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Les monuments de Paris - Erarbeitung und anschließende Präsentation der wichtigsten Pariser Sehenswürdigkeiten - mit sämtlichen Unterrichtsmaterialien

Unterrichtsentwurf 2010 19 Seiten

Didaktik - Französisch - Landeskunde

Leseprobe

1. Thema der Stunde

Une visite de Paris. Die SuS sollen im Gruppenverband einen ihnen unbekannten, authentischen Text über Sehenswürdigkeiten in Paris zuallererst jeder für sich im Stillen lesen, unbekannte Vokabeln herausschreiben sowie ihnen relevant erscheinende Detailinformationen unterstreichen. Hierbei wenden sie die Lesestrategie des „kombinierten Lesens“ an, welche darauf abzielt, das Global- und Detailverständnis eines Textes zu erfassen und einordnen zu können. In der sich anschließenden Gruppenarbeit wird im Verbund der Text diskutiert, Aussprachebesonderheiten besprochen, unbekannte Wörter kontextuell oder anhand des Wörterbuches übersetzt und relevante Informationen auf dem Plakat schriftlich fixiert. In der nachfolgenden Gruppenpräsentation werden die gesammelten Ergebnisse den Mitschülern vorgetragen, welche diese wiederum auf ihren Arbeitsblättern verarbeiten sollen.

2. Darstellung der Unterrichtssequenz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Einschätzung des antizipierten durchschnittlichen Wissens- und Kompetenzniveaus der Lerngruppe / Exemplarische Reflexion der Lerngruppenheterogenität

Die von mir unterrichtete Französischklasse der 11. Jahrgangsstufe, bestehend aus Schülern zweier zusammengezogener Kerngruppen (E 1 und E 3), umfasst eine Gesamtschüleranzahl von insgesamt 20 SuS. Geschlechtsspezifisch gliedert sich die Klasse in 8 Mädchen et ergo 12 Jungen auf. Das Durchschnittsalter liegt bei 17 Jahren. Die Unterrichtsgruppe weist ein eklatantes und signifikantes Leistungsungleichgewicht bzw. Leistungsgefälle auf. Vergleicht man die Lern- und Leistungsvoraussetzungen der einzelnen SuS untereinander, so lassen sich erhebliche Defizite ausmachen. In Bezug auf das Leistungspotenzial der Klasse kann man daher von einer äußerst heterogen zusammengestellten Klasse ausgehen. Bei der von mir introduktiv erhobenen Leistungsfeststellung in schriftlicher Form zu Beginn des Schulhalbjahres ließen sich auffallend divergente Ergebnisse präsentieren. Bei der Überprüfung des bereits gelernten, deklarativen Wissens, zeigte sich, dass einige SuS die Lerninhalte der vergangenen Monate gar nicht bzw. nur teilweise durchdrungen und verinnerlicht haben. Selbst simpelste grammatikalische Regeln, syntagmatische Ordnungen sowie lexikalische Anwendungen in diversifizierter Form werden von einigen SuS nicht beherrscht. Die Konsequenz aufgrund der erhobenen Leistungsfeststellung und der Bewertung der einzelnen SuS bestand folglich darin, auf die ungleich auftretenden Leistungsniveaus adäquat und leistungsgerecht einzugehen. Eine stete Leistungsdifferenzierung in den Aufgabenstellungen und das Erstellen von Anwendungsübungen mit unterschiedlichen Leistungsniveaus ergeben sich somit zwangsläufig. Nach intensiver Wiederholung vergangener Lerneinheiten nebst progressiv gestalteten Unterrichtseinheiten, die auch den Fortschritt in den Lektionen des Lehrbuches „Cours Intensif 1“ gewährleisten sollten, kann man nun davon ausgehen, dass die Vielzahl der SuS im status quo auf einem vergleichbaren Kompetenz- und Wissensniveau sind. Bei der Konzeption und der Präsentation des Unterrichtsstoffes wurde bedacht, die Lehr- und Lerninhalte so verständlich wie möglich zu gestalten und es wurde versucht, sicherzustellen, dass alle SuS die Einheiten auch verstanden haben.

