltlich-methodisch und organisatorisch auf die zeitlich Vorgaben des Bildungs- und Studienganges abstimmen lassen. Dadurch wird die stringente zielgerichtete Beantwortung der einzelnen Themenbereiche gewährleistet.

Wir haben uns bemüht, die Didaktik gezielt auf die jeweils erreichte Reflexionsbasis auszurichten und über die einzelnen Lernschritte zu verbessern. Dies soll das Selbstverständnis der Teilnehmenden stärken und anregen, über das Studium der in dieser Schrift gesammelten Textzitate hinaus eigene Lernverantwortung zu übernehmen.

Das Bildungsangebot ist in Fachkaspitel unterteilt. Zu jedem dieser Module gehören Lernbriefe, die hier in der Buchform als Fließtext angeboten sind und zudem später auch online zur Verfügung stehen, um dadurch online-Bearbeitungen auf einer interaktiven Lernplattform zu ermöglichen. Die Lernbriefe sind zusätzlich zum geschriebenen Fließtext graphisch schematisiert. Hier folgen auf Kernaussagen und Schlagwort-Layouts dann Gedankenordnungen. Die Bearbeitung dieser Anleitungen führt im E-Learning zur persönlichen Kontaktgestaltung mit den Tutoren und anderen Teilnehmenden. Auch dies soll das individuelle Selbstverständnis der Studierenden stärken. Außerdem erhalten die Teilnehmenden zum Eigenstudium Literaturempfehlungen. Diese sind aber als eine Anregung aufzufassen, sich mit der weit ausgebauten Gruppe der Publikationen zu beschäftigen. Zugleich haben sie mit herkömmlichen Suchmaschinen im Internet zu arbeiten und die Plausibilität der gegebenen, aber auch ihrer eigenen Kommentare zu verstehen. Das ist e-script-typische Leistung.

Diese als Eigenleistung verbindlichen Kommentare werden zudem Teil einer internen (Be-) Wertung. Kennzeichen unserer Lernplattform soll das Angebot an alle Lernenden und Studierenden sein, sich selbst vorab prüfen zu können. Hierfür sind die Präsentationsteile, Texte und Frage-Antwort-Aufgaben so mit Fragestellung in Übungsklausuren verknüpft, dass Fehler nicht nur erkannt, sondern fehlendes Fachwissen über das wiederholte Aufrufen der entsprechenden Lehrangebote sofort ausgeglichen werden kann. Zudem hat hierdurch der Studierende die Möglichkeit, eine ‚Überprüfung’ seines Wissens auch mehrfach zu wiederholen [learning by doing and by self-controlling], bevor er dann zu seiner Entscheidung der ‚Abgabe’ zur anschließenden Bewertung durch die Tutoren kommt.

Das Institut für Nachhaltige Gesundheitswissenschaften, im August 2012

Die Autoren:

Dr. Hubertus R Hommel Univ.-Prof.a.D.Dr.Dr.h.c.Heinz Spranger

Korrespondenzanschrift www.ifngw.de Mühlenstr 1 in D-26906 Dersum

Einführung in den Aufbau des Buches

Dieses Buch ist im wahrsten Sinne des Wortes ‚MANU-SCRIPT’. Es dient der Form der Blended Learning Education als Hilfe zur Selbstkontrolle der Leser. Der Leser möge es mit der Lernplattform gemeinsam nutzen.

Im Zeitalter des lebenslangen Lernens gibt es eine Menge unterschiedlicher Lernformen. Wir haben diese auf unserer HOMEpage www.ifngw.de zitiert und ausgeführt. Daraus ergeben sich relevante Aspekte. Die Fernlehre ist eine Kommunikationshilfe, die in jedem Einzelfall an die jeweiligen Lernenden und Umstände angepasst werden muss.

Fernlernende sind weit mehr gefordert als Lernende in Präsenzkursen, aktiv zu lernen. Die Lernziele müssen personifiziert werden, also zu ihren eigenen gemacht werden. Die geistige Anstrengung, die Lernende zur Lösung von Aufgaben verwenden, hängt ab von

- der Relevanz des Mediums und der Botschaft (des Inhalts) und
- der Fähigkeit, dem Inhalt Bedeutung beizumessen.

Fernunterrichtungen folgen Unterstützungen durch verschiedene Kompetenzen.

Die Unterstützung der Lernenden bündeln folgende Einrichtungen:

- Lehrende besuchen lokale Einrichtungen und treffen Lernende
- Studierende besuchen ein Selbstlernzentrum
- Regelmäßige Telefonate werden vereinbart
- Telekonferenzen (Audio, Video) werden im Internet abgehalten
- Kommunikative Technologien (chatrooms ...) werden eingerichtet
- Online-Diskussionen werden als Teil des Lernprozesses eingeführt
- Die Materialien sind dialogisch, klar und mit diversen Hilfsverweisen gestaltet

Die Kompetenzen der Lehrenden nutzen Organigramme unterschiedlicher Richtungen:

- Verständnis des Fernlernens
- Identifizierung der Charakteristika der Fernlehre und der Lenenden
- Entwicklung und Gestaltung interaktiver Kurse
- Adaptierung der Lehrstrategien
- Organisierung von Lernressourcen in Formaten, die für Selbstlernen geeignet sind
- Training und Praxis im Umgang mit Telekommunikationssystemen
- Engagement in der Organisation, kooperativen Planung und Entscheidung
- Evaluation der Lernfortschritte, Einstellungen und Wahrnehmungen aus der Fernlehre
- Umgang mit interaktiven Literatursammlungen und Copyrights

Die Arten und Weisen der Fernlehre werden spontan ausgewählt, oder aber von Lehrenden vorgeschrieben, um Kommunikationen zu erleichtern. Man kann allein lernen lassen (Selbststudium, zum Beispiel durch Bücher), in freien Gruppen (Bibliotheken, Museen) oder in organisierten Gruppen mit professioneller Unterstützung (Lernen in der Schul-Klasse, in Universitäts-Seminaren oder in kommerziellen Seminaren). Organisierten Gruppen mit zwei traditionellen Formen des Lernens – einerseits Lehr-gestützt, gemeinsam mit Präsenzen, also von Angesicht zu Angesicht – stehen den Kommunikationsübungen der Fernlehre gegenüber. Im Informationszeitalter mit dem Computer kommen noch andere Details auf Lehrende und Lernende zu. Traditionelle Kurse können online-gestützt sein (über Listen mit Internet-Adressen oder Chat-Räume), E-scripts können von Präsenzunterrichtungen begleitet werden oder bleiben on-line.

Die Online-Ausbildungen haben ursprünglich mehrere Lernumgebungen:

- Die Aufzählung beginnt mit der Arbeit in Online-Datenbanken, Online-Zeitschriften, Online-Anwendungen, Software-Bibliotheken, Online-Interessensgruppen und Interviews.
- Dann folgt das vertragliche Lernen in Lehrstellen, Praktika und Briefkursen,
- gefolgt von Techniken, wie Vorträgen, Symposien und Sketche.
- Andere Techniken sind Debatten, Simulationen oder Spiele, Rollenspiele, Fallstudien, Diskussionsgruppen, Transkript-Zuordnungen, Brainstorming, Foren, Projektgruppen,
- aber auch Kommunikationen mit kognitiven Netzwerken, E-Mails oder über Portalseiten für das Tandem-Lernen.

