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Selbst- und Fremdsozialisation – Eine Gegenüberstellung auf Grundlage Jürgen Zinneckers Konzept

Ausarbeitung 2011 10 Seiten

Pädagogik - Allgemein

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung in das Thema

2. Selbstsozialisation

3. Fremdsozialisation

4. Was bleibt? Kritik an Zinneckes Konzept

Literaturverzeichnis

Erklärung

1. Einleitung in das Thema

2000 veröffentlichte Jürgen Zinnecker in der „ Zeitschrift für Erziehungssoziologie und Sozialisationsforschung “ einen heute kaum wegzudenkenden grundlegenden Aufsatz unter dem Titel „ Selbstsozialisation – Essay über ein aktuelles Konzept “, in welchem er bereits in der Einleitung der gegenwärtigen Sozialisationsforschung eine manifeste paradoxe Situation unterstellt.[1] Grundlage für diese Feststellung ist, dass die etablierten Ansätze bei immer mehr anerkannten Soziologen und Forschern als unzeitgemäß oder unangemessen gelten.[2]

Weiterhin erkennt auch Jürgen Zinnecker den gegenwärtigen Wandel von Person und Umwelt. Wir leben heute in einer schnelllebigen, pluralisierten und globalisierten Welt, welche von Tag zu Tag neue Facetten hervorbringt und sich weiterentwickelt. Der Einfluss der individuellen Person gegenüber den Umwelteinflüssen auf die Sozialisation wird demnach immer größer. An diesem Punkt stellt sich also die Frage, ob der Eigenaktivität des Handelnden im Prozess der Sozialisation nicht noch mehr Gewicht beigemessen werden muss.

Alles dies ist für Zinnecker Anlass, das Konzept der Sozialisation noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und auf seine „Aktualität“ hin zu überprüfen. Er stellt hierzu die Konzepte der Selbstsozialisation und der Fremdsozialisation gegenüber und analysiert ihre derzeitige Bedeutung für die Sozialisation und den sozialen Wandel in der Spätmoderne. Jürgen Zinneckers Absicht ist die Modernisierung und Weiterentwicklung der bereits bestehenden konzeptionellen Sozialisationsparadigmen.[3]

Ich möchte in dieser kurzen Ausarbeitung versuchen Jürgen Zinneckers wissenschaftssoziologischen Theoriebezüge aufzuzeigen, da sie aktueller sind als die herkömmlichen Theoriemodelle der Sozialisation. Weiterhin soll es Ziel sein, hiermit die gegenwärtigen Veränderungen zwischen der Person als aufgeklärtes selbstständig handelndes Individuum und der Umwelt vielleicht besser fassbar machen zu können.

Als Grundlage und Hauptquelle für diese Ausarbeitung steht mir wie schon eingangs erwähnt der Aufsatz „ Selbstsozialisation – Essay über ein aktuelles Konzept “ von Jürgen Zinnecker zur Verfügung.

2. Selbstsozialisation

In diesem Abschnitt meiner Ausarbeitung möchte ich nun das Konzept von Selbstsozialisation nach Jürgen Zinnecker vorstellen. Um jedoch in das komplexe Thema einsteigen zu können, ist es meiner Meinung nach vorab unerlässlich, den Begriff der „ Sozialisation “ an sich etwas genauer zu beleuchten. Hierzu bietet sich eine Definition von Klaus Hurrelmann an, die aus einem Artikel stammt, welcher als direkte Antwort auf Zinneckers Essay anzusehen ist.

Unter Sozialisation wird demnach der Prozess der Auseinandersetzung eines Menschen mit seinen biologischen und psychologischen Dispositionen und der sozialen und physikalischen Umwelt verstanden, durch den der Mensch zum gesellschaftlich handlungsfähigen Subjekt wird. Die Fähigkeiten und Fertigkeiten des kompetenten Handelns werden von einer Lebensphase zur anderen modifiziert und weiterentwickelt.[4]

Weiterhin kommt dazu, dass das Individuum die Möglichkeit besitzt seine Persönlichkeit selbst zu organisieren und zu kultivieren. Dies bedeutet nichts anders als die Anwendung einer reflexiven Selbstkontrolle.[5]

Was ist nun jedoch unter dem Stichwort der Selbstsozialisation zu verstehen und was bedeutet sie für die heutige Lebenswelt?

Jürgen Zinnecker stellt heraus, dass die Sozialisationsforschung erst in den 60er Jahren in Deutschland aufkam, mit der Absicht, die zu eng gewordenen Begrifflichkeiten des pädagogischen Diskurses zu erweitern.[6] Dementsprechend kann derzeitig davon ausgegangen werden, dass unter dem Konzept der Selbstsozialisation Sozialisation in eigener Regie verstanden wird.[7]

[...]


[1] vgl. Zinnecker 2002, S.272

[2] vgl. Zinnecker 2002, S.272

[3] vgl. Zinnecker 2002, S.272

[4] vgl. Hurrelmann 2002, S. 155

[5] vgl. Hurrelmann 2002, S. 155

[6] vgl. Zinnecker 2002, S.275

[7] vgl. Zinnecker 2002, S.275

Details

Seiten
10
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656236443
ISBN (Buch)
9783656238546
Dateigröße
463 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v197537
Institution / Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
2,0
Schlagworte
selbst- fremdsozialisation gegenüberstellung grundlage jürgen zinneckers konzept Zinnecker Sozialisation

Autor

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Titel: Selbst- und Fremdsozialisation – Eine Gegenüberstellung auf Grundlage Jürgen Zinneckers Konzept