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Tourismus auf Gran Canaria und La Gomera - Marktanalyse, ökologische und ökonomische Folgen sowie Problemlösung von Umweltbeeinträchtigungen

Diplomarbeit 2003 105 Seiten

Tourismus - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Abbildungsverzeichnis

II. Abkürzungsverzeichnis

Erster Teil: Einführung und Präsentation der Region

1. Vorgehensweise
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Quellen
1.2.1 Fremdenverkehrsstatistiken
1.2.2 Eigenerhebung

2. Begriffsbestimmungen
2.1 Tourismusindustrie
2.2 Marktanalyse

3. Naturräumliche und sozioökologische Merkmale der Kanaren
3.1 Die Kanarischen Inseln im Überblick
3.1.1 Landeskunde und Klima
3.1.2 Geschichte
3.1.3 Wirtschaft
3.2 Gran Canaria
3.2.1 Territoriale Beschreibung
3.2.2 Kultur
3.3 La Gomera
3.3.1 Territoriale Beschreibung
3.3.2 Kultur
3.4 Die Ambivalenz beider Zielgebiete
3.4.1 Das Massenziel Gran Canaria
3.4.2 Die Alternative La Gomera

4. Historische Entwicklung des Tourismus auf den Kanaren
4.1 Tourismus auf Gran Canaria
4.2 Tourismus auf La Gomera

Zweiter Teil: Marktanalyse

5. Struktur der Tourismuswirtschaft auf Gran Canaria
5.1 Angebot
5.1.1 Beherbergungsbetriebe
5.1.2 Gastronomieangebot
5.1.3 Transportangebot
5.1.4 Sonstige Infrastruktur
5.1.5 Angebot der Reiseveranstalter
5.2 Nachfrage
5.2.1 Touristenankünfte und Übernachtungszahlen
5.2.2 Touristenanalyse
5.2.3 Bedürfnisse und Nachfrageverhalten
5.2.4 Ausgaben der Touristen
5.2.5 Kaufentscheidungsprozess

6. Struktur der Tourismuswirtschaft auf La Gomera
6.1 Angebot
6.1.1 Beherbergungsbetriebe
6.1.2 Gastronomieangebot
6.1.3 Transportangebot
6.1.4 Sonstige Infrastruktur
6.1.5 Angebot der Reiseveranstalter
6.2 Nachfrage
6.2.1 Touristenankünfte und Übernachtungszahlen
6.2.2 Touristenanalyse
6.2.3 Bedürfnisse und Nachfrageverhalten
6.2.4 Ausgaben der Touristen
6.2.5 Kaufentscheidungsprozess

Dritter Teil: Folgen und zukünftige Entwicklung

7. Die Effekte der Tourismusindustrie auf die Inseln
7.1 Gran Canaria
7.1.1 Ökonomisch und soziokulturell
7.1.1.1 Beschäftigungseffekt
7.1.1.2 Kulturelle Änderungen
7.1.1.3 Sonstiges
7.1.2 Ökologisch
7.1.2.1 Verbauung der Landschaft
7.1.2.2 Sonstiges
7.2 La Gomera
7.2.1 Ökonomisch und soziokulturell
7.2.1.1 Landflucht
7.2.1.2 Kulturelle Änderungen
7.2.1.3 Sonstiges
7.2.2 Ökologisch
7.2.2.1 Landschaftszerstörung
7.2.2.2 Sonstiges

8. Die Problematik von Umweltbeeinträchtigungen im Reiserecht
8.1 Lösungsansätze in der Literatur
8.1.1 Definition Reiserecht
8.1.2 Verursacherprinzip
8.1.3 Umweltbeobachtungspflicht mit Beweislastumkehr
8.1.4 Weiter Mangelbegriff
8.1.5 Strenge Produzentenhaftung
8.2 Umwelteinflüsse auf Gran Canaria und La Gomera
8.2.1 Baulärm
8.2.2 Ungeziefer im Hotel
8.2.3 Überschwemmung im Hotel
8.2.4 Weitere Umweltprobleme
8.3 Rechtliche Folgen dieser Umweltprobleme
8.3.1 Abhilfe
8.3.2 Preisminderung
8.3.3 Weitere Folgen

9. Zukunftsaussichten
9.1 Gran Canaria
9.1.1 Qualitätstourismus
9.1.2 Plan für Premium-Tourismus
9.2 La Gomera
9.2.1 Zentrum für Ökotourismus und ländlichen Tourismus (C.I.T.)
9.2.2 Plan zur Förderung des ländlichen Tourismus

III. Anhang

IV. Literatur- und Quellenverzeichnis

V. Weiterführende Quellen

VI. Rechtsprechungsverzeichnis

I. Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Marktanalyse

Abb. 2: Kanarische Inseln

Abb. 3: Gran Canaria

Abb. 4: La Gomera

Abb. 5: Maspalomas um 1960

Abb. 6: Bettenanzahl auf Gran Canaria 2002

Abb. 7: Gastronomiebetriebe auf Gran Canaria 2001

Abb. 8: Interinsulare Verkehrsverbindungen

Abb. 9: Entwicklung ausländischer Gästezahlen auf Gran Canaria 1999-2002

Abb. 10: Der deutsche Reisemarkt auf Gran Canaria 1999-2002

Abb. 11: Durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf Gran Canaria 1998-2002

Abb. 12: Motive für einen Urlaub auf Gran Canaria 2002

Abb. 13: Durchschnittsausgaben auf Gran Canaria pro Person und Tag 2002 (in Euro)

Abb. 14: Bettenanzahl auf La Gomera 2002

Abb. 15: Gastronomiebetriebe auf La Gomera 2001

Abb. 16: Ankommende Fährpassagiere auf La Gomera 1999-2001

Abb. 17: Ankommende Flugpassagiere auf La Gomera 1999-2001

Abb. 18: Durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf La Gomera 1999-2002

Abb. 19: Motive für einen Urlaub auf La Palma bzw. La Gomera 2002

Abb. 20: Durchschnittsausgaben auf La Palma bzw. La Gomera pro Person und Tag 2002 (in Euro)

Abb. 21: Anteil der Beschäftigten in Landwirtschaft und Dienstleistung auf Gran Canaria

II. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Erster Teil: Einführung und Präsentation der Region

1. Vorgehensweise

1.1 Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die Fremdenverkehrswirtschaft zweier ausgesuchter Kanarischen Inseln geben, Gran Canaria und La Gomera. Die Wahl fiel auf diese beiden Inseln, da die dort ausgeübten Tourismusformen sehr unterschiedlich sind. Gran Canaria dient als Paradebeispiel für Massentourismus, La Gomera gilt dagegen eher als Geheimtipp unter Alternativurlaubern. Gerade durch diese Gegensätzlichkeit erscheint es interessant, die jeweilige Tourismuswirtschaft und deren Folgen, sowohl für die Bevölkerung als auch für die Umwelt, mit denen der anderen Insel zu vergleichen.

Um das Verständnis dieser Untersuchung zu erhöhen, folgt hier eine kurze Beschreibung des methodischen Aufbaus.

