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Die Inszenierung von Goethes Faust auf der Bühne und im Comic

Ein Vergleich anhand Falk Nordmanns Comic-Adaption

Hausarbeit 2009 23 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Inszenierung auf der Bühne…und im Comic?

3. Der Vergleich des Faust: Comic und Bühne
3.1 Faust
3.2 Mephistopheles
3. 3 Nebenfiguren: Wagner und der Schüler

4. Fazit

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Die Inszenierung von Goethes Faust auf der Bühne und im Comic. Ein Vergleich anhand Falk Nordmanns Comic-Adaption.

1. Einleitung

„Das Medium Comic hat sich immer wieder um die Adaption von Werken der Weltliteratur bemüht“[1]. Goethes Faust war dabei mehr als einmal Vorlage. Aber wohl keinem zweiten Comic gelang eine derartige Inszenierung des deutschen Klassikers als dem des Falk Nordmanns. Er lässt eine Reihe von Interpretationen offen und bleibt dabei dem Originaltext Wort für Wort treu.

Aber auch zahlreiche Theaterregisseure versuchten sich schon an Goethes Werk. Dabei entstanden Hunderte von Inszenierungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Betrachtet man Falk Nordmanns Comic Adaption und einige bekannte Bühnenstücke, so stellt man fest, dass man sowohl erhebliche Unterschiede, als auch Gemeinsamkeiten, was die Darstellung anbelangt, auffindet. Aber was machen diese Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten aus? Wie gelingt es Nordmann in einem Comic einen solchen Meilenstein der Deutschen Literatur zu inszenieren und dabei einen „ganz neuen, frischen Zugang zu der Geschichte“[2] zu eröffnen? Was macht die Inszenierung im Comic aus?

Diese und weitere Fragen werden in dieser Arbeit diskutiert und beantwortet. Dabei wird zuerst auf den Begriff der Inszenierung eingegangen und geklärt, ob diese überhaupt für den Comic zulässig ist oder nur für die Bühne gilt. Danach wird an den im Comic auftretenden Figuren ein Vergleich mit denen im Theater gezogen. Die Hauptfiguren Faust und Mephisto, sowie die beiden Nebenfiguren Wagner und der Schüler, werden nach einer kurzen Analyse ihres Auftretens im Comic mit einigen, ausgewählten Theaterinszenierungen verglichen. Zum Abschluss der Arbeit wird ein kurzes Fazit gezogen.

Natürlich wird sich diese Arbeit eher an der Comic Inszenierung orientieren, als an den Theaterstücken und diese als Vorlage für den Vergleich verwenden. Es ist nicht Ziel, jedes der genannten Stücke zu analysieren.

Da im Comic nur die Gelehrtenhandlung inszeniert wird, wird nicht weiter auf die Gretchenhandlung und Faust II eingegangen. Auf die im Vorwort des Buches angekündigte Fortsetzung des Werkes wird immer noch gewartet.

2. Inszenierung auf der Bühne…und im Comic?

Seit fast 200 Jahren wird Goethes Faust auf deutschen Bühnen aufgeführt. Dabei entstanden unzählige „Inszenierungen“, die kaum überschaubar sind: angefangen mit „ersten, vergeblichen Versuchen“[3], der Uraufführung im Jahre 1829 durch Klingemann, Darstellungen des Fausts als „Titanfigur“[4] der Deutschen in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts über sozialistische Aufführungen 1949 bis hin zur Entwicklung des Faust als „Experimentierobjekt“[5] seit den 1990er Jahren, gibt es eine Fülle an Darstellungen.[6]

Auch Falk Nordmanns Werk ist als Experimentierobjekt anzusehen. Doch inszeniert auch Nordmann Faust ? Lässt sich dieser Begriff aus der Dramaturgie überhaupt auf Comics anwenden? Um diese Fragen zu beantworten, muss zunächst einmal geklärt werden, was der Begriff der „Inszenierung“ eigentlich bedeutet.