Kein Kurs, kein Lernprogramm, keine Wissensvermittlung ist von vornherein für alle optimal geeignet. Es muss in jedem Einzelfall an die jeweiligen Lernenden und Umstände angepasst werden. Damit die Lernenden möglichst effektiv lernen können, muss die Gestaltung der Kurse bzw. der Inhalte auf ihre Lernweise zugeschnitten sein, d.h., die Wissensdesignerinnen und Designer müssen das Lernverhalten der Lernenden kennen. Ebenso müssen die Tutorinnen und Tutoren das unterschiedliche Lernverhalten berücksichtigen.

Wir haben daher zwei grundsätzliche Aufgebote bereit gestellt:

Jedes Fachkapitel besitzt einen Fließtext und einen Schlagworttext im visualisierten Format. Die Visualisierung ist keine Wiederholung der laufenden Texte, sondern eine additive Vermittlung von Inhalten, die zum Thema gehören. Deshalb wird vom Leser erwartet, dass er zusätzlich Informationen aus dem Netz einholt. Dann kann er besser verstehen. Der Fließtext ist für Diejenigen geeignet, die Zusammenhänge erlesen wollen. Der Schlagworttext ist die Grundlage für die Darstellung in virtueller Realität.

Damit geben wir Lern-Variationen frei, die derzeit im globalen Verhältnis standardisiert angepasst werden. Nahezu alle unsere Wissenselemente sind obligat themensortiert. Dazu gehört auch, dass Sie, lieber Leser, Ihre eigene Effizienz steigern, indem Sie den Charakteristika des Studiums, nicht nur der Erwachsenenbildung, nachstreben. Effizienzsteigerung ist zentriert auf Kernaussagen (die weitere Studien erzwingen) und Schlagwort-Layouts (die eine eigene Bildungsstrategie einfordern)!

Bitte beachten Sie, dass diese Gestaltung des Buches sowohl zweckgebunden, als auch für den Unterricht in kleinen Gruppen vorbereitet ist.

Bitte beachten Sie einerseits das Copyright und die Schrifttumsauswahl. Andererseits arbeiten Sie aber bitte zu Ihrem persönlichen Verständnis der Fort- und Weiterbildung. Benutzen Sie unsere Textauswahl und vervollkommnen Sie Ihr Verständnis zu den einzelnen Themen.

Bitte beachten Sie, dass kursive Autorennamen i.d.R. auf Zitate im Schrifttum hinweisen. Der Quelltext ist in 11 pt geschrieben. Die e-book-Form gestattet Vergrößerungen.

Jede Wissensansammlung ist aber nur zu demjenigen Zeitpunkt aktuell, der der Publikation zugrunde liegt. Für den ‚jeweiligen Stand des Wissens zur Zeit’ ist mithin eine ständige Aufarbeitung der Themen notwendig. Deswegen ist diese Publikation als eine Grundlage zu verstehen, auf der Sie weiter aufbauen müssen, um sich zu vervollkommnen. Die Literaturzitate sind als Beispiele zu verstehen, die jederzeit erweitert werden müssen.

Die Autoren im Juli 2012

Fachkapitel 1 Grundlagen der Salutogenese

Übergeordneter Bildungsgang: Integrative Gesundheitswissenschaft medizinnaher Salutogenese

Stellenwert des Fachkapitels: Interpretation medizinnaher Salutogenese

Ziel des Moduls: Das Modul führt den Studierenden aus dem medizinnahen Bereich in das Verständnis der medizinnahen Salutogenese über Grundbedingungen der konventionellen Medizin. Modell-Grundlage sind der Diskussionsstand und die Beurteilung des Stellenwertes „Was erhält Menschen gesund?“[1]

Schlüsselbegriffe

1a Einführung in Salutogenese versus Pathogenese

1b Gesundheitsverständnis aus der Anamnese

1c Gesundheitsstörung aus homologen Ätiologien

1d Gesundheitsstörung aus heterologen Ätiologien

1e Messung der Gesundheitsbestrebungen

Einführung in Semiotik und Semantik

Die semiotischen und semantischen Bedeutungen von Salutogenese und Pathogenese werden miteinander verglichen.

Pathogenese ist die Grundlage des medizinnahen Verständnisses um Krankheit und Leiden. Pathogenese steht für das Symbol der Krankheits-Symptome. Damit wird die Entwicklung einzelner Stadien seit der Abkehr des Patienten vom Gesundsein erklärt.

Salutogenese beschäftigt sich mit den Stufen und Stadien einer Gesundung. Gesundung fußt in der europäischen Antike auf Philosophie.

Gesundheitsverständnis aus der europäischen Antike

Eine der frühen Überlieferungen der Gesundheitskunst stammt von Platon, dem Schüler von Sokrates, der selbst keine Aufzeichnungen hinterlassen hat. Es gibt auch keine Abbildungen von ihm aus seinen Lebzeiten. Die einzige Büste des Sokrates (Louvre, Paris) ist vermutlich eine römische Kopie der Kunst eines griechischen Bildhauers, der den Philosophen Sokrates (469-399 vor Chr.) darstellte. Sokrates Mutter war Hebamme, sein Vater Steinmetz. Daraus ergab sich die philosophische Methode der „Mäeutik“ (Hebammenkunst). [Kopie der folgenden Abbildungen]

[Kopie] http://www.hildegardis.bobi.net/Sokrates/seite/inhalt.htm [Folgende Bilddarstellungen sind zu Lehrzwecken abgenommen 2011-08-20]

Die diversen Abbildungen von Sokrates entstammen späteren Zeiten. Viele von ihnen sind glorifizierend. Das liegt wohl daran, dass er geduldig auf seine Selbsttötung auf Verlangen des Gerichtshofes wartete. Die Berühmtheit des Todes durch das Trinken aus dem Schierlingsbecher (im Kreise seiner Freunde und Schüler) ist zugleich eine Akzeptanz der damaligen Rechtsprechung, die ihn zum Tode verurteilte, weil er die griechische Jugend durch seine Philosophien verderbe [2]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die sokratische Mäeutik ist eine besondere Art des Gespräches (die Lockung der Gegenrede), mit der Platon, Schüler des Sokrates, Menschen zu Gesundheit geführt hat. Seine Sicht der Dinge findet sich in der modernen Psychologie wieder: „Die größte Behinderung des Lebens liegt darin, ständig auf die Gesundheit zu achten. Die ständige Sorge um die Gesundheit ist zugleich eine Krankheit“.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dieses Bild (ein Fresco im Vatikan) zeigt Platon (im Bild links) mit dem Timaios, Schule von Athen, Detailansicht von Raffael 1510. Die Unsterblichkeit der Seele zu beweisen, war Hauptanliegen des Platon. Der Kosmos selbst verfüge über diese Vernunft.

In der Antike begann die Konzeption der Heilungen mit einer Naturphilosophie, die zu der Formulierung der wissenschaftlichen Medizin führte. Das löste den Arztberuf von und vor religiös-abergläubischen Bindungen. Führender Vertreter war der Vater des hippokratischen Eides, Hippokrates von Kos (466-377 vor Chr.).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die wesentliche Form der Erkenntnis „gebar“ Hippokrates aus der Mäeutik des Sokrates und unterrichtete seine Klienten in Lenkung und Unterstützung der natürlichen Heilkräfte. Er baute die Erfahrungsmedizin auf und entwickelte die Lehre von den vier Grundsäften des Menschen (Humoral-Pathologie). Krankheiten sind für ihn fehlerhafte Mischungen der Säfte. Heilungen bedürfen der Ernährungskorrekturen und der Harmonie des gesamten Körpers.

