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Das Gottesbild im Christentum und Islam

Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es?

Hausarbeit 2011 12 Seiten

Philosophie - Sonstiges

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

Monotheismus

Die Namen Gottes

Lobpreisung Gottes

Gottesbild

Eigenschaften Gottes

Trinität

Inlibration und Inkarnation

Fazit

Literatur

Einleitung

Beten Christen und Muslime denselben Gott an?

Die Frage lässt sich erst beantworten, nachdem ein Vergleich der christlichen und islamischen Vorstellung von Gott gezogen wird.

Christen und Muslime bekennen sich zu dem einen Gott und sind somit beide mono- theistische Religionen. Diese Gemeinsamkeit wird zu Beginn der Ausarbeitung auf- gegriffen, um anschließend auf die „Namen“ Gottes in beiden Religionen einzugehen.

Die Art und Weise, wie Gott Lob gepriesen wird, ist im Islam und im Christentum ähnlich und leitet zum nächsten Kapitel, dem Gottesbild, über. Hier geht es um die Grundhaltung der Menschen gegenüber Gott und dem Bild, was beide Religionen von ihm, dem Herrn und Schöpfer, haben. Dies leitet über zu den Eigenschaften Gottes, die im nächsten Kapitel aus Sicht des Christentums und des Islam beschrieben werden. Beide Religionen gehen von der Einzigkeit Gottes aus; der Islam auch von der Einheit seines Wesens. Dem gegenüber steht die Trinitätslehre des Christentums, auf die an- schließend eingegangen wird.

Abschließend wird das Thema Inkarnation und Inlibration beschrieben, worauf das Fazit folgt.

Monotheismus

Christentum uns Islam sind monotheistische Religionen, was bedeutet, dass sie sich zu einem Gott bekennen und nicht mehrere Götter verehren. Der Begriff Monotheismus setzt sich zusammen aus dem griechischen „monos“ für eins, allein und „theos“ für Gott.

Dar tauhid ist der wichtigste islamische Glaubenssatz - das Bekenntnis, dass es nur einen Gott gibt. Im ersten Teil des islamischen Glaubensbekenntnisses heißt es: „La ilaha illa Llah“ (arabisch, „Es gibt keinen Gott außer Gott“). Bei den Bewohnern von Mekka stieß Muhammad mit seiner Predigt, dass es nur einen Gott gäbe, zunächst auf Widerstand. Sie verehrten noch andere Gottheiten, überwiegend Göttinnen, neben Allah. Einige Forscher gehen davon aus, dass Muhammad selbst eine Entwicklung zum Monotheismus durchlaufen hat. In den frühesten Suren konzentrierte sich seine Predigt stärker auf die Warnung von dem Weltende und die Mahnung zur reuigen Umkehr. (vgl. Gnilka 2004, S. 72 und Berger 2010, S. 172)

Das Bekenntnis zur Einzigkeit Gottes wiederholt der Prophet Muhammad in vielen Versen des ganzen Korans. „Gott bezeugt, dass es keinen Gott gibt außer ihm, ebenso die Engel und jene, die das Wissen haben.“ (2, 163) „Er ist Gott, außer dem es keinen Gott gibt. Er weiß Bescheid über das, was verborgen und was allgemein bekannt ist.“ (59, 22) Vor allem prägt der Vers 2, 255, der als Thronvers bezeichnet wird, die Ein- zigkeit Gottes ein: „Allah (Gott). Es gibt keinen Gott außer ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen.“

Das Bekenntnis zu dem einen Gott findet sich beispielsweise auch in der Bibel im ers-ten Gebot der zehn Gebote: „Ich bin Jehova, dein Gott, der ich dich herausgeführt habe aus dem Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ (2. Mose 20,2-3) Es taucht aber auch an anderen Stellen der Bibel auf. „Höre Israel: Jehova, unser Gott, ist ein einziger Jehova!“ (5. Mose 6,4)

Der Name Gottes

Der Gott der Muslime heißt Allah. Dieses Wort ist an sich kein Name, sondern eben¬so wie das Wort „Gott“ ein Begriff. „Allah meint Gott schlechthin, den Gott, neben dem es keinen anderen Gott gibt.“ (Leuze 1994, S. 179) Dieses Wort kann aber auch als Name verwendet werden, wenn beispielsweise Gott in einem Gebet angerufen, sich zweifelnd oder vertrauensvoll an ihn gewendet wird. Die Bezeichnung Allah ist eine Zusammensetzung des arabischen ilah (Gott), mit dem Artikel al-, also al-ilah. Durch Abschleifung, also häufigen Gebrauch des Wortes, wurde daraus i allah, (vgl. Leuze 1994, S. 179 und Gnilka 2004, S. 73) Der Gottesname Allah ist mit dem bibli¬schen Gottesnamen el, eloah, elohim verwandt. El bedeutet Gott und erscheint schon in den frühen Phasen aller wichtigeren semitischen Sprachen. Der biblische Gottesna¬me el und der koranische allah gehen auf die gleichen Wurzeln zurück. Der Koran hat Jaweh als biblischen Gottesnamen nicht übernommen. (vgl. Gnilka 2004, S. 73)

Lobpreisung Gottes

Die Art und Weise der Lobpreisung Gottes gleicht sich in vielen Teilen bei dem Christentum und dem Islam. Einiges stimmt diesbezüglich mit dem alten Tes- tament überein, was man sich damit erklären kann, dass Muhammad Zugänge zur jüdischen Liturgie hatte.Zu Beginn der Suren wird der Name des barmherzigen und gütigen Gottes angerufen; Parallelen finden sich im alten Testament. Es besteht eine Verwandtschaft mit dem biblischen Gotteslob. Beispiel ist hier die Sure 2, 255: „Es gibt keinen Gott außer ihm, der Lebendige und Beständige. Ihn überkommt weder Er- müdung nach Schlaf. Sein ist alles im Himmel und auf Erden.“ Zum Vergleich Psalm 121, 4: „Nein, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.“ Und 1 Chr 29,11: „Dein, Herr, sind Größe und Kraft, Ruhm und Glanz und Hoheit; dein ist alles im Himmel und auf Erden.“ (vgl. Gnilka 2004, S. 79 f.)

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Details

Seiten
12
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656249344
ISBN (Buch)
9783656253204
Dateigröße
470 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v198633
Institution / Hochschule
ecosign/Akademie für Gestaltung
Note
1,0
Schlagworte
Islam Christentum Gottesbild Philosophie Monotheismus Trinität Religion Inlibration Inkarnation Lobpreisung Muslime Christen Gott Glauben

Autor

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