Die Arbeit ist, der Übersichtlichkeit halber, in drei große Teile gegliedert. Im Ersten werden zunächst einige grundlegende, für das weitere Verständnis notwendige Begriffe definiert. Daraufhin folgt die geographische sowie gesellschaftliche Vorstellung der zu analysierenden Region, um dem Leser ein Bild der beiden Inseln zu vermitteln. Im Anschluss daran werden die Anfänge des Tourismus auf Gran Canaria und La Gomera erläutert, die als Basis für die heutige Tourismuswirtschaft verstanden werden können.

Im zweiten Teil wird mit Hilfe der Angebots- und Nachfrageanalyse die Tourismusindustrie Gran Canarias sowie La Gomeras untersucht und gegenüber gestellt.

Die sich aus dem Tourismus ergebenden ökonomischen sowie ökologischen Folgen werden im dritten Teil aufgezeigt. Hier wird auch auf reiserechtliche Probleme, die durch Umweltbeeinträchtigungen entstehen, und auf deren Lösungsansätze eingegangen. Zu guter letzt wird ein Ausblick auf die zukünftige touristische Entwicklung dieser beiden Zielgebiete gegeben.

1.2 Quellen

1.2.1 Fremdenverkehrsstatistiken

Neben den wenigen wissenschaftlichen Publikationen wurden als Hauptquellen vor allem Fremdenverkehrsstatistiken bedeutender Kanarischer Institute verwendet. Nennenswert sind insbesondere die Consejería de Turismo y Transportes, der Tourismusrat der Kanarischen Regierung, der in gewissen Abständen einzelne Statistiken über den Fremdenverkehr auf den Kanarischen Inseln veröffentlicht.

Ebenso von großer Bedeutung für diese Arbeit war das umfangreiche Zahlenmaterial, das vom Instituto Canario de Estadística (ISTAC), dem Kanarischen Statistikamt, in regelmäßigen Abständen zu verschiedenen touristischen Themen veröffentlicht wird. Allerdings war dies teilweise von eingeschränktem Wert, da die Statistiken meist nur das Geschehen der größeren Kanareninseln erfassen. In einigen Fällen war es deshalb, auch nach konkreter E-Mail-Anfrage, nicht möglich, Daten für die Insel La Gomera zu bekommen. Da diese Werte aber für die Nachbarinsel La Palma existieren, und sich die Gegebenheiten auf beiden Inseln stark gleichen, können die statistischen Angaben von La Palma ohne großen Fehler auf La Gomera übertragen werden.

1.2.2 Eigenerhebung

Zusätzlich zu oben genannten Quellen wurde eine schriftliche Befragung unter Reiseveranstaltern durchgeführt. Dafür wurde ein Fragebogen entwickelt, durch den wertvolle Informationen, sowohl über das angebotene und nachgefragte Produkt, als auch über reiserechtliche Probleme der Veranstalter gewonnen werden konnten.

Dieser Fragebogen wurde an 34 Reiseveranstalter verschickt. Im Einzelnen waren dies: 1-2-Fly, Air Marin, Airtours, Alltours, Berge & Meer Touristik, Bucher Reisen, Canarias-Spezial-Reisen, Classic Golf Tours, Colibri Umwelt Reisen, Esco-Reisen, Esprit Villas Touristik, FTI, Frosch Sportreisen, Gomera Trekking Tours, Hermes Touristik, IFA Reisevermittlungs GmbH, ITS Reisen, Ibero Tours, Jahn Reisen, L´Tur, Liberty TV.com, Luxair Tours, Neckermann, Olimar, Otto Freizeit und Touristik, Prestige Resorts, Re Natour, Schauinsland-Reisen, TIG Flugreisen, TUI, Teddy Travel, Thomas Cook, Tjaereborg und Wikinger Reisen Individuell.

Von allen versendeten Fragebögen sind zwölf wieder zurückgekommen, was einer Rücklaufquote von 35% entspricht.

Ein Muster des erstellten Fragebogens befindet sich im Anhang.

2. Begriffsbestimmungen

2.1 Tourismusindustrie

Die Tourismusindustrie bzw. –wirtschaft stellt heutzutage einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor mit einem erheblichen Anteil am Bruttoinlandsprodukt und an der Gesamtbeschäftigung dar.

Laut Freyer, auf den sich auch viele andere Autoren beziehen, lässt sich die Tourismusindustrie eines Landes in folgende drei Kategorien unterteilen:

- Tourismusindustrie im engeren Sinn: Dieser Begriff schließt nur diejenigen Betriebe ein, welche Leistungen erbringen, die in direktem Zusammenhang mit dem Tourismus stehen. Diese Leistungen werden fast ausschließlich Touristen und Reisenden angeboten. Zu diesen touristischen Leistungsträgern zählen Reiseveranstalter, Reisemittler, Verkehrsträger, die Beherbergungsindustrie und Fremdenverkehrsorte/Destinationen.
- Ergänzende Tourismusindustrie: Unter dieser Bezeichnung werden Unternehmen zusammengefasst, welche eigentlich anderen Wirtschaftszweigen als dem Tourismus zugeordnet werden, die allerdings auch Produkte herstellen, die von Touristen nachgefragt werden. Ein Beispiel hierfür könnten Verlage sein, die unter anderem auch Reiseführer anbieten, oder Produktionsunternehmen, die nebenbei Souvenirs herstellen. Kennzeichnend für diese Betriebe ist, dass sie auch andere Leistungen anbieten, welche nicht spezifisch für Touristen gemacht werden.
- Touristische Randindustrie oder auch mittelbare Tourismusindustrie: Betriebe, die dieser Kategorie angehören, stellen Produkte her, die keine typischen Tourismusleistungen darstellen. Aufgrund besonderer örtlicher oder zeitlicher Gegebenheiten erfolgt der Absatz jedoch zu einem Großteil an Touristen, was diese Betriebe somit vom Tourismus abhängig macht. Als Beispiel könnte eine Bäckerei in einem kleinen Ferienort genannt werden, die wegen ihrer speziellen Lage ihre Produkte hauptsächlich an Touristen verkauft.[1]

Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird nur auf den Bereich der Tourismusindustrie im engeren Sinn genauer eingegangen, da dieser den Kern der Branche bildet und außerdem eine Betrachtung der anderen Gebiete zu weit führen würde.

2.2 Marktanalyse

Der Begriff ‚Marktanalyse’ bezeichnet die Gesamtheit von Angebots- und Nachfrageanalyse sowie Abgrenzung und Bestimmung des Marktes.[2]

Der relevante Markt ergibt sich aus dem zu erforschenden Ort, Produkt und der Zeit[3] ; in dieser Arbeit heißt das: Der Urlaubspauschalreisemarkt nach Gran Canaria und La Gomera im Jahr 2001/2002 wird Grundlage der Untersuchung sein.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Marktanalyse[4]

In Bezug auf Abb. 1 umfasst die Marktanalyse die Faktoren Produktgestaltung bzw. –darstellung, Vertriebssystem sowie die Entwicklung der Märkte.[5]

Auf der Nachfrageseite muss vor allem auf die Bedürfnisse und das Nachfrageverhalten der Käufer geachtet werden, dennoch dürfen die Kaufentscheidungsprozesse, Kundenanalysen, Kundenpotenzialanalysen und damit verbundene Zielgruppenabgrenzungen nicht außer Acht gelassen werden (vgl. Abb. 1).[6]

Diese Arbeit wird sich im Zuge der Nachfrageanalyse insbesondere auf die Kundenbedürfnisse, Kaufentscheidungsprozesse und Kundenanalysen konzentrieren.