Krankheitsbestimmung (Diagnose) und Krankheitsverlauf (Prognose) sind die Determinanten seiner Sicht. Ruhe und Bewegung, Wasserkur und Massage sind die praktizierten Gesundheitsgrundlagen.

Die hippokratischen Werke sind Grundlage der westlichen Medizin.

Die heutige Sicht des Gesundheitsverständnis fußt sowohl auf den antiken Vorstellungen, als auch auf den demographischen Bedingungen, verbunden mit ärztlichen und nicht-ärztlichen Vorgehensweisen.

Eine der wissenschaftlich bedeutendsten Körperschaften der Heilberufler, die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe, Münster, hat deswegen unter ihrem Tagungspräsidenten Spranger H „Neue Grenzen zwischen Gesundheit und Krankheit“ abhandeln lassen und dieser Thematik die 33. Frühjahrstagung in Bad Salzuflen gewidmet. [3]

„Wohl getan ist es, für die Gesunden zu sorgen“ lesen wir bei Hippokrates. Als globales Sprachrohr unserer Gesundheitsorganisatoren hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO Genf und Copenhagen) in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts Parameter für ein gesundes Leben beschrieben. Die Pan American Health Organisation (PAHO Washington und Lima) hat satzgleich formuliert. Danach gehören zu einem humanen Leben Gesundheit, Ernährung, Erziehung, Arbeit und Konsum, Verkehr und Erholung, Wohnung, Kleidung, soziale Sicherung und persönliche Freiheit. Diese Aussage musste allgemein gehalten sein und ist daher blass. Schipperges beschreibt 1978 ein mögliches Planungspanorama der Gesundheitserziehung, ein Leben „in der Ordnung des Seins“. Was sich dahinter verbirgt, ist eine Theorie von der Gesundheit, ehe sie zu einem bloßen System der Krankenversorgung wird. [4]

Da in den letzten Jahrzehnten durch das sogenannte Kassenarztrecht eine Abkehr von der Fakultas Gesundheit provoziert worden ist, hat Jacob 1978 die Begrifflichkeiten von Kranksein und Krankheit formuliert und eine „Krankheitslehre“ in 7 Punkten aufgestellt:

1. Nicht der Teil des Menschen erkrankt, sondern der Mensch selbst mit Geistigem, Körperlichem und Seelischem.
2. In der Biographik ist Kranksein als ein Transformationsprozess zu akzeptieren.
3. Der biographische Ort der Krankheit verweist uns nach rückwärts und nach vorwärts. Das Auftreten von Gesundheitsstörung unterstellt eine Disposition dazu.
4. Jede Krankheit ist ein „kasuistisches Original“.
5. In der Destruktion eines Normzustandes entsteht etwas Neues. Daher sind manche Normwerte sinnlos und sollten ersetzt werden durch Werte des Behandlungsbedarfes.
6. Das Nicht-sein-Sollende der Störung eines Organs ist nicht mit Kausalität erklärbar, sondern als Folge eines hic et nunc deutlich werdenden Mangels wirksamer Diagnostik und Therapie.
7. Nicht nur das Ziel (Linderung oder Beseitigung von Krankheit) wird in der Therapie erprobt, sondern auch der Weg und die Fähigkeit zu neuer Gesundheit durch Nutzen-Schaden-Analyse.

[5]

Wir haben die Formulierungen des Gesunden und der Krankheit in eine andere Form (nämlich die Regulationsmedizin) gewandelt. Darüber lesen Sie weiter unten. [6]

Gesundheitsverständnis aus der Anamnese

Aus allen Blickwinkeln heraus ist der Bezug zum vorherigen (Er-)Leben des Menschen von Bedeutung. Dieser Weg führt über die so genannte Anamnese.

Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit systematischer Befragung. Darin gibt es wichtige Schwerpunkte. Deren ärztliche und nicht-ärztliche medizinische Aufzeichnung dient der dokumentierten Erinnerung. Ein Teil ist die Biografische Anamnese, die den Befragten beleuchtet.

Sie erklärt im Rahmen der Pathogenese die gesamte Leidensgeschichte des Klienten/Patienten.

Sie erklärt im Rahmen der Salutogenese die Lebens- und Stress-Geschichte des Klienten/Patienten.

Alle Informationen aus der Vergangenheit des Klienten können auf Gesundungs- oder Krankheitsrisiken aufmerksam machen. Deshalb ist die Kenntnis der persönlichen, entweder durchlebten oder noch bestehenden Risiken im Lebensentwurf, in der Lebensweise und im Lebensstil ein wichtiges Maß für die Einschätzung der Zukunftsaspekte.

Die Anamnese kann sich allein auf die Angaben des Klienten/Patienten beziehen.

Eine solche Eigenanamnese ist abhängig von der Willensfreiheit des Befragten, auf eingehende Fragen auch zu antworten. Bei retardierten Patienten, oder sogar bei im Bewusstsein gestörten ist die Antwort möglicherweise von Angehörigen oder Beobachtern zu erhalten. In diesen Fällen handelt man folglich mit einer „Fremdanamnese“.

Je nach der Zielrichtung der anamnestischen Erkenntnis unterscheidet man zwischen

- Somatischer (physischer) Anamnese
- psychischer Anamnese
- sozialer (Umfeld-)Anamnese und einer
- Familienanamnese (Vererbungstypische Merkmale, besondere Merkmale aus der Jugend, aus Migrantenhintergrund und sonstigen umwelttypischen Einflüssen).

Fünf wichtige Anamnesen sind für die Sorge um einen Klienten/Patienten nötig:

- Pflegeanamnese (Bedarf?)
- Zuwendungsanamnese (in Erweiterung der Pflege)
- Sexualanamnese
- Medikamentenanamnese (Medikation und Selbstmedikation)
- Gewöhnungs- und Suchtanamnese.

Fragen, die sich auf eine Pathogenese beziehen, werden in Form einer „Speziellen (aktuellen) Anamnese“ erhoben und dokumentiert.

Diese Fragen sind sowohl Salutogenese, als auch Pathogenese eigen, weil sie den Hintergrund der derzeitigen Gesundungsstadien oder Erkrankungsvalenzen beleuchten. Dazu gehören:

- Definierte Erkrankungen
- Durchstandene ärztliche Behandlungen
- Allergien, Überempfindlichkeiten, Leiden, Behinderungen
- Chronische Krankheiten (rheumatischer Formenkreis)
- Metabolisches Syndrom, Stresskrankheiten
- Hypertonie, Gerinnungsstörungen, Herz- und Lungenkrankheiten
- Neurologische Störungen
- Infektionskrankheiten
- Risikofaktoren [7]

Anamnestik ist nicht allein Qualitätssicherung der ärztlichen und nicht-ärztlichen Heilberuflichkeit, sondern auch von erheblicher forensischer Relevanz. [8]

Anamnestik hat auch noch einen weiteren Horizont: Sie ist Teil des Bezugssystems von Gesundheit und Krankheit.