Seit ca. zwanzig Jahren erscheint eine Flut von Publikationen, die „den Terminus ,Inszenierung‘ bzw. ,Inszenieren‘ im Titel“[7] tragen. Diese Veröffentlichungen stammen aus den verschiedensten Disziplinen und Wissensbereichen und lassen sich nicht klar voneinander abgrenzen. (So z.B. Inszenierungen des Ich (1990), Inszenierung von Geschichte (1996), Körper – Inszenierungen (1996), u.a.)[8].

Dass der Begriff allerdings eher der Theaterwissenschaft zuzuordnen ist, zeigen Definitionen einschlägiger Lexika. So wird „Inszenierung“ als „Prozess und Resultat der Realisierung eines Dramentextes auf dem Theater“[9] oder die „szenisch – künstliche Realisierung eines Theaterstücks, welche die Konzeption, den Einstudierungsprozess und das fertige Produkt gleichermaßen umfasst“[10] bezeichnet. Allerdings zeigt schon die Letztere der beiden Definitionen den Aspekt des visuellen und künstlerischen. Dieser Verweis führt zu den Comics. Sie sind „zu räumlichen Sequenzen angeordnete, bildliche oder andere Zeichen, die Informationen vermitteln und/oder eine ästhetische Wirkung beim Betrachter erzeugen sollen“[11].

Sie sind nur schwer einem bestimmten Kunstbegriff zuzuordnen, denn durch die „Form, künstlerische Gestaltung, das Wie der Erzählung und Darstellung“ wird erst die Kunstart definiert[12].

Dieses „Wie der Erzählung“ zeigt schon, dass es ein „comic-spezifisches Erzählen“[13] gibt: Nur durch eine Sequenz von Bildern kann erzählt werden und der Leser hat dabei die Möglichkeit, aktiv eine Verbindung zwischen den Elementen der Narration herzustellen und sich daraus die Geschichte zu erschließen, um die es geht.[14] Allerdings tritt so die Frage auf, ob sich der Begriff „Inszenierung“ besser für die Vorgehensweise eines Comics eignet als „Narration“.

Die Erzählung im Comic wird, in Analogie zur Inszenierung, in Bilder dargestellt. Hinzu kommen Textkommentare. „Es ist im Comic […] möglich, dargestellte Personen, Dinge und Handlungen aus der Sicht von vielen in der Geschichte auftretenden Figuren zu interpretieren, ohne dabei den Erzählfluss zu bremsen“[15].

Das Ergebnis einer „Inszenierung“ lässt sich als ein theoretisches Konstrukt eines Transformationsprozesses beschreiben: ein literarisch – dramatisches Werk wird zur Aufführung umgewandelt. Darin bildet sich eine ästhetische Grundgesamtheit, die durch szenische – technische Präsentationsbemühungen von Bühne und Bühnenbild und durch das Realisierungskonzept der Regie entsteht[16].

Diese „Ästhetik“ wird also durch eine leitende Person geschaffen, dem Regisseur. Er „ist diejenige Person, die alle Teile einer Aufführung einer einheitlichen Konzeption und Interpretation unterordnet und damit zu einer Inszenierung im Sinne eines eigenständigen Kunstwerks macht.“[17] Hier lässt sich eine Parallele zum Comic ziehen: die Rolle des „Regisseurs“ übernimmt der Texter, bzw. Zeichner. Durch eine einheitliche Konzeption der Bildern, sowie der Interpretation des Ursprungswerkes durch den Zeichner entsteht ein „eigenständiges Kunstwerk“: der Comic. Da „jede Form von Inszenierung zwangsläufig eine Interpretation ist“[18] zeigt sich, dass der Comiczeichner inszeniert, indem er auf seine ganz eigene, spezielle Weise „das Textsubstrat und/oder die komplexe Partitur ins Materiell–Augenscheinliche“[19] rückt. Im Falle des Theaters heißt dies, dass „zusätzlich zu den verbalen […] szenische sinnlich wahrnehmbare Ausdrucksmittel“[20] zum Ausdruck kommen. „Mimisch-gestisches Spiel der Schauspieler, […] Bühnenbild, Kostüme, Requisiten, eventuell Musik […] und natürlich auch die Gestaltung des Textes durch Kürzungen und Intonation durch die Schauspieler“[21] sind alles Realisierungsmerkmale, die während einer Aufführung wiederzufinden sind. Doch, lässt man die Musik außer Acht, sind die genannten Merkmale auch im Comic wiederzufinden: Mimik und Gestik lassen durch eine dynamisch wirkende Weise Dinge in Bewegung zeigen, wie z.B. durch Bewegungslinien, Verzerrungen, Unschärfe, usw.[22] Das Bühnenbild wird ersetzt durch die Vortäuschung von Räumlichkeit, bzw. Dreidimensionalität. Es wird ein thematischer Raum gezeigt.[23] Zu evtl. Abänderungen des Textes (welche Nordmann gänzlich ausließ) gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, wie z.B. Schrift, Typografie, die Einbindung in die Bilder, sowie Erläuterungen und Kommentare, die sich außerhalb der Sprechblasen wiederfinden lassen[24].

