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Leben mit der digitalen Aura

Wiedergabe des Textes "Szenarien zur Mediennutzung im Jahr 2020" und Analyse des zweiten Szenarios

Seminararbeit 2011 12 Seiten

Informatik - Angewandte Informatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gegenstand des Textes
2.1 Szenario A: Die flexible, virtualisierte Arbeitnehmerin
2.2 Szenario B: The Empowered User
2.3 Szenario C: Die neue Wissenschaftselite
2.4 Szenario D: Die IKT-Branche nach der Experimentierphase
2.5 Kurze Gegenuberstellung der Szenarien

3 Analyse
3.1 Einleitung
3.2 Analyse der einzelnen Akteure unter ethischen Gesichtspunkten
3.3 Ergebnisbewertung des Szenarios
3.3.1 Ein eigenes Szenario

Literaturverzeichnis

A Ubersicht der Stakeholder

B Implikationen der Akteure

C Pro- und Kontra von Szenario B

1. Einleitung

Im Rahmen der schriftlichen Ausarbeitung wurde der Text Szenarien zur Mediennutzung im Jahr 2020 von Simone Kimpeler analysiert. Der Text entstand im Rahmen von FAZIT, dem Forschungsprojekt fUr aktuelle und zukunftsorientierte Informations- und Medientechnologien und deren Nutzung in Baden- Wiirttemberg [1]. Dieses Forschungsprojekt identifiziert seit 2005 neue Markte fUr innovative Informations- und Kommunikationstechnologien und erforschte bis Anfang 2009 Perspektiven zukUnftiger IT- und Me- dienentwicklung von regionaler Bedeutung. Seit dem wurden 15 Schwerpunktthemen erkannt, die mit kontinuierlichen Forschungsergebnissen Impulse fur weitere Forschung und Entwicklung geben.

Frau Dr. phil. Simone Kimpeler arbeitet seit dem Februar 2000 als Projektleiterin am Fraunhofer ISI, dem Institut fUr System- und Innovationsforschung [2]. Zusatzlich nimmt sie Lehrtatigkeiten zu den Themen Open Innovation an der Universitat Potsdam war und gibt Vortrage zum Thema Postmediale Wirklichkeiten an der Hochschule Furtwangen [3].

2. Gegenstand des Textes

2.1. Szenario A: Die flexible, virtualisierte Arbeitnehmerin

Das erste Szenario befasst sich mit der Spaltung von Wirtschaft und Gesellschaft hinsichtlich der Nutzung von IKT-Systemen. Viele Unternehmen sind positiv gegenuber IKT eingestellt und setzen es intensiv im beruflichen Umfeld ein. Die private Nutzung ist dagegen deutlich geringer. Der Schwerpunkt des Textes liegt eher im beruflichen Bereich und hat starke Tendenzen der Verantwortungsethik.

Detailliert beschrieben wird Frau A., die in der Position einer Abteilungsleiterin als Software-Ingenieurin in einem Medizintechnik-Unternehmen arbeitet. Durch den kompletten Arbeitsalltag ziehen sich diverse neue IT-Technologien, die fest verankert im Unternehmen zu sein scheinen. Dazu gehbren beispielswei- se intelligente Authentifizierungssysteme, eine umfassende Dokumentenverwaltung, Videokonferenzsys- tem und eine computergestiitzte Projektkoordination. Auch die Interaktion mit dem Anwender scheint reibungslos und perfekt zu funktionieren, da beschrieben wird, dass jedes System individuell an die Bediirfnisse von Frau A. konfiguriert werden kann. Als Kontrast dazu wird der vorherige Arbeitsplatz von Frau A. beschrieben. Ein Maschinenbauunternehmen, das seine Produktion aus Kostengriinden ins Ausland verlagert hat. Dadurch sollen Arbeitskosten eingespart und die strengen Umweltauflagen des Standorts Baden-Wiirttemberg umgangen werden.