Als medizinischer Grundbegriff steht sie für die subjektiven Variablen des Klienten und Patienten in deren biologischer, physiologischer und psychosomatischer Qualität. Sie beschreibt einen Teil der Lebensqualität, die der Klient entweder eingeplant, oder mit oder ohne Bewusstsein erlebt hat. Heilberufler neigen dazu, zweckrationale Anschauungen selbst zu formen. Sie gehen damit in soziologische Grundbegrifflichkeiten ein, denn sie befinden sich im sozialen Gefüge mit ihren Patienten. So kommt es, dass grundlegende Beeinflussungen zwischen Heilberufler und Patient für beide rollentypisch sind.

Das Ritual, das um den Klienten und Heilberufler aufgebaut ist, wird zu gegenseitiger Beeinflussung. Ohne Ritual sind aber keine Ausübungen irgendeines Heilberufes möglich. Deshalb findet sich immer auch um einen Gesundenden eine „aura curae“, von der keine Person innerhalb ihr frei sein kann.
Im Rahmen der Schweizer Tagung „Heilung findet zuhause statt“ konnten wir so nachweisen, dass die Regulation der Gesundung im Ritualraum um den Rehabilitierenden, und nicht per se stattfindet. [9]

Erörterung zum Modulinhalt

Gesundheitsstörungen haben eine oder mehrere Ätiologien. Darunter versteht man

- Ursachen (causae)
- Ursachen-Folge-Beziehungen (contributiones) und
- Zusammenhänge (correlationes).

Austin Bradford-Hill (1897-1991), Mitautor der British Doctors Study, hat folgende neun Merksätze geprägt, die für die Erfassung und Einschätzung vermuteter Ursache-Wirkungs-Beziehungen in der gesamten Medizin normativ sind:

1. Stärke: Eine Assoziation zwischen zwei gesundheitsschädigenden Phänomenen besagt nicht, dass keine Kausalität zwischen ihnen besteht. Das gilt beispielhaft für Infektions- und Widerstandsproblemen: Der Körper beherbergt Keime, die weder fakultativ, noch obligat krankmachend wirken.
2. Folgerichtigkeit: Übereinstimmende Beobachtungen verschiedener Wissenschaftler an diversen Risikopopulationen erhöhen die Wahrscheinlichkeit kausaler Beziehungen.
3. Spezifität: Kausale Beziehungen sind anzunehmen, wenn eine bestimmte Menge Menschen an einer Krankheit leidet, die bisher nicht erklärt werden konnte. Ausnahme davon sind bestimmte Krebskrankheiten, die aus vielen verschiedenen Auslösern stammen.
4. Zeit: Gesundheitsstörungen haben nach der Einwirkung der krankmachenden Aktionen zu erfolgen. Ausnahmen sind Effekte, die verzögerte Einwirkungen provozieren.
5. Biologischer Gradient: Stärkere Exposition führt zu einem verstärkten Auftreten von Erkrankungen.
6. Plausibilität: Ursache-Wirkungs-Gefüge sind abhängig vom derzeitigen Stand des Wissens.
7. Stimmigkeit: Übereinstimmung zwischen pathologischen Befunden und Relativen Risiken kann man auf andere Merkmale übertragen. Einatmen von Schadstoffen kann zu Lungen-Krankheiten führen. Der Raucher atmet bewusst ein. Das Ergebnis kann übereinstimmenden Schäden zeigen.
8. Experiment: Mit einer beobachteten und dokumentierten Senkung von Erkrankungszahlen nach der Abschaffung einer Risikoeinwirkung ist der Beitrag zur Kausalität erbracht.
9. Analogie: Ein Effekt Wirksubstanz / Risikofaktor ist Anlass zur Suche nach ähnlichen Ursachen und ihren Wirkungsweisen. [10]

Ursachen, Kontributionen und Korrelationen werden in diesem Schemata (1 – 9) eindrucksvoll geschildert. Dennoch fehlt ihnen das plausible Merkmal der Übertragung auf die Heilberufler-Praxis. Wir haben daher in Anlehnung an Leiber et al. [11] anders schematisiert:

Der Begriff der Ätiologie bezeichnet in Medizin, Psychologie und Epidemiologie die Ursachen für einen krankmachenden Zustand.

Homologe Ätiologien werden dann als homolog bezeichnet, wenn sie eindeutig zu identifizieren sind und damit auch kausal zu behandeln.

Damit ist nicht gesagt, dass nur eine einzige Ätiologie angenommen werden muss; auch plurale Ätiologien, von denen nicht unbedingt alle bekannt sein müssen, fallen darunter. Deshalb werden solche Gesundheitsstörungen auch als „Krankheiten erster Ordnung“ bezeichnet. Die Begrifflichkeit fußt auf den Darlegungen über die autogene Vakzination bei therapieresistenten bakteriellen Infektionen. Sie ist durch die Nutzung von autogenen Vakzinen, den alternativen Behandlungsoptionen vor Einführung der modernen Antibiotika, Goldstandard der Therapie in Zeiten zunehmender antimikrobieller Resistenzproblematik. [12]

Der Autor hat abgeleitet, dass das Rezidivrisiko rezidivierender Furunkulose nach Spaltung ohne Antibiose (n=250) bei 30% liegen würde, in Verbindung mit Autovakzinen aber lediglich 15%.

Heterologe Ätiologien kommen aus mehreren homologen und auch gänzlich unbekannten.

Sie zeichnen sich dadurch aus, dass ausschließlich das Charakteristikum ihres Störmomentes bekannt oder mindestens beobachtbar ist. Sie werden als „Krankheiten zweiter Ordnung“ klassifiziert. Epidemiologisches Paradebeispiel ist das Auftreten von Fieberschüben in definierbaren Kurven, die allein durch die Ähnlichkeit ihrer Darstellung auf einen wahrscheinlichen Ablauf schließen lassen. Auf diese Weise konnten die deutschen Gesundheitsämter nach 1945 bereits nach dem ersten Auftreten von Polio-typischen Fiebererkrankungen bei Kindern in Großstädten mit Vakzination eingreifen.

Dieser Beweis gelang mehrfach. Nachdem die Polio-Fieberkurve von Hamburg und 1947 in Berlin bekannt wurde, ist die Poliomyelitis-Epidemie des Jahres 1948 noch um 40% gesteigert worden, wobei Wiesbaden am meisten („Groß-Epidemie“) betroffen war. Mit 99 Fällen betrug die Jahresmorbidität über 4,5 auf 10000 Einwohner. [13]

Im Rahmen der Veterinärmedizin ist eine ähnliche Situation beim epidemischen Auftreten der Maul- und Klauenseuche bekannt. Die betroffene Population konnte bereits bei Beginn einer Ausbreitung aufgefangen werden. Mit den biochemischen Diagnostika und Methoden elisa und polimerase chain reaction sind die Impfstrategien nachhaltig zu formulieren. [14] Frau Brehm zeigt fernerhin die Überlegenheit der Methodologie auf, die sich von der Einzelfalbeobachtung abkehrt.

