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Deutsche, ausländische und internationale Aktienindizes-Wesen, Struktur, Entwicklung und Aussagekraft

Seminararbeit 2002 48 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Eidesstattliche Erklä

Abkü

T

A

F

1. Thematische Einführung
1.1. Einleitung
1.2. Definition Aktienindex
1.3. Geschichte der A

2. Deutsche Aktienindizes
2.1. Deutsche Börse
2.2. DAX (R)
2.3. MDAX(R)
2.4, CDAX(R)
2.5. SMAX-All-Share und SDAX(R)
2.6. AX-All-Share und NEMAX 50
2.7. B

3. Konstruktion von Aktienindizes
3.1. Auswahl und Kriterien der Indexwerte
3.2. Basis
3.3. Gewichtung der Indexwerte
3.4. FreeFloat
3.5. Berechnungsfrequenz
3.6. Indexformel nach Laspeyres
3.7. Korrekturen
3.7.1. Korrekturen bei Dividendenzahlungen
3.7.2. Korrekturen bei Änderung der Zusammensetzung des Index
3.7.3. A

4. Anwendungen von Aktienindizes
4.1. Konjunkturverlauf
4.2. Chartanalyse
4.3. Basisobjekt für den Terminmarkt
4.3.1. Aktienindex-Futures
4.3.2. Aktienindex-Optionen
4.4. Nachbildung von A

5. Ausländische Aktien-Indizes
5.1. Dow Jones
5.2. Berechnung DOW JONES
5.3. Vergleich Dow - Dax (R)
5.4. NASDAQ
5.4.1. Nasdaq 100
5.4.2. Zusammensetzung des Nasdaq 100
5.4.3. Zukunft des Nasdaq
5.4.4. Vergleich Nasdaq-Nemax
5.5. Der Stoxx
5.6. Weitere Internationale Aktienindizes
5.7. MCSI
5.7.1. Bildung der MCSI-Indizes
5.7.2. Gewichtung
5.8. Einfluss von Aktienindizes am Beispiel der MSCI-U

6. S

L

Eidesstattliche Erklärung

Hiermit versichere ich an Eides Statt, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig und ohne Benutzung anderer als der in den Fußnoten und im Literaturverzeichnis angegebenen Quellen angefertigt habe

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Zusammensetzung DAX (R) vom 21.03.01

Tabelle 2: Auswirkung der Gewichtung nach Streubesitz im DAX (R)

Tabelle 3: Berechnungsfrequenz des Performance-Index/K

Tabelle 4: Rangliste DAX (R)

Tabelle 5: Dow Jones Stoxx 50-Zusammensetzung und -

Tabelle 6: Ländergewichtung MSCI 2002

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: CDAX (R)-Performance-Index und CDAX (R)-Kursindex März 2002

Abbildung 2: Vergleich DAX (R)-D

Abbildung 3: Vergleich NASDAQ/DJIA/S&P500 März 2002

Abbildung 4: Nemax 50 im Januar 2002

Abbildung 5: Nadaq 100 im März 2002

Abbildung 6: Nadaq 100-NEMAX 50

Formelverzeichnis

Formel 1: Laspeyres-Formel zur Berechnung des DAX (R)

Formel 2: Dow Jones Industrial-I

1. Thematische Einführung

1.1. Einleitung

Für Aktienmärkte wird täglich eine Vielzahl von Indexzahlen berechnet und in den Medien publiziert. Einige werden in kurzen Abständen aktualisiert und mit Hilfe modernster Kommunikationstechnologie verbreitet, andere täglich nach Börsenschluss berechnet und in den meisten Fällen am nächsten Tag sowohl als Indexzahl, als auch in Form von graphischen Darstellungen in den Wirtschaftsteilen der Tageszeitungen veröffentlicht. Es gibt diverse Nutzungsmöglichkeiten für Aktienindizes, die in erster Linie von der Intention des Benutzers abhängen. In vielen Fällen werden die vorhandenen Indexstände vorbehaltlos als repräsentativ für den jeweiligen Aktienmarkt übernommen. Nur wenige Benutzer sind über die Konstruktion und die Berechnungsmethoden der Aktienindizes informiert. Damit ist die Frage nach Zielsetzung und Aussagekraft der Indexzahlen eng verbunden

