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Die Wirkung von Atomwaffen auf die Stabilität in Südasien

Der Kaschmirkonflikt als Zündstoff zwischen Indien und Pakistan

Hausarbeit (Hauptseminar) 2012 30 Seiten

Politik - Internationale Politik - Region: Südasien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Theorie der atomaren Abschreckung
2.1. Die Theorie der atomaren Abschreckung im Kalten Krieg
2.2. Der Atomwaffensperrvertrag
2.3. Heutige Anwendbarkeit der Theorie der atomaren Abschreckung

3. Der Konflikt zwischen Indien und Pakistan
3.1. Der Verlauf des Konfliktes
3.2. Die indische Atompolitik
3.3. Die pakistanische Atompolitik

4. Erhöhte Sicherheit durch Atomwaffen in Südasien?
4.1. Vor der atomaren Bewaffnung
4.2. Nach der atomaren Bewaffnung

5. Friedliches Zeitalter oder atomare Eskalation?

6. Quellenverzeichnis
6.1. Literaturverzeichnis
6.2. Webverzeichnis

7. Selbstständigkeitserklärung

1. Einleitung

Südasien ist gemessen an der Dichte von Nuklearmächten einzigartig auf der Welt. Als solche anerkannt sind offiziell lediglich die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und China. Mindestens Pakistan und Indien reihen sich als De-facto-Atomstaaten in diese Riege ein. Damit existieren rund um das Tal von Kaschmir nicht weniger als drei Länder, die theoretisch dazu in der Lage wären, mit dem Abwurf einer Atombombe eine Katastrophe heraufzubeschwören. Welche Ausmaße diese annehmen kann, musste die Welt erleben, als die USA zum Ende des zweiten Weltkrieges 1945 Bomben auf Hiroshima und Nagasaki warf.

Im Folgenden wurde ihr Einsatz weitestgehend tabuisiert und die Theorie der nuklearen Abschreckung entstand zur Zeit des Kalten Krieges, als sich die Supermächte USA und die Sowjetunion gegenüberstanden. In einem bis dato unbekannten Wettrüsten bereiteten sich beide Parteien auf einen möglichen Krieg vor. Jedoch ging diese Auseinandersetzung nach Jahrzehnten ohne einen direkten militärischen Angriff zu Ende. Ein Grund dafür war, dass beide Staaten im Falle eines atomaren Angriffs stets mit einem selbigen Vergeltungsschlag rechnen mussten, was letztendlich als Abschreckung vor diesem Schritt diente.

Unter dem Begriff der Abschreckung wird gemeinhin die Androhung von Maßnahmen verstanden, die eine Person oder eine Gruppe von einer unerwünschten Handlung abhalten soll. Im politischen Kontext also, soll der mögliche Aggressor aus Furcht vor der Vergeltung von einem Angriff abgehalten werden.

Im Kalten Krieg funktionierte dieses Paradigma überaus wirkungsvoll. Denn gegen einen atomaren Angriff gibt es kein wirkungsvolles Verteidigungssystem. Selbst im Falle eines vorzeitigen Abschusses der Bombe, würde sie verheerendes Leid anrichten. Die völlige Zerstörung des betroffenen Gebietes ist die unweigerliche Konsequenz.

Der Zusammenbruch der Sowjetunion besiegelte 1991 das Ende des Kalten Krieges. Das nukleare Arsenal ist dagegen geblieben. Auch heute noch soll es der Abschreckung dienen, so beispielsweise in Südasien.

Hier erhält die Existenz von Nuklearwaffen besondere Brisanz durch die Tatsache, dass Pakistan und Indien seit mehr als sechs Jahrzehnten Anspruch auf den ehemaligen Fürstenstaat Kaschmir erheben und auch China Teile des umstrittenen Gebietes besetzt hält. Vier Kriege hat es mittlerweile zwischen Indien und Pakistan gegeben. Dreimal (1947-49, 1965, 1999) ging es dabei um die Zugehörigkeit Kaschmirs. Lediglich 1971 spielte Ostpakistan die Hauptrolle, das seitdem unter dem Namen Bangladesch unabhängig ist.