Bei der semiotischen und semantischen Übertragung der heterologen Ätiologien auf die Beurteilung der salutgenetischen Standpunkte bietet sich an, zugleich mit der Erkenntnis der Heterologität das Vorgehen der heilberuflichen Intervention festzulegen: Heterologes übersetzt den (bekannten) Ablauf einer Erkrankung bzw. einer Gesundung. Daher ist der Zeitrahmen für die Intervention recht klein zu halten. Die nötigen Maßnahmen dienen mithin dem „Ausbremsen“ einer erkannten Zustandsänderung.

In früheren Zeiten wissenschaftlicher Literatur der Medizin sind andere, als Symptomenkomplexe („Syndrome“) bezeichnete Zustandsbilder zunächst von homologen und heterologen Entwicklungen getrennt worden, weil sie nahezu ausschließlich der Deskription zugänglich waren.

Komplexe Ätiologien beschreiben ein Muster von zugleich auftretenden Gesundungen oder Krankheits-Symptomen. Die klinischen Syndrome sind detailliert beschreibbare Zustandsbilder, deren Eigenheiten sowohl auf Seiten der Genetik, als auch auf Seiten der erworbenen Schäden zu finden sind. Sie werden in der Regel mit dem Namen ihres Erstbeschreibers korreliert und systematisiert. Betrachtet man hingegen die Fülle der potentiellen Ätiologien, fällt auf, dass ihre Komplexe in Schachbrettmuster einzuordnen sind. [6]

So kommt es zu der Möglichkeit einer Trennung von Einzelfakten in homologe und heterologe und damit zur Lösung bisher nur als komplex bezeichneter Zusammenstellungen. Folge einer solchen Vorgehensweise ist, dass einzelne als homolog oder heterolog anerkannte Symptome aus den Symptomenkomplex ausgespart werden und einzeln angegangen werden können. In dieser Weise entfallen Symptomenkomplexe aus dem Muster. Daraus folgt, dass die resultierenden Symptome einen neuen, bisher nicht anerkannten Symptomenkomplex bilden.

Das ist ein Resultat, das einfordert, die erfassbaren Symptome solange aus dem Komplex herauszulösen, bis ein neuer Komplex entstanden ist. Er ist deutlich kleiner als vorher und eröffnet somit die Möglichkeit, „mit ihm zu leben“.

In der Salutogenese beschreibt diese Trias (Homologes, Heterologes und Komplexes) verschiedene Gesundheitsbestrebungen. Darin sind sowohl biologische, als auch psychologische und soziale Aspekte berücksichtigt.

Daraus ergibt sich die Skizzierung der Gesundheitsbestrebungen

Wir beschreiben den diagnostischen und therapeutischen Maßnahmenkatalog von Gesundheits-Störungen homologer Ätiologie als eine kugelgeballte Ladung vieler einzelner Symptome. (Bild unten). Beispielsweise finden sich darin Hautrötung, Exsudation, und weitere Kennzeichen definierter Reaktionen auf infizierende Keime. Die Therapie ist symptomatisch kausal per continuitatem (gleichmäßig) und bedeutet Keimentfernung bekannter Keime.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wir beschreiben dagegen den diagnostischen und therapeutischen Maßnahmenkatalog von Gesundheits-Störungen heterologer Ätiologie als ein zeitbezogenes Angehen und Ausbremsen vieler Symptome unbekannter oder einfach völlig differenter Ätiologie, aber bekannter Verlaufsform. Wir gestehen, dass die Herkunft der Symptomatologie daher uneinheitlich unbekannt ist, aber der Fortschritt typisch für einen per contiguitatem (sprungweise). (Bild unten). Daher ist diese Therapie „Ausbremsen der Symptomatologie“. Im Text hatten wir den Typus des spezifischen Fiebers als ein Beispiel dafür genannt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Schließlich beschreiben wir den Maßnahmenkatalog von Gesundheits-Störungen komplexer Ätiologie als ein gemischtes Auftreten (Bild unten) von bekannten Ätiologien mit bekannten oder verdächtigen Verlaufsformen. Die Mischung ist mustertypisch, sodass man von Symptomen-Komplexen sprechen kann. Charakteristisch für solche Komplexe ist, dass sowohl homologe, als auch heterologe Ätiologien darin vorkommen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das diagnostische und therapeutische Vorgehen bei einem solchen Auftreten von Symptomen-Komplexen muss sein, diejenigen Symptome auszuschalten, die eliminierbar sind, weil sie bekannter Ätiologie sind. Diejenigen Symptome, die durch heilberufliche Maßnahmen „ausbremsbar“ sind, sollten dann auch eliminiert werden. So bleiben dann schließlich Symptomen-Haufen übrig, deren Anordnung ein anderes, als das ursprüngliche Muster ergibt. Das neue Bild bleibt so lange neu, bis wiederum ein Eliminieren gelingt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Endlich ist der Symptomen-Komplex so weit geschrumpft, dass er zunächst nicht weiter erarbeitet werden kann. Der Symptomen-Komplex erhält einen Namen, in der Regel den des Erstbeschreibers. So kommt dann das Zustandsbild (nicht das Krankheitsbild) des Name-Syndroms in die Literatur.

Eine etwas andere Art der Didaktik bieten Ihnen unsere

Visualisierungsdiagramme der Interpretationstrends

Prävention ist

- biosemiotische Passung von Zeichenprozessen
- eine Summation biologischer Prozesse
biologische Prozesse sind

- Kommunikationen, deren Scheitern über Krankheit entscheidet

Schäden sind

- bleibende oder vorübergehende körperliche oder seelische Beeinträchtigungen
- das Ergebnis einer Schädigung
- sind die Folge von Dysregulation auf psychischer sowie somatischer Ebene

Förderung ist

- die Feststellung und Stärkung von Ressourcen
- ist Prävention

Krankheit ist

- ein gefühlter Zustand, der sich von der gewohnten, als Gesundheit empfundenen Befindlichkeit negativ unterscheidet.

Der Krankheitsbegriff ist der semantischer Versuch, gesundheitliche Unterschiede zu erfassen

in komplexen und gesellschaftlichen Zusammenhängen.

Er erfuhr in der Geschichte und in Abhängigkeit von sozialen Verhältnissen zahlreiche Wandlungen.

Von Arzt und Patient wird der Krankheitsbegriff unterschiedlich bewertet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Patientenseite:

Vom Betroffenen wird Krankheit als ein von seinem ihm gewohnten Befinden abweichender Zustand empfunden.

Dies führt zur Wahrnehmung von Befindlichkeitsänderungen und zu deren Auseinandersetzung auf der Bewusstseinsebene.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ärztlich-wissenschaftliche Seite:

Entstehungen von Krankheiten (Pathogenese) können wissenschaftlich hinreichend begründet werden. Diese logisch vollziehbare Schlüssigkeit muss allerdings nicht auch für deren Ursache (Ätiologie) und die hierauf zielenden therapeutischen Antworten gelten.

Da sich Krankheitsempfinden nicht herkömmlich wissenschaftlich definieren lässt, müssen zumeist narrativ gewonnene Erfahrungen gesammelt und in Modellkonfigurationen kategorisiert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

bekannten oder verdächtigen Analogien.

