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Medienfinanzierung - Funktionsweise und Erfolg der Suchmaschine google

Hausarbeit 2010 14 Seiten

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Unternehmen google im Überblick

2.1 Geschichte

2.2 Funktionsweise

3 Finanzierung von Suchmaschinen
3.1 Theoretische Grundlagen der Suchmaschinenfinanzierung
3.2 Praktische Umsetzung am Beispiel google
3.3 Ausblick

4 Abschlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Der Markt für Suchmaschinen galt am Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts für gesättigt – bis das Garagenunternehmen google seinen Siegeszug startete. Auch heute noch sorgt google für Schlagzeilen, häufig positiv aufgrund der außergewöhnlichen Unternehmensstruktur, aber auch negativ, vor allen Dingen aus Gründen des Datenschutzes. Googles Finanzierung galt damals als revolutionär und bis heute gilt der Suchmaschinenanbieter mit Platz 26 auf der Liste der 500 erfolgreichsten Unternehmen weltweit (im Marktwert) als das erfolgreichste Internetunternehmen weltweit (vgl. FT Global 500 2009).

Ziel dieser Arbeit ist es, das Finanzierungsmodell von google zu analysieren und auf seine Zukunftstragfähigkeit hin zu prüfen. Daher folgt im ersten Teil eine Beschreibung des Unternehmens google, im zweiten Teil das Finanzierungskonzept von Suchmaschinen im Allgemeinen. Vor der Abschlussbetrachtung, die gleichermaßen Fazit und Ausblick ist, erfolgt eine Anwendung der theoretischen Kenntnisse auf das Unternehmen selbst.

2 Das Unternehmen google im Überblick

2.1 Geschichte

„Als Googles Suchmaschine im Dezember 1998 offiziell gestartet wurde, verfügte sie über ein einziges großes Alleinstellungsmerkmal: Sie funktionierte.“ (Brandt 2010, S.40) Tatsächlich bestand die Revolution der Suchmaschine darin, dass das so genannte PageRank-System, entwickelt von einem der beiden Gründer, Larry Page, verblüffend simpel zum Erfolg führte (siehe Kapitel 2.2 Funktionsweise). Nach der Gründung der Suchmaschine, einer technischen Entwicklung, bestand der Erfolg des Dienstleisters in der unternehmerischen Version.

Glück und unternehmerischer Idealismus sind die zwei Aspekte, welche die Geschichte von google seit jeher bestimmen. Beispielhaft für die beiden Punkte sei auf der einen Seite die akademische Herkunft der beiden Ideengeber und auf der anderen Seite die Gründungsfinanzierung genannt. Louis Mounier, der Mitbegründer von Alta Vista, benennt google als „wieder so eine Sache aus Stanford.“ (Brandt 2010, S. 66). Gemeint ist damit, dass dieses Start-Up nicht nur aus einem Forschungsprojekt der Stanford University entspringt, sondern sich auch in der Mitarbeiterkultur niederschlägt: ein Großteil der Angestellten kommt von der Universität Stanford. Die Gründungsfinanzierung gilt als besonderes Kabinettstück; durch ihr selbstbewusst-dreistes Auftreten gelang es den beiden Gründern, zahlreiche Kapitalgeber und Business Angel für sich zu gewinnen, um sie gleich danach durch Kontra-Entscheidungen wieder zu verärgern. Als dann google jedoch 2004 an die Börse ging, „war jede der Firmen im Besitz von Aktien im Wert von drei Millionen Dollar.“ (Brandt 2010, S.47).

Im weiteren Verlauf der Historie des Unternehmens gelangen noch zahlreiche weitere Geschäfte, die großes Echo in der Internet-Welt hervorgerufen haben, etwa die Einführung von googleBooks, wo alle Bücher der Welt gescannt werden sollen oder der Kauf von youtube, um auch eine Videoplattform zu besitzen. Neuerdings ist google wegen der Idee einer 3D-Welt im Web, googleStreetView immer wieder im Gespräch.[1]