Eine Inszenierung besteht also „aus zwei Teilen […], der Interpretation einer literarischen Vorlage und der szenischen Gestalt, in die diese gebracht wird“[25]. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man im Comic sehr wohl von „Inszenierung“ sprechen kann, denn durch eine Inszenierung wird ein Kunstwerk geschaffen: egal ob auf der Bühne oder auf Papier. Dies zeigt auch die letzte angeführte Definition der Inszenierung:

Ein schöpferischer Modus der Zeichenverwendung in der Produktion, wobei durch spezifische Auswahl und Strukturierung etwas zur Erscheinung gebracht wird. „Inszenierung“ gilt als anthropologische und ästhetische Kategorie, die von Kulturwissenschaften aus dem Theaterbereich auf weitere kulturelle Aktivitäten des Menschen übertragen wird.[26]

Dass bei Comic – Adaptionen literarischer Werke eine solche Übertragung stattfindet wird im Folgenden anhand Nordmanns Faust gezeigt.

3. Der Vergleich des Faust: Comic und Bühne

Unzählige Male versuchten sich die verschiedensten Regisseure aller Welt an der Inszenierung von Goethes Faust auf der Bühne. Tausende von Neuinterpretationen entstanden, Texte wurden verändert, die verschiedensten Typen von Schauspielern, sowie Requisiten und Bühnenbilder kamen zum Zuge.

Nordmann hingegen hat sich eine ganz eigene Adaption des deutschen Klassikers geleistet. Er „erzählt“ textgetreu die Gelehrtenhandlung und schafft somit eine „szenische Einheitlichkeit“[27]. Die Bild-Sequenz im Comic ist gänzlich in schwarz-weiß gestaltet und „passen sich dem jeweiligen Szeneschauplatz bzw. –inhalt an“[28]. Dadurch schafft Nordmann ein „wesentliches interpretatorisches Moment und faustisches Motiv“[29]. In Theaterinszenierungen geschieht dies ganz anders: oft werden Texte gekürzt, ganze Szenen weggelassen, Bühnenbilder verändert. So zum Beispiel aktuell in der Saarbrücker Fassung des Faust I und II, inszeniert durch Dagmar Schlingmann. Sie lässt Szenen wie Zueignung, Vorspiel auf dem Theater, Prolog im Himmel und noch weitere Szenen, Dialoge und Handlungen weg. Requisiten sind kaum zu finden und die Bühnenbilder sind aufs Minimalistischste reduziert. Auch die Darstellung der Figuren variiert stark mit denen von Nordmann. Jedoch schafft Schlingmann so ihre ganz eigene Art der Interpretation des Stoffes.[30]

Sowohl Theater, als auch Comic sind zwei Medientypen, die die Möglichkeit haben, Figuren in den unterschiedlichsten Varianten darzustellen. Schauspieler haben die Möglichkeit durch Mimik und Gestik, sowie durch Requisiten, Kostüm und Maske ihre Figur „zum Leben zu erwecken“. Der Comic greift in diesem Moment auf seine Zeichnungen zurück. Ähnlich wie in der Bildenden Kunst werden die Figuren durch Lichteinfall, Linie, Form und Farbe[31] dargestellt. Sichtbares und Unsichtbares, wie zum Beispiel Emotionen, werden durch Linien geformt, die wie Metaphern wirken[32].

Im Folgenden werden nun einige ausgewählte Figuren auf die oben genannten Merkmale vergleichend untersucht.