Vergleichende Einordnungen erfordern systematisches Vorgehen für theoretische, verbale und praktische Konsequenzen:

- Modellaufbau im Spektrum der neutralitas
- hypothetische und gezielte exspektative Eingriffe und Beobachtungen
- Beobachtungen und Systematisieren
- Übertragung der Informationen durch Analogieschluss zu anderen Befund- und Therapieoriginalen

historischer Bezug:

Der Begriff der neutralitas bezieht sich auf Galen (ca. 129-216, griech. Arzt und Anatom), der in seiner Schrift „de sanitate tuenda“ ein Gesundheitsprogramm fixiert hat.

Unter anderem befinden sich hierin Einschätzungen zur natürlichen Physiologie des Menschen, wonach die Konstitution verschiedene Grade und Modalitäten aufweist. Diese werden bezeichnet als:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hierbei kann es sowohl zum Überwiegen eines dieser Faktoren kommen als auch zu fehlerhaften Kombinationen, die zu Dyskrasien führen, ohne dass hieraus direkt ein krankhafter Zustand erfolgen muss.

Fehlmischung (Gesundheit und Krankheit sind Ausdruck des

Mischungsverhältnis der „Kardinalflüssigkeiten“

gem. der „Säftelehre“)

Zwischen den Grenzzuständen aus Gesundheit und Krankheit besteht lt. Galen als mittlere Kategorie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nosologen bewerten Krankheiten.

Nosologie (Krankheitslehre) betrifft die Klassifikation von Krankheiten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In der Nosologie der Hippokratischen Ärzte stand der pragmatische Aspekt der

Krankheitsbeschreibung ganz im Vordergrund.

Die möglichst genaue chronologische Aufzeichnung des Krankheitsverlaufs bildete die Grundlage für das Stellen einer Prognose.

In der modernen Nosologie werden entsprechend den Vorgaben der WHO die Wertigkeiten von Krankheiten und Gesundheitsstörungen analog zu der Einordnung von Krankheiten nach ihrer Ursache bewertet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Unterschied Pathogenese zur Salutogenese:

- die Pathogenese fragt nach den Bedingungen und Determinanten, unter

denen sich Krankheit entwickelt.

- die Salutogenese fragt nach den Bedingungen und Determinanten, unter

denen die Gesundheit am besten zu erhalten und zu entwickeln ist.

Schrifttum [die in Klammern stehenden Zahlen finden Sie im Text]

[1] Bengel J, Strittmatter R & Willmann H (1998): Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung. Was erhält Menschen gesund? Antonovskys Modell der Salutogenese. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Köln Bestellnr. 60606000. ISBN 3-933191-10-6

[2] Platon: Apologie Kriton Euthyphron Phaidon. In der Übersetzung von Schleiermacher Fr (1962). Ungekürzte Ausgabe. 38. Wilhelm Goldmann Verlag München

[3] Spranger H für den Hsgb. ZÄKW-L (1988): Referate 1-1988. Veröffentlichungen der Präsentationen der Frühjahrstagung Bad Salzuflen. Verlag Manfred Wessels, Greven

[4] Schipperges H (1978): Medizin und Umwelt. Dr.Alfred Hüthig Verlag, Heidelberg

[5] Jabob W (1978): Kranksein und Krankheit. Dr.Alfred Hüthig Verlag, Heidelberg

[6] Spranger H (2007): Physiologie in der Regulationsmedizin – Aus der Theorie der biosemitischen Medizin. 295-331. In Leiner(Hsgb.) Regulationsmedizin in Theorie und Praxis. Band 2. ISBN 978-3-88136-242-9

[7] Timothy F M & Malamed S F (1979): Physical evaluation system to determine medical risk and therapy modifications. J Am Dent Ass 99: 181-184

[8] Spranger H & Plöger C Th (1987): Leistungssicherung in der Zahnarztpraxis für die Qualität der Patientenversorgung. Zahnärztl Mitt 77: 2828-2830

[9] Spranger H (2009): Stiftung Naturheilkunde und Erfahrungsmedizin. Impulsreferat 18.11.2009 Zürich. Publikation in Spranger H & Hommel H R: Erster Projektbericht 2009 aus der Skizze „Gesundheit in Lebensentwurf, Lebensplanung und Lebensstil. Grin Verlag München. ISBN 978-3-640-52223-1

[10] Hill A B (1937): Principles of Medical Statistics. London The Lancet. Stat Probe http://statprob.com/encyclopedia/AustinBradfordHILL.html [abgenommen 2011-08-20]

[11] Leiber B & Olbrich G, Adler G (Hrsg.) [Neubearbeitung 8. Aufl. 1996]: Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Urban & Schwarzenberg. ISBN 3-541-01718-2 (Gesamtausgabe aus 2 Bänden)

[12] Nolte O (2009): Autogene Vakzination bei therapieresistenten bakteriellen Infektionen. Chemotherapie Journal 18 (1): 18-23

[13] Mangold G (1952): Betrachtungen zu epidemiologischen Untersuchungen über die Wiesbadener Poliomyelitis-Epidemie 1950. Zeitschrift Hygiene 134: 430-461

[14] Brehm K E G (2010): Homologe und heterologe Schutzwirkung von MKS-Serotyp-A-Vakzinen und Etablierung der fetalen Ziegenzungenzellinie zur Isolation von MKSV. Veterinärmedizinische Inaugural-Diss. Freie Universität Berlin Journal Nr. 3410.

Fachkapitel 2 Setting-Ansatz Salutogenese als Design

Übergeordneter Bildungsgang: Integrative Gesundheitswissenschaft medizinnaher Salutogenese

Stellenwert des Fachkapitels: Hier erfolgt die Sinngebung des Aspektes der medizinnahen Salutogenese. Die medizinische Salutogenese hat eine sehr eigene Bedeutung. Sie ist als der gelungene Versuch zu verstehen, die Begriffe des Helfens und der Sorge um den Erhalt des Nächsten zu verifizieren. Die semiotischen und semantischen Bedeutungen zueinander komplementärer Begriffe von Salutogenese und Pathogenese werden verglichen. Salutogenese beschäftigt sich mit den Stufen und Stadien einer Gesundung durch die Erweckung von Ressourcen aus der Biologie (Physiologie), Psychologie und der Förderung durch das Umfeld des Klienten. Gesundung fußt in der europäischen Antike auf Philosophie. Erkrankung fußt dort auf der frühen medizinischen und medizinnahen Grundlage.

Ziel des Moduls : Die medizinnahe Salutogenese wird abgegrenzt von verallgemeinernden wie auch vereinfachten Ausdrucksweisen, Werten und moralischen Festlegungen. Maßgebliche Kernaussage ist das selbst-reflexive Verhalten.

Schlüsselbegriffe

2a Sinn der Selbstgefälligkeit und Zufriedenheit

2b Sinn des Wohlgelittenseins

2c generelle Widerstandsressourcen

2d generelle Widerstandsdefizite

2e Sense of Coherence (SOC)

Einführung

Es ist allgemein anerkannt, dass der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky (1923-1994) den Begriff Salutogenese komplementär zu dem Begriff Pathogenese prägte. [1]

Beide Begriffe ergänzen sich, wobei das Salutogenese-Modell Gesundheitsentwicklung nicht als stabilen Zustand bezeichnet, sondern als einen dynamischen Prozess. Daraus leitet Antonovsky weiter sein Kohärenzkonzept ab, das heute als „framework“ Kohärenzgefühl bearbeitet wird. Die International Union For Health Promotion and Education stellte 2007 die moderne Variante der Europäischen Forschung vor.