3. Naturräumliche und sozioökologische Merkmale der Kanaren

3.1 Die Kanarischen Inseln im Überblick

3.1.1 Landeskunde und Klima

Die Kanarischen Inseln liegen im Atlantischen Ozean vor der nordafrikanischen Küste, ca. zweieinhalb Flugstunden von der iberischen Halbinsel und vier Flugstunden von den wichtigsten europäischen Großstädten entfernt.

Aufgrund ihrer Lage sind die Kanaren geographisch zwar Bestandteil Afrikas, aus politischer Sicht gehören sie jedoch seit dem 15. Jahrhundert zu Spanien und bilden heute eine der 17 spanischen Autonomien, die mit den deutschen Bundesländern vergleichbar sind.[7]

Die Kanarischen Inseln haben eine Flächenausdehnung von ca. 7.500 km²[8] und bestehen aus den sieben Hauptinseln Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro (vgl. Abb. 2). Außerdem gehören noch vier kleinere, zu Naturparks erklärte Inseln dazu, die für den Tourismus allerdings nicht von Bedeutung sind: Alegranza, Montaña Clara, La Graciosa und Los Lobos.[9]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Kanarische Inseln[10]

Wie aus der vorangegangen Abbildung ersichtlich ist, gliedert sich die autonome Region Kanarische Inseln in zwei Provinzen. Im Osten liegt die Provinz Las Palmas de Gran Canaria, die aus den Inseln Gran Canaria, Fuerteventura, Lanazarote und den oben genannten kleineren Inseln besteht. Zur westlichen Provinz Santa Cruz de Tenerife gehören die Inseln Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro.[11]

Die Gesamtbevölkerung des Archipels, den die Kanaren bilden, betrug nach der letzten Zählung am 1. Januar 2001 genau 1.781.366 Einwohner.[12]

Die Inseln sind alle vulkanischen Ursprungs und geologisch betrachtet noch relativ jung, wobei zwischen den östlichen und den westlichen Inseln ein beachtlicher Altersunterschied besteht. So sind die beiden östlichsten Inseln, Lanzarote und Fuerteventura, mit einem Alter von 16-20 Millionen Jahren, die Ältesten. La Gomera und El Hierro hingegen, die ganz im Westen des Archipels liegen, sind kaum älter als drei Millionen Jahre und somit die jüngsten Inseln.[13]

Die wichtigste Erhebung der Kanaren, der Teide auf Teneriffa, ist mit einer Höhe von 3.718 m der höchste Berg Spaniens.[14]

Die Kanarischen Inseln zeichnen sich durch ein warmgemäßigtes subtropisches Klima aus. Durch den Einfluss des Kanarenstroms und der Passatwinde, die die Inseln umwehen, besitzen sie sehr milde Winter und mäßig warme Sommer ohne große Temperaturschwankungen. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 20–22°C[15], weshalb die Inseln auch ‚Inseln des ewigen Frühlings’ genannt werden.

Allerdings kann es in den Sommermonaten für ein paar Tage zu ungewohnter Hitze kommen, wenn Wind aus der Sahara zu den Kanarischen Inseln weht. Dieser so genannte Scirocco oder auch Levante kann Temperaturen über 40°C verursachen.[16]

Die Wassertemperaturen liegen das ganze Jahr über bei 18–22°C, sodass an den Stränden auch im Winter reger Betrieb herrscht.[17]

Die Niederschlagsmengen sind je nach Region unterschiedlich. Der Jahresdurchschnitt schwankt zwischen 300 mm in niedrigeren und 500 mm in höheren Gebieten.[18]

All diese Faktoren und die Tatsache, dass die Kanarischen Inseln durchschnittlich über mehr als 300 Sonnentage im Jahr verfügen, haben dazu beigetragen, dass das Klima der Kanaren als eines der weltweit angenehmsten gilt.[19]

3.1.2 Geschichte

Ab 500 v. Chr. besiedelten die Ureinwohner der Kanarischen Inseln, die so genannten Guanchen, den Archipel. Aller Wahrscheinlichkeit nach waren sie Angehörige von Berbervölkern aus Nordwestafrika. Doch weil keine Schriftstücke aus dieser Zeit vorhanden sind, ist über die Geschichte und Lebensart der Guanchen nur wenig bekannt.[20]

Zum ersten Mal werden die Kanarischen Inseln unter dem Namen ‚Canarias Insulas’ in einem Text des afrikanischen Schriftstellers Arnobio im 3. Jahrhundert n. Chr. erwähnt.[21]

Die Eroberung des Kanarischen Archipels durch die Spanier begann Anfang des 15. Jahrhunderts und dauerte fast 100 Jahre.

Der normannische Adlige Jean de Béthencourt eroberte im Auftrag Kastiliens in den Jahren 1402–1406 Lanzarote, Fuerteventura, El Hierro und einen Großteil von La Gomera.[22] Der Rest La Gomeras wurde erst in den nächsten Jahren nach und nach eingenommen.

In der darauf folgenden Zeit wurde die Inselgruppe mehrfach verkauft und wurde erst 1497 durch den Papst, der damals als internationale Rechtsinstanz galt, Spanien zugesprochen. Daraufhin wurden vom spanischen Festland verstärkt Truppen nach Gran

Canaria entsandt, die 1483 die Insel vollständig in ihren Besitz gebracht hatten.[23]

Durch die Entdeckungsfahrten von Christoph Kolumbus rückten die Kanaren seit 1492 weiter in den Mittelpunkt des Geschehens, denn er legte auf allen seinen Expeditionen strategische Zwischenstopps auf den Kanarischen Inseln ein. Dadurch war die zukünftige Funktion der Inseln für Spanien definiert: Sie sollten die „Drehscheibe im trikontinentalen Handel zwischen Europa, Afrika und Amerika“[24] werden.[25]

In den Jahren 1493–1496 wurden die letzten beiden Inseln, La Palma und Teneriffa, schließlich auch von den Spaniern eingenommen, sodass sich damit bis heute der gesamte Kanarische Archipel in spanischem Besitz befindet.[26]

Durch die Eroberungskämpfe wurde das Volk der Guanchen fast vollständig ausgerottet. Die wenigen überlebenden Guanchen vermischten sich in den darauf folgenden Jahrhunderten völlig mit den spanischen Siedlern.[27]

Im 18./19. Jahrhundert herrschte auf den Kanarischen Inseln, vor allem im östlichen Teil, großes Elend, insbesondere Hungerkatastrophen. Aus diesem Grund wanderten viele Canarios – zum Teil noch bis in die 1950er Jahre – nach Mittel- und Südamerika sowie in die USA aus. Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, wurden die Kanaren 1852 zur Freihandelszone erklärt.[28]

1927 wurde der Kanarische Archipel, wie oben erwähnt, in eine Westprovinz und eine Ostprovinz geteilt und 1982 wurde ihm der Rang einer Autonomen Region zugebilligt.