Einhergehend mit dem Leistungspotenzial des/der einzelnen SuS verhält es sich mit der Motivations- und Interessenlage. Frappierend in diesem Zusammenhang ist meiner Einschätzung nach die Motivation und das Interesse der leistungsstärkeren SuS im Vergleich zu der der leistungsschwächeren Gruppe. Auf meine Nachfrage (hin), warum die Klasse denn Französisch als optionales Fach erwählt hätten, bekam ich als Antwort, dass die SuS zum Erlernen einer zweiten Fremdsprache verpflichtet seien und es demnach als zu erfüllendes Pflichtfach ansehen. Trotz allem ist die Motivation und das Interesse an den von mir präsentierten Lerninhalten als positiv einzuordnen. Es erübrigt sich die Tatsachenfeststellung, dass nicht jeder SuS die gleichen Neigungen und Präferenzen im Fächerkanon haben und es somit in jedem Fach interessenorientierte und demotivierte SuS gibt. Dennoch muss der Lehrkörper darauf bedacht sein, seinen Unterricht und die Lehrinhalte so ansprechend wie möglich für alles SuS zu gestalten und sich vornehmlich um die Motivationslage der leistungsschwächeren SuS kümmern. Wie bereits evoziert, lässt sich im Bereich des Arbeitsklimas und Lernatmosphäre ein positives Bild zeichnen.

Auch wenn die Lerngruppe aus zwei verschiedenen Kerngruppen besteht, gehen die SuS untereinander sehr vertraut und freundschaftlich um. Meiner Beobachtung nach wird kein Schüler ausgegrenzt oder in irgendeiner Weise argwöhnisch betrachtet. Die Sozialstruktur im Klassenverband ist als durchaus behaglich einzuordnen.

Die Französischklasse unterrichte ich insgesamt vier Stunden pro Woche, wobei ich eine Doppelstunde und zwei Einzelstunden zur Verfügung habe ( Mo. 3./4 Std.; Di. 5. Std.; Do. 6. Std.). Den Unterricht halte ich immer in demselben mir zugewiesenen Unterrichtsraum. Das Klassenzimmer bietet ausreichend Platz und ist mit einer höhenverstellbaren Schiefertafel und einem lokalen OH-Projektor ausgestattet.

4. Der fachlich-inhaltliche Schwerpunkt

Lektion 5 des Lehrbuches „Cours Intensif I“ trätiert im Besonderen die Erkundung der Stadt Paris und deren bedeutendste Sehenswürdigkeiten. In einer vergangenen Unterrichtseinheit führte ich die SuS thematisch in die Lektion ein, indem ich grundlegende Basisinformationen zu den abgebildeten Monumenten mit ihnen gemeinsam sammelte und anhand einer Stadtkarte von Paris die Sehenswürdigkeiten geografisch zuordnen ließ. Die Vertiefung der Kenntnisse über Paris soll demnach Gegenstand der Lehrprobe vom 09.06.2010 sein. Wie der Darstellung der Unterrichtssequenz zu entnehmen ist, wird ein akzentuierter Schwerpunkt auf den Kompetenzbereich „Lesen“ gelegt. Im Vorfeld der Erarbeitung wurden diverse Lesestrategien mit den SuS behandelt und praktisch angewendet. Der Umgang mit unbekannten, authentischen Texten und deren Bearbeitung wurde sodann bereits abgehandelt und dient somit als Vorentlastung zur Lehrprobe. Die Erarbeitung der Lesetexte soll im Gruppenverband zu je fünf SuS erfolgen, wobei die SuS die Lesestrategie des kombinierten Lesens anwenden sollen; respektive sollen die SuS die Informationstexte global verstehen, unbekannte Wörter entweder im Wörterbuch nachschlagen oder eingebettet im situativen Kontext herleiten können. Daran anschließend ist der Arbeitsauftrag, die zentralsten Informationen zu extrahieren und schriftlich zu fixieren. Laut Nieweler handelt es sich beim kombinierten Lesen um ein durch mehrere Lesestrategien zusammengesetztes Lesen, welches das Global-, das Detail- und das selektive Verständnis mit einbezieht.[1] Im Geiste Niewelers konkretisiert der Rahmenlehrplan für das Fach Französisch folgendes: „ Die Schülerinnen und Schülerverstehen einige wesentliche Aspekte zunehmend längerer, jedoch einfacher Texte, wenn sie mit deren Themen und Textformaten vertraut sind. verstehen wesentliche Aspekte zunehmend längerer, jedoch einfacher Texte, wenn sie mit deren Themen und Textformaten vertraut sind.[2] Im Bereich der zusätzlichen Strategien sollen die SuS in der Lage sein, „ die Bedeutung unbekannter Wörter zunehmend aus dem Kontext zu erschließen, Schlüsselwörter/Nebeninformationen zu markieren und im zweisprachigen Wörterbuch nachschlagen zu können.“