3.1 Faust

Faust tritt das erste Mal in der Szene Nacht auf. Im Comic ist er als älterer, glatzköpfiger, etwas buckeliger Mann gezeigt (vgl. Abb. 1). Zusammengesackt sieht man ihn in seinem Sessel sitzen. Gesichtszüge sind auf den ersten vier Panel nicht erkennbar. Dies liegt an einem starken Schatteneinfall, der genau auf das Gesicht Fausts fällt. Lediglich die Umrisse der Gesichtspartien sind erkennbar[33]. Durch diese „Abstraktion von Mimik und Gestik“ werden „Emotionen simuliert“[34]: hier der nachdenkliche, deprimierte Faust. Eine weitere solche Abstraktion findet sich auch in der Szene Studierzimmer wieder: Hier taucht Faust in seiner gesamten Erscheinungsform gleich auf zwei Panel auf. Diese teilen ihn durch den sog. „Rinnstein“[35] genau in der Körpermitte. Es lassen sich nur seine Umrisse erkennen, Gesicht, sowie jegliche Art von Falten oder andere detaillierte Darstellungen fehlen. Hier wird eine Emotion des Erschreckens dargestellt[36].

Nordmann verfolgt seine Darstellung konsequent: Faust bleibt der kränkliche alte Mann. Höchstens die Kleidung variiert: Zunächst trägt er einfach Mantel, Shirt und Hose, im Studierzimmer nach Abwesenheit Anzug und Krawatte (vgl. Abb. 2) und gegen Ende der Hexenküche zeigt Nordmann seinen Faust komplett nackt (vgl. Abb. 3). In dieser Szene wird Faust auch das einzige Mal verändert: Nach dem Erhalt des Verjüngungstrankes bekommt er Haare verpasst und Muskeln definiert[37].

Aber wie sieht es nun im Theater aus? Eine wohl der bekanntesten Inszenierungen ist die von Gustaf Gründgens (Hamburg 1957/58). Hier wird Faust von Will Quadflieg verkörpert. Ihm gelang es, Faust als einen modernen „Naturforscher, der die Weiterentwicklung menschlichen Geistes bis hin zum Zerstörungspotential des Menschen symbolisiert“[38], zu zeigen. Somit ist dies wohl der erste „Faust des 20. Jahrhunderts“[39]. Im Studierzimmer schlägt Quadflieg eine „atemberaubende Geschwindigkeit“[40] an und zeigt damit viel mehr Dynamik als im Comic. Auch das äußere Erscheinungsbild unterscheidet sich: Faust wirkt jünger, hat Haare und wirkt nicht in sich zusammengesunken. Allerdings besitzt er, wie auch im Comic, keinen Bart, was selten in der frühen Bühnengeschichte des Faust war (vgl. Abb. 4)[41].

In einer moderneren Inszenierung aus dem Jahre 2003 von Ekkehard Dennewitz in Marburg wird Faust, dargestellt von David Gerlach, als „zermarternden Mann, der gleichzeitig kräftig und doch auch todverfallen wirkt und in dieser Gegensätzlichkeit etwas Dämonisches bekommt“[42] gezeigt. Er hat wirre Haare, buschige Augenbrauen, ein knöchern wirkendes Gesicht, sowie nachlässige Kleidung (vgl. Abb. 5)[43]. All diese Merkmale, abgesehen von den vorhandenen Haaren, finden sich auch in der Comic Adaption wieder. Eine Gemeinsamkeit, die nicht unbedingt auf einen Gelehrten schließen lassen.

Weitere moderne Stücke zeigen ein ganz anderes Bild: So inszeniert zum Beispiel Jakob Peters-Messer die Oper „Faust (Margarethe)“ von Charles Gounod Anfang 2009 im Theater Chemnitz. Faust ist als junger, farbiger Mann wiederzufinden, der ganz in weiß gekleidet ist (vgl. Abb. 6)[44].

Ebenso zeigt eine Schweizer Inszenierung den jungen, smarten Faust mit Pelzmantel als Rockstar (vgl. Abb. 7)[45]. In solchen Inszenierungen findet sich nichts mehr von dem „klassischen Faust“ wieder.

