Lade Inhalt...

Räumliche Auswirkungen der Inwertsetzung von Ressourcen in der Peripherie - Das Beispiel Kanada

Seminararbeit 2009 15 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG

2. RESSOURCEN IN KANADA UND DEREN BEDEUTUNG
2.1 AUSBEUTUNG DER RESSOURCEN UND LÖSUNGSANSÄTZE
2.2 RÄUMLICHE AUSWIRKUNGEN DER RESSOURCENNUTZUNG IN DER PERIPHERIE
2.2.1 Die Peripherie Kanadas
2.2.2 Räumliche Auswirkungen
2.3 DAS BEISPIEL DER INWERTSETZUNG DER ENERGIEWIRTSCHAFT KANADAS- DAS JAMES- BAY- PROJEKT

3. FAZIT

4. LITERATURVERZEICHNIS

1. Einleitung

In der vorliegenden Arbeit sollen die räumlichen Auswirkungen analysiert werden, die eine Inwertsetzung von Ressourcen auf die Peripherie haben kann. Um dieses an einem Beispiel zu konkretisieren, wird Kanada gewählt.

Dabei stellen die Größe (zweitgrößtes Flächenland der Welt) und die besondere geographische Lage Kanadas bis in den hohen Norden besondere Charakteristika dar, die zu beachten sind. Ebenso spielt die Siedlungsgeschichte der ehemaligen Kolonie Großbritanniens und Frankreichs eine große Rolle für die noch heute vorzufindende Siedlungsstruktur.

Durch diese drei Faktoren entstanden wirtschaftliche und soziale Kernregionen, die jedoch im Verhältnis zu den abgelegenen Räumen nur einen sehr kleinen Teil des Gesamtstaates einnehmen. Der dabei verbleibende große Raum der Peripherie sollte für eine Analyse gut geeignet ist. Hier können direkte Einflüsse der Inwertsetzung von Ressourcen analysiert werden und deren Folgen für die Raumstruktur aufgezeigt werden.

Somit stellen sich der vorliegenden Arbeit folgende Fragen:

Welches sind die natürlichen Ressourcen Kanadas?

Welche räumlichen Auswirkungen haben Ressourcen in Kanada?

Gibt es Beispielsprojekte bzw. -Abbauregionen, die die komplexen Themengebiete, die mit einer Nutzung von Ressourcen einhergehen, abdecken, bzw. an denen dieses erläutert werden kann?

Zum Schluss der Arbeit soll zu diesen einleitenden Fragen eine zusammenfassende Aussage getroffen werden.

2. Ressourcen in Kanada und deren Bedeutung

„Das umfangreiche und vielseitige natürliche Angebot hat Kanada zu einem der reichsten Länder der Erde werden lassen“(Lenz 2001: 51). Seit der Kolonisierung des Teils des Nordamerikanischen Kontinents, der heute das zweitgrößten Flächenlandes der Erde ist, ab dem 17. Jahrhundert spielten die schier grenzenlos erschienenen Ressourcen Kanadas eine sehr bedeutende Rolle für die Wirtschaft und die Besiedlung (Lenz 2001: 52) (Kap. 2.2).

Zu den wichtigsten Rohstoffen zählen die Erzvorkommen (darunter Kupfer, Nickel, Gold, Eisen, Silber, Blei, Zink) (Matthews/ Morrow 1995: 21, Wieger 1991: 98), die sich sowohl im Osten wie auch im Westen befinden, und die Energieträger, bei denen Kohle, Gas, Öl und Uran zu nennen sind (Matthews/ Morrow 1995: 21 f.).

Zudem verfügt Kanada über das größte Waldvorkommen der Erde. Mit dem Holzschlag geht eine weiterverarbeitende Industrie einher. Der boreale Wald erstreckt sich „von Neufundland im Osten bis zum Yukon Territory im Nordwesten des Landes über eine Distanz von 5000 km, oft mit deutlich mehr als 1000 km Nord- Süd- Ausdehnung.“ (Flitner et al. 2007: 997 999) Insge- samt umfasst der boreale Wald in Kanada circa 3,4 Millionen Quadratkilometer und macht somit ungefähr ein Drittel der Landfläche Kanadas aus (Flitner et al. 2007: 999). Die darauf aufbauen- de Holzverarbeitung spielt in der kanadischen Wirtschaft eine bedeutende Rolle und führt dabei zu einschlägigen Problemen wie z.B. flächendeckender Kahlschlag (vgl. Kap. 2.1).

Schließlich muss auch die Ressource Wasser genannt werden. Kanada besitzt 20% der Frischwasservorräte der Erde, sieben der 14 weltgrößten Seen liegen in diesem Land, das mit 250.000 km die längste Küste der Welt aufweist (Härtling 2005: 48). Härtling bezeichnet Wasser als die wichtigste natürliche Ressource Kanadas (vgl. Härtling 2005: 46).

Der Gewinn durch den Export dieser Ressourcen bzw. deren Folgeprodukte ist sehr variabel, da deren Weltpreis ständigen Schwankungen unterworfen sind (Vogelsang 1993: 298). So ist z.B. durch die gegenwertigen Weltwirtschaftskrise und dem einhergehenden Preisverfall vieler Produkte (beispielsweise Erdöl- und -gas) der Exporterlös zurückgegangen bzw. der Abbau und die Gewinnung der Produkte wird zurückgefahren. Beides kann am Beispiel des Bergbaus zur Folge haben, dass Minen geschlossen und Arbeiter entlassen werden. Dadurch ist Kanadas Wirtschaft in diesem Sektor sehr abhängig von weltwirtschaftliche Entwicklungen (vgl. Matt- hews/ Morrow 1995: 22). Wie aus Abbildung 1 ersichtlich, machen ressourcenabhängige Exporte knapp 40 % der gesamten Exportgüter aus. Fasst man die Teile der Industriegüter hinzu, die z.B. aus Erze und andere Bergbauprodukte gehören, steigt der Anteil auf knapp 70 %.

Daraus wird die Abhängigkeit der kanadischen Wirtschaft vom Weltmarkt besonders deutlich.

Abbildung 1: Exporte Kanadas 2008

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Details

Seiten
15
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783656243441
Dateigröße
913 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v198194
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen – Geographisches Institut
Note
2,0
Schlagworte
räumliche auswirkungen inwertsetzung ressourcen peripherie beispiel kanada

Teilen

Zurück

Titel: Räumliche Auswirkungen der Inwertsetzung von Ressourcen in der Peripherie - Das Beispiel Kanada