1996 wurden die Kanarischen Inseln völlig in die EU integriert.[29]

3.1.3 Wirtschaft

Die Landwirtschaft war lange Zeit die Hauptstütze auf den Kanaren. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts war Zucker das Haupterzeugnis der Inseln. Als aber ab 1540 Zucker in Amerika billiger produziert werden konnte, verlagerte sich das Schwergewicht auf den Weinanbau, der sein Ende um 1850 fand, da die Rebstöcke von Mehltau und Faulschimmel befallen worden waren.[30]

Im Anschluss an den Weinanbau begann die Koschenillezucht und sorgte für eine kurze wirtschaftliche Blütezeit. Die Koschenillelaus, die auf Feigenkakteen gezüchtet wird, liefert das Ausgangsmaterial für rote Farbstoffe. Da diese Pflanze auch auf unwirtlichen Böden wächst, hofften auch die ärmeren Schichten auf eine aussichtsreiche Zukunft. Allerdings verlor die Koschenilleproduktion im späten 19. Jahrhundert ihre Bedeutung, als chemische Farbstoffe, wie z.B. Anilin, entwickelt wurden und die Farben somit billiger hergestellt werden konnten.[31]

Der Anbau und Export von Bananen stellte ab 1850 einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor dar. Die kanarischen Bananen sind kleiner, aber auch würziger als ihre Konkurrenz aus Süd- und Mittelamerika. Ihre hohen Produktionskosten, vor allem die ausreichende Versorgung mit Wasser, und die größeren und appetitlicher aussehenden Bananen aus den Konkurrenzländern tragen aber dazu bei, dass die kanarischen Bananen auf dem mitteleuropäischen Markt nahezu unverkäuflich sind.

Außerdem wurden damals, wie heute noch, Tomaten, Kartoffeln, Schnittblumen sowie exotische Früchte für den Export produziert.[32]

Der wichtigste Wirtschaftszweig auf den Kanarischen Inseln ist seit den 1960er Jahren jedoch der Tourismus, der 2000 ca. 80% des Bruttoinlandsprodukts ausgemacht hat.[33] Auf die Entwicklung des Tourismus wird später noch genauer eingegangen.

Trotz des Tourismusbooms betrug die Arbeitslosenquote 1997 auf den Kanaren 20%. Das ist dadurch zu erklären, dass es neben dem Tourismus keinerlei bedeutende Industriezweige auf den Inseln gibt. Die restliche, aber zu vernachlässigende Industrie besteht aus Petrochemie, Energiegewinnung, Fischverarbeitung, Zigarrenproduktion, einiger kleinerer Chemiebetriebe sowie Getränke- und Lebensmittelfirmen.[34]

3.2 Gran Canaria

3.2.1 Territoriale Beschreibung

Gran Canaria (vgl. Abb. 3) ist, anders als der Name vermuten lässt, nur die drittgrößte Kanareninsel nach Teneriffa und Fuerteventura. Die Hauptstadt ist Las Palmas im Nordosten der Insel. Gran Canaria ist in 21 Municipios, Verwaltungseinheiten, unterteilt. Sie ist mit etwa 700.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Insel der Kanaren. 80% der Bevölkerung leben im Küstenbereich.[35]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Gran Canaria[36]

Ihre Form ähnelt der eines stumpfen Kegels. Die höchste Erhebung der Insel ist der Pico de las Nieves mit einer Höhe von 1.950 m. Dieser ist Bestandteil der zentralen Bergkette, welche die Insel in zwei Teile halbiert. Die Nordhälfte ist relativ feucht und grün. Ein Großteil dieser Hälfte, insbesondere in den höheren Gebieten, wird von Pinienwäldern bedeckt. Die Südhälfte dagegen ist sehr trocken, da die Wolken an den Nordhängen des Gebirges hängen bleiben.[37]

Die Landschaften auf Gran Canaria sind also sehr verschieden. „Jede neue Landschaft, jeder neue Ort kann das genaue Gegenteil von dem sein, was man vorher wahrgenommen hat und somit immer wieder etwas Neues und Unerwartetes für den Betrachter sein.“[38] Aufgrund dieser Tatsache wird die Insel oft als ‚Miniaturkontinent’ bezeichnet.

3.2.2 Kultur

Die Kultur auf Gran Canaria unterscheidet sich von der restlichen kanarischen Kultur nicht sonderlich. Die einheimische Bevölkerung fällt durch eine entspannte, zurückhaltende Lebensweise auf.

Die traditionelle kanarische Architektur ist auf Gran Canaria ebenso häufig anzutreffen wie auf den anderen Inseln des Archipels. Besonders erwähnenswert sind hier holzgeschnitzte Balkone und Fenstergitter, mit Blumen geschmückte Innenhöfe sowie kunstvolle Deckenkonstruktionen in Kirchen. Bevorzugte Holzarten hierfür sind die einheimischen Hölzer Pinie, Lorbeer, Kanarische Zeder und Kiefer.[39]

Einblicke in die Kultur der Guanchen vermitteln am besten das archäologische Museum der Kanarischen Inseln, das sich in Las Palmas befindet[40], sowie ein Freilichtmuseum (Mundo Aborigen) in den Bergen Gran Canarias, in dem ein altkanarisches Dorf rekonstruiert wurde.[41]

3.3 La Gomera

3.3.1 Territoriale Beschreibung

La Gomera (vgl. Abb. 4) ist die zweitkleinste Insel der Kanaren. Sie liegt im Westen des Archipels, ungefähr im Zentrum eines Dreiecks, das von den Inseln La Palma, Teneriffa und El Hierro gebildet wird. Die Hauptstadt von La Gomera, San Sebastián, befindet sich im Osten der Insel. La Gomera ist in sechs Municipios unterteilt und hat ca. 17.000 Einwohner.[42]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: La Gomera[43]

Die nahezu kreisrunde Form La Gomeras ähnelt der Gran Canarias sehr stark. Eine weitere Gemeinsamkeit mit Gran Canaria besteht darin, dass der Norden von La Gomera eher feucht, der Süden dagegen relativ trocken ist.

Die Geographie von La Gomera ist hauptsächlich von Gebirgen und Steilküsten geprägt. Im Zentrum der Insel liegt der Nationalpark Garajonay, der 1986 von der UNESCO als einziger spanischer Nationalpark zum Weltnaturerbe erklärt wurde.[44] In der Mitte dieses Parks liegt der Pico de Garajonay, der mit 1.487 m höchste Berg der Insel, von dem aus ca. 50 Schluchten (Barrancos) sternförmig zur Küste hin verlaufen. Die breiteren Barrancomündungen, meist in Küstennähe, bilden die wichtigsten Siedlungsgebiete und sind außerdem sehr charakteristisch für das Landschaftsbild der Insel.[45]

3.3.2 Kultur

La Gomera hat eine kulturelle Besonderheit, die sonst auf keiner anderen Kanareninsel anzutreffen ist – die Pfeifsprache El Silbo.

