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Schulbuchkarten zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs im Schulbuch und Unterricht der Hauptschule

Seminararbeit 2009 11 Seiten

Didaktik - Geschichte

Leseprobe

Gliederung

Einleitung

1. Allgemeines zur Schulbuchkarte

2. Kartenbeispiele
2.1 Beispiel A (Hauptschulbuch)
2.2 Beispiel B (Gymnasilbuch)
2.3 Beispiel C (Hauptschulbuch)

Schluss

Literaturliste

Einleitung

Ziel dieser Arbeit ist es, aktuelle Schulbuchkarten zum Thema „Zweiter Weltkrieg“ im Bezug auf heutige GSE-Anforderungen (Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde) zu betrachten.

Didaktische Literatur, wie zum Beispiel das „Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht“ von Mayer Ulrich, Pandel Hans-Jürgen und Schneider Gerhard mit dem darin erschienen Beitrag von Böttcher Christina „Umgang mit Karten“ liefert zwar Informationen zum Thema Schulbuchkarte, jedoch nicht im Bezug auf das aktuelle Hauptschulfach GSE.

Durch die Einführung von GSE muss das Fach Geschichte, auf Grund des Zeitmangels, drastisch im Umfang eingegrenzt werden. Daher kann Kartenmaterial, vor allem bei einem komplexen Thema wie dem Zweiten Weltkrieg, eine nützliche Hilfe der didaktischen Reduktion darstellen. Jedoch nur, wenn diese Karten auch den schulischen Ansprüchen genügen. Daher widmet sich diese Arbeit Fragen wie: Vermitteln die vorliegenden Karten die nötigen Informationen? Sind die Karten für Schüler verständlich oder wurden die Karten anschaulich gestaltet?

1. Allgemeines zur Schulbuchkarte

„Schulgeschichtskarten werden in der Regel gemäß dem aktuellen Forschungsstand der Geschichtswissenschaft, der Schulkartografie und unter Berücksichtigung geltender Richtlinien konzipiert. Gegenstand sind historische Sachverhalte in maßstäblicher Verkleinerung, didaktischer Vereinfachung und altersrelevanter grafischer Gestaltung. [...] Durch entsprechende Kartengestaltungen können sachlich, räumlich und zeitlich differente Phänomene zu einer graphischen Synopse gebündelt werden.“1

Demnach kann eine Schulbuchkarte ein hilfreiches Mittel im GSE-Unterricht sein, wenn es darum geht den Schülern in kurzer Zeit Wissen nahe zu bringen. Jedoch kann dies nur gelingen, wenn die zu verwendende Karte auf Schülerbedürfnisse zugeschnitten wurde.

Nach Christina Böttcher unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten von Schulgeschichtskarten. Als die zwei häufigsten nennt sie erstens die Textkarten. Diese sind „[...] im Gegensatz zu Atlaskarten vorwiegend kleinformatig, kleinräumig und einfach strukturiert [...] Ihr Einsatz hängt wesentlich von der jeweils kartographisch konzipierten oder methodisch bestimmten Arbeitsteilung zwischen Karte, umgebenden Text, Bildern oder Statistiken ab.“2Als zweite Kartenart für sie die Atlaskarten an. „Karten in Geschichtsatlanten unterscheiden sich sowohl in ihrer Gestaltung als auch hinsichtlich ihrer Nutzung von Textkarten. Sie sind gemäß der Konzeption des jeweiligen Kartenwerks Bestandteile eines Orientierungs- und Informationssystems [...] Je nach didaktischer und methodischer Intention sind Geschichtsatlanten Wissensspeicher und Nachschlagewerke, bei denen sich ein aktueller Gestaltungstrend zur zusätzlichen Ausstattung mit Text, Grafiken, chronologischen Überschriften und Bildern abzeichnet. (Putzger 2001).“3

Im Folgenden werden Schulbuchkarten exemplarisch auf ihre Schülertauglichkeit untersucht und gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge gemacht.