1.2. Definition Aktienindex

„Ein Index ist eine Zahl, welche durch ihre Veränderungen die Schwankungen einer Vielzahl von Werten darstellt.“( Fugger 1999:70f.). Ein Aktienindex wäre folglich ein Börsenbarometer, „das in einem bestimmten Zeitraum die Kursentwicklung eines Aktienmarktes oder eines bestimmten Teilmarktes bzw. Branchen wiederspiegelt (Gabler 1988:2488). Aktienindizes können aufgrund der jeweiligen Berechnungsmethode und dem Umfang der einbezogenen Aktien unterschiedlich sein und somit auch eine andere Aussagekraft besitzen als ein anderer Aktienindex. Aktienindizes geben die Grundtendenz an einem Kapitalmarkt an und außerdem die langfristige Wertentwicklung der im Index enthaltenen Aktien zu dokumentieren. Neben Branchenindizes werden vor allem die allgemeinen Indizes beachtet, in denen die Aktien der wichtigsten Unternehmen eines Landes enthalten sind. Die Zusammenstellung und Aussagekraft einzelner Aktienindizes weisen große Unterschiede auf. In den meisten Indizes sind die Einzelaktien nach ihrer Marktkapitalisierung gewichtet so zum Beispiel im DAX-30, zudem muss

Berechnungsformel Veränderungen eines Zeitraumes ausdrücken, dies wäre nach der statistischen Methodenlehre ein echter Aktienindex

Ein unechter Aktienindex ist bspw. der wohl bekannteste Aktienindex der Welt, der Dow Jones Industrial Average ( DJIA) hier eine Ausnahme. Auch der japanische Nikkei-225Index ist nicht nach Marktkapitalisierung gewichtet, sondern er beinhaltet Kursdurchschnitte und Messzahlen aus Kursdurchschnitten (vgl. Büschgen 1991:197). Hierauf wird später in dieser Hausarbeit eingegangen

1.3. Geschichte der Aktienindizes

Vorreiter einer Aktienindexierung gilt der Amerikaner Charles Henry Dow. Zusammen mit seinen Landsleuten Edward D. Jones und Charles M. Bergstresser gründete er im November 1882 die Firma Dow Jones & Company, die im Jahr darauf erstmals den Bulletin Customer's Afternoon Letter herausgab. In dieser Zeitung veröffentlichten die drei 1884 den weltweit ersten Aktienkursindex, der sich auf Grund der „großen Bedeutung des Eisenbahnbaus zu dieser Zeit hauptsächlich aus Eisenbahn-Gesellschaften zusammensetzte Index erhielt später den Namen Railroad Average, bevor er endgültig in Transportation Average umbenannt wurde. Der bekannteste Dow Jones-Index ist der Dow Jones Industrial Average (DJIA), der erstmals am 26. Mai 1896 veröffentlicht wurde.“ (Vgl. hierzu Kapitel 2.3.)

In Deutschland wurde der erste Aktienindex Anfang des 20. Jahrhunderts erwähnt. Der Aktienindex war die sog. Börsenkennziffer der Frankfurter Zeitung, die durch Summieren der Kurse von 25 Aktien und 10 Anleihen erstmals am 1. September 1919 ermittelt wurde. Diese Kennziffer wurde zuerst monatlich und später wöchentlich berechnet und auf ein festes Datum basiert. Der erste amtliche Aktienindex in Deutschland wurde im Statistischen Jahrbuch für das deutsche Reich von 1923 veröffentlicht. Der Index wurde rückwirkend ab Januar 1914 berechnet. Die Berechnung beider Indizes wurde während des 2. Weltkrieges eingestellt und anschließend nicht fortgeführt (Rühle 1991:50 ff.). Nach dem Krieg versuchte die FAZ die Berechnung eines Index auf der Basis der Kurse von 1948, was jedoch wegen der vielen Veränderungen am Aktienmarkt zu dieser Zeit scheiterte. Der älteste deutsche Aktienindex, der noch berechnet wird, ist der Commerzbank-Index von 1953