Dabei handelt es sich um eine Sprache, die schon in der Zeit vor der Eroberung von den Inselbewohnern praktiziert wurde. Angesichts der topographischen Verhältnisse auf La Gomera war es nötig, ein Kommunikationsmittel zu entwickeln, mit dem man sich über Schluchten hinweg von einem Bergrücken zum nächsten verständigen konnte.[46]

Zwar kamen derartige Pfeifsprachen auch in den Gebirgen von Marokko, Mexiko und der Türkei vor, allerdings bei weitem nicht in einer solchen Perfektion wie auf La Gomera.[47] Denn hier können „alle Buchstaben des Alphabets, eingeordnet in sechs Lautgruppen, .. in Pfiffe umgesetzt werden.“[48]

Gepfiffen wird mit zwei Fingern einer Hand. Die andere wird als Schalltrichter verwendet. Die verschiedenen Tonlagen werden durch unterschiedliche Stellungen der Lippen und der Zunge erreicht.[49]

Mit der Erfindung des Telefons verlor El Silbo zwar an Bedeutung, trotzdem wird die Sprache, deren Pfiffe über 6 km weit zu hören sind, bis heute noch verwendet. 1982 wurde die Pfeifsprache von der UNO in die Liste der schützenswerten Weltkulturgüter aufgenommen und seit 1999 ist El Silbo an gomerischen Grundschulen sogar Pflichtfach.[50]

3.4 Die Ambivalenz beider Zielgebiete

3.4.1 Das Massenziel Gran Canaria

Obwohl sich die beiden Kanareninseln Gran Canaria und La Gomera, z.B. in ihrer nahezu kreisrunden Form, stark gleichen, gibt es doch einige Unterschiede, die für die verschiedenen Tourismusformen von erheblicher Bedeutung sind. Diese Differenzen sollen nun verdeutlicht werden.

Gran Canaria ist mit 236 km Küste[51], vielen Stränden und warmen Temperaturen ein wahres Sonnenziel. Jährlich werden Millionen Badeurlauber insbesondere von den kilometerlangen Sandstränden mit weißem, schwarzem und grauem Sand sowie den Dünen von Maspalomas angelockt. Auch die weit entwickelte Infrastruktur, auf die später noch genauer eingegangen wird, trägt zu den hohen Gästezahlen bei. Gut ausgebaute Straßen, darunter eine Autobahn vom Flughafen zu den Touristenzentren, und viele Freizeiteinrichtungen wie Golfplätze sowie Vergnügungsparks, machen Gran Canaria zum typischen Massenziel.

3.4.2 Die Alternative La Gomera

La Gomera dagegen hat sich seine Ursprünglichkeit bewahrt. Auf diese Insel reisen bei weitem nicht so viele Gäste wie nach Gran Canaria, jährlich sind es etwa 120.000.[52] Einer der Hauptgründe hierfür wird sein, dass La Gomera keine bzw. nur ganz vereinzelte Sandstrände zu bieten hat, 46% aller Kanarentouristen aber wegen der Strände diese Inselgruppe als Reiseziel wählen.[53] Zudem ist die Infrastruktur der Insel entwicklungsbedürftig, die Straßen noch ausbaufähig und die Anreise, die nur über Teneriffa oder Gran Canaria erfolgen kann, recht beschwerlich.

La Gomera ist eher eine Destination für aktive und naturliebende Touristen. Das bergige Relief der Insel, vor allem der Nationalpark Garajonay eignet sich besonders gut zum Wandern und Mountainbiken.

4. Historische Entwicklung des Tourismus auf den Kanaren

4.1 Tourismus auf Gran Canaria

Die Anfänge des Tourismus waren auf Gran Canaria gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu verspüren. Die Kanarischen Inseln waren damals der britischen Mittelklasse durch zahlreiche Reisebeschreibungen ihrer Landsmänner vertraut, sodass bei vielen Briten der Wunsch geweckt wurde, selbst den Archipel zu bereisen. Ermöglicht wurde ihnen dies von den Unternehmen, die zu dieser Zeit auf den Kanarischen Inseln ansässig waren. Sie nahmen Touristen mit an Bord, um ihre Schiffskapazitäten besser ausnutzen zu können. Als Pionier hierfür kann man Alfred L. Jones bezeichnen, dessen Schiffe „allein im Zeitraum von Oktober 1887 bis Mai 1888 … 1.100 Urlauber auf den Archipel“[54] beförderten. Bald darauf bot er für Gran Canaria auch erste Pauschalen an, die so genannten ‚holiday-tickets’, die außer dem Transport ebenso 14 Tage Unterkunft und Verpflegung in einem Hotel beinhalteten. Das ganze Paket wurde zu einem Preis von 15 englischen Pfund angeboten. Kurze Zeit später entstanden Luxushotels, Vergnügungsstätten sowie der erste Golfplatz Spaniens am Pico de Bandama, im Nordosten der Insel.[55]

Aufgrund der dominierenden Rolle der Briten im Tourismusgeschäft Gran Canarias bildete sich auf der Insel in vielen Bereichen eine andere Mentalität als auf dem spanischen Festland heraus. So gibt es auf Gran Canaria z.B. keine Stierkämpfe, was auf die 1898 gegründete Animal Rights Group (Gesellschaft zur Verhinderung von Grausamkeit gegenüber Tieren) zurückzuführen ist.[56]

Unmittelbar nach Kriegsende 1945 wurden erste Pläne zur touristischen Entwicklung der Insel veröffentlicht. Der Bürgermeister von Las Palmas hatte vor, „die gesamte Insel dem Tourismus zu unterstellen. Im Inselsüden wollte er eine ‚Touristenstadt’, in der Hauptstadt luxuriöse Hotels erbauen lassen; im Norden sollten Golf- und Tennisanlagen, im Zentrum eine Bergunterkunft entstehen.“[57] Realisieren ließ sich zu dieser Zeit allerdings nur der staatliche Parador am Cruz de Tejeda, in den Bergen Gran Canarias. Mittlerweile wurde der Hotelbetrieb dort jedoch eingestellt.

Als 1954 die ersten Charterfluggesellschaften entstanden sind und damit der Grundstein für den Massentourismus gelegt wurde, bot Dr. Tigges als einer der ersten deutschen Reiseveranstalter Flugreisen nach Gran Canaria an. Ein Flug dauerte damals mit Zwischenlandung in Madrid 16 Stunden.[58]

In den 60er Jahren begann der eigentliche Tourismusboom und die Urlauberzahlen auf Gran Canaria erfuhren ein rasches Wachstum. Anfänglich konzentrierte sich die touristische Aktivität noch auf Las Palmas, doch schon bald wurde der Süden, die Costa Canaria, zur bevorzugten Investitionszone für den Tourismus.