[http://www.iuhpe.org/uploaded/Activities/Scientific_Affairs/salutogenesis_News_1_07.pdf]

(zuletzt abgenommen 2011-08-13)

Semiotik und Semantik

In der Regulationsbiologie gibt es Annäherungen neurophysischer motivationaler Systeme zur prospektiven Billigung (ZNS Lustzentrum) und zur Vermeidung von Gefahren (ZNS Angstzentrum). Nach diesem Konzept aus Risikobereitschaft und -vermeidung kann eine gute Gesundheit entstehen. Es sind mithin ZNS-Ressourcen vorhanden, die Folgen für die menschliche und tierische Entwicklung bieten. Grundsätzlich ist das Prädikat ‚gesund’ in der Physiologie der Regulation kaum anwendbar, ebenso wie das Prädikat ‚heilend’, weil damit neue Determinanten zwischen Zuständen ,gesund-krank’ entstehen würden. Mensch, Tier und Pflanzen können allerdings stufenweise ‚gesunden’. Salutogenese bietet eine strukturierte Vernetzung an:

[http://www.salutogenese-zentrum.de/cms/main/das-zentrum/netzwerk-fuer-salutogenese/]

(zuletzt abgenommen 2011-08-13)

Merkmale salutogenetischer Orientierung sind demnach Stimmigkeit, Verbundenheit, Vostellungen von Gesundheit, Ausrichtungen auf Ressourcen, Selbstwahrnehmungen, Selbstorganisation, Selbstheilungsvermögen, lösungsorientiertes Denken (sozial, kulturell, global), Beachten der Evolution und Diskussion verschiedener Lösungsmöglichkeiten zwischen den Stadien der Gesundung.

In den „Wartburggesprächen“(Schüffel et al.) wurde seit 1995 die Verbindung der Salutogenese zu Balint-Arbeit , Philosophie und Psychoanalyse gepflegt. [2]

Aufbau der Designtheorie

Riten, Stolz und Genugtuung sind häufige Partner von vielfach beschriebenen Tugenden. Die Lebensqualität wird hingegen durch biologisches, psychologisches und soziales Wohlbefinden bestimmt.

In diesem Eigenbild ist als Fremdbild das Wohlgelittensein enthalten.

Generelle Widerstandsressourcen sind Quellen für Gesundung gegen Krankheitsfortschritte und bezeichnen die Ablehnung gegen jede Form von progredienter Beeinträchtigung durch Symptome von Krankheiten, darin eingeschlossen Risiken im biologischen, physiologischen, psychologischen und auch sozialen Bereich. In der späteren Diskussion wird daraus das bio-, psycho- soziale Konzept formuliert.

Das Fehlen dieser inneren Abwehrhaltung ist Widerstandsdefizit.

So ist also das Design von Salutogenese nicht nur die Abkehr von alleiniger Beurteilung der Pathogenese, sondern die Analyse von Ressourcen. Wie in jeder Heilberuflichkeit wird in salutogenetischen Blickwinkeln ein Standpunkt eingenommen,

Textfassung Inhalt des Fachkapitels

Einer der anerkannten ‚Väter’ der Salutogenese, Aaron Antonovsky, hat als „Maß“ der Gesundheitsbestimmung den Sense of Coherence (SOC) eingeführt. Dieser besteht aus einem Fragenkatalog, nach dessen Vorgaben der Klient sein Verhältnis zu seiner persönlichen Geschichte und seiner Umgebung beschreibt. Hierbei wird die Skalierung von sieben Wertigkeitsstufen addiert und das Ergebnis festgehalten. Der SOC ist inzwischen Gradmesser verschiedener Autoren für Gesundheitsverständnis geworden und daher unter den untersuchten Gruppen vergleichbar.

Salutogenese hat erkennbare Facetten im Medizinnahen. Diese werden als bio-psycho-soziale Komponenten verstanden. Sie dienen der persönlichen Orientierung des Klienten, die ausdrückt, in welchem Ausmaß er ein durchdringendes, andauerndes und dennoch dynamisches Gefühl des Vertrauens (bzw. Zutrauens) hat, dass

1. die Stimuli, die sich im Verlauf des Lebens aus der inneren und äußeren Umgebung ergeben, strukturiert, vorhersehbar erklärbar sind

2. die Ressourcen zur Verfügung stehen, um den Anforderungen, die diese Stimuli stellen, zu begegnen

3. diese Anforderungen Herausforderungen sind, die Anstrengung und Engagement lohnen.

Die Komponenten dazu sind:

1. Verstehbarkeit (Comprehensibility)

"Verstehe ich die Umwelt?"

Stimuli, Ereignisse und Reaktionen intern und extern können als konsistentes, geordnetes und verständliches Geschehen wahrgenommen werden.

Man spricht vom kognitiven Aspekt

2. Handhabbarkeit (Manageability)

"Kann ich an mich gestellte Anforderungen bewältigen?"

Die überdauernde Zuversicht, dass kommende Herausforderungen bewältigt werden können und die Dinge sich zum Guten wenden.

Man spricht vom emotionalen Aspekt

3. Sinnhaftigkeit (Meaningfullness)

"Hat das, was um mich herum vorgeht einen Sinn?"

Die Überzeugung, dass es im Leben Dinge gibt, für die es sich zu leben lohnt und die es verdienen, hierzu seinen persönlichen Einsatz zu leisten.

Man spricht vom motivationalen Aspekt

Der englischsprachige Fragebogen nach Antonovsky wurde 1983 erstmals veröffentlicht und im weiteren Verlauf in die deutsche Sprache übersetzt.

Einige deutsche Autoren haben diesen Fragebogen als Beitrag zur Validierung der deutschen Fassung des SOC-Fragebogens untersucht. Es ist dabei geprüft worden, ob und wieweit eine mathematische und inhaltliche Trennschärfe zwischen den behaupteten Clustern ,Manageability’, ,Meaningfulness’ und ,Comprehensibility’ besteht und ob daraus zu schließen ist, dass der Fragebogen im deutschen Sprachraum geeignet ist, als Maß seelischer Gesundheit zu dienen. Schumacher et al. berichten 2000 Normwerte deutscher Bevölkerung (repräsentativ) für die Sense of Coherence Scale von Antonovsky. Sie nennen alters- und geschlechtsspezifische Normwerte (Prozentränge) für die auf der Basis der Daten einer im Jahre 1998 in Deutschland durchgeführten bevölkerungsrepräsentativen Erhebung (N = 1.944; Alter 18-92 Jahre) [3]

In Folge dieser Publikation sind zwei Berufsgruppen untersucht worden. Ärzte in Praxis und Psychotherapeuten zeigen einen höheren SOC, als den der bevölkerungsrepräsentativen Erhebung. [4]

Darauf haben Endler, Haug & Spranger die Interpretationen des SOC-Konzeptes auf eine ‚Copenhagen-Interpretation’ erweitert. [5]

Von allgemeinem Interesse ist nämlich, zu hinterfragen, ob es für ein starkes SOC notwendig ist, das Gefühl zu haben, dass das gesamte Leben verstehbar, handhabbar und bedeutsam ist.