3.2 Mephistopheles

Einen besonderen Stellenwert, was die Inszenierung betrifft, nimmt im Comic als auch im Theater, die Figur des Mephistos ein. In der Comic Inszenierung erscheint er im Prolog im Himmel mit „auf einem menschlichen Körper aufgesetzten Schreckensschädel“[46] und bietet ein „entsetzliches“[47] Bild. Der Totenschädel besitzt einen deutlich hervortretenden Unterkiefer mit langen, spitz wirkenden Zähnen (vgl. Abb. 8). Auch hier hat Nordmann wieder beispielhaft seine Tradiertechnik angewandt und Mephisto mehr in einzelnen Strichen als mit festen Konturen gezeichnet. Die starke Schraffur, die einen dunklen Hintergrund schafft, verdeutlicht noch mehr das Teuflische. Besonders tritt diese auf der letzten Seite der Szene heraus: von Mephisto ist lediglich der Oberkörper erkennbar. Der Unterleibt versinkt in einem Schatten, der in Richtung oberer Rand des Panels sich weiter auflöst und Mephisto wie mit Engelsflügel dastehen lässt (vgl. Abb. 9). Diese Bildsequenz ist symbolhaft und lässt viele Deutungsmöglichkeiten offen: Wird Mephisto hier als gefallener Engel dargestellt? Oder verdeutlichen die scheinbar „gigantischen Flügel“ nur die Macht und Größe des Mephisto? Oder steckt gar kein Sinn dahinter? Nordmann lässt sich den Leser sein eigenes Bild machen.[48]

Allerdings wandelt sich diese „mit Hörnern auf dem Kopf inszenierte Teufelsvision“[49] zu „des Pudels Kern“: Im Studierzimmer verwandelt sich der Pudel zu Mephisto, der nun Stark an die Comic-Figur Daredevil[50] erinnert (vgl. Abb. 10). Seine Gestalt ist durch und durch menschlich. Er trägt einen Ganzkörperanzug, der ihn muskulös und stark wirken lässt. Mephistos Gesicht hat Nordmann geschickt retuschiert: durch eine leichte Schraffur sind Augen, Mund und Nase nur schemenhaft erkennbar, Details sind nicht ausgearbeitet. Die Aufmerksamkeit des Lesers wird so auf Mephistos „Größe und Stärke und nicht auf seine Mimik gerichtet“[51]. An dem Anzug befindet sich eine Kopfbedeckung, die sehr an ein Schlangenmaul erinnert. Nordmann hat seinem Mephisto außerdem eine Art „Aureole“ verpasst, die weite Deutungsmöglichkeiten, ähnlich wie die im Prolog im Himmel zulässt. Auch hier lässt sich wieder die Figur des gefallenen Engel deuten (vgl. Abb. 11) oder auch viele weiter. Allerdings lässt uns Nordmann den Sinn seiner „Aureole“ offen[52].

[...]


[1] Perschon, Erich: "Faust" als Comic. Pflichtübung fürs Goethe-Jahr? In: IDE, 1 (1999), S. 132.

[2] Nordmann, Falk; Goethe, Johann Wolfgang von: Faust. Hamburg 1996, Anmerkungen.

[3] Mahl, Bernd: Goethes Faust auf der Bühne (1806 – 1998). Weimar 1998, S. 1.

[4] Ebd.

[5] Ebd.

[6] Ebd.

[7] Fischer – Lichte, Erika: Inszenierung und Theatralität. In: Inszenierungsgesellschaft. Ein einführendes Handbuch. Hrsg. von Herbert Willems und Martin Jurga, Wiesbaden 1998, S. 81.

[8] Ebd.

[9] Fricke, Harald (Hg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Bd. II. Berlin 2000, S. 154 s.v. „Inszenierung“.

[10] Burdorf, Dieter; Fasbender, Christoph; Moennighoff, Burkhard (Hrsg.): Metzler Lexikon Literatur. Stuttgart 2007, S.351 s.v. „Inszenierung“.

[11] McCloud, Scott: Comics richtig lesen. Hamburg 1994, S.17.

[12] Grünewald, Dietrich: Comics. Tübingen 2000, S.17.