1963 beschrieb Wustmann die Costa Canaria noch als einsamen Strand, an dem man sich „wie die einzigen Menschen auf einer verwunschenen Insel“[59] fühlt (vgl. Abb. 5).[60] Doch das sollte sich schon bald ändern. 1967 kamen bereits 6.000 Touristen allein aus der Bundesrepublik Deutschland an die Costa Canaria. Ein Jahr später waren es mit 12.000 deutschen Urlaubern schon doppelt so viele.[61]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Maspalomas um 1960[62]

In den Jahren 1983–1988 stieg die Zahl der Unterkünfte auf Gran Canaria um 70% an.[63]

In der Wintersaison 1988/89 allerdings erlebte der Boom einen Einbruch und die Gästezahlen verzeichneten einen Rückgang von 20%. Grund dafür waren unter anderem billigere Konkurrenzdestinationen wie beispielsweise die Türkei, Jugoslawien und Tunesien.

Der anstehende Golfkrieg machte diese Zielgebiete Anfang der 90er Jahre jedoch touristisch nicht mehr wettbewerbsfähig, wodurch die Urlauber in der Wintersaison 1990/91 wieder verstärkt nach Gran Canaria flogen. Des Weiteren profitierte die Insel ebenso von der Abwertung der spanischen Peseta im Herbst 1992.[64]

Im weiteren Verlauf der 90er Jahre verzeichnete Gran Canaria wieder ein konstantes Wachstum der Touristenzahlen, bis die Insel im Winter 1999/2000 erneut Gäste an billigere Destinationen wie Ägypten, Tunesien und Türkei, die sich vom Golfkrieg wieder erholt hatten, abgeben musste. Da diese Zielgebiete im Gegensatz zu Gran Canaria vor allem über moderne Hotelanlagen mit großzügig gestalteten Poollandschaften verfügen, soll auf den Kanaren nun der Qualitätstourismus forciert werden.[65] Darauf wird in den nachfolgenden Kapiteln noch näher eingegangen.

4.2 Tourismus auf La Gomera

Der Fremdenverkehr stellte sich auf La Gomera wesentlich später ein als auf Gran Canaria. Vorreiter des Tourismus auf La Gomera war der gebürtige Gomero Salvador Borges. Dieser war in den 1950er Jahren Heerführer und organisierte damals Ausflüge und Reisen für die Soldaten. In den darauf folgenden Jahren zog er sich aus diesem Beruf zurück, gründete ein Reisebüro und erlernte einige Fremdsprachen, u.a. Englisch, Französisch sowie Deutsch. Als 1972 ein staatliches Luxushotel, der Parador in San Sebastián eröffnet wurde, veranstaltete er als einer der Ersten Wochenendtouren mit Übernachtung und Verpflegung in diesem Hotel sowie Ausflüge ins Valle Gran Rey. Die selbstgeführten Reisen von Salvador Borges waren ein voller Erfolg.[66]

Dennoch war die Insel bis 1974 touristisch noch weitgehend uninteressant, da sie nur zweimal wöchentlich von Fährschiffen der Linie Trasmediterránea angelaufen wurde. Als dann durch die neue Ferry Gomera tägliche Verbindungsmöglichkeiten geschaffen wurden, fühlten sich besonders Aussteiger, Hippies sowie Esoterik- und Ökoanhänger, vornehmlich aus Deutschland, von La Gomera angezogen.[67] Das Valle Gran Rey wurde zum „Tal der Paradiesvögel“[68]. Noch in den 80er Jahren galt die Insel als Geheimtipp unter Individualtouristen und Wanderfreunden. Trotzdem nahm das Unterkunftsangebot in der Zeit von 1970 bis 1990 um 500% zu.[69]

Seit 1992 ist La Gomera Empfänger von EU-Geldern aus dem Programm zur Förderung strukturschwacher Zonen. Diese Mittel fließen insbesondere in den Straßenbau und den ländlichen Tourismus. Außerdem konnte damit 1999 auch der Flughafen fertig gestellt werden, der jedoch nur für den interinsularen Flugverkehr zugelassen ist.[70]

Die Gästezahlen haben seit den 70er Jahren stark zugenommen. Dennoch hat der Massentourismus auf La Gomera nie Einzug gehalten, was vor allem auf den Mangel feiner Sandstrände zurückzuführen ist. Um den Massentourismus nicht zu fördern, werden von der Inselregierung Beschränkungen auferlegt, damit sich das Bettenangebot nicht mehr als verdoppelt.[71] Derzeit beläuft es sich auf knapp 6.000 Plätze.[72]

Zweiter Teil: Marktanalyse

5. Struktur der Tourismuswirtschaft auf Gran Canaria

5.1 Angebot

In diesem sowie im nachfolgenden Kapitel soll die momentane touristische Entwicklung der untersuchten Gebiete dargestellt werden.

Nachdem das natürliche Angebot der Inseln im dritten Kapitel bereits weitgehend beschrieben wurde, beschränkt sich dieser Abschnitt auf das abgeleitete Angebot.

5.1.1 Beherbergungsbetriebe

Um jährlich über 2,8 Millionen[73] Reisende unterzubringen, bedarf es einer beträchtlichen Anzahl an Betten, die für die Urlauber bereit stehen müssen. Ohne diese Grundvoraussetzung wäre der Massentourismus auf Gran Canaria in dieser Form gar nicht denkbar. Deshalb sollen nun die Beherbergungsmöglichkeiten eingehender untersucht werden.

Im Jahr 2002 gab es auf Gran Canaria insgesamt 138.134 Gästebetten, damit rangiert die Insel auf Platz eins aller Kanareninseln.[74] Jedoch stehen auf Gran Canaria 36.074 Hotelbetten fast dreimal so vielen Beherbergungsplätzen in der Parahotellerie, also in Appartement- und Bungalowanlagen, gegenüber (vgl. Abb. 6).[75] Das lässt darauf schließen, dass die Insel hauptsächlich von Selbstversorgern besucht wird, die einen preisgünstigeren Urlaub einem teureren Hotelaufenthalt vorziehen.

Die meisten der 138.134 Betten, nämlich genau 97.956, befinden sich in der Verwaltungseinheit San Bartolomé de Tirajana.[76] Das ist nicht erstaunlich, denn zu diesem Municipio gehören auch die Urlaubsorte San Augustín, Playa del Inglés und Maspalomas, die zusammen das größte Touristenzentrum der Insel bilden. In der Verwaltungseinheit Mogán gibt es mit ca. 31.000 Stück die zweithöchste Bettenanzahl.[77] In dieser Region wird es aber in den nächsten Jahren die größten Zuwachsraten, sowohl an Hotels als auch an Urlaubern geben, da hier noch am meisten Platz für neue Beherbergungsbetriebe vorhanden ist. Für diese Entwicklung spricht auch die Verlagerung der Tourismuszentren nach Westen, die sich in den letzten 40 Jahren stetig fortsetzte.[78]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6: Bettenanzahl auf Gran Canaria 2002[79]

Die aus touristischer Sicht drittwichtigste Gemeinde ist Las Palmas de Gran Canaria, in der ungefähr 8.000 Gästebetten zur Verfügung stehen.[80]

Die restlichen Municipios Gran Canarias haben im Vergleich zu den oben genannten Verwaltungseinheiten eine so verschwindend geringe Bettenanzahl, dass sie vernachlässigt werden können.