Nachdem die SuS die Informationstexte gelesen, unbekannte Wörter ergründet, die Aussprache schwieriger Wörter eingeübt und die entsprechenden relevanten Details vermerkt haben, folgt nun eine kleine Gruppenpräsentation. Die entsprechende Gruppe stellt sich frontal vor die Klasse und präsentiert als „Touristenführer“ die jeweilige Sehenswürdigkeit. Zunächst lesen die Gruppenmitglieder den Basaltext abschnittsweise und unter besonderer Beachtung der Aussprache dem Auditorium vor. Anschließend erläutern sie gemeinsam die ausgefüllten Detailinformationen und lassen die Klasse ihre Arbeitsblätter ergänzen.

5. Didaktische Begründungen

Die Stadt Paris übt seit jeher eine besondere Anziehungskraft aus. Nicht nur, weil Paris die Hauptstadt und somit der zentralistische Punkt Frankreichs ist, sondern vor allem aufgrund ihrer Geschichte, der prätentiösen Sehenswürdigkeiten, des bestimmten Ambientes und Flairs, wie auch der kulturellen Gegensätze. Letztgenannte Punkte machen Paris zu einer faszinierenden Stadt Europas und lassen somit auch ein gesteigertes Interesse der SuS vermuten, mehr über die Hauptstadt Frankreichs zu erfahren. Um den Einstieg motivational förderlich und packend zu gestalten, soll zu Beginn der Stunde der Hinweis erfolgen, dass die Klasse einen Rundgang durch Paris konzipieren soll und die jeweiligen Gruppen als Touristenführer fungieren. Nach Klärung der Arbeitsaufträge bekommt jede „Touristengruppe“ Informationen in Form eines Basaltextes zu dem ihnen zugewiesenen Monument. Zunächst liest ein jeder SuS den Text für sich selber im Stillen durch und unterstreicht für ihn unbekannte Wörter, nebst für ihn wichtig erscheinende Detailinformationen. Nach erstmaliger Durchsicht soll im Gruppenverband anschließend der Text gemeinsam durchgegangen werden. Hierbei sollen Verständnisschwierigkeiten ausgeräumt, unbekannte Wörter aus dem Kontext oder mit Hilfe des Wörterbuches ergründet, Aussprachebesonderheiten geklärt und die wichtigsten Informationen gesammelt werden. Durch die Zusammenarbeit in der Gruppe kann die Recherchearbeit von unbekannten Wörtern aufgeteilt werden. Nachdem der Text grundlegend verstanden und erörtert wurde, soll die „Touristengruppe“ die Ergebnisse schriftlich fixieren und sich Erklärungsstrategien( Paraphrasen, Gestik etc.) für die spätere Präsentation zurechtlegen. Die gewählte Methodik soll zum Einen das Anwenden von verschiedenen Lesestrategien sicherstellen, zum Anderen aber auch das Sozialverhalten, respektive die Kommunikationsfähigkeit innerhalb einer kleinen Arbeitsgruppe fordern und fördern. Die anschließende Präsentation schult zudem die Fähigkeit, erworbenes deklaratives Wissen in ansprechender Form einer Zuhörerschaft zu vermitteln. Das Auditorium füllt nach der Präsentation ihr Arbeitsblatt aus und kann somit überprüfen, ob er/sie die Informationen der jeweiligen Sehenswürdigkeit verstanden hat.