Frau A. wird mit einer generell positiven Einstellung gegenuber IKT beschrieben. Zusatzlich hat sie ei­ne ausgepragte Karriereorientierung, so dass sie zur Gruppe hoch qualifizierter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gezahlt wird. Als gegensatzlicher Pol wird ihre Schwester genannt, die zwar IKT gerne fur Unterhaltungszwecke nutzt, sich aber nicht fur die technischen Funktionsweisen im beruflichen Umfeld begeistern kann.

2.2. Szenario B: The Empowered User

Szenario B beschreibt eine Gesellschaft, in der eine positive Grundstimmung und eine gewisse Technik- begeisterung vorherrschen. Die Always-on-Gesellschaft ist Realitat geworden. Die Schwerpunkte dieses Szenarios sind der berufliche und private Bereich. Es ist das optimistischste der vier Szenarien und liegt eher in Richtung der Ermoglichungsethik.

Vorgestellt wird Herr B., der als Produktionsleiter bei einem traditionsreichen Produktionsunterneh- men in der Nahe von Stuttgart arbeitet. Im Text wird nicht nur sein Arbeitsalltag beschrieben, sondern auch Teile seines privaten Umfelds und seiner privaten Nutzung von IKT-Technologie Es wird eine Zukunft beschrieben, in der die IT-Technologie im gesamten privaten und beruflichen Alltag, sowie im Bildungssektor der Menschen allgegenwartig zu sein scheint. Es gibt automatische Fahrzeugassis- tenzsysteme fur die Steuerung des Autos, so dass wahrend der Fahrt andere Dinge erledigt werden konnen. Als Beispiele werden das Lesen von E-Mails und der personalisierten, digitalen Tageszeitung angefuhrt. Zusatzlich scheinen alle Systeme miteinander verbunden zu sein. Ohne Probleme kann wahrend der Fahrt eine Videoverbindung gebffnet werden. Das intelligente Auto empfangt Verkehrsdaten Aber Satellit und passt mittels Navigation die Streckenftihrung und Parkplatzentscheidung dynamisch an. Fufiballspiele kbnnen in 3D tibertragen und durch intelligente Projektoren als Hologramme wiedergegeben werden.

Im beruflichen Umfeld wird IKT genauso umfassend eingesetzt. Nur so ist es moglich, mit einem vollstandig vernetzten Homeoffice Produktionsprozesse von zu Hause aus uberprufen zu kbnnen. Der Personal Com­municator von Herrn B. kann nahegelegene Computerbildschirme als Projektionsflache nutzen und inte- griert sich damit nahtlos in die Umgebung.

Der Bildungssektor arbeitet eng mit der Arbeitswelt zusammen. Dadurch sind beispielsweise Studiengaange maoglich, die genau auf die Anforderungen von potenziellen Arbeitgebern abgestimmt sind.

2.3. Szenario C: Die neue Wissenschaftselite

Im dritten Szenario liegt der Schwerpunkt im Bildungsbereich. Beschrieben wird eine gespaltene Hoch- schullandschaft, die zwar grofie Innovations- und Forschungspotenziale hat, an denen aber viele Univer- sitaten und ein Grofiteil der Bevolkerung keinen Anteil haben. Das Szenario ist weniger optimistisch und liegt zwischen der Verhinderungs- und Verantwortungsethik.

Vorgestellt wird Herr Prof. C., Inhaber des Lehrstuhls fiir Softwareeinsatz in intelligenten Umgebun- gen. Er lehrt an der Elite-Universitat Karlsruhe. Neben dem Graduiertenkolleg fiir Promotionsstudenten wird auf ein reger Austausch zwischen Unternehmen und Hochschule Wert gelegt, um die Karrierechan- cen von Studenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern zu steigern.

Der Einsatz von IKT-Technologie in der Hochschule ist auf das Graduiertenkolleg beschrankt. Hier konnen Vorlesungen und Folien durch ein Ad-Hoc-Netzwerk von allen anwesenden Studenten und auch von Fernhorern in Echtzeit verfolgt werden. Auch die von Herrn C. betreuten Forschungsprojekte, wie zum Beispiel 3D-Rollenspiele und Verfahren zur Intentionserkennung, haben einen hohen Bezug zu IT- Technologien. Die Elite-Universitaten bekommen hohe finanzielle Mittel von Staat und Unternehmen zur Verfugung gestellt, die anderen nicht Elite-Unis verwehrt bleiben.