2. Deutsche Aktienindizes

2.1. Deutsche Börse

Man kann sagen, dass die Entwicklung von Aktienindizes in Deutschland durch die Deutsche Börse gekennzeichnet sind. Die von ihr entwickelten Aktienindizes haben sich bei den Nutzern durchgesetzt. „Das Statistische Bundesamt hat sich aus diesem Gebiet völlig zurückgezogen. Der Index der Börsenzeitung ist in den DAX aufgegangen, und die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) legt ihren Börsenanalysen zunehmend die DAXIndizes statt ihren eigenen Aktienindizes zugrunde.“( Härtel 2000:684)

An sich könnten die Aktienindizes auch von anderen Institutionen entwickelt werden. Allerdings hat die Deutsche Börse AG hier den Wettbewerbsvorteil, dass sie das Eigentumsrecht an den Kursinformationen hat und auch über die besten technischen Voraussetzungen zur Berechnung und Veröffentlichung der Indizes im Minutentakt verfügt. Für die Deutsche Börse AG und den Börsenplatz Frankfurt ist dies wiederum ein wichtiger Faktor im Wettbewerb mit anderen Börsen

2.2. DAX

Der Deutsche Aktienindex (DAX) umfasst die Sparte der größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen den sog. Bluechips an der Frankfurter Wertpapierbörse und gilt als Gegenstück zum DJIA. Er beinhaltet 30 Werte, die im Amtlichen Handel oder im Geregelten Markt zugelassen sind. „Der DAX führt den früheren Index der Börsen-Zeitung fort, dessen historische Zeitreihe bis 1959 zurückreicht. Als Basis der Indexberechnung gilt der 30.12.1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten.“( Deutsche Börse 2001:5)

Der DAX wird als Kurs- und Performance-Index von der Deutsche Börse AG aus XETRAKursen[1] berechnet und wird alle 15 Sekunden aktualisiert. Der DAX ist nicht wie sonst üblich ein Kursindex, sondern ein Performanceindex, d.h. dass bei der Berechnung unterstellt wird, dass die ausgeschütteten Dividenden reinvestiert werden. Damit sollen die Kursabschläge am Tage der Ausschüttung vermieden werden. Die Berechnung wird regelmäßig einer unabhängigen Prüfung unterzogen. Über die Veränderung der Indexzusammensetzung entscheidet die Deutsche Börse vierteljährlich

2.3. MDAX

Das Indexportfolio des Midcap-DAX (MDAX) besteht aus den 70 Midcap-Werten, die von ihrer Größe her auf die DAX-Werte folgen und quasi das zweite Glied der DAX-Werte bildet. Auch hier werden die Unternehmen aus den deutschen Werten des Amtlichen Handels oder Geregelten Marktes ausgewählt. Die eben erwähnten 30 Werte des DAX und die 70 Werte des MDAX bilden zusammen den DAX 100. Zusätzlich zum Hauptindex werden neun Branchenindizes angeboten

2.4, CDAX

Der Composite-Index (CDAX) besteht aus allen deutschen Werten des Amtlichen Handels, des Geregelten Marktes und des Neuen Marktes. Er misst also die Entwicklung des gesamten deutschen Aktienmarktes und eignet sich somit gut zu Analysezwecken. Aufgrund seiner Vielzahl von Werten erlaubt der CDAX eine detaillierte Branchenanalyse und ist daher in 19 Branchenindizes unterteilt. Die wichtigsten sind u.a. Automobile, Banken, Chemie und Telekommunikation

2.5. SMAX-All-Share und SDAX

SMAX ist ein Qualitätssegment für in- und ausländische Smallcaps an der FWB, die bezüglich Transparenz und Liquidität erhöhten Anforderungen genügen. Die Voraussetzungen für die Aufnahme und den Verbleib in diesem Segment sind in einem eigenen Regelwerk der deutschen Börse festgeschrieben

Aus allen im Segment SMAX gelisteten Werten wird der SMAX-All-Share-Index berechnet. Er wird bei Neuaufnahmen oder Löschungen im Segment SMAX entsprechend angepasst. Daneben setzt sich der Smallcap-Index SDAX aus den 100 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen des SMAX zusammen. Der SDAX schließt sich somit an den MDAX an. Im Juni 2002 wird der SDAX auf 50 Unternehmen verkleinert