6. Antizipierte Schwierigkeiten und Alternativen

Da das Lesen und Ergründen von unbekannten, authentischen Texten bereits behandelt wurde, lassen sich etwaige Verständnisschwierigkeiten nach einer angemessenen Bearbeitungszeit weitestgehend ausgrenzen. Zudem soll die Texterschließung in der Gruppe dazu dienen, dass die SuS sich gegenseitig unterstützen und auftauchende Probleme gemeinsam diskutieren. Die Benutzung des Wörterbuches, welche in der letzten Stunde eingeführt wurde, soll darüber hinaus gewährleisten, dass die SuS den Text (auch die unbekannten) in seiner Gesamtheit übersetzen und evtl. verbleibende Textschwierigkeiten ausräumen können.

Angedacht ist eine freie Wahl der Gruppentische seitens der SuS. Soll es sich aber ergeben, dass sich vornehmlich leistungsschwächere, äquivalent dazu nur leistungsstärkere SuS,

zusammenfinden, so werde ich regulativ intervenieren, um eine angemessene Gruppenheterogenität zu gewährleisten. Der auszufüllende Lückentext ist so konzipiert, dass die SuS in der Lage sind ihn mit ihrem Wortschatz präsentieren zu können. Hier sollen die SuS vorab bestimmte Präsentationsstrategien entwickeln, um es der Zuhörerschaft so eingängig wie möglich zu vermitteln ( Gestik, Mimik etc.). Unbekannte sprachliche Redemittel werden zudem auf dem Poster kenntlich gemacht und die SuS dazu aufgefordert diese auch zu benutzen. Mögliche sprachliche Redemittel werden sich auf die deskriptive Beschreibung der Monumente beziehen, wie bspw.: La Tour Eiffel a une hauteur de … mètres, l’entrée coûte … euros, la Tour Eiffel est/ se trouve au centre de la ville etc.

Die zuhörenden SuS warten das Ende der Präsentation ab und beginnen dann mit dem Ausfüllen ihres Arbeitsblattes. Falls die SuS die Informationen nicht oder nur teilweise verstanden haben, sollen sie gezielt nach den offenen Informationen fragen. Dazu unterstützend werden unten auf dem Arbeitsblatt mögliche Fragekonstruktionen vorhanden sein, die die SuS ütilisieren können, wobei anzumerken ist, dass sämtliche Fragepronomen bereits im Unterricht behandelt wurden. Sollten wider Erwarten die sprachlichen Mittel nicht ausreichen, eine vollständige Präsentation auf französisch zu halten, so dürfen die SuS notfalls auch deutsche Sätze gebrauchen, um den Sachverhalt zu erklären.

[...]


[1] Nieweler, Andreas: Konstruktion von Verstehenshypothesen im Umgang

mit Lesetexten, in: fsu-Französisch,2 (1998),S.26ff.

[2] Ebda.

Details

Seiten
19
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656342786
ISBN (Buch)
9783656342854
Dateigröße
636 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v198688
Institution / Hochschule
Schulpraktische Seminare Berlin
Note
2,0
Schlagworte
paris erarbeitung präsentation pariser sehenswürdigkeiten- unterrichtsmaterialien

Autor

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