2.2 Funktionsweise

Die Funktionsweise von google ist so simpel wie genial und damit gleichzeitig der Schlüssel zum Erfolg des Unternehmens. Die Grundlage des gesamten Systems ist das PageRank-System, ein Wortspiel mit dem englischen Begriff „Seite“ und dem Erfinder und Gründer von google, Larry Page. Er verstand das bereits von Alta Vista bekannte Suchsystem mit Hilfe eines so genannten Webcrawlers[2] für sich zu nutzen. Dabei nutzt Page nicht nur die Schlüsselwortsuche, die nach Relevanz sortieren kann; vielmehr bezieht er einen Faktor aus der herkömmlichen Wissenschaft mit ein: je häufiger eine Arbeit, also eine Webseite, zitiert wird, desto besser ist sie für den Suchenden geeignet. Durch eine Kombination dieser beiden Ideen, der Schlüsselwortsuche und der häufigsten Verlinkung, gelingt es Page, eine einzigartige Suchmaschine zu kreieren. (vgl. Brandt 2010, S.40ff.)

Auch der andere Gründer, Sergei Brin, hatte eine Idee, die er im Rahmen einer Forschungsarbeit in Stanford ausarbeitete und in einem Projekt verwirklichte; er programmierte den Webcrawler, Page hatte die Idee, so ergänzten sich die beiden hervorragend. Aus diesem System leitete sich auch der Name der Suchmaschine ab: nach einigen Versuchen griffen sie auf die Wortneuschöpfung eines Neffen des Mathematikers Edward Kasner zurück, der die größte Zahl der Welt bezeichnen wollte: Googol.

3 Finanzierung von Suchmaschinen

3.1 Theoretische Grundlagen der Suchmaschinenfinanzierung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Ausrichtung in zweiseitigen Märkten

Die Finanzierung von Suchmaschinen funktioniert auf Grundlage des üblichen Dreieckstausches; gleichzeitig ist googles Finanzierungskonzept an Value Shop und Value Network gebunden, zwei Konzepte der Wertschöpfungskette. Außerdem gilt google im Web-Finanzierungsvergleich als Beispiel für das Context-Modell.

Der Dreieckstausch beschreibt das Verhältnis zwischen Werbekunden, Dienstleistungskunden und Unternehmen. In diesem Fall wollen die Werbekunden eine möglichst spitze Zielgruppe erreichen, indem sie vom Unternehmen eine stark eingegrenzte Zielgruppe zur Verfügung gestellt bekommen. Google realisiert dies am Beispiel AdWords (siehe Kapitel 3.2 Praktische Umsetzung am Beispiel google). Die Kunden erwarten ihrerseits eine Dienstleistung, für die sich in der Medienbranche wenig Zahlungsbereitschaft zeigen. Das Unternehmen muss demnach versuchen, die beiden Interessen, also die Wünsche des Kunden und die der Geld gebenden und werbenden Wirtschaft, auszugleichen. (vgl. Puppis 2007, S.77ff.)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Wertschöpfungskette im Online-Sektor nach Wirtz (2008)

Die Wertkette von Unternehmen im Online-Sektor ist in fünf Bereiche gegliedert: den Inhalt, der Dienstleistungen umfasst, die Aggregation, also Bündelung von Inhalten, den Mehrwert, realisiert über Hosting oder Consultig, die Verbindung, gleichbedeutend mit der technischen Infrastruktur, sowie abschließend der Oberfläche, also einem Interface, etwa die Suchmaske von google. All diese Elemente finden sich auch beim Suchmaschinendienstleister wieder (siehe Kapitel 3.2 Praktische Umsetzung am Beispiel google). (vgl. Wirtz 2008, S.751ff)

[...]


[1] Hier gilt der Schutz der Persönlichkeit als Hauptargument; einen wichtigen Beitrag zur Debatte hat Konrad Lischka bei SPIEGEL Online verfasst: Brüllen gegen Google.

[2] Unter Webcrawlern versteht man nach Brandt Programme, die Seiten durchsuchen und Schlüsselworte sowie Inhalte herausfiltern und strukturiert in einer Datenbank sortieren.

Details

Seiten
14
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656259176
ISBN (Buch)
9783656260295
Dateigröße
629 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v199467
Institution / Hochschule
Business and Information Technology School - Die Unternehmer Hochschule Iserlohn
Note
Schlagworte
google medienfinanzierung suchmaschine geschäftsmodell seo

Autor

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Titel: Medienfinanzierung - Funktionsweise und Erfolg der Suchmaschine google