Nachdem beide Konfliktparteien in den 1990er Jahren erwiesenermaßen zu Atommächten wurden, standen sie 1999 durch den Kargilkonflikt am Rande eines atomaren Vernichtungskrieges.

Dieser blieb jedoch aus. Fraglich ist hierbei, ob die Machthabenden deshalb vor diesem Schritt zurückschreckten, weil sie sich der nuklearen Vergeltung des Widersachers sicher sein konnten.

Ausgehend von dieser Mutmaßung soll in dieser Hausarbeit vorrangig untersucht werden, ob die Existenz von Atomwaffen Südasien sicherer gemacht hat. Vorab muss geklärt werden, in welcher Form die Theorie der nuklearen Abschreckung aus der Zeit des Kalten Krieges heute noch angewendet werden kann, denn zwischen den USA und der Sowjetunion bestand ein bipolares Verhältnis, wohingegen bei der Auseinandersetzung zwischen Indien und Pakistan mit China eine weitere benachbarte Atommacht hinzukommt. Desweiteren ist die direkte Grenze ein weiteres neues Element, das es so im Kalten Krieg nicht gab. Während die USA und die Sowjetunion nie direkte Kampfhandlungen austrugen, gab es dieses zwischen Indien und Pakistan 1999 in der Kargilkrise. Demzufolge muss zum Beleg der These auch untersucht werden, inwieweit diese Auseinandersetzung als Krieg zu bezeichnen war.

Um den heutigen Konflikt umfassend beurteilen zu können, ist es ebenso unabdingbar, die Ursachen für ihn zu kennen. Daher muss auch kurz auf seinen Verlauf seit der Unabhängigkeit Indiens und der Gründung Pakistans eingegangen werden.

Durch den aktuellen Streit der Atomaufsichtsbehörde mit dem Iran bzgl. deren Atomprogramms, ist das Thema der nuklearen Bewaffnung in den gängigen Massenmedien sehr präsent und als Forschungsfrage äußerst relevant. Aber auch davon abgesehen, gebührte ihm eine größere Aufmerksamkeit, wenn man den Entwicklungen in Südasien in den letzten 70 Jahren und insbesondere denen der 1990er Jahre mehr Beachtung schenken würde. Das Gefahrenpotential war bereits vor der nuklearen Bewaffnung sehr hoch und hat sich seitdem massiv erhöht.

Für seine Vision einer atomwaffenfreien Welt konnte der derzeitige US-Präsident Barack Obama den UN-Sicherheitsrat erfolgreich zu einer Resolution bewegen, die gänzliche atomare Abrüstung als langfristiges Ziel ausgibt. Die Frage, wie die Welt ohne Atomwaffen aussähe, ist allerdings nur unzureichend erforscht. Daher kann diese Hausarbeit auch exemplarisch als Beitrag zur Frage gesehen werden, wie sich der Konflikt zwischen Indien und Pakistan ohne Atomwaffen darstellen würde.

Anders als im Kalten Krieg, kann die Gefahr durch Kernwaffen jedoch nicht nur in Anbetracht eines bipolaren Verhältnisses betrachtet werden. Internationaler Terrorismus stellt ebenfalls eine besondere Bedrohung dar, die durch Atomwaffen noch um ein Vielfaches vergrößert werden könnte. Gerade aufgrund der Instabilität Pakistans ist dieses Bedrohungsszenario nicht vollständig auszuschließen und daher ein weiteres Argument für die Relevanz der Forschungsfrage.

Mit der Einführung der nuklearen Kriegsführung, änderte diese sich grundlegend. Der Schritt wird von Michael Quinlan sogar als gravierender bezeichnet, als die Erfindung der Schießpulvers oder Etablierung der Luftwaffe. Als ehemaliger Staatssekretär im britischen Verteidigungsministerium hat er zum Thema der nuklearen Abschreckung geforscht und veröffentlicht. Ein weiterer renommierter Autor, der sich dieses Thema verschrieben hat, ist S. Paul Kapur. In dem hier verwendeten Werk „Dangerous Deterence“ möchte er nachweisen, dass Atomwaffen die Region Südasien maßgeblich destabilisiert haben.