Entgegen aller Erwartungen ist die Gesamtbettenanzahl auf Gran Canaria in den Jahren 1997-2002 um ca. 6.000 Stück gesunken.[81] Allerdings ist auch hier zwischen Hotellerie und Parahotellerie zu unterscheiden. Während die Bettenanzahl in der Parahotellerie innerhalb dieses Zeitraumes abgenommen hat, ist die Anzahl der Hotelbetten leicht gestiegen. Insbesondere Hotels im 4-5 Sterne Bereich wurden in dieser Zeitspanne eröffnet bzw. werden in den nächsten Jahren noch dazu kommen.[82] Darin lässt sich schon eine Verschiebung in Richtung Qualitätstourismus erkennen. Auf diesen Trend wird jedoch erst in den nachfolgenden Kapiteln näher eingegangen.

Eine weitere Art von Beherbergungsbetrieben, die zwar nur einen Bruchteil des Angebots ausmacht, in den letzten Jahren aber an Bedeutung gewonnen hat, ist das Landhaus, das so genannte Casa Rural. Diese Landhäuser, welche vor 1950 im typisch kanarischen Stil erbaut worden sind, stehen vornehmlich einzeln in landschaftlich schöner Lage, auf keinen Fall jedoch in einem Touristenzentrum. Platz bieten die Casas Rurales für maximal 15 Gäste, die Preise für eine Übernachtung liegen ungefähr auf gleichem Niveau wie in einem 4-Sterne Hotel.[83]

Dass diese Angebotsform auf dem Vormarsch ist, lässt sich daran erkennen, dass es 2001 auf den Kanarischen Inseln 240 Casas Rurales[84] gab, die für den Tourismus genutzt worden sind, vor vier Jahren allerdings noch knapp 50 Häuser weniger.[85] Allein auf Gran Canaria stehen derzeit 53 dieser Landhäuser mit einer Gesamtbettenanzahl von 259 Stück für naturverbundene Touristen bereit.[86] Verteilt sind die Casas Rurales vor allem über das Inselinnere. In den Municipios mit dem größten Hotelangebot, die selbstverständlich Zugang zur Küste haben, ist diese neue Beherbergungsform am wenigsten anzutreffen. Casas Rurales befinden sich insbesondere in den Bergen und im Norden Gran Canarias. Die höchstgelegene Verwaltungseinheit Tejeda kann mit sieben Landhäusern die größte Dichte verzeichnen.[87]

[...]


[1] Vgl. Freyer Walter, Tourismus, Einführung in die Fremdenverkehrsökonomie, 6. überarbeitete und aktualisierte Auflage, München, Wien 1998, S. 110 ff..

[2] Vgl. Freyer Walter, Tourismus-Marketing, Marktorientiertes Management im Mikro- und Makrobereich der Tourismuswirtschaft, 2. unwesentlich veränderte Auflage, München, Wien 1999,

S. 161.

[3] Vgl. ebenda, S.175.

[4] Eigene Erstellung in Anlehnung an Kreilkamp Edgar, Strategische Planung im Tourismus, in:

Tourismus-Management, Tourismus-Marketing und Fremdenverkehrsplanung, Haedrich G.,

u.a. (Hrsg.), 2. völlig neu bearbeitete und wesentlich erweiterte Auflage, Berlin, New York

1993, S. 259.

[5] Vgl. Kreilkamp Edgar, a.a.O., 1993, S. 259.

[6] Vgl. ebenda, S. 259.

[7] Vgl. Gruschwitz Bernd F., Kanarische Inseln, 2. aktualisierte Auflage 2000, S. 13.

[8] Vgl. Pongratz Christian Alexander, Massentourismus, Zur sozialen Problematik des Verhält-

nisses zwischen Einheimischen und Gästen am Beispiel Gran Canaria, Frankfurt am Main u.a.

2001, S. 34.

[9] Vgl. Gruschwitz Bernd F., a.a.O., 2000, S. 13.

[10] Vgl. Borowski Birgit, u.a., Gomera, 1. Auflage, Ostfildern 2001, S. 14.

[11] Vgl. Borowski Birgit, u.a., a.a.O., 2001, S. 13.

[12] Vgl. Turespaña, Canarias, vgl. http://www.spain.info/Portal/DE/LeftNav/Reiseziele/

Destinatios+CCAA+Detail.htm [Stand: 31.03.2003].

[13] Vgl. Gruschwitz Bernd F., a.a.O., 2000, S. 15.

[14] Vgl. Turespaña, a.a.O., 2003.

[15] Vgl. Borowski Birgit, u.a., a.a.O., 2001, S. 16.

[16] Vgl. Gruschwitz Bernd F., a.a.O., 2000, S. 14.

[17] Vgl. Gruschwitz Bernd F., a.a.O., 2000, S. 14.

[18] Vgl. Turespaña, a.a.O., 2003.

[19] Vgl. ebenda.

[20] Vgl. Gawin Izabella, Insel Gomera, Urlaubshandbuch, 1. Auflage, Bielefeld 2001, S. 36.

[21] Vgl. ebenda, S. 36.

[22] Vgl. Gruschwit z Bernd F., a.a.O., 2000, S. 19.

[23] Vgl. Gawin Izabella, a.a.O., 2001, S. 41.

[24] Gruschwitz Bernd F., a.a.O., 2000, S. 20.

[25] Vgl. ebenda, S. 20.

[26] Vgl. ebenda, S. 20.

[27] Vgl. Müller Karl Heinz, Der Fremdenverkehr auf Gran Canaria, Stellung im Wirtschaftssystem und räumliche Verteilung, Dissertation der Hochschule für Welthandel Wien 1974 [masch.],

S. 14.

[28] Vgl. Gruschwitz Bernd F., a.a.O., 2000, S. 22.

[29] Vgl. ebenda, S. 22.

[30] Vgl. Gruschwitz Bernd F., a.a.O., 2000, S. 23.

[31] Vgl. Müller Karl Heinz, a.a.O., 1974, S. 15.

[32] Vgl. Gruschwitz Bernd F., a.a.O., 2000, S. 24.

[33] Vgl. ebenda, S. 24.

[34] Vgl. Gruschwitz Bernd F., a.a.O., 2000, S. 24.

[35] Vgl. Rädecke Karl-Arnulf, Gran Canaria, 4. aktualisierte Auflage, Köln 2000, S. 15.

[36] Vgl. ebenda, Umschlagseite.

[37] Vgl. Pongratz Christian Alexander, a.a.O., 2001, S. 36.

[38] Ebenda, S. 36.

[39] Vgl. Gruschwitz Bernd F., a.a.O., 2000, S. 24 f..

[40] Vgl. Rädecke Karl-Arnulf, a.a.O., 2000, S. 79.