2.6. AX-All-Share und NEMAX 50

Der Neue Markt, wurde im März 1997 eingeführt und stellt eine Plattform für junge Wachstumsunternehmen dar. Die Voraussetzungen für die Aufnahme und den Verbleib in diesem Segment sind in einem eigenen Regelwerk festgeschrieben. Der NEMAX-All-ShareIndex misst die Entwicklung des gesamten Segmentes, das sowohl deutsche als auch ausländische Unternehmen enthält. Er wird bei Neuaufnahmen oder Löschungen im Neuen Markt entsprechend angepasst

Seit dem 1. Juli 1999 wurde der NEMAX 50 von der Deutschen Börse eingeführt. Man machte somit das ständig wachsende Segment des Neuen Marktes für Investoren transparenter . Der NEMAX 50 umfasst die 50 größten und liquidesten Werte des Neuen Marktes. Seit dem 15.05.2000 berechnet die Deutsche Börse außerdem 10 Branchenindizes für den Neuen Markt

2.7. Branchenindizes

Die Deutsche Börse berechnet Branchenindizes zum CDAX, DAX 100 und NEMAX-AllShare. Deutsche Unternehmen, die in einem der Marktsegmente Amtlicher Handel, Geregelter Markt oder Neuer Markt notieren, werden in den CDAX und gleichzeitig in eine der 19 Branchen aufgenommen. Aus der Zugehörigkeit zu der CDAX-Branche ergibt sich auch die Einbindung in eine der neun DAX 100-Branchen, sofern das Unternehmen im DAX oder MDAX notiert. Dabei gibt es folgendes Zuordnungsschema im DAX der aus 9 Branchenindizes besteht:

- Automobile & Transportation,
- Banks & Financial Services,
- Chemicals & Pharma,
- Construction,
- Insurance,
- Machinery & Industrials,
- Retail & Consumer,
- Software & Technology,
- Utilities & Telecommunication

3. Konstruktion von Aktienindizes

3.1. Auswahl und Kriterien der Indexwerte

Eine vollständige Erfassung aller an einer Börse notierten Aktien ist technisch möglich, wie bei den All-Share-Indizes. „Sie enthalten alle in einem Segment betreffenden Aktien und sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Werten beschränkt. Beispiele hierfür sind u.a. der CDAX, SMAX-All-Share oder der NEMAX-All-Share-Index der Deutschen Börse AG.“ (Deutsche Börse 2001:17)

Es würde die Gefahr bestehen, dass die Kurse nicht unbedingt aktuell sind, weil für Aktien mit keinem oder geringem Umsatz veraltete Kurse zur Indexberechnung verwendet werden müssten. Deshalb wird in der Praxis durch verschiedene Auswahlverfahren eine für den Markt repräsentative Auswahl erstellt. Dies geschieht hierzulande in den sog. Auswahlindizes, die im Gegensatz zu den All-Share-Indizes den Ansatz haben, aus den Segmenten gewisse Teilbereiche mit einer festen Anzahl von Werten herauszunehmen und abzubilden (vgl. Richard 1992:44). Die Deutsche Börse berechnet als Auswahlindizes den DAX, MDAX, DAX-100, SDAX und NEMAX-50

Es werden Werte bewusst ausgewählt. Bei dieser bewussten Auswahl werden von Börsenspezialisten Gesellschaften ausgewählt, die sie für den jeweiligen Markt typisch halten (vgl. Richard 1992:48). So würden diese Spezialisten für die Chemiebranche bspw. typische Chemiewerte, wie Bayer, BASF und HOECHST aufgrund ihrer Eigenschaften auswählen

Da bei den Auswahlindizes nicht jedes Unternehmen berücksichtigt wird, werden sog. Grundvoraussetzungen geschaffen, die ein Unternehmen erfüllen muss, um in einem Auswahlindex aufgenommen zu werden. So gibt es im DAX folgende Voraussetzungen: das jeweilige Unternehmen muss einem bestimmten Segment zugehörig sein, entweder dem Geregeltem Markt oder dem Amtlichem Handel. Zudem muss das Unternehmen den juristischen Sitz im Inland haben. Die Festbesitzverhältnisse (Freefloat) müssen mindestens 20% für die Aufnahme im DAX und seit September auch 20 % für den Verbleib im DAX betragen. Zu diesen drei wichtigen gibt es noch Beschränkungen im Bereich der Mehrheitsbeteiligungen, die besagen , dass ein Untenehmen des DAX nicht mehr als 75 % eines anderen Unternehmens im DAX-100 besitzen darf (vgl. Deutsche Börse 2001:18f.). Weitere Punkte sind die Pflicht zur Erstellung von Quartalsberichten, die Durchführung von Analystenveranstaltungen usw. auf die in dieser Hausarbeit aber nicht näher eingegangen wird