Im deutschsprachigem Raum ist besonders bei politischen „Think Tanks“, wie der SWP-Stiftung in Person von Christian Wagner, fundiertes Material zu finden. Klaus-Dieter Schwarz schrieb 2005 einen sehr informativen Aufsatz für das gleiche Haus. Aber auch die politische Zeitschrift APuZ veröffentlicht in regelmäßigen Abständen zum Thema des Kaschmirkonflikts. Darüber hinaus gibt es mit Dietmar Rothermund einen sehr renommierten Autor, der viel zum Thema Indien publiziert hat. Sein Werk „Krisenherd Kaschmir“ eignet sich sehr zum Einstieg in die Thematik des Kaschmirkonflikts.

Hilfreich waren auch die Publikationen der parteinahen Stiftungen, wobei sich jene des Auslandsbüros in Indien der Konrad-Adenauer-Stiftung in Person von Dr. Beatrice Gorawantschy als überaus nützlich erwiesen haben.

Die Vielzahl an Veröffentlichungen zum Thema der nuklearen Abschreckung im historischen Kontext oder mit aktuellem Bezug zeigt, dass es nicht eine einzelne Theorie der nuklearen Abschreckung geben kann.

2. Die Theorie der nuklearen Abschreckung

Allgemeinhin bedeutet Abschreckung, jemanden von einer nicht erwünschten Tat abzuhalten, indem eine glaubhafte Drohung verständlich gemacht wird. Wenn der Nutzen des Angriffs die Kosten der Vergeltung nicht übersteigt, ist davon auszugehen, dass der mögliche Angreifer von seinem Angriff absehen wird. Dies setzt zweierlei voraus. Zum einen, dass mindestens zwei Interaktionspartner vorhanden sind und zum anderen, dass beide Akteure auch wirklich nach einem rationalem Muster handeln.

Anwendbar ist diese Theorie natürlich auch auf die politischen Beziehungen von mindestens zwei staatlichen Akteuren. Zur Zeit des kalten Krieges war die Theorie der Abschreckung ein bestimmendes Element in den militärstrategischen und sicherheitspolitischen Überlegungen der USA und der Sowjetunion. Das prägende Faktum ist in diesem Zusammenhang, dass als letztes Mittel der Abschreckung Atomwaffen hätten zum Einsatz kommen können, deren Schäden die, konventioneller Waffen bei weitem übersteigen.

Letztendlich ist für die erfolgreiche Abschreckung des Gegners im militärstrategischen Sinne aber nicht nur die notwendige Technik der Waffen ein Kriterium, sondern auch die nötige Glaubwürdigkeit, dass diese tatsächlich Anwendung finden würden. Ergo ist es schwer, die Wirkung der Abschreckung zu ermitteln, da sie lediglich auf dem Nichteintreten von Ereignissen beruht. Die wahren Beweggründe des Gegners bleiben zumeist im Verborgenen. Für den Fall, dass der Widersacher vor einem Angriff zurückstreckt, diese Gründe aber nicht durch die Abschreckung hervorgerufen wurden, ergäbe sich ein Drittvariablenproblem, dass nur ansatzweise die Komplexität der Theorie aufzeigt.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Atombombenabwurf auf Japan gibt es quasi eine Übereinkunft der Nuklearmächte, diese Waffen nicht zur Verwendung zu bringen. Zwar ist jene Übereinkunft stillschweigender Natur, doch hatte sie auch zu Zeiten des Kalten Krieges Bestand, sodass Atomwaffen gemeinhin als kriegsverhindernd gelten.

Ausgehend von dieser Annahme soll im weiteren Verlauf geklärt werden, ob dies auch auf die Auseinandersetzung um Kaschmir zwischen Indien und Pakistan zutrifft. Zum besseren historischen Verständnis wird vorab die Theorie der nuklearen Abschreckung im Kalten Krieg betrachtet.