2.4. Szenario D: Die IKT-Branche nach der Experimentierphase

Im vierten und letzten Szenario wird eine Gesellschaft illustriert, die viele aktuelle Entwicklungen im IKT-Bereich ablehnt. Es ist keine breite Akzeptanz von Technologie vorhanden. Viele Entwicklungen set- zen sich nur in bestimmten privaten bzw. beruflichen Bereichen durch. Das Szenario legt den Schwerpunkt auf den privaten und beruflichen Sektor und ist das mit Abstand pessimistischste Szenario. Es liegt zwi­schen der Verantwortungs- und Verhinderungsethik, aber mit starken Tendenzen zu letzterem.

Hauptakteur des Szenarios ist Herr D., Geschaftsfuhrer der Firma Z und Partner GmbH mit Hauptsitz in Heilbronn. Das Unternehmen ist skeptisch gegeniiber neuen Technologien eingestellt und verwendet nur ein Computer Supported Cooperative Work Tool (CSCW) fur die verteilte Projektarbeit. Diese Anwen- dungen ist nach einem grofien Pilotversuch mit virtuellen Arbeitsformen ubrig geblieben. Alle anderen Losungen haben keine Verbesserungen in den Arbeitsablaufen und keine Kostensenkung gezeigt. Durch das Programm ist es aber moglich, von zu Hause zu arbeiten, was ein neuer freier Mitarbeiter auch tun soll.

Das Unternehmen hat durch den Pilotversuch besondere Erfahrungen gesammelt und gilt als nicht typisch fur den IT-Sektor. Viele andere Unternehmen setzen IKT wie selbstverstandlich ein. Im Gegensatz zum privaten Bereich, wo viele Technologien und Innovationen der letzten Jahre auf wenig Begeisterung ge- stofien sind. Einige Skandale im Bereich Datenschutz haben in der Bevolkerung fur grofie Zuruckhaltung gesorgt.

Zus&tzlich dazu funktioniert der Austausch zwischen den Hochschulen und der Wirtschaft schleppend. Es gibt zwar verschiedene Recruiting-Aktivitaten, aber gemeinsame Themenentwicklung und Kooperationen finden eher selten statt.

2.5. Kurze Gegenuberstellung der Szenarien

Die zentralen Unterschiede in den vier Szenarien ist die Auspr&gung und die Art und Weise der Tech- nikakzeptanz. Sie reicht von tiberschwanglicher Nutzung und gesellschaftlicher Praxis (Szenario B) tiber gespaltene Nutzung im beruflichen und privaten Bereich (Szenario A). Bis hin zur Nutzung nur in besonde- ren „elit&ren“ Kreisen (Szenario C) und abschliefiend zu einer fast schon technologiefeindlichen Umgebung (Szenario D). Gemeinsam ist aufierdem noch die Bedeutung von lokalen Gemeinschaften (Communities of Practice), um Wettbewerbsf&higer zu sein.

3. Analyse

3.1. Einleitung

Genauer analysiert wird das Szenario B. Im Anhang befinden sich unterschiedliche Grafiken, die den Analyseprozess untersttitzen. In Kapitel 3.3 wird das Ergebnis der Analyse zusammengefasst und in Kapitel 3.3.1 erortert, wie ein realistischeres Szenario aussehen konnte.

WShrend der Analyse ist die Abbildung B auf der Seite 11 enstanden. Sie zeigt die Interessenskonflikte und Machtkonstellationen der einzelnen Akteure.

[...]

Details

Seiten
12
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656243809
ISBN (Buch)
9783656244134
Dateigröße
639 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v197564
Institution / Hochschule
Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Iserlohn
Note
1,0
Schlagworte
Angewandte Informatik Angewandte Informatik Philosophie Technik Philosophie und Technik Digitale Aura Leben Analyse Szenario Stakeholder Akteure Medienkonvergenz Technologie Work-Life-Balance

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