3.2. Basis

Ein gemeinsames Basisdatum erleichtert die Vergleichbarkeit der einzelnen Zeitreihen. „Als Basis wird der Wert bezeichnet, auf den die Glieder eine Reihe bezogen werden.“( Deutsche Börse 2001:9). Es kann ein Stichtag gewählt werden, der nicht auf dem Höhepunkt einer Hausse bzw. Baisse[2] liegen soll. Anstatt eines Stichtages kann auch ein Zeitraum als Basis verwendet werden. Die aktuellen Kurse werden dann zu den Durchschnittskursen dieser Basisperiode in Relation gesetzt (vgl. Richard 1992:77f.). Dieser Zeitraum sollte, um Verzerrungen zu vermeiden - möglichst frei von außerordentlichen Einflüssen sein (Bleymüller 1996:126). Außerordentliche oder auch marktfremde Einflüsse sind zum Beispiel Dividendenzahlungen und Kapitalveränderungen, die in dieser Hausarbeit noch näher erläutert werden. Um eine direkte Vergleichbarkeit verschiedener Indizes zu ermöglichen, sind die Indizes der Deutschen Börse soweit möglich auf das gleiche Datum, den 30.12.87, basiert. Die Indizes des Neuen Marktes, der erst 1997 eingeführt wurde, bilden hier eine Ausnahme (vgl. Deutsche Börse 2001:9)

3.3. Gewichtung der Indexwerte

Um der unterschiedlichen Bedeutung der im Index enthaltenen Gesellschaften gerecht zu werden, enthalten viele Aktienindizes ein Gewichtungsschema, das in der Berechnungsformel durch einen Gewichtungsfaktor realisiert wird. Häufig wird mit dem Die Indizes der Deutschen Börse sind kapitalgewichtet, d.h. das Gewicht einer Aktie bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung. Um auch die korrekte Kapitalisierung von Aktien mit verschiedenen Nennwerten zu bestimmen, wird der Kurs jeder Aktie mit der an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassenen und für lieferbar erklärten Anzahl der Aktien gewichtet ( Deutsche Börse 2001:9)

Tabelle 1: Zusammensetzung DAX vom 21.03.01

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[3]

Quelle: Leitfaden der Deutschen Börse 2001:28

3.4. FreeFloat

Ab Juni 2002 wird die Indexberechnung der Deutschen Börse auf Free-Float-Gewichtung umgestellt. Das bedeutet eine Umstellung der Gewichtung im Index auf die frei handelbaren Aktien eines Unternehmens und nicht mehr nach dem Anteil der gesamten Kapitalisierung. Gleichzeitig wird die Trennung der verschiedenen Aktiengattungen in allen Indizes vorgenommen werden, d.h. alle Gattungen eines Unternehmens werden getrennt betrachtet. Jeweils nur die größere bzw. liquidere Gattung kann in einen Auswahlindex aufgenommen werden. Folgendes Beispiel zeigt sowohl die Gewichtung nach Streubesitz im DAX ab Juni 2002 als auch die Veränderung in Prozent:

[...]


[1] XETRA setzt sich zusammen aus eXchange Electronic TRAtrading

[2] Baisse sind anhaltend steigende bzw. sinkende Börsentendenz.G

[3], beziehungsweise der Marktkapitalisierung gewichtet, so dass jede Gesellschaft mit ihrem Marktwert im Index enthalten ist

Details

Seiten
48
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638239134
Dateigröße
763 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v19881
Institution / Hochschule
Fachhochschule Kiel – Fachbereich Wirtschaft
Note
2,0
Schlagworte
Deutsche Aktienindizes-Wesen Struktur Entwicklung Aussagekraft Internationale Finanzwirtschaft

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Titel: Deutsche, ausländische und internationale Aktienindizes-Wesen, Struktur, Entwicklung und Aussagekraft