2.1 Die Theorie der nuklearen Abschreckung im Kalten Krieg

Nachdem die USA in den zweiten Weltkrieg eingetreten waren, gab es Befürchtungen Deutschland könnte an einer Atomwaffe arbeiten. 1942 wurde unter dem Namen des „Manhattan Projects“ begonnen, an einer eigenen Bombe zu arbeiten. Unter der Leitung des Physikers Julius Robert Oppenheimer, wurde diese entwickelt und am 16. Juli 1945 in der Wüste von New Mexico erstmals gezündet. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Deutsche Reich den Krieg bereits verloren und bedingungslos kapituliert.

Mit Japan befanden sich die USA allerdings nach wie vor im Krieg und so fielen die ersten Atombomben am 6. und am 9. August auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Japan sah sich kurze Zeit später ebenfalls zur Kapitulation gezwungen. Die USA hatten gesiegt und ihre Stellung als neue Supermacht gefestigt. So diente der Einsatz der Massenvernichtungswaffen auch als Machtdemonstration gegenüber dem neuen Widersacher, der Sowjetunion. Dabei erwies sich das Monopol auf Kernwaffen als komfortable Ausgangsposition. Ein feindlicher Angriff hätte durch eine mögliche nukleare Antwort verheerend ausgehen können.

Dies änderte sich allerdings am 29. August 1949, als die Sowjetunion erstmals erfolgreich eine Atombombe testete. Das Wettrüsten der beiden Supermächte erreichte eine neue Dimension. Um das Szenario der Abschreckung aufrecht erhalten zu können, bedurfte es eines immer größeren Arsenals an Atomwaffen.

Besonders nach dem erfolgreichen Flug des Satelliten Sputnik 1957, glaubte die US-amerikanische Öffentlichkeit, ein sowjetischer Atomangriff könnte jederzeit und überall erfolgen. Dies erwies sich später als Irrglaube. Dennoch wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um den vermeintlichen Rückstand aufzuholen.

Diese Furcht spiegelte sich auch in der neuen Nukleardoktrin wieder. Dabei ist von „massive retaliation“ die Rede. Die Sowjetunion und China, die inzwischen ebenso im Besitz von Atomwaffen waren, sollten bei jeglichem militärischen Angriff mit einer atomaren Antwort rechnen müssen. Somit blieben dem vermeintlichen Aggressor in der Theorie stets nur die Möglichkeit des Nachgebens oder eines eigenen nuklearen Angriffs, der wiederum die Vergeltung nach sich gezogen hätte. Hierbei wird das Dilemma der Auseinandersetzung deutlich: Die Kosten eines atomaren Krieges sind höher einzuschätzen, als ein Verzicht auf diesen, woraus eine andauernde Pattsituation resultierte. Zwar bestand zu jeder Zeit die theoretische Gefahr eines atomaren Vernichtungskrieges, doch wurde dieser aus genannten Gründen nie praktiziert.

Gegenüber Japan hatte sich die nukleare Abschreckung noch als wirksam erwiesen, da diese auf den Angriff 1945 keine passende Vergeltungsmöglichkeit zur Verfügung hatten. Doch nachdem die UdSSR ab 1949 ebenfalls im Besitz von Atomwaffen war, entstand das beschriebene Patt.

Als Problem erwies sich im Verlauf des Kalten Krieges die stetige Ungewissheit über die wirkliche Schlagkraft des Gegners. Ob dieser der eigenen rationalen Handlungsweise genauso folgen würde, war ungewiss. Daher musste ein Weg gefunden werden, die Glaubwürdigkeit des eigenen Abschreckungspotentials aufrecht zu erhalten. Jenes erfolgte über den Ausbau der sogenannten Zweitschlagsfähigkeit. Taktische Nuklearwaffen wurden in Westeuropa stationiert. Im Gegensatz zu strategischen Nuklearwaffen, die das Gebiet der USA unmittelbar vor einem Angriff schützen sollten, dienten die taktischen Waffen zur Erhöhung der Flexibilität und der Reichweitenvergrößerung.