Antonovsky verneint dies und weist darauf hin, dass es vielmehr entscheidend sei, ob es bestimmte Lebensbereiche gibt, die von subjektiver Bedeutung für die Person sind. Das haben die Autoren der Copenhagen-Interpretation auf die Stress-Forschung bezogen.

In der herkömmlichen Stressforschung werden Stressoren als Stimuli bezeichnet, die Stress erzeugen.

Antonovsky hingegen postuliert, dass Stressoren einen Spannungszustand erzeugen, der darauf zurückzuführen ist, dass Menschen nicht wissen, wie sie in einer Situation reagieren sollen. Weiterhin definiert Antonovsky Stressoren als ein Merkmal, das Entropie in ein System bringt.

Es handelt sich folglich um Lebenserfahrungen, die durch Inkonsistenz, Unter- oder Überforderung und fehlende Teilhabe an Entscheidungsprozessen gekennzeichnet sind. So wird der SOC mit noch weiteren Dokumentationen ergänzt mit der Einschätzung von Lebenserfahrungen, die dann aber eine subjektive Wertung der Psychologie benötigen.

Auswahl aus dem Praxisbezug

In der heilberuflichen Praxis kann man auf die Bestimmung des SOC in Zusammenhängen mit Schmerzempfinden eingehen. Das folgende Schema ist ein daraus resultierendes Rosettendiagramm :

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Fragenkatalog, vom Positiv zu Negativ abgestuft über 7 Werte, analog zu Antonovsky) :

1. Das Leben ist (Alternativ-Antworten: ausgesprochen interessant / reine Routine)
2. Haben Sie das Gefühl, dass es Ihnen ziemlich gleichgültig ist, was um Sie herum passiert? (Alternativ-Antworten: äußerst selten oder nie / sehr oft)
3. Das meiste, was Sie in Zukunft tun werden, wird wahrscheinlich (Alternativ-Antworten: völlig faszinierend sein / todlangweilig sein)
4. das, was Sie täglich tun, ist für Sie eine Quelle (Alternativ-Antworten: tiefer Freude und Zufriedenheit / von Schmerz und Langeweile)
5. Viele Menschen - auch solche mit einem starken Charakter – fühlen sich in bestimmten Situationen wie ein Pechvogel oder Unglücksrabe. Wie oft haben Sie sich in der Vergangenheit so gefühlt? (Alternativ-Antworten: nie / sehr oft)
6. Glauben Sie, dass es in Zukunft immer Personen gibt, auf die Sie zählen können? (Alternativ-Antworten: Sie sind sich dessen ganz sicher / Sie zweifeln daran)
7. Wenn etwas passierte, fanden Sie im allgemeinen, dass Sie dessen Bedeutung (Alternativ-Antworten: über- oder unterschätzten / richtig einschätzten)
8. Wenn Sie etwas machen, das Ihnen ein gutes Gefühl gibt, (Alternativ-Antworten: werden Sie sich sicher auch weiterhin gut fühlen / wird sicher etwas geschehen, das das Gefühl verdirbt)
9. Wenn Sie an Schwierigkeiten denken, mit denen Sie in wichtigen Lebensbereichen wahrscheinlich konfrontiert werden, haben Sie das Gefühl, dass (Alternativ-Antworten: es Ihnen immer gelingen wird, die Schwierigkeiten zu meistern / Sie die Schwierigkeiten nicht werden meistern können)

(Neun-Fragen-Auswahl aus dem „Fragebogen Kohärenzgefühl“. S191-196. In: Antonovsky, A: Salutogenese. Zur Entmystifizierung der Gesundheit. Dtsch. Hrsg. Franke A 1997. dgvt-Verlag, Tübingen. ISBN 3-87159-136

Wir haben für dieses Fachkapitel eine weitere Art der didaktischen Unterstützung gewählt. Das ist das „AUDIO TEACH“-Verfahren. Es ähnelt einem Hörbuch mit Unterkapiteln. Das Beispiel ist verfügbar über die Hochschule Wismar, Abteilung Prof. Dr. Möller, „TAKE LAW“.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Alle Vorlesungen speichern Informationen über den aktuellen Bearbeitungsstand. Sind die Kapitel noch nicht zu Ende gehört oder nicht vollständig bearbeitet worden, färbt sich das vorangestellte Kreissymbol rot. Vollständig gehörte Vorlesungsteile erhalten eine grüne Färbung. Sie können mit einem Blick übersehen, wie weit Sie sich schon „vorgehört“ haben. Die höheren Ebenen übernehmen die Zusammenfassung aller Farbwerte aus den Unterkapiteln, so dass eine leicht überschaubare Übersicht zum aktuellen Bearbeitungsstand entsteht.

Nach dem „Anklicken“ wird der ausgewählte Hörfilm in den rechten Bereich des Fensters geladen. Abhängig von der Internetverbindung kann es einige Sekunden dauern, bis der Hörfilm vollständig auf ihren Computer übertragen wurde. Sie hören anschließend die Vorlesung und sehen zugleich die dazu gehörige Animation. Diese kann darin bestehen, die wichtigsten Begriffe des Vortrags darzustellen, Übersichten zu zeigen oder andere Erklärungsinhalte bildlich zu unterstützen.

Ein Hinweis in eigener Sache: Die Produktion der Tonaufnahmen für die Online-Vorlesungen erfolgt in einer aufwändigen Studiotechnik. Es wäre erfreulich, wenn Kopfhörer entsprechender Leistungsfähigkeit Verwendung finden, um die Vorteile der Audioqualität für die Konzentrationsfähigkeit beim Zuhören auszuschöpfen.

Eine etwas andere Art der Didaktik bieten Ihnen unsere

Visualisierungsdiagramme der Interpretationstrends

- Die Entwicklung der Gesundheit von Menschen ist nicht vorhersehbar.

- Die Biologie des menschlichen Körpers ist nicht darauf ausgerichtet, ohne

Gesundheits- und Krankheits-Risiken zu sein.

- offizielle medizinische Forschung ist nicht biologisch, da sie institutionell

ausgerichtet ist.

- Die Salutogenese ist die Suche nach Eigenschaften und Ressourcen

körperlicher und psychischer Gesunderhaltung.

- Die Salutogenese ist eine globale Orientierung über die Wahrscheinlichkeit

der Gesunderhaltung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Ursprünge der Salutogenese nach A. Antonovsky sind Basis und Rahmen der biopsychosozialen Medizin.

Die biopsychosoziale Medizin berücksichtigt die komplexen Faktoren bei der Entstehung und dem Verlauf von Krankheiten.

Unter demographischen und sozialpolitischen Aspekten ist die gegenwärtige Ausrichtung der Gesundheitswissenschaften unzureichend.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das gültige Gesundheitsverständnis muss nach den

Grundprinzipien der Salutogenese erweitert werden

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Jede von der Gesellschaft im Sinne der Prävention verlangte und von den Medizinern gefragte Verhaltensänderung ist eine bewusste Entscheidung eines Menschen und der Weg dahin ein Lernprozess.

[...]

Details

Seiten
441
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656260561
ISBN (Buch)
9783656260653
Dateigröße
4.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v199817
Note
Schlagworte
medizinnah salutogenese projektbericht skizze gesundheit lebensentwurf lebensplanung lebensstil beitrag regulativen medizin

Autoren

Teilen

Zurück

Titel: Medizinnah integrierte Salutogenese