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Die Bildergeschichte im Fremdsprachenunterricht

Forschungsarbeit 2012 17 Seiten

Germanistik - Didaktik

Leseprobe

Abstract

Gegenstand dieser Arbeit ist die Textsorte Bildergeschichte im Fremdsprachenunterricht. Ziel dieser Arbeit ist es, die Schreibkompetenz der Studenten beim Schreiben von Bildergeschichten zu erfassen. Für diesen Zweck wurden Bildergeschichten in zwei Messzeitpunkten geschrieben und einer näheren Analyse unterzogen. Die Ergebnisse dieser Analyse wurden dargestellt.

Zur Bildergeschichte

Fritzsche, J. (1994, 76) definiert die Bildergeschichte wie folgt:

„Die Bildergeschichte ist eine schulische Übungsform des Erzählens, bei der ein Bild oder eine Folge von Bildern zur Grundlage für eine Geschichte gemacht wird“[1]

Die Bildergeschichten könnten nach Kast, B. (1999, 98)[2] sehr hilfreich bei der Leitung des Schreibprozesses sein. Diese Schreibübung stellt ein Ablauf von Handlungen dar, die in Form von einer Folge von Bildern mit Sprechblasen präsentiert sind. Die Bildgeschichten fördern die Phantasien bei den Schreibern. Insofern wirkt dies positiv auf ihre Kreativität aus. Beim Verfassen von Bildergeschichten[3] sollten laut Gerstenmaier, W. Grimm, S. (2004, 148) die Lernenden folgende Aspekte berücksichtigen. Alle Personen, die in der Bildergeschichte auftauchen, sind zu benennen, d.h. sie müssen Namen haben, damit die Geschichte für den Leser verständlich würde. Dabei sollten die Gefühle der Personen in der Bildergeschichte beschreiben werden. Ferner erfolgt das Schreiben einer Bildergeschichte im Präteritum, wobei direkte Rede überwiegend vorherrschte. Hier wird geschrieben, was die Personen denken oder sagen. In diesem Sinne sei ist ebenso wichtig, die Bildergeschichte mit einem passenden Titel zu versehen. Zudem sollten die Lernenden schreiben, was zwischen den Bildern geschehen sei. Die Lernenden sind überdies angehalten, variantenreiche Satzanfänge, Verben und Adjektive zu gebrauchen. Laut Widmann, Gerhard[4] (2008, 06) ist das Erzählen von Bildergeschichten leicht, denn das Erlebnis ist in den Bildern vorgegeben.

In Anlehnung an Fix, Martin (2008, 96) haben die Bildergeschichten keine kommunikative Funktion und sie dienen als Formulierungs-Etüden. Die Bildergeschichte ist zu einer schulischen Textsorte entwickelt. Sie dient dazu, die Erzählkompetenz bei Lernenden zu erwerben. Fix kritisiert diese Textsorte, dass sie der außerschulischen Realität nicht entspricht.

Fix, M. (2008, 149) führt weiterhin aus, dass die Bildergeschichte nützlich sein könnte, denn sie verhilft dazu, narrative Strukturen zu entdecken. Außerdem fungiert sie als Schreibanlass zum narrativen Schreiben.

Laut Fritzsche, J. (1994, 77) fungieren die Bilder dabei im Allgemeinen als Sprech- und Schreinanlass. Durch Bildergeschichten bringt man den Lernern Disziplin bei und die Vorstellungskraft bei ihnen wird geschult. Darüber hinaus fällte die Beurteilung von Bildergeschichten leichter aus, denn sie beziehen auf Bildvorlagen.

In Anlehnung an Fritzsche, J. (1994, 78) gilt es beim Schreiben einer Bildergeschichte, die einzelnen Ereignisse einer Geschichte komplett in richtiger Reihenfolge zu erzählen.

Laut Schülerlexikon[5] sollte man beim Schreiben einer Bildergeschichte wie folgt vorgehen: In einem ersten Schritt sollte man sich die Bilder gut ansehen, d.h. wer sind die Personen? Was tun sie? Und was geht vor?

Anschließend sollte man überlegen, worauf es ankommt? Welches ist der Höhepunkt? Und wie kann man das in Worte fassen. Diese Überlegungen können ebenfalls in Form von Stichpunkten verfasst werden. Anhand dieser Stichpunkte kann man eine kleine Geschichte schreiben.

Analyse von Bildergeschichten

Im Folgenden geht es um die Analyse von der Textsorte Bildergeschichte. Als Beispiel hierfür wurde eine Geschichte herausgegriffen. In diesem Sinne wurden zwei Geschichten in verschiedenen Messzeitpunkten gemacht. In einem ersten Schritt werden sechs Beispiele im ersten Messezeitpunkt untersucht. Anschließend folgt die Analyse von den Beispielen des zweiten Messezeitpunkts. Nachfolgend wird die Ontogenese der Schreibkompetenz zum Schreiben von Geschichten bei den Studenten nachgezeichnet.

In einem ersten Schritt werden einige quantitative Maße im Hinblick auf die verfassten Bildergeschichten dargestellt. Zunächst ist es augenfällig, dass sich der Umfang von einem Text zu anderem unterschiedlich ist. Der Umfang der geschriebenen Texte lässt sich zwischen 12 und 26 Zeilen in ihrer originalen Länge betragen. Um die schriftlichen Arbeiten der Studenten auf ihre syntaktische Ebene hin zu beurteilen, werden sie zuerst miteinander verglichen, wobei hier die gesamten Arbeiten aus syntaktischer Sicht betrachtet werden. Im Folgenden wird die Anzahl der Sätze und Wörter tabellarisch dargestellt.

[...]


[1] Fritzsche, J. Zur Didaktik und Methodik des Deutschunterrichts Band 2. Schriftliches Arbeiten Ernst-Klett Verlag Stuttgart, Düsseldorf und Leipzig. 1994

[2] Kast, Bernd. Fertigkeit Schreiben. Langenscheidt. Berlin 1999

[3] Gerstenmeier, W. Grimm, S. Praxishandbuch Deutsch Sprechen- Schreiben- Lesen. Cornelsen Scriptor. Berlin. 2004

[4] Widmann, Gerhard (2008) Geschichten erzählen- Sachtexte schreiben. Aufsatz 3. Klasse. Hauschka Verlag, München

[5] www.schuelerlexikon.de. Zugriff 11.05.1012

Details

Seiten
17
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656256816
ISBN (Buch)
9783656257004
Dateigröße
485 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v198988
Institution / Hochschule
University of Oran
Schlagworte
bildergeschichte fremdsprachenunterricht

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Titel: Die Bildergeschichte im Fremdsprachenunterricht