Für Westeuropa bedeutete dies, dass die direkte Wahrscheinlich eines sowjetischen Angriffs durch Atomwaffen zwar verringert wurde, doch die möglichen Schäden eines Krieges um ein vielfaches höher gewesen wären.

So kam es vor allem während der Amtszeit John F. Kennedys zu zahlreichen Diskussionen um die Nukleardoktrin der USA. Die Strategie der „Massiven Vergeltung“ wurde als nicht mehr glaubwürdig befunden. Die europäischen NATO-Staaten befürchteten größere Kriegswahrscheinlichkeit durch die geringere Wirkung der Abschreckung. Als Resultat nahm die NATO 1967 die von den USA initiierte Strategie der angemessenen bzw. flexiblen Reaktion (flexible response) auf. Hierdurch ergab sich eine Vielzahl an Wahlmöglichkeiten bei einem nuklearen Angriff, die bis dato sehr beschränkt und daher unglaubwürdig wurden. Konventionelle Angriffe hätten nun auch mit konventionellen Mitteln abgewehrt oder beantwortet werden können, was den Einsatz von Atomwaffen aber zu keiner Zeit ausschloss. Diese Strategie wurde erst 1991 von der NATO außer Kraft gesetzt und blieb somit bis zum Ende des Kalten Krieges bestehen. Auch wenn die Sowjetunion auf derartige strategische Begrifflichkeiten verzichtete, gingen auch sie auf eine Politik der Kriegsverhinderung über, die nicht mehr die vollständige Zerstörung der gegnerischen Streitkräfte bei einem Angriff anstrebte.

Das Funktionieren der Theorie der nuklearen Abschreckung im Kalten Krieg setzte stets ein gewisses Gleichgewicht der beiden Supermächte voraus. Eine zu stark einseitige Verteilung des Arsenals hätte ein Ungleichgewicht heraufbeschworen, infolgedessen sich eine der beiden Mächte im entscheidenden Vorteil gesehen hätte. Die kriegsverhindernde Wirkung der Atomwaffen wäre womöglich ausgeblieben. Keine Seite konnte für sich eine Überlegenheit ihres nuklearen Arsenals verbuchen. Während bei einem Gleichgewicht von zwei Kräften in der Literatur oftmals von „balance of power“ die Rede ist, wurde in der nuklearen Auseinandersetzung zwischen den USA und der Sowjetunion häufig von der „balance of terror“ gesprochen. Im Falle eines Angriffs, wäre selbst ein atomarer Zweitschlag für die jeweilige Seite verheerend und von den Kosten so immens gewesen, dass das Gleichgewicht des Schreckens sie davon abhielt.

Auch wenn die Zahlen stark schwanken wird geschätzt, dass die USA seit 1945 in etwa 70.000 Atomwaffen produziert haben. Die Zahl der sowjetischen bzw. russischen Atomwaffen wird auf 55.000 geschätzt.

2.2. Der Atomwaffensperrvertrag

Großbritannien zündet 1952 erstmals eine Atombombe. China folgt 1964, Frankreich 1966. In der Folge wurde von den Nuklearmächten USA, UdSSR und Großbritannien beschlossen, die Verbreitung von Atomwaffen zu begrenzen. Sie unterzeichneten 1968 den Atomwaffensperrvertrag, der sie dazu verpflichtet, keine Kernwaffen an Nichtkernwaffenstaaten auszuhändigen bzw. sie beim Bau solcher zu unterstützen. Letztgenannte verpflichten sich im Gegenzug auf den Erwerb eines nuklearen Arsenals. Erlaubt bleibt hingegen die friedliche Nutzung, beispielsweise zur Energiegewinnung

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Details

Seiten
30
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656248002
ISBN (Buch)
9783656250234
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v198394
Institution / Hochschule
Universität Rostock – Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften
Note
1,3
Schlagworte
Atomwaffen Kernwaffen Nuklearwaffen Kaschmir Kashmir Indien Pakistan Südasien China Jammu Kapur Abschreckung Kalter Krieg Stabilität Wirkung Südostasien

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Titel: Die Wirkung von Atomwaffen auf die Stabilität in Südasien