[41] Vgl. ebenda, S. 107.

[42] Vgl. Borowski Birgit, u.a., a.a.O., 2001, S. 12.

[43] Vgl. Gruschwitz Bernd F., a.a.O., 2000, S. 173.

[44] Vgl. ebenda, S. 182.

[45] Vgl. Nau Petra, Gomera mit Ausflügen nach Teneriffa und Hierro, 2. Auflage, Köln 1995,

S. 12.

[46] Vgl. ebenda, S. 67.

[47] Vgl. Borowski Birgit, u.a., a.a.O., 2001, S. 62.

[48] Nau Petra, a.a.O., 1995, S. 67.

[49] Vgl, ebenda, S. 67; auch Borowski Birgit, u.a., a.a.O., 2001, S. 63.

[50] Vgl. Borowski Birgit, u.a., a.a.O., 2001, S. 63.

[51] Vgl. Rädecke Karl-Arnulf, a.a.O., 2000, S. 15.

[52] Vgl. o.V., Stille Tage in schroffen Tälern, GEO special, Kanarische Inseln, 1998a, Nr. 5, Oktober, S. 160.

[53] Vgl. ISTAC, País de Residencia:Total de Países, vgl. http://www.gobiernodecanarias.org/istac/estadisticas/sector_servic.../gt_2001_tabla_16.htm

[Stand: 12.10.2003].

[54] Gawin Izabella, Insula Fortunata, Vom Nutzen einer Atlantikinsel, Gran Canaria vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart, Bremen 1995, S. 75.

[55] Vgl. zu diesem Absatz ebenda, S. 75 f..

[56] Vgl. ebenda, S. 77.

[57] Ebenda, S. 98.

[58] Vgl. Gawin Izabella, a.a.O., 1995, S. 99.

[59] Wustmann Erich, Las Canarias, Inseln ewigen Frühlings, 1. Auflage, Radebeul 1963, S. 22.

[60] Vgl. ebenda, S. 22.

[61] Vgl. Riedel Uwe, Der Fremdenverkehr auf den Kanarischen Inseln, Eine geographische Untersuchung, Schriften des Geographischen Instituts der Universität Kiel, Band 35, Kiel 1971, S. 160.

[62] Vgl . o.V., Variationen eines Mythos, GEO special, Kanarische Inseln, 1998, Nr. 5, Oktober,

S. 34.

[63] Vgl. Gawin Izabella, a.a.O., 1995, S. 112.

[64] Vgl. ebenda, S. 113 ff..

[65] Vgl . o.V., Gegen den Wind, Kanarische Inseln, Zwischen Hoffen und Bangen, Touristik R.E.P.O.R.T., 21. Jg., 2001,Nr. 11, 10.05.2001, S. 52 ff..

[66] Vgl. zu diesem Absatz Ayala Francisco, El turismo y La Gomera, El Día, 20.11.2002, vgl. http://80.81.104.134/2002-11-20/criterios/criterios2prn.htm [Stand: 12.10.2003].

[67] Vgl. Nau Petra, a.a.O., 1995, S. 35 f..

[68] Reuter Christian, Das Tal der Paradiesvögel, GEO special, Kanarische Inseln, 1998, Nr. 5, Oktober, S. 68 f..

[69] Vgl. Nau Petra, a.a.O., 1995, S. 36.

[70] Vgl. Gawin Izabella, a.a.O., 2001, S. 47.

[71] Vgl. ebenda, S. 14.

[72] Vgl. ISTAC, Plazas Hoteleras y Extrahoteleras, Por Islas, 1997-2001a, vgl. http://www.gobiernodecanarias.org/istac/estadisticas/sector_servicios/turismo/infraestructura/

5_4_2_1_2.html [Stand: 13.02.2003].

[73] Vgl. Gobierno de Canarias, Turismo receptivo procedente del extranjero por nacionalidades y meses en la Isla de Gran Canaria 2002a, vgl. http://www.gobiernodecanarias.org/turismo/dgoit/estadisticas/treceptivo/2002/sgc2002.html [Stand: 12.10.2003].

[74] Vgl. Gobierno de Canarias, Plazas Hoteleras y Extrahoteleras en la Comunidad Autónoma de Canarias a 31 de diciembre de 2002b, vgl. http://www.gobiernodecanarias.org/turismo/dgoit/estadisticas/plazas/2002/plahecac02.html [Stand: 12.10.2003].

[75] Vgl. Gobierno de Canarias, Plazas Hoteleras y Extrahoteleras en la Isla de Gran Canaria a 31 de diciembre de 2002c, vgl. http://www.gobiernodecanarias.org/turismo/dgoit/estadisticas/plazas/2002/plahegc02.html [Stand: 12.10.2003].

[76] Vgl. ebenda.

[77] Vgl. Gobierno de Canarias, a.a.O., 2002c.

[78] Vgl. o.V., Ist Playa del Inglés noch zu retten?, info CANARIAS, Nr. 624, 27.03.2003, vgl. http://www.infocanarias.com/infocanarias/aktuelleausgabe/start.html [Stand: 31.03.2003].

[79] Eigene Erstellung in Anlehnung an Gobierno de Canarias, a.a.O, 2002c.

[80] Vgl. Gobierno de Canarias, a.a.O., 2002c.

[81] Vgl. ISTAC, a.a.O.,1997-2001a, vgl. auch Gobierno de Canarias, a.a.O., 2002b.

[82] Vgl. Raschke Sylvia, Schönheitskur für Gran Canaria, Kanareninsel will sich ein neues Image verpassen, touristik aktuell, 33. Jg., 2002, Nr. 50/51, 16.12.2002, S. 17.

[83] Vgl. Birnmeyer Susanne, Urlaub zwischen Herrensitz und Bauernhof, Agrotourismus als Alternative zu Individual- und Pauschaltourismus, FVW International, 35. Jg., 2001a, Nr. 16, 29.06.2001, S. 48.

[84] Vgl. Gobierno de Canarias, Estadística Casas Rurales Comunidad Autónoma de Canarias 2001a, vgl. http://www.gobiernodecanarias.org/turismo/dgoit/estadisticas/crurales/2001/crcac01.html [Stand: 12.10.2003].

[85] Vgl. Birnmeyer Susanne, a.a.O., 2001a, S. 48.

[86] Vgl. Gobierno de Canarias, a.a.O., 2001a.

[87] Vgl. Gobierno de Canarias, Casas Rurales en Gran Canaria por Municipios a 31 de diciembre de 2001b, vgl. http://www.gobiernodecanarias.org/turismo/dgoit/estadisticas/crurales/2001/crgc01.html [Stand: 12.10.2003].

Details

Seiten
105
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638239295
Dateigröße
1.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v19900
Institution / Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten
Note
1,3
Schlagworte
Tourismusindustrie Gran Canaria Gomera Marktanalyse Folgen Ansätze Problemlösung Umweltbeeinträchtigungen

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Titel: Tourismus auf Gran Canaria und La Gomera - Marktanalyse, ökologische und ökonomische Folgen sowie Problemlösung von Umweltbeeinträchtigungen