[13] Dittmar, Jakob F.: Comic-Analyse. Konstanz 2008, S.39.

[14] Ebd., S.40.

[15] Dittmar: Comic-Analyse, S. 40.

[16] Fricke, Harald (Hg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Bd. II. Berlin 2000, S. 154 s.v. „Inszenierung“.

[17] Burdorf, Dieter; Fasbender, Christoph; Moennighoff, Burkhard (Hrsg.): Metzler Lexikon Literatur. Stuttgart 2007, S.351 s.v. „Inszenierung“.

[18] Hofmann, Jürgen: Kritisches Handbuch des westdeutschen Theaters. Berlin 1981, S. 224.

[19] Fricke, Harald (Hg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Bd. II. Berlin 2000, S. 154 s.v. „Inszenierung“.

[20] Mödlhammer-Zöller, Jutta: Inszenierung als Interpretation. Klassische Dramen im deutschen Theater der Gegenwart. Diss. Erlangen 1985, S. 7.

[21] Ebd.

[22] Dittmar: Comic-Analyse. S.86.

[23] Ebd. S.77.

[24] Ebd. S.97.

[25] Mölhammer-Zöller: Inszenierung als Interpreation. S.7.

[26] Burdorf, Dieter; Fasbender, Christoph; Moennighoff, Burkhard (Hrsg.): Metzler Lexikon Literatur. Stuttgart 2007, S.351 s.v. „Inszenierung“.

[27] Schmidt, Jochen: Goethes Faust Erster und Zweiter Teil. Grundlagen – Werk – Wirkung, München 1999. S.44.

[28] Perschon: Faust als Comic. S 132

[29] Ebd.

[30] Petto, Rainer: Fausts Taumel durch die Welt. http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3195&Itemid=105 (23.09.09, 13:56 Uhr)

[31] McCloud: Comics richtig lesen. S. 131f.

[32] Ebd. S.136.

[33] Nordmann: Faust. Szene: Nacht.

[34] Hein, Michael; Hüners, Michael; Michaelsen, Torsten: Ästhetik des Comic. Berlin 2002. S. 92.

[35] McCloud: Comics richtig lesen. S. 74.

[36] Nordmann: Faust. Szene: Studierzimmer.

[37] Nordmann: Faust. Szene: Hexenküche.

[38] Mahl: Goethes Faust auf der Bühne. S.142.

[39] Ebd.

[40] Ebd.

[41] Ebd. S. 143.

[42] Lorenzen, Max: Das Hessische Landestheater Marburg. Johann Wolfgang Goethe: Faust. Der Tragödie Erster Teil. http://www.philosophia-online.de/mafo/heft2003-5/Faust_I.htm (24.09.09, 11:28 Uhr)

[43] Ebd.

[44] Faust (Margarethe). http://theater-chemnitz.de/php/spielplan/details.php3?id=1203&ort=1&seite=oper&monindex=2 (24.09.09, 11:57 Uhr)

[45] Goethes "Faust". Erzählt mit den besten Songs aus Rock & Pop. http://www.sterntheater.ch/faust/index.html (24.09.09, 12:12 Uhr)

[46] Nordmann: Faust. Anmerkungen.

[47] Ebd.

[48] Ebd. Szene: Prolog im Himmel.

[49] Ebd. Anmerkungen.

[50] Daredevil ist der Name einer Comicreihe um die gleichnamige Hauptfigur des US-amerikanischen Verlages Marvel Comics. Im deutschsprachigen Raum ist Daredevil seit den 1970ern bekannt, hier erlangte er auch unter den Namen Der Dämon oder Der Teufelskerl Popularität. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Daredevil, 24.09.09 15:33)

[51] Dittmar: Comic-Analyse. S.892.

[52] Nordmann: Faust. Szene: Studierzimmer.

Details

Seiten
23
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783656253402
ISBN (Buch)
9783656342359
Dateigröße
2.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v198881
Institution / Hochschule
Universität des Saarlandes – Germanistik
Note
2,3
Schlagworte
Comic Faust Goethe Schüler Mephisto Mephistopheles Theater Bühne Wagner Inszenierung

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Titel: Die Inszenierung von Goethes Faust auf der Bühne und im Comic