2. Kartenbeispiele

2.1 Beispiel A (Hauptschulbuch)

Quelle: Bauer, Thomas / Grosser, Walther / Kuchler, Evelyn / Kunz, Rudolf / Libera, Renata / Senft, Astrid / Wagner, Herbert: Trio 8, Braunschweig 2006, S. 201

Im ersten hier dargestellten Beispiel wird der Kriegsverlauf in drei Karten dargestellt. Es handelt sich um eine Darstellung von qualitativen Sachzusammenhängen aus einem Hauptschulbuch, achte Klasse. Vorteilig ist die komplette Schilderung des Krieges auf einer Seite ohne Unterbrechung durch Text oder weitere Bilder. Gleichfalls ist die chronologische Zeittafel unter den Karten eine Hilfe für Schüler. Sie erleichtert den Umgang insofern, dass sie in kurzen Stichpunkten den Kriegsverlauf dokumentiert. Somit sind die Schüler nicht mehr nur auf die Legende der Karte angewiesen, sondern können zudem auch noch den Verlauf in Stichpunkten verfolgen, falls es zu Verständnisproblemen kommt. Der Schüler hat somit eine Seite auf die er zurückgreifen kann, um sich den zeitlichen Bezug von speziellen Ereignissen zu vergegenwärtigen. Dadurch stellt die Seite eine Art Leitfaden für den Themenbereich „Zweiter Weltkrieg“ dar, wodurch die Platzierung relativ am Anfang des Kapitels „Außenpolitik und Zweiter Weltkrieg“ gerechtfertigt wird.

Die graphische Gestaltung ist dezent gehalten. Weder zu gesättigte Farben, noch zu auffällige Markierungen oder Pfeile erdrücken das Gesamtbild. Oben rechts in den Ecken jeder Karte wird deutlich angegeben um welchen Zeitraum es sich handelt. Lediglich der zeitliche Beginn der Darstellungen in der Karte fehlt, kann aber durch die Zeittafel im unteren Bereich erschlossen werden. Jedoch ist eine zeitliche Einordnung im Kartentitel unabdingbar, was hier in diesem Beispiel aber nicht berücksichtigt wurde. Die Legende ist logisch platziert, dennoch hätte die Anordnung der einzelnen Bedeutungen den Karten besser zugeordnet werden können.

Allgemeine Richtlinien der Karte werden nur zum Teil eingehalten. Das Fehlen der Nordung und die etwas zu klein gehaltenen Karten aufgrund des Platzmangels sind grundlegende Fehler dieser Schulbuchkarte.

Die Zeittafel die den restlichen Teil der Seite füllt ist in ihrer tabellarischen Form übersichtlich gestaltet. Jedoch hätten die fett gedruckten Teilüberschriften allein schon als Gliederung in einzelne Bereiche genügt. Die Farben können auf den ersten Blick verwirrend wirken, wenn man versucht sie ebenfalls durch die Legende der Karten zu deuten.

Fehlende Arbeitsaufträge sind als Kritikpunkt zu betrachten. Die Lehrkraft kann diese aber selbst erstellen, indem sie zum Beispiel Informationen aus der Zeittafel löscht und sie von den Schülern wieder eintragen lässt. Dies dient den Schülern als Wiederholung des Unterrichtsstoffs.

[...]


1Böttcher, Christina: Umgang mit Karten, in: Mayer, Ulrich / Pandel, Hans-Jürgen / Schneider, Gerhard (Hg.): Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht, Schwalbach/Ts. 2007, S. 230

2Böttcher, Christina: Umgang mit Karten, S. 230

3 Böttcher, Christina: Umgang mit Karten, S. 231

Details

Seiten
11
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783656242116
ISBN (Buch)
9783656242659
Dateigröße
1.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v198026
Institution / Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,7
Schlagworte
Geschichtsdidaktik Geschichte Zweiter Weltkrieg 2. Weltkrieg 2. WK Geschichtsunterricht Karte Schulbuchkarte Schulbuch Hauptschule Mittelschule Didaktik GSE Erdkunde

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Titel: Schulbuchkarten zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs im Schulbuch und Unterricht der Hauptschule